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Archiv (11315)

Innovativer Verbund

Ziel des Ilmenauer Forschungsprojekt war die Verbindung von Halbleiterchips, ohne diese zu verkleben oder mittels hauchdünner Drähte zu bonden. Um die Verbundeigenschaften des klassischen Klettverschlusses zu simulieren wird die Oberfläche eines Bauelements aufgeraut und das Silizium so lange mit geladenen Teilchen bombardiert bis lange, spitze Nadeln entstehen. Analog dem Klettverschluss verkeilen sich diese Nadeln (bis zu vier Millionen pro Quadratmillimeter Chipfläche) ineinander sobald sie zusammengedrückt werden und halten die einzelnen Bauteile zusammen. Dass die neue Technologie funktioniert, wurde bereits im Experiment nachgewiesen. Winzige Behältnisse, die etwa der Zellkultivierung dienen könnten, wurden bereits erfolgreich verschlossen. Größter Vorteil gegenüber herkömmlichen Methode ist die Wiederverwertbarkeit: Der Klettverschluss kann bis zu fünf Mal zusammengefügt und wieder gelöst werden. Da die Bauteile nicht verrutschen, können die Hersteller Mikrochips, die immer dünner und empfindlicher werden, einfacher positionieren.
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Schwarze Perle bei T-Mobile

Vor genau 4 Jahren, im Herbst 2002, hat T-Mobile Austria den BlackBerry in österreich eingeführt. Die wesentliche Funktion von BlackBerry besteht darin, überall E-Mails als Push-Dienst empfangen und senden zu können. Darüber hinaus bietet er die üblichen PDA- und Handy-Funktionen. Im Unterschied zu einem konventionellen PDA muss sich der User nicht um die Synchronisierung der Daten kümmern. Beim BlackBerry werden E-Mails, Kalendereinträge, Notizen und Adressbucheinträge per Push-Dienst vom Server auf den Handheld übertragen. Das heißt, dass der Handheld immer auf dem aktuellen Stand gehalten wird, solange eine Verbindung besteht.

Umfassende Ausstattung
Das BlackBerry Pearl von RIM gehört mit einem Gewicht von etwa 89 Gramm und den Abmessungen 107 x 50 x 14,5 Millimetern zu den besonders leichten und kleinen Smartphones. Trotzdem bietet es moderne Handytechnik: Eine 1,3 Megapixel-Kamera mit fünffachen Digitalzoom und Blitzlicht oder ein Musikplayer sorgen zum Beispiel für Abwechslung. Auch Videos im Format MPEG4 lassen sich abspielen. Für Bilder, Sounds und andere Daten steht intern ein 64 Megabyte-Speicher zur Verfügung, als zusätzlicher Speicher sind microSD-Karten einsteckbar.

Komfort bringt das Smartphone auch in der Telefonie: Es hat eine integrierte Freisprecheinrichtung, bietet Kurz- und Sprachwahl und unterstützt Konferenzgespräche. Die geschossenen Fotos können auch im Bild-Telefonbuch mit Rufnummern verknüpft werden, so das man bei eingehenden Telefonaten bereits am Bild im Display sieht, wer der Anrufer ist.
Das 240 x 260 Pixel große Farbdisplay sorgt für eine klare Anzeige von Menüs, Texten, Bildern und Internetseiten. Damit sich das BlackBerry Pearl auch bei Dämmerung und Dunkelheit bequem einsetzen lässt, passt sich die Helligkeit der Display- und Tastaturbeleuchtung automatisch dem Umgebungslicht an. Das Headset können Nutzer kabelfrei per Bluetooth anschließen. Das innovative Navigationskonzept über einen Trackball sowie die SureType-QWERTZ Tastatur, bei der jede Buchstabentaste mit nur zwei Schriftzeichen belegt ist, sollen eine unkomplizierte Bedienung gewährleisten.
Das neue BlackBerry Pearl wird mit Anfang Oktober in allen T-Mobile Shops ab Euro 99 erhältlich sein.

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Kleiner Stick - große Wirkung

Blinde und sehbehinderte Menschen arbeiten üblicherweise an speziell ausgestatteten PCs: dabei handelt es sich in der Regel um einen handelsüblichen Desktop-PC oder ein Laptop, auf dem ein Screenreader bzw. Bildschirmausleseprogramm installiert ist. Screenreader sind Bildschirmausleseprogramme für Sehbehinderte. Diese Programme \"übersetzen\" den grafischen Bildschirminhalt in Sprache und / oder stark vergrößerte Darstellung. Wird eine weitere Hardware - z.B. eine Braillezeile - eingesetzt, kann der grafische Bildschirminhalt zusätzlich in Braille (Blindenpunktschrift) ausgegeben werden.

Blinde können mit MyStick nun auch in Internetcafés im Internet surfen oder am Rechner ihres sehenden Kollegen schnell mal was nachschauen. MyStick ist eine Gemeinschaftsproduktion der Hilfsmittelunternehmungen Baum Retec AG und Audiodata GmbH. Dank der U3-Technologie startet der Screenreader ohne Installation automatisch sobald MyStick an einen freien USB-Port angeschlossen wird. MyStick übersetzt den grafischen Bildschirminhalt in Sprache - und schon kann ein blinder oder sehbehinderter PC-Benutzer an einem fremden PC arbeiten.

Da für MyStick keine Installation notwendig ist, muss der Benutzer nicht über Administratorrechte verfügen. Darüber hinaus kann MyStick Webdesignern eine wertvolle Hilfe sein: diese können mit dem Stick ihre Internetseiten auf Bedienbarkeit für blinde und sehbehinderte Menschen überprüfen.

Der Stick ist unter www.audiodata.de und www.baum.de zu einem Preis von 297 Euro erhältlich.

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Steigende Polarisierung

Was klug ist, weiß man frühestens in einem Jahrzehnt. Fix ist nur, dass heute die Grundlagen für die Betriebskosten der Zukunft gelegt werden.

Die hohen Energiepreise bewirken bei manchen Bauherrn viel, bei anderen so gut wie gar nichts. Selbst bei Unternehmen, die ihr Geld mit der Erzeugung und dem Verkauf von Energie verdienen, gehen die Auffassungen über den Sinn von energiesparender Bauweise weit auseinander. Einen Quantensprung machte zuletzt die oberösterreichische Energie AG mit dem Bau der neuen Konzernzentrale. Vermutlich beeinflusst vom Grün-Anteil der Landesregierung kündigt die Energie AG an, mit dem »Power Tower« ein neues Zeitalter in Sachen Energieeffizienz von Büro-großbauten einzuläuten. Die neue Konzernzentrale wird ohne Fernwärme auskommen und auf den Einsatz von fossiler Energie für Kühlung und Heizung verzichten und soll mit dem halben Energieaufwand herkömmlicher Bauten betrieben werden. Das Rezept dafür: 46 Tiefsonden, die 150 Meter in die Erde gebohrt sind, und neunzig in den Fundamentpfählen verlegte Sonden, die die Energie der Erde für Heizung und Kühlung nutzen. Des Weiteren wird Energie aus dem Grundwasser gewonnen. Die dreischalige Gebäudehülle wird zu sechzig Prozent aus Glas bestehen, vierzig Prozent werden mit hochisolierenden Materialien gefertigt. Der Wärmedämmwert Uges wird mit 0,8 W/m² beziffert. An der Südwestfassade wird eine 700 m² große Photovoltaikanlage rund 42.000 kWh Strom erzeugen. Die Kosten des Energiekonzeptes betragen in etwa 3,5 Millionen Euro, was für einen Konzern, der auf Partnersuche ist und dessen Zukunft in den Sternen steht, nicht gerade wenig ist. Groß ist dafür die CO2-Einsparung, die mit 300 Tonnen jährlich beziffert wird.

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Große Pläne

Bei Großprojekten im Infrastrukturbau kann schon einiges an Papier anfallen. Nicht selten kreisen die Pläne durch die Hände Hunderter Beteiligter. Vom geologischen Gutachten bis hin zu Umwelt- und Sicherheitsverordnungen darf keine Stufe im Planungsprozess ausgelassen werden. Die öBB haben als einer der größten Infrastrukturplaner mit diesem Prozedere schon leidvolle Erfahrungen. Bis zu 600 interne und externe Experten sind bei Projekten in Planungs- und Prüfungsprozesse involviert, um alle Planungsstadien von Einreich-, Ausschreibungs-, Ausführungs- und Bestandsplanungen abzudecken. Kein Wunder, dass bislang bei der öBB-Infrastruktur Bau einige Mitarbeiter allein damit beschäftigt waren, riesige Planungsunterlagen zu kopieren und an alle Projektbeteiligten zu versenden. Weiters mussten Tausende Prüfungsprotokolle gefaxt und bearbeitet werden. Dass das bei den oft zehn Meter großen Plänen sehr zeitaufwendig und umständlich ist, war nur ein Manko. Schließlich mussten all die änderungen auf den papierenen Dokumenten letztlich wieder in einen endgültigen, mit allen änderungsvermerken versehenenPlan gepackt werden. Die Fehlergefahr erhöht sich bekanntlich mit der Anzahl der involvierten Personen und Arbeitsschritte.
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Heu und Molke statt Ayurveda

Dem Alltag entfliehen und die Seele baumeln lassen: für immer mehr Menschen die ideale Möglichkeit, um körperliches, geistiges und seelisches Wohlbefinden für die Anstrengungen des täglichen Lebens zu stärken. Statt in schicken Wellnesstempeln geht’s auch ganz natürlich - auf dem Bauernhof.Wellness, das Modewort unserer Zeit, wird mittlerweile von vielen Menschen mit Edelsteinmassagen, Ayurveda oder Thalasso gleichgesetzt. Doch es geht auch anders. Das beweist der erste österreichische Wellness-Bauernhof der Familie Mayer im Nöringtal in den Kärntner Nockbergen. Malerische Landschaft, saftig grüne Wiesen und würziger Kräuterduft in der Luft - die perfekte Kulisse für Entspannung und Wohlbefinden.

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Der Regenbogen general

Neben Rot-Grün hatte nicht nur das BZö für den Sozialdemokraten aus freiheitlicher Familie gestimmt, sondern auch zwei abtrünnige schwarze Stiftungsräte. Alexander Wrabetz kann sich für seine am 1. Jänner offiziell beginnende Amtszeit also auf eine breite Basis stützen. Wer aber die Schlangengrube Küniglberg kennt, weiß, dass sich an die Kür des 46-Jährigen auch etliche Wünsche und Erwartungen knüpfen. Das fängt bei der Personalpolitik an und hört bei der Programmgestaltung auf - insbesondere die Nachrichtensendungen mögen sich der regierungstreuen Hofberichterstattung ab- und seriösem Journalismus wieder zuwenden, lautet etwa eine der Forderungen. Den Medienkoloss ORF mit 882 Millionen Euro Umsatz und mehr als 4000 Mitarbeitern kennt der promovierte Jurist als kaufmännischer Direktor seit 1998 in- und auswendig. Vor großen Aufgaben zeigte er schon immer wenig Scheu: Bereits mit dreißig wurde Wrabetz Generalsekretär der öIAG, Hugo-Michael Sekyra bezeichnet er heute noch als seinen Mentor. Als Geschäftsführer des VAMED-Konzerns managte er später die Errichtung zahlreicher Spitäler in ganz Asien. Auffrischungen wird auch die Anstalt ORF nötig haben, denn Quoten und Werbeeinnahmen gingen in den letzten Jahren stetig bergab. Der Verlust der Senderechte an der Fußball-Bundesliga gilt als folgenschwerer Tiefpunkt der ära Lindner. Wie resistent sich Wrabetz gegen Einschmeicheleien und Interventionen erweist, wird mit schon jetzt mit Argusaugen beobachtet. Ein Zugeständnis an seine drei Kinder im Teenageralter hielt der mit einer ärztin verheiratete Familienvater, der bei diversen Festivitäten auch gerne mal zu Nena abtanzt, bereits in seinem Reformkonzept fest: Es soll wieder eine eigene Jugendsendung geben.
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Deutscher Treibstoff

Nach der mehrheitlichen übernahme der Abid durch die in Falkenhagen ansässigen EOP Biodiesel AG kann Krutak aufatmen. Ihm ist es zwar nicht gelungen, die Ursprungsidee, Biodiesel regional und in kleinem Maßstab zu produzieren, umzusetzen. Dafür aber hat er mit dem neuen Partner nun Aussicht, in größerem Maßstab im Dieselbusiness mitzunaschen. In der ersten Stufe sollte am ehemaligen Agrana-Gelände in Hohenau an der March eine Produktion mit einer Kapazität von 50.000 Tonnen gebaut werden. Wenn der Treibstoff einmal sprudelt, will man den Ausstoß auf 95.000 Tonnen fast verdoppeln. Ab 100.000 Tonnen wäre eine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich, die kostet Geld und Zeit, wofür im Treibstoffgeschäft wenig Platz ist. Geplant ist die Verarbeitung von in österreich wenig vorhandenem Raps, zudem könnten auch andere pflanzliche öle zum Einsatz kommen. »österreich ist für uns ein sehr attraktiver Markt«, begründet der CEO der EOP, Sven Schön, das Investment eines niedrigen Millionenbetrages.
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Sport statt Energie

Die steirischen Grünen werfen dem für Umwelt, Energie und Sport zuständigem Landesrat Manfred Wegscheider vor, eine Schlagseite zur Wirtschaft zu haben. Nur so können sich die Grünen erklären, dass die Kraftwerksprojekte der Wasserkraft Koppentraun GmbH an der Schwarzen Sulm vom Land genehmigt werden konnten. Tatsächlich ist das Okay für Wasserkraft inmitten eines Natura-2000-Schutzgebietes ziemlich kühn. Das hat Wegscheider inzwischen auch erkannt und versucht verzweifelt, zurückzurudern. Die Gemeinde Bad Aussee soll dem Kraftwerksprojektanten 155.000 Euro zahlen, damit dieser die Staustufen fallen lässt. Diese Einsicht kommt spät und ginge zulasten der Gemeinde, die sich weigert, jetzt zu blechen. Der Verdacht der Grünen ist dennoch völlig unbegründet. Wegscheider ist kein Mann der Wirtschaft, sondern einer des Sports. Die Webpage des Politikers lautet www.sport.steiermark.at. öffnet man das Ding, springt einem gleich einmal der Golfschuh entgegen, was heutzutage längst kein Hinweis mehr auf eine Schlagseite zur Wirtschaft ist. Sämtliche Newsmeldungen des Landesrats haben einen Bezug zum Sport. Da wird der Damenfußballmannschaft Leoben gratuliert, mit Skistars in die Kamera gelächelt und mit Leichtathleten posiert. Ener­gie und Umwelt sind Wegscheiders Themen nicht. Für die Eröffnung von Biomasse- oder Biogaskraftwerken, die seinen niederösterreichischen Ressortkollegen Josef Plank stets auf Trab halten, hat er offenbar nicht viel übrig. Er ist Sportlandesrat - und ein Mann, den Energie- und Umweltfragen offenbar so wenig tangieren, wie die mittlerweile geschassten öGBler sich um die Bilanz ihrer Bank gekümmert haben. Eine klassische Fehlbesetzung in einer Zeit, in der gerade die Energiefrage in der Steiermark zunehmend an Brisanz gewinnt.
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Hoffnungsträger Sonne.

Im Mittelpunkt stand die überlegung, dass diese Technologie in den kommenden Jahrzehnten steigende Bedeutung für die weltweite Elektrizitätsversorgung übernehmen wird. Für österreich ist derzeit eine »Roadmap« in Ausarbeitung, bei der von einem 20-Prozent-Anteil am Gesamtstrom bis zum Jahr 2050 ausgegangen wird. Ohne Förderungen ist die Stromgewinnung aus Photovoltaik wirtschaftlich nicht machbar. Da die konventionelle Stromproduktion sich verteuert und die Preis für PV-Anlagen pro Jahr um rund fünf Prozent sinken, sehen die Fans des Sonnenstroms ihre Zeit kommen. 2020 sollen die Kosten aus Photovoltaik mit herkömmlicher Stromerzeugung vergleichbar sein. In österreich sind etwa tausend Personen im Segment Photovoltaik beschäftigt, der Großteil der Produkte wird exportiert.
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