Moeller-Grün auf Bergstation
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Zentrale Verarbeitung
Kapsch TrafficCom konnte nach der Ausschreibung und Auftragvergabe durch die Asfinag Verkehrstelematik GmbH diese »Flächendeckende Verkehrsdatenerfassung« in knapp 4,5 Monaten errichten. Bis zu vier Montageteams arbeiteten gleichzeitig daran, 9000 Laufmeter Kabel auf österreichs Autobahnen und Schnellstraßen zu verlegen, die Sensorenausstattung sowie weitere Details (Aufrüstung von 125 Mautstationen, Logistik, Abstimmung mit Autobahnmeistereien) umzusetzen. Kapsch konnte trotz zahlreicher internationaler Großprojekte die österreichische Anlage mit Ende Dezember 2006 aus dem Probe- in den Echtbetrieb überleiten.
Die FVE liefert bereits jetzt sehr gute Ergebnisse: Die Verfügbarkeit der Datenübertragung zwischen den 544 Sensoren auf 125 Mautstationen und der ASFINAG Verkehrsmanagement- und -informationszentrale (VMIZ) beträgt bereits über 98 Prozent. Diese Daten werden in der VMIZ zentral verarbeitet, auf einer elektronischen Straßenkarte digitalisiert und bieten die Grundlage für Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Stauwarnungen.
Intelligente Verkehrslenkung
»Mit der Verwirklichung der flächendeckenden Verkehrsdatenerfassung konnte Kapsch einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die österreichischen Straßen dem Ziel der intelligenten Straße einen Schritt näher zu bringen«, erklärt Erwin Toplak, Vorstand der Kapsch TrafficCom. »Wir freuen uns, dass wir aufgrund unserer jahrzehntelangen Erfahrungen und führenden Marktposition im Verkehrstelematikbereich dieses Projekt deutlich schneller als vorgegeben erfolgreich realisieren konnten.«
ähnlich auch die Einschätzung von Norbert Deweis, Geschäftsführer der Asfinag Verkehrstelematik GmbH: »Der Stellenwert einer intelligenten und effizienten Verkehrslenkung wird zunehmen, denn der Straßenverkehr wird bis 2015 insgesamt um vierzig Prozent - entsprechend einer jährlichen Rate von rund drei Prozent - und im hochrangigen Netz um dreißig Prozent wachsen.«
Die für die Kundeninformation wichtigen Verkehrsbeeinflussungsanlagen werden überall dort eingerichtet, wo die Leistungsfähigkeit der Straße nicht mehr ausreicht, um einen flüssigen und sicheren Verkehrsablauf zu gewährleisten. Sowohl die Anlage in Tirol als auch in Wien auf der S 1 zeigen, wie die »denkende« Straße von morgen aussieht.
Die Branche hat sich konzentriert. Wie hat sich diese Entwicklung auf die Unternehmenskulturen und die Arbeitsbedingungen ausgewirkt?
Die Internationalisierung hat uns allen gut getan. Der Blick über den Tellerrand ermöglicht es uns, immer wieder von den Besten der Branche zu lernen. Internationale Benchmarks mit Unternehmen innerhalb und außerhalb des eigenen Konzerns führen eindeutig zu Verbesserungen in der Produktion und in der Verwaltung. Da entsteht im positivsten Sinn ein Wettbewerb zwischen den einzelnen Betrieben.
Rigips österreich exportiert heute einen nicht unerheblichen Teil. Wird das so bleiben oder werden künftig heimische Arbeitsplätze durch Billiglohnländer ersetzt?
Rigips Austria exportiert nicht nur Produkte, sondern auch Know-how und Systeme. Viele Mitarbeiter haben in den letzten Jahren internationale Verantwortung im Konzern übernommen. Innerhalb der Saint-Gobain-Gruppe gibt es zwei Kompetenzzentren für Gipspulverprodukte. Eines davon ist unser Werk in Puchberg, wo viel Forschung und Entwicklung passiert. Nur sehr wenige unserer Mitarbeiter sind tatsächlich in der Produktion beschäftigt. Es macht also für uns überhaupt keinen Sinn, in ein Billiglohnland zu übersiedeln.
Was sind die Herausforderungen für die Baustoffproduktion in der Zukunft?
Als Industrie verkaufen wir geprüfte Systeme. Die kommen dann auf einen Markt, wo sie zunehmend von ungelernten Arbeitskräften verarbeitet werden. Das Ergebnis sind mitunter gravierende Qualitätsmängel am Bau. Dieses Spannungsfeld ist wohl die größte Herausforderung für uns. Also verstärken wir unser Engagement im Schulungsbereich. Zu den Schulungen kommen aber nur Leute, die an der Qualität ihrer eigenen Arbeit interessiert sind. Die Mitarbeiter der Subunternehmen erreichen wir damit nicht. Aufgabe ist es, die Systeme zu vereinfachen. Wenn es gelingt, die Einzelbestandteile zu verringern, verringern wir auch die Fehlerquote des ungelernten Monteurs und erhöhen gleichzeitig die Qualität seiner Arbeit.
Die Leichtbauweise hat beim Einfamilienhaus ansehnliche Marktanteile erzielt. Sind ähnliche Größenordnungen auch im mehrgeschoßigen Wohnbau erzielbar?
Beim Einfamilienhaus liegt der Anteil des Holzriegelbaus derzeit bei 35 Prozent. Dieser Erfolg ist weitestgehend auf die sehr gute Arbeit des Fertighausverbandes zurückzuführen. Ich gehe davon aus, dass dieser Marktanteil auch im Mehrfamilienhausbau möglich ist. Es ist doch kein Zufall, dass Europas größter Mehrfamilienwohnbau in Holzbauweise ausgerechnet in Wien errichtet wurde. Der moderne Leichtbau entspricht einfach den heutigen Lebensbedingungen. Die Menschen sind mobiler geworden. Das klassische Familiengefüge gibt es heute nicht mehr. Singlehaushalte und Patchworkfamilien prägen das Bild. Die Wohnungen müssen sich rasch und unkompliziert an die Bedürfnisse ihrer Bewohner anpassen - und nicht umgekehrt. Der Leichtbau hat dabei eindeutig die besseren Karten. Um seine Vorteile stärker in das Blickfeld der Bauwirtschaft zu rücken, hat sich 2006 die Plattform BAU.GENIAL gegründet.
Mir scheint, irgendetwas habe ich bei diesen Produkten nicht verstanden. Wenn diese Tarife nicht für ein unlimitiertes Gesprächsaufkommen gelten, warum wirbt man dann genau damit? Herrje! Die Fallen sind aufgestellt! Das Konsumentendasein wird immer komplizierter!
Die Vielfalt auf Anbieterseite hat abgenommen, die verbliebenen sind durch die übernahmen aber selbst bunter geworden. Nehmen wir die TA als Beispiel (die Entscheidung der Wettbewerbsbehörde zum eTel-Kauf stand zu Redaktionsschluss noch aus): Mit eTel/EUnet, das in den vergangenen Jahren selbst massiv auf Einkaufstour war, kehren nicht weniger als 22 Internetprovider in den Schoß des Marktführers zurück. Auch das ist Liberalisierung: Der Incumbent kauft die Konkurrenz einfach wieder auf. Und Geschäftskunden, die aus bestimmten Gründen einen alternativen Provider bevorzugt haben, finden sich plötzlich beim Klassenfeind wieder. Dass ein wesentlicher Teil dieser übernahme aus den eTel-Assets im Ausland herrührt, wird in der Branche als Feigenblattstrategie vor dem Kartellrichter gesehen. Die eTel-Group hat zuletzt 115 Millionen Umsatz in ihren Ländern in CEE erwartet. Gut 100 Millionen davon aber werden im stärksten Land österreich generiert. Bleibt nur zu hoffen, dass der eTel- Mannschaft ihr charismatischer Chef Achim Kaspar auch nach der übergangsphase erhalten bleibt. Gerüchte besagen, Kaspar könnte mit Vertriebsagenden im Vorstandbereich bei der TA gehalten werden. Angebote hatten Kaspar und seine Salesmannschaft bereits genug, Dennoch hat der eTel-Chef bislang seine sieben Sachen in Eisenstadt und Wien zusammenhalten können. Es bleibt spannend.
Auch am österreichischen Markt ist Kaspersky gut positioniert. Die Antwort auf diese gute Positionierung ist Bernhard Oberhauser, der sich vor Ort um die Channel-Partner kümmern, neue Partner und Zielmärkte identifizieren sowie Key Accounts akquirieren soll.
Im Rahmen der ITnT präsentierte Kaspersky seine neue Open Space Security, eine Kombination aus Schutzlösungen für sämtliche Knotenpunkte und Plattformen eines Netzes. Der Kunde kann die am besten zu Umfang und Komplexität seines Netzwerks passenden Produkte flexibel aus verschiedenen \"Räumen“ auswählen und kombinieren. So soll jeder Knoten mit der für ihn passenden Software geschützt werden. Erhältlich sind vier verschieden Spaces mit unterschiedlicher Software.
Mobiles wächst stärker. 2005 war bereits ein gutes Breitbandjahr, und dem war nicht genug: Der österreichische Breitbandmarkt ist 2006 noch stärker gewachsen. Die Breitbandgesamtpenetration erreichte einer Studie von Arthur D. Little zufolge 42 Prozent. »Neben dem fortlaufenden Wachstum im Festnetzbereich, erreichte der Absatz von mobilen Breitbandzugängen neue Rekordwerte und konnte 2006 erstmals jenen von ADSL-Anschlüssen übertreffen«, spricht ADL-Analyst Karim Taga von einem drastischen Preisverfall, der 2006 bei mobilem Internet zu verzeichnen war. Das Rennen wurde denkbar knapp entschieden: 195.000 neue Anschlüsse verzeichneten die Angebote rund um HSDPA und GPRS, 190.000 neue Anbindungen gingen aufs ADSL-Konto. Die weiteren Faktoren der Entwicklung: die Flächendeckung mit breitbandigen Technologien (etwa HSDPA mit 3,6 Mbit/s) und der gesteigerte Umlauf von 3G-fähigen Endgeräten im Markt. Der Absatz von Kabelanschlüssen konnte nach einem schwächeren Jahr 2005 erfolgreich auf einen Nettozuwachs von rund 90.000 gesteigert werden.
Und die alternativen Provider? Die alternativen Festnetzbetreiber haben wie schon im Vorjahr entbündelte Breitbandleitungen den TA-Wholesale-Breitbandanschlüssen vorgezogen, da große Betreiber wie UPC/inode und Tele2UTA, aber auch kleinere alternative Netzbetreiber in einigen Standorten bereits die notwendigen Skaleneffekte erreicht haben und dadurch Entbündelung weiter an Attraktivität gewonnen hat. Trotz der oft als einseitig empfundenen (Nicht-)Regulierung des TA-Festnetzes.
Starker Preisverfall. Alternative Breitbandtechnologien wie WiMAX, WLAN (Richtfunk) und FTTH haben mit 5000 Neukunden in 2006 nur rund ein Prozent zum Wachstum des Breitbandmarktes beigetragen. Der Erfolg der 195.000 Neukunden mit 3G respektive HSDPA, wird vor allem auf die kompetitiven Preisen, die breite Verfügbarkeit von Endgeräten (neben einer Vielzahl an Datenkartenmodellen gibt es am Weltmarkt bereits über 74 Notebookmodelle mit integrierten 3G-Accessmodulen) und attraktiven Produktbündeln zurückgeführt. Der starke Preisverfall bei Breitbandprodukten ist aber auch der Wermutstropfen dieses anschaulichen Wachstums. Denn die mobilen Netzbetreiber haben über günstige Einstiegsprodukte nicht nur neue Kundensegmente adressiert, sondern auch die Festnetzanbieter zur Gestaltung ähnlicher Angebote animiert. Dies hatte den Effekt, dass das Umsatzwachstum deutlich unter dem Anschlusswachstum lag und hierdurch auch der gesamte Telekommunikationsmarkt 2006 nach jahrelangem Wachstum erstmals stagnierte. Mitunter ist das einer der Einflussfaktoren, der die Marktkonsolidierung auch 2006 weiter fortschreiten ließ.
Heimkehr der unbequemen. Die finale Integration von tele.ring in T-Mobile, die übernahme von EUnet durch eTel als auch die übernahme von Inode durch UPC prägten den Markt zuletzt nachhaltig. Auch die Einigung bezüglich der übernahme von eTel durch den Marktführer Telekom Austria ist Teil dieser Entwicklung. »Die Konsolidierung des österreichischen Telekommunikationsmarktes ist aus unserer Sicht noch lange nicht abgeschlossen - potenzielle weitere übernahmen sind sowohl im Mobil- als auch Festnetzbereich möglich«, heißt es bei ADL. In Brüssel ist man darüber wenig begeistert: Eine Studie der European Competitive Telecommunications Association hat den Regulierungsrahmenbedingungen in österreich ein denkbar schlechtes Zeugnis ausgestellt. österreich fiel dabei von Platz vier auf Platz elf von 17 analysierten EU-Staaten zurück. Die Alternativen halten diese Entwicklung für »sehr besorgniserregend« und sehen einen direkten Zusammenhang zur schleppenden Wettbewerbsentwicklung oder dem Zurückfallen österreichs bei internationalen Breitbandrankings. Dieser Trend zu weniger Wettbewerb ginge letzten Endes zulasten der Konsumenten und des Wirtschaftsstandorts. »Wir orten daher dringenden Handlungsbedarf für die Politik, die Liberalisierung des Telekommarktes, die in der Vergangenheit in einigen Bereichen schon gewaltige Vorteile für Konsumenten und Wirtschaft gebracht hat, wieder stärker voranzutreiben«, so Berthold Thoma, Vorsitzender des Verbandes Alternativer Telekomnetzbetreiber. Die Marktkonsolidierung hat die Betreiberzahl in den letzten Jahren ausdünnen lassen. Heute zählt der VAT noch sieben Mitglieder, morgen sind es vielleicht nur noch eine Handvoll.
Arthur D. Litte erwartet in den nächsten Jahren eine weiter zunehmende Sättigung des Marktes bei abflachendem Preisverfall, »wodurch sich die derzeitige Marktdynamik weg von den Zugangsprodukten in Richtung Content und Applikationen verlagern wird«. So weit in der Theorie. Tops, Flops und persönliche Ansichten der Branchenmanager finden Sie im Folgenden.
Systeme, die auf Adaptive Networks aufbauen, passen sich individuell und flexibel an die Anwender und an die Applikationen in Unternehmen an. Das Netzwerk, die stets bekämpfte Kostenstelle in den Unternehmen, mutiert damit zum strategischen Asset. Den notwendigen Veränderungen von Unternehmen zu Marktentwicklungen soll damit Rechnung getragen werden können. Die neuen Lösungen geben einen zentralen Gedanken wieder: Jeder noch so kleine Teil des Netzwerkes wird den User begreifen, wird die Bedeutung jedes IP-Packets direkt verstehen. ProCurves Adaptive Networks sind laut McHugh umgängliche Gesellen in Umgebungen mit Fremdhardware oder eigenen, bereits installierten, älteren HP-Geräten. Möglich macht dies die Basis auf offenen Standards wie zum Beispiel Ethernet Switching und 802.11 für drahtlose Netzwerkkommunikation. Zudem bieten die smarten Kästen umfassende Sicherheitsoptionen, wollen nebenbei die Produktivität erhöhen können und gleichzeitig die Komplexität der Netzwerkinfrastruktur reduzieren. Dadurch könnten Unternehmen ihre IT-Netzwerke zu einem kosteneffizienten, strategischen Steuerungsinstrument ausbauen. Das neue System baut auf der bereits im Jahr 2002 präsentierten Vorgängervision »Adaptive EDGE Architecture« auf und erweitert sie über den »EDGE« hinaus auf die gesamte Netzwerkarchitektur. »Viele Unternehmen verlautbaren riesengroß fünf Visionen jährlich«, übt sich McHugh in vornehmer Zurückhaltung, »wir haben uns mit diesem Modell fünf Jahre Zeit gelassen.«
Anwender und Applikationen. Netzwerke, die auf Adaptive Networks basieren, hinterlegen dabei die Identität des Users, seine Zugriffsrechte und seine benötigten Ressourcen in einem personalisierten Profil. Durch dieses Profil bleibt der Zugriff auf die Netzwerkstruktur konstant und unabhängig vom Aufenthaltsort des Users erhalten: im Büro, beim Kunden oder via Fernzugriff - egal, ob über kabelgebundene oder drahtlose Verbindung. Aufgrund der konvergenzfähigen Technologie können solche Netzwerke leicht als Basis für Lösungen wie IP-Telefonie, Video- oder webbasierte Anwendungen sowie gemeinschaftlich genutzte Applikationen dienen. Adaptive Networks enthalten intelligente Funktionen, die das gesamte Netzwerk auf der Sicherheits- und Managementseite unterstützen und optimieren. Unternehmen sollen hierbei nicht länger auf Netzwerklösungen einzelner Anbieter oder proprietäre Technologien beschränkt sein.
Attacke gegen Cisco. Klares Ziel bei HP ist es, Marktführer Cisco nun die Bestandskunden abzujagen. »Nachdem es heute keine Wachstumssparte mehr gibt, die nicht von Cisco besetzt ist, müssen wir eben direkt die Kunden Ciscos von den Vorteilen unserer Technologien überzeugen«, heißt es intern bei HP. Der offene Technologeansatz soll dabei den Unternehmen die Augen öffnen - und Wunderbares bei HPs Umsätzen bewirken. Ein Wunder hat HP tatsächlich nötig: Der Branchenprimus Cisco hält derzeit bei 56 Prozent Marktanteil bei Unternehmensnetzen, HP lediglich bei 16,2 Prozent. Die Nächsten im Ranking der größten Hersteller sind mit 8,5 Prozent beziehungsweise 4,5 Prozent Marktanteil bereits 3Com und Nortel. Becoming the number one - ein verrücktes Ziel? »Heutzutage ist die einzige Konstante in unserer Branche die Veränderung«, meint ProCurve-Chef McHugh. »Und die Geschwindigkeit der Veränderungen wird weiter zunehmen.«