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Flächen zum Abheben

Am Flughafen Wien Schwechat kommen noch heuer rund 9.500 Quadratmeter Shopping und Gastronomieflächen zur Vergabe. Die 100-Prozent-Tochter der Flughafen AG VIE Shops Entwicklungs- und Betriebsges.m.b.H, deren Unternehmensgegenstand auf dem Papier die Planung, Entwicklung, Vermarktung und der Betrieb von Geschäften ist, hat damit interessanterweise nichts zu tun. \"Die Flughafen AG macht die Vergabe der Flächen selbst“, erklärt der Center-Manager Franz Svoboda. Noch im 2. Quartal wird die Ausschreibung für die heiß begehrten Flächen erfolgen, erklärt er. Gerüchte wonach einer der größten bestehenden Mieter, Rakesch Sardana, fix an Bord ist, stellt Svoboda in Abrede. \"Es gibt keine Erbpacht, die Konzepte der jeweiligen Bieter werden entscheiden“, erklärt er. Sardana dürfte trotzdem gute Karten haben. Er ist ein Freund des niederösterreichischen Wirtschaftslandesrats Ernest Gabmann. Zudem hat der Flughafen mit Sardana noch eine Rechnung offen.
Der frühere Airport-Vorstand Kurt Waniek hatte den gebürtigen Inder ziemlich grob aus einigen Geschäften am Flughafen verdrängt, was der nunmehrige Vorstand wieder gutmachen wollte. Da aber einige Shops unwiederbringlich vergeben sind, sollte im neuen Terminal für Ausgleich gesorgt werden, glauben Insider zu wissen. Billig wird der Einstieg vermutlich trotzdem nicht. Wie kolportiert wird, steigen Preisvorstellungen des Managements im Wochentakt. In Betrieb gehen soll der Terminal Anfang 2009.
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Anwärter für Gold

Wirtschaftsminister Martin Bartenstein verlieh kürzlich dem scheidenden Verbund-Generaldirektor Hans Haider das Große Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik österreich. Haider sei maßgeblich für den Erfolgskurs des Verbund verantwortlich: »Es ist der Verdienst von Hans Haider und seinem Vorstandsteam, den Verbund aus der Rolle des Monopolanbieters zu einem am Markt erfolgreichen Unternehmen, das sich im Europäischen Wettbewerb hervorragend positionieren konnte, geführt zu haben«, so der Wirtschaftsminister. Tatsächlich ist die Bilanz von Hans Haider nicht so übel: Das Konzernergebnis hat sich seit 1993 von 110 auf zuletzt 501 Millionen Euro fast verfünffacht. Der Börsewert stieg von 1,6 auf 12,4 Milliarden Euro. Der Verbund macht heute rund 60 Prozent seines Umsatzes außerhalb österreichs, was beachtlich ist, da der Verbund die Ostöffnung bislang kaum für Wachstum genutzt hat. Die Auslandsaktivitäten beschränken sich auf Deutschland, Frankreich und Italien sowie seit kurzem auf die Türkei. Wenig bewegt hat der großgewachsene Manager für die Konsolidierung der heimischen E-Wirtschaft, was man freilich nicht ihm allein anlasten kann. Die Politik machte so manche Pläne, wie zuletzt die Fusion mit der OMV, zunichte.
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Der Nationalstaat ist tot...

Auch wenn politische Entscheidungen in der Europäischen Union verstärkt auf supranationaler Ebene getroffen werden, ist der Nationalstaat nach wie vor eine zentrale Einheit, an dessen Stellenwert sich auch in naher Zukunft nichts ändern wird. Auch in Zeiten der Globalisierung bleibt der Nationalstaat die bedeutendste gesellschaftliche Einheit. Zu diesem Ergebnis kommt ein Projekt des österreichischen Wissenschaftsfonds FWF, das die häufig aufgestellten Behauptungen vom Sterben des Staats widerlegt. \"Nationale Identität und Staatsbürgerschaft“ nennt Max Haller vom Soziologischen Institut der Universität Graz sein Projekt. Zum Teil beruht seine Arbeit auf einer umfassenden Auswertung der Daten aus dem \"International Social Survey Program“. Diese zeigt, dass der Nationalstolz in vielen Ländern nach wie vor eine große Rolle spielt. Immer vorne mit dabei ist österreich. In zehn verschiedenen Kategorien - darunter Geschichte, internationaler Stellenwert oder sportliche Erfolge - wurden die patriotischen Gefühle der Bevölkerung abgefragt. Hinter Irland und den Vereinigten Staaten belegt österreich Platz drei. Geht es um den allgemeinen, von speziellen Ereignissen und Errungenschaften losgelösten Nationalstolz, liegt österreich weltweit an erster Stelle. Noch vor den als hurrapatriotisch verschrienen Amerikanern.
Die Studie zeigt, dass sich die Menschen nach wie vor am stärksten mit dem eigenen Staat identifizieren. Nicht mit der Gemeinde, der Region oder dem Staat übergeordnete Einheiten wie der EU. Während sich in der Europäischen Union die Hälfte der Befragten dem eigenen Nationalstaat sehr eng verbunden fühlt, fühlen nur knapp 30 Prozent diese Verbundenheit zu \"Europa“. Damit lässt sich auch die geringe Mobilitätsbereitschaft in Europa erklären. Nur vier Prozent sind bereit, in eine andere Region innerhalb der EU zu ziehen, und für lediglich ein Prozent kommt ein Umzug in ein Land außerhalb von Europa in Frage.

ähnliche Wertvorstellungen
Interessant auch, dass das Zugehörigkeitsgefühl innerhalb der nationalen Grenzen deutlich ausgeprägter ist als innerhalb von grenzübergreifenden Regionen mit ähnlichen Kulturen. Die nahe liegende Vermutung, dass die katholischen Bayern den österreichern ähnlicher sind als den protestantischen Norddeutschen, die zudem von anderer ethnischer-sprachlicher Herkunft sind, ist laut Haller nicht zutreffend. \"Unser Untersuchungen haben gezeigt, dass es genau umgekehrt ist. Dies zeigt, dass die Einheit des Nationalstaates von größerer Bedeutung ist als die darunter liegende Einheit der Region.“Die Studie zeigt, dass die Ansichten der Menschen sehr stark von den staatlichen Strukturen und den innerhalb des nationalen Gefüges dominierenden Wertehaltungen beeinflusst wird. \"Dies wird vor allem dann sichtbar, wenn die Bürger die soziale Gleichheit bzw. Ungleichheit beurteilen soll“, erklärt Haller. In Ländern wie Brasilien mit einer deutlichen und weithin sichtbaren Ungleichheiten, werden diese sehr kritisch bewertet. In den USA, wo der einzelne für sein Schicksal verantwortlich gemacht wird und der Glaube vom individuellen Aufstieg vorherrschend ist, zeigt sich diese kritische Haltung stark abgeschwächt. Den calvinistischen Regeln folgend gilt in den USA immer noch der Grundsatz, dass jeder alles erreichen kann, sofern er nur will und hart genug dafür arbeitet. Schafft er es nicht, trägt er selbst die Schuld, nicht der Staat oder ein Ungleichheit förderndes System. In den USA lebt der Traum \"vom Tellerwäscher zum Millionär“.

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Flüssiger Transport

Im europäischen Güterverkehr gibt es einige Baustellen. Das ist auch der europäischen Kommission bewusst. Schließlich wirken sich überlastungen,Kapazitätsprobleme und Verspätungen nicht nur nachteilig auf Umwelt und Lebensqualität in Europa aus, sie beeinträchtigen auch die Mobilität sowie die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit des Standortes. Jetzt will die EU den Verkehr auf weniger energieintensive, umweltfreundlichere und sicherere Verkehrsträger verlagern. Eine wichtige Rolle soll dabei der Binnenschifffahrt zukommen.

Hohes Potenzial
Auf einer Länge von über 36.000 Kilometern schlängeln sich Wasserstraßen durch Europa und verbinden die wichtigsten Städte und Ballungszentren. Das zentrale Netz erfasst die Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Deutschland und österreich über unzählige Flüsse und Kanäle. Schon im Jahr 2003 belief sich der Gütertransport auf den Wasserstraßen der Europäischen Union auf 125 Milliarden Tonnenkilometer. Der Anteil der Binnenschifffahrt beträgt sieben Prozent des gesamten Binnenverkehrs. Mit Programmen wie Marco Polo II und \"Naiades\" soll dieser Anteil weiter gesteigert werden.
Die Kommission geht davon aus, dass der Güterverkehr in Europa bis 2015 zumindest um ein Drittel anwachsen wird. Dieses Verkehrswachstum geht aktuell einseitig zu Lasten der Straße. Die Folgen sind überlastung und Umweltverschmutzung, deren Kosten sich laut Kommission bis 2010 voraussichtlich verdoppeln und damit auf ein Prozent des jährlichen europäischen BIP ansteigen werden.
Das größte Potenzial ortet die Kommission in der Binnenschifffahrt, die traditionell stark in der Langstreckenbeförderung von Massengut ist. \"In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurden auch mit Erfolg neue Märkte erschlossen, etwa der Hinterlandverkehr mit Seecontainern, wo zweistellige jährliche Zuwachsraten erzielt werden\", heißt es im Europäischen Aktionsprogramm für die Binnenschifffahrt \"Naiades\". Der gesamte Sektor besteht heute aus etwa 12.500 Schiffen, das entspricht einer Ladekapazität von 440.000 LKWs. In manchen Regionen, vor allem im Einzugsgebiet von großen Seehäfen, entfallen schon jetzt rund 40 Prozent des Verkehrs auf die Binnenschifffahrt. Beeindruckende Wachstumszahlen können vor allem Belgien und Frankreich vorweisen: Innerhalb von sieben Jahren konnte Belgien jeweils über 50 Prozent und Frankreich jeweils über 35 Prozent Wachstum bei der Transportleistung erzielen.
Diese Wachstumszahlen können aber nicht über das eigentliche Problem hinwegtäuschen: Das Potenzial der europäischen Binnenschifffahrt ist noch lange nicht ausgeschöpft. Während in den USA alleine die Binnenschifffahrt auf dem Mississippi einen Anteil von zwölf Prozent am Gesamtverkehr verzeichnet, kommt die gesamte EU auf lediglich sechs Prozent. Die Donau als eine der wichtigsten Wasserstraßen Europas verfügt über ein Potenzial, das zu 90 Prozent brach liegt. Reichlich freie Kapazitäten finden sich in der gesamten europäischen Binnenwasserstraßeninfrastruktur.
Mit \"Naiades\" will die Kommission den Hebel ansetzen, um das Potenzial der Binnenschifffahrt auszuschöpfen und bleibt dabei gewohnt schwammig und allgemein: Neue Märkte sollen erschlossen, die unternehmerische Initiative gefördert und die Leistungsfähigkeit der Binnenschifffahrt in Bezug auf Logistik,Umweltfreundlichkeit und Sicherheit erhöht werden. Zudem wird ein europäischer Entwicklungsplan für Ausbau und Unterhaltung vonInfrastruktur und Umschlaganlagen der Binnenwasserstraßen angeregt. Ein am TEN-V-Netz orientierter Plan sollte darauf abzielen, im Einklang mit dem natürlichenWasserhaushalt Engpässe zu beseitigen, und Leitlinien für die Finanzierung und dieFestlegung von Prioritäten enthalten. Das Programm soll bis 2013 umgesetzt werden.

Der Umwelt zu Liebe:
Die Binnenschifffahrt gilt als der umweltfreundlichste Verkehrsträger. Würde der auf die Binnenschifffahrt entfallende Verkehrsanteil über die Straßen fließen, so lägen die Schadstoffemissionen in Europa um mindestens zehn Prozent höher. Auch in Bezug auf die Effektivität ist die Schifffahrt deutlich voraus: Bei gleichem Energieverbrauch kann eine Gütertonne auf der Straße 100 Kilometer, auf der Schiene 300 Kilometer und auf dem Wasserweg 370 Kilometer weit transportiert werden. Ebenfalls unerreicht sind die Transportkapazitäten: ein Schubverband mit 3.700 Tonnen Ladung entspricht 93 Waggons zu 40 Tonnen bzw. 148 Lkw zu 25 Tonnen.

Fokus Donau
Als zweitlängster Fluss Europas verbindet die Donau zehn Anrainerstaaten. Durch den Beitritt der mittel- und osteuropäischen Länder wurde die Donau, in Verbindung mit dem Rhein, zur wichtigen pan-europäischen Transportachse, die sich über 3.500 Kilometer von der Nordsee bis hin zum Schwarzen Meer erstreckt.Im Zeitraum von 1994 bis 2005 hat sich das Gesamtverkehrsaufkommen im österreichischen Donaukorridor mehr als verdoppelt. Die Stärken der Donauschifffahrt sieht Manfred Seitz, Geschäftsführer via Donau, vor allem \"im günstigen Transport, der hohen Zuverlässigkeit, der Sicherheit und Umweltfreundlichkeit sowie in ihrer Fähigkeit, große Mengen auf einmal zu befördern\". Den Großteil des Güterverkehrs auf der Donau machen derzeit die traditionellen Schüttguttransporte Getreide, Erz und Kohle sowie Flüssigguttransporte (vor allem Mineralöl) aus. Der größte Nutzer der Donauschifffahrt ist seit vielen Jahren die voestalpine in Linz. Rund 3,5 Millionen Eisenerz, Kohle und Schrott werden jährlich auf Trockengüterschiffen nach Linz transportiert.
Im Zuge der Aktivitäten der Europäischen Kommission zeigen sich auch die einzelnen Mitgliedsstaaten umtriebig. In österreich soll mit Hilfe des \"Nationalen Aktionsplan Donauschifffahrt\" (NAP) der Gütertransport vermehrt auf die Donau gebracht werden. Durch das Doppelbudget 2007/2008 wurde die Umsetzung des NAP sichergestellt. Vorgesehen ist eine Verbesserung des Fahrwasserverhältnisses im Rahmen des \"Flussbaulichen Gesamtprojekts östlich von Wien\", das die Interessenslagen der Schifffahrt und der ökologie vereinen soll, eine Reduktion der Schleusenrevisionszeiten, die flächendeckende Implementierung von Telematik- und Informationsservices, die Schaffung von Förderprogrammen für die Modernisierung der Flotte, für den weiteren Ausbau der Häfen und für den Aufbau von Container-Liniendiensten sowie der Start eine Info- und Imagekampagne. Mit diesen Maßnahmen soll zumindest eine Verdopplung der aktuell auf der Donau transportierten elf Millionen Tonnen Güter auf 20 bis 30 Millionen Tonnen bis zum Jahr 2015 erreicht werden. Eine Kosten-Nutzen-Analyse ergab, dass durch die umfassende Forcierung der Donauschifffahrt jährlich nahezu fünf Millionen Tonnen von der Straße auf die Wasserstraße verlagert werden können. \"Dadurch könnten jährlich rund 100.000 Tonnen CO2 auf österreichischem Hoheitsgebiet eingespart werden, eine internationale Betrachtung ergibt ein jährliches Einsparungspotenzial von über 400.000 Tonnen CO2\", weiß die zuständige Staatssekretärin Christa Kranzl. Die Gesamtersparnisse an externen Kosten durch Verlagerungseffekte von der Straße auf das Binnenschiff würden bei Umsetzung des gesamten NAP jährlich mindestens 13 Millionen Euro betragen. Eine Umsetzung des NAP würde auch dem wasserseitigen Güterumschlag zu Gute kommen. Im Jahr 2006 ist der wasserseitige Güterumschlag durch ungünstige Rahmenbedingungen wie Hoch- und Niederwasser um 2,9 Prozent gesunken und lag bei 8,1 Millionen Tonnen. Im Jahr 2015 sollen die österreichischen Häfen rund 17,7 Millionen Tonnen umschlagen, so eine im Auftrag der via donau vom österreichischen Institut für Raumplanung (öIR) erstellte Studie. Voraussetzung dafür sind ein fortgesetztes rasches Wirtschaftswachstum sowie die Realisierung des NAP.

Angekündigte Katastrophen
Eine große österreichische Tageszeitung sorgte am Tag der Arbeit für gehörigen Wirbel. \"Schifffahrt schlittert in Katastrophe\" titelte der \"Kurier\". Gezeichnet wurde ein düsteres Bild für die Donauschifffahrt auf Grund der anhaltenden Schönwetterperiode im April. Zitiert wurde Wolfram Mosser, Obmann des Fachverbandes der österreichischen Schifffahrtsunternehmen. \"Die wirtschaftlichen Verluste sind gigantisch\", \"sinkt der Pegel noch um weitere 20 Zentimeter, müssen die Güterschiffe in den Häfen bleiben\" oder \"wir steuern auf eine Katastrophe zu\" waren die markigen Sprüche Mossers.Schon einen Tag später kam die Kehrtwende. In einer ausführlichen Aussendung distanzierte sich Mosser \"vollinhaltlich von den Ausführungen in der gestrigen Kurier-Ausgabe\". Quasi der gesamte Artikel wurde als unrichtig und falsch zitiert bezeichnet bzw. dem Einfallsreichtum des Redakteurs zugeschrieben.Den Verdacht, dass dem Kurier-Redakteur mit seinem Artikel etwas der Gaul durchgegangen war, legen auch die Aussagen von Manfred Seitz nahe. \"Mit Niederwasser können wir schon seit Jahrzehnten gut umgehen.\" Selbst im extrem heißen Sommer 2003, als der Pegel noch 40 Zentimeter tiefer stand, sei die Donauschifffahrt nicht gefährdet gewesen, einzig die Ladung der Schiffe musste reduziert werden.

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Marken mit Wert

Nur selten wird eine Marke so nachhaltig in den Sprachgebrauch übernommen, dass sie zum Synonym für eine ganze Produktsparte avanciert. Tixo ist dieses Kunststück geglückt, sehr zum ärger anderer Klebestreifenproduzenten. Auch der Fön, 1925 von AEG auf den Markt gebracht, steht heute für eine ganze Gattung von Haartrocknern. Manche Produkte schaffen es, durch ihr außergewöhnliches Erscheinungsbild die Aufmerksamkeit der Konsumenten auf sich zu lenken. Die Manner-Schnitten, seit 1907 als Zehnerpackung im charakteristischen Rosa mit einer Abbildung des Stephansdoms auf dem Markt, sind ein solches Beispiel. Auch wenn Details der Verpackung im Laufe des vergangenen Jahrhunderts immer wieder modernisiert wurden - der Farbe und dem Steffl blieb das Wiener Traditionsunternehmen stets treu.
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Erotik der Holzarchitektur

Im neuen \"Sole-Felsen-Bad Gmünd\" spielen die Wellen nicht nur im Wasser sondern auch im Dach. In einem spektakulären Konstruktionskonzept lässt die Graf-Holztechnik die Leimbinder sich verwinden und Wellen schlagen - und breitet dann noch anmutig wie Segeltuch das Dach darüber. Diese beinahe schon erotisch wirkende Dachlandschaft ist die konsequente übertragung der Waldviertler Hügellandschaft in eine Architektur, in die sie sich so perfekt einfügt, als wäre sie ein Teil von ihr.
Um die einzigartige Dachkonstruktion zusätzlich zu dramatisieren, haben die Architekten ganz gezielt mit farbigen Lasuren des Spezialisten Synthesa gearbeitet. Die Dachuntersicht beispielsweise ist in einem warmen Orange gehalten. Es bringt die Sonne in das Bad. In einem spannenden Kontrast dazu stehen die in weiß hervorgehobenen Hauptbinder. Sie unterstreichen die Wellenform des Daches und verleihen dem Bad zusätzlichen Erlebniswert.
Von der Materialseite her erforderten die raumklimatischen Verhältnisse eines Solebades eine auf die Vermeidung von Pilzen und Algen abgestimmte Rezeptur. Deshalb kam \"DANSKE Vakumat-Lasur\" von Synthesa zum Einsatz. Sie wurde für die industrielle Applikation bei Großprojekten entwickelt und in diesem Fall genau auf die Farbwünsche der Architekten abgestimmt.
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Der Weltbürger

Tiefes Aufatmen war Ende Mai in der Münchner Siemens-Zentrale angesagt. In einem überraschungscoup holte Aufsichtsratschef Gerhard Cromme mit Peter Löscher einen Vorstandsvorsitzenden an Bord, auf den nicht die wagemutigsten Hasardeure gewettet hätten. Keiner der vielen klingenden Namen, die in der Gerüchteküche des Top-Managements gehandelt wurden, machte das Rennen, sondern der 49-jährige Pharma-Manager aus Kärnten.Dort, genauer in Villach, ist er zumindest geboren. Inzwischen fand er jedoch bereits in der halben Welt ein Zuhause. Gleich nach dem WU-Abschluss 1985 lockte ihn ein MBA-Stipendium nach Hongkong, worauf er der Heimat gleich für die nächsten 22 Jahre den Rücken kehrte. Zunächst bei der deutschen Kienbaum Consulting Group beschäftigt, wechselte Löscher 1988 zum Pharmakonzern Hoechst. In den folgenden elf Jahren arbeitete er in Deutschland, den USA, Spanien, England und Japan und spricht seither fließend Englisch, Französisch, Spanisch und sogar Japanisch. Als CEO leitete er die Geschicke bei Aventis Pharma, General Electric und zuletzt beim US-Pharmakonzern Merck.
Sein Manko, die schwer gebeutelte Siemens AG nicht von innen zu kennen, ist zugleich sein großer Vorteil. Immerhin wäre da noch die Schmiergeldaffäre aufzuklären - ohne Rücksicht auf Vorgänger und Beteiligte. Daneben sollte Löscher schleunigst die vielfältigen Geschäftsfelder des Elektronikriesen antreiben. Denn die Aktienkurse kletterten nach der Kür Löschers zwar freudig empor, die Geduld der Aktionäre ist aber bekanntlich zeitlich begrenzt. Seine Erfahrung in der Gesundheitsbranche könnte sich in einer Neuorientierung des Konzerns bemerkbar machen. Von diesem Bereich hatte sich auch der scheidende Siemens-Boss Kleinfeld wahre Wunder erhofft. Die hätte das Unternehmen auch bitter nötig.
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Spielerisch gesund

Von Rainer Sigl

Klischees und Vorurteile gibt es zuhauf: Es ist schlecht für die Augen und für die Haltung, führt wegen Bewegungsmangel zu übergewicht, lässt sozial vereinsamen und macht womöglich gar aus friedlichen Teenagern mordlustige Amokläufer. Das junge Medium des elektronischen Spiels am Computer oder der Spielkonsole hat seit jeher mit schlechter PR zu kämpfen, und das, obwohl sich Spielen weltweit immer größerer Beliebtheit erfreut und das Business umsatzmäßig inzwischen längst Hollywood überholt hat. Seit einiger Zeit jedoch ist ein Gegentrend bemerkbar: Spiele werden immer öfter als »Trainingsgeräte« eingesetzt, um sowohl den Geist als auch den Körper fit zu machen - ein Ansatz, der besonders bei Jugendlichen, aber auch bei allen anderen Altersklassen auf Gegenliebe stößt.

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Doppelt ausgezeichnet

Der Verband der österreichischen Baustoffhändler (VBö) führt jährlich gemeinsam mit dem Market-Institut eine Befragung der Baustoff-Fachhändler durch, in welcher die Baustoffindustrien österreichs bewertet werden. Der Präsident des VBö Leonhard Helbich-Poschacher überreichte den Preis für den zweiten Platz an die Wienerberger Geschäftsführer Ch. Weinhapl und H. Klawatsch. Die Spitze bei der Auszeichnung hat unterdessen Wolfgang Reithofer, Chief Executive Officer der Wienerberger AG, erreicht. Er erhielt die höchste Auszeichnung, die österreichs Baustoffhändler zu vergeben haben: den Silberbecher. Damit dankte der Präsident der VöB Reithofer und seinem Team für die langjährige hervorragende Zusammenarbeit mit dem Baustofffachhandel.
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Europa unter Druck

Europa hat es wirklich nicht einfach. Da wird seit Jahren verzweifelt versucht, den Abstand im globalen Wettbewerb zu Japan und den USA zu verringern, schon setzen im Windschatten asiatische Schwellenländer zum überholen an. Dass Europa schön langsam ins Hintertreffen gerät, zeigt sich vor allem bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung. \"Wir müssen die Bedrohung unserer globalen Wettbewerbsfähigkeit erkennen. Vor allem Schwellenländer wie China und Indien haben ihre F&E-Aufwendungen in den vergangenen Jahren stark erhöht, um Marktanteile im High-Tech-Bereich zu gewinnen“, sagt Roland Berger, Gründer und Aufsichtsratschef der gleichnamigen Strategieberatung. Bis 2020 würden voraussichtlich fast 40 Prozent aller weltweiten F&E-Investitionen in China erfolgen. Einen Ausweg aus dieser Misere sieht Berger in Verstärkten F&E-Investitionen von Staat und Unternehmen sowie eine klare Prioritätensetzung, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. \"Nur zunehmende Konzentration auf Innovationen kann die globale Wettbewerbsfähigkeit dieses Kontinents nachhaltig sichern“, rät der Strategieberater, der fünf Formen von unternehmerischer Innovation in den Mittelpunkt rückt.

Produktinnovationen.
Mit der Reife der Technologie steigt der Aufwand für Forschung und Entwicklung. Berger fordert die Unternehmen auf, ihre F&E-Investitionen auf Technologien und Produkte mit hohem Wachsrums- und Leistungspotenzial zu fokussieren. Dies sei vor allem über Kooperationen und Forschungsnetzwerke zu erreichen. Beispiel: Procter & Gamble arbeitet im Rahmen der \"Connect and Development“-Strategie eng mit externen Partnern wie Universitäten und Forschungsinstituten zusammen. Dadurch konnte die F&E-Produktivität seit 2000 um fast 60 Prozent gesteigert werden.

Geschäftsmodellinnovationen.
Der globale Wettbewerb zwingt hoch entwickelte Industrieländer, ihre Unternehmensstrukturen effizienter zu gestalten. Mit neuen Geschäftsmodellen können sich Unternehmen vom Mitbewerb abheben und ein höheres Wachstum generieren. Beispiel: Die Firma Safechem hat ein System zum \"Chemikalien-Leasing entwickelt bei dem der Erzeuger eine gewünschte Substanz zur Verfügung stellt und nach Verwendung zur Aufbereitung zurücknimmt.

Marketinginnovationen.
Reife Technologien nutzen Innovationen vor allem zu Differenzierung. Ein neues Produktdesign, ein innovatives Branding oder kreative Distributionskanäle können laut Berger den entscheidenden Wettbewerbsvorteil schaffen. Beispiel: Paul McCartney vertreibt sein neues Album exklusiv über die Kaffeehauskette Starbucks.

Prozessinnovationen.
Prozessinnovationen sind in einer globalisierten Welt von großer Bedeutung. So führt Berger die Produktivitätssteigerung in den USA gegenüber der EU nach 1996 auf den Einsatz innovativer IT-basierten Arbeitsprozessen zurück. Auch bei Fiat macht man sich Prozessinnovationen zu Nutze: Durch den Einsatz von CAD-basierten Konstruktionsplänen konnte der Bravo sechs Monate früher als geplant auf den Markt gebracht werden.

Strukturinnovationen.
Strukturinnovationen wirken sich nachweislich positiv auf Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum aus. So war es vor allem der rasante Wandel hin zur Dienstleistungsgesellschaft, der den USA in den vergangenen Jahren hohe Wachstumsraten beschert hatte.

Fazit.
Damit Europa im globalen Innovationswettlauf nicht ins Hintertreffen gerät, nimmt Berger Staat und Unternehmen gleichermaßen in die Pflicht. Im staatlichen Bereich fordert Berger eine rasche Umsetzung der Lissabonstrategie, eine Fokussierung auf Bildung und die Förderung von Eliten sowie bessere regulatorische Rahmenbedingungen für F&E. Die Unternehmen fordert er auf, eine Innovationskultur zu begründen, die aus Mitarbeitern Unternehmer macht. \"Es müssen klare Innovationsstrategien definiert und ein professionelles Knowledge Management eingeführt werden. Darüber hinaus müssen funktionsübergreifende und externe Wissensquellen systematisch genutzt werden. Innovationsführerschaft kann letztlich nur durch den berühmten 3-S-Prozess - speed, share, scale - erreicht werden\", sagt Berger.

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