Gehaltseinbußen für Führungskräfte
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Auch Österreichs Manager mussten Federn lassen. Sie verdienten im vergangenen Jahr zwischen fünf und sieben Prozent weniger, wie die aktuelle Einkommensstudie des Wirtschaftsforums der Führungskräfte (WdF) zeigt. »Damit wird deutlich, dass die Manager ihr Einkommen ebenso den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anpassen wie alle übrigen Arbeitnehmer«, kommentiert WdF-Vorsitzender Paul Jankowitsch die Daten.
Das Meinungsforschungsinstitut Triconsult befragte mehr als 700 Managerinnen und Manager, wobei der Frauenanteil mit nur elf Prozent kein statistisch verlässlich auswertbares Ergebnis zuließ. Nur so viel: Die Einkommensschere klafft enorm – Spitzenmanagerinnen verdienen mit 110.900 Euro Jahreseinkommen um durchschnittlich 70.000 Euro weniger als ihre männlichen Kollegen.
Insgesamt sanken die jährlichen Bruttoeinkommen im Vergleich zu 2008 in der ersten Führungsebene um fünf Prozent auf 176.800 Euro. Die zweite Ebene verdiente um durchschnittlich sieben Prozent weniger (107.300 Euro), Führungskräfte der dritten Ebene mit 77.800 Euro um fünf Prozent weniger.
Deutlich besser schnitten Manager aus börsennotierten Unternehmen der öffentlichen Hand ab. Sie erhalten im Schnitt ein Jahresbruttoeinkommen von 422.000 Euro. Jobs in großen Unternehmen, vor allem in Tochterfirmen internationaler Konzerne, sind ohnehin durchwegs lukrativer. Dort lag das Gesamteinkommen für Manager der ersten Führungsebene 2009 mit 190.000 Euro jährlich sogar um 5.000 höher als im Jahr davor.
Wegen des Ausfalls von Boni ging der Anteil der Manager mit erfolgsabhängigen Leistungen deutlich zurück. Die Krise zeigt ihre Spuren aber auch im Branchenspiegel: In den Bereichen Rohstoffe, Papier und Chemie wurden die Einkommen der ersten Ebene angehoben, SpitzenmanagerInnen aus den Branchen Maschinen, Elektrotechnik und Finanzdienstleistungen mussten dagegen deutliche Gehaltseinbußen hinnehmen.
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