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Energiereiche Rekordbilanz

Der Konzernumsatz stieg von 1.095,3 Mio. Euro um 4,2 % und erreichte im Berichtsjahr 1.141,8 Millionen Euro. Wachstumsmotor war wie bereits im vergangenen Geschäftsjahr das Segment Entsorgung mit einer Umsatzsteigerung von 23,2 Prozent. Auch das Segment Wasser konnte mit einer Erlössteigerung von 17,1 Prozent deutlich zulegen.
Das EBITDA verbesserte sich von 198,6 Mio. Euro um 37,9 % auf 273,9 Mio. € und das EBIT wuchs von 94,1 Mio. Euro um 70,5 % auf 160,4 Mio. Euro; dies entspricht einer EBIT-Marge von 14,0 % im Vergleich zu 8,6 % im Vorjahr. Bereinigt um Effekte wie den Einstieg der schweizerischen Groupe E in das Gas- und Dampfkraftwerk Timelkam, die Sondereffekte aus dem Stromhandelsgeschäft etc. stellen sich die wichtigsten Kennzahlen wie folgt dar: Das bereinigte EBITDA erreichte 223,9 Mio. Euro und das bereinigte EBIT lag bei 110,4 Mio. Euro. Dies ergibt eine bereinigte EBITDA-Marge von 19,6 % und eine bereinigte EBIT-Marge von 14,1 %.
Das EBT stieg von 85,3 Mio. Euro um 75,4 % auf 149,6 Mio. € und der Jahresüberschuss von 68,4 Mio. Euro um 68,0 % auf 114,9 Mio. Euro. Auch die Eigenkapitalquote des Konzerns konnte im Berichtsjahr weiter gestärkt werden und liegt nunmehr bei 34,8 % (Vorjahr: 33,5 %).
\"Diese Zahlen bestätigen den von uns konsequent verfolgten Wachstums- und Internationalisierungskurs. Die Energie AG hat sich im dynamischen Infrastrukturmarkt gut behauptet\", kommentierte Leo Windtner, Generaldirektor der Energie AG, das Ergebnis. \"Es freut uns ganz besonders, dass dieses Ergebnis bereits im ersten Jahr nach dem Austritt aus der Energie Allianz erreicht wurde und unsere Strategie somit bestätigt\", unterstrich Windtner.
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Salzburger Investment

Mit rund 69 Mio. Euro Investitionsvolumen wird auch in die Erzeugungsanlagen kräftig investiert. Den Schwerpunkt bilden dabei Modernisierung und Ausbau heimischer Wasserkraftanlagen bzw. Kraftwerksbeteiligungen. So ergeben beispielsweise die Teilherstellungskosten für das KW Werfen-Pfarrwerfen 14 Mio. Euro. Für die Fertigstellung des KW Hintermuhr werden 2008 gut neun Mio. Euro investiert.

Weitere 61 Mio. Euro werden im Geschäftsfeld Netzinfrastruktur investiert. Hier um den Ausbau bzw. die Modernisierung von Umspannwerken oder 110 kV-Leitungen, Umspanner und Lichtwellenleiterausbauten. Knapp zehn Millionen Euro werden in in den öffentlichen Verkehr investiert. Seit der Gründung der Salzburg AG im Herbst 2000 wurden bzw. werden somit für die Jahre 2001 bis 2008 kumuliert knapp 890 Mio. Euro investiert.Dazu der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Othmar Raus: \"Die Salzburg AG investiert damit einmal mehr in Sicherheit in die Eigenversorgung. Daneben stärkt sie durch ihr Auftragsvolumen auch die heimische Wirtschaft und sichert qualitätsvolle Arbeitsplätze in unserem Bundesland\".

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Plan B

Eine imposante Werbeshow, ein A+-Rating von Standard & Poors und das Beteiligungsmodell für die Mitarbeiter haben nichts genutzt. Die Energie AG Oberösterreich geht am 8. Februar nicht an die Börse. Landeshauptmann Josef Pühringer hat die Notbremse gezogen und sich ein Monat vor dem Gang an die Börse für den \"Plan B\" entschieden. Der sieht vor, dass Banken, Versicherungen und Unternehmen 26 bis 27 Prozent der Energie AG übernehmen sollen. Weitere drei bis vier Prozent sollen an die Mitarbeiter gehen. Mit acht Prozent soll die Tiroler Tiwag einsteigen, mit der schon vor dem Börsegang ergebnislos verhandelt wurde. Zwischen 6,4 und 10,3 Prozent der Energie AG werden an die Linz AG verkauft. Die Mehrheit mit 51 Prozent bleibt jedenfalls beim Land Oö.

Ganz unerwartet ist der nunmehrige Rückzieher nicht gekommen. Der \"Plan B\" schwirrte schon Ende 2007 durch die Medien. Je intensiver der SP-Landeshauptmann-Stellvertreter Erich Haider gegen den Börseplan polterte, desto größer wurde die Angst der Schwarzen bei der nächsten Wahl einen Denkzettel verpasst zu kriegen. Und das nicht nur einmal, sondern für viele Jahre. Mit jeder - wohl oder übel - anstehenden Strompreiserhöhung hätten die Sozialdemokraten neue Munition bekommen um gegen die von der öVP forcierte Teilprivatisierung zu wettern. Pühringer hat angesichts dieser Aussichten kalte Füße bekommen und forciert da schon lieber das ob der Enns bewährte Modell. An diesem hat die Raiffeisen-Landesbank in den letzten Jahrzehnten gut verdient - und der Landesfriede ist damit auch nicht außer Kontrolle geraten.

Für Haider ist die Absage des IPO dennoch ein \"Sieg der Demokratie\". Triumph-Gebrüll ist aber ganz und gar nicht angebracht. Erstens ist es kein Markenzeichen der Demokratie, dass einige wenige Investoren sich Landeseigentum einverleiben dürfen. Und zweitens stellt sich die Frage, was Plan B außer naturlich der Budgetbereinigung in Oö bewirken soll. Dass der Strompreis sich mit dem \"Plan B\" in der Zukunft anders entwickeln wird als mit einem Börsegang ist zu bezweifeln. An der Strombörse Leipzig kümmert sich kein Hausmeister darum wem die Anteile eines - zweifelsfrei erfolgreichen - Regionalversorgers gehören. Dort wird Strom gehandelt und der Grundpreis gemacht. Wer denkt, dass potentielle Investoren auf Renditen verzichten, weil vielleicht die Konsumenten stöhnen, der irrt und ignoriert die Grundgesetze der Marktwirtschaft.

Durch das Debalkel in Oberösterreich wähnt sich die Tiwag im Aufwind. Sie übernimmt direkt acht Prozent an der Energie AG und kauft sich auch gleich noch 50 Prozent der gut 26 Prozent umfassenden Energie AG-Beteiligung an der Salzburg AG. \"Es handelt sich um ein beträchtliches finanzielles Engagement von mehr als 300 Millionen Euro, aber Anteile an guten Landesenergieversorgern bekommt man nicht jeden Tag\", erklärt der Aufsichtsratsvorsitzende der Tiwag Ferdinand Eberle.

Schon im Frühjahr 2007 verhandelte die Tiwag über einen 25-Prozent-Anteil der Energie AG. Kolportierter Kaufpreis damals: 470 Millionen Euro, die der Tiwag zu hoch erschien, da die Energie AG sich zudem weigerte den Tirolern einen Vorstandssitz zu geben. Nun schlagen sich acht Prozent der Energie AG und indirekte 13 Prozent an der Salzburg AG mit etwa 330 Millionen Euro zu Buche.

Noch nicht eingeweiht in Plan B wurden Stadt und Land Salzburg. Sie sind im Besitz eines Vorkaufsrechts für alle Verkäufe von Anteilen der Energie AG an der Salzburg AG, stellt der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Salzburg AG Othmar Raus fest. Man habe jedenfalls die Absicht, dieses Vorkaufsrecht wahr zu nehmen.

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Graue Innovationen

Ein typisches Beispiel ist der Einsatz von Kohlefaserbauteilen. Johannes Steigenberger, Leiter des Forschungsinstitutes der österreichischen Zementindustrie, anlässlich des Kolloquiums für Forschung & Entwicklung: »Formel-1-Autos überstehen selbst spektakulärste Unfälle, da die Schutzzelle um den Fahrer nicht zerbricht. Genauso kann uns der Einsatz von Kohlenstofffaser(CFK)-Lamellen auch bei Betonbauten ganz neue Möglichkeiten eröffnen.«
Die innovative Werkstoffkombination ermögliche ermüdungsfeste und dauerhafte Betonkonstruktionen mit besonders geringem Rohstoffverbrauch. Damit werden der Ressourcenverbrauch im Bauwesen und die Kosten gesenkt und eine Alternative zur energie- und rohstoffintensiven Erstellung neuer Bauwerke geschaffen. Ronald Mihala vom Institut für Konstruktiven Ingenieurbau der BOKU Wien: »Mit Kohlefaser-Lamellen lassen sich bauliche Schäden beheben, es können aber auch bestehende Bauten neuen Anforderungen angepasst werden.«
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Ausgeplaudert und bewertet

\"Die Arbeitszeiten mancher Kollegen sind wirklich unmenschlich und dementsprechend unterbezahlt. Manche Chefs kommen mit dem Stress nicht zurecht und schreien den halben bis ganzen Tag herum. Das trägt zu einem eher schlechten Betriebsklima bei. Der Respekt gegenüber manchen Chefs ist dementsprechend niedrig\", lautet einer der tausenden Einträge auf der Arbeitnehmerplattform kununu.com.

Das in österreich gegründete Portal hat sich zum Ziel gesetzt, direkt und unverfälscht über Arbeitgeber zu informieren. Das Brüderpaar Mark und Martin Poreda visiert die große Zielgruppe der Erwerbstätigen an, die sich anonym über die Arbeitsverhältnisse bei Unternehmen informieren wollen. Ebenso können auf der Plattform anonym Informationen über Arbeitsatmosphäre, Führungsstil, Sozialleistungen, Motivation oder monetäre Anreize in Firmen veröffentlicht werden.

Kununu will den Usern helfen, ein Gespür für die Arbeitsverhältnisse bei den Arbeitgebern zu entwickeln. Auch wenn einzelne Bewertungen vielleicht nicht immer für die tatsächlich vorherrschende Arbeitsatmosphäre repräsentativ sind - \"wir verstehen uns als seriöse Informationsquelle\", meint Martin Poreda. Eines möchte man vor allem aber nicht sein: Hetzforum. Verunglimpfungen von Personen oder Interna zu etwa Produktentwicklung oder Zahlungsschwierigkeiten, die der Firma am Markt schaden könnten, sind untersagt. Darüber hinaus seien die stets allgemein gehaltenen Bewertungen aber auch wertvolles Feedback für die Unternehmen selbst.

Die Plattform genießt Poreda zufolge bereits großes Medieninteresse und hat sich innerhalb der letzten Monate zur größten Plattform dieser Art im deutschsprachigen Raum entwickelt.

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