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Archiv (11315)

Neue Wege der Mobilität

\"Die größten Herausforderungen im Transport wesen ergeben sich durch die fortschreitende Globalisierung“, sagt Elmar Wieland, Chef von Schenker österreich. Die zunehmende internationale Arbeitsteilung wird das Transportaufkommen weiter überproportional ansteigen lassen. Im Jahr 2005 hat alleine die deutsche Wirtschaft 74 Milliarden für den Transport von Gütern und Materialien ausgegeben - Tendenz steigend. Wieland wirft der Politik im Allgemeinen und der Wirtschaftspolitik im Besonderen vor, die Interdependenz von Globalisierung und Transport nicht erkannt zu haben. Die Probleme seien bewusst oder unbewusst unterschätzt oder sogar unter den Teppich gekehrt worden. Er fürchtet, dass ein Umdenken erst dann einsetzen wird, wenn es zu einem Supergau in Form von Megastaus und Versorgungsengpässen sowohl für die Industrie, den Handel und die Konsumenten kommen wird.
Damit es nicht soweit kommt wird fleißig an Alternativszenarien gearbeitet, die weit über eine Verbesserung der bestehenden Infrastruktur hinaus gehen. Es macht wenig Sinn, noch mehr Straßen zu bauen oder noch mehr Schienen zu verlegen, es geht vielmehr darum, die bestehenden Kapazitäten optimal zu nutzen und darüber hinaus neue revolutionäre Denkansätze zuzulassen. Ansätze, die das Transportwesen, wie wir es derzeit kennen gründlich umkrempeln und vor allem entlasten würden. Die Konzepte sind vorhanden: Von der Renaissance der Luftschiffe über unterirdische Rohrpostsysteme bis hin zu voll automatisierten, selbst fahrenden Schienenfahrzeuge. Nur mit der Umsetzung gibt es zum teil noch Schwierigkeiten.

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Die mobile Krankenakte

Vor allem in den Sommermonaten bekommt man den Arzt seines Vertrauens nur relativ selten zu Gesicht. Entweder er ist im Urlaub oder man selbst genießt die schönste Zeit des Jahres. Problematisch, wenn es dann zu einem medizinischen Notfall kommt. Der Krankenbericht mit Diagnosen und bereits begonnen oder abgeschlossenen Therapien ist nicht zugänglich, was dazu führt, dass Untersuchungen unnötigerweise wiederholt werden müssen. Vorhang auf für den Medistick. Der Medistick einer gleichnamigen Schweizer Gesellschaft bietet alle medizinischen Daten einer Person in fünf Sprachen auf einem durch Passwort geschütztem USB-Stick.
Der Medistick soll den Erfindern John Miley und Alessandra Witsch dazu beitragen, die zunehmende Kostenbelastung in der medizinischen Versorgung zu mindern, indem unnötige Wiederholungsuntersuchungen wesentlich verringert werden können. Diagnose und Behandlung sollen dadurch viel schneller möglich sein. Zudem soll der Stick laut Miley, den ärzten helfen, Stress zu vermeiden, den Zwang zu Mutmaßungen verringern und eine effiziente Versorgung der Patienten ermöglichen. Die Gefahren des Missbrauchs und der Verletzung des Datenschutzes werden von Miley und Witsch nicht thematisiert.
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Früherkennung dank Ultraschall

Wenn die Hände zu zittern beginnen, ist es zu spät. Die Parkinson-Krankheit ist dann schon weit fortgeschritten und hat im Gehirn schon beträchtlichen Schaden angerichtet. Zwei Drittel der Zellen, die den für ruhige, gleichmäßige Bewegungen wichtigen Botenstoff Dopamin bilden, sind dann schon zugrunde gegangen - unwiderruflich. Eine Frühdiagnose war bislang kaum möglich. In der Computer- und Kernspintomographie bleibt die Parkinson-Erkrankung selbst im Spätstadium unsichtbar. Hoffnung bietet der Ultraschall.
Die transkranielle Sonografie dringt durch kleine Knochenfenster an der Schläfe in die Tiefen des Gehirns bis zur Substantia nigra vor. Erste Tests haben ergeben, dass die Ultraschallwellen bei mehr als 90 Prozent aller Erkrankten verstärkt reflektiert wurden. Wissenschaftler sprechen von einer \"hyperechogenen\" Zone. \"Verantwortlich hierfür ist vermutlich unter anderem der hohe Eisengehalt in der geschädigten Hirnregion\", erklärt Daniela Berg vom Hertie-Institut für klinische Hirnforschung in Tübingen. Das Eisen reichere sich dort im Verlauf der Erkrankung an. Sollte sich diese Vermutung bestätigen, wäre erstmals ein einfach anwendbares, nebenwirkungsfreies und kostengünstiges Verfahren für die Früh- und präklinische Diagnose der Parkinsonerkrankung verfügbar.
Bereits jetzt gibt es viel versprechende Medikamente, die den Krankheitsverlauf in der Frühphase stoppen könnten. Doch bislang war es unmöglich, Menschen zu finden, an denen man sie hätte testen können. Denn in der Frühphase fühlen sich die Patienten völlig gesund, und das obwohl die Krankheit das Gehirn bereits angegriffen hat.
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Schlaflos in Wien

Den Job als Morgenmann bei ö3 hat er nach neun Jahren nicht mehr durchgedrückt. »Das ewige Aufstehen um vier Uhr in der Früh macht dich irgendwann einmal grundmüde.« Für einen wie ihn, der am liebsten erst zwischen neun und zwölf Uhr aufsteht, war der Morgenjob geradezu pervers. Ausschlafen funktionierte nicht mehr, die paar Stunden am Nachmittag retten auch nicht aus der Schlappheit. Schlaflos in Wien.
Also Servus ö3. Das Projekt mit den Autos für einen Euro pro Tag hat der gebürtige Steirer zusammen mit Niki Lauda allerdings auch nur in der Konzeptionsphase betrieben, Fliegen dagegen war goldrichtig für ihn. Schon während seiner ö3-Zeit setzte er sich in das Cockpit. Das Flugzeug ist mittlerweile zu seinem Lebensinhalt geworden.
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Pellets vor öl

Insgesamt wurden im Vorjahr 8874 neue Pelletsheizungen installiert. Das ist eine Zunahme von 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bis Ende 2005 waren damit insgesamt rund 37.000 Pellets-Zentralheizungen und rund 9000 Kaminöfen mit einer Wärmeleistung von 790.000 kW in Betrieb. Die meisten Anlagen wurden im Jahr 2005 in Oberösterreich errichtet, gefolgt von Niederösterreich und der Steiermark, wie aus einer Untersuchung der Landwirtschaftskammer Niederösterreich hervorgeht.Der Pelletsverbrauch stieg in österreich dadurch auf rund 280.000 Tonnen (2004: 220.000 t) und die inländische Produktion auf rund 490.000 Tonnen Pellets. In Deutschland hat sich die Zahl der neu errichteten Pelletsheizungen in den letzten Jahren mehr als verdoppelt, und auch in Italien boomt der Markt. Davon profitieren sowohl die österreichischen Kesselhersteller, die eine dominante Stellung am Markt haben, als auch die Pelletshersteller in den jeweils angrenzenden Regionen. Die hohe Nachfrage nach Pellets führt zu deutlich gestiegenen Preisen. Zum aktuellen Preis sind Pellets als Brennstoff um etwa vierzig Prozent billiger als öl. »Mittelfristig ist mit einem Preis von rund 25 Cent pro Kilogramm zu rechnen. Aufgrund der gestiegenen Rohstoffpreise besteht jetzt die Chance für die heimische Landwirtschaft, als Energielieferant eine zusätzliche attraktive Einkommensquelle zu erschließen «, meint Bernd Gottinger, Programmleiter von klima:aktiv holzwärme, einer Initiative des Lebensministeriums und proPellets Austria.
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Kunststoff offensive

Wir müssen es schaffen, mit weniger Werkstoff und weniger Energie mehr Funktionalität der Dienstleistung zu erzielen«, sagt der Universitätsprofessor Reinhold Lang vom Institut für Werkstoffkunde und Prüfung der Kunststoffe an der Montanuniversität Leoben. Die OMV AG und Borealis wollen dazu ihren Beitrag leisten und Leoben zur internationalen Ausbildungs- und Forschungsstätte für Kunststoffe machen. Leoben soll neben Linz als »Center of Excellence« fungieren. »Wir sind bereit, dafür drei Millionen Euro zur Verfügung zu stellen«, erklärt der OMV-Generaldirektorstellvertreter und Aufsichtsratsvorsitzende der Borealis Gerhard Roiss. Um das ölgeld locker zu machen, bedarf es zweier Voraussetzungen: Die rund 400 heimischen Kunststoffunternehmen sollen ebenfalls drei Millionen Euro beisteuern. Und der Bund müsste sich bereit erklären, an der Montanuniversität dreißig bis 35 Millionen für den Neubau eines Institutes für Kunststofftechnik zu investieren. »Wir wollen internationalen Standard, nicht österreich ist der Maßstab, sondern Europa«, betont Roiss. Tatsächlich ist der Bereich Kunststofftechnik in Leoben in den letzten Jahren ziemlich geschrumpft. In den Neunzigerjahren brachten es pro Jahr dreißig bis 35 Akademiker zu einem Abschluss, gegenwärtig sind es bloß mehr 15. Für Hannes Androsch, den Vorsitzenden des Universitätsrates der Montanuni, ist die jetzt präsentierte Initiative ein »freudiges Ereignis«. Er fordert von der öffentlichen Hand eine rasche Entscheidung in dieser Sache. »Am besten wäre es, Anfang 2007 mit dem Bau zu beginnen«, sagt der Industrielle. Die Regierung solle sich ein Beispiel an Oberösterreich nehmen, wo das Land und Borealis in den nächsten fünf Jahren fast fünfzig Millionen Euro in die Kunststoffforschung investieren. Konkrete Gespräche mit der Politik und anderen Kunstoffunternehmen habe es bislang nicht gegeben.»Wir haben sehr wenig Zeit, weil wir einen Aufholprozess vor uns haben, deshalb gehen wir jetzt einmal voraus«, so Roiss.
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Freude am Bau

Frisch, saftig und kein bisschen steirisch: Der Spatenstich für den Ausbau des Verbund-Kraftwerkes Limberg II bereitet den Managern der Verbundgesellschaft so richtig Freude. 365 Millionen fließen in den Ausbau des Pumpspeicherkraftwerkes. Der Verbund verdoppelt damit ab 2012 die Leistung der Kraftwerksgruppe Kaprun. Verbund-Generaldirektor Hans Haider freut sich besonders, dass beim derzeit größten Bauwerk im Bundesland Salzburg überwiegend österreichische Firmen tätig sein werden. Bisher wurden Aufträge über 230 Millionen Euro vergeben. Zum Zug kamen die Baufirmen G. Hinteregger & Söhne in Salzburg, östu-Stettin in Leoben, Porr Tunnelbau in Wien und Swietelsky Bau in Graz. Des Weiteren naschen die Firmen Voith Siemens Hydro Power Generation in St. Pölten, VA Technologie in Linz, VAM Anlagentechnik & Montagen in Wels oder Pöyry Energy in Wien/Salzburg an Limberg mit. Bauherr von Limberg II ist die Verbund-Wasserkraft-Tochter Austrian Hydro Power (AHP). Mit dem Pumpspeicherwerk wird die Leistung der Kraftwerksgruppe Kaprun von derzeit 353 auf 833 Megawatt erhöht.
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Malen ohne Druck

Gasdruckregelanlagen werden häufig Objekt von Beschmierungen. Um dem vorzubeugen und das Stadtbild bunter und farbenfroher zu gestalten, hat die Wien Energie Gasnetz Kinder von Wiener Schulen zur Verschönerung von vier Gasdruckregelanlagen eingeladen. »Die Kinder leisten damit einen Beitrag, um das Stadtbild bunter zu gestalten, und können sich gleichzeitig öffentlich kreativ betätigen«, erklärt der Wien-Energie-Gasnetz-Geschäftsführer Helmut Miksits. Zwei weitere Gasregelstationen im fünften und sechsten Bezirk werden in den nächsten Wochen von Studenten der Universität für angewandte Kunst verschönert.Das Wiener Erdgas Hochdrucknetz wird mit ein bis vierzig bar betrieben. Gasdruckregelstationen sorgen dafür, dass Erdgas mit dem richtigen Druck zu den Kunden kommt. Haushalts- bzw. Gewerbekunden benötigen einen Druck zwischen zwanzig mbar und etwa ein bar. Wien Energie Gasnetz betreibt insgesamt 410 Gasdruckregelstationen, etwa neunzig Prozent davon sind frei stehend.
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Später Anpfiff

Die Austrian Energy Agency, Speerspitze der Energieforschung und Energieberatung, beweist soeben, wie wichtig es ist, in WM-Zeiten wie diesen den richtigen Kick zu haben. Kurz vor dem Ende der Vorrunde der Fußball-WM weisen die weisen Experten der Energieagentur darauf hin, dass es nicht optimal ist, einen Fernseher zu kaufen, der viel Strom verbraucht. Wählt man ein effizientes Gerät, lassen sich je nach Größe und Typ des Guckers zwischen 49 und achtzig Prozent Strom sparen, so die Energieagentur. All jenen, die sich bereits vor Beginn der WM einen Fernseher gekauft haben, nutzt der Hinweis freilich nix. Ihnen zum Trost sei darauf hingewiesen, dass die Energy Agency rechtzeitig vor der WM 280 aktuelle Fernseher getestet hat und es nur etwa ein Drittel davon geschafft hat, in die Liste von www.topprodukte.at aufgenommen zu werden. Dort sind jene Fabrikate gelistet, die man hätte kaufen sollen. »Da spürt man richtig die Effektivität der Abseitsfalle, die dazu führt, dass Fehler passieren, die nicht passieren dürfen«, würde Herbert Prohaska vermutlich kommentieren.
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Palais-Boom

Die österreichischen Bundesbahnen erweitern den Reigen von Gründerzeitpalais in der Wiener Innenstadt, die aktuell auf den Markt kommen. Nach den Zentralen von Krankenanstaltenverbund und öGB, die demnächst frei werden und zur Verwertung anstehen, suchen die öBB einen Käufer für ein Palais mit 11.000 Quadratmetern Nutzfläche in der Friedrichstraße 4. Das 1912 errichtete Gebäude, in dem das Opernkino untergebracht ist, steht nicht unter Denkmalschutz. Der Mindestverkaufspreis liegt laut Ausschreibung bei 26 Millionen Euro. Mitte 2008 soll dann auch das Haus Elisabethstraße 9 mit 21.000 Quadratmetern Nutzfläche frei werden, in dem zurzeit noch die öBB-Infrastruktur Bau und Betriebs AG logiert.
Nicht aktiv werden kann öBB-Immobilienchefin Michaela Steinacker hingegen in der Elisabethstraße 18: Dieses Haus kann nicht verkauft werden, laut einer Empfehlung der Schiedsinstanz für Naturalrestitution muss es an die Erben des Besitzers Ferdinand Bloch-Bauer zurückgegeben werden. Noch gibt es aber keinen Auftrag der Republik österreich, die in dem Rückgabeverfahren Partei ist.
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