Quanten-Internet aus Österreich

Foto: Quantenphysik ist eines der stärksten Forschungsgebiete Österreichs. Dieses Know-how soll nun verknüpft werden. Foto: Quantenphysik ist eines der stärksten Forschungsgebiete Österreichs. Dieses Know-how soll nun verknüpft werden.

Quantenkommunikation über Glasfaserkabel soll durch das Infrastrukturprojekt »Austrian Quantum Fiber Network« möglich werden. 

Von Wien bis Innsbruck und über die Landesgrenze hinaus: Über hunderte Kilometer hinweg sollen in Zukunft mit Hilfe von Quantentechnologien Signale ausgetauscht werden. Ein Glasfasernetzwerk wird aufgebaut, mit dessen Hilfe verschiedene Forschungseinrichtungen Quanteninformation übermitteln und Präzisionsmessungen durchführen können. Dieses »Austrian Quantum Fiber Network« (AQUnet) wird von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) mit 2,8 Millionen Euro gefördert und soll zum Vorbild für ein mögliches künftiges weltumspannendes Quanten-Internet werden. Die Anwendungsmöglichkeiten reichen von abhörsicherer Quantenkommunikation bis zu Erdbebenwarnungen.

Unter der Leitung des Datennetzwerks ACONET beteiligen sich TU Wien, Universität Wien, Universität Innsbruck und das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen an dem Projekt. Auch Partner aus anderen europäischen Ländern sollen längerfristig eingebunden werden – in Frankreich, Deutschland und Tschechien gibt es bereits ähnliche Initiativen. »Quantenphysik ist sicher eines der Forschungsgebiete, in denen Österreich besonders stark ist. Bereits jetzt gibt es ausgezeichnete Forschungsgruppen mit erstklassiger Infrastruktur. Sie wollen wir jetzt auf neuartige Weise verknüpfen«, sagt Initiator Thorsten Schumm , Professor am Atominstitut der TU Wien. Entstehen soll nun ein österreichweites Netz aus Glasfaserleitungen, die für den Austausch von Quanteninformation geeignet sind.

Gelingt es, stabile, zuverlässige Quantenkommunikation zu ermöglichen, hätte man ein völlig neues Niveau von Datensicherheit erreicht: Man könnte Daten austauschen und völlig sicher sein, nicht abgehört zu werden. Das Infrastrukturprojekt startet im Mai 2021 und ist auf fünf Jahre ausgelegt.

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