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Design \" Technologie

Das neueste Handy \"Chocolate Phone“ von LG Electronics ist eine Kombination aus \"Fashion Style“ und innovativer Funktionen. Vor allem junge, trendige Leute soll das neue Mobiltelefon ansprechen. Das Modell wurde mit dem \"iF Design Award“ sowie den \"Red Dot Design Award“ für einzigartiges Design und optimale Benutzeroberfläche ausgezeichnet. Die Menüführung erfolgt zum Beispiel über einen Touch Screen, der bei Berührung rot leuchtet. Der integrierte MP3-Player gibt Formate wie MP3, AAC, AAC+, WAV, WMA wieder und auch eine 1,3 Megapixelkamera ist mit an Bord.

Aufgrund der steigenden Popularität des Handys am koreanischen Markt - das Modell ging innerhalb von nur 3 Monaten rund 300.000 Mal über den Ladentisch und erhöhte den koreanischen Marktanteil im Bereich Handsets um 7 Prozent - entschloss sich LG Electronics für den Launch des \"Chocolate Phones“ am europäischen Markt. Das Handy wird voraussichtlich im Mai in österreich erhältlich sein.

Das Handy im Kurz-überblick:
- Abmessungen: 95 x 18 x 15,2 Millimeter
- Gewicht: 83 Gramm
- 2 Zoll-LCD mit 176 x 220 Pixel
- 1,3 Megapixel Kamera mit 4fach Digitalzoom
- MP3-Player + Videorekorder
- Bluetooth
- 128 MB Speicherplatz
- USB-Storage

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Weitere Degression

Die aktuelle Ausgabe der Studie zur Entwicklung dereuropäischen Mobilfunkmärkte, die jährlich von Arthur D. Little in Zusammenarbeit mit dem französischen Brokerhaus Exane durchgeführt wird, zeigt eine steigende Wettbewerbsintensität, die auch Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung hat. Sowird das Umsatzwachstum, das 2005 noch bei 6,7 Prozent gelegen hat, ADL zufolge für den Zeitraum bis 2010 auf einen Wert von durchschnittlich 3,1 Prozent pro Jahr fallen. In österreich sei diese Entwicklung schon etwas früher eingetreten.

\"Aufgrund der weiterhin hohen Wettbewerbsintensität im österreichischen Mobilfunkmarkt hat sich das Umsatzwachstum in österreich im vergangenen Jahr 2005 nur bei etwa vier Prozent bewegt - im Vergleich zu noch rund 6,7 Prozent in den führendeneuropäischen Mobilfunkmärkten\", sagt ADL-Telekomexperte Karim Taga.

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Strukturelle übermacht

Eineinhalb Jahre, nachdem er den Restitutionsantrag gestellt hat, kann der Anwalt Randol Schoenberg, der für seine Mandantin Maria Altmann auch die geraubten Klimt-Bilder zurückgeholt hat, einen weiteren Erfolg verbuchen: Die Schiedsinstanz für Naturalrestitution unter dem Vorsitz des Handelsrechtlers Josef Aicher kommt zum Schluss, das Palais in der Wiener Innenstadt, das bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten Sitz der österreichischen Zuckerindustrie AG (öZI) unter Ferdinand Bloch-Bauer war und heute im Besitz der öBB steht, sei von der Republik österreich an die Erben zurückzugeben.
Wie es mit dem Palais, in dem bis zur Umstrukturierung der öBB die Abteilung \"Planung und Engineering\" untergebracht war und schätzungsweise 5 Millionen Euro wert sein soll, nach der Entscheidung weitergeht, ist allerdings derzeit noch offen. Bei der öBB, die als Staatseigentum keine Parteienstellung hat, wartet man auf eine zeitliche und inhaltliche Weisung der Bundesregierung. Altmanns Anwalt Schoenberg wartet ebenfalls, ob die anderen Erben nun ebenfalls einen Antrag auf Restitution der restlichen drei Viertel an der Liegenschaft stellen und ob sie sich für eine Rückgabe der Liegenschaft oder eine finanzielle Entschädigung aussprechen. \"Es wurden noch keine Entscheidungen getroffen, aber ich glaube man kann davon ausgehen, dass das Palais in Wien bleiben wird“, scherzte Schoenberg in seiner ersten Reaktion auf die Empfehlung der Kommission, seiner Mandantin ihren 25-prozentigen Anteil am Palais in der Elisabethstraße 18 zurückzuerstatten. Ob Altmann und die anderen Erben das Palais nach einer Restitution nutzen, verkaufen, vermieten oder anders verwerten wollen, ist allerdings auch noch offen.
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Filialen-Fest

Der markante vierstöckige Rundbau mit Glaslamellenfassade ist ein Entwurf des Architekturbüros Team M, Linz. Die Bauzeit betrug acht Monate. In dem neuen Bürogebäude finden 84 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter moderne Arbeitsplätze. Zudem ist im Erdgeschoß des Baus die Kantine für sämtliche Energie-AG-Mitarbeiter untergebracht. Insgesamt arbeiten am Standort Gmunden 560 Beschäftigte für den Versorger. Bei der Energietechnik des Gebäudes hat sich die Energie AG ein Herz genommen und nicht gespart. Durch die Ausnutzung des Speichervermögens der Betondecken ist die Kühlenergieerzeugung besonders effizient. Im Sommer ermöglicht dieses System eine vollkommen zugfreie Klimatisierung der Räume. Die nachts besonders attraktiven Glaslamellen der Fassade wirken als Blend- und Sonnenschutz und haben zudem eine wichtige Isolationsfunktion. Der Gesamtenergiedurchlassgrad (G-Wert) liegt bei nur 0,15. Die Gesamtkosten des Bürogebäudes betragen fünf Millionen Euro. Dementsprechend prominent war die Liste der Eröffnungsgäste. Neben Landeshauptmann Josef Pühringer stellten sich der Gmundner Bürgermeister Heinz Köppl und seine drei Stellvertreter sowie die Mitglieder des Gmundner Gemeinderates und des Stadtrates ein. Für den Energie-AG-Aufsichtsrat reisten Ruperta Lichtenecker und Jörg Mayer an, die dem gesamten Vorstand der Energie AG Beistand in schwierigen Zeiten leisteten. Zudem kamen hochrangige Vertreter von Konzernunternehmen und Partnerunternehmen zur Filialfeier an den Traunsee.
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Heißes Potenzial

Robert Schmid, Chef des Dämmstofferzeugers Austrotherm, stellte kürzlich eine simple Rechnung an: Danach benötigt die Erzeugung von einem Quadratmeter Styropordämmung mit einer Stärke von zehn Zentimetern in etwa die Energie von fünf Litern Erdöl. Für eine durchschnittliche Einfamilienhausfassade von 150 Quadratmetern braucht es also 750 Liter öl. Für die Beheizung eines ungedämmten Einfamilienhauses mit 150 m2 Wohnfläche braucht es circa 3000 Liter öl, also zwanzig Liter pro Quadratmeter und Heizsaison. Ein mit zehn Zentimetern Dämmstoff gedämmtes Haus findet bei gleichem Komfort mit rund einem Drittel weniger Erdöl das Auslangen. »Das belegt, dass die ökologische Amortisation selbst bei Styropor rasch gegeben ist«, resümiert Schmid. Wenn die Rechnung stimmt, würde die öleinsparung einer Heizsaison reichen, um das erforderliche Dämmmaterial zu erzeugen. Weil Hauseigentümer anders rechnen, muss man die Investition Wärmedämmung als Ganzes betrachten. Das hat Michael Getzner, Professor an der Uni Klagenfurt, bereits 2002 getan. Die thermische Sanierung eines durchschnittlichen Einfamilienhauses erfordert demnach eine Investition von etwa 11.000 Euro. Die Amortisationszeit wurde damals mit neun Jahren veranschlagt und liegt, bedingt durch die jüngsten Energiepreisschübe, vermutlich etwas darunter. Was hoch erscheint. Alfons Eichberger, Technischer Leiter bei Sto österreich und Vorsitzender der Qualitätsgruppe Vollwärmeschutz, veranschlagt pro Quadratmeter Wärmedämmung zwischen vierzig und 45 Euro.
»Bei rund 750.000 Einfamilienhäusern in österreich könnte der Energieverbrauch deutlich gesenkt werden«, erklärt Eichberger. Eine thermische Sanierung der Außenwand mit einem Wärmedämm-Verbundsystem ist dafür die kostengünstigste Variante. Hundert Kilowattstunden einzusparen kostet bei Installation einer Solaranlage zwölf Euro, mit thermischer Sanierung ist die gleiche Energiereduktion um nur 1,7 Euro zu haben, erklärt die Interessensvertretung.
Dass die Zeit bei Dämmstoffen nicht stehen bleibt, beweist unterdessen die zur Baumit-Gruppe gehörende Firma Austrotherm. Sie bringt eine graue EPS® W30-PLUS Dämmstoffplatte auf den Markt, die eigenen Angaben zufolge die Dämmleistung aller bisherigen Styroporprodukte in den Schatten stellt. »Die neue Austrotherm-Dämmstoffplatte eignet sich ideal für Passiv- und Niedrigenergiehäuser und stellt das am besten dämmende Styropor Europas dar«, so Adolf Ambros, Verkaufsleiter von Austrotherm. In der Tat beträgt deren Lambdawert 0,030 W/(mK), was bislang unerreicht ist.
Das enorme Potenzial der Wärmedämmung bestätigt auch die kürzlich präsentierte Studie »Wirtschaftskraft der ökoenergien«, die vom Dachverband Energie-Klima der Wirtschaftskammer österreich in Auftrag gegeben wurde. Natürlich geht es darin in erster Linie darum, die Potenz des ökoenergiezweiges ins rechte Licht zu rücken, an der thermischen Sanierung kommt aber auch die Wirtschaftskammer nicht vorbei. »Erneuerbare Energien und Umweltwärme sollten in Kombination mit thermischer Sanierung bis zum Jahr 2020 siebzig Prozent des notwendigen Wärme- und Kühlenergiebedarfs der Haushalte abdecken«, wünscht sich der WKO-Generalsekretär Reinhold Mitterlehner. Würden dreißig Prozent des Gebäudebestandes thermisch saniert werden, könnten der Energiebedarf um 25 Prozent und damit der CO2-Ausstoß um 7,8 Millionen Tonnen pro Jahr gesenkt werden. Ziel der frisch ergrünten Wirtschaftskammer ist es, den Einsatz von ökoenergie zu verstärken und österreich langfristig von fossilen Brennstoffen und Energieimporten unabhängig zu machen. Der ökowärmeanteil soll von 25 Prozent auf siebzig Prozent gepusht werden, so die Energiestrategie der WKO. Derzeit sind im ökoenergiesektor 32.700 Personen beschäftigt, die einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden pro Jahr erwirtschaften.
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Massives Hoppala

Eine althergebrachte Weisheit aus der PR-Branche lautet: Korrigiere nie eine Aussendung durch eine nachgeschickte. Denn dann stürzen sich Journalisten wie die Geier auf die korrigierten Stellen. Peinlich, wenn eine Agentur einen neu gewonnen Etat gleich mit einem solchen Hoppala beginnt, wie es der Trimedia Communications Austria gelungen ist: Eine im Namen der Arbeitsgemeinschaft Bau!Massiv! losgeschickte Aussendung mit dem Titel \"Massivhaus steht hoch im Kurs“ und die am darauf folgenden Tag erschienene Version unterscheiden sich lediglich durch ein paar zensurierte Sätze, die es dafür in sich haben: Unter Berufung auf eine vom Karmasin Institut durchgeführte Umfragestudie, die die Bedeutung der Bauweise beim Bau oder Erwerb eines Hauses untersucht hat, wurden Sätze gekippt wie: \"54% der Befragten bewohnen bereits ein Massivhaus oder planen den Bau oder Erwerb eines solchen. 4% wollen ein Fertigteilhaus bauen oder kaufen, 42% machten keine Angabe oder sind noch unentschieden.“
An anderer Stelle wird Othmar Kronthaler, Vorsitzender von BauMassiv, mit dem Satz zitiert: \"Die Studie hat auch gezeigt, dass gerade beim Massivhaus dem Baumeister große Bedeutung zukommt: Für 45% ist es wichtig, dass ihr Traumhaus von Profi-Hand errichtet wird\".

Was nun die angeblichen 4 Prozent betrifft, die ein Fertighaus wollen, steht dem die Tatsache entgegen, dass, wie in der Branche allgemein bekannt ist, der Marktanteil der Fertighäuser bereits bei einem Drittel liegt. Laut Fertighausverband sind es mittlerweile sogar 35,7 Prozent, wobei ein kleiner Teil davon in massiver Bauweise angeboten wird. Für Christian Murhammer, den Geschäftsführer des Fertighausverbands, liegt der Hund in der Fragestellung begraben: \"Ich kenne keine physikalische Einheit für Massivität - mit dem Begriff Leichtbauweise können weniger Menschen etwas anfangen als mit dem Begriff Fertighaus“, meint Murhammer und sieht die tatsächlichen Fertighausfans in der hohen Zahl der Unentschlossenen versteckt. Gleichzeitig dementiert er aber, bei der Agentur oder bei Bau.Massiv interveniert zu haben.
Nicht glücklich zeigt sich auch Manfred Katzenschlager, Geschäftsführer des Bau.Massiv-Partners Bundesinnung Bau, bezüglich des Satzes über die Bedeutung der Baumeister. Denn die Aussage, 45 Prozent wünschten sich einen Profi für ihr Massivhaus, könnte im Umkehrschluss so gedeutet werden, dass sich 55 Prozent einem Pfuscher anvertrauen würden, so seine Befürchtung. \"Die Fragestellung war unklar“, kritisiert auch Katzenschlager die Studie. \"Die Zahlen stimmen“, meint hingegen Roswitha Hasslinger vom Karmasin-Institut, die aber einräumt, dass \"man wesentlich detaillierter befragen“ hätte müssen.

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Tragbarer PC fürs Handgelenk

Der Wrist-Worn Personal Computer (WWPC) ist ausgestattet mit USB, WLAN, Infrarot und Bluetooth und verfügt über ein GPS-System. Die Eingabe erfolgt über einen 72 x 55 Millimeter großen Touchscreen mit 65.000 Farben. Außerdem erleichtern ein Tastenfeld und ein Joystick die Navigation. Der WWPC ist ausgerüstet mit 32 MB ROM und 64 MB SDRAM und läuft mit Windows CD oder Linux. Der Speicher kann über einen SD-Karten-Slot mit bis zu 1 GB erweitert werden.

Der WWPC wird mit einem dehnbaren Band am Arm befestigt und kann an die individuelle Handgelenkbreite angepasst oder auch über der Arbeitskleidung getragen werden. Zudem ist es möglich, den tragbaren PC sowohl am rechten als auch am linken Arm zu tragen. Zwei Lithium-Ionen-Batterien versorgen den WWPC mit Energie, die dank einer ausgefeilten Enegiesparfunktion länger als acht Stunden reichen soll. Der WWPC erkennt automatisch die Position des Arms und schaltet sich in senkrechter Stellung zum Körper in den Stand-By-Modus.

Das Gerät verfügt außerdem über einen Sensor, der Alarm auslöst, wenn sich der Träger über einen längeren Zeitraum nicht bewegt. Der WWPC setzt in einem solchen Notfall einen Notruf ab und schickt die Informationen über den mit GPS ermittelten Aufenthaltsort direkt an die Rettungsstelle. Bei einem Herzinfarkt oder Schlaganfall könnte der tragbare Computer damit Leben retten.

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Flache Kante

Das Kantenprofil besteht aus einer leicht schrägen Abflachung und einer Fase an der Plattenkante. Damit soll schnelleres Verlegen, verschnittfreier Trockenausbau und leichteres Herstellen von planebenen Oberflächen möglich sein. Gottfried Lobmaier, Vertriebsleiter von Xella-Fermacell, rechnet heuer für die TB-Kante mit einem Marktanteil von zehn Prozent des Gipsfaserplattenmarktes.
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Flüchtig, wie immer

Weg vom Gas«, forderte der frühere EU-Kommissar und jetzige Präsident des ökosozialen Forums Franz Fischler Anfang Jänner. Er wünscht sich ein Umdenken in der europäischen und österreichischen Energiepolitik: »Nachhaltige Energieversorgung heißt für mich: Versorgungssicherheit und Schutz der Umwelt zu wettbewerbsfähigen Bedingungen«, betonte Fischler und fügte gleich noch hinzu, dass die energetische Nutzung von Erdöl und Erdgas diese Kriterien nicht erfülle. Die extreme Abhängigkeit und die Klimabelastung seien problematisch, weshalb ein nationaler Aktionsplan des Forums vorgelegt wurde. Häuser ohne Vollwärmeschutz sollen nicht mehr genehmigt, die Förderung für Gaskraftwerke abgestellt und die Biomasse in all ihren Ausprägungen forciert werden. Die Reaktion der aktiven Politik auf Fischlers Vorstellungen blieb aus. Was wenig erstaunt, denn unter der ägide des Energieministers Martin Bartenstein ist ein ökostromgesetz entstanden, das knapp daran vorbeischrammt, nicht auch Gaskraftwerke als ökologisch unbedenklich zu erklären. Die Realisierung eines Verbund-Kraftwerkes nahe Graz gilt als ziemlich ausgemacht. Insgesamt ist für die nähere Zukunft eine Erhöhung der Gaskraftwerkskapazitäten um 2000 Megawattstunden geplant. Zur Befeuerung dieser Turbinen braucht es pro Jahr rund zwei Milliarden Kubikmeter Gas. Damit würde die Entwicklung der Vergangenheit nahtlos fortgeschrieben.
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Hausgemachte Dachschäden

Unweit von Salzburg, in Bad Reichenhall (D), wurden 15 Menschen beim Einsturz der Eishalle getötet. In Salzburg selbst ist eine Messehalle unter den Lasten geknickt. Und es wurde in ganzen Regionen geschaufelt wie wild. »Im Wesentlichen wurden jene Mängel aufgedeckt, die bereits vorhanden waren«, meint der Vizepräsident der Salzburger Kammer für Architekten und Ingenieurkonsulenten Rainer Herbrich. Er meint, dass Bau-, Wartungs-, Planungs- und Prüfungsmängel die eigentlichen Ursachen für die durch hohe Schneelasten entstandenen Schäden sind. »Es wird schnell, billig und unkoordiniert gebaut und das Prinzip »Geiz ist geil« ausgereizt«, meint er. Dabei ginge der Blick für das Ganze verloren, vielfach fehle eine gewerkeübergreifende Planung, kritisiert Herbrich. Weil die Analyse allein nicht reicht, um künftige Vorfälle zu vermeiden, arbeitet er gerade daran, die Behörden zum Umdenken zu bewegen. Es sei einfach nicht länger zu vertreten, dass man, so wie in Salzburg, der Behörde einen Wärmeschutznachweis vorlegen muss, die Standsicherheit dagegen nicht überprüft werde. »Hätten wir unabhängige Prüfgremien, wäre die Sache nicht passiert«, ist er überzeugt. Jetzt will man in der Kammer die Gunst der Stunde nutzen, um künftig auch eine Prüfpflicht für bestehenden Gebäuden zu erreichen.
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