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Wachstum durch Mobilfunk

Ericsson-CEO Carl-Henric Svanberg erklärt auf dem Mobile World Congress, dass Investitionen in Telekommunikationsinfrastruktur länderübergreifendes Wachstum erzeugen.

„Ericsson hat sich im Jahr 2008 mit einem Umsatzwachstum von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einer starken Finanzausstattung gut positioniert. Unsere Aussagen zur Aussicht auf das Jahr 2009 bleiben unverändert: Wie bereits im letzten Jahresabschlussbericht erwähnt, ist es derzeit schwierig exakt vorherzusagen, wie die Ausgaben der Verbraucher durch die aktuelle Wirtschaftslage beeinflusst werden und wie sich die Netzbetreiber verhalten werden. Im letzten Jahr wurde unser Infrastrukturgeschäft kaum betroffen, aber es wäre unvernünftig zu denken, dass dies auch 2009 so bleiben werde“, sagte Svanberg.

Carl-Henric Svanberg war sich auf der Veranstaltung mit Jeffrey Sachs, Sonderberater des UN-Generalsekretärs, und Saad Hamad Al-Barrak, CEO des internationalen Netzbetreibers Zain Group, einig, „Kommunikation spielt eine entscheidende Rolle für die Entwicklung von Nachhaltigkeit und Wohlstand. Mobiltelefone haben einen tief greifenden Einfluss auf das Leben der Menschen auf der ganzen Welt. Die Mobilfunkbranche steht derzeit vor einer weiteren Welle von beträchtlichen Investitionen, die dafür sorgen werden, mobile Breitbanddienste für alle Menschen erschwinglich zu machen.“

Svanberg weiter: „In Schwellenmärkten kann die Informations- und Kommunikationstechnologie die ökonomische Entwicklung und das nachhaltige Wirtschaften vorantreiben.“ Allerdings sei das Thema Entwicklung nur ein Teil des Gesamtbildes. Svanberg betonte, dass das Telekommunikationsgeschäft zugleich eine Schlüsselrolle für das aktuelle Wirtschaftsklima spielen könne.

„Investitionen in die mobile Breitbandinfrastruktur können zu einer beschleunigten Erholung der weltweiten Rezession beitragen. Nach Angaben des US-amerikanischen Repräsentantenhauses ist davon auszugehen, dass derartige Investitionen einen direkten Einfluss auf das Bruttoinlandsprodukt haben können. Man sagt, dass für jeden US-Dollar, der in den Breitbandausbau investiert wird, das Zehnfache in die Wirtschaft zurückfließt. Mobile Kommunikation ist heute ebenso wichtig für die Infrastruktur eines Landes wie Wasser, Elektrizität oder das Transportwesen.“

Svanberg sagte außerdem, dass der Übergang zu All-IP Netzen neue geschäftliche Möglichkeiten und Herausforderungen schafft: „Verbraucher verlangen mehr und mehr nach einem Zugang zu allen Diensten, über jeden Bildschirm und zwar überall. Hierdurch entstehen neue Anforderungen an die Netze der Betreiber.“

Auf der Pressekonferenz sagte Johan Wibergh, Leiter der Business Unit Networks: „Die Netzbetreiber streben danach, neue Dienste einzuführen. Gleichzeitig wollen sie durch Einführung der IP-Technologie ihre Kostenstruktur verbessern und ihr Geschäft und ihre Netze umgestalten. Dank unserer Technologieführerschaft und unserer herausragenden Kompetenz ist Ericsson für Netzbetreiber ein starker Partner bei diesem Umgestaltungsprozess.“

Svanberg erklärte zum Schluss: „Trotz der aktuell schwierigen makroökonomischen Bedingungen, arbeitet unsere Branche auf einer soliden Basis. Die grundlegenden Faktoren, die die Nachfrage antreiben, sind stabil. Die Situation der Netzbetreiber ist im Allgemeinen gut, die Netzauslastung recht hoch. Da wir auf ein weiterhin finanziell turbulentes Jahr 2009 zusteuern, wird unser Fokus darauf liegen, unser Unternehmen auf Wertschöpfung auszurichten. Im derzeitigen Marktumfeld existieren gute Gelegenheiten, unsere Position zu stärken, und ich bin überzeugt, dass wir sehr gut vorbereitet sind, diese Gelegenheiten auch zu ergreifen.“
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