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Schnelle Bahn

Die Strecken Wien-Linz und Linz-Nürnberg sind Teil des leistungsfähigen Hochgeschwindigkeitsnetzes, wird berichtet. Die Abschnitte stehen damit auf einer Stufe mit TGV-Strecken zwischen Paris und Strassburg, oder Frankfurt-Hannover. Guten Einblick in die Beschaffenheit des österreichischen Hochgeschwindigkeitsnetzes und dessen forcierten Ausbau gibt der Abschnitt zwischen Wels und Passau. Am 4. April 2007 entgleiste kurz vor Schärding der Güterzug mit der Nummer 45902. Der Schaden war nicht unerheblich: über eine Strecke von zumindest zwei Kilometern wurden die Betonschwellen eines Gleises regelrecht zertrümmert. Sofort wurde seitens der öBB die Erneuerung der demolierten Strecke in Angriff genommen. Seither ist der Betrieb der Strecke trotzdem nur eingeschränkt, sprich: die meiste Zeit eingleisig, gegeben. Die Reparatur dürfte nicht das erwartete Ergebnis gebracht haben, die Züge schleichen weiterhin im Hochgeschwindigkeitsschneckentempo. Mehrere Baufirmen sind am Werk, die Arbeiten sollen, so die öBB, bis November abgeschlossen sein. Zum Tempo und Ablauf der Arbeiten weiß man bei der Bahn: »Die Bauarbeiten werden immer so geplant, dass möglichst wenig negative Effekte für die Kunden auftreten.« Klingt nach Hochleistung, ganz wie es im Regierungsprogramm zum Ausbau der Bahn festgeschrieben ist. Ab Dezember jedenfalls wird die Städteverbindung Wien-Frankfurt im Zweistundentakt Realität, so die PR-Abteilung der öBB. Die Fahrzeit der neuen Hochleistungsverbindung behält man vorsorglich noch für sich.
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Oligarch und Tycoon

Noch ehe Hans Peter Haselsteiner eine einzige Aktie seiner Holding Strabag SE an der Wiener Börse an den Mann gebracht hatte, profilierte er sich Journalisten gegenüber mit markigen Sprüchen, als er auf Hauptversammlungen unter den Aktionären »ungewaschene Neurotiker« ortete. Fehlte nur noch, dass er den deutschen Bankier Carl Fürstenberg (1850-1933) zitierte, der meinte: »Aktionäre sind dumm und frech. Dumm, weil sie Aktien kaufen, und frech, weil sie für die­se Dummheit noch Dividende haben wollen.« Und: »Der Reingewinn ist der Teil der Bilanz, den der Vorstand beim besten Willen nicht mehr vor den Aktionären verstecken kann.«

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Blick nach vorne

»So wie es ist, soll es bleiben«, unterstrich Vizekanzler und Finanzminister Wilhelm Molterer als Eigentümervertreter die Bedeutung und Positionierung des Bundesrechenzentrums (BRZ) anlässlich seines zehnjährigen Bestehens. Die Fortschritte im E-Government haben österreich zum Vorzeigeland gemacht. Dennoch gibt es noch einiges zu tun, bekennt BRZ-Geschäftsführer Roland Jabkowski.

(+) plus: Der Marktanalyst IDC hat kürzlich sein Jahresranking der größten IT-Dienstleister österreichs herausgebracht. Das BRZ hat darin einige Plätze gutgemacht und belegt nun die dritte Position. Was sind die Ursachen für den überraschenden Sprung nach vorne?
Roland Jabkowski: Was Sie hier sehen, ist das Ergebnis einer jahrelangen, steten Entwicklung. Die Bundesrechenzentrums GmbH hat »Rechenzentrum« wohl im Namen und wir verfügen entsprechend über eines der größten Rechenzentren in österreich. Das BRZ ist aber auch IT-Service-Provider: Zwei Drittel unserer Mannschaft, das sind gut 700 Mitarbeiter, sind in System­entwicklung und Systemintegration tätig. Unsere ambitionierte Geschäftstätigkeit hat uns nach Siemens und Raiffeisen Informatik an die dritte Stelle gebracht - noch vor IBM und anderen prominenten Namen am IT-Markt. Es sind wohl unsere Gene, die sich hier bezahlt machen. Auf der einen Seite ist das BRZ Drehscheibe für die österreichische IT-Wirtschaft, auf der anderen Seite sind wir durch unseren Eigentümer, die Republik österreich, stark in der Verwaltung verankert. Und nebenbei gesagt: Die Nummer eins und zwei im Ranking beschäftigen sich ja nicht nur mit Projekten in der Verwaltung, sondern servicieren auch andere Bereiche.

Ich sehe zwei Faktoren für den Erfolg des BRZ: Zum einen hat das Thema Sicherheit für alle unsere Mitarbeiter geschäftskritischen Wert. Mit einem umfassenden Regularium, eigenen Security-Verantwortlichen und einem Informationssicherheits-Managementsystem bieten wir überdurchschnittlich hohe Sicherheitsqualität am Markt. Weiters unterliegen unsere 1.120 Mitarbeiter kraft dem BRZ-Gesetz der Amtsverschwiegenheit, obwohl darunter lediglich fünf Beamte sind. Die Bürger können also darauf vertrauen, dass alles Menschenmögliche für die Sicherheit ihrer Daten getan wird. Der zweite Aspekt unseres Erfolgs ist mir ein besonderes persönliches Anliegen: das BRZ zu einem der serviceorientiertesten IT-Unternehmen österreichs zu wandeln. Mein Motto hier: Dienstleis­tung kommt von Dienen und Leisten. Für Letzteres gibt es eindrucksvolle Beweise - dies traut man uns zweifelsfrei zu. Nun wollen wir auch das Verhalten aller Mitarbeiter und die Kultur des ganzen Unternehmens zum Nutzen für den Kunden formen. Ich bin an dieser Stelle ein sehr ungeduldiger Mensch, weiß aber um die Kraft, die ein solch­ ambitioniertes Ziel erfordert. Das BRZ ist in den letzten Jahren von 500 auf über 1.100 Mitarbeiter gewachsen und birgt in seiner guten Mischung von jungen und älteren, erfahrenen Mitarbeitern ein hohes Leistungspotenzial. Nehmen Sie nur Applikationen her, die wir betreuen: FinanzOnline mit 1,3 Millionen Anwendern, help.gv.at mit monatlich 330.000 Besuchern.

(+) plus: Es gab in der Vergangenheit Diskussionen über die Positionierung zwischen Bund und Wirtschaft, die mit dem Bekenntnis beendet wurden, das BRZ als Serviceerbringer für die Verwaltung zu belassen. Wie viel IT-Wirtschaft steckt im BRZ?
Jabkowski: Die Positionierung ist klar: Das BRZ ist der IKT-Dienstleister für die österreichische Bundesverwaltung. Noch haben wir bei 60 Prozent Marktanteil aber genügend Wettbewerb mit anderen Unternehmen, gegen die wir uns auch verteidigen müssen. Das BRZ ist schließlich ein nach privatwirtschaftlichen Grundsätzen gegründetes und geführtes Unternehmen - dafür lege ich meine Hand ins Feuer. Als Quereinsteiger aus der Industrie verfüge ich über 20 Jahre IT-Erfahrung.

Wir messen uns mit dem Mitbewerb auch laufend anhand von Best-Practice-Beispielen und Benchmarks in der Preisgestaltung im Rechenzentrumsbereich und der Projektberatung. 70 Prozent des Umsatzes des BRZ, jährlich mehr als 150 Mio. Euro, gehen übrigens an die IT-Wirtschaft, davon 20 Mio. an kleine und mittlere Betriebe, die für uns viele spezialisierte IT-Dienstleistungen erbringen. Wir werden uns auch weiterhin auf den österreichischen Kernmarkt konzentrieren: die Optimierung der Prozesse in der Verwaltung, kombiniert mit IKT-Unterstützung.

Informationstechnologie und Telekommunikation wachsen zunehmend zusammen. Diese Verschmelzung der Technologien wird für den Anwender etwa dann sichtbar, wenn das Abspielen von Zeugenaussagen für Gerichtsverfahren über das Netzwerk ermöglicht wird oder die Mitarbeiter des Finanz- und des Verkehrsministeriums oder auch im eigenen Haus mit der Telefonanlage über das IP-Netzwerk telefonieren. Das BRZ kann dabei in Gesamtlösungen als Full-Service-Provider auftreten.

(+) plus: Was sind Ihre Zielsetzungen für die nahe Zukunft?
Jabkowski: Es gibt drei strategische Ziele für die Zukunft. Ziel Nummer eins ist der konsequente Ausbau des Marktanteils. Dies­ soll zum Nutzen der österreichischen Bundesverwaltung und IT-Wirtschaft geschehen. Die Verwaltung könnte mit einem höheren Marktanteil des BRZ und folglich weiteren Konsolidierungen in der IT und den Geschäftsprozessen wesentlich mehr Geld einsparen. Dies steht auch nicht im Widerspruch zu dem Erfolg der anderen Marktteilnehmer, sondern würde als Stärkung der IT-Branche insgesamt dienen. Das zweite Ziel ist diesem Weg angelehnt: Wir wollen Generalunternehmer für IKT-Anwendungen der österreichischen Bundesverwaltung sein, um die Servicequalität zu erhöhen und Kosten senken zu können. Und drittens soll das BRZ die Umsetzung einheitlicher organisatorischer und technischer Strategien vorantreiben. Vielfalt und Differenzierung sind zwar schöne Dinge, aber sie kosten. Eine Vereinheitlichung in den Systemen bedeutet aber keineswegs, dass jedes Ressort in der Verwaltung gleich aussehen muss. Die Ressorts sind schließlich autonom und treten nach außen unabhängig auf. Die IT dahinter kann aber, ohne Kulturunterschiede zu berühren, vereinheitlicht werden. Es gibt ja auch am KFZ-Markt verschiedenste Modelle, die sich aber in ihrer zugrundeliegenden Plattform gleichen. Gerade im E-Government sind dieses Zusammenspiel und Interoperabilität zwischen Anwendungen gefordert. Der Weg zum One-Stop-Government, das für den Bürger eine einzige Anlaufstelle für verschiedenste Aufgaben bieten wird, kann nur so beschritten werden. Unterschiedlichste Systeme wären dabei in Wartung zu aufwendig und teuer. Bundeskanzleramt und IKT Board haben aber gezeigt, dass sie als Normgeber die nötigen Standards vorgeben können. Wir müssen diesen klaren Richtlinien dann nur noch folgen und sie umsetzen. Standards im E-Government ermöglichen den flächendeckenden Aufbau und die Umsetzung von hochspezialisierten Skills.

(+) plus: Nun ist der Bund sicherlich kein herkömmlicher Kunde für das BRZ, immerhin ist das Finanzministerium gleichzeitig auch Eigentümer. Wie sehen Sie die Arbeit mit der Verwaltung?
Jabkowski: So etwas wie einen herkömmlichen Kunden gibt es ohnehin nicht. Jeder Kunde ist einzigartig. Wir vergleichen die Bundesverwaltung mit einem Konzern - die alten Stereotypen gibt es hier schon lange nicht mehr. Heute haben wir es mit schnellen, effizienten Strukturen zu tun - mit geringster Einflussnahme des Eigentümers. Ich bin in meiner Funktion als Geschäftsführer des BRZ weitgehend entscheidungsfrei. In so einem Rahmen für dieses Haus arbeiten zu können, macht sehr viel Spaß.

(+) plus: In einem föderalistisch verwalteten Land wie österreich und politisch unterschiedlich vergebenen Ressorts scheint die Vereinheitlichung der Verwaltung aber doch schwierig.
Jabkowski: Keineswegs. Wir haben bereits die Standards für ressortübergreifende Systeme, wie den elektronischen Akt, SAP-Lösungen für den Bund, ein leistungsfähiges Corporate Network Austria oder eine einheitliche Frontend-Lösung für den Bürger wie help.gv.at. Doch leistet sich der Bund heute noch eine dreistellige Anzahl an Webauftritten oder mehrere Rechenzentren. Wie jedes großes Unternehmen aber sollte auch bei der Verwaltung ein Shared-Service-Center im IT-Bereich für Kosteneinsparungen sorgen können. Es wird zwar immer verschiedene politische Zielvorgaben geben, ich bin aber überzeugt, dass eine Harmonisierung im IKT-Bereich möglich ist.

(+) plus: Wo sehen Sie die nächsten Schritte im Bereich E-Government?
Jabkowski: österreich ist den Abdeckungsgrad betreffend bereits Europameis­ter im E-Government. Die Nutzung freilich muss noch schneller, besser und kostengüns­tiger für den Endkunden werden. Wenn etwa bei der Onlineabwicklung von Verwaltungsprozessen real Geld gespart werden kann, sollte dies doch auch an die Nutzer weitergegeben werden. In Bereichen wie dem elektronischen Rechtsverkehr ist die Zusammenarbeit und die Informationspolitik bereits revolutioniert worden. Weiters könnte in Zukunft eine zentrale Rufnummer als eine ideale Ergänzung für Bürger ohne Internetanschluss bei allen Lebensfragen Service leisten. Im Onlinebereich geht die Entwicklung in Richtung vorausgefüllter Formulare, die im Sinne eines E-Government-Services den Bürgern wiederholende Einträge vorwegnehmen. Elektronische Berater auf den Plattformen wiederum könnten dem User einfache und sinnvolle Vorschläge zum jeweilig gefragten Thema machen. Besonders spannend finde ich die Entwicklung im E-Voting. Wir sind gerade dabei, eine Referenzarchitektur für ein fertiges Konzept für die Stimmabgabe bei Wahlen übers Internet zu schaffen. Das BRZ würde sich als ausführende Stelle von E-Voting-Projekten außerordentlich eignen, da das Thema Sicherheit hier natürlich besondere Sensibilität verdient. Als Trust-Center für die E-Card und Rechenzentrum für die Daten zum österreichischen Reisepass wissen wir, wie man mit Datensicherheit umgeht. Weiters sehe ich das BRZ auch im Gesundheitswesen als hervorragenden Anbieter für IT-Lösungen. Das BRZ könnte kraft seines zehnjährigen Erfolgs, bei allen Erfahrungen, die gemacht wurden, hier ebenfalls ein interessanter Know-how-Träger sein.

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Weiter ostwärts

Report: Was sind Ihre Hauptanliegen als VZö-Präsident?
Wilhelm Reismann: Zuerst möchte ich darauf hinweisen, dass wir den Namen des Verbandes geändert haben. Wir heißen nun VZI = Verband der Ziviltechniker- und Ingenieurbetriebe. Dies ist mir besonders wichtig, da wir uns für die großen technischen Ingenieurbüros geöffnet haben. Wir vertreten Ingenieure und Architekten unabhängig von ihrer Kammerzugehörigkeit. Mit dieser breiten Basis können wir nun mehr Gewicht in unsere Anliegen bringen: Wertschätzung und Honorierung unserer Leistungen in der Gesellschaft, unsere Beiträge zum Export, nicht nur von Dienstleistungen, Interessensvertretung der großen Büros, Aufbau einer verbesserten Kommunikation, etc. Auch das Nachwuchsproblem ist uns ein großes Anliegen.

Viele Mitglieder des VZI sind mittlerweile in angrenzenden Ländern tätig. Haben österreichs Ingenieure und Architekten aus Ihrer Sicht die Chancen der neuen Märkte ausreichend genutzt und gibt es aus Ihrer Sicht noch Nachholbedarf?
Grundsätzlich glaube ich, sind wir sind gut aufgestellt und haben die Chancen durchaus erkannt. Gerade die Planer gehen mit Projektentwicklern und Investoren zuerst in ein Land, bereiten Projekte vor und planen. Dann folgen die Baufirmen und Lieferanten unseren Ausschreibungen. Da haben wir eine wichtige Vorreiterrolle, das wird gerne übersehen. Es gibt unterschiedliche Wege diese Expansionsmöglichkeiten zu nutzen. Einige haben eigene Büros gegründet, andere sind Kooperation mit lokalen Partnern eingegangen. Zu Ende ist diese Entwicklung sicher noch nicht, es gibt noch viele Chancen zu nutzen. Der Zug geht allerdings weiter nach Osten, von unseren direkten Nachbarländern nach Rumänien, Bulgarien, Westbalkan, Ukraine, Russland, Aserbaidschan, Kasachstan, ...

Stimmt Ihrer Ansicht nach die politische Unterstützung für den Gang ins Ausland?
Wenn wir nach Skandinavien, Holland, Frankreich oder Kanada schauen, dann sind wir schon oft neidig. Denn dort haben die Politiker seit langem verstanden, dass unser Berufsstand die Speerspitze für ganze Industriebereiche ist. Bei uns hat dieses Bewusstsein noch Entwicklungspotential. Ich glaube es ist auch damit verbunden, dass ein z.B. Planungsbüro nicht tausende Mitarbeiter hat. Das ist aber falsch, denn wie schon gesagt, wir sind die Speerspitze und bereiten den Boden für große Aufträge für die Industrie vor. Allerdings möchte ich auch nicht verhehlen, dass auch wir gefordert sind aktiver auf die Politik zu zugehen.

Ist es aus Ihrer Sicht notwendig und sinnvoll die Anliegen des VZI verstärkt nach Außen zu kommunizieren? (Wie ich gesehen habe, stammt der letzte News-Eintrag auf der VZö-Seite aus dem Jahr 2005).
Da wir nun die Homepage adaptieren, dürfte das Problem mangelnder Aktualisierung behoben sein. Trotzdem haben wir sicherlich Nachholbedarf. Im Internet sind wir noch unter www.vzoe.at zu finden, die neue Website unter www.vzi.at entsteht gerade.

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St. Pölten forciert Fernwärme

Die Stadt St. Pölten bezieht in Zukunft Fernwärme von der EVN AG. Die Wärmeleitung führt von Dürnrohr/Zwentendorf mit einem Durchmesser von 450 Millimetern bis nach St. Pölten. Damit werden 200 GWh Fernwärme pro Jahr transportiert. Die Wärme stammt aus drei Quellen: der Müllverbrennungsanlage in Dürnrohr, aus dem Wärmekraftwerk Dürnrohr selbst und aus einer Biomasseanlage, die derzeit auf demselben Areal errichtet wird. »über eine 31 km lange Wärmeleitung werden wir künftig Abwärme aus unseren Kraftwerksanlagen am Standort Dürnrohr direkt nach St. Pölten liefern Die Investitionskosten liegen bei 35 Millionen Euro. Durch die umweltfreundliche Abwärmenutzung sollten pro Jahr 21 Millionen Kubikmeter Erdgas eingespart werden. Wir freuen uns sehr über die Vertiefung unserer Energiepartnerschaft mit der Stadt St. Pölten. 2009/2010 kann bereits eingespeist werden«, erklärt EVN-Vorstandssprecher Burkhard Hofer. Auch der St. Pöltner Bürgermeister Matthias Stadler ist hochzufrieden. »Die Partnerschaft bringt den Wärmebeziehern neben einem gewaltigen technischen Leistungsschub viele Vorteile, die man in der Umwelt und im Geldbörsel spüren wird«, sagt er. Die Erzeugung der Wärme aus Restmüll bzw. Biomasse spart mehr als 40.000 Jahrestonnen an CO2-Emissionen in St. Pölten und trägt zur Klimaverbesserung bei. Wärmeverluste bei der Zuleitung seien äußerst gering: Mit 140 Grad verlässt sie Dürnrohr, mit 138 kommt sie in St. Pölten an. Für Fernwärme-Kunden ändere sich nichts, die Verträge bleiben aufrecht. Mit dem Einsatz von regionalen Energieressourcen werden zwei Drittel des derzeit in St. Pölten verfeuerten Erdgases eingespart, durch die Unabhängigkeit von den Gaspreisen erwartet Stadler eine Kostenstabilisierung, von der die Fernwärmebezieher künftig profitieren sollten.
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Netzwerken für Morgen

In den ersten Monaten nach Ihrer Eröffnung machte die Wiener \"Südost-Tangente\" den Eindruck einer \"Geisterautobahn\". Das war Ende der 70er-Jahre und sollte sich rasch ändern. Mit dem weiteren rasant wachsenden Verkehrsaufkommen wurde die Stadtautobahn zum mittlerweile am stärksten frequentierten Verkehrsweg österreichs der bereits durch neue Verkehrsbauten entlastet werden musste. Nun beklagen Kritiker, dass man die Südost-Tangente \"nur\" vierspurig gebaut hat - gleich achtspurig wäre doch besser gewesen.In Analogie dazu geht es nun im Zeitalter der \"New Media\" um den Datenverkehr in der digitalisierten Welt und die dafür erforderlichen Verkehrswege für Web-mail, Internetzugriffe, IP-TV, Web-Telefonie, Podcasts und vielen anderen Anwendungen.
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Die Sieger in Niederösterreich

Die besten E-Business- und E-Government-Projekte in Niederösterreich stehen fest. Staatssekretärin Heidrun Silhavy verlieh am 3. Oktober im Rahmen einer Abendgala im Haus der Wirtschaftskammer Niederösterreich in St. Pölten die Auszeichnung \"ebiz egovernment award 2007“ für die schlagkräftigsten und innovativsten Branchenlösungen im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie. Platz eins ging an bauMax für ein Weblogprojekt, das gemeinsam mit knallgrau new media solutions umgesetzt wurde. Auf www.blogmax.at unterstützt der Anbieter in einer neuen Form der Kundenansprache eine agile Community, die sich zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch trifft und mit Rat und Tat zur Seite steht. Den zweiten Platz belegte gemdat Nö mit dem Zusatzmodul \"Elektronische Mitteilungen“ für die Fachanwendung K.I.M.-Standesamt für die österreichischen Personenstandsbehörden. Rang drei ging an ARP Datacon mit dessen Webshop und Produktassistenten auf www.arp.com. Heidrun Silhavy, Staatssekretärin für Regionalpolitik und Verwaltungsreform, überreichte gemeinsam mit KommR Kurt Trnka, Wirtschaftskammer-Vizepräsident Niederösterreich, die Statuetten und Urkunden des \"ebiz egovernment award 2007\". Weiter erhielten die drei Sieger Report-Anzeigengutschein im Wert von insgesamt 11.000 Euro. \"Es bleibt wichtig, dass wir zu diesem Thema bewsusstseinsbildende Maßnahme setzen\", betonte Trnka. Das Internet und eine leistungsfähige Informationstechnologie seinen für die niederösterreichische Wirtschaft ein Erfolgsfaktor, so Trnka.

Schon zum dritten Mal lobt der Report Verlag mit Unterstützung des Bundeskanzleramtes den \"ebiz egovernment award“ aus. Der Award richtet sich an Unternehmen in allen Bundesländern, die erkannt haben, mit Hilfe von IT und Web-Lösungen ihr \"Business“ effizient und gewinnbringend fördern zu können. Die drei Sieger steigen in die Bundesausscheidung auf und treten damit gegen die besten Lösungen aus allen Bundesländern in der Endausscheidung am 16. Oktober in Wien an.

 

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Istanbul statt Simbach

Gerhard M. Wehdam hat seinen Geschäftsführerjob bei der Grenzkraftwerke GmbH mit Sitz in Simbach (D) Ende August an den Nagel gehängt. Er fungiert seit kurzem im Sabanci Center Istanbul als CEO der EnerjiSA und vertritt dort die Interessen der Verbundgesellschaft. Vorsitzender der Gesellschaft ist Mehmet Selahattin Hakman, CFO ist Ozlenen Aydin. Der Verbund gründete, wie berichtet, gemeinsam mit der Finanz- und Industrieholding Sabanci die Erzeugungsgesellschaft EnerjiSA, an der beide Partner je zur Hälfte beteiligt sind. Der Einstieg kostet den Verbund nach früheren Angaben 242 Mio. Euro. Bis 2015 will man über eine installierte Leistung von 5.000 Megawatt (MW) sowie einen Marktanteil von mehr als zehn Prozent verfügen. Für Wehdam ein großer Sprung, bei den Grenzkraftwerken war er gemeinsam mit dem Vorstandsdirektor der österr.-Bayerischen Kraftwerke AG Gerhard Schiller gerade für fünf Kraftwerken an Inn und Donau verantwortlich, die zuletzt 19 Millionen Euro Umsatz brachten. Zugleich fungierte Wehdam als Geschäftsleiter der Gemeinschaftskraftwerk Inn (GKI), die im oberen Inntal an der Schweizer Grenze ein Wasserkraftwerk plant.
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Die Kunst der Integration

Eine Baustelle der ganz besonderen Art fand sich im letzten Sommer in Hallein. Hier hatte die Künstlergruppe \"agens“ ihre \"Integrationsweltkugel“ errichtet. Der österreichische Baufarbenhersteller Synthesa beteiligte sich als Sponsor und stellte den Künstlern Farbmaterial zur Verfügung.
Bei der Integrationsweltkugel geht es um die Integration von Randgruppen. An 61 Orten rund um die Welt sollen in den nächsten 10 Jahren Kugeln nach diesem Vorbild entstehen - mit jeweils 61 Bildern zum brisanten Thema Integration. So wollen die Linzer Konzeptkünstler der Künstlergruppe \"agens“, Herbert Kalleitner, Susi Müller und Eugen Hofbauer, eine Kommunikationsplattform zwischen Bevölkerung, Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur schaffen, die das friedliche Zusammenleben Menschen verschiedenster Nationalitäten, Sprachen und Religionen fördert und als positives Beispiel gegen Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung steht.

Die erste Weltkugel dieser Art stand im Vorjahr in Linz. Für das zweite Projekt wurde ein Atelier im Sonderpädagogischen Zentrum in der Halleiner Griesmeisterstraße eingerichtet. An der Malaktion wurden auch Kinder des Zentrums beteiligt. Insgesamt 40 Künstler und Mitwirkende schufen 61 neue Gemälde in der Größe von 3 x 3 Metern, die dann mittels Drehleiter der Halleiner Feuerwehr am Metallgerippe der 13,5 Meter hohen Kugel befestigt wurden. Dass es bei der Montage auf der Halleiner Pernerinsel gleich in Strömen regnete kann nur eine Aufforderung an weitere Sponsoren sein, die Künstler mit ihrem sozialpolitischen Engagement nicht im Regen stehen zu lassen. Die Farben von Synthesa erhielten hier jedenfalls gleich ihre Wassertaufe.
Die nächsten Integrationsweltkugeln sollen noch in diesem Herbst in Mexiko City und 2008 in Zagreb, Mailand, Brüssel, Berlin, Bern, Peking, Krakau u.s.w. errichtet werden.

Mehr über das Integrationsprojekt der Künstlergruppe \"agens“ unter www.integrationsweltkugel.eu

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Schwäche und Opportunität

Zuhören und Lesen kennzeichnen im Dreiklang mit Erfahrung und Reflexion einen äußerlich passiv wirkenden, innerlich aber höchst aktiven Zustand, der überraschende Ergebnisse hervorbringen kann. Eine solche Inspiration bekam ich beim Lesen des Beitrages von John Humphreys. Es geht in diesem um die SWOT-Analyse (Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats) und innerhalb dieser besonders um die Frage, warum sich Praxis und Theorie so wenig mit den Schwächen beschäftigen.Schlecht geführte Unternehmen sind nicht immer schlechte Unternehmen, denn Sie sind immerhin noch am Markt tätig und können in gar nicht so wenigen Fällen durch den Abbau bzw. die Kompensation oder das Ausscheiden von Schwächen zu guten Unternehmen gemacht werden. Dazu ist es aber erforderlich, dass sich jemand, es könnte ein beginnender Impact Manager sein, mit diesem Bereich, zuerst unbedankt und dann immer stärker bedankt, auseinandersetzt.
Wir brauchen in Unternehmen nicht nur Stärkenstärker sondern auch Schwächenabbauer und Schwächenkompensierer. Dies auch deshalb, weil Stärkenstärker immer potenziell auch Schwächenverursacher sind. Kurz gesagt: Ertragstreiber brauchen Aufwandsbremser.
Nicht selten wird, von der Intensität und dem Inhalt her betrachtet, aus einer SWOT-Analyse eine verstümmelte SOT-Analyse. Schwächen sind nicht sexy und zeigen nicht die Stärke, die allgemein von Managern erwartet wird. Daher ist das Ausbreiten eines Schleiers über die Schwächen wahrscheinlicher als eine offene und differenzierte Auseinandersetzung mit diesen. In der betriebswirtschaftlichen und medizinischen Forschung beschäftigt man sich immer intensiver mit der Frage der »Disbalance« als Verursacher von Krankheiten von Unternehmen und Menschen. Für beginnende und schlaue Impact Manager tut sich im Bereich der Schwächen ein weites und erfolgsmächtiges Gestaltungsfeld auf. Es geht nicht um das »Erbsenzählen«, sondern um die Verbesserung der Marktposition von Unternehmen. Schon durch die Erstellung eines »Schwächenkatalogs« können aus einer differenziert durchgeführten Schwächenperspektive neue Einsichten gewonnen werden, die Handlungsnotwendigkeiten begründen. Von wesentlicher Bedeutung ist dabei, dass schon früh mit der Klassifizierung in behebbare und nicht behebbare Schwächen begonnen wird.
Schwächen sind, wenn sie behebbar sind, systematisch abzubauen; wenn sie nicht behebbar, aber operativ und strategisch sinnvoll kompensierbar sind, sind sie bewusst in Kauf zu nehmen. Sind sie das nicht, dann sind die mit unbehebbaren Schwächen behafteten Bereiche aufzugeben. Die bewusste und konsequente Beschäftigung mit Schwächen stellt eine vielfach noch nicht ausreichend genutzte Opportunität zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen dar. Vielleicht ist die Beschäftigung mit Schwächen Ihr »Missing Link« für die Annäherung an die »Business Excellence«.

In der nächsten Glosse werden wir uns mit dem Thema ­»Managementauftrag« befassen.

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