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Blauzahn hebt ab

Bei einer Produktion von insgesamt rund 270 Millionen kompatiblen Geräten im Jahr 2005 betritt Bluetooth nun so richtig die Bühne des Massenmarktes. Dabei ist der Drahtlosstandard schon rund zehn Jahre alt: Seine Entwicklung begann 1994 bei Ericsson, als nach einer effizienten Möglichtkeit gesucht wurde, die Kabel zwischen Mobiltelefonen und Zusatzgeräten zu ersetzen. Mittlerweile ist Bluetooth Industriestandard geworden und belehrt die Zweifler der letzten Jahre eines Besseren. \"Bluetooth is really taking off\", erklimmt Anders Edlund, Marketing Director beim Bluetooth-Lobbyisten Bluetooth SIG, neue Höhen. 2006 soll die 500-Millionen-Grenze durchbrochen werden, Umsatztreiber sind weiterhin der Headset- und Handymarkt. Besonders die gesetzlichen Bestimmungen in vielen Staaten zur verpflichtenden Nutzung von Freisprecheinrichtungen in den Autos bringen der Industrie die erhofften Stückzahlen. Das US-Unternehmen CSR, größter Hersteller von Bluetooth-Einheiten, schafft es mittlerweile, die Module unter drei Dollar Stückpreis anzubieten. Die weiteren Big-Player am Markt: Texas Instruments, ST Microelectronics, Philips und etwa Headset-Hersteller Jabra.

Als ideal bezeichnet Edlund die Drahtlostechnologie für den Einsatz im Nahbereich des Benutzers. Der vorherrschende Trend zum Home-Networking, also der Vernetzung von PC, Drucker, Laptop und Fernseher in den eigenen vier Wänden, sei Basis für die millionenfache Nutzung von bluetoothfähigen Geräten. Diese verbinden sich dann bei Bedarf augenblicklich mit den Netzwerkkollegen des Home-Networks: Bluetooth als Schnittstelle zum Personal-Area-Network (PAN). Die Protagonisten des PAN: Digitalkamera, Handy, Headset. \"Und vieles mehr\", sieht Edlund die Technologie erst in einer evolutionären Startphase. Massenbewegung ist Bluetooth heute noch keine - vor allem was seine Nutzung betrifft. Doch eine solche soll in Kürze losgetreten werden.

Auch für die Nutzung außerhalb des Privatbereichs ist Bluetooth mitunter die beste Wahl. Durch sein anpassungsfähiges Frequenzmodulationsverfahren und dem Vermeiden von Interferenzen eigne sich der Blauzahn besonders für Steuerungen an großen, rotierenden Industriemotoren. In diesem Bereich sind auch Reichweiten von 100 Meter die Regel. Bluetooth ist Edlund zufolge bei Strecken von bis zu 500 Meter Länge einsetzbar.

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Der Desktop in der Steckdose

Mini-PCs gibt es schon länger und werden immer beliebter, doch nun hat Chip PC Technologies noch einen draufgesetzt: Den JackPC. Der Micro-Rechner passt komplett in eine Netzwerksteckdose in der Bürowand. Obwohl das Platzangebot in einer Unterputzdose sehr begrenzt ist, haben es die Konstrukteure dennoch geschafft einen vollständigen PC, der unter Windows CE läuft, dort einzupassen.

Der winzige Rechner ist als Thin-Client für Citrix oder Microsofts Terminal-Server gedacht und basiert auf dem Embedded-Prozessor. Es gibt drei verschiedene Varianten des Micro-PCs mit analogem Monitorausgang oder DVI-Buchse. Die Rechenleistung der schwächsten Version ist mit einem x86-Client mit 800 Megahertz zu vergleichen. 64 Megabyte DDR in Miniaturbauweise und vier Megabyte Video-RAM sogen für die interne Datenspeicherung. Das Betriebssystem Windows ist in einem Disk-on-Chip untergebracht.
Auf der Vorderseite des Dosen-Computers befinden sich alle nötigen Anschlüsse. Vier USB-Ports stehen für den Anschluss von Maus, Tastatur oder externen Geräten zur Verfügung. Die Stromversorgung erfolgt bei zwei der drei Rechnern über das Ethernet-Kabel, das dritte Modell wird über ein externes 5-Volt-Netzteil versorgt. Der Stromverbrauch liegt bei 5 Watt.

Neue Einsatzgebiete
Da jetzt der Mini-PC komplett in der Wand verschwindet, eröffnen sich völlig neue Einsatzmöglichkeiten - beispielsweise in Krankenhäusern. PCs in Operationssälen müssen komplett abgekapselt sein, da kein Luftstrom die Bakterien im Raum umherwirbeln darf. JackPC ist für diesen Einsatzzweck bestens gerüstet, da er ohne Lüfter auskommt. Weiterhin ist Platz im OP meist rar, und dieser Thin Client beansprucht nun wirklich keinen Raum. Zudem wirbt der Hersteller mit höchstem Schutz gegen Beschädigung oder Diebstahl.

Erhältlich ist der JackPC in drei Modellen. Das beschriebene Modell EFI-6700 ist für 299 Euro erhältlich. Die Version mit stärkerem CPU kostet 399 Euro. Für 499 Euro ist der JackPC auch mit DVI-Ausgang erhältlich.

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Zeppelin startet Mietfirma

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, die Webpage www.mvs-zeppelin.at steht schon parat. Zeppelin österreich wird mit Anfang 2006 groß ins Mietgeschäft einsteigen. Ein Blick nach Deutschland zeigt wohin die Reise gehen wird. Die dort seit Anfang 2004 existierende MVS Zeppelin verfügt über 120 eigene Mietstationen, beschäftigt etwa 550 Mitarbeiter und hält zirka 40.000 Geräte und Maschinen für ihre Kunden parat. Dazu kommen noch rund 50 Partner, die über eine Art Francicesystem die Maschinen für Zeppelin verborgen. Rechnet man das auf die Bautätigkeit in österreich herunter müssten die bereits gegründete Firma MVS Zeppelin Gmbh mit hoher Wahrscheinlichkeit auch ein paar tausend Geräte in Stellung bringen. Das Konzept ist noch ziemlich geheim. Als ziemlich fix gilt, dass die MVS österreich mit fünf oder sechs Eigenstandorten ins Rennen gehen wird. Selbst die Firma Laurer, ein langjähriger Partner von Zeppelin, die seit ein paar Jahren den Verkauf und Service für CAT-Baumaschinen bis 7,5 Tonnen besorgt, weiß noch nicht genau was die Zukunft bringt. \"Das muss man erst ausdiskutieren“, erklärt der Chef des Unternehmens Josef Laurer. Er weiß aber was er nicht will. \"Ein reiner Mietstandort wollen wir nicht sein“, sagt er. überrascht vom Zeppelin-Vorstoß zeigt sich der österreichische Verkaufsleiter für Iveco-Schwerfahrzeuge Rudolf Haidvogel. Die Firma Iveco Nord-Ost Nutzfahrzeuge ist in Deutschland neben der BMG Baudienstleistungsagentur, die Fahrer zur Verfügung stellt, ein Partner im Zeppelin-Mietbusiness. Prinzipiell wäre Haidvogel nicht abgeneigt seine schweren Brummer auch zu vermieten. \"Wenn andere mit unseren Fahrzeugen Geld verdienen sollte das auch uns gelingen“, erklärt er. Iveco österreich hat das Anleiern eines Mietfuhrparks in seinem Aktionsplan für 2006. Das Problem: bislang ist der Konzern europaweit nicht im Mietgeschäft tätig.
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Einzug der Virtual Reality

Technische Systeme werden immer komplexer, die Innovationszyklen immer kürzer und die Anforderungen des globalen Marktes werden auch nicht unbedingt weniger. Um diesen Rahmenbedingungen gewachsen zu sein, bedarf es - nicht nur aber vor allem auch - eines bestens geschulten Personals.
Aus diesem Grund hat Siemens Automation and Drives sein Trainingsangebot Sitrain um die Techniken der Virtual Reality erweitert. Dadurch soll es möglich sein, kundenspezifische Anlagensituationen virtuell exakt abzubilden und verschiedene Szenarien durchzuspielen. Der Prototyp eines ersten interaktiven Selbstlernprogramms mit den neuen Techniken der Virtual Reality wird ab November von Trainern und Produktmanagern im Testbetrieb eingesetzt. Gemeinsam mit der Universität Magdeburg wurde als Pilotprojekt ein Lernprogramm für die Inbetriebnahme virtueller Leistungsschalter der Reihe Sentron 3WL entwickelt. Jedes Szenario wird in einem kurzen Videofilm vorab am virtuellen Modell gezeigt. Anschließend kann der Nutzer die eigentliche Trainingssequenz durchlaufen. Unterstützt durch Hilfefunktionen führt der Nutzer die einzelnen Arbeitsschritte am virtuellen Modell interaktiv aus. Das Computer Based Training soll vor allem zur Auffrischung des Wissens von erfahrenen Spezialisten in der Anlagenbetreuung, Inbetriebnahme und Wartung dienen.
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Unwesentlicher Aufbau

4000 Quadratmeter Bürofläche zur Verwaltung eines Datencenters? So unwahrscheinlich es klingt, für Wolfgang Bleim, Geschäftsführer der DCV Planungs- und ErrichtungsGmbH ist das zu wenig: \"Wir bräuchten noch mehr“, meint er. Seit Jahren möchte die DCV Unternehmen im ehemaligen NS-Gefechtsturm im Wiener Augarten Platz für ihre Backup-Rechenzentren anbieten. Jeder Server müsse von den darüber liegenden Büroräumen aus von eigenen Betreuern gewartet werden, so Bleim. Die moderne Glasfasertechnologie würde einen Aktionsradius von 700 Kilometern möglich machen, hofft er auf zahlreiche Kunden.
Nachdem das Denkmalamt im Vorjahr die Pläne des Architekten Gerhard Steffel für eine viergeschoßige Aufstockung abgelehnt hatte, wurde das Projekt vom Bildungsministerium als Oberbehörde des Denkmalamts genehmigt. Zu den Auflagen gehört eine Reduktion auf drei Geschoße sowie die Wiederherstellung und Erhaltung des aus zwei Meter dicken Stahlbetonwänden bestehenden Turms. Ob sich das rechnet, daran tüftelt Bleim zur Zeit noch: Denn drei Geschoße wurden nach dem Krieg durch eine Explosion total zerstört, den Stahlbetondecken fehlt teilweise die Armierung. Bis Jahresende will Bleim die Rentabilitätsberechnung abgeschlossen haben, wobei die Grenze für ihn bei den 300 Millionen Schilling (21,8 Mio. Euro) liegt, die zu Planungsbeginn für einen neu in die Erde gebauten Bunker errechnet worden waren.
Wie der neue Entwurf aussehen wird, will Bleim nicht sagen. Nur, dass er \"interessanter“ sein werde als das, was in manchen Medien als runder Aufsatz auf den Turm zu sehen war. Planungsstadtrat Rudolf Schicker stellt klar, dass es für den in einer Schutzzone liegenden Turm keine Anlass-Umwidmung geben wird, für eine Genehmigung innerhalb der bestehenden Widmung sei die Baupolizei zuständig, die das genehmigen werde, was die Bauordnung zulässt, lässt er ausrichten. Dort will man vor dem Vorliegen eines konkreten Projekts nichts sagen. Gespräche mit dem DCV habe es jedenfalls noch keine gegeben, meint Paul Oblak, Leiter der für besondere Bauten zuständigen Abteilung MA 37 BB. Möglich, so Oblak, wäre, dass die Zubauten unter den berühmt-berüchtigten Paragraf 69 fallen, der \"unwesentliche änderungen“ trotz gegenteiliger Widmung erlaubt.
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Knallharter Untergrund

Zusätzlich zu den geologischen Problemen ver-weigern zwei Hauseigentümer den Wiener Linien die Untertunnelung ihrer Liegenschaft und gefährden damit die Eröffnung zur Fußball-EM. Der Tunnelvortrieb ist teilweise zum Erliegen gekommen.

Zwei widerspenstige Hauseigentümer, eine schwierige Geologie, die Untertunnelung des Donaukanals sowie eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Das sind die Umstände, unter denen die Verlängerung der Wiener U-Bahnlinie 2 über die Bühne geht. Die Zeit drängt, schließlich reiten Mitte 2008 Fußballfans aus ganz Europa ein, denen man den Stadionbesuch per Straßenbahn nicht zumuten will. Bis dahin soll der Abschnitt zwischen der Station Schottenring und Ernst-Happel-Stadion in Betrieb gehen. Im Moment sieht es aber ganz danach aus, dass der Wunsch der Wiener Stadtväter gehörig ins Wanken kommen könnte. Die Pannen rund um die einzelnen Baulose häufen sich. Am gravierendsten sticht im Moment das Baulos U2/2 hervor. Finden die Wiener Linien nicht bald eine Lösung, droht der ausführenden Arge bestehend aus den Firmen östu Stettin, Wayss & Freytag und G. Hinteregger die Einstellung des Tunnelvortriebs. Zwei Hauseigentümer wollen der Stadt partout nicht erlauben, unter ihrer Liegenschaft einen U-Bahn-Tunnel zu graben. Das Haus Obere Donaustraße 61 spielt bei der Verlängerung der U2 eine besondere Rolle. Gleich zwei Bauabschnitte sind von der Liegenschaft betroffen. Im Baulos U2/1 hatten die Wiener Linien nämlich geplant, in und unter diesem Gebäude U-Bahn-Ausgänge zu installieren. Das Baulos U2/2 sollte die Liegenschaft untertunneln, um den Anschluss an das Baulos 1 herzustellen. Der Eigentümer, die Consentia City Bau GesmbH mit Sitz in Wien 18, erkannte die strategische Position des Gebäudes und forderte dem Vernehmen nach etwa neun Millionen Euro als Ablöse für den von der Zeit deutlich geprägten Altbau. Eine Summe, die der bei den Wiener Linien für das Baulos 1 zuständige Werner Wolf mit »in etwa« bestätigt.
Der Ankauf scheiterte, weil die U-Bahn auch so schon teuer genug wird. Die Folge war eine änderung der Pläne durch den Bauherrn. In einem Bescheid der Wiener Landesregierung vom 6. September 2005 sind die änderungen nachzulesen. Der für den Aufgang notwendige Schacht wird nicht unter dem Haus, sondern davor errichtet. Dies wirkt sich nicht unwesentlich auf den Verlauf der stark befahrenen Straße aus: Sie wird um zirka fünf Meter in Richtung Donaukanal verschwenkt. Die im Moment baubedingte Kurve bleibt also in abgeschwächter Form auch künftig erhalten. Zusätzlich muss die Vorkaimauer des Donaukanals auf einer Länge von 36 Metern um 2,5 bis drei Meter in Richtung Donaukanal versetzt werden. Um die Arbeiten über die Bühne zu bringen, muss die Donaustraße mehrmals provisorisch verlegt werden. Wie sich all das auf die Kosten auswirkt, mag Wolf freilich nicht beziffern. Mehr wird es auf jeden Fall. »Wir wollten hier schon vor zwei Jahren bauen, später bauen ist teurer, die Mehrkosten sind aber bislang nicht eruiert«, erklärt er. Was auch ein Ding der Unmöglichkeit ist, schließlich lastet auf den Wiener Linien durch den Verzug ein erheblicher Termindruck, der das Bauen nicht verbilligt. Kenner des U-Bahn-Baus meinen, dass der ursprünglich auf 700 Millionen Euro veranschlagte Abschnitt zwischen Schottenring und Ernst-Happel-Stadion um bis zu einem Drittel teurer werden könnte.

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Für vernetzte digitale Heime

Digitale Heimstudios sind neben HDTV, Hausroboter, interaktiven Games und innovativen Displays die Top-Five-Technologien des Jahres 2006. Davon geht zumindest die US-Organisation Consumer Electronic Association (CEA) in ihrem jährlichen Bericht Five Technologies to Watch aus. \"Diese fünf Technologien illustrieren wahrlich den technologischen Fortschritt im digitalen Zeitalter\", meint CEA-Präsident Gary Shapiro. Es sei \"höchstwahrscheinlich\", dass sie 2006 \"die größten Wellen\" im Markt für Unterhaltungs- und Haushaltselektronik (Consumer Electronic) schlagen.

Multimedia-Vernetzung im Digital Home
Dank der einfach zu nutzenden, modernen Universal Plug & Play-Technik (UPnP) ebnet das Nokia N80 den Weg in das digitale Netzwerk zu Hause. Dabei soll es im Grunde wie eine Fernbedienung genutzt werden können, die Zugriff auf kompatible PCs, HiFi-Anlagen und Fernsehgeräte ermöglicht. So lassen sich laut Hersteller im Nokia N80 oder auf einem kompatiblen PC gespeicherte Fotos und Videos kabellos auf einen Fernseher übertragen oder Musikdaten über die HiFi-Anlage im Wohnzimmer genießen. Auch Drucken ist jetzt noch schneller geworden, da das Nokia N80 die kabellose übertragung von Daten auf einen beliebigen UPnP-kompatiblen Drucker unterstützt.

überall online
Das Nokia N80 ist das weltweit erste Dual-Mode/Quadband-Mobiltelefon für UMTS- (WCDMA 1900 und 2100) und vier GSM-Netze (850/900/1800/1900). Zusätzlich unterstützt es Verbindungen über WLAN- und EDGE-Netze und soll daher nahezu überall weltweit Breitband-Zugang zum Internet ermöglichen. Der neue Nokia Internet-Browser mit Mini-Map-Funktion ermöglicht zudem die halbtransparente Darstellung einer verkleinerten Gesamtansicht von Internetseiten.
Das hochauflösende Display mit 262.144 Farben, das mit 352 x 416 Pixeln 90 % mehr Pixel als QVGA-Displays hat, mit denen Smartphones und PDAs normalerweise ausgestattet sind, rundet die Möglichkeiten der attraktiven Darstellung von Inhalten ab.

Fotos im Handumdrehen
Neben einer 3-Megapixel-Kamera mit spezieller Aufnahmetaste zum schnellen und ruhigen Aktivieren der Kamera, einem Modus für Aufnahmen im Querformat, der die gesamte Displaygröße nutzt, dem hochauflösenden Display und einem speziellen Schalter für Nahaufnahmen bietet das Nokia N80 darüber hinaus eine Funktion für Videoaufnahmen in CIF-Qualität mit integrierter Videostabilisierung. Nicht zuletzt verfügt das Nokia N80 mit einem bis zu 40 MB großen Speicher, der über miniSD-Speicherkarten erweiterbar ist, besonders viel Platz.

Den Lieblingssong immer dabei
Der im Nokia N80 integrierte digitale Musik-Player unterstützt eine Vielzahl verschiedener Musik-Formate, das UKW-Stereo-Radio bietet Unterstützung für Visual Radio und ermöglicht damit die Nutzung interaktiver Dienste bestimmter Radiosender, wie zum Beispiel das Anzeigen von Informationen zum gerade gespielten Musiktitel und dem betreffenden Interpreten direkt auf dem Display des Mobiltelefons. Musikdateien lassen sich laut Hersteller dank der integrierten Unterstützung für UPnP-Technik einfacher als je zuvor zwischen dem Nokia N80 und einem kompatiblen PC übertragen. Alternativ kann der Nutzer seine Lieblingstitel dank Unterstützung für USB 2.0 auch ganz einfach durch Drag & Drop vom kompatiblen PC auf sein Nokia N80 übertragen.

Das Nokia N80 basiert auf der Series 60-Benutzeroberfläche (3rd Edition) und dem Betriebssystem Symbian OS. Es wird voraussichtlich im Verlauf des ersten Quartals 2006 erhältlich sein und ohne Steuern und ohne Mobilfunkvertrag 500 Euro kosten.

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Keine Grenzen im Schienenverkehr

Von Claudia Bräuer

Wer Europa mit dem Zug bereist, stößt leider immer noch an viele Grenzen. Unterschiedliche technische Standards und Regularien beeinträchtigen nicht nur den Reisekomfort. Um einen sicheren und reibungslosen Bahnverkehr quer durch Europa sicherzustellen, müssen die bestehenden nationalen Zugsicherungs- und Zugbeeinflussungssysteme durch ein einheitliches europäisches Zugsicherungssystem abgelöst werden. In Europa haben sich zahlreiche unterschiedliche Arten entwickelt, die teilweise nebeneinander und länderabhängig eingesetzt werden und untereinander nicht kompatibel sind. Im grenzüberschreitenden Verkehr müssen daher Triebfahrzeuge mit einem oder eventuell mehreren Zugsicherungssystemen des Gastlandes ausgerüstet sein. Ist das nicht der Fall, muss ein Wechsel des Triebfahrzeuges vorgenommen werden, der zeit- und kostenaufwendig ist.

Deshalb wurde 1996 mit der Richtlinie 96/48/EG der Grundstein zur Einführung des interoperablen European Train Control Systems (ETCS) gelegt. Es soll die Vielzahl der in den europäischen Ländern eingesetzten Zugsicherungssysteme ablösen und so eine dichte, schnelle und grenzüberschreitende Zugführung in ganz Europa ermöglichen. Es soll mittelfristig im Hochgeschwindigkeitsverkehr Verwendung finden und langfristig im gesamten europäischen Schienenverkehr umgesetzt werden.

\"Die Interoperabilität der europäischen Bahnsysteme ist eine wesentliche Voraussetzung für die europäischen Bahnunternehmen, um ihre Marktchancen in einem großen gemeinsamen Markt mit attraktiven Angeboten für unsere Kunden im Personen- und Güterverkehr zu nutzen\", sagte öBB-General Martin Huber. Im Rahmen eines Festaktes wurde das neue Zugsicherungssystem auf der Strecke Wien - Budapest mit den Kernpartnern öBB-Infrastruktur Betrieb AG, Ungarische Staatsbahnen MAV, Alcatel und Siemens AG offiziell präsentiert. Auf der 247 km langen Strecke zwischen Wien und Budapest kommt ETCS europaweit erstmals grenzüberschreitend zum Einsatz. Die öBB-Infrastruktur Betrieb AG und die MÁV (Ungarische Staatsbahnen) haben die Magistrale Wien - Budapest gemeinsam mit den Partnerfirmen Alcatel Austria AG und Siemens AG ausgestattet.<ü>\"Mit der Realisierung der ETCS-Magistrale von Wien nach Budapest haben öBB und MÁV eine Vorreiterrolle im europäischen Bahnverkehr eingenommen und bewiesen, dass sie zukunftsorientiert an einem sicheren, grenzüberschreitenden Bahnbetrieb arbeiten\", würdigte Alfred Zimmermann, Vorstandssprecher der öBB-Infrastruktur Betrieb AG, die Pionierleistung.

Partner für ETCS. Alcatel und Siemens waren an der ersten europäisch durchgängigen ETCS interoperablen grenzüberschreitenden Eisenbahnverbindung zwischen den beiden Donaumetropolen Wien und federführend beteiligt, wobei Alcatel in Ungarn für die gesamte Strecken- und Fahrzeugausrüstung, in österreich in Kooperation mit Siemens für die Streckenausrüstung, verantwortlich ist. Die 65 km lange Strecke Wien-Hegyeshalom rüstete Siemens komplett mit Eurobalisen aus. Diese kleinen elektronischen Geräte im Gleis übertragen bei der Vorbeifahrt des Zuges Daten von der Strecke zum Fahrzeug. Hinzu kommt die Streckenausrüstung des Bahnhofs Parndorf und die ETCS-Ausrüstung von 13 Taurus-Lokomotiven.

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Startschuss für Masterplan

\"Zwar liegt österreich mit einem Breitband-Versorgungsgrad von 13 Prozent der Bevölkerung an fünfter Stelle in Europa. Allerdings ist österreich nach einer Verlangsamung des Wachstums weltweit ins Mittelfeld abgerutscht. Dieser Entwicklung soll mit einem Masterplan für die weitere Verbreitung von Breitband gegengesteuert werden\", ließ im Frühjahr 2003 Telekom-Regulator Georg Serentschy verlautbaren. Was seitdem passiert ist? Regionalförderungen zum ländlichen Breitbandausbau wurden gestartet, ein Steuerabsetzbetrag für Breitbandkosten geschaffen, Interessensvertretungen aus der Wirtschaft läuteten weiter Sturm, gründeten Arbeitsgemeinschaften, und unaufhörliche parlamentarische Diskussionen unterstrichen die Notwendigkeit zur konzertierten Initiative für den Wirtschaftsstandort. Heute, zweieinhalb Jahre später, steht österreich nach einem Rückfall seiner Wettbewerbsfähigkeit an 30. Stelle eines weltweiten Technological-Infrastructure-Ranking.

Zweieinhalb Jahre später haben nun auch Serentschy und BMVIT-Sektionschef Andreas Reichhardt den finalen IKT-Masterplan vorgestellt. Mit 44 Maßnahmen soll österreich wieder an die EU- und Weltspitze geführt werden. Das Ziel: innerhalb der kommenden drei Jahren wieder unter die Top-Fünf- beziehungsweise Top-Zehn-Länder EU-weit und weltweit zu kommen. Längerfristig lautet der Plan, überhaupt zu den besten fünf weltweit zu gehören. Dazu gilt es, die eine oder andere Hürde zu überwinden. In der öffentlichen Wahrnehmung hinke die IKT-Branche noch etwas nach, so Serentschy. \"Man darf nicht übersehen, dass mit einem Anteil von sechs Prozent am BIP dieser Wirtschaftszweig genauso groß ist wie der Tourismus. Die Aufmerksamkeit, die der Tourismus hat, die hätten wir auch gerne oder dort müssen wir mit dem Masterplan hin\".

Der Masterplan verfolgt vier zentrale strategische Ziele. Die IKT-Branche soll mehr in das Bewusstsein gerückt, der Standort österreich soll gefördert, die Breitbandinfrastruktur soll ausgebaut und die Nutzung erhöht werden. Tendeziell sind sie ja umfassend, die Roadmaps und Masterpläne. Vor allem, wenn sich die Landkarte geografisch ändert: \"Distanzen werden immer kleiner und unsere KMUs können so Märkte bearbeiten, die sie ohne den Einsatz der modernen Kommunikationsmittel nie erreichen würden\", plant Gorbach. Der IKT-Markt wachse mit 3,9 Prozent rascher als die Gesamtwirtschaft in österreich, das allein zeige schon, wie wichtig dieser Markt sei. Medienstaatssekretär Franz Morak fordert indes mehr Geld für den gesamten IKT-Bereich. \"Japan gibt pro Kopf rund 350 Euro für die IKT-Forschung jährlich aus, in den USA sind es 400 Euro. österreich wendet in diesem Bereich nur einen Bruchteil dieser Gelder auf, da besteht Handlungsbedarf\", weiß Morak.

Auch für WKO-Chef Christoph Leitl nimmt die Bundesregierung noch zu wenig Geld in die Hand, um den Wirtschaftsstandort österreich hinsichtlich einer guten Performance im IKT-Bereich zu stärken. \"österreich hat von 2003 bis 2005 zehn Mio. Euro in diesen Wirtschaftszweig investiert, allein Schweden vierzigmal so viel\". Ein Land wie dieses ist dem RTR-Papier zufolge großes Vorbild, da dessen nationale Trickkiste bereits für meßbare Effekte in der Wirtschaft sorgen konnten. \"Im IKT-Bereich führende Länder, wie zum Beispiel Schweden, Finnland, Dänemark und UK, reviewen regelmäßig ihre Masterpläne\", heißt es dort. Rot und fett markiert.

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Kopf gestützt - Kopf geschützt

Vor allem der Airbag leistet bei Frontalunfällen in Regel gute Dienste. Kommt der Unfallgegner allerdings von hinten, ist der Airbag relativ überflüssig und ein Schleudertrauma die meist unvermeidliche Folge. Johnson Controls hat jetzt eine aktive Kopfstütze entwickelt, die das Risiko von Nackenverletzungen deutlich reduzieren soll. Das Prinzip ist einfach: Im Falle eines Heckaufpralls verringert die Kopfstütze die überstreckung der Halswirbelsäule. Somit kann sie das Risiko für ein Schleudertrauma reduzieren oder im optimalen Fall sogar ausschließen.
Der Auslösemechanismus der körperaktivierten Kopfstütze ist im unteren Lehnenbereich integriert worden, da der Körper dort den maximalen Kontakt mit der Lehne hat. Bei den meisten anderen Systemen ist die Aktivierung im oberen Lehnenbereich üblich. Das kann für kleine und zierliche Personen ziemlich unangenehm werden, weil sie auf Grund ihres Körperbaus das System nicht aktivieren können.
Auf Mechanik wurde bewusst verzichtet, stattdessen nutzt das System die Informationen von Sensoren, wie sie auch beispielsweise für die Airbagsteuerung verwendet werden, und wertet sie nach bestimmten Algorithmen aus. Bereits 20 Millisekunden nach Signaleingang soll sich die Kopfstütze in ihrer Endposition befinden. Zu ihrer Auslösung kommen kleine pyrotechnische Einheiten oder auch elektromechanische Entriegelungen zum Einsatz.
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