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Mehr als ein Marketing-Hype

Angesichts der Berichte über die euphorische Kundenresonanz bei der Markteinführung des neuen Apple iPhone in den USA schwanken die Reaktionen der Fachleute dieser Tage zwischen Begeisterung, Neid und Relativierung. Loben die einen vor allem das Gerät als revolutionäre Neuentwicklung, sprechen andere von einem Smart-Phone, das nur wenig mehr und manches weniger kann als existierende Geräte. Intensiv kritisiert wird darüber hinaus die exklusive Partnerschaft mit dem Mobilfunkanbieter AT&T als wenig kundenfreundliches und monopolisierendes Bündnis.

Sind die Begeisterungswellen beim US-Verkaufstart des iPhone nun ein amerikanischer Spleen, die vor allem dem trickreichen Marketing-Management des Technologie-Rockstars im Rollkragenpullover Steve Jobs geschuldet sind? Das Beratungsunternehmen Greenwich Consulting ist überzeugt, dass mehr hinter einem möglichen Markterfolg des iPhone steckt und es lohnenswert ist, einen analytischen Blick hinter die emotionalisierten Kulissen zu werfen.

Die gesamte Telekommunikationsindustrie - vom Mobilfunk-Anbieter bis zum traditionellen Handy-Hersteller - propagiert das mobile Internet nun schon seit Jahren, mit nur relativem Erfolg. Obgleich Technologien und Anwendungen durchaus verbessert und anwenderfreundlicher geworden sind, ist dies bei den meisten Käufern offenbar noch nicht ausreichend angekommen. Die Geräte erscheinen nach wie vor schwierig zu bedienen, die Produkt- und Tarifangebote komplex und intransparent.

Die sichtbare iPhone-Strategie von Apple zeigt ein tiefes Verständnis, dass der Erfolg von Multimedia-Produkten vor allem von der Kundenorientierung, Konsistenz und Verständlichkeit der gesamten damit verbundenen Systemlösung abhängt. Grundvoraussetzung für eine hohe Kundenakzeptanz ist demnach ein übergreifendes Paket-Angebot, das die Einzelaspekte Multimedia-Gerät, Preis- und Produktgestaltung sowie den Erfahrungsstand des Nutzers intelligent zusammenführt. Apple hat sein Verständnis dieser Grundzusammenhänge mit dem Erfolg des MP3-Players iPod bereits bewiesen: ein ansprechendes Gerät wurde mit dem nutzerfreundlichen Internet-Service iTunes und einem cleveren Preismodell (0,99 Dollar je Musikstück) verbunden.

Gewonnen hat hier nicht das beste Gerät, auch nicht der niedrigste Preis, gewonnen hat die beste Kombination der relevanten Aspekte. Auch in der Welt der mobilen Multimedia-Anwendungen gibt es bereits einen Vorläufer, der das Erfolgspotenzial bei Einhaltung dieses Marktprinzips zeigt: I-Mode, der weltweit erfolgreichste Portaldienst für Mobiltelefone des japanischen Anbieters NTT Docomo - gestartet bereits in 1999.

Auch wenn der Retail-Preis für das iPhone mit 500 bis 600 Dollar vergleichsweise hoch ist geht Greenwich Consulting davon aus, dass die von Apple gemeinsam mit AT&T offerierte Produktplattform die wichtigsten Elemente für eine nachhaltige Erfolgsgeschichte vereint. Für das Erreichen der beiden von Apple-Chef Steve Jobs vorgegebenen Ziele - 10 Millionen verkaufte iPhones bis Ende 2008 und Wahrnehmung des mobilen Internet-Angebots als bestes seiner Klasse - bestehen gute Voraussetzungen:

  • Ein attraktives Gerät, das ansprechendes Design mit einer starken Marke verbindet - zweifellos eine wichtige Voraussetzung, um den iPod-Erfolg zu wiederholen.
  • Eine komplette technologische Plattform, die integrierte Angebote bruchlos verbindet - zugegeben: die meisten iPhone-Funktionalitäten, seien es Musik, Mail, Internet-Zugang etc., können auch durch andere Smart-Phones geboten werden, jedoch nicht derart eng kombiniert mit den etablierten und populären Web-Angebote wie beispielsweise iTunes oder YouTube.
  • Eine verbesserte Anwendbarkeit - hier liegt der höchste Anspruch an die Fähigkeiten des iPhones, schließlich wird die Nutzung vergleichbarer Smart-Phones immer noch als kompliziert und wenig intuitiv wahrgenommen; das iPhone setzt hier konsequent auf Touch-Screen-Technologie, um den Zeitbedarf bei der Anwendung und Dateneingabe zu minimieren.
  • Ein intelligentes und konsistentes Preismodell, unter anderen auf Basis einer Daten-Flatrate; verantwortlich dafür ist zunächst einmal im US-Markt AT&T - zwar sind solche Flatrate-Modelle nicht revolutionär, für den Erfolg des Gesamtpakets ist gleichwohl der unbegrenzte Zugang zu E-Mailing- und Internet-Anwendungen eine wichtige Voraussetzung, um die Nutzung und damit den damit verbundenen Datentransfer bis hin zu Internetkäufen nachhaltig zu steigern.
Insbesondere die exklusive Zusammenarbeit von Apple mit AT&T wird dabei als wenig kundenfreundlich kritisiert. Tatsächlich erstaunt dieser Ansatz durch Apple, angesichts der durch Steve Jobs oftmals geringschätzig charakterisierten Telekommunikationsunternehmen, die viel von Datenübertragung, aber wenig vom Kunden verstünden.
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Neuer Leiter

\"Unser ERP und CRM Bereich Microsoft Business Solutions war in den letzten Jahren der klare Wachstumskaiser bei Microsoft österreich. Es freut mich, dass wir für die künftige Leitung dieses Bereichs Manfred Bayer-Lemerz gewinnen konnten. Damit besetzen wir erneut eine leitende Position aus den eigenen Reihen. Das ist ein gutes Beispiel für die Qualität unserer Mitarbeiter sowie die Karrierechancen bei Microsoft österreich“, erklärt Herbert Schweiger, Geschäftsführer von Microsoft österreich.

Manfred Bayer-Lemerz, 39, begann seine berufliche Laufbahn nach der Ausbildung an der Höheren technischen Bundeslehranstalt für Nachrichtentechnik in Wien als Netzwerkadministrator und Softwareentwickler bei der Microplan VertriebsgesmbH und der SPP GmbH. Sein nächster Karriereschritt führte ihn als geschäftsführender Gesellschafter zur Standard Software VertriebsgesmbH, wo er für den Vertrieb verantwortlich zeichnete. Zu Microsoft österreich wechselte Bayer-Lemerz im Herbst 2004 und wurde 2005 Vertriebsleiter bei Microsoft Business Solutions. \"Für mich bietet die neue Herausforderung als Leiter des Bereichs Microsoft Business Solutions die Chance, diesen Wachstumsbereich weiterhin mit innovativen Produkten für KMU und einem Fokus auf starke Partner weiterzuführen“, beschreibt Manfred Bayer Lemerz seine Zielsetzung für seine neue Position.

In seiner Freizeit spielt der vierfache Vater Golf und hat eine Leidenschaft für Motorräder und Reisen. Der bisherige Leiter des Bereichs Microsoft Business Solutions, Martin Runge, verlässt Microsoft österreich und wechselt in ein anderes Unternehmen.

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Geglückter Aufbruch

Saint-Gobain Weber Terranova möchte in österreich bis 2011 zum führenden Anbieter im Bereich der Fassadensanierung und Fassadenrenovierung werden. »Unsere Strategie ist langfris-tig, trotzdem sind wir jetzt deutlich weiter als gedacht«, gibt sich Geschäftsführer Rüdiger Vogel zufrieden. Nicht nur bei den Zahlen habe man deutlich zugelegt. »Wir werden als Wettbewerber anders wahrgenommen«, betont Vogel. Mitte Februar widmete sich das Unternehmen auf der Wiener Messe Bauen & Energie der Problematik der Schimmelbildung in Wohnräumen. österreichweit wurden rund 200 Verarbeiter in den Bereichen Betonkosmetik, Unterputze und Kalkputze geschult. Auch als Sponsor des 22. Wiener Stadterneuerungspreises sowie des internationales Kongresses »Instandhaltung, Reparatur und Sanierung von Altbauten« Ende Juni ist Weber Terranova in Erscheinung getreten. Kurz vor Abschluss stehen die Arbeiten zu einem speziellen Schulungsprogramm für die Fassadensanierung, mit dem Weber ab Jänner 2008 Verarbeitern vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten bieten will. Die großen Schwachstellen in der Verarbeitung ortet Vogel in der Analyse auf der Baustelle. Weitere Probleme gebe es mit falscher Anwendung und bei den Schnittstellen der Gewerke. Um diese Probleme für die handwerkliche Folgegeneration zu reduzieren, unterstützt Weber Terranova auch die schulische Ausbildung. Freilich will man damit auch die eigenen Produkte in den Köpfen der Auszubildenden verankern, was in anderen Branchen, etwa bei den Softwareherstellern, längst üblich ist. »Die Markenpositionierung in der Baustoffindustrie beginnt allgemein zu spät«, meint Vogel. Er ist der Meinung, dass sich die Branche völlig gewandelt habe. »Vor zehn oder fünfzehn Jahren wurde fast ausschließlich über die Technik verkauft, heute fast ausschließlich über den Preis«, erklärt er.
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Ungetrübte Sicht

Die Bewertung von Sichtbetonoberflächen führt nicht selten zu Uneinigkeiten zwischen Bauherrn und Ausführenden. Häufig spielt dabei die Porigkeit der Oberfläche eine große Rolle, deren Entstehung durch diverse Faktoren beeinflusst wird. Doka versucht zusammen mit Wacker die beiden Einflussgrößen Schalung und Betonverdichtung zu optimieren und unterstützte daher ein Forscherteam aus Baumaschinentechnikern der TU Dresden, Bildverarbeitern der Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e.V. Berlin und Baustoffspezialisten der TU Berlin bei der Entwicklung einer optoelektronischen Betonbildanalyse. Dabei wird der Sichtbeton hochauflösend digital fotografiert und anschließend elektronisch ausgewertet. Mit dieser neuen Technik soll die Bewertung von Sichtbetonober-flächen künftig schneller und vor allem objektiver verlaufen. Das Verfahren zur bildgestützten Bewertung von Sichtbetonober-flächen gewann zuletzt den bauma-Innovationspreis der Deutschen Bauwirtschaft in der Kategorie 4 »Zukunftsweisendes Forschungsergebnis zur Anwendung in der Bauwirtschaft«.
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Neuer Marketingleiter bei IVM

Die Leitung des gesamten Marketing einschließlich dem Bereich der klassischen Werbung ist eine neu geschaffene Position, Gressl soll den Auftritt von IVM verstärken und erweitern. \"Ich möchte die Bekanntheit von IVM deutlich heben, und zwar nicht nur bei unseren Kunden aus der Industrie, sondern auch bei jungen Technikern, die wir als Bewerber und Mitarbeiter gewinnen wollen“, erklärt Gressl. \"IVM ist ein Unternehmen aus der Technik, gerade deshalb soll die \"Komponente Mensch\" im Mittelpunkt unseres Auftritts stehen.“

Gressl stammt aus Graz und übersiedelte für das Studium nach Wien. Er begann ein Publizistik-Studium und wechselte dann an die Wirtschaftsuniversität, wo er den Lehrgang für Werbung und Verkauf absolvierte. Der erste Job führte ihn ins Wiener Design-Hotel \"Triest“ in den Verkaufsbereich. Die nächste berufliche Station hieß bereits IVM, wo er als Assistent der Campus-Leitung begann und dort, über die Organisation von Schulungen, schließlich in den Bereich Sales \" Marketing vorrückte.

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Wenn Heuschrecken links abbiegen

Nach zehn Jahren Liberalisierung herrscht ein seltsames Gefüge in österreich: Der Incumbent Telekom Austria verliert von Jahr zu Jahr Marktanteile, ist dennoch stärker denn je. Derweil tun sich die alternativen Provider untereinander weh: Der intermodale Wettbewerb gedeiht prächtig, die Mobilfunker überrollen gnadenlos den Festnetzmarkt.

Report: Was ist Ihr Fazit zum ersten Jahrzehnt Telekomliberalisierung? Wie geht es den Betreibern heute?
Berthold Thoma: Die Regulierung ist in diesen Jahren durch drei Phasen gegangen. In der Aufbruchsphase wurde sehr viel getan, um für Wettbewerb zu sorgen. Dann wurden die Modi operandi ausformuliert, um diesen am Laufen zu halten. Nun findet wieder eine Art Remonopolisierung statt: Der Telekom Austria wird erlaubt, Mitbewerber vom Markt zu kaufen. Der marktbeherrschende Incumbent kauft sich Marktanteile in einem Umfeld zurück, in dem keine der Alternativen je in der Lage wäre, den gleichen Preis für ein Unternehmen wie eTel zu bezahlen. Im Festnetzbereich verdienen die Alternativen zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig, um ähnliche Schritte setzen zu können. UPC und Tele2 sind heute die einzig ernst zu nehmenden weiteren Player im Privatkundenbereich am Festnetzmarkt - einem Markt, der zu Liberalisierungsbeginn über 20 relevante Anbieter zählte. Heute sind es nur noch halb so viele, wenn man großzügig die Mobilfunker mitzählt.

Welchen Effekt hat dies auf die Endkunden selbst? Diese sind ja in der Regel nur wenig wechselwillig und interessieren sich kaum für Providerkonstellationen.
Thoma: Aufgrund eines verringerten Wettbewerbs werden sich sicher nicht von heute auf morgen die Preise verdoppeln. Langfristig gesehen wird dies aber passieren. Denn wenn es keinen Wettbewerb gibt, haben Anbieter auch keinen Bedarf, sich zu differenzieren. Nicht nur aber wäre dann der Preisdruck, kosteneffizient zu arbeiten, verschwunden, sondern auch die Innovationslust. Die TA konnte in österreich über viele Jahre wie in einer geschützten Werkstätte agieren. Dadurch musste man nicht viel in Innovation investieren. Auf der anderen Seite haben wir im Mobilfunk schon einen nahezu überwettbewerb, in dem sich die Player dort alles geben, was man sich nur geben kann. Indirekt kommt es dadurch auch zu der einzigartigen Situation in Europa, ein relativ unterentwickeltes Festnetz zu haben. Die Mobilfunker sind wie die Heuschrecken links abgebogen, um nun auf die TA zuzufliegen. Leider Gottes fliegen wir dadurch auch über die Felder unserer Festnetzkollegen im VAT. Die Telekom ist aber nicht entsprechend aufgestellt, um dem Erfolgslauf der Mobilfunker gegenzuhalten. Sie hatte ja nie die Motivation dazu. Nehmen Sie andere Länder wie etwa Großbritannien als Beispiel: Dort haben die Mobilfunker noch nicht einmal groß HSDPA eingeführt, da dort eine völlig andere Segmentierung herrscht. Für unsere Hutchison-Schwester in UK ist mobiles Breitband bei den dort vorhandenen Bandbreitenstandards und günstigen Festnetzpreisen überhaupt kein Businessmodell. »This is an unique position you have in Austria«, sagen sie.
Hätte man in diesen zehn Jahren der Liberalisierung einen härteren Wettbewerb zugelassen, hätte man den Alternativen größere Margen gegönnt, dann hätte sich auch der Festnetzmarkt ganz anders entwickelt. Und das nicht nur preislich, denn Wettbewerb heißt auch Servicequalität, Innovation und Leistungsfähigkeit. Im Mobilfunk dagegen hat zwischen dem Anbieter mobilkom und den neuen Providern ein regelrechter Innovationswettlauf stattgefunden. Bei UMTS war damals spannend, wer, wann und wo als erster Anbieter starten wird. Das Gleiche konnte man bei HSDPA vor gut einem Jahr beobachten. Da haben sich die Anbieter schon mit Pressemeldungen zum Marktstart ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert.

Ist folglich mit jedem Eintritt eines neuen Mobilfunkers der Markt belebt und angekurbelt worden?
Thoma: Ja, das sehe ich so. Man kann natürlich darüber diskutieren, ob es sinnvoll war, derart viele Anbieter hintereinander in den Markt zu hetzen. Aber ich bin der Letzte, der sich darüber beklagen sollte.

Bei aller Liberalisierung und auch den herrschenden Marktanteilen im Mobilfunk heute: Hier scheint die Regulierung gut funktioniert zu haben.
Thoma: Ja und nein. Auch die mobilkom ist immer bevorzugt geworden. Sie hat ausgehend von ihrem Marktstart die bei weitem höchsten Summen an Terminierungsentgelten vom Mitbewerb gezahlt bekommen. Und sie sitzt noch immer auf knapp der Hälfte des Gesamtumsatzes des Mobilfunkmarkts. Auch im Mobilfunk wollen die Alternativen fair und konsistent reguliert werden. Fair heißt, dass wir eine Chance am Markt haben, uns durchzusetzen - und nicht nur als Alibi für die Wettbewerbskommission in Brüssel gelten. Eine konsistente Regulierung soll auch wieder eine gewisse Investitionssicherheit geben. Man hat in der Vergangenheit immer wieder erlebt, dass für uns nicht nachvollziehbar plötzlich änderungen zugunsten einzelner Marktteilnehmer passiert waren. Da wurden Prinzipien über Nacht plötzlich geändert.
Jan Engelberger: Laut einer Studie, die die Entgelt- und Kostenrechnungen der Regulierungsbehörde in den einzelnen Stufen der Wertschöpfungskette untersucht hat, gibt es in österreich zwar eine relativ konsistente Regulierung bei Festnetzsprachminuten, beim Festnetzanschluss selbst aber liegen die von Telekom Austria angebotenen Endkundentarife im Einsteigersegment so niedrig, dass Alternativen mit dem Vorleistungspreis über Wholesale oder Entbündelung schlicht und einfach nicht konkurrieren können. Im Breitbandbereich ist dies noch einmal verstärkt, da dort von der TA zusätzliche Services am Endkundenmarkt angeboten werden, die am Vorleistungsmarkt für die Alternativen gar nicht erhältlich sind.

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Vorreiter aus der zweiten Reihe

Report: Sehen auch Sie die IT-Branche derzeit in einer großen Erholungsphase?
Dagmar Niedereder: Ich habe die IT nie so am Boden gesehen, wie sie oft dargestellt wurde. Es gab wohl eine Saure-Gurken-Zeit, in der der Kundenstock nicht weiter groß aufgebaut werden konnte. Die Phase des Kundenwachstums ist nun aber wieder zurückgekehrt. Freilich mit Unterschieden: Um das Jahr 2000 umfasste der Investitionszyklus in der IT-Branche meist noch drei bis fünf Jahre, dann trat ein Investitionsstopp bei vielen Unternehmen ein. In den letzten Jahren sind die Anforderungen an die IT aber wieder massiv gestiegen, daher müssen heute viele IT-Landschaften erneuert werden. Der erste große Run auf neue Netzwerktechnologie hat sich gelegt. Heute überdenken Kunden noch eingehender ihre Investitionen - das ist zu respektieren. Die Produktzyklen im Netzwerkbereich werden immer länger, und die ganz großen Neuerungen werden weniger.

Wo steht 3Com heute?
Für uns ist das Geschäftsjahr 2007 sehr gut verlaufen. Wir gelten weltweit als Nummer zwei im Netzwerkgeschäft und haben seit dem Jahr 2000 eine vier bis fünfmal bessere Marktpenetration und ausgelieferte Port-Stückzahlen. Man muss dies bewusst vom Umsatzwachstum unterscheiden, das aufgrund der herrschenden Preisspirale nicht in dieser Größenordnung gestiegen ist. Dennoch sind die Geschäfte profitabel. Wir bieten ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und können gleichzeitig mit unserem Produktportfolio weiter in die Breite gehen.

In österreich treten Sie vor allem im Vertrieb auf. Betreibt 3Com hier auch Lösungsgeschäft?
3Com betreibt das Verkaufsgeschäft nicht direkt, sondern wickelt dies über Partner wie IBM, Siemens, Kapsch, Syscom, ACP, ITM Group aber auch kleinere wie Pürk, Toolbox in der Steiermark oder JT Computer in Eisenstadt ab. Wir sind einer der wenigen Hersteller, die echte Enterprise-to-Enterprise-Lösungen anbieten können - vergleichbar mit Cisco - und sind gut bei Unternehmen, die über viele Branchoffices verfügen, aufgestellt. Eine der größten Kunden in österreich ist die öBB, deren Lösung immerhin 100.000 Ports umfasst. Dort wurde ein Teil der LAN-Infrastruktur drahtlos umgesetzt, WLAN-Lösungen finden sich auch bei der Steiermärkischen Landesregierung und dem Kunsthistorischen Museum. Gebäude und Gegebenheiten wurden dort von unseren IT-Spezialisten auf Herz und Nieren getestet. Aus gutem Grund: Im Netzwerkbereich sind keine Boxen sondern Lösungen gefragt.

Wie lässt sich der übermächtige Marktführer Cisco im Netzwerkbereich schlagen? Schaffen Sie das über den Preis?
Nicht über den Preis alleine, doch beobachten wir zunehmend, dass auch auf Enterpriseebene die Kostenrechnung entscheidet. Bestes Beispiel dafür ist die Firma Keba in Oberösterreich. Dort wurden große Enterpriseprodukte von 3Com-Geräten im Dezember erfolgreich über Nacht abgelöst: Freitagabend wurden die Geräte getauscht, Samstag bereits die neuen verwendet.

Mit welchen Mitteln kann 3Com gegen die Marktmacht Ciscos ankommen?
Wir sind nicht die Nummer eins im Marketing, haben in unserer Vorreiterrolle aber viel für die Netzwerk- und IT-Welt geschaffen. Trotz des Risikos, dass beim Einschlagen neuer Richtungen zwangsläufig eingegangen wird, hat 3Com stets maßgeblich Innovationen und Trends setzen können. Wir haben den Netzwerkstandard Ethernet erfunden und mitbegründet und hatten 1998 in den USA und ein Jahr später in Europa als erster Hersteller bereits H.323-Lösungen im Angebot. 2002 wurde von uns die weltweit erste SIP-Lösung auf den Markt gebracht - zu einem Zeitpunkt, als noch viele daran zweifelten, dass sich SIP durchsetzen wird.

Welche Trends sehen Sie im Netzwerkbereich für die nächsten Monate?
Die SIP-Integration im Voicebereich ist zu einer strategischen Angelegenheit geworden. 3Com hatte schon vor acht Jahren Nebenstellenanlagen mit H.323-Funktionalität gelauncht, seit Ende 2006 ist es auch möglich weitere Technologien wie SIP parallel zu integrieren. Den Firmen bietet dies den nötigen Investitionsschutz bei Neuanschaffungen.
Netzwerksecurity ist ebenfalls ein großes Thema in der Branche. Intrusion Prevention etwa ermöglicht Netzwerksicherheit nach außen und innen, in dem sie bereits außerhalb des Netzwerkes den Verkehr vorfiltert. Störungen oder Angriffe können so möglichst weit vom Client entfernt erkannt und geblockt werden. Es lässt sich hier auch ein Paradigmenwechsel beobachten: wurden früher bei den Patchdays der Softwarehersteller die Löcher in den Unternehmensnetzen ressourcenaufwändig gestopft, setzt man mit Intrusion Prevention auf das zeitlich- und technisch unabhängige Blocken von Gefahren.
Weiters stoßen wir mit dem neuen Thema \"Open Services Networking\" mehr und mehr ins Herz der IT vor. Das Netz an sich wird hier nicht nur anhand seiner Bandbreiten und den Paketen definiert, die von A nach B verschickt werden, sondern auch durch die Applikationen, die zur Verfügung gestellt werden. Ein erster Schritt bei 3Com ist nun das Aufbringen des Application Monitoring direkt auf den Switch. In Zukunft wird dies bei vielen Netzpunkten mehr, wie etwa Telefone oder IP-Clients, geschehen. Mit dem Open Service Networking von 3Com gibt es auch erstmals eine adäquate Lösung und die Möglichkeit, auf einer Linux-basierten Plattform die Technik von verschiedenen Anbietern zu integrieren und so neue Services im eigenen Netzwerk zu aktivieren. Die Vorteile für das Unternehmen: Kostensenkung, höhere Flexibilität und die einfache Implementierung verschiedener Anbieter.

Andere Hersteller verfolgen die gleiche Idee, die Netzwerkintelligenz in die Breite zu bringen.
Wir aber liefern die Software auf Open-Source-Basis. Damit können individuell erstellte Programme jederzeit auf unsere Module aufgespielt und getestet werden. Wir haben eine Philosophie der offenen Standards, der offenen Technologien. Wenn ein Unternehmen sich auf nur einen einzigen Hersteller versteift, so wartet man ja nur dauernd auf neue Releases und Funktionalitäten - ist diesem einen Hersteller praktisch ausgeliefert.

Im Jahr 2003 wurde mit dem chinesischen Netzwerkausrüster Huawei ein Joint Venture gegründet. Wie steht es mit den Avancen in Asien heute?
3Com hielt an dem gemeinsamen Unternehmen anfangs 49 Prozent, Huawei 51 Prozent. Dieser Einsteig in den chinesischen Markt von Null auf Hundert - Ende 2006 war 3Com bereits Alleineigentümer von H-3C - war sehr erfolgreich. Im gesamten asiatischen Markt ist H-3C nun als 3Com-Marke installiert, fast 3000 der insgesamt 4500 Beschäftigten dort sind in der Forschung und der Entwicklung tätig. Dies zeigt einmal mehr unseren Fokus: 3Com ist ein technologiegetriebenes Unternehmen. Wir befinden uns im Ranking jener Unternehmen mit den meisten Patentanmeldungen an prominenter Position beispielsweise auch weit vor Cisco. Mit H-3C lässt sich mittlerweile auch eine perfekte Ressourcenverteilung umsetzen: Knowhow und Patente können mit der günstigen Arbeitskraft in China effektiv in Produkte und Lösungen umgesetzt werden. 3Com hat heute 1300 Patente in der Schublade, die bereit sind für den Marktstart. Der geniale Schachzug der Partnerschaft mit Huawei ermöglichte uns heute einen Marktanteil im Switchbereich von bereits 20 Prozent in China - gleichauf mit Cisco.

Die Firma
3Com, deren Gründer Robert Metcalfe als Erfinder des Netzwerkstandards Ethernet gilt, ist heute die Nummer zwei im Switchgeschäft hinter dem unangefochtenen Marktführer Cisco. Die Carriersparte wurde vor Jahren verkauft, mit H-3C, dem Joint Venture mit Huawei, wurde die Entwicklung von Backbonearchitektur forciert. Im Finanzjahr 2006 machte 3Com umgerechnet 650 Mio. Euro Umsatz und hat derzeit knapp über 1500 Mitarbeiter weltweit. Der Name 3Com setzt sich aus den Worten \"Computers, Communication and Compatibility\" zusammen. Das Portfolio umfasst Backboneswitches, Wireless Switches, Routers, Security- und VoIP-Lösungen für Unternehmensgrößen von Enterprise und KMU bis auf SoHo-Ebene hinunter.
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Collin Trust Award für Helmut List

List befindet sich in bester Preisträger-Gesellschaft. In der Vergangenheit wurden mit diesem Preis hochrangige Persönlichkeiten wie z.B. Jürgen Hubbert von der DaimlerChrysler AG ausgezeichnet. Anläßlich der Verleihung hielt List einen vielbeachteten Vortrag zum Thema künftige Treibstoffe mit dem Titel \"Fuel for Tomorrow - Futur Availability and Acceptability of World Energy Resources suitable for the Marine, PowerGeneration and Locomotive Applications.\
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Auf der überholspur

Steigende Wachstumsraten und riesige Absatzmärkte machen China zum Superstar am internationalen Wirtschaftsbankett. Und das branchenübergreifend, China mischt in allen Sektoren mit. Davon ist Indien noch weit entfernt. Während China ein umfassendes Portfolio zugestanden wird, wird Indien meist auf die Bereiche IT und Services reduziert. Als attraktiven Produktionsstandort hat Indien derzeit kaum jemand auf der Rechnung. Das könnte sich bald ändern, denn die produzierende Industrie Indiens legt derzeit einen ordentlichen Zwischenspurt hin. Ein internationales Symposium von Deloitte und der Indian School of Business kommt zu dem Ergebnis, dass Indien als Produktionsstandort über enorme Stärken verfügt - und einige Schwächen. Zu den Stärken zählen die attraktiven Kostenstrukturen sowie die gut ausgebildeten Arbeitskräfte, als Schwäche wird vor allem die unzureichende Infrastruktur genannt. Das Fazit des Symposiums ist aber dennoch eindeutig: »Die Zeichen für Indien als Produktionsstandort stehen auf Wachstum.«
Denn seit der Liberalisierung der indischen Märkte zu Beginn der 90er-Jahre und der öffnung für ausländisches Kapital entwickelt das Land seinen Produktionssektor kontinuierlich weiter. »Wenn es Indien gelingt, seine Produktionskapazitäten und -methoden innovativ und intelligent auszubauen, könnte es zum globalen Vorreiter werden«, prognostiziert Dirk Rathmann, Indian Desk von Deloitte. Dafür müsse Indien aber quantitativ erheblich zulegen. »Der Anteil der Produktion am Bruttosozialprodukt beträgt derzeit 17 Prozent, dieser muss mittelfristig auf mindestens 30 Prozent steigen.« Um dieses Wachstum zu forcieren, muss Indien neben der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und Branchen die gesamte Nationalökonomie fördern. Dazu zählen die Nutzung der Humanressourcen, die Unterstützung ausländischer Investoren und vor allem die strategische Positionierung indischer Produzenten innerhalb der modularen Wertschöpfungsketten multinationaler Unternehmen. Auch die geografische Lage Indiens als Drehscheibe zwischen Australien, Asien und Europa sollte stärker eingesetzt werden, so die Meinung der Experten. Aufholbedarf sehen sie neben der Infrastruktur insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung sowie in der Prozessoptimierung.
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Ratgeber zum Web

Teams koordinieren, Projekte dokumentieren oder Kunden binden: Web-2.0-Instrumente lassen sich im Geschäftsleben vielseitig einsetzen. Gerade kleine und mittlere Unternehmen haben oft weder das Budget noch das Personal für große Softwarelösungen. Hier kommt Web 2.0 auf den Plan, ist der Dornbirner Web-Experte Mark Buzinkay überzeugt: \"Viele Dienste sind kaum von Profiwerkzeugen zu unterscheiden. Und das Gute: Die meisten Werkzeuge sind kostenlos oder sehr günstig zu bekommen.\
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