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Druckstraße oder Bitstream

Jährlich werden rund 700 Millionen Rechnungen in österreich verschickt - bis jetzt allerdings nur ein kleiner Prozentsatz davon auf elektronischem Weg. Die \"duale Zustellung\", wie sie von Dienstleistern wie Raiffeisen Informatik angeboten wird, ermöglicht automatisiert und je nach Empfängerprofil ein Dokument entweder auf Papier oder elektronisch zu versenden. Dem Kunden wird dadurch ein enormes Einsparungspotential eröffnet. Denn das System befördert die Sendung so lange wie möglich elektronisch. Erst das letzte Stück zum Empfänger wird physisch zurückgelegt.

Einsparungspotential. Bei Umstellung auf die e-Rechnungslegung ist ein Potential von bis zu 70 Prozent Einsparungen gegeben, heißt es bei Raiffeisen Informatik über die Rechnungsplattform \"e-Rechnung\". Darunter berücksichtigt seien auch Hardware-, Software-, Schulungs- und Umstellungskosten. \"Die Investitionen rechnen sich bereits dann, wenn auch nur fünf Prozent aller Rechnungen über e-Rechnung abgewickelt werden. Bei 200 bis 300 Mio. elektronischen Rechnungen sind somit Einsparungen von bis zu 600 Mio. Euro pro Jahr in österreich möglich\", so der Anbieter.

Raiffeisen Informatik verfügt über das größte österreichische Druckoutputzentrum und ist am führenden e-Rechnungsanbieter EBPP GmbH beteiligt. Durch die Koppelung des Raiffeisen Informatik Outputzentrums mit der elektronischen Rechnungslegung biete man \"ein komfortables und effizientes Service, das derzeit einzigartig in österreich ist\".

So funktioniert`s: Der Kunde sendet aus seinem ERP System oder einer anderen Anwendung, die zu übermittelnden Dokumente. über eine \"Sendstation\" werden Sendungen zusammengeführt und je nach Empfängerprofil weitergeleitet: Entweder in die Druckstraße des Raiffeisen Informatik Outputzentrums oder über e-Rechnung, elektronisch und signiert nach dem Zustellgesetz.

Auch bei der physischen Zustellung sind Kosteneinsparungen zu erzielen, denn das System befördert die Sendung so lange wie möglich elektronisch. Erst das letzte Stück zum Empfänger wird physisch zurückgelegt.

Seit Dezember 2003 ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass elektronisch übermittelte Rechnungen digital signiert werden müssen, um den Absender einwandfrei identifizieren zu können. Mit ihrer Beteiligung e-Rechnung (EBPP GmbH) ist die Raiffeisen Informatik Branchenführer im Bereich der elektronischen Rechnungslegung.
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Weniger Umwege, mehr Leute, schneller

Mit der Schnittstellenfschnähigkeit der Telefonieplattform OpenStage ist Siemens längst in der IT-Industrie angelangt. »Wir sind der Lieferant, der die IT-Integration am konsequentesten durchhält«, sagt Siemens Enterprise Communications Geschäftsführer Josef Jarosch.

Report: Herr Jarosch, wo steht Siemens Enterprise Communications nach den internationalen Umstrukturierungen nun in österreich?
Josef Jarosch: International gesehen hat Siemens Enterprise Communications im letzten Jahr entgegen manchen Medienberichten volumenmäßig keinen Verlust erlitten und hat sich in einer schwierigen Branche weiter behaupten können. Ein möglicher Verkauf ist nun auch endgültig vom Tisch. Wir wissen aber, dass sich der Markt weiter konsolidieren wird und sind offen für Partnerschaften, in denen wir aktiv partizipieren können. Dies ist klar ein Vorteil, den wir weiterhin haben. In österreich wurden ja ohnehin immer die Hausaufgaben erledigt. Die Kunden können nun aber sicher sein, dass unser Produktportfolio nicht nur state-of-the-art ist, sondern auch bestehen bleibt und weiterhin gepflegt wird. Trotz all der Wirren und Unsicherheiten in manchen Zeitungsberichten verläuft unsere Geschäftsentwicklung gut.

Konkret zum Portfolio: Was erwarten Sie sich von der neuen OpenStage-Produktfamilie?
Im Wesentlichen haben all unsere Technologien und Lösungen mit Sprachkommunikation zu tun, die zentralen Plattformen stehen aber in den IT-Räumen der Unternehmen und sind für den Enduser nicht sichtbar. Investitionen in Systeme dieser Art werden abhängig von der Branche und Größe der Firma im Schnitt alle sieben bis zehn Jahre getätigt. Die Länge dieser Zyklen wird sich auch nicht mit der allgemeinen Verbreitung von Softswitches ändern, niemand wird deswegen plötzlich alle drei Jahre die gesamte Telefonie erneuern. Wir gehen deshalb auch mit unserer neuen Produktgruppe bewusst in keine große Erwartungshaltung, innerhalb kürzester Zeit bestimmte Absatzhöhen erzielen zu müssen. Ich gehe aber davon aus, dass das Design und die intuitive Menüführung der neuen Geräte auffallen werden. So sind Eigenschaften wie etwa eine mit Bluetooth gestützte Updatemöglichkeit des Telefonverzeichnisses mit einem Handy ausgesprochen innovativ und praktisch. Die bessere Bedienbarkeit wird überhaupt die Nutzung der Features unterstützen. Wenn Sie sich dagegen zehn oder 15 Jahre alte Apparate ansehen, sind Funktionen wie Weiterleiten oder Umlegen stets mühsam für Ungeübte gewesen. In Summe sind es viele einzelne Schritte, die zu einer größeren Akzeptanz der neuen Geräte führen müssten. Doch ist Enterprise-Telefonie sicherlich kein so modisches Produktfeld wie der Handysektor, in dem halbjährlich neue Geräte auf den Markt gebracht werden. Mit unserem Portfolio versuchen wir zwar immer, Neues zu liefern, die OpenStage-Familie wird aber solide Basis unseres Geschäfts der nächsten Jahre sein. Wir können uns mit optisch ansprechenden und in Europa designten Geräten auch gut von der amerikanischen Konkurrenz abgrenzen.

Ist die SIP-Integration die einzig richtige Stoßrichtung der Industrie?
Ja - wir sind bereits mitten in der IT-Industrie gelandet. Siemens vertritt strikt den Ansatz offener Plattformen und Normen, da unsere Kunden kompatible Lösungen zu ihren Umgebungen benötigen. Ein IT-Verantwortlicher verlangt offene Schnittstellen, um auch in Zukunft Server, SAP-Systeme oder andere Einheiten von unterschiedlichen Herstellern kaufen zu können. Siemens orientiert sich bereits seit Jahren an diesen Standards und ist sicherlich jener Lieferant, der dies am konsequentesten durchsetzt und durchhält. Es mag schon sein, dass sich hie und da Gerätefamilien nicht über eine längere Zeitspanne kompatibel halten konnten - die neuen Geräte sind mit allen gängigen IT-Standards voll kompatibel und ermöglichen langfristig Variabilität und Flexibilität der IT in den Unternehmen. Bereits unser 8000er-HiPath-Switch bildet ein Umbrella-System über die Geräte anderer Hersteller und integriert diese.

Wir alle kennen den Trend, dass proprietäre Telefonie in der IT aufgehen wird, wissen aber auch, dass dies kein einfaches Thema ist. Die Komplexität hier ist von vielen unterschätzt worden. Es ist eine Sache, IT-Integration auf den Blaupausen zu leben - eine andere Sache ist es, in der Praxis änderungen in laufenden Systemen durchzuführen, die oft Auswirkungen auf die gesamte Prozessstruktur haben. Dies geht nur mit offenen Schnittstellen.

Wie könnte in der Praxis eine solche Umwandlung in den Prozessen ausse­hen?
Nehmen wir als Beispiel einen Logis­tik- oder Produktionsprozess, der über 20 bis 25 Stellen abgewickelt und per SAP begleitet wird. Heute muss sich der Nutzer bei einer Störung im Prozessablauf mühsam auf Fehlersuche begeben, Telefonnummern heraussuchen und ins Gerät tippen. Mit einer Sprachintegration im Ablauf wird es nun möglich sein, per Mausklick direkt Voicekontakt mit jeder einzelnen Stelle im System aufzunehmen. Selbst wenn die Ansprechperson dann nicht unmittelbar erreichbar wäre, können Sie dorthin immer noch eine E-Mail schicken. Solche Lösungen ermöglichen eine reale Beschleunigung in der Kommunikation: Man schafft es über weniger Umwege, mehr Leute schneller zu erreichen. Die Voiceintegration in Enterprise-Ressource-Planning-, aber auch Customer-Relationship-Management-Systemen wird viel Erleichterung bringen. Wir sind diesbezüglich auch in Kooperationen mit Herstellern wie SAP.Falls ein System beim Kunden hier offene Schnittstellen bietet, ist hier lediglich Integration nötig. Zig Mannjahre Entwicklungsarbeit sind nicht notwendig - die Systeme gibt es ja bereits. Freilich geht eine Sprachintegration in einem Unternehmen stets einher mit einer Veränderung der gesamten Prozesslandschaft. Aus diesem Grund steht es Außenstehenden auch nicht zu, ein Unternehmen von solch einer Investition zu überzeugen. Das Bedürfnis zu Veränderung muss auf Kundenseite generiert werden. Die Unternehmen haben aber mittlerweile das Know-how dazu und ich sehe fix Marktentwicklungen in dieser Richtung.

Voraussetzung für entsprechende Integrationslösungen ist aber stets eine Sprach-Datenkonvergenz in den Netzen.
Notwendig sind offene Schnittstellen und ein breites Partnerschaftsportfolio. Die wichtigsten Partnerschaften, die auch immer wieder erneuert werden, laufen derzeit mit SAP, Microsoft, IBM und Accenture. Dies soll heißen: Wir sind offen, es ist alles möglich. Der Markt ist in einem intensiven Wettbewerb, was ich aber auch als große Herausforderung sehe. Die Technologieentwicklung ist spannend, auf Kundenseite hat sich ebenfalls in den letzten Jahren vieles geändert: Es gibt nicht nur den Trend zur IT-Lastigkeit, sondern die Prozesse sind bereits IT-lastig. Die letzten alten TDM-Lösungen finden nun ihr Ende. Mehr und mehr Telefonanlagen werden bereits mit IP-Integrationsmöglichkeiten verkauft.

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Frische Biogasoffensive

In österreich verzeichnete Biogas in den vergangenen Jahren ein enormes Wachstum: Die Gesamtleistung stieg seit 2001 von 1,55 auf über 80 Megawatt, das entspricht einer Steigerung um das Fünfzigfache. Aktuell deckt Biogas etwa ein Prozent des heimischen Stromverbrauchs. Um das Wachstum des Energieträgers Biogas weiterhin zu forcieren, sei die Einspeisung in bestehende Erdgasnetze notwendig und sinnvoll, meint Klaus Dorninger, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Biogas im Fachverband Gas Wärme (FGW). Mittels Biogasnetzeinspeisung könnten zusätzlich mindestens 1,4 Mrd. Nm³ Biomethan bereitgestellt werden. »Während bei der derzeit üblichen Verstromung bei manchen Projekten Abwärme ungenutzt verloren geht, ist der Wirkungsgrad bei der Einspeisung ins Erdgasnetz wesentlich höher«, erklärt Dorninger. Tatsächlich beträgt der elektrische Wirkungsgrad bei der Biogasverstromung nur 33 bis 42 Prozent, während der Wirkungsgrad bei der Einspeisung ins Erdgasnetz - je nach Nutzung des Biomethans - bis zu 95 Prozent beträgt. Um Biogas einspeisen und vertreiben zu können, bedarf es einer aufwendigen Aufbereitung, bei der der Methangehalt auf mindestens 97 Prozent gesteigert wird. Schweden nimmt in Sachen Biogas mit 28 Biogasaufbereitungsanlagen (56 EU-weit) eine Vorreiterrolle ein. Um ein ähnliches Niveau zu erhalten, fordert der FGW Fördermaßnahmen für Anlagenbetreiber. Des Weiteren wünschen sich die Lobbyisten, dass eingespeistes Biogas in kalorischen Kraftwerken in Strom umgewandelt wird, eine Anerkennung als ökostrom.
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Gasturbinchen

Bislang wurden hierzulande vom Vertriebspartner Olymp mehr als 30 dieser mit Erd- oder Flüssiggas betriebenen Kraftwerke verkauft. Fix fertig installiert kommt die Anlage auf 17.000 bis 20.000 Euro. Sie heizt, wärmt Wasser und erzeugt nebenbei auch noch Strom, der bei überschuss ins Netz eingespeist werden kann. Die in Gera gefertigten Geräte werden nach anfänglicher Durststrecke vom Markt inzwischen gut angenommen, wie Michael Boll, Geschäftsführer von PowerPlus, erklärt. Seit dem Sommer 2006 freut er sich über eine deutliche Wachstumssteigerung: »Eine große Chance für die flächendeckende Verbreitung gasbetriebener Mini-BHKWs sehen wir gegenwärtig in der verstärkten Zusammenarbeit mit der Gaswirtschaft. «
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Globe für Linz

üübliche Wohnräume in Südafrika unterliegen extremen Temperaturschwankungen. In Johannesburg (ca. 2000 Höhenmeter) gibt es Wintertemperaturen von bis zu minus ein Grad Celsius. Aufenthaltsräume in den Townships haben demzufolge in der kalten Jahreszeit Tiefsttemperaturen von drei bis sechs Grad und erreichen im Sommer Höchstwerte von bis zu 45° Celsius. Im Winter muss gegengesteuert werden - das geschieht aufwendig, ökologisch höchst bedenklich und für viele Bewohner kaum leistbar, mit Elektroheizungen. Ziel des Projektes »Living Tobego - erstes Solarpassivhaus in Südafrika« war es, ohne Einsatz von »Fremdenergie« allein durch bauliche und planerische Maßnahmen eine Innentemperatur von minimal 18° im Winter (anstatt 4°) und maximal 29° im Sommer (anstatt 44°) zu erreichen. Das ist gelungen - wobei freilich auch das Nutzverhalten mitentscheidend für den Erfolg ist: So müssen beispielsweise während des Sommers tagsüber die Fenster beschattet und geschlossen werden, während die Nachtkühle das Haus »herunterkühlt«, und Lüftungsklappen dafür geöffnet bleiben. Das Gebäude könnte unter Verwendung von kostenlosem, allen zugänglichem Baumaterial (Lehm, Gras) und der Einbindung lokaler Arbeitskräfte im Prinzip auf ganz Afrika übertragen werden, um das »Bauen als Weg zu einer nachhaltigen ökonomischen und ökologischen Klimabewältigung« zu etablieren. Dem von der Kunstuniversität Linz/Die Architektur und Prof. Roland Gnaiger eingereichten Projekt wurde kürzlich in Brüssel der erste Preis des »Energy Globe« in der Kategorie Jugend verliehen.
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Wiesner gegen Wolschner

Das Oberlandesgericht Linz wird demnächst über einen Antrag auf einstweilige Verfügung entscheiden. Eingebracht wurde die Klage vom Fachverband der Holzindustrie gegen den Präsidenten des Verbandes österreischischer Betonfertigteilwerke (VöB) Bernd Wolschner. Dieser hatte im Zuge einer Studienpräsentation behauptet, dass die Ursache für den Einsturz von Hallen durch Schneelasten im\"andauernden Trend zur Unterdimensionierung bei Holz und Stahltragwerken“ liege. Für den Obmann des Fachverbandes Holzindustrie Erich Wiesner ein Affront und Grund genug zu Gericht zu gehen. Wolschner wurde auf Unterlassung der Aussage geklagt, eine einstweilige Verfügung wurde angestrebt.Diese wurde am Landesgericht Wels in erster Instanz abgewiesen, weshalb nun Linz am Zug ist. Bis es soweit ist hätte Wolschner jede Freiheit, die er - echt Gentlemen - nicht nutzt. Selbst die Presseunterlagen des VöB wurden adaptiert und auf die Textstelle verzichtet. Wiesner hat auch so das Bummerl, meinen Insider des Betongeschäfts. Die Akteure des Stahlbauverbands war da schon umsichtiger. Die haben sich die Studie in Ruhe angesehen und das getan wenn es nichts zu sagen gibt - geschwiegen.
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Nicht nur bunter - besser

Lassen wir die Showeinlagen links liegen und wenden wir uns stattdessen einigen, zugegeben gut versteckten, Vorteilen von Windows Vista zu.

Vorlage für Neues
Alte Dokumente, wie etwa die Präsentation von letztem Vorstandsmeeting, eignen sich bestens als Vorlage für etwas Neues. Allerdings kommt es immer wieder vor, dass die änderungen im Originaldokument versehentlich gespeichert werden. Ups, das Original ist weg und Backups gibt es in der Regel auch nicht. Peinlich, wenn es etwas Wichtiges war. Die Frage ist, wer kann Ihnen helfen, das Originaldokument zu finden und wieder herzustellen? Die Antwort: Windows Vista.

Shadow Copies
Microsoft hat schon seit der Einführung des Windows Servers 2003 das Konzept von »Shadow Copies« verfeinert. Weil Microsoft dieses Tool auch in Vista integriert hat, können Sie mit einem rechtem Mausklick in Ihrer Powerpoint-Präsentation die »Vorgängerversion« auswählen und das Dokument wird einfach wiederhergestellt. Ein fantastisches kleines Feature, das eine Menge zur Produktivität beiträgt.Andere produktivitätssteigernde Neuerungen bei Vista sind die voll integrierte Suchfunktion, die dem Google Desktop endlich das Wasser reichen kann, und die verbesserten Synchronisierungsmöglichkeit mit anderen Geräten.Nach einigen Wochen Arbeit mit Vista ist eine Rückkehr zu XP für mich ausgeschlossen. Der einzige Grund, mit Vista noch zuzuwarten, ist eine rebellierende IT-Abteilung oder die mangelhafte Unterstützung vonseiten der Hardware. Ansonsten lohnt sich der Umstieg. In der nächsten Ausgabe des Report PLUS werfen wir einen Blick auf weitere produktivitätssteigernde Features, die in der öffentlichkeit ebenfalls nur wenig bekannt sind.

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Flowerpower und High-Tech

Was in den Sechzigern und Siebzigern zu gefallen wusste, kann auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts so falsch nicht sein, dachten sich wohl einige Designer in Kreativpause und kramten im Fundus der Eltern und Großeltern. Zum Vorschein kamen Brillen mit knallbunten Fassungen und überdimensionalen Gläsern, die das halbe Gesicht verdecken. Bei den Herren befindet man sich trendmäßig in den achtziger Jahren. Die Pilotenbrillen feiern ihren x-ten Frühling und selbst verspiegelt dürfen sie sein.
Abseits dieser kurzfristigen Modetrends gibt es aber auch langfristige Entwicklungen. Auch vor Sonnenbrillen macht die Forschung nicht halt. In Seattle haben Chemiker der University of Washington einen Sonnenbrillen-Prototypen entwickelt, der sich auf Knopfdruck dimmen lässt. Neben verschiedenen Helligkeitsstufen können auch die Farben der Brillengläser verändert werden. Bedient wird die Brille über einen kleinen Knopf am Bügel. Den Entwicklern zufolge lassen sich die farblichen Veränderungen innerhalb weniger Sekunden bewerkstelligen bzw. wieder zurücknehmen. Eine herkömmliche Knopfzelle als Batteriequelle reiche zudem für etwa 1.000 Farbwechsel.
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»Hätte nicht genehmigt werden dürfen«

Die Wettbewerbsbehörden haben gegen den Wettbewerb entschieden«, kommentiert Berthold Thoma, Präsident des Verbandes Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT), die Genehmigung der eTel-übernahme durch die Telekom Austria. »Das Kartellgesetz verbietet Zusammenschlüsse, wenn zu erwarten ist, dass dadurch eine marktbeherrschende Stellung entsteht oder verstärkt wird. Da diese marktbeherrschende Stellung der TA bereits vor dem Deal nachweislich vorgelegen ist, ist es für uns unverständlich, wie die Genehmigung hat zustande kommen können.« Die TA habe überdies sogar selbst betont, ihre Position im Geschäftskunden- und Breitbandmarkt durch die übernahme von eTel nun weiter ausbauen zu können und zu wollen. »Wir sind schon auf die Argumente gespannt, die die Wettbewerbsbehörden davon überzeugt haben, dass durch diesen Deal trotzdem nicht die marktbeherrschende Stellung der TA verstärkt wird«, so der VAT-Präsident, der deshalb eine Veröffentlichung der Genehmigungsentscheidung forderte, um diese prüfen zu können.

Eine Auflage des Deals ist der Verkauf eines Glasfaserringes und die Rückgabe von WLL-Funklizenzen. Die Trennung werde für die TA nicht weiter schmerzhaft sein, da sie ohnehin bereits über beides verfügt, so Thoma. Nach den dem VAT vorliegenden Informationen sind die Auflagen »ungenügend und einseitig«, da sie sich nur auf die Infrastruktur beziehen und den Wettbewerb, die Kunden und den Markt nicht genügend beachten würden. Für die TA seien die Nachteile minimal, für den Wettbewerb und für die Konsumenten gravierend. eTel-Kunden hätten sich bewusst für einen alternativen Netzbetreiber entschieden. Jetzt finden sie sich plötzlich bei der TA wieder. »Zusätzlich ist die Weiterführung der Marke eTel irreführend, da dem Kunden vorgegaukelt würde, er wäre bei einem alternativen Betreiber, dabei ist er wieder beim Ex-Monopolisten gelandet«, so der VAT. Dazu komme noch, dass Kunden während der gesamten Kundenbindungsfrist an die TA gebunden bleiben und nach Beendigung des Vertrages die Kosten für den Umstieg auf Produkte eines alternativen Betreibers erneut zu zahlen haben. »Der Deal liegt also sicher nicht im Interesse des Kunden und ist schon gar nicht im Sinne des Wettbewerbs und der Liberalisierung.«

TA-Festnetzchef Rudolf Fischer zur Akquisition: »Wir werden die Marke eTel beibehalten, das bewährte Management unter der Leitung von Achim Kaspar wird eTel Austria weiterführen, und auch die Kunden werden von unserer führenden Position profitieren.«

Silver Server warnt. \"Ein Papier mit Auflagen, die de facto keine Auflagen sind,“ kommentiert wiederum Oskar Obereder, Geschäftsführer Silver Server, die von der Bundeswettbewerbsbehörde ausverhandelte Verpflichtungserklärung der Telekom Austria zum eTel-Kauf. Der darin festgehaltene Verpflichtungskatalog geht auch Obereder nicht weit genug und würde das angestrebte Ziel, negative Auswirkungen auf den Wettbewerb einzudämmen, bei weitem nicht erreichen.

Obereder führt dies am Beispiel von Silver Server aus: eTel war bislang Telefonie-Gatewaybetreiber von Silver Server. Sämtliche Rufnummern von Silver Server-Kunden wurden daher über Jahre von der TA in Richtung eTel portiert. \"Will man weiterhin auf die Dienste eines alternativen Anbieters setzen, um von den Preisen des Wettbewerbs zu profitieren, muss Silver Server nun neuerlich gegen Entgelt eine Wegportierung bei der Telekom Austria durchführen. Hier wäre es angebracht gewesen, die Weiterportierung gratis zu ermöglichen\", sagt Obereder. eTel wäre darüber hinaus für heimische Internet-Service-Provider bislang ein wichtiger Lieferant von unbeschalteten Glasfasern gewesen. Eine Leistung, die trotz mehrmaliger Nachfrage von der TA nicht angeboten wird, so Obereder. Mit dem Aufkauf von eTel werde diese wichtige Infrastrukturquelle für ISPs demnächst ersatzlos versiegen.

Das Studium der Verpflichtungserklärung hat bei Silver Server auch den Eindruck entstehen lassen, hier werde die ex ante Befugnis der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH, bei der manche Anregungen zu generellen Regulierungsauflagen in der Vergangenheit ungehört blieben, nun von der Bundeswettbewerbsbehörde angewandt. Allerdings anlassbezogen und ohne den betroffenen alternativen Anbietern Parteienstellung einzuräumen. Obereder dazu: \"Muss man jetzt immer darauf warten, ob die Telekom Austria den Markt leer kauft, um Regulierungsmaßnahmen mit Verpflichtungserklärungen umsetzen zu können? Dann haben wir zwar am Ende ein perfektes Regulierungsumfeld - aber ohne alternative Betreiber.“ Das bei dem eTel-Telekom Austria-Deal gezeigte Prozedere sei jedenfalls als Präzedenzfall für ein mögliches Liberalisierungsende zu werten.

Die Genehmigung des Deals zeige, dass in österreich ein marktbeherrschender Betreiber seine Mitbewerber sukzessive vom Markt kaufen darf. Im vorliegenden Fall hat sich die Telekom Austria eine ganze Providergeneration von Atnet, Eunet, etel, Tiscali, YCN etc. einverleibt. Es sei nun davon auszugehen, dass sich kein nachhaltiger Wettbewerb mehr einstellen wird. Obendrein stehe zu befürchten, dass weiterhin angeordnete Auflagenbescheide der Telekom-Control-Kommission von der Telekom Austria unterlaufen werden.

Das Resümee von Oskar Obereder: \"Wenn nicht schnellstens geeignete Maßnahmen ergriffen werden um den Wettbewerb im Breitbandbereich nachhaltig zu entwickeln, wird die Anbieter-Landschaft in österreich weiter reduziert. Was dies für Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort österreich und die Wirtschaftsentwicklung insgesamt haben wird, ist derzeit nicht abzuschätzen - auf jeden Fall keine positiven.“

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Flügel für CRM

Der heimische ERP-Markt und auch Microsoft Business Solutions konnten in den letzten Jahren kontinuierlich wachsen. Die nächste Version der kaufmännischen Software Microsoft Dynamics NAV soll das Umfeld weiter aufbereiten. Microsoft Dynamics CRM kann nun noch leichter gemeinsam mit Microsoft Office Outlook 2007 verwendet werden: Die überarbeitete Benutzeroberfläche von Outlook 2007 mache das Erstellen, Formatieren und Bearbeiten von Kundendaten zu einem »intuitiven Erlebnis«, so Microsoft. Nutzer können über einen zentralen Zugang auf die Funktionen von Outlook zugreifen.

Dynamics CRM nutzt die Leis­tungsfähigkeit von Microsoft Office Excel 2007, um Unternehmen ein besseres Verständnis seiner Verkaufschancen-Pipeline zu verschaffen und eine entsprechende Visualisierung zu ermöglichen. Mit Excel können dann Trends erkannt und Abweichungen in den Kundendaten aufgedeckt werden. Anhand von aussagekräftigen Visualisierungsschemas wie Farbverläufen, Schwellenwerten und Symbolen können Muster entdeckt und Leistungsindikatoren hervorgehoben werden.

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