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Die Konsortien stehen fest

 

 

Der Call zur Wohnbauinitiative 2011 ist geschlossen. Sieben Konsortien haben ihre Anträge eingebracht. Der Bau & Immobilien Report hat die Details.

 

 

Gemeinsam mit Finanzstadträtin Renate Brauner kündigte Wohnbaustadtrat Michael Ludwig eine neue Wohnbauoffensive an. Die Stadt Wien nutzt ihre gute Bonität und gibt die günstigen Zinskonditionen an private Partner weiter. Bis zu 500 Millionen Euro schwer soll das Paket sein. Damit sollen rund 7500 Wohnungen errichtet und Investitionen von 1,25 Milliarden Euro ausgelöst werden. „Das entwickelte Modell basiert auf dem kurzfristig

gegebenen äußerst niedrigen Zinsniveau und soll einen zusätzlichen kräftigen Impuls für den Wiener Wohnbau auslösen“, erklärt Ludwig.

Bis 5. April konnten Konsortien aus Bauträgern und Finanzdienstleistern ihr Interesse in Form konkreter Angebote deponieren. Insgesamt sieben Konsortien haben von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Vertreten ist alles, was Rang und Namen hat. Die großen Bauträger wie Sozialbau, ÖSW, Gesiba und Buwog sind ebenso dabei wie die Big Player der Finanz-Branche. Fünf der sieben Konsortien sind dem Bau & Immobilien Report im Detail bekannt (siehe Kasten). Ein sechstes Konsortium wird von der Heimbau angeführt. Als Finanzdienstleister soll dem Vernehmen nach die Raiffeisen Bank International bereit stehen. Über das siebte Konsortium ist derzeit nur

wenig in Erfahrung zu bringen. Für gewöhnlich gut informierte Kreise sprechen aber von einem Überraschungskandidaten.

Jetzt werden die Angebote erst einmal gesichtet, im Mai wird evaluiert und mit den Konsortien verhandelt.

Im Juni wird die Stadt Wien bekannt geben, wer den Zuschlag bekommt.

 

Konsortium

Geplante Wohneinheiten

Sozialbau, EGW-Heimstätte, Volkswohnungswerk, Vienna Insurance Group, Erste Bank

3000

ÖSW, WBV-GPA, Wien Süd, Gewog, Migra, Familienwohnbau, Donau-City Wohnbau, Raiffeisen Bank Wien, Bawag?

1500

Buwog, Immofinanz, Raiffeisen Landesbank NÖ-Wien

1200

Gesiba, UniCredit

500

Arwag, Kallco, Bank Austria Real Invest

1800

 

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Signatur - Marathon

n der Branche wurde schon länger über Anlaufschwierigkeiten beim Zertifizierungsdienstleister a.trust gemunkelt, vor einigen Wochen wurden aus den Gerüchten dann Bad News. Die österreichische Nationalbank (OeNB) und die Telekom Austria (TA) trennten sich von ihren a.trust-Anteilen. Wenig berauschend waren auch die Zahlen, die österreichs einziger akkreditierter Anbieter von sicheren Zertifikaten vermeldete. Seit Gründung im Juni 2000 wurden bislang insgesamt rund 56.000 Signaturen ausgegeben, womit die Ziele drastisch verfehlt wurden. Noch im Jänner letzten Jahres sprach Finanzstaatssekretär Alfred Finz bei einer Pressekonferenz davon, dass bis Ende 2005 allein mit der Aktivierung der Signaturfunktion auf 200.000 Bankomatkarten gerechnet werde. Mit dem Ausstieg der OeNB und der TA wurden selbst Gerüchte um Zahlungsunfähigkeit oder Liquidation der a.trust laut, ein Szenario, das mittlerweile definitiv abgewendet ist. Die verbliebenen Gesellschafter - darunter die Raiffeisen Zentralbank, BA-CA, Bawag/PSK, Volksbanken AG oder die Wirtschaftskammer - werden noch einmal Geld nachschießen.

Um pure Lust am Cash-Burning handelt es sich jedoch dabei nicht.Das Kalkül der Eigentümer ist, dass sich der zähe Vermarktungsmarathon dem Ende nähert: »Wir werden nicht auf Kilometer 40 stehen bleiben«, sagt a.trust-Aufsichtsratsvize Günther Gall, im Hauptberuf Raiffeisen-Direktor und dort verantwortlich für den Bereich Transaction Services. Die Riege der verbliebenen Eigentümer - Gall nennt sie die »Allianz der Willigen« - soll in Kürze aufgestockt werden. »Mit neuen Eigentümern oder auch Partnern wird derzeit intensiv verhandelt. Wir stehen nicht am Ende, sondern am Anfang«, so Gall. Namen werden noch keine genannt, die Neopartner sollen jedoch laut Gall »sehr pushy« sein und für entsprechende Dynamik bei der Vermarktung sorgen. Geknackt werden soll auch der heikle Punkt Usability. Bislang ist die Beschaffung einer Signatur eine ziemliche Plackerei. Neben der Freischaltung der Signaturfunktion auf der Bankomatkarte und der persönlichen Authentifizierung bei der a.trust oder ihren Partnern ist noch die Beschaffung und Installation von zusätzlicher Hardware und Software notwendig. Ein Aufwand, der sich für Privatkunden bislang nur bei der regelmäßigen Nutzung von E-Banking, kaum aber für die wenigen Behördenwege rechnet. Abhilfe werden hier Verbrauchermärkte wie Saturn oder Media Markt bringen, mit welchen gerade an Komplett-Bundles getüftelt wird. Diese sollen quasi als One-Stop-Shop den Weg für die digitale Signatur ebnen.

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Lobbyistenkrise

 

\"DerDer Strasser-Skandal brachte das Fass zum Überlaufen. Lobbyisten schlägt nur mehr kalte Wut und blanke Verachtung ins Gesicht. Aber was leistet die geheimnisumwitterte Branche tatsächlich? Report Plus befragte Lobbyisten, ihre Auftraggeber und Kritiker.

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Alternative zum Kraftwerk

Eine Möglichkeit, bereits gewonnene Energie effizient und wirtschaftlich zu speichern, ist die Nutzung unterirdischer Energiesysteme. Voraussetzung dafür sind effiziente, saubere und separate Speichereinheiten. Im Rahmen des TESSAS-Projekt wurde nun die Nutzung unterirdischer Bohrlochspeicher untersucht. Zu den Faktoren, die in einem solchen System berücksichtigt werden müssen, zählen die thermischen Eigenschaften des Bodens wie Bohrlochwiderstand und Wärmeleitfähigkeit, die stark von der Zusammensetzung des Erdbodens beeinflusst werden. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Laborexperimente zur Bestimmung der thermischen Eigenschaft auf Grund der hohen Fehlerquote nur bedingt anwendbar sind.
Zur Verbesserung der Schätzung werden im Rahmen von TESSAS lokale Messungen durchgeführt. Damit können alle relevanten Parameter überwacht und die Merkmale einer Bodenschicht gemessen werden. Diese Daten sind für die Schaffung einer optimalen Bohrlochgestaltung von großer Bedeutung und sollten vor allem deutlich verlässlicher sein als herkömmliche aus Laborexperimenten gewonnene Informationen. Einer sauberen und effizienten Energiespeicherung steht nichts mehr im Wege, meinen die Initiatoren des Projekts.
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In den Tunnel lauschen

Einem ungewöhnlichen Ideenfindungsprozess verdanken Joanneum Research und Videodedektionsspezialist Artibrain eines ihrer spannendsten Forschungsprojekte: Die Entwicklung eines Systems zum akustischen Tunnelmonitoring. \"Es war eine klassische Badewannenidee“, sagt Projektleiter Franz Graf von Joanneum Research. \"Ich hörte im Radio einen Bericht über die Umfahrung Klagenfurt. Da war die Rede von zahlreichen Tunneln, rund 200 Kameras und knapp 30 überwachungsmonitore.“ Graf kam relativ rasch zu der überzeugung, dass die überwachung von 30 Monitoren nur relativ schwierig zu bewerkstelligen sei und dass sich auf den Monitoren wahrscheinlich nur wenig erkennen lasse. Das Problem ließ ihn nicht mehr los. Als er zufällig in Klagenfurt weilte, eröffnete sich ihm die Möglichkeit das Leitsystem der Umfahrung Klagenfurt in Augenschein zu nehmen. Als ihm der Tunnelwart seine Bedenken bestätigte, begann seine in der Badewanne erstmals gefasste Idee endgültig Gestalt anzunehmen. \"Als Akustiker kam mir die Idee, in eine völlig andere Richtung zu gehen. Weg von der visuellen überwachung, hin zu einer akustischen.“
Es folgte eine Patentrecherche und eine vom Zukunftsfonds Steiermark geförderte Grundlagenstudie. Jetzt steckt man gemeinsam mit Artibrain und der Asfinag mittendrin im Forschungsprojekt zum akustischen Tunnelmonitoring. Ziel ist es nicht, die optischen Systeme zu ersetzen, sondern eine sinnvolle Kombination anzubieten. \"Optische Syteme sind sicher sehr hilfreich“, sagt auch Christian Janner, technischer Leiter des Industriepartners Artibrain. \"Sie können Geisterfahrer oder Fußgänger erkennen aber sie haben ihre Grenzen. Die Akustik hat da deutliche Vorteile. Sie kann Schreie, Hupsignale oder Reifenplatzer registrieren.“

Das Prinzip hinter dem akustischen Monitoring ist einfach: Im Tunnel angebrachte Mikrofone sollen Abweichungen vom normalen Betriebslärm - wie etwa den Aufprall eines Fahrzeuges an der Tunnelwand - erkennen und situationsabhängige Konsequenzen - etwa die Sperre des Tunnels durch eine rote Ampel - nach sich ziehen. Die Umsetzung gestaltet sich allerdings schwierig: Das System ist weltweit einzigartig, die Entwicklung dementsprechend aufwendig. Es gibt keine Erfahrungswerte auf die man sich stützen könnte und keine Datensätze auf die man zurückgreifen könnte. Joanneum Research und Artibrain stehen also ganz am Beginn einer längeren Reise.
Derzeit geht es darum, sowohl die Geräusche für den Normalbetrieb als auch die Geräusche für den Alarmbetrieb aufzuzeichnen. Die Aufnahme der Normalgeräusche ist relativ einfach. Es reicht, in einem beliebigen Tunnel Mikrofone aufzustellen und die Geräuschkulisse aufzuzeichnen. Schwieriger wird es bei den Alarmsituationen. Die Wahrscheinlichkeit, dass in einem Tunnel der eben mit Mikrofonen ausgestattet ist, ein Unfall passiert ist relativ gering - und natürlich auch nicht wünschenswert. Aus diesem Grund werden in Kooperation mit dem öAMTC Crash-Versuche im Freifeld durchgeführt. Der Nachhall des Tunnels soll später hinzugefügt werden. Eine weitere Schwierigkeit ist die korrekte Geräuschdefinition. Eine Fehlzündung klingt nun mal relativ ähnlich wie ein Reifenplatzer. \"Unsere Aufgabe ist es, dem System beizubringen, wie ein Tunnel im Normalfall klingt und wie im Alarmfall“, fasst Graf die Aufgabenstellung zusammen. Um Fehlalarme zu vermeiden soll es verschiedene Alarmklassen geben. Kann das Geräusch nicht eindeutig zugeordnet werden oder handelt es sich um einen wenig gravierenden Zwischenfall, signalisiert das System dem Tunnelwart lediglich, einen Blick auf den betreffenden Monitor zu werfen. Handelt es sich allerdings eindeutig um ein Unfallgeräusch, werden die Ampeln sofort auf rot gestellt und der Tunnel gesperrt.Kurzfristiges Ziel ist es, in den nächsten Monaten einen Tunnel mit einem Pilotsystem auszustatten und Erfahrungen zu sammeln. Konkrete Ergebnisse werden in einem Jahr erwartet.

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