Menu
A+ A A-
Archiv

Archiv (11315)

Infos per Mausklick

Die von der Wirtschaftskammer österreich gestartete Informationsoffensive zum Thema E-Rechnung wird um ein ganz besonderes Angebot ergänzt: Ab sofort steht ein Online-Ratgeber zur Verfügung, mit dem KMU per Mausklick alles Wissenswerte über und konkrete Tipps für die elektronische Rechnungsabwicklung in Erfahrung bringen können. »Unser Informationsangebot in Sachen E-Rechnung ist ein regelrechter Renner. Das zeigt, dass viele österreichische Unternehmen die Bedeutung der elektronischen Fakturierung erkannt haben«, sagt WKö-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser. Unter wko.at/e-rechnung erhalten alle Interessierte, insbesondere KMU, mit nur wenigen Mausklicks persönlich auf sie zugeschnittene Auskünfte rund um das Thema elektronische Rechnung. Die große Nachfrage nach einfach verständlichen Informationen zur elektronischen Rechnungslegung zeige, dass immer mehr Unternehmen das damit verbundene Einsparungspotenzial nützen wollen, so Hochhauser. Und das zu Recht. »Mit verhältnismäßig geringen Investitionen können auch kleinere Unternehmen ihre Effizienz und Produktivität steigern. Einsparungen bis zu 70 Prozent gegenüber der herkömmlichen Papierrechnung sind möglich. Bei 200 bis 300 Millionen B2B-Rechnungen ist das ein Einsparungspotenzial von bis zu 600 Millionen Euro pro Jahr in österreich.«
Read more...

Doping in der Chefetage

Von Reinhold Fleischhacker

\"Das interessiert mich gerade mal so viel wie die Frage, ob in Peking gerade ein Fahrrad umfällt«, sagt der Volksmund zu Fragen, die weit entfernt erscheinen. Peking ist in der Tat ziemlich weit entfernt, zumindest geografisch gesehen. Zeitlich schon weniger, denn in nicht einmal einem Jahr steigt dort die nächste Olympiade, und da wird auch Rad gefahren. Dass dort ein Rad samt Radfahrer umfällt, ist eher nicht zu erwarten. Zumindest nicht wegen Dopings, wenn schon, dann wegen des Smogproblems. überall, wo es um außergewöhnliche Leistungen geht, sind auch leistungsfördernde Mittel aller Art im Spiel, sie werden allesamt unter dem Begriff »Doping« zusammengefasst.

Weil Kokain, Kaffee, Asthmasprays, ja selbst Schokolade leis­tungsfördernd sind, erhebt sich die Frage, was eigentlich am Arbeitsplatz los ist. Schließlich zeigte eine Schweizer Studie aus dem Jahr 2004, dass 20 Prozent der Schweizer Manager drogen-, medikamenten- oder alkoholabhängig sind. Zu beachten ist dabei, dass die Dunkelziffer extrem hoch sei, weil Führungskräfte nicht durch Beschaffungskriminalität auffallen. überhaupt sei das Problem am Arbeitsplatz noch viel zu wenig beachtet. Während in der Chefetage logischerweise eher Kokain und hochpreisige Weine gefragt sind, greifen Lehrlinge eher zu Marihuana und betätigen sich am Wochenende als Komatrinker. Schauen wir uns aber zuerst den Begriff »Doping« genauer an.

Als Doping bezeichnet man unerlaubte Mittel zur Leistungssteigerung im Sport. Als Wortursprung wird die südafrikanische Schnapsart »Dop« vermutet - dieser Schnaps wurde einst häufig bei Pferderennen eingesetzt. Wobei nicht klar hervorgeht, ob dieser Dop nun dem Pferd oder dem Reiter verabreicht wurde. Doping verbindet man im Moment hauptsächlich mit dem Radsport. An zweiter Stelle rangiert seit jeher die Leichtathletik, gefolgt von den Gewichthebern, also den schweren Jungs. Doch werden Aufputschmittel nicht auch in anderen Branchen eingesetzt? Ins Gerede gekommen sind in letzter Zeit zum Beispiel Opernstars, weil drei von ihnen (von insgesamt 80 in Salzburg engagierten Kolleginnen und Kollegen) aus gesundheitlichen Gründen absagen mussten. Und weil Doping auf Dauer krank macht, kam Dopingverdacht auf. Der Managementbereich ist - trotz oben geschilderter Studien - bisher von offiziellen Dopinggerüchten verschont geblieben.

Read more...

Einfach und schneller

Sorex Wireless präsentierte am Stand des Vertriebspartners M-Line auf der Fachmesse Futura neue Anwendungen für seine bluetooth-basierende Zutrittskontrolle via Handy.

Mitarbeiter von Sicherheitsfirmen mussten etwa im Falle eines Alarms bei einem Kunden bisher den Schlüssel zum Kundengebäude aus der Zentrale anfordern oder holen. Mit der Sorex-Lösung können sie schneller reagieren und gleichzeitig Kosten sparen: Sobald ein Alarm ausgelöst wird, erhält der betreffende Mitarbeiter eine SMS mit einer PIN, die einmalig Zutritt gewährt. Gleichzeitig wird das Bluetooth-Modul am Gebäudeeingang aus der Zentrale über Inter- oder Intranet für die Entgegennahme des einmalig gültigen Codes aktualisiert. Das Modul ist somit darauf programmiert, die Tür ein Mal zu öffnen, sobald genau jenes Handy sich nähert, für das die PIN generiert wurde. Der Mitarbeiter kann somit viel schneller am Einsatzort sein als bisher. Die Sicherheitsfirma steigert nicht nur die Qualität ihrer Leistung, sondern spart auch Zeit und Wegekosten.

Ein weiteres Beispiel aus der Praxis betrifft eine Apotheke in Niederösterreich. Die Eigentümer und deren Mitarbeiter benötigen keinen Schlüssel mehr: Mit Annäherung eines am Bluetooth-Modul angemeldeten Handys öffnet die Tür automatisch, während gleichzeitig die Alarmanlage deaktiviert wird. Auch in der Logistik bringt das System Vorteile: Da die Warenlieferungen meist nachts erfolgen, benötigte der Lieferant bisher einen Schlüssel zum Lager. Mit der Sorex-Lösung erhält er automatisch Zutritt, sobald er sich dem Eingang nähert. Bereiche der Apotheke, die nicht betreten werden sollen, bleiben versperrt.

Für Privatanwender bietet das System den Vorteil, dass alle Bewohner eines Haushaltes mittels angemeldetem Bluetooth-Handy automatisch Zutritt erhalten. Bis zu zehn Teilnehmer können pro Modul angemeldet werden, jedes bluetoothfähige Mobiltelefon, auch ältere Modelle, sind mit der Technologie kompatibel. Mit dem Aufsperren der Tür können auch bei der Privatanwendung weitere Funktionen kombiniert werden, wie beispielsweise die Deaktivierung der Alarmanlage oder das Einschalten des Lichts. Der Vorteil liegt neben der Sicherheit auch im Komfort: Das Mobiltelefon ist mittlerweile für die meisten Menschen zu einem unverzichtbaren Gegenstand des täglichen Lebens geworden, den man sowieso immer dabei hat. In Zukunft erspart man sich dafür die Mitnahme des Schlüssels.

Read more...

Mr. Investmentfonds geht in Pension

In seiner 33jährigen Laufbahn hat sich Walter Wagner zum Doyen der heimischen Investmentbranche hoch gearbeitet. Nach vielen Jahren an der Spitze der Volksbank Invest sowie derImmo Kapitalanlage AG zieht sich Wagner jetzt aus dem aktiven Berufsleben zurück.
Seine Nachfolge tritt Günther Toifl, der die Geschäftsführung der Volksbanken-Kapitalanlagegesellschaft und der Immo Kapitalanlage AG seit 1. Oktober 2006 verstärkt gemeinsam mit Kurt Rossmüller an.
Read more...

Factoring - Kooperation

er mitteleuropäische Markt für Forderungsbasierte Finanzierungen wächst derzeit dynamisch und nähert sich damit an die internationale Bedeutung des Factoringgeschäfts an. Durch den Kooperationsvertrag mit der Intermarket Group ergibt sich für Fortis Commercial Finance die Möglichkeit, das Dienstleistungsangebot auf österreich, die Tschechische Republik, Ungarn, Rumänien und die Slowakei auszudehnen. Damit deckt Fortis 20 europäische Staaten ab.
\"Factoring vervollständigt die Leistungen, die Fortis Austria für österreichische Unternehmen mit internationaler Ausrichtung im Finanzbereich anbietet. Forderungen gegenüber Kunden stellen zunehmend ein Asset dar, auf das in der Finanzierung eines dynamischen Unternehmens nicht verzichtet werden kann“, sagt Andrea Vaz-König, General Manager Fortis Austria.
Read more...

Aufstieg

Bei Avnet Technology Solutions, dem Anbieter und Distributor umfassender IT-Lösungen, warten neue Aufgaben auf Judith Ecker und Thomas Braunsteiner. Geschäftsführerin Judith Ecker übernimmt ab sofort die Position des Sales Director EMEA für den Geschäftsbereich Computer Components und übergibt ihre bisherigen Aufgaben an Thomas Braunsteiner, der nun als Country Manager Austria die Geschäfte leitet.

Judith Ecker, 38, sammelte seit 1989 umfassende Erfahrungen im Bereich Computer Components und baute für Avnet Technology Solutions das Osteuropageschäft auf. Seit 2003 war sie als Regional Sales Director des Geschäftsbereiches Computing Components für Deutschland, österreich und Osteuropa verantwortlich. 2005 übernahm sie zusätzlich die Geschäftsführung für Avnet Technology Solutions Austria.

Als Sales Director EMEA ist Ecker ab sofort für das komplette Europageschäft der Computer Components zuständig. Sukh Rayat, Vizepräsident Sales Avnet Technology Solutions EMEA, rechnet mit weiterem Wachstum.

Für Ecker eine interessante Herausforderung: \"Wir werden den Geschäftsbereich weiter strategisch ausbauen und auf europäischer Ebene haben wir so viele Chancen, die wir, gemeinsam mit unseren Herstellern, nutzen werden um weiteres Wachstum zu gewährleisten.“

Read more...

Fünf Projekte, fünf Sieger

Ausgezeichnet wurden Innovationen von kleinen und mittleren Betrieben, die durch eine Kooperation mit einem ACR-Institut entstanden sind. \"In der öffentlichen Wahrnehmung steht immer die High-Tech-Forschung großer Unternehmen im Vordergrund. Die Arbeit der KMU wird vernachlässigt“, kritisiert ACR-Präsident Martin Leitl, der mit dem Kooperationspreis die Innovationsfähigkeit der heimischen KMU zeigen und einer breiten öffentlichkeit zugänglich machen will. Die Kriterien für die Auszeichnung umfassen neben dem Innovationsgehalt auch Nachhaltigkeit, Qualität der Kooperation sowie den Nutzen und die Relevanz für Klein- und Mittelbetriebe. Die Jury überzeugen konnten letztendlich fünf Projekte. Die deutliche Schlagseite in Richtung Bauprojekte liegt laut ACR-Geschäftsführer Johann Jäger an dem großen Aufholbedarf der Branche in Sachen Innovation. Insgesamt wurden von den fünf Preisträgern rund 3,7 Millionen Euro für die preisgekrönten Innovationen aufgewendet. Die Innovation schafften 15 neue Arbeitsplätze, in naher Zukunft sollen 26 weitere Stellen hinzu kommen. Der Kooperationspreis der ACR ist mit 2000 Euro dotiert, die vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit gesponsert werden.

über die ACR
Die ACR erwirtschaftete im Jahr 2006 mit ihren 17 ordentlichen Mitgliedern und mehr als 660 Mitarbeitern einen Umsatz von 51,2 Millionen Euro. 7495 Kunden erteilten insgesamt rund 36.000 Aufträge, davon 5.000 aus dem Ausland. 71,5 Prozent der Aufträge sind unmittelbar auf die Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen ausgerichtet.

 

Die Sieger
Projekt \"KALKopor Mikroporenputz“ der Bautenschutz Buschek GmbH: Dieser Putz verfügt über eine spezielle Porenmatrix, die in das Putzgefüge eingebaut wurde und die vorhandene bzw. anfallende Feuchtigkeit schneller abführt. Er eignet sich sowohl für die Sanierung von historisch wertvollen Bauwerken als auch für den baubiologisch relevanten Neubau.

Projekt \"Aluminium-Gussteile der Vöcklabrucker Metallgießerei A. Dambauer & Ca GesmbH: Das Kostensenkungsprogramm bei gleichzeitiger Qualitätssteigerung garantiert neue und optimierte Parameter für die Wärmebehandlung von Gussteilen aus Sand- und Kokillenlegierung. Damit konnten die Durchlaufzeiten der Lose bei gleichzeitiger Verbesserung der mechanischen Eigenschaften um 25 Prozent gekürzt werden.

Projekt \"KAP-ISO-Träger“ der Kappema GmbH: Das Trägersystem aus Faserverbundstoffen für die Produktion von Doppel- und Sandwichwänden erlaubt es, sämtliche auftretende Kräfte aufzunehmen. Sowohl in den Bereichen Rohstoff- und Energieeinsatz, als auch in der Reduktion von Abfällen konnten deutliche Einsparungen verzeichnet werden.

Projekt \"Multimaterialbauteile“ des IB Steiner Ingenieurbüro für Kunststofftechnik: Das Forschungsprojekt \"Multimaterialbauteile aus Holz und Kunststoff“ erlaubt es, neue Produkte zu entwickeln und bestehende deutlich zu verbessern, etwa das Golftee aus Holz und Kunststoff oder der Schalungsträger DOKA H20 TOP.

Projekt \"Kleben von Planziegeln“ der Betonwerk Walzer GmbH: Durch den Einsatz des Polyurethan-Kleber anstelle des herkömmlichen Mörtels können die Zugkräfte im Mauerwerk übertragen werden. Damit kann eine Wand nun geklemmt und hoch gehoben werden. Die wesentlichen wirtschaftlichen Vorteile liegen in der Fertigteilproduktion und in der schnellen, trockenen Verarbeitbarkeit.

Read more...

Vor Ort in Kärnten

Die Kärntner Landesregierung hat ihren IT-Outsourcing Vertrag mit dem IT-Dienstleister addIT, einem Tochterunternehmen von Siemens, um weitere fünf Jahre verlängert. addIT betreut die Hardware der rund 2.600 PC Arbeitsplätze an über 100 Landesdienststellen, sorgt für die Verteilung der Software und stellt einen eigenen Service Desk zur Verfügung. Außerdem wird der Betrieb des gesamten Druck- und Kopierwesens des Landes von addIT übernommen.

“Mit der Verlängerung des Vertrags können wir die EDV-Ausstattung stets auf dem aktuellsten Stand halten und dabei Kosten sparen sowie so die Effizienz steigern.\", erklärt der Kärntner IT-Leiter Rudolf Köller die Entscheidung für addIT als Outsourcingpartner. Die Kärntner Landesregierung ist seit 2002 Kunde der addIT. \"Als Komplettanbieter mit starker regionaler Präsenz haben wir den Vorteil, in wenigen Minuten vor Ort bei unseren Kunden sein zu können“, ist Albert Felbauer, Bereichsleiter der Siemens IT Solutions and Services überzeugt.

Read more...

3D-Avatare

Der klassische Patientenakt ist ein Sammelsurium aus schriftlichen und elektronischen Daten. Der Medienbruch und die Fülle an Daten erschwert in vielen Fällen einen exakten Krankheitsbefund. Jetzt hat sich IT-Spezialist IBM der Problematik angenommen und einen 3D-Avatar entwickelt, der eine umfassende Abbildung des Krankheitsbildes ermöglichen soll. Ein Mausklick auf die entsprechende Stelle der 3-D Abbildung genügt und der Arzt erhält alle relevanten Daten seines Patienten angezeigt, etwa Laborresultate oder Röntgenaufnahmen. Interessiert sich der Arzt lediglich für einen bestimmten Abschnitt, kann er diesen nach Belieben vergrößern oder verkleinern.Der 3D-Avatar wurde im IBM-Forschungslabor in Zürich unter Zuhilfenahme von lernfähiger Software und moderner 3D-Programme entwickelt. Dazu gehört das Einbinden heterogener Datenquellen und textbasierender Informationen in das anatomische Modell des Menschen. Um eine Brücke zwischen graphischen Konzepten und Textdokumenten zu schlagen, greift das Programmauf die Systematisierte Nomenklatur der Medizin (SNOMED) zurück. Diese Ansammlung umfasst rund 300.000 medizinische Begriffe.
Bei IBM ist man überzeugt, mit dem 3D-Avatar dem boomenden Sektor eHealth einen enormen Schub zu verpassen. Die dreidimensionale Karte soll nicht nur ein vollständiges Bild vom gesundheitszustand des Patienten abbilden, sondern auch den Informationsaustausch zwischen Kliniken und ärzten vereinfachen.
Read more...

Eine Marke, viele Aufgaben

Es ist ein jahrzehntelanger Prozess, bis eine Marke mit den gewünschten Zuschreibungen im Bewusstsein der Konsumenten verankert ist. Ist das Ziel einmal erreicht, kann es aber ziemlich rasch wieder bergab gehen. Was in mühevoller Kleinarbeit und in zahllosen Marketingkampagnen aufgebaut wurde, kann durch ein singuläres Ereignis weggewischt werden. Am besten zur Demontage einer Marke eignet sich ein handfester Skandal - siehe Bawag. Mit Meinl befindet sich derzeit eine zweite österreichische Wirtschaftsinstitution in heftigen Turbulenzen. Was folgt, ist ein Kräftemessen. Marke gegen Skandal, so lautet die Paarung. Wer am Ende die Oberhand behält, entscheidet über die Zukunft eines Unternehmens. Im aktuellen Wettstreit dürfte der Mohr als Sieger hervorgehen. Eine von Marketagent.com durchgeführte Umfrage kam zu dem Ergebnis, dass Meinl zwar ein angekratztes Image in der österreichischen Bevölkerung hat, der Meinl-Mohr aber immer noch von seinem langjährigen Renommee als Qualitätsanbieter im Lebensmittelbereich profitiert. Trotz der zuletzt besonders umfangreichen medialen Berichterstattung rund um die Meinl Bank, bringt die Mehrheit der Bevölkerung die Marke »Meinl« immer noch vor allem mit österreichischer Kaffeekultur in Verbindung. Knapp jeder zweite österreicher hat auch heute noch ein »sehr« oder »ein eher positives Bild« von der Marke Meinl. 52,4 Prozent assoziieren mit dem Meinl-Mohr »exzellenten Kaffee«, elf Prozent denken an saftige Preise und knapp zehn Prozent an gute Qualität. Nur 8,4 Prozent verbinden die Traditionsmarke generell mit Aktien bzw. mit dem Aktienrückkauf der Meinl European Land. Die Meinl Bank kommt 7,2 Prozent spontan in den Sinn, an Börsenturbulenzen denken dabei 5,4 Prozent.
Diese für Meinl erfreulichen Zahlen sind in der Stärke der Marke begründet. Die jahrelange Positivbesetzung der Marke wirkt stärker im Bewusstsein der Menschen als der aktuelle Finanzskandal. Für Peter Vitouch, Vizedekan der Fakultät für Sozialwissenschaften an der Universität Wien, ist die Marke vergleichbar mit der Persönlichkeit eines Menschen: »Es geht darum, ein stimmiges Selbstbild nach außen zu transportieren. Es geht um Glaubwürdigkeit und Identitätsstiftung.« Je stärker und sympathischer eine Persönlichkeit ist, desto leichter wird über Fehler und Unzulänglichkeiten hinweggesehen. Dasselbe gilt für Marken. Einer Marke, die man liebgewonnen hat, der man vertraut oder die einfach trendy und hip ist, wird leichter verziehen als uncoolen Marken. Es ist überraschend, mit welcher Toleranz der Konsument starken Marken begegnet. So viele Cayennes kann Porsche gar nicht zurückrufen, dass die Marke als Ganzes ernsthaften Schaden davontragen würde. Eine Marke wie Siemens springt von einem Fettnapf in den nächsten und steht dennoch für positiv besetzte Begriffe wie »Fortschritt« und »Technologie«. Lediglich bei der »Vertrauenswürdigkeit« gibt es einige Abschläge. Warum das so ist, erklärt die Wissenschaft. »Sozialwissenschaftlich betrachtet ist die Marke nichts weiter als die Komprimierung von Information«, sagt Vitouch. Ein Logo wird erkannt und mit Informationen versehen. Das schafft Orientierung und sorgt für Sicherheit. Es ist ein wichtiger Teil unseres Weltbildes. Und wer lässt sich schon wegen einer läppischen Banalität wie einem heimlichen Aktienrückkauf gerne sein Weltbild zerstören?
Read more...
Subscribe to this RSS feed