EconGas verstärkt Trading
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»Die Anbindung wird sich wirtschaftspolitisch positiv auswirken«, meinte auch Kanzler Gusenbauer und fügte hinzu: »Wenn wir bestehen wollen, müssen wir eine ordentliche Infrastruktur haben.« Ganz im Stile Kreiskys fand der Kanzler auch Worte für die wenigen anwesenden Umweltschützer, die gegen den Bau der Autobahn protestierten. »Umweltschutz und Menschenschutz besteht nicht darin, gegen jedes Projekt zu sein«, appellierte er und das Publikum dankte ihm mit viel Applaus - fast so viel wie für Landesfürst Pröll.
Vergleichsweise unspektakulär legte Alpine-Chef Dietmar Aluta-Oltyan als Vertreter des Konsortiums Bonaventura seinen Redebeitrag an. Er zeigte sich zufrieden, dass die Asfinag trotz der Einsprüche standhaft geblieben und das um rund hundert Millionen günstigere Angebot von Bonaventura letztlich zum Zuge gekommen sei. Für die Umsetzung des Großbauvorhabens sind nun die Firmen Alpine Mayreder und Hochtief Construction verantwortlich. Ob auch noch andere Branchenriesen wie Strabag, Porr, Swietelsky und Habau als Subunternehmer mitbauen, ist derzeit noch in Verhandlung. Bis Ende Februar soll darüber eine Entscheidung fallen.
Am Finanzierungsmodus ändert eine mögliche Teilnahme der ausgeschiedenen Bieter nichts. Der Bund leistet bis 2039 Zahlungen an Bonaventura, die sich zu dreißig Prozent aus verkehrsabhängigen Anteilen und zu siebzig Prozent aus einem Fixbetrag zusammensetzen.
Hohe Einstandskosten
Einen deutlichen Einbruch gab es beim Ergebnis das sich von 79,5 Millionen (2004/5) auf 37,4 Millionen mehr als halbierte. \"92 Prozent unserer Gesamtkosten enfallen auf die Einstandskosten“, erklärt Irschik und verweist auf die im Verlauf des Geschäftsjahres angestiegenen Großhandelspreis für Strom und Gas. Zwischen Oktober 2005 und Oktober 2006 sei der Erdgasimportpreis um nehzu 50 Prozent gesteigen, der Stromgroßhandelspreis stieg im selben Zeitraum um 24 Prozent. Die EAA habe diese exorbitanten Steigerungen nicht bzw. nicht zeitnah weitergegeben, sagt Irschik. Darum sei es nun auch legitim die inzwischen eingetretenen Reduktionen der Einkaufspreise nicht sofort weiterzugeben, wie es der Chef der E-Control Walter Boltz fordert. Wien etwa habe die Preiserhöhungen mit einer Verzögerung von rund 6 Monaten weitergegeben, dasselbe sollte nun auch für Senkungen gelten, argumentiert Irschik: \"Wir würden uns gerne die Entwicklung für den nächsten Winter ansehen“, fordert er von den Kunden Geduld. Es gelte schließlich auch darum die Zahl der Preisanpassungen möglicht gering zu halten. Um die hohe Abhängigkeit von den Einstandspreisen zu senken gäbe es, so Irschik mehrere Möglichkeiten: die Schaffung eigener Erzeugung, die Beteiligung an Kraftwerken oder die Vereinbarung von langfristigen Bezugsrechten. All das müsse aber sehr gut überlegt sein, so der Manager.
Minimaler Kundenverlust
Was den Wettbewerb und damit verbundene Kundenverluste betrifft, bleibt Irschik eher gelassen. Innerhalb von zwei Jahren habe man etwa 40.000 Haushaltskunden an den Verbund verloren. Der Verbund sei zwar laut, aber nicht der agressivste Mitbewerber, so der Allianz-Chef. Mit einem Marktanteil von 49 Prozent sei es der EAA aus kartellrechtlichen Gründen untersagt unter Börsepreisen anzubieten. Dasselbe verlange auch eine Eigentümerweisung. Um dem Rennen um Cent ein wenig die Flügel zu stutzen will man dem die Strahlkraft des Tarifkalkulators der E-Control mit einem Gegenprodukt schmälern. \"Wir wollen einen Qualitäts- und Servicekalkulator“, erklärt Irschik, die entsprechenden Vorarbeiten dazu seien im Gang. Damit solle auch aufgezeigt werden, dass etwa im wettbewerbsschwächeren Gasbereich besonders Anbieter die wenig Vorsorge in der Speicherung sind, die mit Diskontpreisen aufwarten. Beim Strom wiederum gehe es auch darum die Beratungszentren der Allianz-Mitglieder hervorzuheben.
Ausblick positiv
Für das laufende Jahr ist die Allianz zuversichtlich. \"Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung seit dem Bilanzstichtag Ende Septmeber 2006 rechenen wir mit einem deutlichen Zuwachs beim Geschäftsergebnis“, erklärt Irschik. Maßgeblich dafür werden die im Herbst vorgenommen Preiserhöhungen sein. So wirklich böse werden die an den rund 3.327.000 Kundenanlagen hängenden Abnehmer darüber nicht sein. Ihre Abrechnungen werden aufgrund des milden Winters heuer recht freundlich ausfallen. Die Gesellschafter der Allianz Wien Energie (45 %), EVN (45 %) und Bewag/Begas (10 %) rechnen mit Rückgängen der Absatzmengen von 6 bis 10 Prozent bei Strom und 20 bis 28 Prozent bei Gas, was man durchaus als gravierend bezeichnen kann. Ein wenig zum guten Geschäft tragen auch die Aktivitäten der Allianz außerhalb des Kerngebietes bei. Die Niederlassung in Linz verkauft um die 700 Gwh Strom. In Deutschland stieg der Absatz zuletzt um 34 Prozent auf 340 Gwh. Um das Business in Norddeutschland voranzutreiben wurde mit Februar eine Vertriebsstelle in Essen gegründet.
über die großen Schaltflächen des 9 Millimeter schlanken Gehäuses kann man mit dem robust verarbeiteten Handy leicht und schnell telefonieren und SMS versenden. Im Gegensatz zu anderen Geräten sollen sich Zahlen und Buchstaben auf dem Motofone Display auch bei starker Sonneneinstrahlung sehr gut lesen lassen. Das ermöglicht die ClearVision-Technologie des elektrophoretischen Displays.
Memory Gel
Die Handgelenkauflage für Tastatur und Maus bietet Entlastung beim Tippen oder der Computerrecherche. Der Clou: Sie passt sich dem Handgelenk an und verteilt den Druck gleichmäßig, so dass die Hand bequem liegt. Die Auflage kostet für die Tastatur 19 Euro, für die Maus 15 Euro.
Schneller und besser im Kundensupport. Der Kostengedanke hat dabei einen zentralen Stellenwert: \"Bei ISO 20000 geht es darum, IT-Abläufe zu optimieren. Fehler zu dokumentieren und damit in Folge zu vermeiden, Doppelgleisigkeiten abzustellen und Kundenverträge optimal einzuhalten. Dafür werden Leistungskataloge mit Budgetierung erarbeitet\", erklärt CIS-Geschäftsführer Erich Scheiber. So kommt es zu Einsparungen, Effizienzsteigerung und Qualitätsverbesserung. Diese Erfahrung machte auch Logic4BIZ nach der Implementierung der Norm: \"Die eine Hand weiß bei uns nun sehr genau, was die andere tut oder noch zu tun hat. Transparenz kommt dem Unternehmen wie auch den Kunden zu Gute. Unsere Antwortzeiten auf Kundenanfragen haben sich seither halbiert\", betont Christian Rehnelt.
| Die internationale Norm für IT-Service-Management zielt auf Qualitätsverbesserung und Effizienzsteigerung von IT-Dienstleistungen ab. Inhaltlich baut die neue Norm auf der anerkannten IT Infrastructure Library (ITIL) auf - mit dem Vorteil, dass sich ein ISO-System auch zertifizieren lässt und Wettbewerbsvorteile für Dritte sichtbar werden. |
Effizienz für IT-Prozesse. Interessant ist der Standard für alle IT-Dienstleister und -Provider sowie für größere IT-Abteilungen mit komplexen Abläufen. Kernstück der ISO 20000 ist ein Modell zur Verbesserung von IT-Prozessen wie Change-, Service-Level-, Incident-, Problem- oder Security-Management. \"Insgesamt bringt der Standard uns deutlich mehr Einsparung, als er an Aufwand kostet\", resümiert Rehnelt. Laut einer IDC-Studie, die sich auf den Einsatz ISO-20000-konformer Management-Software bezieht, ersparen sich Unternehmen rund 48 Prozent Arbeitszeit bei der Fehlerbehebung, 37 Prozent bei der Wartung der Netzwerk-Infrastruktur und 26 Prozent durch Change Management. Synergien ergeben sich durch die Integration mehrerer ISO-Standards in einem Managementsystem. \"Für ISO-9001-zertifizierte Unternehmen ist es ein geringer Aufwand, die IT-Aspekte der ISO 20000 in das bestehende Managementsystem zu integrieren\", betont Konrad Scheiber, Geschäftsführer der Quality Austria Trainings-, Zertifizierungs- und Begutachtungs GmbH.
österreich international im Rennen. Veröffentlicht wurde ISO 20000 Ende 2005, in österreich ist die Norm durch die akkreditierte Organisation CIS seit Frühjahr 2006 zertifizierbar. Damit liegt österreich international gut im Rennen: Derzeit gibt es weltweit erst 20 Zertifizierungsstellen für ISO 20000. Zu den Pionier-Anwendern gehören Hewlett Packard Global Soft, Atos Origin Ldt., Siemens Business Services Deutschland oder Hitachi Electronics Services in Tokyo - teilweise noch nach der Vorgängerversion BS 15000 zertifiziert. Zudem gehört die CIS auch zu den weltweit ersten akkreditierten Ausbildungsunternehmen und bietet die Lehrgänge zum \"ISO 20000 Consultant\" und \"ISO 20000 Auditor\" an.
Klimaneutrale Produktion
Im April startet auch österreichs erster Firmenkunde, die Firma Gulger Cross Media aus Melk. Deren Chef Ernst Gulger saß einst in der Lobau, war Mitbegründer der WWF-Gruppe Melk und hat schon bislang viel Wert auf betriebliche Effizienz und Umweltschutz gelegt. Das Firmengebäude wurde im Jahr 2000 mit dem Holzbaupreis des Landes Nö ausgezeichnet und wird mit der Abwärme der Druckmaschinen beheizt. Zudem bezieht Gulger ökostrom und druckt mit Pflanzenfarben. Letztlich bleiben jedoch CO-2-Emissionen übrig, die schlichtweg betriebsnotwendig sind. Um diese zu neutralisieren will Gugler seine Kunden davon überzeugen mit einem kleinen Beitrag den Ankauf von ökologisch hochwertigen Emissionszertifikaten zu neutralisieren. In die CO2-Berechnung wird der gesamte Prozess, von der Rohstofferzeugung (Druckfarben, Farbstoffe, Chemie, Feucht- und Reinigungsmittel) über den Druckvorgang selbst bis hin zur Auslieferung miteinberechnet. Neutralisiert wird bei Gugler über Projekte, die vom WWF empfohlen sind. \"Für uns ist es wichtig, dass der Ausgleich in Zusammenarbeit mit international und national anerkannten Organisationen geschieht. Wir haben uns daher entschieden vorrangig Projekte mit dem Gold Standard zu unterstützen“, sagt Gugler. \"Klimaneutrale“ Druckwerke im Programm haben bereits insgesamt acht Druckereinen, darunter auch die Druckerei Schöler aus Immenstadt. \"Als umweltbewusstes Unternehmen verschafft uns das einen deutlichen Imagegewinn, der sich wirtschaftlich nutzen lässt“, erklärt deren Inhaber Wolfgang Schöler.
Transparenz
Freilich sind beim Verkauf des virtuellen Gutes die Transparenz und überprüfbarkeit ein wichtiger Faktor. ClimatePartner lässt die Projekte und deren Aufwendungen dafür von zwei unabhängigen Wirtschaftsprüfern checken, so Heimpel. Eine Tonne CO2 kostet bei Climate Partner erheblich mehr, als auf dem internationalen Markt. Dafür bekommt der Kunde ein Zertifikat, muss sich nicht um die Verwaltung kümmern und zusätzlich entstehen neue Klimaschutzprojekte. Maximal 30 Prozent der eingenommen Gelder gehen, in Verwaltung, Marketing und Kommunikation, verspricht CP-Deutschland-Geschäftsführer Moritz Lehmkuhl. Die Klimaschutzprojekte sollen die höchsten Standards nach dem Klimaschutzabkommen, den Clean Development Mechanism (CDM) \"Gold\" erfüllen. Ein solches habe man in Guatemala realisiert wo statt einem ölkraftwerk ein Wasserkraftwerk errichtet wird. Die Mehrkosten dafür werden durch Zertifikate von ClimatePartnern getragen. Verdienen möchte ClimatePartner nicht so sehr mit dem Verkauf der Zertifikate, sondern mit der verbundenen Dienstleistung in Unternehmen, die sich den Klimaschutz etwas kosten lassen wollen. \"Wir wollen nicht vom Zertifikateverkauf leben, sondern von der Beratung und den Prozesskosten zur Ermittlung des Bedarfs in den Unternehmen“, betont Heimpel. Dabei werden mittels dynamischer Berechnungsmodelle alle Emissionen erfasst. In österreich wird dabei die Firma Allplan, eine 50-Prozenttochter der EVN AG eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Der ClimatePartner Klaus Reininger ist dort ebenfalls Geschäftsführer. Allplan ist ein Unternehmen das sich sehr eingehend mit Leistungen des Consultings und Engineerings in allen Bereichen des Energie- und Umweltmanagements, des Klimaschutzes und deer Technischen Gebäudeausrüstung beschäftigt.
Als externe Quellen im Open Innovation Prozess dienen vor allem Kunden, Berater, Partner, Netzwerke und Ideenbörsen. Eine zentrale Rolle kann auch der Information Broker spielen, ist Gerald Ruppert vom aws überzeugt. \"Eine fundierte Informationsrecherche stellt einen wichtigen Eckpunkt in der Vorbereitung und Durchführung von Innovationsprozessen dar.“ Hier kommt der Information Broker ins Spiel: Er liefert grundlegende Informationen wie den aktuellen Stand der Technik, die Marktaussichten und das Konkurrenzumfeld, um vorab über die Sinnhaftigkeit und Wirtschaftlichkeit von Innovationsprojekten entscheiden zu können. In vielen Fällen agiert er dabei nicht als reiner Dienstleister und Datenbeschaffer, sondern ist aktiv in den Innovationsprozess eingebunden, erklärt Ruppert. Er tritt als Berater auf. Er verfügt im Idealfall über einen breiteren Quellenzugang, Recherche-Know-how und Fachkompetenz. Er entlastet die eigenen Ressourcen, hilft durch die schnellere Verfügbarkeit von Innovationen Zeit zu sparen und liefert neue Aspekte durch den unvoreingenommenen Blick von außen. Das aws hat im Rahmen seines Information Broker Angebots seit 1998 schon mehr als 500 Recherchen durchgeführt.
Als größte Barriere für Open Innovation-Ansätze in Unternehmen und Forschungseinrichtungen gilt vor allem das \"not invented here\" Syndrom genannt. Damit wird die Ablehnung neuer Ideen von außen bezeichnet, weil diese oft von interessierten Laien oder aus anderen Anwendungsbereichen kommen. Die im offenen Innovationsprozess unerlässliche Verknüpfung einer Vielzahl von Akteuren erfordert ein dementsprechend hohes Maß an Kommunikations- und Kooperationsbereitschaft der beteiligten Partner.
Aktuelles Beispiel für Open Innovation in österreich ist die Initiative innovate! austria. der Plattform für Innovationsmanagement. Hier erhalten österreichische Unternehmen erstmals die Möglichkeit sich an internationalen Benchmarks zu messen und im Austausch mit anderen Betrieben voneinander zu lernen.