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Neuer Forschungsort

Baumpflanzung statt Spatenstich. Mit diesem Akt ging der offizielle Start für das über vier Jahre hindurch entwickelte Projekt Boku 3, das inzwischen zum Vienna Institute of BioTechnology geworden ist, über die Bühne. »Die Großartigkeit des Dings, rechtfertigt auch die Weile«, erklärte dazu der Wiener Bürger-meister Michael Häupl. Die Stadt sponsert das VIBT in der Wiener Muthgasse mit zehn Millionen Euro verteilt auf zehn Jahre - für einen Gerätepool. »Die Erweiterung der Muthgasse zeugt von Mut, Wien ist Wissenschafts- und Fortschungsstandort der ersten Kategorie«, ergänzte Wissenschaftsminister Johann Hahn. Seine Freude und seinen Dank brachte der Treiber des Projekts, Hermann Katinger, Leiter des Instituts für Angewandte Mikrobiologie an der Universität für Bodenkultur, zum Ausdruck. Die Errichtung des Gebäudes mit einer Nutzfläche von 24.000 Quadratmetern besorgt die Glamas Beteiligungsverwaltungs GmbH & Co Alpha KEG, deren Chef Thomas Jakoubek ist. In der Glamas sind die vier Partner BAI, Porr, WSE und Wiener Städtische gebündelt. Die Porr hat das Grundstück erworben und führt den Bau auch aus. Etwa 10.000 Quadratmeter sollten nach der Fertigstellung des 40-Millionen-Projekts an Spin-Off-Unternehmen vermietet werden. Eine geplante Verbindungsbrücke zwischen der Boku »alt« und dem nun entstehenden Neubau ist aus wirtschaftlichen Gründen nicht gesichert.
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Industrie auf Sparkurs

Die gestiegenen Preise für Strom, Gas und öl bescheren den Herstellern von energiesparenden Anlagen und Systemen einen kräftigen Auftragsschub. So konnte die Viessmann-Unternehmensgruppe, die bei Systemen zur Wärmeerzeugung zu den Marktführern zählt, seit Jahresbeginn 2006 einen Umsatzanstieg von mehr als zehn Prozent verzeichnen. Dieses Wachstum wird - abgesehen von der Heizungsmodernisierung in Wohngebäuden - ganz wesentlich von Energieeinsparmaßnahmen der Industrie getragen. »Die Industrie hat bei uns schon einen sehr großen Anteil«, bestätigte der geschäftsführende Gesellschafter Martin Viessmann auf einer Pressekonferenz in Frankfurt. Schließlich werde die Mehrzahl der Heizkessel mit größerer Leistung, die bis zu 19.500 kW betragen kann, an Gewerbe und Industrie geliefert. Die Mittel- und Großkessel, bei denen Viessmann Anteile von etwa 40 Prozent am europäischen Markt hat, werden jetzt im Zuge von Modernisierungsinvestitio-nen angeschafft, weil die Industrie angesichts der hohen Energiekosten verstärkt Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen anstellt. »Wo Handlungsbedarf gesehen wird, ist im Zuge mehrerer Energiegipfel transparent geworden«, erläuterte Viessmann. Innerhalb der Industrie bestünden erhebliche Energieeinsparungspotenziale, die beispielsweise im Bereich der Prozesswärme lägen. Zum Teil sei hier noch veraltete Technologie im Einsatz, und viele Leitungssysteme bedürften der Modernisierung. Ebenso kann die Wärmeversorgung von Gebäuden durch Systemlösungen für wirtschaftliche Heißwasser- und Dampferzeugung optimiert werden.
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Zylinder- Premiere

Jenbacher, die Gasmotorensparte von GE Energy, bringt mit dem neuen 4 MW J624 GS den weltweit ersten 24-Zylinder-Gasmotor. Der neue Motor läuft derzeit auf dem Prüfstand und findet seine ersten Kunden in der Gewächs-hausbranche. Als BHK-System konfiguriert erzielt der Brummer Gesamtwirkungsgrade von bis zu 90 Prozent.
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Mautsystem in Stockholm

Mit Einführung der Maut im Rahmen des Pilotprojekts konnte der innerstädtische Verkehr um 20 Prozent gesenkt werden, das ist deutlich mehr als die ursprünglich anvisierten 15 Prozent. Nutznießer ist unter anderem der öffentliche Nahverkehr, der um 40.000 Passagiere täglich angewachsen ist. Vor allem während der Stoßzeiten kam es zu einer spürbaren Entlastung der Innenstadt. Zusätzlich konnten die Luftqualität deutlich verbessert und die Unfallzahlen gesenkt werden. Die erhobene Gebühr ist zweckgebunden für den Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes. Bereits im Vorfeld des Projekts hat die Stadt dabei ganz erheblich investiert: unter anderem in die Einrichtung von zwölf neuen Expressbuslinien und den erweiterten Service von 18 Buslinien. Außerdem sind rund 1800 neue Park&Ride-Plätze in den Außenbezirken entstanden.
Das von IBM als Hauptauftragsnehmer installierte Mautsystem arbeitet mit Mikrowellentranspondern, deren Signale an insgesamt 18 Knotenpunkten der Innenstadt von Funkempfängern aufgefangen werden. Kameras dienen der Kfz-Kennzeichen-Erkennung. Diese Technologie erlaubt eine Gebührendifferenzierung nach Tageszeit sowie die direkte autorisierte Abbuchung der Gebühr vom Konto des Fahrzeughalters. Das System erfasst täglich rund 350.000 Fahrzeuge.
Jetzt hat die schwedische Regierung grünes Licht für die permanente Einführung von Mautgebühren in der Stockholmer Innenstadt gegeben. Ab 1. August müssen die Stockholmer zwischen 6.30 Uhr und 18.30 Uhr bis zu 6,50 Euro für eine Fahrt in die Innenstadt zahlen.
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Einkaufen in Tirol

Aus seiner Kauflust macht UPC-Chef Thomas Hintze keinen Hehl. Das Providergeschäft in österreich wächst durch übernahmen für den ehemaligen Telekabler im Jahrestakt. Lediglich beim großen Schritt aus der Kabelwelt hinaus - mit der Akquistion und Integration des Internetproviders Inode - ließ man zwei Jahre verstreichen. Nun hat Hintze wieder in die Expansionskasse gegriffen und den langjährigen Vertriebspartner Telesystem Tirol erworben. \"Die Initiative für den Kauf ging von uns aus\", bestätigt UPC-Sprecher Gustav Soucek den Wachstumsdrang der Triple-Players mit Angeboten für Festnetz, Internet und TV.

über den Kaufpreis das Tiroler Providers wurde beiderseitig Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung der Wettbewerbsbehörde. Nur so viel: Telesystem ist der größte Kabelnetzbetreiber in Tirol, beschäftigt derzeit 69 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Vorjahr 20 Mio. Euro Umsatz. Mit diesem Zugewinn (UPC Austria bilanzierte 2006 mit 331 Mio. Euro Umsatz) gibt es nun direkt 50.000 Kabel-TV-Kunden mehr, darunter über 25.000 Breitband- und 10.000 Telefoniekunden. Die Betonung liegt freilich auf \"direkt\": durch die Vertriebspartnerschaft mit den Tirolern wurden diese Kunden in der Vergangenheit bereits ins Portfolio hineingerechnet.

\"Telesystem ist die ideale Ergänzung der bestehenden Kabel- und DSL-Infrastruktur von UPC Austria. Mit Telesystem können wir unsere Stellung als größter alternativer Telekommunikationsbetreiber in österreich weiter ausbauen“, so Thomas Hintze. \"Da der Telekommunikationsmarkt nicht zu den Kernkompetenzen eines Medienhauses gehört und unser Schwerpunkt das Contentgeschäft ist, haben wir uns zu diesem Schritt entschieden\", erklärt Hermann Petz, CEO des Telesystem-Eigentümers Moser Holding. Die Holding hält neben der Tiroler Tageszeitung, der Tageszeitung Die NEUE und dem Tiroler Anzeiger weitere Beteiligungen im Printsektor, an dem Radiosender Life Radio Tirol sowie im Druck- und Zustellsektor.

Für UPC ist auch dieser Kauf nicht das Ende des Expansionspolitik. Bei über 200 unabhängigen Kabelnetzbetreibern in österreich sieht man in der Zentrale in Wien noch gehörige Konsolidierungsmöglichkeiten. Basierend auf den operativen Kennzahlen per Ende Juni versorgt UPC Austria gesamt 706.000 Kunden, diese beinhalten 502.000 TV-Kunden, 416.000 Breitband- und 177.000 Festnetztelefoniekunden.

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