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Archiv

Archiv (11315)

Zum Schutz der PSP

Das Logitech PlayGear Collection Kit enthält das Logitech PlayGear Pocket sowie zwei Paar Kopfhörer und einen praktischen Audio-Splitter.

• Logitech PlayGear Pocket Case schützt die PSP mit seiner praktisch unzerstörbaren Polycarbonathülle gegen Abnutzung, Kratzer und Schläge. Der Deckel der vielseitigen Box lässt sich auf- und wegklappen, so dass die Gamer ihre PSP nutzen können, ohne sie aus der Box zu nehmen.

• Logitech PlayGear Stealth Kopfhörer - Die PlayGear Collection enthält zwei Paar dieser Kopfhörer, die dank Neodym-Stereoantriebsspulen hohe Audioqualität bieten und einen komfortablen Sitz gewährleisten. User können mit ihnen Filme ansehen, Musik hören oder Games spielen. Jedes Kopfhörer-Paar wird mit drei Ohrpolstern aus weichem Gummi geliefert - klein, mittel und groß - um laut Hersteller eine höchst individuelle Anpassung zu ermöglichen. So garantieren die Ohrhörer nicht nur festen Halt in jedem Ohr, sondern auch eine komfortable Sound-Isolierung, die die Qualität der Bässe optimiert.

• Logitech PlayGear Share Audio-Splitter
- Der Audio-Splitter bietet zwei 3,5 mm-Anschlüsse, damit zwei Freunde gleichzeitig mit zwei Paar Kopfhörern an einer PSP spielen können.

• Reinigungstuch und Trageschlaufe als Bonus - Komplettiert wird die Logitech PlayGear Collection mit einer Trageschlaufe, mit der sich die PSP einfacher mitnehmen lässt. Außerdem ist ein Reinigungstuch für den PSP-Bildschirm beigefügt.

Das Logitech PlayGear Collection Kit ist ab Anfang Oktober für 49,90 Euro verfügbar.

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Highspeed für Ethernet-Dienste

RAD Data Communications hat mit dem ACE-201 ein Netzabschlussgerät auf den Markt gebracht, mit dem Serviceprovider Gigabit-Ethernet-Services wie etwa IP-VPNs über herkömmliche ATM-Netze anbieten können.

Installiert am Kundenstandort, definiert der ACE-201 zudem einen Demarkationspunkt zwischen dem Provider-Netz und dem des Kunden. Dies erlaubt den Netzbetreibern End-to-End-Traffic- und Netzwerkmanagement. Der ACE-201 kann aber auchals \"Traffic Concentrator\" eingesetzt werden, um Ethernet-basiertes Internetworking über angemietete ATM-Leitungen zu betreiben.

\"Bei vielen führenden Carrier ist noch immer viel ATM-Technik im Einsatz\", weiß Robert Bell, Product Line Manager RAD. \"Mit dem ACE-201 können sie diese nutzen, um die starke Nachfrage nach Hochgeschwindigkeits-Ethernet-Services zu erfüllen und ohne weiteren Investitionsbedarf neue Einnahmequellen erschließen. Mit diesem Gerät müssen weder das Edge- noch das Kernnetz geändert werden. Das verkürzt die Implementierung und minimiert nicht nur die Kosten, sondern auch die Risiken\", so Bell weiter.

Das ATM-Uplink des kompakten, 1 U hohen ACE-201 ist mit einer Standard STM-1/OC-3c-Schnittstelle ausgestattet und unterstützt Services mit bis zu 155 Mbit/s. Es ist mit 1310 nm-Monomodenfaserschnittstelle für kurze oder lange Reichweiten erhältlich. Der Gigabit-Ethernet-User-Port ist wahlweise mit Kupfer- oder Glasfaserschnittstelle ausgestattet. Die maximale Ethernet-Rahmengröße betraegt 1594 Bytes und erlaubt Spezialformate wie ISL und gestackte VLANs. Der ACE-201 unterstützt verschiedene ATM-Serviceklassen und ermöglicht virtuelle Verbindungen diesen Serviceklassen zuschreiben.

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Auf der überholspur

Die jährlich durchgeführte IDC-Studie mit dem Titel \"Austria IT Services 2005-2009 Forecast and 2004 Vendor Shares“ reiht den Rechenzentrumsbetreiber Raiffeisen Informatik am IT-Dienstleistungssektor in österreich an zweiter Stelle. Damit überholt die Mannschaft um Raiffeisen-Informatik-Geschäftsführer Wilfried Pruschak nun den Mitbewerber IBM.

Mit einem Gesamtumsatz 2004 von 323,7 Mio. Euro und 9,5 Prozent Marktanteil liegt Raiffeisen Informatik laut IDC nur noch geschätzte 1,4 Prozent hinter dem Marktführer Siemens Business Services (SBS). \"Nachdem wir von 2002 auf 2003 eine Verdopplung des Marktwachstums erreichen konnten, gelang es 2004 unseren Anteil durch vermehrte Umsätze im Outsourcing-Bereich weiter auszubauen“, erläutert Pruschak die Entwicklung des Unternehmens.

IDC sagt ein Marktwachstum in österreich am IT-Sektor von 6,7 Prozent für die kommenden Jahre voraus. Ausschlaggebend für diese Entwicklung sei die erhöhte Nachfrage nach Outsourcing-Dienstleistungen. 2004 betrug der Outsourcing Marktanteil der IT-Services gesamt 36,4 Prozent. Bis zum Jahr 2009 wird in diesem Segment ein Zuwachs von 8,7 Prozent erwartet.

\"Die Raiffeisen Informatik konnte alleine im Outsourcing Segment konkret einen Umsatzanteil von 76,5 Prozent erwirtschaften. Neben zahlreichen, erfolgreich abgeschlossenen Projekten und der damit verbundenen IT-Betriebsübernahmen, wie etwa bei der österreichischen Lkw-Maut und in den Versicherungs-, Banken- und Telekommunikationsbranchen, ist es unser Ziel, in Zukunft vermehrt den öffentlichen Bereich zu erschließen,“ so Pruschak abschließend.

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Neuheiten für Musikfreunde

Der MP3-Player \"i.Beat jess“ ist sehr klein und elegant, überzeugt laut Hersteller durch glasklaren Klang und ein integriertes Diktiergerät. Er steht wahlweise mit Kapazitäten von 128 MB, 256 MB, 512 MB und 1 GB zur Verfügung. Der Winzling kann Musikdateien im MP3-, WMA- und WAV-Format wiedergeben und verfügt über ein 2-farbiges OLED-Display. Dies soll besonders brillant und kontrastreich sein und bietet im Gegensatz zu LC-Displays laut Hersteller auch unter ungünstigen Lichtverhältnissen eine hervorragende Lesbarkeit und ist sehr sparsam im Stromverbrauch. Für die praktische Selektion und das Abspielen von Songs ist eine ID3-Tag Anzeige vorhanden. Der Player verfügt über eine schnelle USB 2.0 Schnittstelle, über die der er aufgeladen und mit neuen Songs versorgt werden kann. Zum Lieferumfang gehören zudem hochwertige Sennheiser Kopfhörer.

Kopfhörer Edition \"SoundPlug“
Als weitere Produktneuheiten stellt TrekStor die neue Kopfhörer-Edition \"SoundPlug\" powered by Sennheiser vor, die ab sofort zum Sortiment des Unternehmens gehören und für ein aufregendes Klangerlebnis sorgen soll. Im Einzelnen handelt es sich dabei um drei verschiedene Kopfhörer, den SoundPlug 601, 603 und 605. Sie alle eignen sich für den Einsatz mit MP3-Playern oder anderen portablen Musikquellen und überzeugen durch ihr Sound Protection System. Die Unterschiede zwischen den Kopf-Hörern liegen in einzelnen Features, wie etwa dem innovativen Basswindsystem des SoundPlug 603 und 605 oder dem integrierten Lautstärkeregler im Kabel des SoundPlug 605.

Preis und Verfügbarkeit
Der i.Beat jess wird im Rahmen des Vorweihnachtsgeschäftes zu einem empfohlenen Verkaufspreis ab 49,- Euro bei allen bekannten Fachmärkten erhältlich sein. Die Kopfhörer Edition wird es bereits ab Oktober im Handel zu kaufen geben. SoundPlug 601 wird für 9,99 Euro, SoundPlug 603 für 14,99 Euro und SoundPlug 605 zu einem empfohlenen Verkaufspreis von 19,99 Euro angeboten.

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Was mit den Wohnbaufördergeldern tatsächlich passiert

 

\"Wie

Die Bau-Sozialpartner bekommen immer breitere Unterstützung. Nach Staatssekretär Andreas Schieder fordert nun auch Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner die Wiedereinführung der Zweckbindung der Wohnbauförderung. Bei Finanzministerin Maria Fekter trifft er dabei auf taube Ohren, ebenso bei den meisten Ländern. Die wollen sich keine Fesseln anlegen lassen und das Geld lieber freihändig vergeben. Um zu zeigen, wie hoch die Wohnbaufördertöpfe der Länder dotiert sind und wohin das Geld fließt, hat der Bau & Immobilien Report einen Fragebogen an alle Länder verschickt. Die Auskunftsfreude der Ländervertreter war sehr unterschiedlich. Während Kärnten, die Steiermark, Vorarlberg und Wien bereitwillig Zahlen lieferten, gab es aus Tirol und Oberösterreich nur zum abgelaufenen Jahr Detailinfos. Das Burgenland und Salzburg wollen sich gar nicht in Karten blicken lassen und aus Niederösterreich kam »aus terminlichen Gründen« bis Redaktionsschluss keine Antwort.

 

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Gegen den Strom

Wirkt eine Kraft auf einen Körper, so folgt die Bewegung des Körpers der Richtung dieser Kraft. Dieses Prinzip beschrieb Sir Isaac Newton bereits im 17. Jahrhundert. Physiker der Universität Bielefeld konnten nun einen Effekt demonstrieren, der das Newtonsche Gesetz zu überlisten scheint: Mikro-Kügelchen folgen nicht der an sie angelegten Kraft, sondern bewegen sich in die entgegengesetzte Richtung. Dieses für die Fachwelt überraschende Ergebnis entstand in einem gemeinsamen Forschungsprojekt der Experimentellen Biophysik und der Theoretischen Physik aus dem Sonderforschungsbereich 613 \"Physik von Einzelmolekülprozessen und molekularer Erkennung in organischen Systemen\".

Kleine Teilchen zittern
Bewegungen von Kügelchen, die etwa einen Mikrometer groß sind - das entspricht dem Zehntel des Durchmessers eines Haares - und in einer wässrigen Lösung schwimmen, nennt man \"Brownsche Molekularbewegung\". Oft gilt dieses Teilchenzittern als störend bei sehr sensiblen Untersuchungen und wird deswegen unterdrückt. Die Bielefelder Physiker hingegen nutzten diese vermeintliche Störung erstmals gezielt für ihre Zwecke: In einem so genannten Lab-on-a-Chip, einem \"Mini-Labor\" zur Untersuchung kleinster Flüssigkeitsmengen, gelang es ihnen, kleine Polymer-Kügelchen \"gegen den Strom\" schwimmen zu lassen. Die Mikro-Kugeln folgten nicht der Richtung der Kraft, die an sie angelegt worden war, sondern bewegten sich in die entgegengesetzte Richtung. Dank der besonderen Struktur des Chips, der Brownschen Molekularbewegung und der exakt austarierten Kraftfelder konnte so Newtons Bewegungsgesetz \"überlistet\" werden.

Theoretisch war dieser Effekt - im Fachjargon \"absolut negative Mobilität\" genannt - in stark vereinfachten Modellsystemen zwar schon vorhergesagt worden, die Physiker der Universität Bielefeld haben es jedoch als erste verstanden, dieses abstrakte Konzept in die Praxis umzusetzen und Möglichkeiten seiner Anwendung für die Bioanalytik aufzuzeigen. Es ist denkbar, das Transportphänomen zu nutzen, um mit Hilfe eines Lab-on-a-Chip Zellen oder sogar Biomoleküle zu trennen und zu sortieren. Die Brownsche Molekularbewegung geschickt auszunutzen, statt sie als Störung zu unterdrücken, eröffnet neue, aufregende Perspektiven in der Welt der Mikro- und Nanotechnologie mit faszinierenden Anwendungen.

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Steuermänner

\"WieDas Sparpaket ist fertig –  doch was geschah wirklich hinter verschlossenen Türen? Dunkles Gemunkle und völlig haltlose Spekulationen von Rainer Sigl.

Die Entstehungsgeschichte des kürzlich voll Stolz präsentierten Sparpakets liegt weitgehend im Dunklen der Politgeschichte dieses an dunklen Hinterzimmern nicht armen Landes. Dass ein Drittel des mit treuherzigem Blick und metaphorischem Schwanzwedeln in Richtung Ratingagenturen emporgerecktem Pakets auf einer herzerwärmenden Mischung von kindlich-optimistischer Naivität und festem Daumendrücken beruht, mag von den ewig raunzenden Berufsverhinderern und Oppositionsgesocks als kleiner Schönheitsfehler betrachtet werden. Tatsache bleibt jedoch, dass die zwei großen Machtblöcke im Lande, die mit wenigen schmachvollen Seitensprüngen seit Generationen in ähnlich brutal-zärtlicher Umklammerung aneinander haften wie so manches Pensionistenehepaar, es tatsächlich geschafft haben, ihre Arbeit zu erledigen, für die sie vom braven Volk, das auf seine hehren Steuermänner voll Stolz hinanblickt, auch bezahlt wird. Das ist doch mal was!

Dabei hatte es zu Beginn der Verhandlungen gar nicht gut ausgesehen: zu verhärtet die Fronten, zu vergiftet die Atmosphäre, zu verhasst der Koalitionsgegner. Doch in einem Akt zähneknirschender Vernunft hatte man sich völlig unbestätigten Gerüchten zufolge darauf geeinigt, zur Abwechslung die traditionell üblichen erbitterten Schlammschlachten samt den rituell dazugehörigen Fluchformeln (»Leistungsvernichter!«, »Millionärsbüttel!« etc etc) sowie diversen Empörungs- und Schmollfloskeln in einer ausgelagerten Arbeitsgruppe im untersten, nur von Eingeweihten von außen aufschließbaren Verlies des Zwölf-Apostel-Kellers stattfinden zu lassen; dem Vernehmen nach kehrten die Teilnehmer dieses emotionalen Ausschusses erst gestern, zwei Woche nach Präsentation der inzwischen finalisierten Sparpläne, bleich und zittrig aus diesem Gremium zurück; mit schlechten Nachrichten, wie zu erfahren war.

Doch auch in den Arbeitsgruppen zu ebener Erde herrschte völlig unbestätigten, aber plausibel klingenden Gerüchten zufolge lange dicke Luft. Die Taktik, mit Maximalforderungen an die Sache heranzugehen, um dann mit Kernerfolgen vom Tisch aufzustehen, trieb auf beiden Seiten seltsame Blüten; so etwa im kolportierten Vorschlag des Finanzministeriums, pauschal sämtlichen Haushalten unter 40.000 Euro Jahreseinkommen wegen »verdächtiger Minderleistung« und »Owezahrens« zur Motivationssteigerung Kinderbeihilfen und Sozialgelder zu streichen. Trotz wortreicher Verweise auf die christlich-demokratischen Wurzeln dieses gutgemeinten Anreizes zu mehr Leistung (»Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen«) wurde dieser Entwurf schnell zu den Akten gelegt, wofür im Gegenzug die von der Gegenseite erhobene »Bourgeoisie-Steuer« begraben wurde, die zugegeben treffsicher Presse-Abonnenten, regelmäßigen Sonntagskirchgängern und Trachtenvereinsmitgliedern eine zusätzliche Steuerlast in Höhe von 20 Prozent beschert hätte. Auch die zugleich damit von Sozialdemokraten in die Diskussion eingebrachte erhöhte Gummistiefel-, Traktoren- und Hofratswitwenbesteuerung wurde aufgegeben, was im Tauschhandel dafür die konservative Forderung nach sofortiger Zwangsauflösung der »teuren« Gewerkschaften zu Fall brachte.

Wie von unseriösen Quellen berichtet, war angesichts dieser Grabenkämpfe der letztliche »Erfolg« in der Erstellung des Sparpakets lange Zeit ungewiss; und tatsächlich habe man sich erst in der allerletzten Sekunde, mit blank liegenden Nerven, eingefrorenen Gesichtern und aufgestellten Nackenhaaren, auf die Konturen des dann beschlossenen Pakets geeinigt, das absolut unbestätigten Gerüchten zufolge während der Kaffeepausen von zwei ahnungslosen, von den langanhaltenden Konfrontationsrunden ermüdeten Praktikanten der beiden Parteien zum Spaß auf einer Serviette im Raucherkammerl des Finanzministeriums zusammengeschludert worden war. »Wir ham gewettet, wos ois Minimum rauskummt«, gibt einer der beiden heimlichen Architekten des Pakets, Hari W. (Name von der Redaktion frei erfunden) angeblich zu Protokoll. Als die Spitzenfunktionäre am letzten Abend schweißgebadet und mutlos die Arena verlassen hätten, wäre man auf die beiden und ihr Projekt aufmerksam geworden – gerade noch rechtzeitig

Wie gesagt: Alles, alles bleibt Spekulation – vielleicht wird die Öffentlichkeit nie die ganze Wahrheit über die Entstehung dieses legistischen Meisterwerks erfahren. Nu eines aber steht mit Sicherheit fest: Den größten Anteil am endgültigen Gelingen des Kraftakts hatte mit Sicherheit Fritz Neugebauer. Der war bekanntlich zur Zeit der Entstehung auf Schiurlaub. Wir finden: Das war nett von ihm.

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Wie wird man zum WUT-Kunden?

Wutbürger ist bereits ein geflügelter Begriff. Man kann diesen rasch umwidmen in Wutkunde. Ich bin es selber geworden und viele tausende in Frankfurt gestrandete Passagiere auch. Serviced in Germany by Lufthansa.

Aber nun der Reihe nach. Ich war beim 20. ISO 9001 Kongress der American Socitey for Quality, kurz ASQ in Orlando, Florida. Kurz vor dem Abflug am letzten Samstag wurde der Streik am Flughafen Frankfurt niedergelegt. Am Montag erreichte mich ein mail eines jungen Kollegen, dass nun wieder ein Streik drohe. Nach Rückfrage bei unserem Resisebüro wurde mir versichert, der internationale Langstreckenflug Orlando-Frankfurt werde stattfinden, uU gebe es Probleme auf der Strecke Frankfurt-Wien.

Dienstag, Orlando, 4 pm: Mit dem Hotelshuttle geht es zum Flughafen. Ankunft 4:45 pm. Check-in funktioniert. Boarding gut eine Stunde später, da die LH-Maschine später aus Frankfurt abflog. Die Boradingkarte Fra-Vie wurde nicht ausgestellt. Eineinhalb Stunden später als geplant Start in Orlando. Ankunft in Fra am Mittwoch, 12.05. Das Bordpersonal war während des Fluges sehr zuvorkommend. Auf Anfrage wurden wir auch über den Stand der Dinge in Fra informiert. Kurz vor der Landung wurden alle Weiterflüge am Bildschirm angezeigt. Darunter auch mein regulärer Flug nach Wien, Gate B18, Abflug 12.45. Wow, dachte ich. Wenn ich laufe, geht sich das alles noch aus. Also Koffer in die rechte Hand, Tasche in die linke und im Laufschritt vom Bereich C nach B. Jetzt macht sich das wöchentliche Lauftraining bezahlt.

Bei der letzten Kontrolle heißt es dann: \"Wo ist Ihre Boarding-Karte?\" \"Die bekomme ich laut Auskunft im Flieger direkt beim Gate B18\", sagte ich, \"Gate B18, Ziel Vie, Abflug 12.45, habe noch 20 Min.\" \"Tut mir leid, Ihr Flug wurde annuliert, keine Umbuchung bekannt\" war die freundliche Antwort. Ich bin noch guter Dinge. Noch.

Also ab zum Lufthansa-Desk. Fünf Schalter von zehn besetzt, schon gut 100 Leute stehen in der Schlange, die im Minutentakt anschwillt auf hunderte von Menschen, da fast zeitgleich große Maschinen aus anderen Destinationen wie Vancouver, Singapore,... eintrafen. Gut erzogen stellen wir uns an. Bis uns plötzlich das Flughafenpersonal auffordert, in den Nebengang zu gehen und den Kreuzungsbereich in der Halle zu räumen. Auch hier folgen wir brav. Wir stehen 20 Minuten, 30 Minuten, es geht nichts vorwärts, im Gegenteil, es strömen immer mehr Passagiere herbei, alle wollen umbuchen, drängeln sich vor, weil sie gar nicht sehen, dass wir im Seitengang eh schon in der Schlange stehen. Erste Unruhe macht sich breit.

Einige hundert Passagiere, alt und sehr jung, 10 Stunden und länger unterwegs, müde und durstig warten und warten. Nach einer Stunde bin ich ca. 20 Meter weit gekommen. Eine freundliche Dama aus Canada bot mir an, auf mein Gepäck aufzupassen und mir meinen Platz in der Schlange zu sichern. Da das Bodenpersonal nur bemüht war, die Flucht- und Rettungswege freizuhalten, das verstehe ich auch als geprüfter Brandwart und Ersthelfer, und die Reihen  aufforderte, einen Meter weiter zur Seite zu gehen, bot ich Ihnen einen Vorschlag an: \"Bitte besetzen Sie die anderen fünf Lufthansa Schalter, dann verdopplet sich die Abfertigungsgeschwindigkeit und damit keht hier auch früher der Normalzustand ein\", wurde abgeschmettert mit \"Dafür sind wir nicht zuständig.\" Meine Aufforderung, doch mit den LH-Kollegen zu reden, wurde ignoriert.

Also ging ich selber zum Schalter. Das erste was ich vom Personal hörte: \"Bitte hinten anstellen.\"  Als ich meinen Vorschlag vorbrachte, hieß es \"Wir haben nicht mehr Personal.\" Mein Eindruck: Lufthansa wurde von der Umbuchungswelle so überrascht wie wir jedes Jahr im Winter, wenn es das erste Mal schneit und der Verkehr im Wien zur Herausforderung wird und manchmal für Stunden im Chaos endet. Ich ging brav zurück an meinen Platz und informierte die Dame aus Canada und andere, was ich gerade erlebt hatte. Der Unmut wuchs. Doch Hoffnung keimte wieder auf, als weiteres Bodenpersonal kam, aber dann doch nur wieder mit der Ordnung der Menschenschlange sich beschäftigte.

Lösungskompetenz?!

Wir standen schon über eine Stunde an. Drei weitere Damen von der deutschen Fluglinie tauchten auf und beredeten sich intensiv, was zu tun sei. Eine trug das Schild Service Coordinator am Revers ihrer Uniform. Ich fragte: \"Was gedenken Sie nun zu tun?\" Ihre Antwort: Sie können es selber am Computer probieren umzubuchen oder sie warten hier bis Sie dran sind.\" Ich wiederholte meinen Vorschlag, das Personal zu verdoppeln. Wieder die Antwort: Kein Personal mehr verfügbar. Meine Frage: \"Liegt darin nun ihre Lösungskompetenz?\" Ja. Wow und wir mußten schon lachen. Paare teilten sich auf, während der eine das Glück parallel an den Computern probierte, sollte der andere die Stellung in der Warteschlange halten. Nur es kamen alle zurück und stellten sich wieder brav an. 

Woher kommen die nicht vorhandenen Mitarbeiter? Aber leider keine Verstärkung.

Wir übten uns weiter in Geduld. Was blieb uns anderes übrig. Nur in der Zwischenzeit wurden die Mitarbeiter nach und nach ausgetauscht. Woher kamen auf einmal die frischen Gesichter? Seelenruhig wurden die Plätze gewechselt und die anderen gingen. Mehrfach wurde uns ausgerichtet, es gebe nicht mehr Personal und dann tauchen nach und nach 4 neue Mitarbeiter auf, nur die Anzahl der Schalter wurde nicht erhöht. War nun Pause? Nur wir durften nicht pausieren und uns weiter die Füsse in den Bauch stehen. Noch ca. 15 Meter, das kann nicht mehr lange dauern, dachten wir.

Nun tauchte ein smarter junger Mann in Anzug, Kravatte und mit einem I-Pad ausgestattet auf, suchte die Nähe zum Volk in der Warteschlange und bot seine Hilfe an: \"Wo müssen Sie denn hin?\" Nach Budapest, nach Amsterdam, nach  Paris, .... Seine Antwort lautete immer: \"Ihr Flug wurde leider annuliert. Sie müssen umbuchen. Bitte warten Sie hier bis Sie dran sind.\" Als ich ihn fragte, wieso er den Kunden das sagte, was eh jeder schon wußte, suchte er das Weite. Wieder keine rasche Lösung.

Nach über zwei Stunden Wartezeit stand auch ich endlich auf der gelben Linie. Und endlich wurde mir zugewunken, ich war wirklich der nächste. Der nächste Flug um 15.15 nach Vie könnte sich uU noch knapp ausgehen. Ganz schön naiv! Die Wartelisten waren schon 60 Personen lang. Auch beim nächsten Flug.... Ich könnte einen Flug nach Linz haben, Ankunft um 23.15 und dann erstmal dort Endstation. Aber Herr Orf war sehr bemüht und nach einigen Recherchen bot er mir an, 16:05 Boarding nach Salzburg und dann um 18:35 Weiterflug nach Wien. Das sei der letzte freie Platz. Doch noch etwas Glück, wenn auch auf Umwegen. Andere hatten weniger Glück: Weiterflug erst am nächsten Morgen, zB für die Dame aus Canada, die ihrer Familie in Budapest einen Heimatbesuch abstatten wollte, den sie alle drei bis vier Jahre macht. Wir verabschiedeten uns mit einem \"Good Luck!\"

Ich schließe hier die Evolution zum Wutkunden, die Story ginge noch weiter, aber das ist fast schon wieder eine eigene Geschichte. Mein Eindruck war, dass weder das Bodenpersonal in den Hallen des Flughafens Frankfurt noch das LH-Personal dieser Krise wirklich gewachsen waren. Sorry: Herr Orf war wirklich sehr um eine Lösung bemüht. Das versöhnt einen wieder ein wenig. Mit über sechs Stunden Verspätung bin ich in Wien zu Hause angekommen. Termine am späten Nachmittag mußte ich absagen. Nach 22 Stunden auf den Beinen war ich froh, vollkommen erschöpft die Wohnungstüre aufsperren zu können und eine Dusche zu nehmen. Gute Nacht \"serviced in Germany\". Als deutscher Staatsbürger war ich dabei immer stolz auf made in Germany. 

Kostenlose kleine Ratschläge

Sicher, Streik ist eine außerordentliche Situation. Es gibt aber noch Potenzial. Stichwörter sind Riskmanagement, Krisenmanagement, Business Continuity Management und Markenmanagement. Dabei wäre es einfach gewesen, sich etwas mehr um die Fluggäste zu kümmern: fünf Personen mehr, ein paar Getränke, uU einen eigenen Schalter für ältere Leute, damit diese nicht so lange stehen müssen. Was hätten fünf Leute mehr gekostet? Und jeder hätte sich gedacht: wow, selbst in kritischen Situationen ist Lufthansa sehr bemüht, das Beste daraus zu machen.

Die Marke Flughafen Frankfurt als zentrale Drehschreibe hat gelitten bei tausenden von Kunden. Auch wenn Lufthansa  selber den Schaden auf Millionen beziffert, der Imageschaden kommt hier noch dazu. In Zukunft werde ich meine Reiseziele noch mehr hinterfragen, andere Verkehrsmittel dabei in Erwägung ziehen oder alternative Kommunikationsmöglichkeiten noch stärker in Betracht ziehen. Daraus resultieren potenzielle Umsatzeinbußen in der Zukunft, andere werden vielleicht profitieren.     

Viel Erfolg mit Qualität!

Axel Dick

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