10 Jahre Telekom und IT
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(+) plus: ändert sich an der rechtlichen Organisation etwas?
Hofbauer: Nein, daran nicht, aber die interne Organisation ändert sich. Wir sind Teil einer organisatorischen Einheit, die heißt Central-Europe. Dazu gehören die Schweiz, Polen, Ungarn, Tschechien und die Slowakei. Die Hauptverwaltung sitzt in Wien. Die zentraleuropäischen Ländern kriegen dadurch eine wesentlich höhere Bedeutung.
(+) plus: Jetzt bringt der Merger in der globalen Perspektive natürlich gewaltige Synergien, er bedeutet aber gleichzeitig einen Kulturschock. Wenn Amerikaner auf Franzosen treffen, dann geht das nie friktionsfrei ab. Wie ist da die Befindlichkeit des Unternehmens?
Hofbauer: Das ist hochinteressant. Wenn wir 122 Jahre zurückgehen, dann waren wir rein österreichisch. 1905 waren wir amerikanisch mit Western Electric. 1925 wurden wir zur ITT. Bis 1986 waren wir eine amerikanische Firma, ehe wir eine französische geworden sind. Jetzt sind wir ein Mischmasch. Ich finde das gut, wenn stärkere amerikanische Managementphilosophie in den Konzern kommt. Alcatel war ein rein nach französischen Vorstellungen geführter Konzern und das hat in manchen Teilen der Welt nicht so gepasst. Wenn Serge Tscheruk etwas gesagt hat, dann hat der liebe Gott gesprochen. Da hat man nicht widersprochen. Bei Meetings hat der Ranghöchste das Wort geführt und man hat ihn nicht korrigiert. Die ersten Meetings mit den Amerikanern habe ich schon wieder sehr erfrischend gefunden.
(+) plus: Wie wirkt sich das auf die Situation in österreich aus?
Hofbauer: Wir sind da sehr flexibel. Wir haben mit den Franzosen gut gekonnt, sie sind sehr gern nach Wien kommen, waren sehr intellektuell und kulturell interessiert. Das war für uns österreicher immer leichter als für die Deutschen, die eher ein Problem haben, Franzosen als Chefs zu akzeptieren. Wir österreicher können uns das sowieso nie aussuchen.
(+) plus: Was ist aus Ihrer Sicht aus dem Lucent-Portfolio am wichtigsten?
Hofbauer: Wir sind mitten im Portfoliovergleich. Da ist sehr viel Detailarbeit notwendig. Die erste Erkenntnis ist, dass wir in österreich kurzfristig nichts ändern müssen.
(+) plus: Alcatel war ja Netzlieferant der tele.ring und daher vom Verkauf an T-Mobile sehr betroffen.
Hofbauer: Ja, da ergeben sich ganz neue Aspekte. Mich hat sehr gefreut, dass sich die an sich schwierige Ausgangssituation für das Jahr 2006 zum Positiven gedreht hat. T-Mobile hat sich nach der übernahme sehr fair verhalten. Jetzt haben wir wesentlich mehr Anknüpfungspunkte. Die offenen Aufträge wurden professionell abgewickelt. Wir haben Aufträge im Servicebereich bei T-Mobile gewonnen. Im Hardwaregeschäft waren wir sehr aggressiv, aber Siemens hat sich den Kunden nicht wegnehmen lassen. Wir wollten unbedingt hinein, Siemens wollte den Kunden unbedingt halten. T-Mobile war der lachende Dritte. Noch wichtiger ist die mobilkom, weil sie Teile des Netzes von tele.ring gekauft hat, um es in Osteuropa zu verwenden. Dadurch haben wir dort eine Stellung, die wir vor einem Jahr nicht hatten. Die Situation für uns hat sehr viel Charme.
(+) plus: Auch in Deutschland ergeben sich neue Chancen, nachdem ja das Management von tele.ring zu EPLUS gewandert ist und ihr Team jetzt das Outsourcing bei EPLUS anbietet.
Hofbauer: Das ist ein Projekt, das von österreichern betrieben wird. Dass wir dort anbieten können, hat natürlich mit den jahrelangen exzellenten Kontakten mit den jetzigen EPLUS Managern zu tun.
(+) plus: Auslandsaufträge werden aber nicht über österreich fakturiert?
Hofbauer: Nein, sicher nicht. Aber das ist Teil meiner Message an unsere Mitarbeiter. Es ist nicht mehr unser Ziel, dass einzelne rechtliche Einheiten fast in Konkurrenz zueinander versuchen, ihren Landesteil auszuweiten. Jetzt sehen wir das aus der Perspektive des Gesamtkonzerns. Das ist ein neuer Ansatz durch den Merger mit Lucent.
(+) plus: Wie lässt sich dann der Erfolg der heimischen Organisation messen?
Hofbauer: Neben dem Erfolg in österreich ist auch der in Zentraleuropa wichtig. Mehrere Mitarbeiter der Geschäftsleitung der Alcatel Lucent Austria haben jetzt formal die Verantwortung für ihre jeweilige Funktion für alle sechs zentraleuropäischen Länder übernommen. Dies gilt für die Services, den Presales-Bereich sowie für die Finanzen. Wir haben mehr Verantwortung. Wie wir mit der Arbeit zurechtkommen, wird sich zeigen. Wir können unsere Ressourcen besser einsetzen. Der Telekommarkt in Polen, in Tschechien, in der Slowakei, in Ungarn hat natürlich höhere Wachstumsraten als der heimische Markt. Da ist es natürlich, dass wir zunehmend Projekte in diesen Ländern haben. Die Länderschranken sind weniger wichtig.
(+) plus: Aber Umsatz und Ertrag bleiben ja Messgrößen. Das ist auf Länderebene leichter darstellbar als bei übergreifenden Projekten. Wie geht Alcatel-Lucent hier vor?
Hofbauer: Eine wesentliche Frage, aber: Wir sind nicht die Muttergesellschaft der zentraleuropäischen Töchter. Das ist anders als bei Siemens. Wir wurden schon in den vergangenen Jahren gemessen am Länderumsatz. Wenn NextiraOne etwa eine Anlage verkauft hat, wurde das von Paris aus an Nextira verrechnet, von Nextira an den Endkunden. Der Umsatz wurde statistisch uns zugerechnet. Das war die Erfolgmessgröße. Gewinn war nicht so sehr die Messgröße, weil da kommt man ja sehr rasch zur Transferpreisproblematik. Hier wurde schon bisher der End-to-End-Margin gemessen. Die industrielle Seite und die Vertriebsseite wurden zusammengerechnet. Es gab eine gemeinsame Verantwortung. Wenn die Produktion zu teuer war und wenn wir zu billig angeboten haben, dann haben beide Seiten darunter gelitten. Wir haben jetzt ein komplexeres System, eine Art Matrix aus Sparten und Regionen. Wie das praktisch funktioniert, werden wir in ein paar Monaten sehen.
(+) plus: Wenn Sie sich die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre anschauen, was war für Sie die größte überraschung und was die größte Enttäuschung?
Hofbauer: Wir sind das Unternehmen, das in dieser Zeit am radikalsten In- und Outsourcing betrieben hat. Vor zehn Jahren hatten wir noch mehr als 2000 Mitarbeiter. Wir hatten noch eine Fabrik. Wir haben Produktion, Logistik und so weiter ausgelagert. Wir haben klar definiert, was unser Kernbereich ist. Wir haben ausgelagert und uns auf Servicetätigkeiten konzentriert. Wir haben die Servicemannschaft der ABB übernommen und damit tele.ring als Kunden betreut und dann den vielbeachteten Outsourcing-Vertrag mit One abgeschlosssen. Wir haben radikal unsere Skills umgeschichtet. Wir haben radikal restrukturiert. Gleichzeitig haben wir die Mannschaft und das Managementteam verjüngt. Das hat vieles möglich gemacht. In der Struktur von vor zehn Jahren wären die heutigen Geschäftserfolge nicht möglich gewesen. Wir haben uns frühzeitig auf Breitbandthemen konzentriert, auf Next Generation Network. Wir haben uns von Dingen verabschiedet zu einem Zeitpunkt, da die immer noch sehr gut funktioniert haben. Das hat uns eine neue Zukunft eröffnet.
(+) plus: Wie sieht Ihre persönliche Planung aus?
Hofbauer: Ich habe einen Vertrag bis April 2008, den werde ich mit großer Freude erfüllen.
(+) plus: Wird man damit die Verluste in Richtung Mobilfunk bloß auffangen oder tatsächlich auf einen veritablen Wachstumskurs zurückkehren?
Fischer: Wenn man die Marktprognosen anschaut, dann sagen viele Experten ja, das bringt uns ins Wachstum. Das Potenzial ist da. Aber wann welcher Dienst abhebt, ist schwer zu sagen. Die Strategie eines Festnetzanbieters kann nur sein, die Infrastruktur zu wahren und innovativ zu gestalten. Wir müssen für den Kunden einen Mehrwert generieren, um ein Argument zu liefern, warum er diese Kupferader überhaupt behalten soll. Das kann nur funktionieren, wenn tatsächlicher Mehrwert aus der Summe der Dienste evident ist. Die reine Telefonie ist tot.
(+) plus: Der tatsächliche Vorteil des Festnetzes liegt darin, dass hohe Bandbreiten zur Verfügung gestellt werden können. Die Frage bliebt, wofür man die nutzt.
Fischer: Wir reden immer von vier, acht, dreißig Megabit. Die Frage aber ist: Wofür brauch ich’s? Noch fehlen uns die Applikationen. Wir fordern von der Contentindustrie, sich wirklich mit dem Thema auseinanderzusetzen.
(+) plus: Jetzt feiert unter Experten der Begriff der Konvergenz fröhliche Auferstehung. Die Kernthese ist: Dem Nutzer ist völlig wurscht, wie er zu seinen Diensten kommt, egal ob mobil, Glasfaser, Kupfer, Wimax oder sonstwie, wichtig sind nur Verfügbarkeit, Einfachheit und der Preis. Teilen Sie diese Ansicht?Fischer: Ich glaube nicht an die Konvergenz. Freilich ist dem Kunden egal, welches Gerät er nutzt. Aber das Thema wird deshalb so strapaziert, weil man in der Industrie hofft, Synergien zu finden. Alle haben Umsatzeinbrüche und stehen unter Druck, die Kosten zu reduzieren. Verantwortliche Manager in integrierten Unternehmen wollen die Infrastruktur, um Backoffice-Leistungen zusammenzulegen, gemeinsame Dienst zu entwickeln, um einfach kostengünstiger zu werden. Wir glauben daran nicht, weil die Märkte unterschiedlich sind. Es wird immer unterschiedliche Applikationen geben. Im Mobilfunk werden nie die Bandbreiten in derselben Stabilität zur Verfügung stehen wie im Festnetz. Das ist schon rein physikalisch nicht möglich.
(+) plus: Die Bandbreiten sind immer wunderbar, solange es nur wenige Nutzer gibt. Aber wehe, sie werden von vielen genutzt.
Fischer: Ja, es ist ein shared medium. Mobilität hat ihre Funktion, aber Festnetz stiftet einen eigenen Nutzen. Wir wollen die Stärken beider Elemente auf den Märkten umsetzen.
(+) plus: Die Telekom Italia hat durch die Ankündigung, sich vom Mobilfunk trennen zu wollen, für großes Aufsehen gesorgt. Mit dem Kapital aus dem Verkauf, so die Ankündigung, wollte man aus dem Festnetz ein Multimediaunternehmen machen …
Fischer: Das hat Drei im Mobilfunk auch probiert und ist gescheitert. Man braucht beide Elemente. Was wir erlebt haben an Migration von Festnetz zu Mobilfunk, ist in einem integrierten Konzern leichter zu verdauen. Ein Segment auf sich allein gestellt hätte es schwieriger. Wir sehen das als Evolution. In den ersten 150 Jahren der Telefonie hat sich relativ wenig getan, mit dem Siegeszug der PCs, mit dem Internet, mit dem Mobilfunk hat sich im vergangenen Jahrzehnt eine Revolution vollzogen. Für uns ist die Zukunft das Internet. Es gibt keinen Umweg mehr. Die gesamte Technologie wird standardisiert auf Basis der IP-Technologie. Damit werden die Services auf der Weboberfläche gesehen.
(+) plus: Stichwort Konsolidierung: Wie viele Festnetzprovider werden übrigbleiben?
Fischer: Zu Beginn der Liberalisierung war es wichtig, den Wettbewerb zu forcieren. Aber was ist passiert? Viele Anbieter haben das Geschäftsmodell gehabt, Dienste zu einem vom Regulator festgelegten, günstigen Preis bei der Telekom Austria einzukaufen und sie dann billiger an den Endkunden weiterzugeben. Call by Call, Wholesale-Internet, das war’s dann. Wer jetzt nicht die Kurve kratzt und die Frage klärt, ob der Kern dieser Modelle Bestand haben wird, bekommt Probleme. Die Tele2 wird in fünf Jahren kein Problem haben, weil sie groß genug ist, ihr Geschäftsmodell zu überdenken. Auch die UPC wird’s machen. Aber die vielen Kleinen verlieren ihr Geschäftsmodell.
(+) plus: Drei Player bleiben also übrig?
Fischer: Auf der Ebene der Kabelfernsehbetreiber wird es immer Anbieter geben. Es wird alternative Anbieter geben, die im Bereich der normalen Kommunikationsdienste erfolgreich weiterkämpfen. Nicht jeder will höherwertige Dienste. Es wird auch Nischenplayer geben. Aber ein breitgefächerter, kleiner Anbieter hat keinen Bestand.
(+) plus: Was war die größte Enttäuschung für Sie im Festnetz?
Fischer: Die größte Enttäuschung für mich war SMS im Festnetz. Das war keine Rieseninnovation, aber verkörperte die Illusion, damit dem Mobilfunk Paroli bieten zu können. Wir haben das vor fünf Jahren eingeführt, aber das interessiert niemanden. Das war komplett unnötig.Das Zweite ist das Thema Mailboxen. Das ist im Mobilfunk Standard, im Festnetz hat das nie funktioniert.Auch die Idee der Hotspots hat sich nie so richtig durchgesetzt. Im öffentlichen Bereich WLAN-Anbindungen anzubieten, war ein Fehlschlag. Wir haben irgendwann einmal gemessen, wie viele Leute sich gleichzeitig über das öffentlich zugängliche WLAN einloggen. Das waren nur zwei oder drei Nutzer, was natürlich absurd ist, wenn man bedenkt, wie teuer die Infrastruktur ist.
(+) plus: Wie schaut die Zukunft des Fernsehens aus? Stichwort IPTV?
Fischer: Ich bin begeistert von dem Thema. Das ist eine der größten technologischen Herausforderungen. Gerade durch die Interaktivität, die dadurch gegeben ist, ist in dem Bereich sehr viel möglich.
(+) plus: Wie schaut der Fahrplan der Telekom Austria aus?
Fischer: Wir haben im März 2006 rund 1200 Kunden angeschaltet. Wir haben jetzt diesen verlängerten Marktversuch. Wir wollten wissen, wie ist der Verfügbarkeit, die Sicherheit, die Qualität. Wenn die Internetverbindung einmal abreißt, dann macht man einen Neustart. Da gibt es eine Fehlertoleranz. Aber wenn der Nutzer fernschaut, dann hat er kein Verständnis für Bildausfälle.Mittlerweile ist die Stabilität sehr gut. Wir haben sehr viel an der Contenterweiterung gearbeitet, den Video-on-Demand-Bereich erweitert. Wir haben Spartenkanäle eingefügt und Zusatzdienste - Wetter, Verkehr - eingebaut. Wir tun auch viel im Bereich von Inhalten, die direkt von den Nutzern kommen. Es gab einige Verzögerungen, etwa weil die Mpeg4-Settopboxen nicht in der angekündigten Zeit verfügbar waren. Aber wichtig ist, dass es funktioniert, wenn wir auf den Markt kommen. Zeit spielt da nicht ganz so die Rolle. Jedenfalls ist das eine der schönsten Geschichten, die die Branche entwickelt hat.
Und was bedeutet die Auszeichnung für das Unternehmen CCC?
Wir sind ein leistungsorientiertes Unternehmen mit mittlerweile mehr als tausend Mitarbeitern an fünf Standorten und damit auf Wettbewerb ausgerichtet. Deshalb war es mir schon wichtig, zu gewinnen. Sich in einem internationalen Teilnehmerfeld durchzusetzen, ist etwas Besonderes. Es ist auch unvorstellbar, wie viel ich in den wenigen Tagen in Las Vegas lernen konnte. Man spricht mit Kollegen aus Indien und Japan und lernt ihre Sicht des Business kennen. Man kann Kontakte knüpfen und von anderen Ideen profitieren, aber auch die eigenen Idee weitergeben. Und natürlich ist diese Auszeichnung auch für unsere Kunden eine Bestätigung, mit CCC die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Was machen Sie anders als die anderen? Was ist das Geheimnis Ihres Erfolges?
Eine große Rolle spielt sicher die Liebe zum Unternehmen. Dazu braucht man eine große Portion an Emotion und Leidenschaft. Und man muss immer authentisch bleiben, sowohl gegenüber den Kunden als auch den Mitarbeitern und in diesem Fall eben auch den Juroren. Zudem sind wir, und damit meine ich das gesamte CCC-Team, immer unseren Grundwerten treu geblieben.
Welche Grundwerte sind das?
Zum einen die Menschlichkeit. Unsere Branche ist ein People- und Emotions-Business. Wir sind offen, liberal und behandeln alle unsere Mitarbeiter gleich. Und zwar gleich gut, was in dieser Branche nicht selbstverständlich ist. Und wir haben das Ziel, bei jedem Telefonat, das wir führen, dem Kunden weiterzuhelfen. Diese Grundwerte gehen zurück auf die Gründung von CCC. Thomas Kloibhofer hatte damals genug von schlechten Callcentern und wollte ein Unternehmen aufbauen, das sich dem Servicegedanken, der ja hinter der Idee eines Callcenters steht, verpflichtet fühlt. Wir machen auch Fehler, aber wir stehen zu unseren Fehlern. Nur so kann man sich weiterentwickeln. Thomas hat einmal zu mir gesagt. »Carita, du kannst jeden Tag einen Fehler machen, aber bitte mach keinen Fehler zweimal.« Wir haben eine sehr gesunde Chance-Fehler-Kultur. Das ist wichtig, denn aus Fehlern lernt man. Ein weiterer Grundwert ist unsere Open-House-Politik. Unsere Kunden können Tag und Nacht die Teams besuchen, sich mit der Projektleitung unterhalten und unsere Arbeit beobachten. Unser Motto ist: »Man muss so gut sein, dass man keine Angst vor Kontrolle hat.« Wir haben keine Angst vor Kontrollen.
2006 hat CCC die Callcenter von Nestle Nespresso in Zürich und Sky Europe in Bratislava zugekauft. Wie sehen die Zukunftspläne von CCC aus?
Fix ist, dass wir 2007 einen zweiten Standort in Deutschland eröffnen werden. Mittelfristig wird für uns sicher der Osten interessant. Damit meine ich nicht nur Osteuropa, sondern auch den asiatischen Raum. Auch die Türkei ist kein uninteressanter Markt, auch wenn es in diese Richtung keine konkreten Expansionspläne gibt. Aber man muss sich seine Visionen erhalten, schließlich wollen wir die Menschen mit unseren Emotionen begeistern.
Kämen solche Ansagen aus dem Infrastrukturministerium - österreichs Bau- und Baustoffindustrie, die das seit Jahren fordert, könnte jubeln. Nur hat die Sache leider einen Haken: Frau Schmied wurde vom neuen Bundeskanzler zur Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur gemacht. Nun mag Claudia Schmied ihre Eigenschaft als \"Kunstliebhaberin“ zur Kunstministerin befähigen, wie es das Bundeskanzleramt zu verkaufen versucht - über Schmieds Erfahrungen im Unterrichtssystem oder in der Kulturpolitik ist nichts bekannt. Ob sie im Infrastrukturministerium besser aufgehoben wäre, ist eine Frage, die sich wahrscheinlich nicht nur Brancheninsider stellen, sondern alle, die noch nicht dem Trend zur postmodernen Beliebigkeit anheim gefallen sind. Möglicherweise wollte die GSV mit der Veröffentlichung des Schmied-Interviews auf diese Tatsache hinweisen.
Doch wahrscheinlich muss man eher dem Wiener Bürgermeister die Frage stellen, warum ein Wiener Infrastrukturminister und eine Wienerin Bildungsministerin geworden ist, wo offenbar, glaubt man der Gerüchteküche, noch am Tag vor der Angelobung die Niederösterreicherin Christa Kranzl für den Job als Bildungsministerin vorgesehen war. Von der durfte man annehmen, dass sie sich als für die Bildung zuständige Landesrätin mit der Materie auskennt. Doch jetzt darf sich Kranzl als Staatssekretärin im Infrastrukturministerium mit den durchaus spannenden und zukunftsträchtigen Agenden Wasser und Luft beschäftigen. Dem Beobachter bleibt es überlassen, ob er dieses Kunststück Gusenbauers, auf einen Schlag zwei richtige Personen an den falschen Stellen einzusetzen, als bewusstes Zeichen des neuen Regierens interpretiert oder doch eher als Hinweis darauf, dass sich der neue Bundeskanzler bei der Ministerliste nicht nur von der öVP, sondern auch von den eigenen Parteifreunden über den Tisch hat ziehen lassen.
Die Studie besagt, dass im Jahr 2006 nur ein Drittel der 445 befragten Arbeitgeber aus 14 Ländern Bewerbungen aus anderen EU-Ländern für Positionen im oberen Management, in freien Berufen und für qualifizierte manuelle Tätigkeiten erhielt. Insgesamt entspricht die Anzahl der eingegangenen, nicht inländischen Bewerbungen gerade einmal fünf Prozent der Gesamtmenge.
Mobilitätshindernisse gibt es zahlreiche
Einen wesentlichen Stolperstein stellt laut Studie die Sprache dar. Unterschiede in den Steuersystemen, in der Kranken- und Pensionsversicherung, das Fehlen einer EU-weit einheitlichen Arbeits- und Sozialgesetzgebung und die sehr lückenhafte zwischenstaatliche Anerkennung von beruflichen Qualifikationen würden ebenfalls abschreckend wirken. ähnliches gelte auch für die praktischen Dinge des Lebens, wie Schulbildung der Kinder, Beschäftigungsmöglichkeiten für den Ehepartner, oder die Trennung von Freunden und dem gesellschaftlichen Umfeld.
Die Studie zeigt auch, dass es in der öffentlichkeit kaum positive Berichterstattung über die Möglichkeiten der Beschäftigung in anderen Ländern gibt. Dieser Tatsache müssten im Interesse einer Erhöhung der Mobilität die einzelnen Mitgliedstaaten und Arbeitgeber entgegen wirken.
Es stellt sich die Frage, ob die Lissabon-Ziele allzu optimistisch oder unrealistisch waren. Dass Unternehmen von der erhöhten Mobilität von Fachkräften profitieren, ist laut Johannes Mörtl, Partner bei PricewaterhouseCoopers österreich, bekannt. Die Studie soll der Kommission und den Arbeitgebern die derzeit noch bestehenden Hindernisse vor Augen führen. \"Denn derzeit sieht der Trend noch anders aus: Auf Grund der mangelnden Mobilität von Fachkräften verlagern Unternehmen mittels Outsourcing- und Offshoring-Programme ihre Betriebe dorthin, wo sich die passenden Arbeitnehmer befinden“.
Damit die Wiedergabe ebenso überzeugt, gibt es eine Rauschunterdrückung für bessere Ergebnisse sowie eine variable Sound-Kontrolle zum Hervorheben der menschlichen Stimme. Der Low-Cut-Filter filtert Geräusche mit niedrigen Frequenzen, z. B. von Projektoren oder Klimaanlagen. Der Anwender kann zudem zwischen langsamer und schneller Wiedergabe wählen.
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- 3 Aufnahmemodi (\"Conference“, \"Lecture“, \"Dictation“)
- Ergonomisches Design inkl. Bedienelementen mit verschiedenen Oberflächen sowie unterschiedlichen Druckpunkten und Sprachanleitung für Menschen mit Sehschwäche
- Großes, kontrastreiches LCD
- Rauschunterdrückung
- Variable Sound-Kontrolle
- Langsame und schnelle Wiedergabe
- Low-Cut-Filter
- Automatische Archivierung und Synchronisation, 3 programmierbare Alarmwiedergaben und zeitgesteuerte Aufnahmen
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- Netzadapter anschließbar (optionales Zubehör)
Preise:
DS-30
256 MB / 66 Stunden Aufnahmekapazität: 199 Euro
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512 MB / 136 Stunden Aufnahmekapazität: 299 Euro
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1 GB / 275 Stunden Aufnahmekapazität: 399 Euro
Was noch beim Speicherexperten passiert: NetApp baut sein Data-Center-Portfolio aus und erhöht die Leistung für Fibre-Channel SANs. Die neue FAS3070 und ihre Variante V3070 zur Virtualisierung von Storage von Fremdherstellern sind für den Midrange-Markt konzipiert. Parallel zur Einführung der FAS3070- und V3070-Plattformen kündigte NetApp auch Neuerungen im Software- und Service-Portfolio an. Neu in der NetApp Manageability Software Familie ist unter anderem das Backup-Tool Protection Manager, das Disk-to-Disk-Prozesse automatisiert.
Hintergrund
Besonders in den so genannten Wasserwechselzonen, das sind die Bereiche, in denen der Wasserspiegel ständig ansteigt und abfällt, wird der Beton stark beansprucht. \"Bei Minustemperaturen gefriert das Wasser hier und dehnt sich im Beton stark aus. Dem ständigen Wechsel von Frost und Tau kann das Material irgendwann nicht mehr standhalten, sodass es zu Absprengungen kommt\", erklärt Michael Vogel von der Universität Karlsruhe.
Eingesetzt werden soll das neue Verfahren, das einem deutsch-russischen Kooperationsprojekt entstammt, zunächst bei großen russischen Stauwerken wie dem Wolzhskaja-Kraftwerk an der Wolga.
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