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Archiv (11315)

Klein, aber fein

Wer das Mitschleppen externer Festplatten satt hat, für den ist die 1,8 Zoll kleine Microdisk von TrekStore vielleicht das Richtige.
Die kreditkartengroße Festplatte bietet bis zu 120 Gigabyte-Speicher. Und die zierlichen Maße können sich sehen lassen: 9 Zentimeter lang, 5,7 Zentimeter breit und 0,64 Zentimeter tief. Die Microdisk passt daher in jede Hosen- oder Anzugstasche.
Der Winzling unter den Festplatten benötigt keine externe Stromversorgung, wird mit der Nero BackItUp2 Essentials-Software geliefert und ist mit Speicherkapazitäten von 20, 80 und 120 Gigabyte erhältlich.
Aufgrund der Mini-Größe ist die Microdisk auch sehr leicht. Das Gewicht liegt bei rund 70 Gramm. Im Betrieb soll der kleine Speicherriese ruhig und sparsam im Stromverbrauch sein. Das Gehäuse der DataStation Microdisk ist aus Aluminium.
Die Preise variieren je nach Speicherkapazität: von 80 Euro für 20 GigaByte bis zu 180 Euro für 120 Gigabyte.
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Food-Styles

\"Food-Trends sind zuverlässige Seismographen für gesellschaftliche Veränderungsprozesse“, sagen Anja Kirig und Hanni Rützler vom Zukunftsinstitut in Kelkheim in ihrer neuen Studie \"Food-Styles: Die wichtigsten Thesen, Trends und Typologien für die Genuss-Märkte“. Viele Megatrends würden sich häufig zuerst in scheinbaren Alltäglichkeiten manifestieren - wie etwa dem Essen, lautet die These der Autorinnen. So hat etwa die Globalisierung in der Nahrungsmittelaufnahme schon früh ihre Schatten voraus geworfen. Das Nahrungsmittelangebot ist deutlich angewachsen, die Speisen werden vielfältiger und \"exotischer“. In Deutschland wählen heute beinahe 50 Prozent der Restaurant- und Gaststättenbesucher \"ausländische Gerichte“. Wer zum Italiener oder Chinesen geht, gilt schon fast als essenskonservativ. Wer seine Weltoffenheit demonstrieren will, isst malayisch oder togolesisch. Neben dieser Internationalisierung des Essens führt die Globalisierung laut Kirig und Rützler gleichzeitig aber auch \"zu einer neuen Regionalisierung des Essens. Oder genauer: zur Stärkung kulinarisch markanter Regionen.“ Dabei spiele es aber keine Rolle, ob die Region vor der eigenen Haustür liegt oder es sich um Katalonien, Sechuan oder Lousiana handelt. Die Region wird zur Marke: Der Schinken sollte aus Parma stammen oder zumindest ein echter Schwarzwälder sein.
Vor diesem Hintergrund lassen sich auch die kulinarischen Auswirkungen des Megatrends der Neo-ökologie festmachen. Seit selbst die Diskonter in ihrem Sortiment auf ökologische Lebensmittel setzen, reicht das Bio-Mascherl zur Differenzierung vom Mitbewerb nicht mehr aus. Ein neu entstandenes Ethik-Bewusstsein hat den Blick auf das Essen nachhaltig verändert. Fair-Trade-Produkte sind längst nicht mehr die Spielwiese linker Konsumverweigerer, sondern gehören fix in das Sortiment großer Supermarktketten. Restaurants wie das katalonische \"99,9 Origens“, das 99,9 Prozent der verarbeiteten Lebensmittel aus der unmittelbaren Region bezieht, sind keine Erfindung von Globalisierungs-Panikern, sondern von innovativen, weltoffenen Kulinarikern. An die Stelle überstrapazierter und unspezifischer Begriffe wie \"Bio“ oder \"öko“ treten neue Attribute wie \"Terroir, \"Region“ oder \"CO2-frei“. Die Autorinnen bezeichnen diese Entwicklung als \"100-Meilen-Diät“. \"Immer mehr Verbraucher legen Wert auf Produkte, denen nicht der Faktor Klimakiller anhaftet, sondern die in ihrer direkten Umgebung produziert wurden - womöglich noch eine regionale Spezialität und Besonderheit sind.“ Eine Umfrage des Beratungsunternehmens Accenture hat ergeben, dass 70 Prozent der Verbraucher wissen wollen, wie viel CO2 für Produktion und Transport eines Lebensmittels angefallen ist. Neun von zehn wünschen sich aus diesem Grund ein größeres Angebot lokaler und regionaler Produkte. Kirig und Rützler sind überzeugt, dass die \"100-Meilen-Diät“ die Food- Branche nachhaltig verändern wird: Der Bio-Boom soll mittelfristig durch regionale und lokale Produkte abgelöst bzw. ergänzt werden und Konzepte, die nicht angebots- sondern nachfragebezogen funktionieren, sollen in den nächsten Jahren zur Erfolgsgeschichte werden - also Retailer, Gastronomen, Produzenten und Distributoren mit Angeboten aus der Region.

Ende des amerikanischen Jahrhunderts
Die Eröffnung des ersten amerikanischen Fast-Food-Tempels im holländischen Caandam am 21. August 1971 war eine Sensation und markierte eine Trendwende in den europäischen Esskulturen. Konzerne wie McDonalds oder Burger King machten nicht nur Hamburger und Pommes massentauglich, sondern vermittelten auch einen eigenen Lebensstil, der vor allem auf die Jugend Europas unwiderstehliche Anziehungskraft ausübte. Heute scheint die große Zeit der Amerikaner vorüber, zu alltäglich und gewöhnlich erscheinen mittlerweile ihre Essgewohnheiten und Lebensstile. Die Zukunft gehört laut Kirig und Rützler den Asiaten. Fernöstliche Food-Traditionen werden die europäischen Essgewohnheiten ähnlich stark verändern wie die amerikanische Esskultur in den letzten 35 Jahren. Unter dem Titel \"New Fusion Food“ sehen die Autorinnen die enorme Vielfalt der asiatischen Küche vor allem als Inspirationsquelle für europäische und amerikanische Starköche. Das Ergebnis sind völlig neue Gerichte und Geschmackserlebnisse, die eine Mischung aus Vertrautem, Exotischem und kulinarischer überraschung liefern. So serviert etwa Jean-Georges Vongerichten, vom Time-Magazin als \"the most globetrotting of all chiefs“ geadelt, in New York eine Foie-Gras Brulée mit Rhabarber-Saft, Sechuan-Pfeffer und Ananas und in Wien bereitet Kim Sohi ein mit warmen Schweinegrammeln gefülltes kaltes, rohes Tunfischfilet zu. Dass in der Schweiz sogar das Nationalheiligtum Maggi-Würze der Soja-Sauce weichen muss, sehen Kirig und Rützler als weiteres Indiz für den Siegeszug der asiatischen Küche. Unterstützung gibt es von prominenter Seite: Eine Auswertung des Guide Michelin in den Städten Barcelona, Berlin, London, New York, Paris, Stockholm, Wien und Zürich ergab jüngst, dass pan-asiatische Restaurants in der Top-Gastronomie bereits an dritter Stelle stehen.
Der Einfluss der asiatischen Küche wird laut Kirig und Rützler zum Innovationstreiber der Food-Märkte werden, nicht zuletzt durch die enorme Wirtschaftsdynamik des asiatischen Raums. \"New Fusion Food ist die historisch logische Konsequenz der Globalisierung, wie einst die Wiener Küche die logische Konsequenz des k.u.k-Vielvölkerstaates mit seinen vielfältigen regionalen Küchen war.“ Zudem kommt die \"New Fusion Food“ einem weiteren Megatrend entgegen. Die asiatischen Küchen gelten aus ernährungsphysiologischer Perspektive als die gesündesten weltweit.

Fazit
Die Food-Branche erlebt derzeit einen enormen Wandel. Die Produzenten, Retailer und Gastronomen stehen vor großen Herausforderungen. Der Gesundheitsaspekt wird weiter an Bedeutung gewinnen, ebenso der individuelle Zugang zum Essen. Die Zielgruppen-Logik des 20. Jahrhunderts hat ausgedient. Einkommen, Geschlecht und Schicht sind deutlich weniger ausschlaggebend für des individuelle Konsumverhalten als die jeweiligen Lebensumstände. Die Konsumenten von morgen können nur erreicht werden, wenn sie in ihrer individuellen, spezifischen Lebenssituation abgeholt werden, sind Kirig und Rützler überzeugt. Zudem erwartet der Kunde Transparenz und Glaubwürdigkeit. Und die beste Differenzierung vom Mitbewerb gelingt immer noch durch das Besetzen von Nischen und davon gibt es in der Food-Branche eine ganze Menge - vor allem in Zeiten des \"New Fusion Food“.

Die Food-Styles von morgen
Einige Rezepte für innovative Gastronomen, Händler und Produzenten

1. Neue Food-Stilgruppen ansprechen: Die Konsumenten von morgen werden nur erreicht, wenn sie in ihrer individuellen, spezifischen Lebenssituation abgeholt werden.
2.Nischen besetzen: In der Food-Branche gibt es unzählige Möglichkeiten, sich vom Mitbewerb zu differenzieren
3. Neue Allianzen: Der Kunde von morgen will sich nicht entscheiden müssen zwischen Genuss und Gesundheit, öko und Convenience, Region und Functional Food
4. Gesundheitlicher Zusatznutzen: 80 Prozent aller Konsumentscheidungen werden mit Gesundheitsaspekten angegangen
5. Das Auge isst mit: ästehtik ist nicht mehr das I-Tüpfelchen in der Küche, sondern wird vom Konsumenten mehr und mehr eingefordert

Quelle: Zukunftsinstitut

Ausstellungstipp:
Noch bis 15. Februar findet im Wiener Museumsquartier die Ausstellung \"Food Design\" statt. Die Ausstellung basiert auf dem gleichnamigen Buch der beiden Architekten Sonja Stummerer und Martin Hablesreiter, das 2005 für Furore sorgte und zum internationalen überraschungserfolg wurde. Der Inhalt: Warum sehen Esswaren so aus, wie sie aussehen - und nicht anders.
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Neustart für »Stadt des Kindes«

Das neue Konzept der Eigentümer - die Wiener Wohnbauträger Arwag sowie Mischek-Tochter Wiener Heim - sieht die Erhaltung eines Teils der Gebäude aus dem Jahr 1974 vor. Bisher war eine Neunutzung am Widerstand des damaligen Planers Anton Schweighofer gescheitert, der das Jugendheim unter Denkmalschutz stellen lassen wollte. Arwag-Chef Franz Hauberl drohte für diesen Fall mit einem Rückzug der Bauträger. Die mit der Neugestaltung beauftragte Architektin Margarethe Cufer zog sich zurück. Das Neukonzept beruht auf der Planung der Architekten Stelzhammer, Lindner und Weber. Nun sollen die Altbauten thermisch saniert, die Neubauten im Niedrigenergiestandard ausgeführt werden. Insgesamt sollen 240 Wohnungen entstehen, die Gesamtkosten werden mit 43 Millionen Euro beziffert. Der Kaufvertrag zwischen den Bauträgern und der Stadt Wien muss geändert werden, ein Verzicht auf Nachzahlungsklausel und Rückverkaufsrecht wird Ende Juni im Gemeinderat eingebracht.
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Die Wohnbauschere

Der am meisten ersehnte Wohnwunsch der österreicher ist bekanntlich ein Einfamilienhaus im Grünen. Für immer mehr Familien ist dieser Traum trotz Wohnbauförderung unerfüllbar. Für ein solides Einfamilienhaus in guter bis durchschnittlicher Lage fallen heute ohne großen Luxus gut und gerne 250.000 bis 300.000 Euro an. Da die Einkommen nicht im selben Tempo steigen wie die Preise, müssen viele Menschen Abstriche machen. Von den im Jahr 2007 rund 44.000 geförderten Wohneinheiten entfallen rund 13.000 auf Einfamilienhäuser, Tendenz fallend. Was nicht heißt, dass nicht gebaut wird. Manche Bauherrn verzichten inzwischen auf die Wohnbauförderung und bauen ihr Eigenheim dafür so wie es ihnen passt. Die relativ rigiden Vorgaben beim Wärmeschutz schrecken ab und erzeugen Mehrkosten. Zweitens gibt es auch genug betuchte Bauherrn, die ihr Eigenheim sowieso jenseits irgendwelcher Förderrichtlinien bauen lassen.
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Spezialisierung mit besten Perspektiven

Der Universitätslehrgang für Informationsrecht bietet seit 1999 Juristinnen und Juristen ein zukunftsträchtiges Spezialwissen in einem immer wichtiger werdenden Rechtsgebiet an. Die Mischung der Lehrinhalte aus technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Fachbereichen macht die Absolventen des Universitätslehrgangs zu gefragten Fachleuten. Bereits während des Besuchs des Lehrgangs werden Jobangebote an die künftigen Absolventen herangetragen. Dabei stellt die Beschränkung der Teilnehmerzahl auf 15 Personen sicher, dass die Studierenden aus einem Pool an Jobs wählen können.

Der Universitätslehrgang konnte sich in den vergangenen Jahren als die Ausbildung im IT-Zeitalter positionieren. Die gelehrten Inhalte wurden ständig der veränderten Medienlandschaft angepasst. Mittlerweile ergänzen wirtschaftsrechtliche Veranstaltung (Steuerrecht, Bilanzieren und eine Case Study \"Führen eines IT-Unternehmens“) die rechtlichen und technischen Fächer.

Das Netzwerk. Die Alumni und erfolgreichen Absolventen des Lehrgangs bilden inzwischen ein mehr als 150 Personen umfassendes europäisches Netzwerk erfolgreicher Fachleute. In so gut wie jedem größeren IT-Unternehmen, in erfolgreichen Rechtsanwaltskanzleien, aber auch in der Verwaltung, an Universitäten und in der Gerichtsbarkeit arbeiten Absolventinnen und Absolventen des Universitätslehrganges und wissen um die Qualifikationen ihrer Kolleginnen und Kollegen.

Eckdaten.

  • Voraussetzungen für die Teilnahme: Abschluss des rechtswissenschaftlichen Diplomstudiums oder eines gleichwertigen ausländischen Diplom- oder Doktoratsstudiums
  • Abschluss: \"Master of Laws\" (LL.M.)
  • Unterrichtssprache: Deutsch und Englisch
  • Dauer: 2 Semester (berufsbegleitend, Unterricht am Abend und an den Wochenenden)
  • Beginn des nächsten Lehrgangs: Oktober 2008
  • Anmeldung: Die Anmeldefrist endet am 30. Juni
  • Kosten für den gesamten Lehrgang: EUR 8.500,00
  • Stipendien: ein Vollstipendium (Tageszeitung \"Die Presse“), weitere Möglichkeiten auf Anfrage
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Interessante Zeiten

Von Rainer Sigl

Ray Kurzweil ist ein technologischer Pionier und Innovator aus Leidenschaft. Seit über 30 Jahren ist der vielfach ausgezeichnete US-Erfinder mit altösterreichischen Wurzeln an vorderster Front, wenn es um optische Texterkennung, Spracherkennung und künstliche Intelligenz geht. Und seit Jahren führt der 60-Jährige ein gesundheitlich vorbildliches Leben, trainiert, ernährt sich nach fast zwanghaft ausgetüftelten Diätplänen und schluckt täglich einen Berg an sorgfältig abgestimmten Vitamin- und Nahrungsergänzungstabletten. Kurzweils verblüffendes Ziel: Unsterblichkeit.
Was sich wie der absurde Spleen eines abgehobenen Exzentrikers anhört, hat rationale Gründe. Kurzweil, der neben der Forschung und der Leitung seiner Firmen auch als Buchautor mehrere futurologische Sachbücher verfasste, sieht die reale Chance, dem Tod durch Technologie zu entrinnen - und zwar schon sehr bald. In seinem letzten Buch »The Singularity is Near« (2005) prognostiziert er, ebenso wie viele seiner Kollegen, entscheidende Durchbrüche in Medizin, Nanotechnologie und Neurowissenschaften, die das Leben grundlegend verändern würden. Der Fachbegriff für den Zeitpunkt, ab dem der technologische Fortschritt mit unabsehbaren Folgen die begrenzten Fähigkeiten des Menschen übertrifft: Singularität.

Beschleunigt.
Die Grundlage dieser fantastisch anmutenden Zukunftsprognosen aus der Feder Kurzweils und zahlloser anderer Futurologen ist die sich ständig steigernde Beschleunigung in Technologie und Wissenschaft. Alle 18 Monate, so besagt das 1965 formulierte »Moore’sche Gesetz«, verdoppelt sich die Komplexität integrierter Schaltkreise mit minimalen Komponentenkosten - und damit die Leis­tungsfähigkeit der immer breiter eingesetzten und bald allgegenwärtigen Computer. Was diese schwer vorstellbare Beschleunigung real bedeutet, zeigt etwa der Arbeitsfortschritt am Human Genome Project: Das auf 15 Jahre angelegte Projekt konnte in seinem Arbeitszeitraum von einer effektiven mehrfachen Vertausendfachung der Rechnerleistung im Vergleich zum Technikstand am Beginn des Projekts profitieren und wurde, entgegen aller Skepsis am Projektbeginn, sogar vor Ablauf der festgesetzten Projektdauer erfolgreich 2003 abgeschlossen. Die exponentielle Zunahme der Rechenleistung wirkt sich aber auch in anderen Bereichen aus: Medizin, Neurowissenschaften, Nanotechnologie, Robotik und AI-Forschung (Künstliche Intelligenz) werden sich in den kommenden Jahrzehnten in einem Ausmaß weiterentwickeln, das schwer abschätzbar und wohl noch schwerer kontrollierbar sein wird.

Fluchtpunkt.
Vernor Vinge, US-Mathematikprofessor an der San Diego State und gefeierter Science-Fiction-Autor, gebrauchte bereits 1993 in einem Essay den ursprünglich technischen Begriff der Singularität, um einen nahenden Zeitpunkt zu bezeichnen, ab dem die exponentielle technische Weiterentwicklung jetzt noch unmöglich absehbare Folgen zeigen würde. Der Zeithorizont erstreckt sich auf wenige Jahrzehnte: Gilt Moores Gesetz weiterhin - was durchaus umstritten ist -, sehen die meisten Singularitätsforscher einen entscheidenden kritischen Zeitpunkt im dritten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts, an dem mit aller Wahrscheinlichkeit mehrere technologische Durchbrüche zugleich erzielt werden.
Die Entschlüsselung und technische Simulierbarkeit des menschlichen Gehirns, autonome Roboter mit dem Menschen ebenbürtiger künstlicher Intelligenz, weitreichende Gentherapien, die Krankheiten und sogar dem Alterungsprozess den Schrecken nehmen, Nanotechnologien, die die beliebige Synthetisierung unterschiedlichster Rohstoff ermöglichen - so manches, was heute als Science-Fiction belächelt wird, wird mit einiger Wahrscheinlichkeit zu unseren Lebzeiten durch den uns jetzt schon umgebenden exponentiellen Fortschritt in die Realität umgesetzt werden. Die Visionen von einer derartig beschleunigten Welt, die die Science-Fiction heute anbietet, fallen demgemäß unterschiedlich aus: Vom Untergang der Zivilisation bis zum technischen Utopia scheint den Autoren alles möglich. Langweilig wird die nahe Zukunft allen Vordenkern zufolge also nicht. Skeptiker mögen anmerken, dass dies exakt der Inhalt eines chinesischen Fluches ist: »Mögest du in interessanten Zeiten leben!«

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Historisches Jubiläum

Wenn der Chef der E-Control Walter Boltz Vertretern der Energiewirtschaft eine Torte überbringt, hat dies zweifellos eine besondere Bedeutung. Der AGGM Austrian Gas Grid Management AG und ihrem Geschäftsführer Thomas Heissenberger wurde diese Ehre zum 5-Jahres-Jubiläum zuteil. Boltz strich anlässlich der Feier die Funktion der AGGM als überregionaler, unabhängiger Systemmanager hervor, der sich als wichtiges Bindeglied zwischen den verschiedenen Marktteilnehmern am österreichischen Erdgasmarkt erfolgreich etabliert hat. Nach dem Lob schritt Heissenberger zum Bierfass, das es anzuschlagen galt. Rund 170 Gäste, die meisten davon im Erdgas-Business tätig, feierten mit.
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Druck-Piraten aufgepasst

Geburtstagsgutscheine, Diplomarbeiten, Fotos, alles Mögliche wird von Büroangestellten auf Kosten des Chefs gedruckt - wenn möglich in Farbe. Zum Teil war das auch nachvollziehbar: Farbdruckerpatronen waren teuer, Farblaserdrucker unleistbar und nahmen riesig viel Platz ein. Aber obwohl sich die Hardware längst geändert hat, hinkt die Einstellung vieler Mitarbeiter zu ‚Dein und Mein’ dieser Entwicklung nach. HP siehst sich als Wegebereiter in seiner Branche und möchte mit dem Einstiegs-Farblaserdrucker LaserJet CP1215 nun so manchen Druck-Piraten wieder auf den rechten Weg bringen.

Der HP Color LaserJet CP1215 ist mit den Worten klein und günstig gut beschrieben. Auf große Leistung soll dennoch nicht verzichtet werden. In den 39,9 x 45,3 x 25,4 Zentimetern Umfang von HPs kleinstem Farblaserdrucker soll laut Hersteller jede Menge professionelle Technologie stecken. Da wäre zum einen die HP Inline-Technologie: Toner-Kassetten sind linear angeordnet, wodurch schnell und sehr leise gedruckt werden soll. Bis zu zwölf DIN A4-Seiten in Schwarzweiß und acht DIN A4-Seiten in Farbe soll der CP1215 so schaffen. Zum anderen ist HP stolz auf die eigene ImageRET 2400 Technologie welche optimale Druckqualität gewährleisten soll und das für 25 000 Seiten pro Monat. Komplexe Druckaufträge sollen dank des host-basierten Druckens und ohne Erweiterung des internen 16 Megabyte-Speichers problemlos verarbeitet werden, da die Druckaufträge über den Prozessor und den Hauptspeicher des PCs laufen. Die Verbindung der Geräte erfolgt über USB 2.0.

Der kleine und leistbare HP Color LaserJet CP1215 ist also klein, leistbar und macht mit Büro-Druck-Ausreden Schluss. Und für jene, die es kaum mehr erwarten können nun auch zu Hause zu drucken: Er ist ab sofort zu einem Preis von 200 Euro erhältlich.

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Auswärts spieler

Wenige Tage vor Weihnachten 2004 traf der Wiener Ziviltechniker Alexander Katzkow einen befreudeten Architekten. Dieser fragte den Statiker, ob er nicht Lust und Zeit hätte, ein Projekt in Moskau zu rechnen. Das prompte Ja veränderte den Aktionsradius des bis dahin eher unscheinbaren Büros mit einem Schlag. Schon am Tag nach dem Treffen mit dem Planer saßen die beiden im Flieger nach Moskau. Dort angekommen, traf der Statiker in einem bereits bestehenden Containerdorf am internationalen Flughafen Domodedov auf eine ganze Reihe von Bautechnikern des Airport-Betreibers. Er präsentierte sich gut und bekam ganze fünf Wochen Zeit, um ein Statikkonzept für die Errichtung des VIP-Bereiches am Flughafen zu erstellen. Katzkow machte sich an die Arbeit und rechnete die Statik für den 30.000 m2 großen Terminal. Damit fertig, reiste er erneut nach Moskau, um seine Arbeit zu präsentieren. Alle anwesenden Bauherrnvertreter signalisierten Zustimmung, worauf Katzkow in ein Extrazimmer gebeten wurde. Dort legte er vor einem ausgewiesenen Experten eine Art Statikprüfung ab. Nachdem auch dieses Ritual gutging, hatte der Planer den Auftrag. »Russland ist ein Abenteuer, aber es infiziert und man zieht weiter«, sagt Katzkow, der heute vom dritten Bezirk aus auch in Bahrain plant. Um in Russland planen zu können, müsse man einige Voraussetzungen erfüllen. Am wichtigsten sei es, die westliche Arroganz abzulegen, so der Techniker, der durch seinen bulgarischen Vater auch privat einen - wenn auch nicht erfreulichen - Bezug zur ehemaligen Sowjetunion hat. »Sie bauen nicht schlechter oder besser als wir«, ist er überzeugt. Die Unterschiede sind trotzdem vielfältig. Das beginnt bei den sehr starren Regelwerken, geht über die Materialien bis hin zum herben Klima. Normen seien zum Beispiel in Russland so wie Gesetze, nicht so wie hierzulande Leitlinien. Auch durchläuft jedes Bauvorhaben ein strenges Prüfungsverfahren, bei dem es mitunter gilt, für jedes Bewehrungseisen Rede und Antwort zu stehen. Das bemerkte Katzkow, als er für den Terminal vorsah, 7,5 Meter hohe Säulen in einem Stück zu betonieren. Das ist gemäß den russischen Baubestimmungen nicht erlaubt, bei 4,5 Metern ist Schluss, weshalb die Säulen zu guter Letzt in zwei Abschnitten hergestellt wurde. So wie es das aus 1954 stammende Regelwerk eben vorsieht.
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Unter Ausbaudruck

Das Jahr 2007 brachte mit einem konsolidierten Umsatz von 83 Millionen Euro ein neuerliches all time high der Poloplast Gruppe, die von Wolgang Lux und Jürgen Miethlinger geführt wird. Die Zahl der Beschäftigten ist auf 346 gewachsen. Das entspricht einem Zuwachs von 40 Mitarbeitern. So wie in anderen Unternehmen auch war 2007 gekennzeichnet durch konjunkturell zwei stark unterschiedliche Jahreshälften. Konnte noch im Juli 2007 an beiden Standorten ein bis heute aufrechter Rekordumsatz realisiert werden, war der Zeitraum August bis Dezember 2007 geprägt von einem deutlich abgeschwächten nationalen und internationalen Wirtschaftswachstum. Besonders erfreulich hat sich der Heimmarkt österreich entwickelt, deutliche Zuwächse brachten auch Deutschland (trotz schwacher Konjunktur) und Spanien. Entgegen der allgemeinen internationalen Branchenentwicklung konnte die Poloplast Gruppe auch imJahr 2007 über 10% Marktzuwachs verzeichnen.Für das Jahr 2008 erwartet die Gruppe ein weiteres organisches Wachstum von über 10%, welches von den Geschäftsfeldern Rohrsysteme und Compounding getragen wird. Zur Realisierung des geplanten Wachstums wird derzeit ein signifikanter Ausbau realisiert. Am Standort Leonding wird bis Mai 2008 ein neues Logistikzentrum fertig gestellt, das ermöglicht durch das Freiwerden des bisherigen Hallenlagers die Erweiterung der Produktionsfläche um ca. 3.200 m². Im Zeitraum 2008 bis 2012 sind sowohl in Leonding als auch am zweiten Standort in Ebenhofen (D) Investitionen für neue Innovationen sowie Kapazitätserweiterungen in der Haustechnik und im öffentlichen Kanalbau von insgesamt über 40 Millionen Euro geplant. Im Zuge dieses Ausbaus ist geplant die Zahl der Mitarbeiter um weitere ca. 100 Personen auf ca. 450 Beschäftigte zu steigern. Einen Wehrmutstropfen gibt es dennoch: Die deutlich gestiegenen Rohölpreise haben dazu geführt, dass vor allem die Rohstoff-, Energie- und Transportkosten stark gestiegen sind und auch 2008 weiter steigen werden.
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