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SMS an Zauberberg

Das von dem österreichischen Mobile-Service-Anbieter Dimoco entwickelte SMS-Liftticket geht in der Skiregion \"Zau[:ber:]g Semmering\" nach einer Testphase nun in den Vollbetrieb und ermöglicht Kunden aller Mobilfunkanbieter Skitickets mit dem Handy zu kaufen. Skifahrer, die Kunden von A1, One, paybox oder T-Mobile sind, können ihr Liftticket ab sofort per SMS bestellen und bezahlen. Neben einer innovativen Reputation für Tourismusgebiete soll \"SMS Liftticket\" vor allen Dingen eine Zeitersparnis für Skifahrer und Seilbahnbetriebe bringen.

\"Nach einem erfolgreichen Pilotversuch freuen wir uns, nun mit SMS Liftticket an den Start gehen zu können“, bestätigt Roland Tauchner, Managing Director von Dimoco und ergänzt: \"Dank unserer Partner den Mobilfunkbetreibern, Skidata und dem Zau[:ber:]g Semmering konnten wir hier ausgezeichnete Entwicklungsarbeit leisten.“Die kontaktlose RFID-Technologie sorgt bei dieser Lösung für den komfortablen Liftzugang. Die Keycards sind vor Ort an der Kasse erhältlich oder zur postalischen übermittlung per Telefon unter 026 64 80 38 sowie per E-Mail bestellbar. Um ein Ticket zu bestellen, schickt der Skifahrer eine SMS mit den Kürzeln des Skigebiets, des Kartentyps, der Tarifkategorie und des SMS Codes von der Key Card an 0828 22 5 22. Die Zahlung erfolgt dabei für A1, One und T-Mobile Kunden über die Handyrechnung - für alle anderen Handykunden mit paybox (Registrierung vorausgesetzt) über Einzug vom Bankkonto. Nach Beendigung des Verfahrens erteilt Dimoco an Skidata die Freigabe. Bei erstmaligem Durchschreiten des Skidata Drehkreuzes wird die Information über das gebuchte Skiticket auf die Keycard übertragen. Voilà: Der Bestell-, Bezahl- und übermittlungsvorgang ist vollzogen.

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Vielseitig, günstig und komfortabel

Belinea ist bekannt für seine preiswerten und dennoch qualitativen Monitore. Die neuen Bildschirme eignen sich für verschiedene Anwendungsgebiete: Während der 1930 S1 aufgrund seines Designs eher für privaten Einsatz, Homeoffice und repräsentative Unternehmensbereiche ist, richtet sich der 1945 G1 in erster Linie an Unternehmen und Behörden. Mit Lift- (Höhenverstellbar), Pivot- (90° drehbar) und Swivel-Funktion (zur Seite schwenkbar) punktet er vor allem in Bezug auf Flexibilität und Ergonomie. Die Modelle sind ab sofort im Fachhandel erhältlich.

Technische Daten:
- 19 Zoll (48,26 Zentimeter)
- TN-Panel
- 8 ms Reaktionszeit
- Kontrastverhältnis: 700:1
- Anschluss analog (D-Sub) und digital (DVI-D)
- 150°/135° (CR > 10:1) Betrachtungswinkel h/v
- Integrierte Lautsprecher

Belinea 1930 S1
Mit einer Reaktionszeit von nur 8 Millisekunden und integrierten Lautsprechern ist der 1930 S1 das geeignete Display für Multimediaanwendungen. Aber auch bei der Bearbeitung von Videoanimationen oder Spielen soll dank TN-Panel-Technologie ein schlierenfreier Verlauf mit guter Bildperformance garantiert sein. Das elegante Design im SilverBlackStyle macht ihn darüber hinaus zum idealen Bildschirm für repräsentative Arbeitsplätze. Ein Kontrastwert von 700:1, der für lebendige Farben und klares Bild sorgt, rundet die Ausstattung ab.
Preis: 299 Euro

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Mehr Daten - mehr Aufwand

Von Daniel AJ Sokolov

Laut IDC steigen die weltweiten Datenmengen von 2006 bis 2010 jedes Jahr um über 50 Prozent. \"Mit dem Datenvolumen wächst auch die Komplexität, sodass die Kosten für das Datenmanagement steigen. Genauer ausgedrückt nimmt die Komplexität der Datenverwaltung logarithmisch mit dem Datenvolumen zu\", schreiben Dave Hitz und James Lau in einem Aufsatz zu den \"Zukunftsperspektiven des Datenmanagements\". Hitz und Lau haben 1992 Network Appliance (NetApp) gegründet und bieten einschlägige Lösungen feil.

Ihre Datenspeicher- und Managementsysteme sind heute in über 5000 Rechenzentren im Einsatz. Das weltgrößte Linux Data Warehouse läuft ebenso auf einem NetApp-System, wie über sechs Millionen Microsoft-Exchange-Arbeitsplätze. Yahoo speichert bis zu 40 Petabyte auf einem System des Anbieters. Nach eigenen Angaben wächst NetApp im Bereich der Storage Attached Networks 15mal schneller als der Gesamtmarkt. Die Zahl der aktuell rund 6500 Mitarbeiter soll noch 2007 auf 10.000 steigen. 2008 möchte NetApp den Konkurrenten IBM überholen und hinter HP und EMC zur Nummer 3 nach Umsatz avancieren. Gemessen am verkauftem Speicherplatz sieht sich NetApp bereits auf Platz 1.

Woher die Daten kommen. \"Unstrukturierte Daten - die Milliarden von Dateien und E-Mails, die nicht in Datenbanken gespeichert sind - sind der größte Wachstumsfaktor. Sie machen ganze 70 bis 80 Prozent der von Unternehmen online gespeicherten Daten aus\", führen die NetApp-Manager aus. Dazu kommen zahlreiche Kopien großer Datenbestände - als Schutz gegen Datenverlust, zur Erfüllung von Compliance-Vorschriften und nicht zuletzt im Bereich der Erprobung neuer Software, wofür riesige Datenbanken oft mehrmals kopiert werden. Auch unbeabsichtigte Vervielfältigungen fallen ins Gewicht - etwa wenn eine Datei an mehrere Empfänger geschickt wird, die wieder Sicherungskopien anfertigen. Wenn dann noch verschiedene Versionen in Umlauf geraten, werden aus einer Datei leicht hunderte.

Da die Preise für Speicherplatz jährlich um etwa 35 Prozent fallen, ist es billiger, Daten \"sicherheitshalber\" aufzuheben, als nicht mehr Erforderliches manuell auszusortieren. Die Kehrseite dieser Medaille ist, dass die Verwaltung der großen Informationsbestände nur noch mit speziellen Tools möglich ist.

Netzwerkstorage statt direkt verbundener Speicher. Diesem Dilemma begegnet die Branche mit Netzwerkstorage-Lösungen wie Network Attached Storage, Storage Area Networks und iSCSI. Direkt mit einem einzelnen Server verbundener Speicher ist in großen Unternehmen zu unflexibel und nicht mehr en vogue. Bei vernetztem Speicher können viele Server über Standardnetzwerkprotokolle gleichzeitig auf Pools von Festplatten zugreifen.

NetApp empfiehlt zusätzlich den Einsatz von Virtualisierungstechnologien. Damit können physisch verschiedene Systeme zu einem virtuellen \"Laufwerk\" zusammengefasst werden. Dieses kann gleichzeitig unterschiedlichen Servern dienen, wenn die verschiedenen Datenbestände mit entsprechenden Prioritäts-Labels versehen wurden. Dadurch kann die Summe der ungenutzten Speicherreserven reduziert werden. Gleichzeitig müssen weniger Systeme betreut werden. Die Marketingabteilung von NetApp bewirbt die eigenen Lösungen mit den \"geringsten Gesamtkosten\" (TCO) und etwa halben Personalkosten pro Terabyte im Vergleich zu Konkurrenzlösungen.

Auch im Bereich der Softwareentwicklung darf demnach Virtualisierung nicht fehlen. Neue Softwarereleases für Datenbanken müssen vor Inbetriebnahme an Kopien der Datenbanken getestet werden. Die Kopiervorgänge sind eine zeit- und speicherplatzraubend Angelegenheit. Mit zwischengeschalteter Virtualisierungstechnologie entfällt das Kopieren. Der zu testenden Software wird die Originaldatenbank nur zum Lesen zur Verfügung gestellt. Alle Schreibvorgänge werden extra gespeichert und anschließend analysiert.

NetApp in Europa
Vor zehn Jahren eröffnete die kalifornische NetApp die ersten drei Büros mit je einem Mitarbeiter in Europa. Sie betreuten zehn Kunden in vier Ländern. Heute werden von Amsterdam aus über 1000 Mitarbeiter in 21 Ländern der EMEA-Region dirigiert. Mehr als 4000 Kunden in 82 Ländern sorgen für gut ein Drittel des Konzernumsatzes. 2006 wurde das regionale Hauptquartier für Osteuropa (ohne Russland) in Wien zusammengezogen.

Auf der ITnT ist NetApp am AVNET-Stand in Halle A vertreten.

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B&R auf Rekordkurs

Das Jahr 2006 brachte B&R einen Gesamtumsatz von 235 Millionen Euro, das entspricht einem Plus von 23 Prozent gegenüber den 190 Millionen im Jahr 2005. \"Wir sind stolz auf diesen Erfolg, der dazu beiträgt, dass B&R seine Position als Innovations- und Technologieführer im Bereich der integrierten Automatisierung weiter festigen konnte“, so Hans Wimmer, Geschäftsführer B&R. Zurückzuführen sei diese Entwicklung neben einer allgemein festzustellenden Marktbelebung insbesondere auf eine weitere Internationalisierung sowie auf ständige Innovationen. Jährlich rund 18 Prozent des Umsatzes investiert B&R in eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.
Auch für die Zukunft hat man im oberösterreichischen Eggelsberg viel vor: \"Wir werden in den kommenden Jahren rund 25 Millionen Euro in neue Produkti-onsflächen investieren und weitere Ar-beitsplätze schaffen\", verspricht Wimmer.
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Be my Valentine

Blumen schenken kann jeder. Das hat sich wohl auch Siemens gedacht und präsentiert pünktlich zum \"Feiertag der Liebe“ - den Valentinstag - das elegante Gigaset SL560. So können sich nicht nur Frischverliebte ständig erreichen. Und welk wird es auch nicht.

Edles Design und neueste Technik
Nur gut dass es nicht rosarot ist. Das neue Schnurlostelefon kommt in edlem Schwarz daher und vereint Design mit moderner Technik. Mit Bluetooth, mehrstimmigen Klingeltönen oder einen großen beleuchteten Display (über 65.000 Farben, 128x160 Pixel) ist das Gigaset SL560 ist so gut ausgestattet wie ein Mobiltelefon. Natürlich dürfen hier auch Funktionen wie Freisprechen oder SMS nicht fehlen.

Darüber hinaus bietet das Telefon zahlreiche Business Features. So lässt sich das umfangreiche Adressbuch zum Beispiel mit bestehenden Kontaktdaten von Microsoft Outlook via Bluetooth synchronisieren. In Kombination mit dem PC-Adapter Gigaset M34 USB ist auch schnurloses Internettelefonieren möglich.
Preis: 139,95 Euro

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Ablöse eines Marktes

Georg Pölzl, Vorsitzender der Geschäftsführung T-Mobile Austria, wechselt offiziell per Ende Februar zur Deutschen Telekom nach Bonn um als Sonderbeauftragter ein konzernweites Effizienzprogramm leiten. De facto engagiert sich Pölzl bereits seit Jänner in seiner neuen Aufgabe. Derzeit pendelt er im Wochenrythmus nach Deutschland. Dem Report gabe er eines seiner letzten Interviews als T-Mobile-Chef.

(+) plus: Was kommt auf die Mobilfunkkunden heuer zu?
Georg Pölzl: Jene Ablöse des Festnetzes durch den Mobilfunk, die wir in der Sprachtelefonie bereits gesehen haben, passiert nun auch in der Datentelefonie. Ich halte das für eine spannende Entwicklung, da im Sprachverkehr zwar die Telefonieminuten in den letzten zehn Jahren gestiegen sind, sich aber die Relation Festnetz zu Mobilfunk völlig gedreht hat. Im Vorjahr wurden bereits 67 Prozent der Sprachminuten über die Mobilfunknetze abgewickelt. In österreich geht es hier um 21 bis 22 Milliarden Minuten, die damit großteils über den Mobilfunk laufen. Beim Internetzugang stehen wir überhaupt erst am Anfang dieser Entwicklung: 2006 hat T-Mobile das erste flächendeckende HSDPA-Netz in österreich realisiert. Dieses schnelle Mobilfunkdatennetz ist bei einer übertragungsgeschwindigkeit von 3,6 Mbit/s in vielen Regionen bereits schneller als das Festnetz.

(+) plus: Die Hersteller bringen immer wieder den Begriff Konvergenz in Spiel. Jetzt sollen die Netze tatsächlich zusammenwachsen, um die Bedürfnisse der Kunden technologieneutral erfüllen zu können.
Pölzl: Es stellt sich die Frage, ob wir hier von Konvergenz oder von Substitution sprechen. Ich persönlich glaube an die Ablöse des Festnetzes in österreich, bin mir aber gleichzeitig bewusst, dass die Entwicklung des Telefoniemarktes hierzulande mit anderen Ländern nicht zu vergleichen ist. In österreich hat die Liberalisierung des Festnetzes nie wirklich funktioniert. Die Regulierungs- und Deregulierungsversuche waren zahnlos, gerade in den letzten Jahren ist kaum eine Entscheidung gefallen, die gegen den Incumbent Telekom Austria gerichtet gewesen wäre. österreich war verglichen mit den anderen europäischen Ländern Schlusslicht in der Liberalisierung des Festnetzes und seitdem wurde sie nur halbherzig durchgeführt. Dadurch hat sich im Festnetz nie ein wirklich funktionierender Wettbewerb aufbauen können, deswegen ist Festnetz in öster­reich im Europavergleich ziemlich teuer. Ganz anders im Mobilfunk, wo sich ein unheimlich effizienter Wettbewerb herausgebildet hat und wir auch europaweit am billigsten sind. Derzeit sehen wir, dass das Festnetz in Wahrheit einen einzigen Mitbewerber hat: den Mobilfunk. Der Mobilfunk ist in österreicher so qualitativ hochwertig und effizient, dass er dem Festnetz bereits den Rang abläuft. Auch ist das T-Mobile-Netz in österreich das leistungsfähigste Hochgeschwindigkeits-UMTS-Netz in der ganzen westlichen Welt. Wir haben in österreich die höchste UMTS-Coverage in der westlichen Welt - Vergleichbares gibt es weder in Eu­ropa noch in den USA. Ich rechne auch 2007 mit einer Verdoppelung der Zahl der Datenkarten für mobiles Breitband, die in österreich im Umlauf sind.

(+) plus: Werden in wenigen Jahren alle Laptops mit Datenkarten versorgt sein?
Pölzl: Es geht sogar über die Laptops hinaus. Sie können heute schon jeden Stand-PC über die USB-Schnittstelle anschließen. Ich persönlich verwende zu Hause unsere Internetzugangsbox »web’n’walk« und habe damit die perfekte Anbindung - ich brauche nichts anderes mehr. Die Box stecke ich dann entweder an meinen Laptop oder an den Stand-PC, der einen Stock tiefer steht. Sogar meine 13-jährige Tochter hat sie problemlos in Betrieb nehmen können.

(+) plus: Ist HSDPA der Grund, dass mobiles Breitband nun abhebt?
Pölzl: Mobiles Breitband hat schon mit UMTS sehr gut funktioniert, doch hat HSDPA die fünffache Geschwindigkeit gebracht. Der zweite Erfolgsfaktor ist die Einfachheit, mit der die Endgeräte für den mobilen Datenzugang eingerichtet sind oder sich einrichten lassen. Vergleichen Sie dies doch einmal mit einem Festnetzanschluss: Wie lange dauert und wie kompliziert ist dort die Einrichtung eines Netzzugangs? Selbst bei einer mühsamen Installation von Software auf dem PC ist die technische Installation eines Festnetzanschlusses damit nicht einmal vergleichbar, hier liegen Welten dazwischen. In Zukunft wird auch die mobile Internetanbindung von Stand-PCs in Sachen Bequemlichkeit nicht zu schlagen sein. Und die Mobilfunkabdeckung wird auch in vielen Inhouse-Bereichen täglich besser.

(+) plus: Was sind die Treiber für die mobile Datennutzung?
Pölzl: Neben dem Siegeszug von Internet und E-Mail werden es Themen wie Mobiles TV und Videotelefonie sein. Hier gibt es die verschiedensten Theorien und Richtungen, die derzeit aber keiner mit absoluter Sicherheit prognostizieren kann. Beim Internet ist man sich hingegen sehr sicher und E-Mail ist bereits neben der Sprachtelefonie zur wichtigsten Kommunikationsform geworden.

(+) plus: Gerade bei TV-Lösungen sehen wir einer Breitbandzukunft entgegen. Die Festnetzbetreiber wollen den Bedürfnissen nach Multimedia mit 100-Mbit-Leitungen und mehr begegnen. Die Mobilfunker werden da vermutlich nicht mithalten können.
Pölzl: Das ist natürlich ein Argument, doch verfügen heute auch kaum Festnetzkunden über solche Anbindungen. Und auch der Mobilfunk hat noch gewaltige Geschwindigkeitspotenziale. Wenn wir von einem Zeitraum von zehn Jahren reden, wie wir es gerade tun, diskutiert man heute schon über die vierte Generation in den Mobilnetzen, wo auch solche Geschwindigkeiten im Mobilfunk darstellbar sein werden. Es wird schwierig sein, immer einen nachhaltigen Bandbreitenvorteil fürs Festnetz zu argumentieren. Dies ist aber auch national sehr unterschiedlich, in anderen Ländern kann die Konkurrenzsituation völlig anders sein. Zum Beispiel bei unserem Nachbarland Deutschland: Dort hat der Wettbewerb im Festnetz die Preise derart nach unten gedrückt, dass das Festnetz noch vor dem Mobilfunk ist.
In österreich haben wir verglichen mit unserem Nachbarland mobil ungefähr das vier- bis fünffache Gesprächsvolumen in Minuten. Die Festnetzsubstitution durch den Mobilfunk beträgt in Deutschland nur rund zwanzig Prozent.

(+) plus: Mit der übernahme von tele.ring durch T-Mobile hatte es in Brüssel Befürchtungen gegeben, dass die Mobilfunkpreise mit dem Wegfall des Herausforderers wieder steigen könnten.
Pölzl: Wir haben immer gesagt, dass diese Befürchtungen unsinnig sind. Es ist schon interessant, wenn man aus 1500 Kilometern Entfernung die heimische Situation hier beurteilen will. Doch muss man fairerweise auch sagen, dass selbsternannte Experten den gleichen Schwachsinn hierzulande verbreitet hatten. Der Wettbewerb in österreich kam durch diesen Kauf natürlich nicht zum Erliegen. Ganz im Gegenteil - für die Wettbewerbsdynamik ist diese Konsolidierung natürlich sehr gut. Der Markt in österreich war im Festnetz immer von der großen Telekom Austria, der Mobilfunkmarkt von der mobilkom dominiert. Es schadet dem Wettbewerb sicher nicht, wenn der mobilkom ein Wettbewerber auf Augenhöhe gegenüber gesetzt wird. Was soll daran schlecht für den Wettbewerb sein, wenn man einem Wettbewerber die Gelegenheit gibt, den Markt auszubauen und Synergien zu nutzen?

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Nach Hype und Enttäuschung kommt Wachstum

Der größte Mobilfunkbetreiber A1 freute sich auch heuer wieder über ein »hervorragendes Weihnachtsgeschäft«. Die mobilkom hält inklusive ihrer Diskonttochter bob derzeit bei rund 3,6 Millionen Kunden und 140.000 Datenkarten - Tendenz steigend. Doch der heimische Markt ist weiter heiß umkämpft: Neue Technologien drängen in die Szene, die Betreiber kämpfen täglich um ihre teuren Positionierungen.

(+) plus: Beginnend mit der Zukunft - wohin bewegt sich das Produktportfolio im Mobilfunk in österreich?
Hannes Ametsreiter: Wir sehen, dass die Telekommunikation immer noch gewaltige Möglichkeiten hat, Wachstumsfelder zu nutzen. Einer dieser Bereiche sind die Datenkarten, der neue Begriff für die persönliche Mobility. Wir stehen jetzt schon vor sehr guten Entwicklungsmöglichkeiten: Bei einer hohen Anzahl an Laptops und PCs am Markt gibt es den wachsenden Wunsch, hier eine Mobilisierung durchzuführen. Was kommt, sind dann Technologien wie HSUPA und übertragungsgeschwindigkeiten von 7,2 Mbit/s. Die Mobilisierung und damit auch ein Gewinn an Flexibilität wird einer der großen Trends sein. Flexibilität heißt: von überall auf das Internet zugreifen zu können.

(+) plus: Den Trend zur Ablöse des Festnetzes durch den Mobilfunk haben wir schon im Sprachbereich erlebt. Kommt dies nun auch im Datenbereich?
Ametsreiter: Es wird eine Ergänzung sein. Es ist unrealistisch zu glauben, dass Mobilfunker eine Standleitung ersetzen können. Diese Bereiche sind ganz klar vom Festnetz belegt. Außerdem wird das Festnetz bei Geschwindigkeit und Stabilität immer die Nase vorne haben. Auf der anderen Seite erleben wir, dass man immer flexibler wird. Wir haben 2,2 Millionen Laptops in österreich, doch wurden insgesamt vielleicht 200.000 Datenkarten verkauft. Hier ist ein Riesenpotenzial von deutlich über zwei Millionen Laptops, die nicht connected sind. Denn ein Notebook ohne Internet ist ziellos: Nur wenn die Nutzer verbunden sind, können sie auch die Möglichkeiten des Internets ausnutzen. Weiters glauben wir, dass Handys im Bereich der Smartphones zunehmend zum mobilen Media Center werden. Entwicklungen wie Fernsehen am Handset mit DVB-H und Musik am Handy - wie es eben Apple wieder vorgestellt hat - werden diese neue Multimedialität definieren.

(+) plus: Bei wie vielen Datenkarten werden wird Ende 2007 stehen?
Ametsreiter: Mit forward looking statements muss ich immer sehr vorsichtig sein. Wir haben aber eine sehr gute Entwicklungsrate bei 200 bis 300 Datenkarten pro Tag. Die­se Rate lässt sich auch für die künftige Entwicklung ablesen. Es ist natürlich die Frage, ob die Dynamik so aufrecht bleibt. Derzeit sehen wir aber ein gutes Wachstum.

(+) plus: Es ist bemerkenswert, dass mit HSDPA tatsächlich mobiles Breitband endlich ins Rollen gekommen ist.
Ametsreiter: Absolut. Wir nehmen auch ganz gerne auf unsere Kappe, dass wir diesen Markt entwickelt und begründet haben.

(+) plus: Wird es ein gemeinsames Breitbandprodukt mit der Festnetzschwes­ter Telekom geben, mit dem der Nutzer wahlweise mobil oder im Festnetz surfen kann?
Ametsreiter: Wir bieten jetzt schon Bündelangebote an - und es wird künftig mehr und mehr gemeinsame Angebote geben. Es wird aber immer am Kunden liegen, was das Richtige für ihn ist, welcher Netzzugang perfekt passt. Hier müssen weiterhin die Zielgruppen klar differenziert und segmentiert werden. Es wird immer Kunden geben, die ausschließlich einen mobilen Datenzugang haben wollen. Es wird jene geben, die das Fest- und Mobilnetz gleichermaßen verwenden - ich selbst bin einer davon. Und es wird eine Gruppe geben, die auf den mobilen Breitbandzugang aus Kapazitäts- und Geschwindigkeitsgründen verzichten kann. Die Betreiber müssen diese Segmente verstehen, um die vorhandenen Technologien und Produkte bestmöglich verwerten zu können.

(+) plus: Die Branchenprognosen deuten auf eine baldige Kundenflexibilität hin, die bald die Diskussionen um die unterschiedlichen Netzzugangsarten obsolet machen wird. Die Wahrnehmung heute sieht aber noch völlig anders aus. Dem Kunden ist die Fülle an Technologien nur schwer kommunizierbar, trotzdem kommt kein Anbieter darum herum.
Ametsreiter: Um dies umzusetzen und zu vermitteln, ist noch einiges an Aufwand nötig. Der Kunde will auch heute schon möglichst wenig überlegen müssen - er will einfach eine Lösung nutzen. Wenn man aber von Lösung spricht, ist das sehr oft E-Mail oder Internet. Hinter diesen Anwendungen kann sich wieder vieles verstecken - ob dies­ nun Musik, Videos oder anderes ist. Was mich fasziniert, sind Portale wie MySpace, die plötzlich in einer noch nie dagewesenen Dimension auftreten. Wir können mit den Smartphones die perfekte Ergänzung dazu bieten. Bei YouTube, MySpace und anderen Community-Websites wie etwa dem Blogging-Bereich geht es immer um die übermittlung von Information. Eine riesige Möglichkeit, hier part of the game zu sein.

(+) plus: Rückblickend haben wir Phasen des Hypes mit Mobile Media erlebt, auf die postwendend die große Ernüchterung gefolgt ist, und phasenweise den Glauben an den einzig zählenden Konkurrenzkampf über die Preisschiene. Erleben wir jetzt wieder eine Rückkehr in einen Optimismus, der glauben lässt, dass Mobilfunk mehr kann, als nur Groschen oder Cent zu zählen?
Ametsreiter: Das Schöne an einer Technologie ist die Tatsache, dass es immer wieder Déjà-vus gibt. Es ist stets dasselbe: zu Beginn der große Hype, dann die Riesenenttäuschung und dann eine realistische, gute Entwicklung. UMTS war dazu fast ein Klassiker: Nach dem Hype und der folgenden großen Niederlage sehen wir nun einen sehr pragmatischen Beginn der Marktentwicklung. Unsere Kunden haben nun endlich eine perfekte Lösung, die sie verwenden können, und sind sehr glücklich mit dieser Entwicklung. Auch mit der Technologie EDGE haben wir vernünftiges mobiles Multimedia. Alles, was mit GPRS darunter war, war aber zu langsam. Wenn auch hier wieder mit Abstrichen: Der erfolgreiche BlackBerry nutzt ja eigentlich nur GPRS. Dieser von vielen bereits totgesagte Standard konnte in neuer Konstellation mit diesem Gerät plötzlich wieder Erfolge einfahren. Doch redet heute niemand mehr über GPRS. Man redet über das Endgerät. Das beweist auch die Kreativität, die abseits der technischen Lösungen bei einem Produkt vorhanden sein muss.

(+) plus: Wenn Sie auf die vergangene Dekade zurückblicken: Was waren die größten Enttäuschungen in dieser Branche?
Ametsreiter: Es sind einige Services, die sich nicht in dem Ausmaß entwickelt hatten, den man angenommen hatte. Push to talk würde ich dazu zählen, das eigentlich eine interessante Walkie-Talkie-Funktion fürs Handy darstellen würde. Obwohl eigentlich ein klassisches Community-Produkt, konnte es am Markt nicht etabliert werden. Interessant ist der Erfolg in anderen Märkten wie den USA, der Provider Nextel ist damit groß geworden.

(+) plus: Wir haben eigentlich erwartet, dass Sie WAP sagen.
Ametsreiter: Ja und nein. Ich glaube, dass die Art und Weise, wie wir WAP verkauft haben, vermutlich nicht die richtige gewesen ist. Die gesamte Branche hat WAP als mobiles Internet positioniert. Dies war aber nicht mit den Erwartungen der Kunden konsis­tent.
Wenn der Kunde von Internet gesprochen hat, hatte er in seiner Vorstellung einen großen Bildschirm mit bunten Bildern vor sich, und der Möglichkeit, sehr schnell zwischen diesen Seiten hin und her zu wechseln. WAP war aber in Wirklichkeit nur ein etwas dynamischeres SMS. Hätte man das Thema in dieser Ecke angelegt, wäre die Wahrnehmung etwas realistischer gewesen. Trotzdem war es der Beginn einer Entwicklung, die wir erst jetzt realisieren.

(+) plus: Welche war für Sie die größte überraschung in der Mobilfunkentwicklung? Abgesehen von SMS.
Ametsreiter: Das nachhaltige Wachstum der Datenkarten und ihr großes Potenzial zählen sicherlich dazu. Wir glauben auch, dass eigene Entwicklungen wie unsere Marke bob im Niedrigpreissegment, vom Ansatz her revolutionär sind. Es ist ein interessanter und völlig neuer Ansatz, dass man ein Vertragsprodukt cash-and-carry-fähig gemacht hat. Das gibt es in dieser Form kein zweites Mal in österreich.

(+) plus: Wie viele Nutzer hat die mobilkom mit bob bereits?
Ametsreiter: Wir haben Zahlen, sagen sie aber noch nicht.

(+) plus: Welche Erwartungen haben Sie hinsichtlich einer weiteren Konsolidierung unter den Mobilfunkern?
Ametsreiter: Wir vertreten schon sehr lange die Meinung, dass vermutlich drei Mobilfunknetze in österreich Platz haben. Eine Ansicht, der sich mittlerweile auch andere Betreiber angeschlossen haben. Die Zahl der Marken am Markt wird aber stets höher sein. Wir haben dennoch auch hier einen beginnenden Hype - die Zahl der Marken wird sich mittelfristig wieder auf ein vernünftiges Maß reduzieren. Diejenigen, die diese Entwicklung am geschicktesten verfolgen und mit ihren Produkten das größte Volumen erzielen können, werden am Ende des Tages bestehen bleiben. Wenn wir vom Potenzial und Wert einer Marke sprechen, geht es immer um die überzeugung und Bestätigung für den Kunden. Die Betreiber gehen ein Markenversprechen ein, das sie auch einhalten müssen.

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Im Wandel der Zeit

(+) plus: Herr Kemler, welche Branchenentwicklungen bestimmen die IT-Szene derzeit? Welche grundlegenden Veränderungen kommen auf die Unternehmen zu?
Rudolf Kemler: Ich sehe zwei wesentliche Trends die Branche derzeit bestimmen. Einer davon ist die logische Fortsetzung des bereits vor vielen Jahren begonnenen Zusammenführens der Informations- und der Telekommunikationstechnologien. Eindeutig auf dem Vormarsch sind dabei die Themen IP-Technologie und die Abwicklung des Sprachverkehrs darüber. Wenn auch die Entwicklung zu dieser Konvergenz durch die Provider aus Sorge um das eigene Sprachgeschäft einige Zeit künstlich gebremst worden ist. Diese Rücksichtnahme wird erst jetzt zugunsten besserer Geschäftsprozesse bei den Kunden aufgegeben werden. Nun geht es darum, Sprach- und Datennetze endgültig zu vereinen. Dadurch sind dann etwa Unternehmenslösungen realisierbar, die im Kundenverkehr ein automatisches Erkennen des Anrufers samt Anzeige der Kundenhistorie, offener Rechnungen und Anfragen ermöglichen. Der Kontakt zum Kunden wird damit bestmöglich genutzt - zu jedem möglichen Zeitpunkt.

Die zweite maßgebliche Richtung ist das Abgeben von Prozessen, die für ein Unternehmen nicht im Kernbereich liegen, an Professionalisten. Das Outsourcinggeschäft und der Zugang dazu haben sich innerhalb der letzten Jahre verändert. Standen in den Jahren 2002, 2003 stets Gesamt­übernahmen von IT-Systemen in den Unternehmen an der Tagesordnung, sind es nun die Spezialisten, die eine Segmentierung im Dienstleistungsgeschäft vorantreiben - dies auch als Reaktion auf den unterschiedlichen Zugang der Firmen zu den Auslagerungsmöglichkeiten. Früher wurde ja Outsourcing entweder bedingungslos geliebt oder abgrundtief gehasst, jeweils abhängig vom strategischen Stellenwert der IT im Unternehmen. Dies hat sich geändert. Heute wird der Betrieb ganzer Geschäftsprozesse hinterfragt. Eine neue Generation oft jüngerer Manager treibt diese Marktentwicklung mit. Ging es im Outsourcing bislang um Ressourcenverteilungen ins Rechenzentrum, reden wir heute bereits von der gesamtheitlichen Abwicklung von Geschäftsprozessen, wie etwa in der Buchhaltung. Gerade dort sind Dienstleistungen dieser Art ja nichts Neues: Viele kleinere Unternehmen haben ihre Lohnlisten seit langem komplett bei ihrem Steuerberater liegen. Es sind eher die großen Unternehmen, für die nun das Abgeben von Prozessen, die nicht Kerngeschäft sind, etwas Neues ist. Bereiche, in denen der Trend zum Outsourcing bereits greift, sind beispielsweise Interne Administration, Finanz- und Rechnungswesen oder das Forderungsmanagement. Ein gutes Beispiel ist die HypoVereinsbank in Deutschland, für die T-Systems in einem Joint Venture gerade wesentliche Teile der Wertpapierabwicklung des Privatkundengeschäfts umsetzt. Auch in österreich wird über solche Deals bereits nachgedacht. 2007 wird es definitiv Projekte dazu geben. Wir reden hier von einem deutlichen Markttrend.

(+) plus: Die alten Telekommunikationsunternehmen sind im Laufe der Zeit zu IT-Spezialisten geworden. Wie sehr hat T-Systems diesen Wandel durchgemacht?
Kemler: Wir waren hier von Anfang an zweigleisig unterwegs. T-Systems ist ja aus der Fusion der ehemaligen Daimler-Chrysler-Tochter Debis mit den Systemhausaktivitäten der Deutschen Telekom hervorgegangen. In dieser Konstellation sind wir vom ersten Tag an ein kräftiges, kompetentes Unternehmen in den Bereichen IT und Telekommunikation gewesen und beenden nun unser fünftes Geschäftsjahr. Damals schon hatten wir das Thema Konvergenz auf den Agenden, wenn man auch zu diesem Zeitpunkt mit konkreten Umsetzungen noch nicht ganz so weit war.

(+) plus: Auch über den IT-Dienstleistern schwebt das Damok­lesschwert der Konsolidierung. Welche Branchenbereinigungen erwarten Sie für 2007?
Kemler: Die Branche ist in ihrem Konsolidierungsprozess bereits relativ fortgeschritten, dieser ist aber keineswegs zu Ende. Es wird immer notwendig sein, ab einer bestimmten Unternehmensgröße von Economy of Scale zu reden. Die großen Marktteilnehmer tun sich hier leichter: Sie können mehr Kunden mit höherer Effizienz bedienen. Und gerade bei dem herrschenden raschen Technologiewechsel können Kleinere nicht mithalten. Sie schleppen oft Kapazitäten mit, die für die im Verhältnis geringere Kundenzahl überdimensioniert sind. T-Systems ist diesen Weg der notwendigen Fokussierung gegangen. Mit dem Verkauf der Distributionstochter DSS haben wir zwar neunzig Umsatzmillionen verloren, Hardwarehandel und Wartung sind aber eben nicht unser Kerngeschäft.

Auch wird Portfoliomanagement weiterhin groß geschrieben werden. Glaubten früher die Systemhäuser, sie könnten einfach alles anbieten und umsetzen, hat man bald bemerkt, dass dieser Ansatz nicht funktioniert. Schließlich muss meine Mannschaft erst einmal das Know-how für ein bestimmtes Projekt, eine bestimme Kundengruppe haben, um deren Sprache sprechen zu können. Auch geht es nicht mehr um die Diskussion um Bits und Bytes, sondern um die Frage, wo der Dienstleister Prozesse beim Kunden unterstützen kann.

(+) plus: Wenn Sie auf die vergangenen Jahre zurückblicken - welche Dinge sind besser gelaufen? Welche nicht so optimal?
Kemler: Wir haben die Aufstellung, IKT-Themen gesamtheitlich zu adressieren, gut gemeistert und unsere Synergiemöglichkeiten innerhalb des Unternehmens perfekt genutzt. Die Folgen sind bessere Kapazitäten in unseren Rechenzentren und die steigende Qualität in unseren Netzwerken, die den Betrieb von unternehmenskritischen Applikationen für unsere Kunden erlaubt. Bei Kunden wie dem Papierkonzern Sappi servicieren wir mit der übernahme der SAP-Systeme nicht nur die Buchhaltung, sondern auch Produktionssteuerungen in den Papierfabriken. Auch Wienerberger mit weltweit 120 Standorten setzt nun auf eine zentrale SAP-Lösung bei T-Systems. An Projekte solcher Dimensionen hätten wir uns aufgrund der begrenzten Leitungskapazitäten vor einigen Jahren noch nicht herangetraut. Heute können wir weltweit jede Last ermöglichen - ruhigen Gewissens.

Wenn ich an eine negative Erfahrung denke, dann betrifft dies die Internationalisierung des Geschäfts bei T-Systems. Die wachsenden Märkte in Zentral- und Osteuropa hätten in den letzten Jahren wesentlich stärker bearbeitet werden müssen. Stattdessen war die Deutsche Telekom nach dem Hype zu sehr mit dem Abbau der Schulden beschäftigt. In dieser Phase der öffentlichen Transparenz ist man auf die Expansionsbremse gestiegen. Dies hat mich persönlich geschmerzt, da ich auch für Länder dieser Region verantwortlich bin.

(+) plus: Serviceorientierte Architekturen in der Softwarewelt könnten den prognostizierten großen Wandel im Prozessmanagement beschleunigen. Mit welchen Erwartungen sehen Sie SOA entgegen?
Kemler: Wissen Sie, ich bin jetzt 25 Jahre in der Branche. Visionen zur totalen Modularität in den Systemen, wie es SOA verspricht, hat es immer schon gegeben. Wir bewegen uns zweifellos in diese Richtung. Diese angestrebte vollkommene Flexibilität wird es aber auch nicht in den nächsten Jahren geben, denn dazu ist die IT zu komplex. Mag sein, dass die Endgeräte zunehmend austauschbarer und modularer bespielbar werden - in den Systemen im Hintergrund ist dies aber ein gewaltiger Aufwand. Das beste Beispiel dazu sind die zunehmend kürzeren Innovationszyklen unter den mobilen Geräten. Hier passieren Produktänderungen in einer solch hohen Frequenz, dass Black-Box-Entwicklungen nicht mehr möglich sind.

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Hey, BIG spender!

Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) beweist ihr Herz für junge Architekten. Unter dem Titel \"Räume für die Zukunft“ stellt sie rund 15 Büros in Linz und in Wien für drei Jahre zu besonders günstigen Bedingungen zur Verfügung. Jungarchitekten müssen sich bei der BIG um die Büros in einem ehemaligen Bundesamtsgebäude in Linz und einem ehemaligen Bezirkshauptkommissariat in Wien bewerben, verlost werden sie am 28. März 2007 im Architekturzentrum Wien. Die Räume stehen ab Juni zur Verfügung, Mietverträge können auf unbestimmte Zeit abgeschlossen werden. Im ersten Jahr verrechnet die BIG keine Miete, im zweiten Jahr ein Drittel und im dritten Jahr zwei Drittel. Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 28. Februar 2007.

Infos: www.big.at

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Kirisits kehrt zurück

Im Rahmen der regionalen Neuausrichtung von Xerox Europe übernimmt der gebürtige Wiener Erich Kirisits die Position des General Manager der mit Beginn des Jahres neu gegründeten regionalen Organisationseinheit österreich, Schweiz und Deutschland. In dieser Funktion berichtet er an den Xerox Europe Präsidenten.

Aus dieser Rolle heraus übernimmt Erich Kirisits auch wieder die Position des General Manager der Xerox Austria und führt vom Wiener Stammsitz die Geschäfte innerhalb des österreichischen Marktes. Durch diese Neuausrichtung werden insbesondere Synergien im Dienstleistungsgeschäft realisiert sowie die Effizienz und das Marktwachstum gestärkt.

Der 46-jährige Erich Kirisits ist schon seit 1979 für Xerox tätig. Er begann seine Xerox Karriere in der österreichischen Betriebsorganisation im IT-Umfeld. Unter anderem war er Director im Bereich Sales und Mitglied des Management-Teams von Xerox österreich. 1995 wurde er in Deutschland zum General Manager der Customer Business Unit Ost mit Sitz in Berlin ernannt und zeichnete für den Aufbau des Xerox Geschäftes in den neuen Bundesländern verantwortlich. 1998 wurde er als General Manager von Xerox österreich eingesetzt, wo er erfolgreich tätig war - unter seiner Führung wurde insbesondere die Vertriebsstruktur der Ländergesellschaft neu auf den Markt ausgerichtet, was einen Anstieg in Absatz und Erlös zur Folge hatte.

Im Jahr 2002 wurde Erich Kirisits zum General Manager von Xerox Deutschland bestellt und wurde Mitglied des Xerox Europe Management Teams mit direkter Berichtslinie an den Xerox Europe Präsidenten. Ziel seiner Arbeit in Deutschland war es, die Ertragslage dieser europaweit sehr wichtigen Xerox Geschäftseinheit sicherzustellen und ein profitables Umsatzwachstum zu erzielen. Ermöglicht wurde dies durch eine stärkere Fokussierung auf die vertriebliche Ausrichtung und ein Qualitäts- sowie Prozessmanagement innerhalb von Xerox Deutschland. Durch den Turnaround wurde die Ertragslage nachhaltig verbessert und ein weiteres Wachstum auch für die Zukunft sichergestellt.

Erich Kirisits bringt für seinen neuen Aufgabenbereich umfangreiche Erfahrungen und Kompetenzen bei der erfolgreichen Umsetzung der genannten Zielsetzungen aus seiner langjährigen Erfahrung bei Xerox mit. \"Ich bin mir der strategischen Herausforderung meiner neuen Position in den Ländern, für die ich verantwortlich bin, bewusst und freue mich schon auf die vielseitigen Aufgaben, die vor mir liegen. Natürlich freue ich mich besonders, auch wieder in meinem Heimatland und für unsere österreichischen Kunden und Mitarbeiter im Einsatz zu sein. Die Zukunft birgt enorme Chancen und Möglichkeiten um für Xerox Kunden mit unseren Technologien und Services mehr Produktivität und Profitabilität zu erzielen. Aus der neu geschaffenen regionalen Einheit und der gemeinsamen Nutzung der Infrastruktur wird sich eine Vielzahl von Synergien und Effizienzsteigerungen ergeben, die das profitable Umsatzwachstum weiter unterstützen\", sagt Kirisits.

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