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Auf Entdeckungstour

Das Handy wird immer mehr zur Eier legenden Wollmilchsau. Music-Player, Kamera und Organizer sind schon längst nicht mehr wegzudenken. Jetzt soll das Mobiltelefon auch Wegweiser, Kulturführer und Busplan werden.
\"Point to Discover“ heißt das Interaktionskonzept des Forschungszentrums Telekommunikation Wien (ftw), das das Handy mit GPS-Modul, Kippsensor und Kompass ausstattet. Durch einfaches Zeigen auf das Objekt seiner Wahl erhält der User Informationen oder kann Services in Anspruch nehmen. Zum Restaurant gibt’s Speisekarte, öffnungszeiten und Kundenkritik, der Bahnhof stellt die Fahrpläne bereit und Sehenswürdigkeiten geben ihre Geschichte preis. Für die korrekte Information zum anvisierten Objekt sorgt die \"Point to Discover“-Plattform. Anhand eines drei-dimensionalen Stadtmodells errechnet die Plattform ein 360-Grad Panorama des Blickfeldes des Users, überprüft die Position und Ausrichtung des Handys stellt die verfügbaren Informationen zur Verfügung.
Ziel des Projekts ist es, die Akzeptanz von location-based-services weiter zu erhöhen. Ein erstes Referenzprojekt des ftw befindet sich derzeit in der Testphase. Es handelt sich um einen mobilen Restaurantführer für die Wiener Innenstadt, der in Zusammenarbeit mit der Wiener Stadtzeitung Falter entsteht.
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B-sicher

Sicherheit wird in der Energie Steiermark ernstgenommen. Dazu gehört unter anderem auch die professionelle Vorbereitung auf Krisen. \"Das richtige Verhalten im \"Fall der Fälle\" ist entscheidend und muss daher im Vorfeld präzise definiert sein und trainiert werden\", betont Vorstandsdirektor Franz Kailbauer.
Ein Team aus dem Konzern unter der Leitung von Manfred Czerny bringt daher seit einigen Wochen die entsprechenden Checklisten für Notfälle und Krisen auf den letzten Stand, um die möglichen Folgen von \"Blackouts\" und anderen Ereignissen zu simulieren und die notwendigen Maßnahmen exakt festzulegen.
Als Begleiter des Projektes fungiert der ehemalige Chef der Elite-Einsatztruppe Cobra, Reinhold Bachler.
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Wälzer für die Sogwirkung

Der Call of Papers stieß auf reges Interesse, Texte wurden aus aller Herren Länder eingereicht, geprüft und kritisch betrachtet. Die Themen sind heiß: es geht um Turnkey Applications, um die Frage, wie Servicequalität messbar ist und die Notwendigkeit der Integration von Nutzergruppen. Es geht um E-Government, genauer gesagt: E-Taxation. Die neuen elektronisch unterstützten Verwaltungsmöglichkeiten im Bereich der Besteuerung entpuppen sich als attraktive Teildisziplin der großen Wachstumssparte E-Government. Zahlreichen Paradeprojekten aus der Welt der Finanzverwaltung ist nun der Wälzer \"E-Taxation: State & Perspectives“ zu verdanken. Die Herausgeber Josef Makolm und Gerti Orthofer sammelten zum Thema 33 Beiträge aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft. \"Das Buch richtet sich an Universitäten und Abgabeverwaltungen mit dem Ziel den Austauschprozess bei der Implementierung von E-Government im Bereich der Finanzverwaltungen zu fördern“, so Makolm.

Mit Referenzprojekten angefangen von der österreichischen Vorzeigeplattform FinanzOnline bis zu Beispielen aus den E-Government-Vorreiterländern Kanada und Niederlande sind die Beiträge bewusst international gehalten. Für Peter Quantschnigg, Generalsekretär im Finanzministerium, eine wichtige Sache: \"International bestätigt es sich immer wieder, dass bei E-Government mit hohem Interesse auf österreich geblickt wird.“ Man sei dazu \"gut aufgestellt“, die neue Verwaltung sorge für eine \"Sogwirkung auf die breite Wirtschaft“. Auch die Wirkung des Buches ist beachtlich: Der interessierte Leser gelangt auf den 412 Seiten bis nach Singapur - übrigens ebenfalls ein führendes Land im E-Government. \"Dort hat man von Anfang an auch die Interessen und Wünsche der Nutzer in die Entwicklung der Services einbezogen“, betonen die Herausgeber den Erfolg der Stakeholderintegration, der sich auch bei der Entwicklung von FinanzOnline gezeigt hätte. Schließlich setzt die Nutzung von E-Taxation-Services ein allgemeines Verständnis gegenüber den Verwaltungsprozessen voraus. Wenn auch nicht jedem Nutzer der Begriff gleich in Fleisch und Blut übergehen wird, essenziell für die Gemeinschaft ist E-Taxation allemal: Elektronische Verfahren in der Verwaltung dämmen Pfusch und Betrug ein, haben weltweit Experten bereits herausgerechnet. \"Gerade noch Italien, bekannt für die hohe Umsetzungsdichte bei E-Taxation aber auch einer ausgeprägten Schattenwirtschaft bildet hier eine Ausnahme“, fügt Makolm hinzu.

Neben den Best-Practises bietet die Arbeit weitere Schwerpunkte: das Kapitel der wissenschaftlichen Grundlagen nimmt sich das Thema E-Taxation auf analytischer Basis zu Brust. So werden beispielsweise europäische und internationale Benchmarks und Auswertungen präsentiert. Im Rahmen unterschiedlicher Implementierungsstrategien werden verschiedene nationale Ansätze und Installationen vorgestellt.

Begriff: E-Taxation
E-Taxation ist ein Teilbereich aus dem E-Government und kennzeichnet Prozesse mit Datentransfer zwischen IT-Systemen professioneller Steuerfachleute in Wirtschaft und Steuerbehörden. E-Taxation unterstützt auch Prozesse innerhalb der Steuerbehörde: Workflow und elektronische Datenverwaltung, Wissensmanagement und automatisierte Risikoanalysen, um die Vertrauenswürdigkeit von elektronischen Steuererklärungen zu prüfen. Steuerprüfer werden mit den neuen elektronischen Möglichkeiten bei der Prüfung der Buchhaltungen der Steuerzahler, aber auch für den Kampf gegen illegale Beschäftigung, Steuerflucht und Sozialbetrug (etwa auf Baustellen) unterstützt.
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Eine schnelle Geschichte der Zeit

Es ist Montag früh, die Sonne scheint über dem Firmensitz in der Favoritenstraße im Wiener Bezirk Wieden. Dieter Klinka, Geschäftsführer des kanadischen Softwarehauses Cognos, kommt gerade aus dem Wochenende und trinkt seinen ersten Kaffee auf der Dachterrasse mit Blick auf das Palais Erzherzog Karl Ludwig. Vor gut 150 Jahren hatte in dem Palais einst die legendäre Kaiserin Sisi die Nacht vor ihrer Hochzeit verbracht. Damals wurde freilich die Zeit noch anders gemessen. Auch Klinka blickt gerne zurück. \"Ich bin nun seit zehn Jahren bei Cognos“, sagt er und kennt nichts anderes \"als gesundes Wachstum und Kundenzufriedenheit“.

Die Branche, in der sich Cognos bewegt, bietet indes ein stabiles Geschäft. Alles blickt derzeit auf Business Intelligence - die Fähigkeit, aus Geschäftsdaten zu Produkten, Produktion und Kunden jederzeit den Status-quo und die Bedürfnisse des Unternehmens herauslesen zu können. Business Intelligence geht sogar noch einen Schritt weiter: unter dem Deckmantel \"Performance Management“ liefert eine neue Werkzeuggeneration standardisierende übersichten für den Information Worker. Dieser ist vornehmlich in den oberen Etagen zu finden: im Vorstand, in der Abteilungsleitung. Auch Kaiser Franz Joseph hätte seine Freude an den sexy \"Dashboards“ gehabt, die auf Knopfdruck die schnelle übersicht über Lagerstände, Absatzzahlen und Truppenkontingente bieten. In der Privatwirtschaft bedeuten die neuen Möglichkeiten etwa jederzeit übersicht über den Verkaufserfolg jedes einzelnen Mitarbeiters haben zu können - um im Bedarfsfall schnell reagieren zu können. Klinka spricht von einem Komfort, den man nicht unterschätzen sollte. Auch an diesem Montag morgen sieht er dank Dashboards \"auf den ersten Blick, wo ich stehe“. Perfomance Management bedeutet zudem auch hinter die Zahlen und Balkendiagramme der Präsentation tief in das Unternehmen sehen zu können. Informationen sind heute eng vernetzt - abteilungsübergreifend, um unterschiedliche Interpretation von Ergebnissen zu ermöglichen. Und systemneutral, um der unübersichtlichen Geografie in der Applikationslandschaft der Unternehmen entgegen zu wirken.

Die Erhöhung der Geschwindigkeit der Prozesse aller Branchen ist Ausdruck eines unaufhörlich steigenden Wettbewerbsdrucks. Unternehmen wie SAS, Cognos oder Business Objects werken an der Automatisierung des Infoflusses, SAP und Oracle stoßen als klassische Softwareanbieter ebenfalls hinzu. Gemeinsames Ziel der Anbieter ist, die Flexibilität ihrer Kunden zu erhöhen. Komme, was will - Hauptsache, das eigene Unternehmen ist schneller als der Mitbewerb. \"Die Zeiten sind vorbei, wo man sich für die Planung zwei Monate lang wie bei der Papstwahl ins Kammerl zurückgezogen hat“, umschreibt dies Klinka. Mittlerweile sei Bedarf von Performance Management auch in kleinen und mittleren Unternehmen erkennbar. Das bewiesen zahlreiche Kunden aus dem KMU-Segment. Und: \"diese Projekte müssen nicht kompliziert sein. Performance Management ist viel einfacher zu handhaben, als manche denken.“ Der Beweis: Bei Eybl International wurde die gesamte Lösung unter der geplanten Zeit implementiert. Man spricht von der Sinnhaftigkeit, Standardtools einzusetzen. \"Ich bin seit 30 Jahren im Softwaregeschäft und weiß daher, dass es so gut wie nicht möglich ist, Softwareprojekte zeitgerecht fertig zu stellen. Mit unseren Werkzeugen ist es möglich“, lobt der Cognos-Geschäftsführer, der sein Team in den letzten Monaten um fast ein Drittel erweitert hat.

Mit heute 28 Mitarbeitern und Kunden wie dem Bundesministerium für Finanzen und dem Raiffeisenkonzern blickt man in Wieden mit Zuversicht auf das laufende Geschäftsjahr. Auch wenn es vornehmlich niemals um den platten Verkauf von Produkten, sondern stets um zugeschnittene Lösungen geht. Das Cognos-8-Tool \"Go! Mobile“ ist seit wenigen Wochen am Markt und verspricht das Handling von Geschäftsdaten auch von unterwegs aus. Mit dem kanadischen Partner RIM, dem Erfinder der \"E-Mailing-Machine“ BlackBerry, sollen die Dashboards nun auch mobil leicht abruf- und manipulierbar werden. Die Möglichkeit, BI-Informationen auf dem Handheld zu empfangen und dadurch strategische Entscheidungen an jedem Ort, zu jeder Zeit treffen zu können, soll künftig auch geräteunabhängig angeboten werden. \"Unsere Werkzeuge lassen diese Flexibilität zu“, ist Klinkas Leitspruch für so ziemlich jeden Bereich, jede Branche, jeden Partner. Auch das hat sich in den letzten Jahren geändert.

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Klimaschutz in Wopfing

In einem feierlichen Festakt im Rahmen der Veranstaltung \"Mobilitätsmanagement und Klimaschutz“ erhielt Baumit Wopfinger am 2. Mai in der österreichischen Wirtschaftskammer von Umweltminister Josef Pröll die Klima:aktiv-Auszeichnung für den Bau der neuen Rohstofflagerhalle in Wopfing. \"Wir freuen uns sehr über diesen Preis“, hält Mag. Robert Schmid, Geschäftsführer der Wopfinger Baustoffindustrie, fest, \"wir sehen diese Auszeichnung als Anerkennung für unser Bemühungen zum Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz. In den vergangenen drei Jahren haben wir am Standort Wopfing 15 Millionen Euro für den Umweltschutz investiert.“Im Zementwerk in Wopfing werden einerseits Zementklinker gebrannt, andererseits werden diese Klinker gemeinsam mit anderen Rohstoffen in der Zementmühle zu Zement vermahlen. 70.000 Tonnen Zumahlstoffe - vor allem Hochofenschlacke und Gips- kommen im Jahr zum Einsatz. Diese Zumahlstoffe wurden bisher im Freien zwischengelagert - dabei kam es einerseits beim Abladen und andererseits bei der Lagerung zu Staubemissionen. \"Unser Ziel ist es, aus Wopfing das sauberste Baustoffwerk österreichs zu machen“, erzählt Robert Schmid. \"Daher war es für uns ein wichtiger Schritt neue Lösungen für die Materiallagerung zu entwickeln. Herausgekommen ist dabei eine hochmodernen Rohstofflagerhalle.“
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Ein Blick in die Röhre

Das Europa-Ranking der sichersten Tunnel wird erstmals von einem kroatischen Tunnel angeführt, auf den Plätzen folgen ein deutscher und ein tschechischer Tunnel. Abgeschlagen auf dem letzten Platz befindet sich das Land mit den meisten Tunnels. In Italien erwiesen sich drei von vier getesteten Tunneln als \"mangelhaft“, nur einer wurde für \"ausreichend“ befunden.
österreich konnte vor allem mit einer guten \"Mannschaftsleistung“ überzeugen. Vier von sieben Tunnel erhielten eine sehr gut, der Rest eine gute Beurteilung. Zum sichersten heimischen Tunnel wurde der Herzogberg-Tunnel auf der A2 zwischen Graz und Klagenfurt gekürt. Der Herzogberg-Tunnel überzeugte die Jury mit variablen Infotafeln vor den Portalen, einer lückenlosen Videoüberwachung, der automatischen Erfassung von Verkehrsströmen und einem gut geschulten Personal. Zudem garantiert eine Beschallungsanlage den durchgehenden Empfang des Verkehrsfunks und erlaubt dem Sicherheitspersonal in Krisensituation, Informationen direkt in die Autoradios einzuspeisen. Ein automatischer Brandmelder erlaubt eine lückenlose Wärmeüberwachung über die gesamte Tunnellänge. Verantwortlich für die Sicherheitstechnologie zeichnet Siemens Building Technologies. Auch beim Tunnel Rannersdorf - ebenfalls mit \"sehr gut“ benotet, hat Siemens seine Finger im Spiel. Das Notrufsystem, das eine zentrale überwachung rund um die Uhr von der Autobahnmeisterei Kaisermühlen sicherstellt stammt von Industrial Solutions and Services. Mit diesem System soll die Asfinag in Zukunft auch die Notrufzentralen untereinander vernetzen können.
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Vernetzung und Kommunikation

Die Vereinigung der österreichischen Zementindustrie (VöZ) und das Forschungsinstitut der Zementindustrie (VöZFI) präsentieren sich in neuen, kräftigeren Logofarben und einem \"Design mit Ecken und Kanten“, so Friembichler. Das neue Logo symbolisiert vor allem Modernität und kraftvolle, zielgerichtete Arbeit, wie dies der Kompetenz der Organisationen entspricht. \"Der gesellschaftliche Wandel verlangt heute von uns, aktiv auf unsere Kunden und Mitglieder zuzugehen. Serviceorientiertheit und direkter Kontakt zu unseren Partnern sowie die Information der gesamten öffentlichkeit sind uns daher ein besonderes Anliegen.“ erklärte der Geschäftsführer der VöZ, DI Felix Friembichler, anlässlich der Präsentation des neuen Logos. Wichtig ist für Friembichler dabei, dass heute keine Organisation mehr ohne gesellschaftliche Vernetzung auskommen kann, wenn sie ihre Aufgaben optimal erfüllen will. Bereits vor zwei Jahren hatte die VöZ deshalb auch mit ihrem Nachhaltigkeitsbericht die soziologischen Veränderungen aufgegriffen. Auf wissenschaftlich fundierter Basis werden alle Aktivitäten im Spannungsfeld zwischen Umwelt, Wirtschaftlichkeit und sozialer Einbettung dokumentiert. \"Im Sinne der Nachhaltigkeit nimmt das Thema Innovation einen breiten Raum innerhalb unserer Arbeit ein. Mit der Neuausrichtung unserer Kommunikation setzen wir ein weiteres Zeichen zu den veränderten Bedingungen“, so Friembichler weiter.
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Lückenschlüsse

Wenn österreichs Politiker vor das eigene Volk treten, ist Atomkraft ein furchtbares Ungeheuer. Ganz anders sieht die Sache aus, wenn die Volksvertreter in jene Länder reisen, von denen österreich einen nicht unerheblichen Anteil an Atomstrom bezieht. Die jüngsten Staatsbesuche von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer sind ein Lehrbeispiel dafür. In Prag traf der Kanzler zuletzt »gute Freunde« und erklärte, dass man nicht daran interessiert sei, dass die Grenzen blockiert seien. »Es gibt Demonstrationen, die uns nicht gefallen«, verriet Gusenbauer dem Standard. Darüber hinaus brachte Gusenbauer für das störungsanfällige AKW Temelin eine neue Kommission aus Prag mit - gerade so, als gäbe es davon nicht schon genug. Auch in der Slowakei vergaß Gusenbauer, auf den Tisch zu klopfen, obwohl seit Ende Februar der Beschluss steht, das dortige Atomkraftwerk Mochovce um zwei Reaktoren zu erweitern. Die italienische Enel als Eigentümer des slowakischen Energiekonzerns SE plant, mit einer Baugenehmigung aus den Achtzigerjahren die Arbeit an den Reaktoren wieder aufzunehmen. Die Reaktoren sind vom Typ WWER 440-213, einem sowjetischen Reaktortyp aus den frühen 1970er-Jahren, die entgegen gängiger Sicherheitsnormen ohne Containment-Schutzhülle geplant sind. Die laut EU-Recht vorgeschriebene Umweltverträglichkeitsprüfung wird mit dem Verweis auf Entscheidungen aus kommunistischer Zeit abgelehnt. Die Blöcke sind rund 200 Kilometer von Wien entfernt und bereiten Atomkraftgegnern ernste Sorgen. Die deutsche E.ON AG plant unterdessen, am Standort Bohunice in Atomkraft zu investieren. E.ON hält Minderheitsanteile an der Zapadoslovenska Energetika AS, dem größten von drei regionalen Energiverteilern. Bereits fix ist die Errichtung eines 400MW-Gaskraftwerkes in Malzenice, in der Nähe der Stadt Trnava. Das 200-Millionen-Bauwerk soll Ende 2009 ans Netz gehen. Da der Ausbau der slowakischen und tschechischen Kraftwerkskapazitäten zu einem Gutteil für den Export - etwa nach Italien - bestimmt ist, kommt österreich eine nicht unerhebliche Rolle für den Transit zu.
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Mehr Spitzenstrom

Mit einem Investitionsvolumen von rund 215 Millionen Euro wird ein neues Pumpspeicherkraftwerk errichtet. Die Kraftwerksgruppe wurde vor bereits 46 Jahren fertiggestellt. Doch seit 1961 wurden keine nennenswerten Erweiterungen der Anlagen vorgenommen. »Vor allem der Bedarf an Regel- und Ausgleichsenergie ist - nicht zuletzt aufgrund des rasanten Windkraftausbaus - enorm gestiegen«, so der Vorstand der Austrian Hydro Power Herbert Schröfelbauer. Das Besondere am nun präsentierten Projekt Reißeck II ist, dass bereits bestehende Speicher- und Ausgleichsbecken mit einer natürlichen Höhendifferenz von 580 Metern verwendet werden. Schröfelbauer: »Wir nutzen diese natürliche Fallhöhe, um zusätzlich rund 350 Megawatt Leistung zu erzielen.« Für das Kraftwerk wird ein fünf Kilometer langer unterirdischer Verbindungsstollen zwischen dem Jahresspeicher Reißeck und der Hauptstufe des Kraftwerks Malta geschaffen. Der vorhandene Speicher Großer Mühldorfer See am Seenplateau Reißeck wird im Pumpbetrieb als Oberbecken, die Speicher Gößkar und Galgenbichl der Maltagruppe werden als Unterbecken genutzt. AHP-Vorstandsdirektor Michael Amerer ergänzt, dass das neue Kraftwerk in größtmöglichem Einklang mit Fauna und Flora errichtet und nach Bauende in der Landschaft kaum wahrnehmbar sein wird. Der Triebwasserstollen und die Kraftwerkskaverne mit dem 350-MW-Maschinensatz liegen komplett unterirdisch und sind von außen nicht zu sehen. Das Projekt wird zudem einem Umweltverträglichkeits-Verfahren unterzogen. Bis Mitte 2008 soll die Umweltverträglichkeitserklärung beim Land Kärnten eingereicht werden. 2014 sollte das Kraftwerk erstmals Strom liefern.
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Die Glanzlichter einer Branche

Die Automatisierungsbranche ist mit ihren Querschnittprodukten und -lösungen entscheidend mitverantwortlich für die Leistungsfähigkeit anderer Industrien. Ob Maschinenbau, Automobilindustrie oder Logistikdienstleister - ohne Automatisierungslösungen schaut es schlecht aus mit der Konkurrenzfähigkeit. Wir haben nachgefragt, auf welche Produkte die Branchenvertreter 2007 setzen. Das Ergebnis ist breit gefächert: Vom automatischen Fenstermelder über leicht zu installierende Sicherheitssteuerungen und \"Plug \" Work“-Lösungen für Motorstarter bis zu hybriden Kommissionierlösungen.

ABB

ABB liegt das Sicherheitsgefühl seiner Kunden am Herzen. Also wurde WaveLINE entwickelt, ein Gerät zur Feststellung des öffnungszustandes von Fenstern. Sobald der Fenstergriff betätigt wird, wird die aktuelle Position des Griffes und damit der Zustand des Fensters erkannt und an eine LED-Anzeige geschickt. Diese LED-Anzeige wird sinnvollerweise in der Nähe der Haustür platziert, um beim verlassen des Hauses den öffnungszustand sämtlicher Fenster auf einen Blick prüfen zu können. Der Vorteil von WaveLINE ist laut ABB die eindeutige Erkennung der Fensterzustände. \"Während herkömmliche Magnetlösungen nicht erkennen können, ob ein Fenster nur angelehnt oder tatsächlich verschlossen ist, erkennt WaveLINE den exakten Zustand des Fensters.“
Aufgrund der einheitlichen Befestigung der Fenstergriffe am Rahmen ist das Haupteinsatzgebiet für den Fenstermelder WaveLINE der private Wohnbau. Der Einsatz im Zweckbau bedarf laut ABB einer Einzelfallprüfung.

AutomationX

Bei AutomationX befindet sich die Entwicklung der \"next generation automation software“ in der Zielgeraden. Das Hauptaugenmerk liegt auf einem komponentenbasierten System, das in erster Linie die Modellierung von Gesamtanlagen betrachten soll. Die Automatisierungskomponenten werden in einer frei definierten Hierarchie in einem globalen Objektpool angelegt. Die verschiedenen Funktionalitäten der Subsysteme können Objekte aus diesem Pool verwenden. Neu ist, dass jedes Subsystem seine eigene Hierarchie verwaltet.
Auch bezüglich Visualisierung verspricht AutomationX einige neue Features. Die Grafikengine basiert auf der DirectX-Technologie von Microsoft. Diese Eroberung der dritten Dimension soll die Verwendung aller Objekte in 3D ermöglichen. Zudem soll die Software die Bearbeitung von verteilten Applikationen in einem Projekt ermöglichen. \"Globale Objekte müssen nur einmal modelliert werden und sind systemübergreifend auf beliebig vielen Servern verwendbar“, heißt es bei AutomationX. Damit könne die Engineeringzeit bei großen, verteilten Applikationen deutlich reduziert werden.

Beckhoff Automation

Mit großen Erwartungen geht Beckhoff in den Produktstart der neuen Geräte-Familie CP72xx. Diese neue Panel-PC-Generation soll den großen Bedarf an maschinennaher Visualisierung und Steuerung decken. Auf Basis der selbst entwickelten Pentium-M-Motherboards im Formfaktor 3,5 Zoll will Beckhoff auch innovative Wärmekonzepte für Motherboards und kompakte Industrie-PCs realisieren. Zudem verfügt der Typ CP72xx über interessante Gehäuseeigenschaften wie die Integration von zwei HDDs oder Mini-PCI-Feldbuskarten und der On-Board-Tragarmadapter.Für das vierte Quartal ist bereits eine Leistungssteigerung in Form eines 3,5-Zoll-Board mit Duo-Core-Performance geplant.Diese Hochleistung in kompakten Bauformen soll völlig neue Applikationshorizonte eröffnen. So können laut Beckhoff aufwendige, maschinennahe Visualisierung, Betriebsdatenerfassung, aber auch klassische Steuerungsaufnahmen übernommen werden. Die Front des CP72xx kann zu 100 Prozent dem Corporate Design des Unternehmens angepasst werden.

Bernecker\"Rainer

Maschinenbauer, die einen wirtschaftlichen und zukunftsweisenden Mehrachsantrieb benötigen, hat Bernecker\"Rainer mit ACOPOSmulti im Visier. Es handelt sich um die logische Fortsetzung der erfolgreichen ACOPOS-Serie, die den Anforderungen der Anwender an moderne Motion Control Prodikte gerecht werden soll. Für Maschinen mit vielen Achsen - etwa in der Kunststoff-, Verpackungs-, Druck- oder Textilbranche - verspricht Bernecker\"Rainer mit dem neuen Antriebskonzept höchstmögliche Wirtschaftlichkeit. Im Schaltschrank soll keine Verlustleistung entstehen. Wahlweise stehen ein Durchsteckkühler für Wärmeabgabe außerhalb des Schaltschranks und eine \"Cold Plate“ Variante für den Anschluss an einen Kühlkreislauf zur Verfügung. Zudem trage das Konzept auch dem Umweltgedanken in Form von Energieeinsparungen Rechnung. In Sicherheitsfragen setzt ACOPOSmulti konsequent auf Ethernet Powerlink Safety.
Bei Bernecker\"Rainer ist man vom Markterfolg überzeugt. \"Der Einsatz bei Pilotkunden hat gezeigt, dass ACOPOSmulti in Bereiche vorstößt für die es bisher keine ädäquaten Lösungen gibt.“

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