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Archiv (11315)

Dringlichkeiten versus »Betriebsstörungen«

Wichtiges vor ungewollt Dringlichem reihen und umsetzen können => Gelassenheit im Denken und Handeln ein kritischer Erfolgsfaktor => »Betriebsstörungen« durch Aktivismus und Hektik vermeiden => Gute Lebens- und Unternehmensqualität aufbauen => Schaffen von Voraussetzungen für die Gelassenheit –  eine vergessende Tugend => Agilität und Nehmerqualität aufbauen. Von Johann Risak.

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Raiffeisen gründet eigene Factor Bank

Factoring ist ein Bankenprodukt mit enormen Potenzial. \"Der österreichische Factoringmarkt hat sich seit dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt“, erklärt RZB Firmenkundenvorstand Karl Sevelda. Dennoch sind die Märkte in den führenden Factoring-Nationen wie England, Italien und Frankreich, aber auch in Deutschland noch um einiges größer - auch in Relation zum Bruttoinlandsprodukt. Diesen Wachstumsmarkt wollen die österreichischen Raiffeisenbanken nach dem Verkauf ihrer FactorBank-Anteile an die Bank Austria ab dem ersten Quartal 2008 mit einem sektoreigenen Institut beackern. Ein entsprechender Antrag zur Erteilung der Banklizenz wurde bei der FMA bereits eingereicht. \"Mit dem neuen Angebot einer eigenen Factor Bank erschließt der Raiffeisensektor zusätzliches Geschäftspotential und erweitert seine Produktpalette um einen wichtigen Bereich\", sagt Sevelda zur Neugründung der Raiffeisen Factor Bank AG. Die Geschäftsführung werden das ehemalige Vorstandsmitglied der FactorBank Alfred Fadinger und der frühere Intermarket-Vorstand Gerhard Prenner übernehmen. Das Angebot der Raiffeisen Factor Bank AG wird sich sowohl an Klein- und Mittelbetriebe als auch an große Unternehmen richten.

Hintergrund
Der wichtigste Aspekt bei Factoring ist die Schaffung von Liquidität durch Bevorschussung von Forderungen. Auch entlastet Factoring die Organisation selbst, weil das Forderungsmanagement einschließlich des Mahnwesens an die Factorbank ausgelagert werden kann. \"Mit der Raiffeisen Factor Bank AG bieten wir unseren Kunden zudem die Möglichkeit durch den Forderungsankauf das eigene Risiko deutlich zu reduzieren\", so Sevelda.

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Viel Power für das Topmodell

Das Topmodell der Toyota Allrad-Palette, der Land Crusier V8, wird Ende des Jahres seines Einstand in Europa feiern.
Die bewährte Konstruktion baut auf einem neu entwickelten Chassis-Rahmen auf. Damit gewinnt der V8 bei gleich bleibenden Radstand sechs Zentimeter in der Länge und misst nun stolze 4,95 Meter. Mit der neunten Generation dürfte dann endlich auch die magische Fünf-Meter-Hürde genommen werden. Die Höhe variiert, je nach Einstellung der Niveauregulierung des Fahrwerks, zwischen 1.865 mm und 1.910 mm. In der Breite misst das Fahrzeug 1.970 mm. Wer Probleme beim Einparken hat, sollte sich nach einem anderen Gefährt umsehen.
Unter der Motorhaube des Land Cruiser V8 Diesel arbeitet ein neuer 4,5-Liter D-4D Achtzylinder-Dieselmotor mit 286 PS. Der V8-Selbstzünder ist serienmäßig an ein neues Sechs-Stufen-Automatikgetriebe gekoppelt. Der Durchschnittsverbrauch soll bei moderaten 10,2 Liter je 100 Kilometer liegen. Besonders ins Zeug haben sich die Japaner bei den elektronischen Neuheiten. Die aktive Höhenkontrolle AHC soll das Fahrzeugniveau konstant halten, das adaptive Dämpfungssystem AVS dafür sorgen, dass sich die Dämpfungscharakteristik der Stoßdämpfer automatisch dem jeweiligem Untergrund anpasst. Das geländeabhängige Geschwindigkeitsregelsystem soll durch ein automatisches Abbremsen der Räder und eine automatische Steuerung der Motorleistung ein Durchdrehen oder Blockieren der Räder verhindern. Das System kann in drei Stufen auf die jeweilige Bodenbeschaffenheit eingestellt werden. Außerdem besitzt der V8 eine Anzahl an Sicherheitsmerkmalen wie das neu entwickelte Multi-Terrain ABS, die Fahrzeugstabilitätskontrolle VSC, die elektronische Bremskraftverteilung EBD, sowie eine vollständige Airbagausstattung inklusive Knieairbags für Fahrer und Beifahrer.
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Reales Wachstum

Wenn Kongresshotels in und um München ausgebucht sind, wenn Handys, PDAs und Notebooks allerorts summen, wenn das Messegelände in ein dreifarbiges Meer aus schwarzen, dunkelgrauen und blauen Anzügen verwandelt wird, wenn schwarze Limousinen die Parkplätze überfluten, wenn über Bauprojekte und Renditen gesprochen wird, wohin man schaut, dann weiß man: Die Immobilienmanager geben sich wieder einmal ein Stelldichein. Anfang Oktober fand die zehnte Auflage der Expo Real in München - zum Unterschied von früheren Veranstaltungen heuer erst nach Ende des Münchner Oktoberfests - statt und zeigte, dass es der Immobilienbranche so gut geht wie schon länger nicht: Mit 23.800 Fachbesuchern aus 77 Ländern kamen heuer mehr Besucher und auch mehr Aussteller aus Wachstumsmärkten zur Internationalen Fachmesse für Gewerbeimmobilien - ein Zeichen für den gestiegenen Optimismus in der Branche. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete die Expo Real ein Besucherwachstum von insgesamt 13 Prozent. Noch stärker war der Anstieg aus dem Ausland um 24 Prozent. Die Top-Ten-Besucherländer waren neben Deutschland - in dieser Reihenfolge - Großbritannien, Niederlande, österreich, Schweiz, Tschechische Republik, Russische Föderation, Frankreich, Polen, USA und Italien.
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Heiße Höhenluft

Dubai ist Hitze und Dynamik pur. Rund 700 Hochhausbaustellen mit etwa 130.000 Kränen verwandeln Wüste zu Luxus-Wunderwelten der Sonderklasse. Es gibt weltweit keine Gegend, in der gegenwärtig so viel gebaut wird wie in den Vereinigten Emiraten am Golf. Ein Projekt in Dubai sind die Jumeira Lake Towers, eine Hochhausgruppe, die in einem neuen Stadteil Dubais gemeinsam mit insgesamt 89 Hochhäusern entsteht. Sie alle haben eine Höhe zwischen 150 und 250 Metern. Herausragend, im wahrsten Sinne des Wortes, wird der Al-Mas-Tower mit einer Gesamthöhe von 360 Metern. Al Mas (arabisch »der Diamant«) wird von der staatlichen Dubai Multi Commodities Center (DMCC) als Freihandelszone in Dubai konzipiert. DMCC bietet alle Einrichtungen für den Handel und die Verarbeitung von Gold, Diamanten, Edelsteine und anderen Rohstoffen. Im Al-Mas soll neben Antwerpen die zweitgrößte Diamantenbörse der Welt entstehen.

Mitten im Geschehen ist der gebürtige Osttiroler Reinhold Tegischer. Er ist Leiter der Planungs- und Konstruktionsabteilung des Al-Abbar-Konzerns, der als der größte aluminium- und glasverarbeitende Betrieb im mittleren Osten neben 15 anderen Großprojekten auch die Fassade des Turms realisiert. Sein Design \" Engineering Department arbeitet innerhalb des Konzerns wie eine eigene Firma und ist sowohl mit dem Headquarter als auch mit dem Planungsbüro auf den Philippinen online verbunden. Das ermöglicht eine schnelle Umsetzung der Planziele. Trotzdem macht Tegischer einen schwierigen Job. Die Umsetzung vom Design in der Produktion und Montage ist oft schwierig, da Fachkräfte absolute Mangelware sind. Das Gebäude wird zu 80 Prozent mit ungelernten Arbeitern aus Indien, Pakistan, Bangladesch und den Philippinen gebaut. Geführt von einer kleinen Gruppe von hochspezialisiertem Führungspersonal, das überwiegend aus Europa kommt, müssen er und seine Kollegen die fachlichen und qualitativen Standards, die den British \" American Standards entsprechen, in die Tat umsetzen. Einer von ihnen ist auch der erst 30-jährige Projektmanager Fassade, Florian Belosevic. Er hat sein Handwerk in Deutschland im väterlichen Betrieb und später bei Wicona und Norsk Hydro gelernt und kennt alle gängigen Fassadentypen. Zusammen mit einem indischen Ingenieur hat er in kürzester Zeit mehrere Vorarbeiter ausgebildet, welche wiederum die einzelnen Montagetrupps führen. Tegischer selbst war vor seinem Engagement beim Al-Abbar-Konzern gut zehn Jahre bei der Konhäusner Group in Warschau tätig. Schon dort war er viel unterwegs und arbeitete an Projekten in Irland, England, Polen, Deutschland und der Schweiz mit. Sein letztes Projekt bei Konhäusner war das Grand Lisboa Hotel in Macau (China). Dabei handelte es sich um einen Gebäudekomplex samt Entertainment-Center und Casino.

Jetzt geht der Manager noch gut hundert Meter höher. Im Ranking der weltweit höchsten Business-Towers rangiert der Al-Mas-Tower derzeit an elfter Stelle. Das dramatische Glasdesign des Towers mit seinen ungewöhnlichen Formen ist von einem künstlichen See umgeben. Der Turm wird von 54 Säulenfundamenten getragen, die bis zu 60 Meter tief auf massivem Fels stehen. Geplant hat den Turm das englische Architekturbüro ATKINS \" Partners Overseas. Der japanische Baukonzern TAISAI führt die Projektsteuerung aus. Die Betonierarbeiten verantwortet der arabische Baukonzern ACC. Die Al Abbar Group, für die Tegischer tätig ist, ist eines der größten Fassadenunternehmen des Mittleren Ostens mit insgesamt rund 3.000 Beschäftigten. Die Gruppe betreibt zwei Designabteilungen. Eine davon ist in Dubai angesiedelt. Dort sind rund dreißig Design-Project-Manager und Konstruktionsingenieure sowie zehn Projektmanager tätig. Im Büro Manila arbeiten rund 100 Designer und Ingenieure. Weitere sogenannte »Design- Subcontractors« sitzen in Malaysia, Singapur, Bangkok und Deutschland. Derzeit ist die Gruppe in Dubai bei mehreren Großprojekten beteiligt. Am herausragendsten ist dabei der Burj Dubai, wo 80.000 Quadratmeter Fassade montiert werden. Am Airport Jebel Ali, der nach seiner Fertigstellung der größte Flughafen der Welt sein wird, zeichnet Al Abar Group für 170.000 Quadratmeter Fassade verantwortlich. Für das CP08 Finance Center konzipiert die Gruppe weitere 120.000 Quadratmeter Fassade.
Bei aller Wucht dieser Bauprojekte sehnt sich der österreicher Tegischer manchmal nach Vertrautheit. Eiskalte Winternächte, Almhütten, ein Waldspaziergang oder ein Würstelstand sind seine derzeitigen Favoriten. So richtig heimziehen tut es den Manager trotzdem nicht. Persönlich reizen würden ihn stattdessen Destinationen wie New York oder Havanna.

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Klagenfurt in Wien

Im Zuge der übernahme durch die TA musste der alternative Telekombetreiber eTel seine Kollokationsflächen in elf Wiener Wählämtern verkaufen. Diese wurden vom Klagenfurter Entbündler i3b übernommen. Die i3b will eigenen Angaben zufolge keine eigenen Produkte anbieten, sondern die Leitungen an Wiederverkäufer weiter geben. \"Weil wir vor allem kleine und tendenziell aggressivere Reseller im Auge haben, wird das den Wettbewerb im xDSL-Markt antreiben\", ist sich i3b-Geschäftsführer Marco Brandstätter sicher. Befürchtungen von geringerem Wettbewerb nach der eTel-übernahme würden somit nicht eintreten.

Sowohl die Telekom Austria, als auch die großen Entbündler wie UPC oder Tele2 bieten derzeit kaum attraktive Angebote für Wiederverkäufer, meint Brandstätter. \"In diesem Marktvakuum sehen wir sehr gute Chancen. Wir wollen den Wiederverkäufern ein Angebot machen, von dem sie auch leben können\", so Brandstätter, der die geringen Margen anderer Betreiber kritisiert. Oft würden diese nicht einmal fürs Briefporto ausreichen.

Derzeit bedient die i3b zehn Reseller, hauptsächlich am Kärntner Markt. In bislang 18 Wählämtern werden entbündelte xDSL-Zugänge anderen Betreibern zur Verfügung gestellt. Sowohl bei der Anzahl der Kunden als auch der entbündelten Leitungen konnte die i3b ihr Geschäft jedes Jahr mehr als verdoppeln.

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