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Olympische Dachdecker

Wahre Handwerkskunst der heimischen Dachdecker kombiniert mit der Leistungsstärke der Bramac Dachsysteme International beeindruckt in vielfältiger Form: Kreative Dächer als optische Schmuckstücke jedes Gebäudes, antik gestaltete Ideallösungen im Renovierungsbereich sowie innovative Solarenergie am Dach sind nur einige Beispiele für die Kompetenz der österreichischen Dachdeckermeister. Von einer strengen Jury wurden die Sieger in den Kategorien »Privater und öffentlicher Neubau« sowie »Private und öffentliche Renovierung« bekannt gegeben. Zudem verlieh man den Architekturpreis »Steildach 2006«. Im »Privaten Neubau« überzeugte die Kunstmann Dachdeckerei - Spenglerei mit Sitz in Oö. Den prunkvollen Glaspokal für das beste Projekt im Bereich »öffentlicher Neubau« konnte die Firma Gottfried Alber nach Tirol holen.Kreativität. Die Wallner GesmbH aus der Steiermark wurde in »Private Renovierung« mit der Siegertrophäe belohnt Das erfolgreichste Projekt im Bereich »öffentliche Renovierung« stammt von Ing. Franz Kerschbaumer (Stmk). Im Steildachwettbewerb zeigte sich die Fachjury vom eingereichten Projekt des Burgenländer Architekten Johannes Kandelsdorfer begeistert. Für den Zubau der Hotelanlage Villa Vita in Apetlon wurde er unter fünf Nominierten mit dem Architekturpreis »Steildach 2006« gekürt. »Die besonders hohe Qualität der Einreichungen in diesem Jahr machte die Entscheidung für die Jury nicht gerade leicht«, betonte Michael Utvary, Direktor für Marketing und Vertrieb von Bramac österreich. Die Sieger der »Dachdecker-Olympiade 2006« werden ihre prämierten Objekte nun beim internationalen Wettbewerb, der Bramac Dachdecker-Meisterschaft, Anfang Juni in Bulgarien unter Beweis stellen.
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Den Enduser-Markt im Visier

Report:Im Sommer 2005 haben Sie gesagt, dass Renishaw drei Jahre lang in österreich investiert hat und jetzt die Gewinnphase kommen werde. Was ist aus dieser Ankündigung geworden?
Manfred Fischer:Die Ankündigung hat sich 100 Prozent bewahrheitet. Im Vergleich mit anderen Märkten kann österreich sogar mit einem größeren Wachstum aufwarten. Wir verzeichnen eine Steigerung von acht bis zehn Prozent. Vor allem die Ergebnisse am Sektor \"Machine Tools“ sind besser als erwartet, da beträgt das Wachstum 15 bis 18 Prozent.

Report:Wo sehen Sie die Gründe für diese Steigerungen?
Manfred Fischer:Nachdem wir jetzt schon eine zeitlang in österreich präsent sind, hat sich auch unser Bekanntheitsgrad gesteigert. Das macht vieles einfacher. Während es in den ersten Jahren vor allem darum gegangen ist, die Kunden von den Vorzügen von Renishaw zu überzeugen, können wir heute auf ein breites Spektrum von Referenzkunden verweisen. Zudem können wir auch auf die Unterstützung der OEMs zählen. Ein weiterer Vorteil ist, dass den Kunden mittlerweile klar ist, dass man Geld in die Hand nehmen muss, um Geld zu sparen.

Report:Renishaws Unternehmensphilosophie lautet \"Apply Innovation“. Welche Innovationen hat Renishaw für 2007 geplant?
Manfred Fischer:Seit der letzten EMO im Jahr 2005 hat sich in den Bereichen \"Machine Tools“ und \"Calibration“ sehr viel getan. Für die nächste EMO haben wir nicht nur ein neues Produkt, sondern gleich vier Big Bangs. über die Details darf ich leider noch nicht sprechen, aber ich kann soviel sagen, dass es nicht darum geht, das Rad neu zu erfinden, sondern dem Kunden einen Mehrwert zu verschaffen.

Report:Können Sie Probleme wie beim Revo-Messkopf für die angesprochenen Produkte ausschließen?
Manfred Fischer:Definitiv ja. Beim Revo hatten wir das Problem, dass wir dieses Produkt unbedingt zur EMO 2005 präsentieren wollten. Im Nachhinein betrachtet muss man sagen, dass wir es zu früh releast haben. Es gab doch einige Probleme. Mittlerweile funktioniert es aber blendend und wird von den Kunden auch sehr gut angenommen. Die Produkte, die wir heuer auf der EMO präsentieren werden durchlaufen im Moment die Beta-Phase. Sie werden im Rahmen von Feldversuchen bei Kunden auf Herz und Nieren geprüft und das Feedback ist sehr positiv.

Report:Wie entwickeln sich die Wachstumsmärkte Asien und Osteuropa für Renishaw?
Manfred Fischer:Die Entwicklung vor allem in Asien ist enorm. Und ich bin auch davon überzeugt, dass sich daran in den nächsten fünf Jahren nichts ändern wird. Man muss sich aber auch immer vor Augen halten, dass hier ein immenser Technologietransfer stattfindet. Zuerst wird kooperiert, dann kopiert. Auf lange Sicht betrachtet, erwirtschaftet sich Asien so einen deutlichen Technologievorsprung. Vor allem auch in Kombination mit der hohen Produktivität, die durch das enge Zusammengehörigkeitsgefühl von Mitarbeitern und Unternehmen entsteht. Das ist eine völlig andere Unternehmensphilosophie als im Westen.

Report:Welche Auswirkungen hat dieser asiatische Boom auf österreich?
Manfred Fischer:Unser größter Vorteil ist, dass österreich ein Innovationsträger ist. österreich profitiert von den Expansionsmärkten. Wenn es den Wachstumsmärkten gut geht, geht es uns auch gut. Den Unternehmen kommt zu Gute, dass sich die Auswirkungen globaler Entwicklungen in österreich aufgrund der heimischen Wirtschaftslandschaft mit Verspätung zeigen. Wenn es etwa den großen OEMs aus der Automobilbranche schlecht geht, spüren das die österreichischen Zulieferbetriebe erst mit einem halben Jahr Verspätung. In dieser Zeit kann man reagieren und sich auf die neue Situation einstellen.

Report:Wie sehen Ihre weiteren Pläne für österreich aus?
Manfred Fischer:Der OEM-Markt ist weitgehend abgedeckt. Jetzt gehen wir auf den Enduser-Markt.

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Angriff auf den Primus

»HP ist für seine Netzwerk­lösungen nicht so bekannt, wie wir es gerne hätten«, startete John McHugh, Vice President und General Manager ProCurve, jüngst in Wien den Frontalangriff auf den übermächtigen Mitbewerb. Dabei müssen sich die Amerikaner keineswegs verstecken. HP war noch im Jahr 1998 lediglich elftgrößter Hersteller im Enterprise-Networking-Bereich, doch wurde dieses Ranking im Laufe der letzten Jahre völlig auf den Kopf gestellt. Heute sorgt die hauseigene ProCurve-Schiene für einen gesicherten zweiten Platz im globalen Markt. Weitere Umsätze will der Technologiekonzern mit seiner jüngsten Vision erwirtschaften: »Adaptive Networks«. Die neue Netzwerkstrategie wird ProCurve-Chef McHugh zufolge die Zukunft der Unternehmensnetzwerke wesentlich mitgestalten.

Systeme, die auf Adaptive Networks aufbauen, passen sich individuell und flexibel an die Anwender und an die Applikationen in Unternehmen an. Das Netzwerk, die stets bekämpfte Kostenstelle in den Unternehmen, mutiert damit zum strategischen Asset. Den notwendigen Veränderungen von Unternehmen zu Marktentwicklungen soll damit Rechnung getragen werden können. Die neuen Lösungen geben einen zentralen Gedanken wieder: Jeder noch so kleine Teil des Netzwerkes wird den User begreifen, wird die Bedeutung jedes IP-Packets direkt verstehen. ProCurves Adaptive Networks sind laut McHugh umgängliche Gesellen in Umgebungen mit Fremdhardware oder eigenen, bereits installierten, älteren HP-Geräten. Möglich macht dies die Basis auf offenen Standards wie zum Beispiel Ethernet Switching und 802.11 für drahtlose Netzwerkkommunikation. Zudem bieten die smarten Kästen umfassende Sicherheitsoptionen, wollen nebenbei die Produktivität erhöhen können und gleichzeitig die Komplexität der Netzwerkinfrastruktur reduzieren. Dadurch könnten Unternehmen ihre IT-Netzwerke zu einem kosteneffizienten, strategischen Steuerungsinstrument ausbauen. Das neue System baut auf der bereits im Jahr 2002 präsentierten Vorgängervision »Adaptive EDGE Architecture« auf und erweitert sie über den »EDGE« hinaus auf die gesamte Netzwerkarchitektur. »Viele Unternehmen verlautbaren riesengroß fünf Visionen jährlich«, übt sich McHugh in vornehmer Zurückhaltung, »wir haben uns mit diesem Modell fünf Jahre Zeit gelassen.«

Anwender und Applikationen. Netzwerke, die auf Adaptive Networks basieren, hinterlegen dabei die Identität des Users, seine Zugriffsrechte und seine benötigten Ressourcen in einem personalisierten Profil. Durch dieses Profil bleibt der Zugriff auf die Netzwerkstruktur konstant und unabhängig vom Aufenthaltsort des Users erhalten: im Büro, beim Kunden oder via Fernzugriff - egal, ob über kabelgebundene oder drahtlose Verbindung. Aufgrund der konvergenzfähigen Technologie können solche Netzwerke leicht als Basis für Lösungen wie IP-Telefonie, Video- oder webbasierte Anwendungen sowie gemeinschaftlich genutzte Applikationen dienen. Adaptive Networks enthalten intelligente Funktionen, die das gesamte Netzwerk auf der Sicherheits- und Managementseite unterstützen und optimieren. Unternehmen sollen hierbei nicht länger auf Netzwerklösungen einzelner Anbieter oder proprietäre Technologien beschränkt sein.

Attacke gegen Cisco. Klares Ziel bei HP ist es, Marktführer Cisco nun die Bestandskunden abzujagen. »Nachdem es heute keine Wachstumssparte mehr gibt, die nicht von Cisco besetzt ist, müssen wir eben direkt die Kunden Ciscos von den Vorteilen unserer Technologien überzeugen«, heißt es intern bei HP. Der offene Technologeansatz soll dabei den Unternehmen die Augen öffnen - und Wunderbares bei HPs Umsätzen bewirken. Ein Wunder hat HP tatsächlich nötig: Der Branchenprimus Cisco hält derzeit bei 56 Prozent Marktanteil bei Unternehmensnetzen, HP lediglich bei 16,2 Prozent. Die Nächsten im Ranking der größten Hersteller sind mit 8,5 Prozent beziehungsweise 4,5 Prozent Marktanteil bereits 3Com und Nortel. Becoming the number one - ein verrücktes Ziel? »Heutzutage ist die einzige Konstante in unserer Branche die Veränderung«, meint ProCurve-Chef McHugh. »Und die Geschwindigkeit der Veränderungen wird weiter zunehmen.«

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10 Jahre Tops, Flops, Liberalisierung

Social Software wird zum neuen Hype, der Begriff Voice-over-IP wird weiterhin mit Internettelefonie verwechselt und Incumbent Telekom Austria verleibt sich mit einem Schlag eine ganze Reihe alternativer Netzbetreibern wieder ein. Trends und Gegentrends bestimmten das vergangene Jahrzehnt Telekommunikation und IT in österreich. Ob 3G-Lizenzversteigerungen, Konkurse in der Providerlandschaft oder fette übernahmen im Endkundengeschäft - der Markt war stets in Aufruhr, seine Teilnehmer ständig in Bewegung. Der Status quo in der Telekommunikationsbranche heute zeigt freilich ein buntes Bild an vielversprechenden Marktentwicklungen. So mancher Grundstein dazu wurde bereits vor vielen Jahren gelegt. Etwa für den im Vorjahr erfolgreich angesetzten Senkrechtstart des mobilen Breitbands mit den Datenkarten für die Notebooks, der letztendlich von den frühen UMTS-Investitionen der Branche profitiert hat.

Mobiles wächst stärker. 2005 war bereits ein gutes Breitbandjahr, und dem war nicht genug: Der österreichische Breitbandmarkt ist 2006 noch stärker gewachsen. Die Breitbandgesamtpenetration erreichte einer Studie von Arthur D. Little zufolge 42 Prozent. »Neben dem fortlaufenden Wachstum im Festnetzbereich, erreichte der Absatz von mobilen Breitbandzugängen neue Rekordwerte und konnte 2006 erstmals jenen von ADSL-Anschlüssen übertreffen«, spricht ADL-Analyst Karim Taga von einem drastischen Preisverfall, der 2006 bei mobilem Internet zu verzeichnen war. Das Rennen wurde denkbar knapp entschieden: 195.000 neue Anschlüsse verzeichneten die Angebote rund um HSDPA und GPRS, 190.000 neue Anbindungen gingen aufs ADSL-Konto. Die weiteren Faktoren der Entwicklung: die Flächendeckung mit breitbandigen Technologien (etwa HSDPA mit 3,6 Mbit/s) und der gesteigerte Umlauf von 3G-fähigen Endgeräten im Markt. Der Absatz von Kabelanschlüssen konnte nach einem schwächeren Jahr 2005 erfolgreich auf einen Nettozuwachs von rund 90.000 gesteigert werden.

Und die alternativen Provider? Die alternativen Festnetzbetreiber haben wie schon im Vorjahr entbündelte Breitbandleitungen den TA-Wholesale-Breitbandanschlüssen vorgezogen, da große Betreiber wie UPC/i­node und Tele2UTA, aber auch kleinere alternative Netzbetreiber in einigen Standorten bereits die notwendigen Skaleneffekte erreicht haben und dadurch Entbündelung weiter an Attraktivität gewonnen hat. Trotz der oft als einseitig empfundenen (Nicht-)Regulierung des TA-Festnetzes.

Starker Preisverfall. Alternative Breitbandtechnologien wie WiMAX, WLAN (Richtfunk) und FTTH haben mit 5000 Neukunden in 2006 nur rund ein Prozent zum Wachstum des Breitbandmarktes beigetragen. Der Erfolg der 195.000 Neukunden mit 3G respektive HSDPA, wird vor allem auf die kompetitiven Preisen, die breite Verfügbarkeit von Endgeräten (neben einer Vielzahl an Datenkartenmodellen gibt es am Weltmarkt bereits über 74 Notebookmodelle mit integrierten 3G-Accessmodulen) und attraktiven Produktbündeln zurückgeführt. Der starke Preisverfall bei Breitbandprodukten ist aber auch der Wermutstropfen dieses anschaulichen Wachstums. Denn die mobilen Netzbetreiber haben über günstige Einstiegsprodukte nicht nur neue Kundensegmente adressiert, sondern auch die Festnetzanbieter zur Gestaltung ähnlicher Angebote animiert. Dies hatte den Effekt, dass das Umsatzwachstum deutlich unter dem Anschlusswachstum lag und hierdurch auch der gesamte Telekommunikationsmarkt 2006 nach jahrelangem Wachstum erstmals stagnierte. Mitunter ist das einer der Einflussfaktoren, der die Marktkonsolidierung auch 2006 weiter fortschreiten ließ.

Heimkehr der unbequemen. Die finale Integration von tele.ring in T-Mobile, die übernahme von EUnet durch eTel als auch die übernahme von Inode durch UPC prägten den Markt zuletzt nachhaltig. Auch die Einigung bezüglich der übernahme von eTel durch den Marktführer Telekom Austria ist Teil dieser Entwicklung. »Die Konsolidierung des österreichischen Telekommunikationsmarktes ist aus unserer Sicht noch lange nicht abgeschlossen - potenzielle weitere übernahmen sind sowohl im Mobil- als auch Festnetzbereich möglich«, heißt es bei ADL. In Brüssel ist man darüber wenig begeistert: Eine Studie der European Competitive Telecommunications Association hat den Regulierungsrahmenbedingungen in österreich ein denkbar schlechtes Zeugnis ausgestellt. österreich fiel dabei von Platz vier auf Platz elf von 17 analysierten EU-Staaten zurück. Die Alternativen halten diese Entwicklung für »sehr besorgniserregend« und sehen einen direkten Zusammenhang zur schleppenden Wettbewerbsentwicklung oder dem Zurückfallen österreichs bei internationalen Breitbandrankings. Dieser Trend zu weniger Wettbewerb ginge letzten Endes zulasten der Konsumenten und des Wirtschaftsstandorts. »Wir orten daher dringenden Handlungsbedarf für die Politik, die Liberalisierung des Telekommarktes, die in der Vergangenheit in einigen Bereichen schon gewaltige Vorteile für Konsumenten und Wirtschaft gebracht hat, wieder stärker voranzutreiben«, so Berthold Thoma, Vorsitzender des Verbandes Alternativer Telekomnetzbetreiber. Die Marktkonsolidierung hat die Betreiberzahl in den letzten Jahren ausdünnen lassen. Heute zählt der VAT noch sieben Mitglieder, morgen sind es vielleicht nur noch eine Handvoll.

Arthur D. Litte erwartet in den nächs­ten Jahren eine weiter zunehmende Sättigung des Marktes bei abflachendem Preisverfall, »wodurch sich die derzeitige Marktdynamik weg von den Zugangsprodukten in Richtung Content und Applikationen verlagern wird«. So weit in der Theorie. Tops, Flops und persönliche Ansichten der Branchenmanager finden Sie im Folgenden.

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Digitales als Highlight

Das Experiment ist voll gelungen«, heißt es im Bundeskanzleramt am Wiener Ballhausplatz. Vertrauen ist eine der Voraussetzungen bei E-Government-Services, das Bekenntnis zu einem öffentlichkeitswirksamen Schulterschluss zwischen Wirtschaft und Politik wurde kürzlich auf der Leitmesse ITnT vom Publikum entsprechend gewürdigt. »Wir hatten eine hervorragende Stimmung«, betrieben Christian Rupp, Sprecher der Plattform Digitales österreich, Kollegen und Mitstreiter aus der Wirtschaft drei Tage lang intensives Lobbying für eine effizientere, digital optimierte Verwaltung in österreich. Bei E-Government gilt es, die ärmel aufzukrempeln: Kaum eine andere Branche steht heute vor so vielfältigen Möglichkeiten. Und kaum eine andere Branche sucht ähnlich intensiv nach Verständnis bei ihren Kunden, hat einen so großen Erklärungsbedarf gegenüber ihren Nutzern.
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Sicherheit im offenen Raum

2006 war für Kaspersky Lab erneut ein Rekordjahr. Stolze 77 Prozent betrug das Wachstum. Damit wächst Kaspersky fünf mal schneller als der Markt. Noch besser schneidet der deutschsprachige Raum ab. In Deutschland, österreich und der Schweiz betrug das Wachstum im letzten Jahr 138 Prozent. Damit ist Kaspersky in der DACH-Region die Nummer zwei. Am reinen Anti-Viren-Markt belegt man Rang fünf. Das erklärte Ziel für 2007 lautet: Den Viertplatzierten, Sophos, zu überholen.

Auch am österreichischen Markt ist Kaspersky gut positioniert. Die Antwort auf diese gute Positionierung ist Bernhard Oberhauser, der sich vor Ort um die Channel-Partner kümmern, neue Partner und Zielmärkte identifizieren sowie Key Accounts akquirieren soll.

Im Rahmen der ITnT präsentierte Kaspersky seine neue Open Space Security, eine Kombination aus Schutzlösungen für sämtliche Knotenpunkte und Plattformen eines Netzes. Der Kunde kann die am besten zu Umfang und Komplexität seines Netzwerks passenden Produkte flexibel aus verschiedenen \"Räumen“ auswählen und kombinieren. So soll jeder Knoten mit der für ihn passenden Software geschützt werden. Erhältlich sind vier verschieden Spaces mit unterschiedlicher Software.

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3, 7 und 22 Sachen

Der liberalisierte Festnetzmarkt wird heuer zehn Jahre alt, übrig geblieben sind vornehmlich drei Unternehmen: der Incumbent selbst, Tele2UTA und UPC/Inode. Die weiteren Alternativen im Festnetzbereich befinden sich nicht mehr in der österreichweiten Wahrnehmung. Die Liberalisierung wurde ambitioniert begonnen, mündete aber in ein Schonprogramm für den Infrastrukturbesitzer Telekom Austria. Irgendwie blöd - genau das hat sich dann als Bumerang erwiesen und den Aufstieg der Mobilnetze begünstigt. Dort hat der Wettbewerb funktioniert, die Kampfpreispolitik im Mobilfunk hat wesentlich zur herrschenden Substitution, der vollständigen Abkehr vom drahtgebundenen Telefonieanschluss, beigetragen.

Die Vielfalt auf Anbieterseite hat abgenommen, die verbliebenen sind durch die übernahmen aber selbst bunter geworden. Nehmen wir die TA als Beispiel (die Entscheidung der Wettbewerbsbehörde zum eTel-Kauf stand zu Redaktionsschluss noch aus): Mit eTel/EUnet, das in den vergangenen Jahren selbst massiv auf Einkaufstour war, kehren nicht weniger als 22 Internetprovider in den Schoß des Marktführers zurück. Auch das ist Liberalisierung: Der Incumbent kauft die Konkurrenz einfach wieder auf. Und Geschäftskunden, die aus bestimmten Gründen einen alternativen Provider bevorzugt haben, finden sich plötzlich beim Klassenfeind wieder. Dass ein wesentlicher Teil dieser übernahme aus den eTel-Assets im Ausland herrührt, wird in der Branche als Feigenblattstrategie vor dem Kartellrichter gesehen. Die eTel-Group hat zuletzt 115 Millionen Umsatz in ihren Ländern in CEE erwartet. Gut 100 Millionen davon aber werden im stärksten Land österreich generiert. Bleibt nur zu hoffen, dass der eTel- Mannschaft ihr charismatischer Chef Achim Kaspar auch nach der übergangsphase erhalten bleibt. Gerüchte besagen, Kaspar könnte mit Vertriebsagenden im Vorstandbereich bei der TA gehalten werden. Angebote hatten Kaspar und seine Salesmannschaft bereits genug, Dennoch hat der eTel-Chef bislang seine sieben Sachen in Eisenstadt und Wien zusammenhalten können. Es bleibt spannend.

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Zum Weinen

Der Verein für Konsumenteninformation hat Klage gegen T-Mobile eingebracht. Den Vorwurf der irreführenden Werbung hätte sich T-Mobile mit dem Tarif »Superzeit« eingehandelt, der als Gratistelefonieangebot in mehrere Netze beworben wird. Der Haken bei der Sache: In sämtlichen Werbungen findet sich kein Hinweis auf das 1000-Freiminuten-Limit. So mancher Vieltelefonierer, der auf das Flatratemodell vertraute, wurde daraufhin mit hohen Telefonrechnungen bedacht. In Zukunft heißt es also, die AGBs in den Verträgen besser zu studieren. One wiederum hat kurzzeitig Kunden gedroht, die Verträge wegen übermäßigem Gesprächsaufkommen überhaupt zu kündigen. Der Tarif »4:0« sieht vor, dass Kunden neben dem One-, Yesss- und Festnetz auch zu einem frei wählbaren Mobilnetz unlimitiert kostenlos telefonieren dürfen. Freilich nur theoretisch - Kunden, die durchschnittlich mehr als fünfzig Minuten pro Tag in das fremde Mobilnetz der Wahl gratis telefonierten, bekamen eine schriftliche Benachrichtigung ins Haus, dies fortan zu unterlassen.

Mir scheint, irgendetwas habe ich bei diesen Produkten nicht verstanden. Wenn diese Tarife nicht für ein unlimitiertes Gesprächsaufkommen gelten, warum wirbt man dann genau damit? Herrje! Die Fallen sind aufgestellt! Das Konsumentendasein wird immer komplizierter!

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»Erheblich Wachsen«

Report: Was waren wesentliche Veränderungen der heimischen Baustoffindustrie in den vergangenen zehn Jahren?
Peter Leditznig: Es gab drei Entwicklungen. Die stärkste Veränderung, die uns als Baustoffindustrie zwar nur mittelbar, aber deshalb nicht weniger stark betrifft, ist die Veränderung der Gewerbestruktur. Das Subunternehmertum hat aufgrund des steigenden Kostendrucks ein erhebliches Volumen erreicht. Die günstigeren Angebote dieser Subunternehmer basieren vielfach auf schlecht bis gar nicht ausgebildetem Personal. Die Folge sind oft erhebliche Qualitätsmängel in der Ausführung - und das schlägt auch auf uns als Hersteller zurück. Die zweite deutlich erkennbare Veränderung ist der klare Trend zur Vorfertigung und damit zum Leichtbau. Für einen Gipskartonplattenhersteller wie Rigips eine hervorragende Entwicklung. Als dritte Veränderung möchte ich die Optimierung der Transportlogistik nennen. Hier hat sich viel in Richtung Effizienz verbessert.

Die Branche hat sich konzentriert. Wie hat sich diese Entwicklung auf die Unternehmenskulturen und die Arbeitsbedingungen ausgewirkt?
Die Internationalisierung hat uns allen gut getan. Der Blick über den Tellerrand ermöglicht es uns, immer wieder von den Besten der Branche zu lernen. Internationale Benchmarks mit Unternehmen innerhalb und außerhalb des eigenen Konzerns führen eindeutig zu Verbesserungen in der Produktion und in der Verwaltung. Da entsteht im positivsten Sinn ein Wettbewerb zwischen den einzelnen Betrieben.

Rigips österreich exportiert heute einen nicht unerheblichen Teil. Wird das so bleiben oder werden künftig heimische Arbeitsplätze durch Billiglohnländer ersetzt?
Rigips Austria exportiert nicht nur Produkte, sondern auch Know-how und Systeme. Viele Mitarbeiter haben in den letzten Jahren internationale Verantwortung im Konzern übernommen. Innerhalb der Saint-Gobain-Gruppe gibt es zwei Kompetenzzentren für Gipspulverprodukte. Eines davon ist unser Werk in Puchberg, wo viel Forschung und Entwicklung passiert. Nur sehr wenige unserer Mitarbeiter sind tatsächlich in der Produktion beschäftigt. Es macht also für uns überhaupt keinen Sinn, in ein Billiglohnland zu übersiedeln.

Was sind die Herausforderungen für die Baustoffproduktion in der Zukunft?
Als Industrie verkaufen wir geprüfte Systeme. Die kommen dann auf einen Markt, wo sie zunehmend von ungelernten Arbeitskräften verarbeitet werden. Das Ergebnis sind mitunter gravierende Qualitätsmängel am Bau. Dieses Spannungsfeld ist wohl die größte Herausforderung für uns. Also verstärken wir unser Engagement im Schulungsbereich. Zu den Schulungen kommen aber nur Leute, die an der Qualität ihrer eigenen Arbeit interessiert sind. Die Mitarbeiter der Subunternehmen erreichen wir damit nicht. Aufgabe ist es, die Systeme zu vereinfachen. Wenn es gelingt, die Einzelbestandteile zu verringern, verringern wir auch die Fehlerquote des ungelernten Monteurs und erhöhen gleichzeitig die Qualität seiner Arbeit.

Die Leichtbauweise hat beim Einfamilienhaus ansehnliche Marktanteile erzielt. Sind ähnliche Größenordnungen auch im mehrgeschoßigen Wohnbau erzielbar?
Beim Einfamilienhaus liegt der Anteil des Holzriegelbaus derzeit bei 35 Prozent. Dieser Erfolg ist weitestgehend auf die sehr gute Arbeit des Fertighausverbandes zurückzuführen. Ich gehe davon aus, dass dieser Marktanteil auch im Mehrfamilienhausbau möglich ist. Es ist doch kein Zufall, dass Europas größter Mehrfamilienwohnbau in Holzbauweise ausgerechnet in Wien errichtet wurde. Der moderne Leichtbau entspricht einfach den heutigen Lebensbedingungen. Die Menschen sind mobiler geworden. Das klassische Familiengefüge gibt es heute nicht mehr. Singlehaushalte und Patchworkfamilien prägen das Bild. Die Wohnungen müssen sich rasch und unkompliziert an die Bedürfnisse ihrer Bewohner anpassen - und nicht umgekehrt. Der Leichtbau hat dabei eindeutig die besseren Karten. Um seine Vorteile stärker in das Blickfeld der Bauwirtschaft zu rücken, hat sich 2006 die Plattform BAU.GENIAL gegründet.

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Härter als Diamanten

Die ersten Theorien, wonach ein besonders steifer Werkstoff durch den Anteil eines Stoffes mit negativer Steifigkeit entsteht, kursieren bereits seit Ende der neunziger Jahre. Das Problem der Theorie: Materialien mit negativer Steifigkeit kommen in Reinform in der Natur nicht vor. Um dieses Dilemma zu umgehen, erhitzten die Forscher Bariumtitanat und schlossen es in Zinnmatrix ein. Der Temperaturanstieg löste eine Phasenumwandlung aus, die dazu führte, dass das Teilchen vorübergehend negative Steifigkeit erlangt. Zwar ist das Phänomen nur von kurzer Dauer, der wissenschaftliche Beweis für die deutliche Steigerung der Steifigkeit von Verbundwerkstoffen ist aber erbracht. Das weckt die Hoffnung, dass negative Steifigkeit in Zukunft auch mit Hilfe anderer Phasenumwandlungen realisiert werden könnte. Die Wissenschafter denken an Werkstoffe, die ihre Steifigkeit und ihre Dämpfungseigenschaft \"auf Knopfdruck\" um mehrere Größenordnungen zu steigern vermögen. So könnten etwa Autofahrwerke ihr Dämpfungsverhalten oder Werkzeuge ihre Belastbarkeit blitzschnell an extreme Situationen anpassen.
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