Versorgt und erneuert
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- Written by Redaktion_Report
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Unsere neu eingeführten Aktienanalysen haben sich für unsere Leser bereits gelohnt: Die in den Ausgaben vom Juli und August analysierten Werte haben bis Mitte September - also in einem Zeitraum von ein bis zwei Monaten - einen schönen Kursgewinn von + 10,3 % gebracht; bis 10.10. waren es bereits + 14,9 %. Auch die fünf September-Empfehlungen erwiesen sich binnen einem Monat mit + 13,7 % als Volltreffer. Weitere Nebenwerte mit vielversprechenden Unternehmensnachrichten und Kurssteigerungen:
Die Verhandlungen zogen sich über Monate hin. Jede Einzelheit wurde endlos diskutiert. Mehrere Reisen nach Shanghai, bei denen die chinesischen Gastgeber mit großzügigen Geschenken bedacht wurden und man unzählige Stunden bei üppigem Essen verbrachte, machten eine Gegeneinladung nach österreich unumgänglich. Die Chinesen reisten mit einer 25-köpfigen Delegation an. Der auf zehn Tage anberaumte Aufenthalt mit Werksbesichtigungen bei anderen Kunden und mehrstündigen Restaurantbesuchen zweimal täglich geriet zum logistisch durchgeplanten Staatsakt und brachte den österreichischen Holztechnikspezialisten, der den Auftrag wie einen Bissen Brot brauchte, an den Rand des Ruins.
Als man schließlich auf Abschluss des Joint Ventures zur Errichtung einer Möbelfabrik in Shanghai drängte, zogen sich die chinesischen Verhandlungspartner merklich verstimmt zurück: So vorschnell würden sie keinesfalls zustimmen und überhaupt wäre doch noch nicht alles besprochen. »Wir hatten jahrelang erfolgreich in Russland Geschäfte gemacht. Chinesen seien ähnlich zu packen, dachten wir«, erzählt der technische Leiter der damaligen Verhandlungsgruppe. Stutzig machte ihn die Beharrlichkeit, mit der kleinste Details über jede einzelne Maschine gefordert wurden. »Später sahen wir dann unsere Maschinen, exakt nachgebaut, nur mit anderer Lackierung, in chinesischen Prospekten.«
(+) plus: Herr Gall, der von der EU forcierte Transaktionsstandard SEPA hat einen vereinfachten internationalen Zahlungsverkehr als Vision. Welche Rolle spielen darin die Banken in österreich?
Günther Gall: Auf Landesebene ist die Sachlage klar und oftmals bereits durchgehend geregelt. In österreich etwa hat die Finanzbranche mit »Edifact« bereits einen offenen Standard. Doch in anderen Ländern sind andere Formate und Gegebenheiten zu berücksichtigen. Dies auf europäischer Ebene, den EU-25, den Erweiterungskandidaten und den EFTA-Staaten Schweiz, Norwegen und Island zu vereinheitlichen, ist dagegen sehr komplex und wird nicht über Nacht durchführbar sein. So gibt es etwa in Frankreich oder England völlig andere Prozessgewichtungen: Dort wird das Zahlungsformat Scheck noch stark genutzt. Hierzulande spielen wieder Lastschriften eine größere Rolle als bei unserem Nachbarn Deutschland.
Welche Umsetzungen werden dazu überhaupt nötig sein?
Bei diesem babylonischen Sprachgewirr müssen nicht nur eine einheitliche Sprache, sondern auch gleiche Regelwerke, Prozessabläufe und Produkte gefunden werden. Zwar hat die notwendige Vereinheitlichung auf Produktebene mit den zugehörigen Strukturveränderungen Schockreaktionen in der Bankenwelt ausgelöst. Doch ist hier sicherlich Räson angebracht: Heute hat jedes einzelne Land ein eigenes Clearinghouse für Transaktionen, jeder Staat hat andere Gebühren und Transaktionsverfahren. Doch handelt es sich stets um das Gleiche: Zahlungen von A nach B.
Dies klingt ein wenig nach unattraktiver Gleichfärbung der Bankendienste auf internationaler Ebene.
Das technische Ziel bei SEPA ist die Harmonisierung eines sehr konkurrenzintensiven Produkts und einer Infrastruktur, die für die Banken bislang als Differenzierungsmerkmal im Mitbewerb gegolten hat. Diese Vereinheitlichung auf politischer Ebene bietet nun aber völlig neue Chancen im Produkt- und Serviceumfeld. Mit einem gleichen Regelwerk ist dort neue Differenzierung möglich. Gleiche Geschäftsprozesse und Basisprodukte bilden dann einen standardisierten Unterbau für mehr Kreativität im Servicebereich. Irgendwann werden die Banken dann sagen: Unser Kerngeschäft sind die Produkte - und nicht Transaktionen!
Wann werden von den Unternehmen die Auswirkungen zu spüren sein?
2008 sollen bereits erste Basisprodukte auf SEPA-Basis realisiert sein. 2010 soll das neue Regelwerk dann unwiderruflich auch auf nationaler Ebene migriert sein. Bis 2012 werden laut Plan sämtliche Bereiche umgestellt sein. Noch gibt es dazu aber auch einige »moving targets«. Etwa wann das Konzept der »Payment Systems Directive« umsetzbar sein wird. Damit soll die Effizienz der Zahlungsströme in den Ländern gesteigert werden: beispielsweise indem im Bankenverkehr der Buchungstag - der Zeitpunkt einer Kontogutschrift - mit dem Valutatag - der tatsächlichen Verfügbarkeit am Konto - gleichgesetzt wird. Dies stellt die Banken heute vor eine Riesenherausforderung, da noch kein Rechenzentrum die zu diesem Zweck nötige Kapazität erbringen kann.
Die positiven Auswirkungen durch SEPA werden anfangs sicherlich die großen Konzerne spüren, die in den in Europa stark fragmentierten Märkten agieren. Nach und nach werden die positiven Effekte der Vereinheitlichung des Zahlungsverkehrs auch kleinere Unternehmen unterstützen. Auch dem sprichwörtlichen Waldviertler Tischler, der in Tschechien Geschäft macht, erwachsen durch SEPA Vorteile. Dies wurde lange Zeit nicht erkannt.
Wie sieht die Zukunft global operierender Banken aus? Wird es zu weiteren Konsolidierungen kommen müssen?
Das Problem der großen Banken und ihrer wachsenden globalen Rolle ist sicherlich der daraus zwangsweise resultierende Verlust an Bodenhaftung. Gut aufgestellt sind jene Institute, die auch gleichzeitig einen »local reach« für sich beanspruchen können, die in allen Destinationen auch ein regionales Schwergewicht als Partner haben. Ich führe immer wieder die RZB hier als Beispiel an: Wir sind bereits im Osten breit vertreten, also bestens für neue Expansionen aufgestellt. Die RZB Gruppe ist selbst ja einem großen Wandel unterworfen. Hatten wir vor fünf Jahren noch keinen einzigen Privatkunden, sind es heute bereits zwölf Millionen.
Eisenstadt - Die Sieger des \"ebiz egovernment award 2006 Burgenland“ stehen fest. Am 27. September wurden in Anwesenheit von Landesrat Helmut Bieler und zahlreichen prominenten Vertretern aus Wirtschaft und Politik die besten E-Business- und E-Government-Projekte im östlichsten Bundesland gekürt. Den ersten Platz errang Comm-Unity EDV GmbH mit der Entwicklung und Installation einer Verwaltungslösung im Bereich des Meldewesens. Das \"Lokale Melderegister (LMR)“ ermöglicht in Städten und Gemeinden die gemeinsame Datenerfassung mit dem zentralen Melderegisters des Bundes in einem Arbeitsschritt. Neben dem Wegfall von Datenredundanzen und einer verbesserten Datenqualität dient dieses Projekt zudem als Basis für zukünftige E-Government-Projekte. Platz zwei erreichte der Vorjahressieger aus dem Burgenland: master design web solutions. Die Webspezialisten aus Neutal reüssierten mit einer barrierefreien und benutzerfreundlichen Internetseite für den Burgenländischen Müllverband. Der dritte Stockerlplatz ging an extrawebdesign mit der Website kernoel.cc.
Landesrat Helmut Bieler weiß um das Burgenland als besonders innovativen Platz für Unternehmen in österreich. \"Die flächendeckend errichtete Breitbandinfrastruktur ist mittlerweile ein wirksamer Hebel für die örtliche Wirtschaft, Geschäftsideen gewinnbringend auch über elektronische Wege zu nutzen“, so Bieler. ebiz egovernment award-Initiator Alfons Flatscher, Herausgeber Report Verlag, gratulierte allen nominierten Unternehmen zu den hervorragenden Projekten, die am Galaabend im Schloss Esterházy ein wahres Innovationsfeuerwerk darboten.
Die Nominees für den \"ebiz egovernment award Burgenland\" mit insgesamt 11 Projekten:
87er Tascherl www.87er.com
Comm-Unity EDV GmbH www.comm-unity.at
Creative Card www.creativecard.eu
EDVG - Elektronische Datenverarbeitung GmbH u. CoKG www.edvg.at
Extrawebdesign www.kernoel.cc
FILZIS JONGLERIE - Filzi \" Partner KEG shop.filzi.at
JT-Computer Soft- u. Hardware Handelsgesellschaft mbH www.jt-computer.at
master design web solutions Heinrich und Renner OEG www.masterdesign.at
Regionalmanagement Burgenland GmbH www.burgenland.at/naturparke
rmDATA österreich www.rmdata.at
telefon \" co - Telefon \" Telekommunikation Handel GmbH www.telefon.co.at
Weil für ihn Gewinne nicht per se böse sind, bringt Mitterlehner eine neue Idee in den Diskurs: »Ein Kodex für Gewinnverwendung wäre eine Idee«, glaubt er. Werden Gewinne in neue Kraftwerke gesteckt, sei das okay, weil damit ja mehr Energie verfügbar werde, was den Preis niedrig halte. Eher wenig Verständnis hat Mitterlehner dafür, dass EVU ihr Geld in Wasser- und Abwasserprojekte pumpen. Insgesamt glaubt er jedoch daran, dass weitere Privatisierungen eine Belebung des Marktes und sinkende Preise bringen könnten.
Dass Wettbewerb auch funktionieren kann, wenn die am Markt tätigen Unternehmen mehrheitlich im Eigentum der öffentlichen Hand stehen, belegt für Haas das Beispiel Norwegen. »Das zeigt, dass öffentliche Unternehmen effizient wirtschaften und kein Unterschied zu Privaten besteht«, glaubt er.
Als »Unsinn« bezeichnet der im Publikum anwesende Johannes Sereinig die gänzliche Ablehnung von Privatisierung. »Wir sind ein sehr kleines Land mit sehr kleinen Unternehmen«, gibt er zu bedenken. Sereinig glaubt, dass die Art der Regulierung letztlich entscheidet, ob ein Markt funktioniert oder nicht. Bekanntlich wird derzeit in Brüssel das totale Unbundling, also die eigentumsrechtliche Trennung zwischen Netzbetreiber und Energieerzeuger, überlegt. Das würde die heimischen EVU hart treffen, wo sie laut E-Control doch schon die gesellschaftsrechtliche Trennung nur partiell umgesetzt haben. Der Verbund hat diese Chance längst gewittert und bittet schon ziemlich offen zum Verhandlungstisch. Das sei gescheiter als die österreichische Stromlösung, schickte Verbund-Chef Hans Haider kürzlich einen Gruß aus Italien, wo er gerade ein Kraftwerk eröffnete. Was die Gewinne der OMV selbst betrifft, hat Ruttensdorfer ein reines Gewissen. Von den 700 Millionen, die 2005 nach Steuern blieben, wurden zwanzig Prozent an die Aktionäre ausgeschüttet, der Rest investiert. In Raffinerien, in Pipelines und in die Förderung von neuem öl - kurzum, um die Versorgung zu sichern. Was den ölpreis der Zukunft betrifft, ist Ruttensdorfer zuversichtlich. Derzeit seien 360 große Entwicklungsprojekte im Laufen. Die Förderung werde von 85 Millionen Fass pro Tag auf hundert Millionen gesteigert. »In vier Jahren haben wir deutliche Reservekapazität, da der Verbrauch nicht so drastisch steigt«, glaubt er. »Reiner Zweckoptimismus, weil sie Angst haben vor einem Nachfragerückgang«, kontert Mitterlehner launisch.