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Redaktion_Report

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TIM: Auf nach Brasilien

Telecom Italia Mobile (TIM) war das einzige ausländische Unternehmen, das an der Vergabe der drei Lizenzen unter dem Zuckerhut teilnahm.

TIM zahlte 778 Millionen Dollar für Frequenzen in der Region Sao Paulo und einer Gruppe von zentralen und südlichen Provinzen, wo insgesamt ein Viertel der brasilianischen Bevölkerung lebt. Den Norden und Osten des Landes verlor TIM an den brasilianischen Festnetzanbieter Tele Norte Leste Participacoes SA.

In Brasilien sind zur Zeit rund 25 Millionen Handys im Umlauf (bei 180 Millionen Einwohner). In den nächsten zwei Jahren soll sich die Zahl der Handy-User verdoppeln.

Die Italiener haben damit einmal mehr unterstrichen, dass sie sich verstärkt in Südamerika engagieren wollen. Sie treffen dabei auf einem Konkurrenten vom eigenen Kontinent - die spanische Telefonica.

Polizist in Not

In der Wiener Baupolizei geht die Angst um. Angst vor dem Verlust von Arbeitsplätzen ist laut Herbert Richter, Leiter der Wiener Baupolizei, der Grund für die anonymen Schreiben, in denen Wiens Wohnbaustadtrat Werner Faymann und er angegriffen werden.

Konkret heißt es, für die Umbauarbeiten im Zuge der Neuorganisation der MA 37 (Baupolizei) seien Baubestimmungen umgangen worden. Richter betont, dass baurechtlich alles in Ordnung sei. Für die Dienststelle in Ottakring sei zwar ein Planwechsel während der Bauführung notwendig geworden, es gebe aber für alles Baugenehmigungen. "Es gibt keinen Personalabbau, die Beamten werden lediglich von den bisher 15 Außenstellen auf vier größere zusammengefasst, um so bürgernäher sein zu können", meint der Chef der Baupolizei zu ängsten vor Arbeitsplatzverlust.

Angst hat man in der MA 37 aber auch vor der nächsten Novellierung der Wiener Bauordnung. "Es steht zu befürchten", so Richter, dass der Verfassungsgerichtshof die Behörde verpflichten werde, noch heuer den1996 eingeführten § 70a (vereinfachtes Bauverfahren) zu verbessern. Der VfGH sieht die Rechte der Anrainer im Bauverfahren nicht ausreichend gewährleistet, außerdem ist ihm die Tatsache ein Dorn im Auge, dass Ziviltechniker in eigener Sache Gutachten abgeben können. Was die Wiener Bauinnung freut: "Ziviltechniker können und dürfen nicht anstelle von Behörden entscheiden", sieht sich Innungsmeister Hans-Herbert Grüner in seiner Linie bestätigt.

Umstrittene Umbaupläne

Unter österreichs Ziviltechnikern gärt es. Peter Scheifinger, Bundeskammerpräsident mit Reformvisionen, gerät unter Druck seiner Kollegen. Entzündet hat sich der Konflikt am neuen Pensionssystem, das alle Ziviltechniker verpflichtet, sich ausschließlich bei ihrer Kammer zu versichern. Einigen Mitgliedern, dem Vernehmen nach jungen Architekten, stößt das sauer auf. Als Künstler konnten sie bisher in die gewerbliche Sozialversicherung einzahlen, was nun nicht mehr geht.

Eine Ziviltechnikerplattform probt daher den Aufstand. Sprecher ist der Wiener Architekt Peter Pircher: "Wir wurden aus der gewerblichen Versicherung zwangsentfernt, ohne Kompensation durch das neue System." Hauptargument der Aufständischen: Wer weniger als 15 Jahre eingezahlt hat, verliert den Pensionsanspruch, sofern er nicht doppelt weiter zahlt. Scheifinger wird vorgeworfen, die Künstlerversicherung ohne Befragung der Basis gekippt zu haben.

Aufstand der Dentisten

Die Banken beginnen damit, alle Betriebe - egal, welcher Größe - über den Ratingkamm zu scheren.« Karl Fröstl, einer von insgesamt rund 70 akkreditierten Basel-II-Consultants, warnt Unternehmer davor, die ins Haus stehenden Basel-II-Richtlinien auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Beteuerungen der Politik, wonach den neuen Kreditvergabebestimmungen die »Giftzähne gezogen« seien, hält er für unzutreffend. Besonders Klein- und Mittelbetriebe, deren Inhaber sich bislang wenig Gedanken über die Darstellung ihrer Firmen gegenüber den Banken gemacht haben, sollten sich rüsten. Er hat auch ein paar Tipps für die Optimierung des Ratings bereit: Am wichtigsten ist seiner Ansicht nach die zeitgerechte Vorlage der Bilanz.

Diese sollte im Hinblick auf das Verhältnis Eigenkapital zu Bilanzsumme optimiert sein. Ist die Bilanzsumme niedrig, wird wenig Eigenkapital automatisch mehr wert, weil dessen prozentueller Anteil steigt. Eine Verlegung des Bilanzstichtages und andere »Tricks« können in vielen Fällen helfen: »Es gibt Handelsfirmen, die verkaufen ihren Lagerbestand vor Weihnachten an den Großhändler und erwerben den Bestand Anfang Jänner wieder zurück«, erklärt Fröstl eine der Möglichkeiten, das Umlaufvermögen zu reduzieren. In qualitativer Hinsicht wichtige Schritte sind die Entwicklung eines Plan-Ist-Vergleiches und die Dokumentation von Unternehmensstrategie und Marketing. Aus diesem Mix von Maßnahmen kann man dem Ratingleitsatz einer Großbank - »der Unternehmer bestimmt seine eigene Bonität« - ganz gut gerecht werden.

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