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Zukunftsaward 2007

Der Zukunftsaward ist eine Auszeichnung, die die exzellente Umsetzung gesellschaftlicher Trendentwicklungen in zukunftsfähige Angebote würdigt und den Pioniergeist von Unternehmen belohnt. Denn wer mit seinen unternehmerischen Entscheidungen und Produkten auch in Zukunft wettbewerbsfähig sein will, muss ein Gespür für die wichtigen Trends der Zeit entwickeln. Nur wer radikal neu denkt und sich an den Wünschen und Sehnsüchten der Konsumenten ausrichtet, wird auf den übersättigten Märkten von morgen überleben können.

Der Zukunftsaward prämiert die Unternehmen, die auf besonders gelungene Weise aktuelle Trendentwicklungen strategisch zu nutzen wissen, indem sie darauf aufbauend innovative Lösungen für ihre Kunden entwickeln. Das wichtigste Kriterium für diesen Innovationspreis ist daher der schlüssige Zusammenhang zwischen gesellschaftlichem Wandel und Marktantwort. 2006 nahm das Zukunftsinstitut den 10. Zukunftskongress \"Meet the Future“ zum Anlass, den Zukunftsaward erstmals auszuschreiben.

Bewerbungsschluss ist der 30. April 2007

Der Zukunftsaward wird am 12. Juni 2007 im Rahmen des 11. Zukunftskongresses in Kronberg/Ts. in vier Kategorien vergeben:

1. Beste Produktinnovation
2. Beste Dienstleistungsinnovation
3. Beste soziale Innovation
4. Bester Prototyp

Für Einreichungen aus österreich gibt es eine weitere Prämierung am 8. November 2007 auf dem Zukunftskongress in Wien.

Nähere Informationen, die Bewerbungsunterlagen und Einreichkriterien unter www.zukunftsaward.com

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General gegen Haftung

Ein Punkt abgehakt: Mit der Einigung zwischen Regierung und Sozialpartnern zur verbindlichen Sozialversicherungsanmeldung vor Arbeitsbeginn hat österreichs Bauwirtschaft ein lange bearbeitetes Ziel im Kampf gegen Schwarzarbeit am Bau erreicht. Nun soll der nächste Stachel im Fleisch der Geschäftsstelle Bau in der Wirtschaftskammer behandelt werden: die Generalunternehmerhaftung. Auch diese Maßnahme, mit der Bauunternehmen die Verantwortung für die Zahlungswilligkeit von Sozialversicherungsbeiträgen ihrer Auftragnehmer übertragen werden soll, will die Regierung im Einvernehmen mit den Sozialpartnern beschließen. Erfreut sind Arbeiterkammer und Bauarbeitergewerkschaft, weniger amüsiert ist die Bauwirtschaft: \"Außer Spesen nichts gewesen“, meint dazu Bundesinnungsmeister Johannes Lahofer. Die beabsichtigte Verhinderung von Hinterziehungen würde damit nicht erreicht, während der bürokratische Aufwand in den Unternehmen steige und deren Liquidität geschwächt werde. Außerdem sei eine solche Regelung verfassungswidrig, glaubt Lahofer.
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Zielleitung am Westbahnhof

Der ortsunkundige Fußgänger orientiert sich in erster Linie an Landmarks, an auffälligen Punkten in der Stadt. Links an der kleinen Kirche vorbei, geradeaus bis zur großen Eiche und an der Baustelle vorbei. So funktioniert die menschliche Orientierung und werden Ziele gefunden. Je höher die Personendichte desto schwerer fällt die Orientierung. Das gilt auch innerhalb von großen Gebäuden, wie etwa dem Wiener Westbahnhof. Der ist ab sofort Spielwiese für ein mobilfunkbasiertes, sprachgesteuertes System, das Reisende in für sie unbekannten Umgebungen intuitiv, verständlich und effizient leiten soll.
Der Prototyp des Projektkonsortiums rund um arsenal research bietet eine Punkt-zu-Punkt-Leitung, die auf Analysen der Infrastruktur aufbauen. Der Hilfe suchende Reisende ruft eine weithin erkennbare Telefonnummer und teilt dem System Start- und Zieldestination mit. Die typische Antwort könnte wie folgt lauten: \"Gehen Sie in Richtung Bäckerei Anker, an der Anzeigetafel vorbei, Bahnsteig 10 befindet sich auf der linken Seite.“
Das System lässt sich flexibel erweitern und auf Bahnhöfen, Flughäfen und bei großen Veranstaltungen einsetzen. Ein nahe liegendes Einsatzgebiet für das von der Forschungsförderungsgesellschaft mitfinanzierte Projekt wäre die Fußball EM 2008. Mit einem Fan-Routingsystem können Personen mit dem eigenen Handy und in der eigenen Landessprache von den großen Ankunftspunkten gezielt zu den Veranstaltungsstätten und Fanzonen geleitet werden. Was noch zu klären ist, ist die Kostenfrage. Sich vom Flughafen zum Ernst Happel Stadion via Handy leiten zu lassen, wurde dem Fußballtouristen doch relativ teuer zu stehen kommen.
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Krankenhaus sticht in See

Bevor die Africa Mercy zu ihrer Jungfernfahrt in Richtung Liberia aufbrechen kann, waren zahlreiche Tests nötig. 24 Stunden lang wurden alle an Bord befindlichen technischen Geräte unter der Aufsicht der internationalen Zertifizierungsgesellschaft Bureau Veritas in der Nordsee einer eingehenden Prüfung unterzogen. Nach einer weiteren vierwöchigen Vorbereitungsphase wird die Africa Mercy Anfang Mai in See stechen. Mehr als 400 ehrenamtliche Mitarbeiter werden die Menschen im vom Krieg zerrütteten Liberia kostenlos medizinisch versorgen sowie Entwicklungshilfeprojekte durchführen.
Die Africa Mercy ist Teil der Flotte von Mercy Ships, einer internationalen Hilfsorganisation, die mit mehr als 1000 Mitarbeitern aus über 50 Ländern ehrenamtlich Hilfe in Form von Operationen, Zahnbehandlungen, Bau- und Landwirtschaftsprojekten sowie Ausbildungsprogrammen leistet.

Fakten Africa Mercy
- 16.572 Bruttoregistertonnen
- 152 Meter Länge
- 24 Meter Breite
- 78 Krankenbetten
- 6 Operationssäle
- Röntgenraum
- Computertomograph
- Zahnarztpraxis
- Apotheke
- Schule für bis zu 60 Kinder

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Der Vergleich macht sicher

Die Europäische Kommission hat wieder einmal ehrgeizige Pläne. Die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen in Europa soll nachhaltig verbessert, das Tempo in Richtung Lissabon deutlich erhöht werden. Die Rolle des Turbos wird der Initiative IMP³rove zugeschanzt. Das zu Grunde liegende Konzept ist relativ einfach. Unter der Leitung von A.T. Kearney und der Fraunhofer-Gesellschaft soll mittels Fragebogen ein detailliertes Unternehmensprofil erstellt werden, das Innovationsstrategie, -organisation und -kultur in Relation zu anderen Unternehmen stellt. \"Es geht nicht darum, Innovationsinhalte zu beurteilen, sondern das Innovationsmanagement“, kann Eva Diedrichs von A.T.Kearney Bedenken der Unternehmen, die um Firmengeheimnisse fürchten, zerstreuen. Die eigenen Prozesse werden überprüft und europaweit mit den Besten der Branche verglichen, um die Entwicklung neuer Produkte und den \"Time-to-Profit“ zu verkürzen. Langfristiges Ziel von IMP³rove ist ein einheitlicher Standard für die Bewertung der unternehmerischen Innovationsfähigkeit. In der bis 2009 laufenden Testphase ist das gesamte Angebot kostenlos. Das umfasst auch ein rund dreistündiges Beratungsgespräche, das im Anschluss an die Profilauswertung stattfinden kann. Untertsützung gibt es auch von Seiten des Parlaments. Der SPö-Europaabgeordnete Hannes Swoboda begrüßt die Initiative der Kommission. \"Innovation kann nur funktionieren, wenn man sich mit den Besten misst und vergleicht.“ Vor allem in Hinblick auf die Lissabonstrategie sei IMP³rove ein wichtiges Instrument zur Stärkung der europäischen Innovationskraft.

Fokus KMU
IMP³rove konzentriert sich ganz auf die rund 23 Millionen KMU in Europa, die annähernd 75 Millionen Arbeitsplätze stellen und 99 Prozent des gesamten Unternehmensbestand bilden. Von einem Erfolg wollen die Initiatoren ab einer Beteiligung von 1500 Unternehmen sprechen. 50 davon sollen aus österreich kommen. Eine Obergrenze gibt es nicht. Sollte der Zuspruch die anvisierten Zahlen deutlich überschreiten, würde man sich zuerst \"riesig freuen und danach die Beraterbasis deutlich erweitern“, sagt Diedrichs.
Neben den KMU sollen auch die involvierten Beratungsunternehmen, politische Entscheider und Finanzinvestoren von IMP³rove profitieren. Beratungsunternehmen erwarten sich Zugang zu neuen Kunden, Best-Practice-Analysen und Methoden, um Lücken im Innovationsmanagement ihrer Kunden zu erkennen und zu schließen. Investoren könnten besonders innovative Unternehmen europaweit identifizieren und die Politik Informationen zu Erfolgsfaktoren und Barrieren erhalten, mit denen sich Unternehmen bei der Entwicklung ihres Innovationsmanagements konfrontiert sehen. Die Europäische Kommission unterstützt IMP³rove in der Testphase mit fünf Millionen Euro, den Rest übernehmen die beteiligten Beratungsunternehmen wie A.T. Kearney und Institutionen wie die Fraunhofer-Gruppe.

Info und Fragebogen: www.improve-innovation.eu

Zielgruppen von IMP³rove:
- Bio-Technologie
- Chemie und Pharma
- IT
- Elektronik
- Optik
- Maschinen und Anlagenbau
- Bauwesen
- Luft- und Raumfahrttechnik
- Wissensintensive Dienstleistungen
- Textilindustrie
- Lebensmittel- und Getränkewirtschaft

Das Angebot vom IMP³rove umfasst:
- Innovationsstrategie
- Innovationsorganisation
- Innovationskultur
- Innovationsprozess
- Wissensmanagement
- Human Ressources
- Projektmanagement

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Software AG plant übernahme

Die Software AG, Europas größter Anbieter von Systemsoftware und serviceorientierten Architekturen (SOA), und webMethods Inc., ein führender Anbieter von Softwarelösungen für Integration und Optimierung von Geschäftsprozessen, haben einen Vertragsabschluß zur geplanten übernahme von webMethods durch die Software AG bekannt gegeben. Die Software AG wird ein Barangebot für webMethods in Höhe von 9,15 Dollar je Aktie abgeben, was einem Gesamtangebot von rund 546 Mio. Dollar für das gesamte Aktienkapital entspricht.

Die Transaktion wird die führende Position des gemeinsamen Unternehmens im Wachstumsmarkt serviceorientierte Architekturen (SOA) \" Business Process Management (BPM) deutlich stärken. Die regionalen Stärken der Software AG und webMethods ergänzen sich in diesem Bereich und die weltweit mehr als 4.000 Kunden und 100 Partnerunternehmen werden in Zukunft von einem erweiterten Produktportfolio profitieren. Besonders in Nordamerika wird die Software AG die Kundenzahl mehr als verdoppeln. Der Zusammenschluss verbindet außerdem komplementäre Stärken bei bestimmten Kundenindustrien mit minimalen überschneidungen in der Kundenbasis und liefert damit direkten gemeinsamen Zugang zu weiteren Kundensegmenten, vor allem in den Bereichen Finanzdienstleistungen, Produktion und im öffentlichen Sektor. Die Transaktion baut auf der guten Reputation und Marktposition der beiden Unternehmen auf und ist ein bedeutender Schritt zur Erreichung des von der Software AG kürzlich bekannt gegebenen Ziels, den Umsatz auf 1 Mrd. Euro zu verdoppeln.

Die übernahme schafft ein führendes Produktportfolio in den Bereichen SOA und BPM mit unübertroffener Breite und Tiefe. Das Portfolio umfasst Software Lösungen für SOA Governance \" Enablement, BPM, Business Activity Monitoring, Anwendungsintegration und Legacy-Modernisierung. \"Die übernahme positioniert Software AG klar als einen der weltweiten Marktführer bei SOA und BPM. Mit der Kombination unserer Produktportfolios und Vertriebsteams mit denen von webMethods erhalten wir eine noch stärkere Position im wichtigen nordamerikanischen Markt“, erklärte Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Software AG. \"webmethods’ Fabric Produktfamilie in Verbindung mit der Crossvision SOA-Suite der Software AG ermöglicht eine integrierte SOA-Lösung, die es unserer gemeinsamen Kundenbasis erlaubt, ihre Geschäftsprozesse effizienter zu entwerfen, zu steuern und zu überwachen. Gemeinsam werden wir herausragende SOA-Lösungen schaffen. Wir freuen uns darauf, mit dem fähigen Team von webMethods zusammenzuarbeiten.“

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Kompromiss bereiter Stadtgestalter

Report: Herr Kobermaier, Sie sind seit kurzem Leiter der MA 19. Wird sich etwas ändern an den Schwerpunkten dieser Dienststelle?
Kobermaier: Es wird sich einiges ändern. Wir wollen von der Stadtteilplanung stärker in die Stadtgestaltung gehen. Mit dem Schutzzonenmodell haben wir einen Schritt gesetzt, wo in der ersten Phase sehr viel als schutzwürdig identifiziert wurde. Jetzt ist eine Evaluierung durchaus angebracht, wir sollten uns auf die großen schützenswerten Gebiete konzentrieren. Das könnte auch zu einer Reduktion der Schutzzonen führen.

Die Stadtentwicklung hat sich bisher auf das gebaute Umfeld konzentriert. Wird der öffentliche Raum, für den Sie in der MA 19 zuständig waren, ein Schwerpunkt sein?
Die Stadtentwicklung wird sich stärker mit dem Weichbild befassen, die Architekturdeklaration soll auf den öffentlichen Raum ausgedehnt werden. Ich sehe die MA 19 als Qualitätssicherungsstelle bei der Gestaltung öffentlicher Räume und weniger stark für die Bebauungspläne zuständig. Wir werden mehr begleitende Kontrolle im Sinne des Paragrafen 85 der Bauordnung betreiben. Außerdem soll die Nutzerorientierung und das Kostenbewusstsein in der Dienststelle verstärkt werden.

Für Aufregung unter den Wiener Architekten hat die Ankündigung von Planungsstadtrat Schicker gesorgt, mehr Eigenplanungen durch die MA 19 durchführen zu lassen.
über diese Aufregung war ich überrascht. Kleine Umbauten und Sanierungen hat die MA 19 schon seit Jahrzehnten geplant. Im Vergleich zum gesamten Bauvolumen der Stadt Wien ist das aber ein geringer Anteil, das ist vergleichbar mit einem Büro mit fünf bis sieben Mitarbeitern, das ist sicher nicht wettbewerbsverzerrend.

Welche Planungsarbeiten könnte die MA 19 übernehmen?
Das könnten Schulen, Kindergärten oder Stützpunkte der Magistratsabteilungen sein. Nach unseren Möglichkeiten werden wir ab und zu auch einen Neubau planen. Das wird aber nicht in großem Rahmen stattfinden. Größere Projekte sind mit unseren Mitarbeitern, von denen die Hälfte selbst Architekten sind oder Büros geführt haben, nicht möglich.

In Wien steht eine Bauordnungsnovelle an. Welche änderungen wünschen Sie sich?
Beispielweise könnte die Regelung der Feuermauern so geändert werden, dass in der Bauklasse 1 Grundstücke zusammengefasst werden können und größere Einheiten möglich sind.

Wo werden die Schwerpunkte in den Stadtentwicklungsgebieten liegen?
Dort geht, aufgrund der Entwicklung der Bevölkerungszahlen, die Tendenz in Richtung Verdichtung. Die Frage der Dichte ist eher ein allgemeines Thema der Stadtplanung, da werden Leitbilder und Masterpläne entwickelt. Das kann man jetzt nicht so genau festlegen.

Wie sehen Sie, der für die Architektur in Wien zuständig ist, Ihr Verhältnis zu den Architekten?
Ich sehe mich als einen kompromissfähigen und in alle Richtungen gesprächsbereiten Menschen. Mit der Kammer habe ich eine gute Gesprächsbasis, aber auch mit den anderen Architektenvereinigungen. Beim Wettbewerbsleitfaden, den wir aufgrund des Bundesvergabegesetzes 2006 überarbeiten, werden wir die Abläufe einhalten und uns gegenseitig informieren. Da gibt es praktisch keine Differenzen.

Zur Person
Franz Kobermaier (40) studierte Architektur an der Technischen Universität Wien und arbeitet seit 1995 bei der Stadt Wien. Er begann in der MA 19 im Referat »Generelle Grundlagenplanung«, wechselte dann in andere Stadtplanungsabteilungen (MA 18, MA 21 A) und kehrte 2005 in die MA 19 zurück, wo er die Leitung des Dezernates »öffentlicher Raum« übernahm. Seit Jahresbeginn 2006 war er Dienststellenleiter-Stellvertreter. Kobermaier löst Josef Matousek (60) ab, der in den Ruhestand getreten ist. Matousek hatte der MA 19 mehr als drei Jahrzehnte angehört, seit 2001 als deren Leiter.

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CO2-Warnung

»Das würde von uns geplante Investitionen von rund 650 Millionen Euro in Frage stellen.« Dazu gehören vor allem die Gas-Kombi-Kraftwerke Mellach und Klagenfurt. Im Nationalen Allokationsplan 1 (NAP) von 2005 bis 2007 erhielt die Verbund-Wärmekraft-Tochter Austrian Thermal Power 3,3 Mio. Tonnen an CO2-Zertifikaten. Im NAP 2, der von 2008 bis 2012 gelten wird, wurde diese Menge um 25 % auf knapp 2,8 Mio. Tonnen gekürzt. Die damals zugeteilten Zertifikate reichten laut Verbund nicht aus, insgesamt musste der Versorger CO2-Zertifikate um 17 Millionen Euro zukaufen. Der Strom aus den beiden Projekten würde vor allem im erzeugungsarmen Süden österreichs dringend gebraucht, so der Verbund-Chef. Und die Fernwärme sorgt dafür, dass in den damit heizenden Haushalten kein CO2 anfällt. Haider kritisiert: »Wenn diese Investitionen in Frage gestellt werden, bleibt österreich mittel- bis langfristig nur der Weg in die totale Abhängigkeit von Stromimporten«, so Haider.
Rund 85 Prozent des im Verbund erzeugten Stroms stammen aus Wasserkraftwerken. Kräftiger Gegenwind weht dem Verbund unterdessen in Klagenfurt entgegen. BZö-Landesrat Uwe Scheuch spricht sich gegen das Projekt aus und meint, die Wärme sollte mit Biomasse erzeugt werden. Zuletzt demonstrierten Anrainer gegen das Gaskraftwerk.
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Die Spitzenfrau

Generaldirektor Erich Hampel, derzeit noch allein in Amt und Würden, wird künftig von zwei Stellvertretern flankiert - und auf einen der beiden Posten kann sich Regina Prehofer, für Firmenkunden und Leasing zuständig, gute Chancen ausrechnen. Mehr noch: Prehofer soll zur neuen österreich-Chefin aufgebaut werden.
Erst kürzlich wurde der Vorstandsvertrag der 50-jährigen Oberösterreicherin um weitere drei Jahre bis 2010 verlängert. Als BA-CA-Chefin wäre sie neben Erste-Bank-Generalin Elisabeth Bleyleben-Koren die zweite Spitzenfrau in der österreichischen Bankenbranche - in Prehofers Biografie ein logischer Karriereschritt.
Die bescheidene, bienenfleißige Managerin studierte Handelswissenschaften an der Hochschule für Welthandel, parallel dazu Jus, und promovierte 1980 in beiden Fächern. Nach sechs Jahren in der Kontrollbank wechselte sie 1987 zur Creditanstalt, ab 2003 wirkte sie als Vorstandsmitglied maßgeblich am großen Erfolg der BA-CA im CEE-Raum mit. Zuletzt leitete sie den Bereich Firmenkunden und zeichnete für das gesamte Leasinggeschäft der UniCredit-Gruppe verantwortlich. Selbst gewohnt, sich immer als einzige Frau in diversen Vorstandsgremien zu behaupten, initiierte Prehofer in der Bank Austria ein Mentoring-Programm zur Frauenförderung. Ihre Bestellung zur Stellvertreterin soll auch ein Signal an Frauen sein - mehr wohl kaum. Männerbastionen sind Festungen, auch Prehofer blieb über Jahre die einzige Frau in einer Spitzenfunktion. Regelmäßig wiederkehrende Spekulationen, die »Business Woman of the Year 2003« könnte zur Konkurrenz, konkret in den Vorstand der Erste Bank, wechseln, dürften nun jedenfalls passé sein.
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Reise durchs Gehirn

»Wie ein Tropfen öl auf Papier« - so beschreibt Hans-Ulrich Dodt, Professor für Bioelektronik an der TU Wien, den Effekt, den seine Visualisierungstechnik in Gehirnen von Mäusen erzielt. Das Mäusegehirn wird in eine spezielle Lösung gegeben und im Ultramikroskop mit einem Laserstrahl von der Seite schrittweise durchleuchtet. So wird das neuronale Netzwerk sichtbar. Für Hirnforscher bietet sich damit die Möglichkeit alle Nervenzellen mit ihren Verbindungen im Gehirn dreidimensional darstellen zu können.
Aus den einzelnen Laserschichtbildern wird am Computer eine 3D-Rekonstruktion erstellt. Gefäße oder Nervenzellen werden mithilfe von Fluoreszenzmarkierungen in grüner Farbe zum Leuchten gebracht. Dank 3D-Visualisierung und hoher Auflösung dieser Zellstrukturen ist es möglich, am Computer eine Art Flug durch das Gehirn zu simulieren. Für künftige Medizinergenerationen soll es so deutlich einfacher werden, das Gewirr an Nervenzellen verstehen zu lernen.
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