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Archiv (11315)

Poloplast feiert 50

Zum Auftakt des 50. Geburtstags des zur Wietersdorfer-Gruppe gehörenden Rohrherstellers Poloplast wurde deren kaufmännischer Geschäftsführer Guntram Bock mit der Oö Wirtschaftsmedaille ausgezeichnet. Bock und Eigentümer dürfen zufrieden sein. Bis Ende Juni erzielte das Unternehmen einen Umsatzplus zum Vorjahr von elf Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet Poloplast, erstmals die 60-Millionen-Umsatzgrenze zu überschreiten. Besonders erfreulich ist für Bock , dass auch die Ergebnis- und Cashflow-Entwicklung sich über den Eigentümererwartungen von zehn bzw. 15 Prozent vom Umsatz bewegen. »2005 wird für Poloplast daher nicht nur ein Jubiläumsjahr, sondern auch ein weiteres Rekordjahr«, so Bock. Poloplast hat zuletzt einige Produkterweiterungen wie kontrollierte Wohnraumlüftung, Erdwärmetauscher und die Innovation POLO-RDS evolution lanciert. Erfreulich für das Unternehmen ist auch, dass es von der Wirtschaftskammer österreich als eines von vier österreichischen Pilotunternehmen ausgewählt wurde, auf Basis eines 7-Schritte-Plans einen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen. »Nach 50 Jahren wertorientierter Unternehmensführung erachten wir den Zeitpunkt als geeignet, in einem Bericht darzulegen, welche Wertvorstellungen wir haben, welche Leistungen wir im Dreiklang ökonomie, Umwelt und Soziales erbringen und wo wir unsere vorrangigen Zukunftsaufgaben sehen«, kommentiert Bock, der auch für die Zukunft Mittel für Nachhaltigkeit bereitstellen will.
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Klarheit für VoIP

Auf Basis bestehender Gesetze und Verordnungen präsentierte RTR-Geschäftsführer Georg Serentschy nun Richtlinien für Anbieter von VoIP-Diensten. Dabei unterscheidet die Behörde zwei Klassen von VoIP-Services. Jene Anbieter, die das Telefonieren im Internet auch mit dem klassischen Telefonnetz (Fest- und Mobilnetz) verbinden, müssen auch den Zugang zu Notrufen anbieten. Eine änderung der seit Frühjahr 2004 geltenden KEM-Verordnung hält die RTR nicht für erforderlich.

\"VoIP, also Sprachkommunikation über IP-basierte Netze, hat sich in den vergangenen Jahren sowohl technisch als auch hinsichtlich der Nutzerzahlen deutlich weiterentwickelt und stellt - wie eine wachsende Zahl von Kunden berichten - zunehmend eine Alternative zur herkömmlichen Sprachtelefonie dar\", so Serentschy. Die Richtlinien der RTR seien \"in erster Linie an Kommunikationsdienst- bzw. netzbetreiber\" gerichtet. Die Behörde unterscheidet zwischen öffentlich angebotenen VoIP-Diensten, die auch den übergang ins klassische Telefonnetz ermöglichen (Klasse A), und \"Internet Only\"-Anbietern, mit deren Software nur von PC zu PC telefoniert werden kann. Klasse A ist verplichtet, auch den Zugang zu Notrufen anzubieten.

Bei den Rufnummern für VoIP sieht die RTR keinen änderungsbedarf. Für geografische Rufnummern müssen schlicht die spezifischen Nutzungsbedingungen erfüllt sein, nämlich ein konkreter ortsgebundener Netzabschlusspunkt. Die Rufnummern 0720 und 0780 stehen spezielle für \"nomadische Dienste\" zur Verfügung: also Dienste, die vom Standort des Internetzugangs abhängen. Die 0780-Nummern werden via ENUM einer Internet-Adresse (E-Mail, Website, IP-Adresse, etc.) zugeordnet.

Kritik von VoIP-Betreiber. über einen Fehlentscheid der RTR spricht der internationale Internettelefonieanbieter sipgate. \"Verwirrung statt Klarheit\" würde die Regulierung der VoIP-Dienste bringen, sagt Wilhelm Fuchs, Sprecher des sipgate-Betreibers indigo networks. Mit der Notruf-Richtlinie schlage österreich einen Sonderweg ein, der die Marktpraxis nicht widerspiegle. Die RTR würde mit der Notruf-Regelung auch VoIP-Anbieter, die ihren Sitz im Ausland haben, verpflichten, Notrufe in österreich bereitzustellen. \"Vergleichbar wäre der Fall, dass eine France Télécom oder Telecom Italia, aus deren Netzen Telefonate nach österreich geführt werden, auch die Notrufe in österreich bereitstellen müssen\", so Fuchs.

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Pessimistische Baustoff industrie

Der Wohnbau, der sich 2002 bis 2004 sowohl hinsichtlich Bewilligungs- als auch Produktionszahlen zu erholen schien, sei weiter stagnierend, so ZIB-Präsident Manfred Winkler. Aus diesem Grund würde auch die Gesamtentwicklung im Hochbau weiterhin schwach ausfallen, wobei die Sparte Nutzbau mit 1,8 Prozent immerhin ein schwaches Plus erreicht habe. Auch die Wohnhaussanierung entwickelt sich laut Winkler schwach, und das, obwohl die Bundesländer in ihren Fördersystemen Anreize für die thermische Sanierung bieten. Während der neunziger Jahre wurde nur ein Zehntel des Bestands thermisch saniert. Positive Ausnahme bilden laut Winkler einzig die gemeinnützigen Bauvereinigungen, die jede fünfte Wohnung thermisch saniert haben. Deshalb fordert der ZIB vehement die Forcierung aller vorhandener Möglichkeiten zur Intensivierung der thermischen Sanierungen und insbesondere die Entwicklung neuer Instrumente, etwa ein steuerliches Förderungsmodell. Denn, so die Befürchtung des Verbands, bei Nichterreichung des Kioto-Ziels würden nicht nur Strafzahlungen für den Staat drohen, sondern der Druck auf die Industrie und besonders stark auf die Bauprodukteindustrie könnte erheblich steigen.
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Große Löcher

Neues beginnt man an einem Montag. So auch bei der öBB-Tochterfirma Brenner Eisenbahn GmbH (BEG). Sie startete am 1. August 2005 den fünften Bauabschnitt der neuen Unterinntalbahn. Um 104 Millionen Euro werden in der Gemeinde Stans zwei Tunnel mit einer Gesamtlänge von 3,2 Kilometern gebaut. Der Bau erfordert verschiedene Herstellungsmethoden, wie Vortrieb unter Druckluft und Bodenverbesserungen. Ganz und gar nicht verbessert hat sich die Kostenperformance des Gesamtprojektes. Aus den bis 2002 vom Errichter prognostizierten Ausbaukosten von 1,3 Milliarden sind 1,8 Milliarden geworden.
Keine Frage, es ist ein schönes Stück Schiene, das in Tirol entsteht. So richtig Sinn macht der Ausbau in dieser Dimension freilich nur, wenn auch der Brennerbasistunnel (BBT) errichtet wird. Da muss man kein Meisterstratege sein, wie es dem Bundeskanzler häufig nachgesagt wird. Er ließ kürzlich unverblümt durchklingen, dass ihm die lange Planerei des Tunnels auf die Nerven gehe. Der Baubeginn für den Sondierstollen habe gefälligst 2006, also vor den Nationalratswahlen stattzufinden, befand der Kanzler. Also Brennertunnel. Kosten für österreich: unbekannt. Es mangle offensichtlich an »fundierten ökonomischen Analysen und Sachverstand«, wetterte der Vorstand des Institutes für Transportwirtschaft und Logistik an der WU Wien, Sebastian Kummer, anlässlich des Business Circle Jahresforums »Verkehrsinfrastruktur 05«. Er hat die Entwicklung der Kostenschätzung für den Tunnel analysiert: Im Generalverkehrsplan (2002) sei der österreichische Anteil mit 1,45 Milliarden Euro beziffert worden. Der italienisch-österreichische Staatsvertrag (April 2004) gehe von insgesamt vier Milliarden Euro aus. Im Jänner 2005 habe Verkehrsminister Gorbach berichtet, die zusätzlichen Finanzierungskosten würden die Gesamtkosten von sechs auf neun Milliarden Euro ansteigen lassen. Kummers Resümee: »Ein solches Possenspiel sollte sich eine effiziente Verkehrsinfrastrukturpolitik nicht bieten lassen.« Aus der Sicht von Hans Lindenberger, Chef der BBT SE, ist die Sache ziemlich klar. Auf der Preisbasis von 2002 würden die reinen Errichtungskosten 4,5 Milliarden ausmachen. Falls geologische Probleme oder Trassenänderungen anfallen, könnte sich der Betrag im Worst-Case-Szenario auf 5,4 Milliarden erhöhen.
Die heimischen Schätzungen sind nur ein Teil der Unabwägbarkeiten rund um den Tunnel. Die EU weiß nämlich auch nicht recht, wie sie mit dem Röhrenbau umgehen soll. Die Windungen von EU-Verkehrskommissar Jaques Barrot dazu sind legendär: Noch im Februar meinte Barrot, dass die EU bis zu fünfzig Prozent der Kosten tragen könnte. Ende September hoffte Barrot, dass es »über zwanzig Prozent sein werden«.Letztlich entscheide das derzeit in Verhandlung befindliche EU-Budget. Für die Regierung ist das kein Dämpfer, ganz im Gegenteil, sie will den Bau durch die Einsetzung einer »Taskforce« beschleunigen und die Fertigstellung von 2015 auf 2012 vorverlegen. Die Gespräche zu dieser Sondereinsatzgruppe seien im Laufen, erklärt Lindenberger ohne nähere Inhalte zu verraten. Taskforce eben.
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Musterhausgültig

Ein Pelletsofen und ein Fußbodenheizungsschlauch reichen zur Beheizung eines 300-m2-Hauses samt Keller aus. Es ist freilich kein gewöhnliches Haus, das die Firma Aust Bau GmbH in Tulln gerade errichtet - es ist ein klima:aktiv-Haus. Die Wände sind aus 20 Zentimeter Porotherm-Ziegel, die mit 30 Zentimeter Kork gedämmt sind. Durch Chemikalienmanagement sei es gelungen, die problematischen Luftschadstoffe im Neubau, in den rund 80 Firmen ihre Produkte hineinbauen, um 90 Prozent zu reduzieren - ohne Mehrkosten, meint Josef Seidl, Chef des ökobau-Clusters Niederösterreich. Seidl findet auch lobende Worte für den Ziegelriesen Wienerberger, der seit kurzem einen 25-cm-Ziegel mit höherer Speicherfähigkeit im Programm hat. Er sieht in den beiden klima:aktiv-Häusern ein deutliches Signal für einen nachhaltigen Sinneswandel: »Hätte mir vor 15 Jahren jemand gesagt, dass die Ziegelindustrie, der Fertighausverband und diverse andere Vertreter der Bauwirtschaft an einem Strang ziehen, hätte ich ihn ausgelacht.«
Für den Geschäftsführer der Aust Bau, Karl Macho, machen Dämmung, Fenster und Haustechnik derzeit die Passivhäuser um fünf bis zehn Prozent teurer als herkömmliche Häuser. In Tulln werde im übrigen viel zu viel Technik eingebaut, so Macho. Alle Firmen wollten aus dem fahrenden klima:aktiv-Zug winken. »Das klima:aktiv-Haus hat das Zeug zum Trendsetter«, so Seidl. Um die Vorgaben von Umweltminister Josef Pröll zu erfüllen, ist das auch notwendig. Er will bis 2009 ein Fünftel der neu errichteten Einfamilienhäuser im klima:aktiv-Standard gebaut sehen.
Skeptischer ist da Bauträger Klausjürgen Kiessler: »Die Kunden sind teilweise besser informiert als die Baumeister.« »Installateure und Elektriker sind die größten Feinde des Passivhauses«, weiß der Bauherr des Büropassivhauses Sol4. Sie würden zu unkontrolliert stemmen und bohren. »Die Schulungen laufen« beteuert Christian Weinhapl, Geschäftsführer von Wienerberger österreich. Sein Unternehmen habe inzwischen eigene Mitarbeiter, die vor Ort auf den Baustellen beraten.
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Rote Krone

Weil das Einkaufen in Schuhschachteln immer weniger Kunden anzieht, hat der Eigentümer, die Spar AG, 85 Millionen Euro investiert. Weithin sichtbar ist die vom italienischen Stararchitekten Massimiliano Fuksas geplanteDachkontruktion. 2000 Tonnen Stahl wurden von Unger Stahlbau um 5,4 Millionen verbaut.
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Chatiquette

Die Chatiquette (aus engl. Chat und etiquette, Etikette) wurde - in Anlehnung an die Netiquette (Verhalten im Internet) - als Richtlinie für die Umgangsformen in einem Chat entworfen. Die Anonymität eines Chats verleitet immer wieder Teilnehmer zu äußerungen, die sie in nicht-elektronischen Kommunikationsformen unterlassen würden. Diese reichen von penetranten Flirtversuchen und Unfreundlichkeiten über Pöbeleien bis zu Beleidigungen. Um Chattern Anhaltspunkte für das angemessene Verhalten in einem Chat zu geben wurden viele verschiedene Chatiquettes geschrieben.

Chatbetreiber achten drauf
Die meisten Chatbetreiber achten meist auf diese Punkte und ahnden bei schlimmen Verstößen auch, zum Beispiel mit dem Entfernen aus dem Chat. Manche Chats haben auch einen eigenen Raum, in dem man \"mal so richtig die Sau raus lassen kann\". Schaut Euch einfach in den Chats nach der \"chatiquette\" um. Manche Chats nennen die \"chatiquette\" auch AGBs oder Hausordnung. Dabei können sich die Versionen unterscheiden.

Chats sind unterschiedlich
Als es im Internet die ersten Chats gab, nutzten viele Menschen diese Plattform, um sich eine andere (virtuelle) Identität zuzulegen. Aus Männern wurden Frauen, aus Weicheiern wurden Harteier, aus schüchternen Menschen Machos und aus Gebäudereinigern Netzwerkadministratoren. Man war in der Regel so weit voneinander entfernt, dass die wahre Identität nie bekanntgegeben werden musste. In dieser Hinsicht hat sich viel verändert. Heute gibt es so viele Chatter, dass die Chance groß ist, dass Du Leute in Deiner direkten Umgebung im Chat kennenlernst. Aus diesem Grund ist es ratsam, schon vorher zu überlegen, ob Du einen RealLive-Chat betrittst, also einen Chat, mit Menschen wie Du und ich, die sich nicht hinter einer künstlichen Fassade verstecken - oder ob du lieber einen Fantasy-Chat suchst, wo Du Dir virtuelle Fähigkeiten geben kannst.

Benimmregeln im Chat
- Begegne anderen Chattern mit Respekt und Höflichkeit. Dann werden auch sie Dich respektieren und höflich behandeln.
- Mache nichts, was Du im realen Leben auch nicht tun würdest.
- Man fragt nicht sofort jeden aus, auch wenn man viel über ihn wissen möchte. Man wartet, bis sich das von selbst ergibt. ... In eine Kneipe rennst Du ja auch nicht hinein, springst auf einen Tisch und brüllst: \"Hey Leute, da bin ich - unterhaltet mich!\"
- Schimpfwörter solltest Du im Chat ganz vermeiden. Damit ziehst Du nur den ärger der anderen auf Dich, die in Ruhe chatten wollen. Bedenke: Gewalt- und Drogenverherrlichung, pornographische Darstellungen und rassistische äußerungen werden strafrechtlich geahndet.
- Hilf den Newbies! Wenn ein \"Neuling\" hereinkommt, erinnere Dich an Deinen ersten Chat. Hat Dir damals jemand geholfen? Dann tue es ihm gleich. Hat Dir keiner geholfen? Dann mach es besser als die anderen damals, die Dir hätten helfen sollen.
- Führe keine Gespräche in Fremdsprachen. Alle sollen verstehen, was Du sagst.
- Sexistische Beiträge werden nicht geduldet. Wahre auch beim Flirten die Grenzen des guten Geschmacks.
- Verwende keine anstößigen Chat-Namen (Nicks) und Chatter-Bilder.
- Vermeide provokative Aussagen und achte darauf, dass ironische Bemerkungen auch als solche erkennbar sind (z. B. durch Emoticons).
- Wenn Du Dich durch jemanden belästigt fühlst, dann setze ihn auf die Ignore-Liste.
- Nutze die Möglichkeit zum geschlossenen Dialog (Flüstern). Nicht jede Diskussion interessiert die gesamte Chatgemeinde. Gehe für private Unterhaltungen ins Separée.
- Schreibe nicht ständig in GROSSSCHRIFT, denn das bedeutet lautes Schreien.
- Belaste die Chatanzeige nicht durch das mehrfache Anklicken von Namen oder das Füllen ganzer Zeilen mit Smilies, damit andere auch Platz für Nachrichten haben.
- Du flirtest gerne? Aber vielleicht dein Gegenüber nicht. Wenn sich jemand abweisend verhält, dann lasse ihn / sie in Ruhe, anstatt weiter zu bohren. Manchen nervt schon die Frage: \"Bist Du m oder w?\"
- Jeder hat mal schlechte Laune. Aber lasse diese Gefühle nicht an den anderen Chattern aus!
- Nur Du allein bist für Deine Beiträge und Aussagen verantwortlich. Gib Dich nicht dem Irrglauben hin, Du seiest im Chat anonym. Das bist Du nicht. Jeder Nutzer kann in besonderen Fällen identifiziert werden, auch nachträglich.
- Werbe niemals Chatter für einen anderen Chat ab! Wenn Dir der Chat nicht gefällt, brauchst du das nicht ständig verkünden. Wenn Dir ein anderer Chat besser gefällt, dann geh in den anderen Chat. - Werbung für kommerzielle Angebote oder andere Internetangebote werden nicht geduldet.

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Harmoni ... was?

Elendslange Sitzungen haben alle Beteiligten hinter sich gebracht, um österreich das zu bescheren, was anderswo seit Jahrzehnten eine Selbstverständlichkeit ist: einheitliche Bautechnikbestimmungen. Nun ist jedoch endgültig klar, dass das Land Salzburg ausschert und die Unterschrift verweigert. Die Bemühungen von acht Ländern und Vertretern der Wirtschaft drohen damit den Bach hinunterzugehen. Gescheitert ist die Vereinbarung an der Richtlinie 6, die den Bereich Energieeinsparung und Wärmeschutz und die Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie darstellt. Salzburg und Restösterreich konnten sich nicht auf eine einheitliche Berechnungsmethodik verständigen.
Lenkt der zuständige Landesrat Josef Eisl nicht im letzten Moment ein, ist die zeitgerechte Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie in nationales Recht gescheitert. »Bei Nichtumsetzung wird Brüssel ein Umsetzungsprotokoll vorlegen«, erklärt ein Referent des Fachverbands Stein- und keramische Industrie. »So lange das Ziel der Harmonisierung zu einer Komplizierung führt, kann der Landesrat nicht zustimmen«, erklärt Eisls Sprecher Christoph Gappmeier. »Wir wollen eine Vereinfachung«, sagt Gappmeier und verweist darauf, dass auch andere Bundesländer die Komplexheit des Entwurfs realisiert hätten.
Kompliziert ist die Agenda aus der Sicht der Länder tatsächlich: Sie würden schließlich den Gestaltungsspielraum in Bauagenden an das Oesterreichische Institut für Bautechnik (OIB) abgeben - einen von den Ländern gegründeten Verein.
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Vernetzte Meister

Acht Baumeister der oberösterreichischen Bauwirtschaftsförderungsgesellschaft (BWG) haben sich Anfang Juni für eine gemeinsame EDV-Lösung entschieden: Sie kooperieren im Baunetzwerk, in dem Netzwerkplanung und -entwicklung, Supportleistungen sowie der Hard- und Softwareeinkauf von einem Zentralserver aus erledigt werden. Die Programme werden von den Baufirmen gemeinsam genutzt, die generierten Daten werden aber auf einem firmeneigenen Server abgespeichert.Baumeister Karl Stern aus Münzkirchen erwartet sich als einer der Netzwerker eine Erleichterung und Optimierung der Abläufe in der Firma: »In Zukunft soll auch die Zusammenarbeit mit der BWG auf elektronischem Weg im Bereich Rechnungen funktionieren«, hofft er. Thomas Edinger, Baumeister aus Linz, bringt das zum Ausdruck, was die diversen Softwareanbieter vielleicht nicht so gerne hören. »Ins Netzwerk gehen wir, weil die Lösung über das Kooperationsnetzwerk attraktiver ist als unsere derzeitige über eine externe Firma. Wir können da stärker auf die Entwicklungen Einfluss nehmen und Erfahrungen untereinander austauschen«, glaubt er. »Mehr Sicherheit und mehr Kompetenz« erwartet sich Baumeister Gerald Staudinger aus Pettenbach. Auch in seiner Firma betreut das Netzwerk ein Mitarbeiter nebenbei. Künftig wird der überwiegende Teil von Support und Netzwerkplanung von der Firma AKD (Anwendung-Kommunikation-Dienstleistung) übernommen die als technischer Partner des BWG-Netzwerkes fungiert. Entstanden ist die Idee des Baunetzwerkes durch die zuvor über die BWG initiierten Office-Optimierungsprojekte. Die BWG selbst wurde 1986 von 18 Baufirmen als Einkaufsgenossenschaft gegründet. Mittlerweile hat die BWG 33 Mitglieder und fungiert auch als Dienstleister. Der Umsatz 2004 betrug rund 80 Millionen Euro. BWG-Chef Josef Rechberger: »Die BWG ist im Vergleich zu den weiteren fünf unter dem Dach der Austria Bau organisierten Gesellschaften die umsatzstärkste und durch die Personalentwicklung die innovativste.«
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Maximaler Hotelkomfort

Bis Ende Oktober liegen in der Nähe des Bruckner-Hauses drei Röhren aus stahlfaserzementgebundenem Beton, innen mit Sperrholz ausgekleidet und einer Holzplatte als Unterlage für eine \"kuschelige“ Matratze versehen. Die als \"Suite“ bezeichneten Schlafröhren werden mittels eines bei der Internetanmeldung gesendeten Codes verschlossen und bieten einen 220 V-Stromanschluss sowie Polster, Decken und einen Schlafsack. Für alle anderen Bedürfnisse für den laut Website \"maximal möglichen Komfort“, wie Dusche, WC und Frühstücksräume, sind die im Linzer Donaupark vorhandenen öffentlichen Toiletteräume, das Parkbad sowie umliegende Kaffeehäuser vorgesehen. Bezahlt wird die übernachtung im \"dasparkhotel“, einem Projekt der Kunstuniversität Linz, nach einem \"Pay-as-you-wish“-System: Wer möchte, hinterlässt einen Betrag seiner Wahl in der Paybox.
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