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Weltweites Hörvergnügen

Wozu tanzt man in China, auf welchen Hit stehen gerade die amerikanischen Studenten und wie steht es um die finnischen Hardrock-Bands? Musik und Radiosendungen ferner Länder kommt dank des iRadios von TerraTec direkt in die eigenen vier Wände.
Beim Einschalten bindet sich das Noxon iRadio mit Hilfe eines Assistenten in ein bestehendes Netzwerk ein. Wenige Einstellungen später steht die volle Vielfalt des Internetradios zur Verfügung.
Um den überblick nicht zu verlieren, kann nach Ländern oder Genres sortiert werden. Ein lebenslanges Radio-Abo soll garantieren, dass die zahlreichen weltweiten Stationen stets aktuell und übersichtlich auf Knopfdruck zur Verfügung stehen. Auf Wunsch können auch Stationen hinzufügen werden.

Handhabung
Die Bedienung des Noxon iRadio ist laut Hersteller einfach und intuitiv. Alle Funktionen lassen sich entweder mit der mitgelieferten Fernbedienung oder Knöpfen am Gerät direkt steuern, ein gut lesbares Display bietet immer alle benötigten Informationen. Die fünf Preset-Tasten am Gehäuse lassen sich mit Lieblingsliedern oder -Internetradiostationen belegen. Wem die integrierten Lautsprecher zu wenig sind, kann das Gerät auch an die Anlage anschließen.

Ebenso kann man mit dem iRadio die Musik auf der Festplatte des Rechners hören! Dazu muss einfach die mitgelieferte Software installiert werden und schon werden automatisch alle benötigten Titelinformationen aller MP3 und WMA-Dateien auf dem Computer ausgelesen. Sofort stehen alle Songs ebenfalls sauber sortiert zum kabelfreien Hörgenuss zur Verfügung. Damit gehören lästiges CD-Brennen oder Kabel im ganzen Haus der Vergangenheit an!

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Handy mit 5 Megapixel

Während die Megapixel-Manie bei Handy-Kameras bei 3 Megapixeln stehen geblieben ist, treibt LG Electronics den Pixelwahn weiter nach vorn.
Mit einer 180-Grad- Drehung des Displays verwandelt sich das LG KG920 von einem Candybar-Handy in eine 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus, Blitzlicht und Digital-Zoom. Der in der Kamera des Handys eingesetzte, sehr lichtempfindliche CCD-Chip verspricht eine weitgehend rauschfreie Bildqualität.

Auch für Multimedia-Anwendungen ist das Gerät gut ausgestattet: Neben der 5-Megapixel-Kamera und den Videoaufnahme- und Abspielfunktionen, spielt das KG920 auch Songdateien der Formate MP3, AAC, AAC+ oder WAV. Der 40 MB große interne Speicher ist mit einer MiniSD-Karte erweiterbar. Das LG-Handy besitzt einen E-Mail-Client, einen WAP-2.0-Browser sowie Java 2.0 für Spielfreunde. über USB 2.0 oder Bluetooth können Daten mit dem PC ausgetauscht werden. Dank Triband ist man fast überall auf der Welt erreichbar.

Das 108 x 50 x 18 mm große und 130 Gramm schwere KG920 wird voraussichtlich nicht in österreich erhältlich sein - wer es aber unbedingt haben will, muss wohl zu den lieben Nachbarn reisen.

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Kleines Gasgefecht

Pro Jahr werden hierzulande etwa 80.000 Tonnen Flüssiggas verbraucht. Der Großteil davon geht an Haushalte, die mit Flüssiggas heizen. Insgesamt werden dennoch weniger als zwei Prozent des Heizenergiemarktes mit Flüssiggas gedeckt. Dazu kommt Flaschengas, das Handwerker, Hobbyköche und Campingfreaks verfeuern. Der heimische Marktführer ist die Firma Flaga Gmbh mit Sitz in Leobendorf mit einem Heimabsatz von etwa 33.000 Tonnen, etwa 23.000 davon werden in Kleintanks von zirka 15.000 Eigenheimbesitzern gepumpt.Genau in diesem Segment hat Flaga seit Mai 2005 ein bärenstarkes Problem - die Firma Grizzly Gas. Diese wurde Anfang 2004 in Nicosia auf Zypern von »Fachleuten mit langjähriger Erfahrung im Management, Verkauf und Vertrieb von Flüssiggasprodukten und dem Energiebereich gegründet«, wie auf der Webpage zu lesen ist. Was auch stimmt, denn bei Grizzly hatten ursprünglich mehrere Flaga-Mitarbeiter aus den Bereichen Verkauf und Disposition eine neue Arbeitsstätte gefunden. Als treibende Kraft hinter der Wanderbewegung wird Alfred Gangelberger vermutet. Er war bis Anfang 2001 Verkaufsleiter der Flaga. Auch was die Mobilität betrifft, greift Grizzly auf bewährte Strukturen zurück. Der frühere Flaga-Frächter Ing. Hofer aus Wilfersdorf im Weinviertel fährt heute das Bärengas aus.

Nicht selten steuern die Frächter dabei Kunden an, denen Flaga den Tank in den Garten gestellt hat. »Grizzly Gas verwendet dazu unsere Kundendaten«, behauptet der bei Flaga für Verkauf und Marketing zuständige Gerhard ölsinger. »Stimmt nicht«, entgegnet der österreich-Chef von Grizzly Gas, Christian Leichtfried. »Wir haben Mitarbeiter, die recherchieren, wo Flüssiggas im Einsatz ist.« In Niederösterreich falle das nicht schwer, weil ein Schild am Gartenzaun angebracht sein muss. In anderen Regionen verlasse man sich auf das geschulte Auge und die Recherchekunst der Außendienstler, so Leichtfried.

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Urban Future

Die Ausgangslage ist eindeutig. Die Welt verstädtert. Schon heute lebt die Hälfte der Weltbevölkerung in städtischen Siedlungsräumen, 2050 werden es laut Schätzungen der UNO knapp drei Viertel der Weltbevölkerung sein.
Während europäische und auch nordamerikanische Städte einen gewissen Sättigungsgrad und zum Teil sogar ein Minuswachstum aufweisen, boomen vor allem die Städte in Asien, Lateinamerika und Afrika. Im Großraum Tokio leben rund 35 Millionen Menschen, in Mexiko City knapp 20 Millionen und in Kairo und Lagos je zwölf Millionen Menschen - Tendenz stark steigend. Die Zukunft der Stadt scheint damit vorgezeichnet: Eine Megalopolis aus zusammengewachsenen Großstädten, ohne einem echten Zentrum, mit sozialen Brennpunkten und um sich greifender Kriminalität. So weit - so negativ. Dass es auch anders kommen kann, will man in China und Südkorea zeigen. Dort werden die Städte der Zukunft am Reißbrett geplant und \"ökologie und Nachhaltigkeit zum Grundprinzip“, analysiert Trend- und Zukunftsforscher Eike Wenzel vom Zukunftsinstitut in Frankfurt.

Dongtan City
In der Nähe von Shanghai soll bis zum Jahr 2040 auf einer Fläche, die rund drei Viertel der Größe von Manhattan entspricht, Dongtan City entstehen. Dongtan City wird laut Wenzel zur ersten und einzigen \"öko-Kleinstadt“ der Welt mit Platz für 500.000 Menschen. Aufgeteilt ist Dongtan City in drei Pedestrian-Village-Bezirke. Mobilität ist nur zu Fuß, auf dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich.
Die Vision der Städteplaner ist eine emissionsfreie Stadt. Dank modernster Umwelttechnologie sollen 100 Prozent der benötigten Energie aus erneuerbaren Energiequellen kommen. Regenwasser soll gesammelt und als Trinkwasser wieder aufbereitet werden, all Gebäude voll isoliert und organischer Abfall zur Energieaufbereitung verwendet werden.

New Songdo City
40 Kilometer südlich von Seoul entsteht auf knapp 600 Hektar Land New Songdo City. Eine Zukunftsvision in der es vor allem um eines geht: Business. Die Stadt ist ein strategischer Hub, sagt Wenzel, ein Knotenpunkt, der die geografische Lage Südkoreas noch besser nutzen soll. In relativer Nähe befinden sich nicht weniger als 60 Millionenstädte mit einem Gesamt-BIP von 1,3 Billionen US-Dollar, ein Drittel der Weltbevölkerung lässt sich in weniger als vier Stunden Flugzeit erreichen.
Um dem Businessgedanken so richtig Rechnung zu tragen, wird Songdo City eine digital vollständig vernetzte Stadt, eine \"ubiquitous city“. Breitbandanschlüsse gehören zum selbstverständlichen Inventar, Daten von ärzte, Krankenhäuser, Unternehmen, Regierung und ähnlichem sollen bei entsprechender Autorisierung zu jeder Zeit und an jedem Ort zugänglich sein Damit sich die Menschen in dem künstlichen Gebilde auch wohl fühlen, soll New Songdo City den Flair einer jahrzehntelang gewachsenen Großstadt verströmen. Zu diesem Zweck bedient man sich bei internationalen Metropolen, die dem allgemeinen Vernehmen nach über eine hohe Lebensqualität verfügen. Wasserstraßen mit einer Gesamtlänge von sechs Kilometern sollen venezianisches Lebensfreude vermitteln, die Hafenanlage an Chicago erinnern und die Straßen an die urbane Atmosphäre von Paris. Zehn Prozent der Gesamtfläche werden vom Central Park eingenommen, der nicht nur dem Namen nach an New York erinnert.
Fertig werden soll der urbane Frankenstein im Jahr 2020.

Links:
www.dongtan.biz
www.songdo.com
www.zukunftsinstitut.de

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Sieger im Westen gekürt

Dornbirn - Die Sieger des \"ebiz egovernment award Vorarlberg“ und des \"ebiz egovernment award Tirol“ stehen fest. Am Montag, den 2. Oktober, wurden in Anwesenheit von Landesrätin Dr. Greti Schmid die jeweils drei besten Lösungen aus Vorarlberg und Tirol in den Bereichen E-Business und E-Government gekürt. Das smarteste Vorarlberger Unternehmen ist der hochkarätigen Jury zufolge der Pellets-Spezialist Calimax - ein klassischer KMU, das auf die Hebelwirkung des Mediums Internet im Marketing setzt. Neukunden hat das Vorarlberger Unternehmen in den vergangenen Monaten vornehmlich aufgrund eines optimierten Suchmaschinenmanagements durch die Salzburger Webagentur ncm.at gewinnen können. Platz zwei erreichte das Dornbirner Unternehmen Digisign mit einem visionären Konzept zu einer landesweiten Roadshow und Informationskampagne zum Thema \"Digitale Signatur“. Der dritte Platz ging an das Softwarehaus Consolidate mit der Umsetzung eines Informationssystems in der Energieversorgerbranche.

Landessieger für den Nachbarn Tirol wurde eine italienisch-österreichische Koproduktion: Galleria di Base del Brennero Brenner Basistunnel BBT SE, jene Gesellschaft, die die Planung und den Bau eines Eisenbahntunnels durch die Alpen verantwortet. Ein webbasiertes Geographic-Information-System (GIS) ermöglicht allen beteiligten Mitarbeitern den Zugang zu gesammelten Analyse und Planungsdaten. Platz zwei ging an das Tiroler Softwarehaus KTW mit einer ERP-Umsetzung bei dem Spritzgusshersteller ifw. Den dritten Rang in Tirol erreichte NewHyperG mit einer Lösung zum papierlosen Büro bei den Tiroler Landeskrankenanstalten.

\"Dass auch abseits der Hauptstadt Wien eine pulsierende Branche im Westen vorhanden ist, haben auch heuer wieder die nominierten Projekte des ebiz egovernment award gezeigt“, stellte Landesrätin Greti Schmid anlässlich der Abendgala und Preisverleihung in Dornbirn fest. \"Die Unternehmen aber brauchen weiterhin Plattformen, um ihre Innovationskraft ins Rampenlicht stellen zu können“, bekennt sie. Mag. Johanna Troger, mit dem Unternehmen feratel Vorjahrespreisträgerin in Tirol: \"Besonders für Unternehmen, die selbst zu wenig Ressourcen in der öffentlichkeitsarbeit haben, sind diese Auszeichnungen besonders wichtig.“

Die Nominees für den \"ebiz egovernment award Vorarlberg\" und den \"ebiz egovernment award Tirol\" mit insgesamt 18 Projekten:

Andrä Vergeiner Weine www.vergeiner.com
Calimax Entwicklungs- und Vertriebs- GmbH www.calimax.com
Consolidate Software GmbH & Co www.consolidate.at
DIGISIGN Kasper KEG www.digisign.at
Entner Internetdienste www.mein-einkauf.at
feratel media technologies AG www.feratel.at
Galleria di Base del Brennero Brenner Basistunnel BBT SE gis.bbt-se.com
ICC Werbeagentur GmbH & CoKG www.icc.at
Kosmetik Ruth www.beautyshop.at
KTW Software & Consulting www.ktw.com
Madlener GmbH www.grillshop.at
Massive Art Multimedia- und Softwarentwicklungs GmbH www.massiveart.com
NewHyperG AG www.hyperwave.com
Peter Hahn GmbH www.peterhahn.at
Rial Werkzeuggroßhandels GmbH www.rial-tools.at
RIMML MEDIA Marketing- & Werbeagentur www.immoads.at
Wallak Informatics GmbH www.wallak.at

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Keyboard für die Westentasche

Das Short Message Service entwickelte sich zum beliebtesten Handyfeature der letzten Jahre. 2003 wurden in Europa über 16 Milliarden Kurzmitteilungen pro Monat versendet. Doch gerade bei längeren Texten kann das Tippen manchmal mühsam werden - Mini Keyboards sollen dem Problem Abhilfe schaffen. Dank seinem ultra kompakten Design mit Abmessungen von 101 x 60,4 x 17 Millimetern und der vielseitigen Kompatibilität soll das Freedom mini Bluetooth Keyboard für PDA- und Smartphone-User zum täglichen Begleiter werden. 40 Gramm fallen außerdem nicht weiter ins Gewicht. Mit den 39 beleuchteten Tasten und der \"game pad\" Steuerung können SMS, E-Mails und Dokumente schnell und einfach verfasst werden.

Zugang zu den wichtigsten Anwendungen können mit den programmierbaren Keys und Shortcuts den individuellen Bedürfnissen angepasst werden. Zwei AAA-Batterien geben dem Keyboard genug Energie für 120 Stunden Einsatz. Auto Power Off schaltet das Gerät automatisch aus, wenn es nicht benutzt wird. Der Low Battery Status Indicator zeigt an, wenn die Batterien aufgeladen werden müssen.

Preis: ca. 85 Dollar

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»Ich kenne beide Seiten«

Vier Jahre lang, während Robert Krapfenbauer Präsident der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten war, hat sich der Tiroler Architekt Georg Pendl auf dessen Nachfolge vorbereitet. Mit scharfen Aussagen und Aussendungen profilierte sich Pendl geschickt als »Kammerrebell«, der gegen die »undemokratischen« Vorgänge rund um Krapfenbauers Alleingänge wetterte, sich damit vor allem Sympathien in der Szene der Jungarchitekten schuf, aber Ambitionen auf das Präsidentenamt immer kokett verneinte. Georg Pendl wurde 1954 in Innsbruck geboren, studierte Architektur an der Uni Innsbruck und ist seit 1986 selbständiger Architekt.

REPORT: Vor den Kammerwahlen haben Sie angekündigt, nur dann als Bundeskammerpräsident kandidieren zu wollen, wenn Sie eine Mehrheit für eine Erneuerung der Kammer sehen. Gibt es diese Mehrheit jetzt?
PENDL: Ich hoffe schon, dass es die gibt.

Wie sehen Sie Ihre Funktion als Bundeskammerpräsident?
Als Moderator, der versucht, gemeinsam mit den Länderkammern und den Sektionen Haltungen zu entwickeln, für unseren Beruf und die Qualität des Bauens das Bestmögliche zu erreichen.

Angetreten sind Sie aber mit eigenen Ideen. Wollen Sie die jetzt nicht durchsetzen?
Ich habe schon eigene Vorstellungen. Aber wie ich gesagt habe: Ich sehe mich als Moderator.

Was haben Sie sich vorgenommen?
Primäres Ziel ist die änderung des Berufszugangs. Das beginnt mit dem Anwärterstatus für Architekten, aber auch für die Ingenieure wird man etwas schaffen müssen. Auch die Kammerstruktur muss geändert werden mit ihren Doppelgleisigkeiten. Es muss entweder mit weniger Funktionärsaufwand oder mit weniger Zeitaufwand für die vorhandenen Funktionäre gehen.

Es gab in der Vergangenheit unterschiedliche Vorschläge für eine Kammerreform, etwa eine Bundeskammer mit Länderstellen. Wie stehen Sie dazu?
Die Länderkammern wird es auf jeden Fall weiter geben, das steht fest. Ich will nichts vorgeben, aber eine österreich-Kammer ist definitiv kein Ziel. Die Bundeskammer hat Aufgaben gegenüber dem Bund, und fünfzig Prozent der Entscheidungen geschehen ohnehin auf EU-Ebene. Wir werden Anfang Dezember eine Vorstandsklausur haben, wo ein Fahrplan für die nächsten vier Jahre mit Zieldefinitionen ausgearbeitet wird.

Ein heißes Thema ist die Wohlfahrtseinrichtung. Sie gelten eher als Gegner eines übertritts ins staatliche Pensionsversicherungssystem.
Ich stehe dem neutral gegenüber. Wir müssen die Diskussion versachlichen, darauf kommt es an. Die Verhandlungen mit dem Sozialministerium über einen übertritt werden jetzt wieder aufgenommen. So viel kann ich aber schon sagen: Von der staatlichen Versicherung hat es nie konkrete Zahlen gegeben. Die Reform steht dort ja erst an. Und: Geschenke vom Staat gibt es keine!

Der neue Wiener Kammerpräsident möchte auch die Honorarfrage angehen, die unter den Nägeln brennt.
Die Richtlinie der EU-Kommission sagt, dass eine Aufhebung der Honorarordnungen erwartet wird, sonst kommen Klagen der nationalen Wettbewerbsbehörden, das wissen wir seit 2002. Es gibt mehrere Studien, auch Informationen aus anderen Ländern, die die Honorarberechnung abhängig machen von Zeitaufwand, Größe, Kubatur des Projekts. Wir müssen wegkommen von der Baukostenberechnung und den Tabellen. Noch im Oktober wird ein Fragebogen ins Netz gestellt, um den Zeitaufwand von Projekten verschiedener Komplexität und Größenordnung zu erheben. Mit dieser Information der Kammer werden Kalkulationshilfen für den eigenen Stundenaufwand zur Verfügung gestellt und neue Leistungsbilder publiziert. Wir haben jetzt die Chance, damit das Honorarthema auf bessere Beine zu stellen. Die Wettbewerbsbehörde wird noch im Oktober dazu eine Stellungnahme abgeben.

Sie haben sich immer gegen die Einführung einer abgestuften Befugnis ausgesprochen ...
Die Ingenieure müssen sich darüber selbst einigen. Bei den Architekten bin ich nicht so begeistert, dass es welche mit und welche ohne Siegel geben soll. Der Status als Anwärter, die Erleichterung des Berufszuganges ist jedoch eine der zentralen Aufgaben der Kammer. Ein Architekt, der kleinere Projekte planen darf, wäre mein Ziel.

Bis jetzt haben Sie als Vorsitzender der Architektensektion nur für Ihre Kollegen gesprochen. Haben Sie ein Problem damit, nun auch die Ingenieure zu vertreten?
Nein. Ich kenne beide Seiten, darüber hinaus üben ja Architekten und Ingenieure eine gemeinsame Tätigkeit aus. Jeder hat seinen Stellenwert, daher macht es für mich auch Sinn, dass es eine gemeinsame Kammer gibt.

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Technologie - Transfer in KMU

99,6 Prozent der Unternehmen der marktorientierten Wirtschaft in österreich haben weniger als 250 Mitarbeiter, sind also KMU. Betriebe der Land- und Forstwirtschaft sowie persönliche Dienstleister wie Friseure, Saunaerhalter etc. zählen nicht zur marktorientierten Wirtschaft. In absoluten Zahlen macht das rund 270.000 Unternehmen. 0.4 Prozent sind große Unternehmen, was ungefähr 1.000 Unternehmen entspricht. Rund 87 Prozent der Unternehmen haben weniger als zehn Mitarbeiter und ein fundiertes Wissen über die Situation in diesen Unternehmen ist nicht vorhanden. Noch nie hat sich jemand verantwortlich gezeigt, diese 87 Prozent der Unternehmen abzufragen, welche Rahmenbedingungen zur Steigerung des Innovationsgeschehens von diesen Unternehmen gewünscht wären.
Bei diesen KMU gehen wir von mehreren Gegebenheiten aus, wenn sie nicht den high-tech Unternehmen zugerechnet werden, sondern eher im traditionellen Bereich agieren:

- Fast kein KMU hat eine eigene F&E-Abteilung oder eine Person, die sich umfassend mit F&E auseinander setzt.
- Der Kontakt zu universitären Einrichtungen ist mangelhaft, da nicht nur die \"Sprache“ eine andere ist, nein, das gesamte Herangehen an \"Erneuerungen“ wird unterschiedlich verstanden.
- KMU innovieren, weil sie oft durch die Anforderungen ihrer Kunden dazu angehalten werden und ansonsten in Aussicht gestellte Aufträge verlieren.
- Innovationen in KMU müssen sich rechnen und zwar nicht erst in 2 Jahren, nein, spätestens in einem halben Jahr, denn KMU haben durchwegs eine sehr geringe Eigenkapitalquote.

Wenn das die in Einzelgesprächen kommunizierten Rahmenbedingungen aus der Sicht der KMU sind, woher können dann KMU überhaupt das Wissen beziehen oder Hilfestellung zukaufen, damit das geplante Innovationsvorhaben auch gelingen wird?
Die Antwort liegt auf der Hand: Vertrauenspersonen, die einerseits die Bedürfnisse und Rahmenbedingungen der KMU verstehen und andererseits das notwendige Know How mitbringen. Aber wo gibt es diese Personen?

Die Kooperativen Forschungseinrichtungen unter dem Dach der Austrian Cooperative Research (ACR) zusammengefasst, erfüllen die Vorstellungen der von den KMU geforderten Aspekte: flexibel, rasch, vertraulich. Da die Kooperativen Einrichtungen selbst KMU sind, reden sie nicht nur die Sprache der Unternehmen, sie verstehen auch deren Herangehensweise an Innovationen: \"Wenn möglich soll am nächsten Tag schon die verkaufbare Lösung am Tisch liegen.“ Gerade dieser Umstand macht aber die Arbeit mit KMU spannend und herausfordernd. Es werden gemeinsam Lösungen - in Kooperation! - erarbeitet und sowohl das KMU als auch die Kooperative Einrichtung freuen sich über das Gelingen einer Idee.

Ein konkretes Beispiel für so einen Technologie- oder noch besser Wissenstransfer verdeutlicht die von einem KMU an eine Kooperative Forschungseinrichtung geforderten Aspekte:

Das kooperative Forschungsinstitut der Vereinigung der österreichischen Zementindustrie hat gemeinsam mit der Weissenböck Baustoffwerk GmbH - einem KMU aus dem Bausektor - an der Innovation \"Carma“ gearbeitet. Carma ist eine neuartige Betonplatte, die im so genannten Wetcast-Verfahren gefertigt wird. Diese Platten sind frost- und tausalzbeständig und entsprechen dem gestiegenen Bedürfnis von Kunden, Räume und Flächen mit natursteinähnlichen Materialien zu gestalten.Folgende Probleme galt es für das Forschungsinstitut der Vereinigung der österreichischen Zementindustrie zu lösen:

• Einerseits die Auswahl einer geeigneten Mischanlage zur Herstellung einer homogenen Betonmischanlage
• andererseits die Auswahl einer geeigneten Betonzusammensetzung, die sich trotz weicher Konsistenz beim Verdichten nicht entmischt und über die Plattendicke eine gleich bleibende Qualität aufweist.

>Mit Hilfe des kooperativen Forschungsinstituts als Wissenstransfer-Stelle ist es dem KMU gelungen, ein gänzlich neues Produktsegment und damit einen neuen Markt, die hochwertige Gestaltung von Flächen und Räumen, zu erschließen. Mit Carma konnte die Weissenböck Baustoffwerk GmbH ihren Umsatz um 6 Prozent steigern und bereits 7 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.

Zur Person
Dr. Johann Jäger übernahm im Frühjahr 1995 die Leitung der ACR-Geschäftsstelle. Er betreut und pflegt er die Zusammenarbeit mit allen Partnern der ACR und ist für die kaufmännischen, organisatorischen und wissenschaftlichen Aktivitäten der Dachorganisation zuständig.

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Grünes Leasing

Peter Engert, Sprecher der Geschäftsführung von Raiffeisen-Leasing: »Diese Finanzierung stellt für Raiffeisen-Leasing in mehrfacher Hinsicht einen bedeutenden Meilenstein dar. Neben der ökologischen Bedeutung unterstreicht es die Kompetenz, die Raiffeisen-Leasing europaweit in der Begleitung von Großprojekten gewonnen hat.« Das Kraftwerk wurde in Rekordzeit errichtet und verfügt über eine elektrische Jahresleistung von rund 160 Gigawattstunden, was in etwa dem Jahresverbrauch von 45.000 Haushalten entspricht. Die elektrische Energie wird in das Hochspannungsnetz des regionalen Energieversorgers, der RWE Westfalen-Weser-Ems Verteilnetz GmbH, eingespeist. Die anfallende Abwärme wird gleichfalls verwertet und über eine eigens installierte Dampfleitung an den in nächster Nähe befindlichen Produktionsbetrieb von Emsland Stärke geliefert. Für Raiffeisen-Leasing ist das Biomasse-Heizkraftwerk in Emlichheim bereits das 60. Projekt im Bereich erneuerbarer Energien. Das gesamte Finanzierungsvolumen dieser in- und ausländischen Projekte beträgt 262 Millionen Euro. Rund 51 Prozent des Volumens entfallen auf die Erzeugung von Windenergie. Biomasse liegt mit 27 Prozent an zweiter Stelle.
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Sicher in Szene

Die Fernwärme ist eine Versicherung, trotz deutlich steigender Energiepreise werden bei Fernwärme nur moderate Anpassungen vorgenommen“, betont Roland Pumberger, Finanzvorstand der Energie AG in seiner Funktion als Bereichssprecher Wärme des Fachverbandes Gas Wärme. Dass die Versorgung mit Fernwärme eine ziemlich sichere Angelegenheit ist erklärt dazu Lothar Fickert, Professor am Institut für Elektrische Anlagen der TU Graz. Er untersuchte zwei Fernwärmeanlagen, eine mit Biomasse befeuerte Kleinanlage mit eienr Trasse von 3,5 Kilometer und ein grosses Netz mit 32.000 Kunden und 550 Kilometer Wärmeverrohrung.
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