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Redaktion_Report

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Materna Hungária KFT gegründet

Materna Hungária KFT wird sich zunächst auf den Vertrieb von Telekomlösungen der Business Unit Communications konzentrieren. Schwerpunkt liegt dabei auf Messaging-Lösungen wie Premium SMS, Festnetz-SMS und MMS. Materna-österreich-Chef Klaus Schmid und Imre Kováts, Regionsleiter für Ungarn, leiten die Geschicke der neuen Niederlassung in Ungarn.

Das von Materna in Wien ausgehende Vertriebsengagement in Richtung Südosteuropa wird mit diesem lokalen Investment in einen festen Standort deutlich unterstrichen. Unter dem Namen Anny Way bietet Materna auch in Ungarn schwerpunktmäßig integrierte Mehrwertdienste im Bereich Mobilkommunikation an. Insbesondere mobile Mehrwertdienste in Form von Festnetz-SMS, Premium SMS und Multimedia Messaging Service (MMS) sollen dort verstärkt vermarktet werden.

Im MMS-Markt tritt Materna mit einem umfassenden Komplettangebot an: MMS Client, MMS Center und MMS Applikationen ermöglichen Netzbetreiber, sowohl Hard- als auch Software-Elemente aus einer Hand zu beziehen. Vor Ort setzt Materna auf Partnerschaften mit der Netforum KFT und mit der lokalen Niederlassung der Kapsch AG.

Holz schlägt Stahl

1:0 für den Baustoff Holz im Match um die Salzburg Arena. Obwohl das Dachtragwerk der Halle laut Ausschreibung als Stahlkonstruktion ausgeführt werden sollte, werden nun Holzbinder das Veranstaltungszentrum neben der Salzburger Messe überspannen.
Dass mit der Wiesner-Hager Baugruppe ein Holzbauunternehmen der Stahlbranche den Auftrag vor der Nase weggeschnappt hat, sei vergaberechtlich in Ordnung, meint Günter Maierhofer, Geschäftsführer der im Eigentum des Raiffeisenverbands stehenden SAB-Finanz, die die 118 Meter lange und 90 Meter breite elliptische Veranstaltungshalle errichtet.

Möglich wurde der Materialwechsel, weil in der Ausschreibung freie Alternativangebote zugelassen waren. In der Kalkulationsabteilung von Wiesner-Hager gibt man unumwunden zu, öfter Stahlbauausschreibungen zu benutzen, um damit an lukrative Holz-Aufträge zu kommen. "Wir schlagen zum Kampfpreis zehn bis fünfzehn Prozent dazu und bieten alternativ dazu in Holz an. So versuchen wir, die Ausschreibung umzudrehen. Hätten wir den Auftrag in Stahl bekommen, hätten wir schön geschaut“, zeigt sich Felix Edinger, Leiter der Kalkulationsabteilung, offen. Wiesner-Hager erhält für die Dachkonstruktion 1,35 Millionen Euro, das beste Angebot in Stahl lag bei 1,55 Millionen.

Möglichen Einsprüchen der übergangenen Stahlbauer sieht Maierhofer gelassen entgegen: "Es war eine öffentliche Ausschreibung nach ö-Norm A 2050. Wir haben das rechtlich geprüft!“ Am 3. Juni erfolgte der Spatenstich für das 29 Millionen-Euro-Projekt, das im Oktober 2003 fertig sein soll. In der Mehrzweckhalle mit 180.000 Kubikmeter Rauminhalt sollen Sport-, Messe- und Kulturveranstaltungen stattfinden.

Auf der Suche nach Ertrag

Der österreichische Immobilienentwickler UBM hat im Jahr 2001 einen Rückgang von 62 Prozent zu verzeichnen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) verringerte sich von 8,3 Millionen Euro im Jahr 2000 um 5,16 Millionen Euro auf 3,14 Millionen 2001.
Zurückzuführen sei das auf den in der Bilanz 2000 wirksamen Erlös von 70 Millionen US-Dollars für den Verkauf des Warsaw Towers, so UBM-Vorstandsdirektor Heribert Smolé. Die Lage am österreichischen, aber auch am mittel- und osteuropäischen Büromarkt sieht Vorstandssprecher Karl Bier dramatisch: "Im zweiten Halbjahr 2001 ist die Nachfrage gegen Null gegangen. Mit einer Erholung rechne ich nicht vor 2003.“

Folge der Entwicklung am österreichischen Markt: Der von der UBM errichtete Florido Tower steht nach wie vor zu zwei Dritteln leer, wie Bier zugibt. Die Zusage des Bayernfonds für eine übernahme der Immobilie ist an eine Vollvermietung per Mitte 2003 gebunden.

Um den Abschwung abzumindern, will die Porr-Tochter das Engagement in Hotelprojekte verstärken, weil dort, nach einer Vorlaufzeit von zwei bis vier Jahren, langfristige Erträge garantiert seien, so Bier. Zusätzlich zu Tschechien, Polen und zuletzt Frankreich plant die UBM, in Kroatien, Slowenien und Italien tätig zu werden. Die bayrische Hauptstadt München sei als Markt für hochpreisige Wohnungen interessant, zeigt Bier auch Interesse am Wohnungsbau.
In der tschechischen Hauptstadt Prag hat die UBM gerade eine Anlage mit 220 Wohnungen fertiggestellt, angeschlossen daran wird "Le Palais“, ein Prager Schmuckstück aus der vorletzten Jahrhundertwende, zu einem Hotel umgebaut. Die Prager "Andel-City“, ein UBM-Projekt mit 15.000 Quadratmetern Büroflächen, zwölf Kinosälen und einem Designerhotel für das österreichische Verkehrsbüro, ist ebenfalls gerade im Entstehen. (rk)

Telekom Austria kappt Cybertron

Die Telekom begründete die Maßnahme damit, dass "Cybertron keine ausreichende Besicherung der Forderungen erbringen konnte".

Cybertron dagegen wies darauf hin, dass die Telekom ihrerseits die Vorauszahlung sämtlicher laufender Kosten zur Aufrechterhaltung der Leitungen abgelehnt hatte und bezeichnete das Vorgehen der TA als "vorsätzlich". Durch diesen Schritt und die "daraus resultierenden Konsequenzen", prüfe Cybertron die Möglichkeit, Gläubigerschutz in Anspruch nehmen zu müssen, heißt es weiter. Somit wird ein Insolvenzantrag ins Auge gefasst.

Die Telekom, die bereits vor wenigen Tagen kurzfristig die von Cybertron angemieteten Leitungen stillgelegt hatte, will "den Notbetrieb bis morgen, 26.6. aufrecht erhalten und danach Cybertron endgültig vom TA-Netz trennen". Cybertron hat nach eigenen Angaben Verhandlungen mit anderen Telekomanbietern aufgenommen, um das unmittelbare Versorgungsproblem der eigenen Kunden zu lösen. Neben Cybertron-Kunden, die Call-by-Call und Carrier-Pre-Select Dienste nutzen, seien insbesondere Cybertron-Festnetzkunden betroffen, die keine Möglichkeit haben, kurzfristig einen anderen Anbieter zu wählen.

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