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Flott, egal wohin

Von Daniel AJ Sokolov

Zu einem \"informellen\" Treffen im Rahmen der CeBIT hatten sich die für Telekommunikation zuständigen Minister der 27 EU-Mitgliedsstaaten nach Hannover begeben. Berichtet wurde von einer Einigung - doch was EU-Kommissarin Viviane Reding anschließend in einer ultrakurzen Pressekonferenz berichtete, ließ mehr Fragen offen, als beantwortet wurden.

Roaming soll billiger werden, und das schnell - soweit die politischer Ebene. Inzwischen eine No-Na-Frage, auch wenn manche Netzbetreiber noch immer Lobbyisten zum Heulen und Zähneklappern nach Brüssel schicken. Gleichzeitig preisen sie sich als \"sowieso billig\" an - und dürften damit aus Brüsseler Perspektive gar nicht einmal ganz falsch liegen. Denn 50 Cent pro Minute für aktive Roaminggespräche ins Heimatland sind laut Reding der derzeit kleinste gemeinsame Nenner. Zuzüglich Umsatzsteuer, versteht sich. Reding wünscht zwar eine niedrigere Grenze, und auch das EU-Parlament fordert 42 Cent, aber was wirklich beschlossen wird, ist offen. Denn die Vorschriften müssen auch noch durch den Rat der Europäischen Union, wie der Ministerrat offiziell heißt. Bei passiven Gesprächen ist von 25, 15 oder \"weniger\" Cent netto pro Minute die Rede.

Die Taktung bei der Abrechnung ist für die tatsächlichen Kosten wesentlich. Zu diesbezüglichen Vorschriften gibt es noch keine äußerungen. Sollte die Norm nicht streng formuliert werden, wären Umgehungen durch lange Taktzyklen einfach. Strittig ist auch noch die wesentliche Frage, ob es ein Opt-In- oder Opt-Out-System werden soll. Muss der Konsument sich aktiv um die dann vorgeschriebenen Tarife bemühen? Oder muss er aktiv werden, wenn er seinen bisherigen Tarif behalten möchte? Schließlich gibt es in manchen Ländern auch Roamingpakete mit Freiminuten oder Preispläne, in denen ein Pauschalpreis pro Gespräch anstatt eines Minutentarifes zur Anwendung gelangt.

Unklar ist außerdem, wie die Regulierung am Großhandelsmarkt umgesetzt werden soll. Wenn die Vorleistungspreise zu hoch sind, würden viele Netzbetreiber einfach auf Roaming verzichten, anstatt Verluste in Kauf zu nehmen und einen Wucherer zu subventionieren. Ziemlich sicher ist nur, dass die Tarife für Datenroaming vorerst bleiben dürfen, wo sie sind: in unendlichen Höhen, wo noch nie ein Taschenrechner gewesen ist.

Noch in diesem Halbjahr möchte Reding den Rechtssetzungsprozess abschließen - ob sich das ausgeht, ist offen. Das Europäische Parlament ist ebenso damit zu befassen, wie der Rat der Europäischen Union (Ministerrat) - und dann nicht bloß informell. Unsicher ist auch, ob die neue Regelung, wie immer sie aussehen mag, sofort mit 1. Juli in Kraft treten kann, oder erst im Herbst, wenn die Urlaubssaison vorbei ist. Vielen Konsumenten, insbesondere aus EU-Ländern mit niedrigen Inlandstarifen, dürfte es egal sein. Denn ob sie jenseits der Grenze das Hundertfache oder das Sechzigfache bezahlen sollen, macht für sie dann auch keinen wirklichen Unterschied.

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Arme Urheber

Das im November des Vorjahres ergangene Urteil eines deutschen Gerichts hat für großes Aufsehen unter Planern gesorgt. Der Hamburger Stararchitekt Meinhard von Gerkan klagte die Deutsche Bahn - und gewann in erster Instanz. Vereinfacht dargestellt hat der Bauherr des Berliner Hauptbahnhofs das Werk des Architekten unzulässig abgeändert, so die Begründung des Gerichts. Gerkan sah für die innere Deckenkonstruktion über den Bahnsteigen eine aufwendige Kreuzgewölbekonstruktion vor, die vom Bauherrn im Zuge der Errichtung verworfen wurde. Montiert wurde stattdessen eine schlichte »Supermarktdecke«, wie Gerkan anlässlich seines Besuchs in Wien erörterte. Es war nicht der erste Krach zwischen dem Bahnmanagement und dem Architekten. Schon bei der überdachung der Bahnsteige kam es zu Verwerfungen zwischen dem Planerbüro und Bahnchef Hartmut Mehdorn. Er verfügte als oberster Eisenbahner, dass die ursprünglich geplante 430 Meter lange Glasüberdachung der Bahnsteige um 130 Meter gekürzt wurde, was natürlich Auswirkungen auf das Gesamtbild des Großbaus hat. Für Gerkan war diese Entscheidung »eine Tat ohne Motiv«, weil die Glasteile bereits vorgefertigt und bezahlt waren. »Die Verkürzung des Daches hat 70 Millionen Euro mehr gekostet«, zürnt der Planer noch heute. Schließlich mussten die Bahnsteigbeläge in den hinausragenden Bereichen wetterfest ausgeführt werden. Gerkans Fehler damals: Sein Büro selbst hatte planerisch an der Dachstutzung mitgewirkt, um es dem Bauherrn recht zu machen. »Wir haben an der Verkürzung mitgewirkt, deshalb wäre eine Klage aussichtslos gewesen«, erklärt Gerkan. Der Effekt heute ist, dass die 1.-Klasse-Passagiere der ICE-Züge bei Schlechtwetter im Regen aussteigen. Paradox ist, dass in anderen Städten die Bahnhofdächer verlängert wurden, um genau diesen Zustand zu ändern. Nachdem davon auch Bundestagsabgeordnete betroffen sind, bekommt das kurze Dach jetzt zunehmend politische Brisanz.
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Europäischer Aufwind

Das Neugeschäftsvolumen beträgt 3,433 Milliarden Euro, ein Plus von zwanzig Prozent gegenüber 2005. Getragen wird diese Bilanz vom Auslandsgeschäft, das um 39 Prozent auf 2,364 Mrd. Euro anstieg, währenddessen im Inland das Volumen um sieben Prozent auf gut eine Milliarde sank. »Hier haben uns die gro­ßen Immobilienprojekte gefehlt«, erklärt der Sprecher des Vorstandes Peter Engert. Trotzdem gibt es keinen Grund zur Traurigkeit. Das aus mehr als 40.000 Verträgen aushaftende Kapital von 3,29 Milliarden Euro im Inland brachte Raiffei­sen-Leasing ein vorläufiges Er­gebnis von 19,3 Millionen (2005: 12,4 Mio. Euro). Das Auslands­ergebnis beträgt voraussichtlich 31,5 Millionen Euro.
Im Inland stammt fast die Hälfte des Neugeschäfts (483 Mio. Euro) aus dem Segment Immobilienleasing. Zwischen fünf und zehn Prozent davon entfallen auf Eigenprojekte. Raiffeisen-Leasing baut hierzulande neben Einkaufs- und Fachmarktzentren Hotels, Pflegeheime, Büro und Geschäftshäuser sowie Vorsorgewohnungen und Luxusappartements. Nachdem zuletzt einige Projekte gewinnbringend abgestoßen wurden, sei nun wieder »viel Luft« in der Bilanz, um Neuprojekte anzugehen, so Engert. Der Fokus verlagert sich dabei bei den Gewerbeprojekten zunehmend nach Osteuropa, so der Chef der Gruppe. Im Inland sei die Dichte von Einkaufszentren und Fachmarktzentren extrem hoch, womit der Bedarf weitgehend abgedeckt sei. Stolz ist man im Moment auf zwei Projekte: den 24-stöckigen »terminal tower« in Linz, der im Oktober 2008 fertig sein wird sowie das Einkaufszentrum »Bondy Center« in Mlada Boleslav (Tschechien), das heuer im November fertig sein wird. Im Segment öko­energie hat Raiffeisen-Leasing in österreich bislang insgesamt Projekte mit einem Volumen von 273 Millionen Euro finanziert. Derzeit seien die ökostromexperten des Institutes jedoch ausschließlich im Ausland tätig, da durch die Neufassung des ökostromgesetzes der Markt so gut wie zum Erliegen gekommen ist. »Wir haben eine unheilige Allianz aus Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung und Wirtschaftsminister. Ich denke, dass sich in den kommenden zwei Jahren beim ökostromgesetz nicht viel ändern wird«, setzt er zum Rundumschlag an.
Für 2007 rechnet Engert mit einer der Wirtschaftsentwicklung entsprechenden kontinuierlichen Aufwärtbewegung des Leasinggeschäfts. Insgesamt ist Raiffeisen-Leasing in mehr als zwanzig Ländern vertreten und beschäftigt gut 1600 Mitarbeiter (311 im Inland).
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Hohe Zinsen, gestreutes Risiko

In der Kategorie der Anleihefonds bringen jene mit High-Yield-Bonds 8-9 % Jahresrendite; die darüber hinausgehende Fondsperformance beruht auf Währungs- oder Hedge- (= Absicherungs-)Gewinnen.
Unter High-Yield-Bonds versteht man festverzinsliche Anleihen schlechterer Kreditqualität, die von verschiedenen Organisationen (Unternehmen, staatlichen Institutionen etc.) zur Kapitalbeschaffung emittiert werden und von einer der anerkannten Rating-Agenturen nicht in die Kategorie »Investment Grade«, sondern tiefer eingestuft werden (Rating BB/Ba und darunter). Die Emittenten müssen die Käufer ihrer Schuldanleihen für das höhere Risiko über einen höheren Zinssatz entschädigen. Die höhere Verzinsung generiert eine höhere Rückzahlungsrendite (yield to maturity), daher die Bezeichnung »High-Yield-Bonds«. Als Performance-Spitzenreiter der letzten zwölf Monate glänzt unter diesen speziellen Fonds derzeit mit + 19,5 % der Parvest US High Yield Bond Classic mit dem Zusatz »Hedged« (WKN A0B5UX), womit die Währungsabsicherung EUR/US-Dollar gemeint ist. Diese steuerte zur Performance immerhin fast 10 % bei. Denn der Fonds investiert vorwiegend in US-Anleihen. Die Allokation des Portfolios basiert auf Fundamental- und Sektoranalyse. Die Titelauswahl beruht auf Unternehmensanalysen zur Ermittlung und Bewertung des Emittentenrisikos.
Da auch Staaten bewertet werden, ist für Anleihen solcher Länder mit schlechter Bonität auf dem Bondmarkt ebenfalls die Bezeichnung High-Yield-Anleihen üblich.
Das Risiko dieser Anleihen kommt in dem früher verwendeten Begriff »Junk Bonds« (Schrottanleihen) zum Ausdruck. Entstanden sind sie in den USA, wo sie in den 1980er- Jahren zur Finanzierung von Unternehmensübernahmen auf den Markt gebracht wurden. Die damals schillerndste Figur bei aggressiven Unternehmensübernahmen in den USA war Michael Robert Milken, der als »König der Junk Bonds« bezeichnet und letztlich wegen Insidervergehen zu zehn Jahren Haft verurteilt wurde, aber nach weniger als zwei Jahren schon wieder freikam. Das Forbes Magazine reihte ihn heuer unter den Reichsten der Welt mit einem Vermögen von 2,1 Mrd. USD als Nummer 458.
Heute begeben Unternehmen High-Yield-Bonds, um akute Schieflagen des Unternehmens zu beenden oder um spekulative übernahmen zu finanzieren.
Derartige Wertpapiere von Unternehmen einzeln zu kaufen, ist nicht zu empfehlen, da das Risiko insbesondere in Zeiten einer wirtschaftlichen Rezession zu hoch ist. ähnlich wie in der letzten Rezession von 1991 haben die Ausfallraten im High-Yield-Bereich auch Ende 2002 ein Rekordniveau erreicht. Natürlich gibt es auch im Portfolio von Fonds durch die Insolvenz einzelner Emittenten immer wieder Ausfälle, die aber durch genaue Kenntnis der Unternehmen von den Fondsmanagern stark limitiert werden. Als Anlageklasse boten High-Yield-Bond-Fonds über die letzten Jahre betrachtet daher trotz der steigenden Zinsen ein außerordentlich gutes Risiko-Ertrags-Profil.
In den letzten fünf Jahren beeindruckte auch international vor allem der eher geheimnisvolle und von anonymen Privaten aufgelegte und gelenkte ZZ1-Fonds (WKN 986462), der bei der Kapitalanlagegesellschaft der Wiener Constantia Privatbank domiziliert ist. Mit einer Performance von 315 % (inklusive der beträchtlichen Ausschüttungen) in fünf Jahren und 111 % in den letzten drei Jahren kann er locker mit guten Aktienfonds mithalten. Mit einem Mindestanlagevolumen von 100.000 Euro und 10 % (!) Ausgabeaufschlag verfügt er allerdings über eher prohibitive Konditionen, die »normale« Kunden wohl abschrecken sollen. n
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Börsengewitter

Von Wolfgang Freisleben

Ableger sollten sich daher gerade jetzt an den Börsen scheu wie Rehe verhalten: flüchten, wenn Gefahr droht. Nicht zu enge persönliche Stop-loss-Grenzen oder -Orders sind die richtigen Instrumente, um Aktien rechtzeitig abzustoßen und Verluste im Portfolio zu vermeiden.

Denn über den Börsen braut sich ein Gewitter zusammen. Und das nicht nur, weil das Frühjahr generell eine überwiegende schwache Börsenzeit ist. Vielmehr macht die Entwicklung am amerikanischen Immobilienmarkt Sorge. Die Preise für Einfamilienhäuser fallen seit vielen Monaten ebenso wie die »Housing starts«, die Anzahl der Baubeginne neuer Objekte. Baufirmen bleiben auf den Häusern sitzen, die sie weiterhin auf den Markt bringen, was die Preise zusätzlich unter Druck bringt. Damit schwindet bei vielen Kreditnehmern der Wert der Besicherung unter das erforderliche Maß. Zwangsverkäufe sind die Folge. Hypothekar-Finanzierungsinstitute wanken, erste Konkurse erschüttern die Branche.

Gleichzeitig breitete sich die Malaise auf ein breites Spektrum von Hedge-Fonds, Geschäfts- und Investmentbanken aus, die ein risikoreiches Karussell mit Subprime-Krediten für Darlehensnehmer mit schlechter Bonität entwickelt haben. Die Größenordnung des branchenübergreifenden Finanzdesasters wird von einem US-Experten sogar mit einer »Kernschmelze von noch nie dagewesenen Ausmaßen« verglichen.

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Kunden verloren und gewonnen

Der Netzwerkausrüster Alcatel-Lucent hat in einer Ausschreibung Mitbewerber wie Ericsson und Nokia/Siemens ausgestochen und übernimmt nun einzelne Netzgeschäftsbereiche des drittgrößten deutschen Mobilfunkanbieters E-Plus (12,7 Millionen Kunden, Stand Ende 2006). Zum 1. März überträgt E-Plus seinem neuen Outsourcingpartner den Bau, Betrieb und die Wartung des Mobilfunknetzes. Alcatel-Lucent übernimmt im Zuge der Auslagerung rund 750 E-Plus Mitarbeiter.

\"Um unseren Kunden auch langfristig ein Netz auf stetig steigendem Qualitätsniveau bieten zu können, haben wir uns für eine strategische Partnerschaft mit Alcatel-Lucent entschieden“, sagt E-Plus-Technikvorstand Elmar Grasser. Dem Südtiroler ist vor allem die französische Hälfte des neuen Partners keine Unbekannte - während seiner Tätigkeit als Technikleiter bei tele.ring wurde der komplette Netzbetrieb bereits kostensparend von Alcatel betreut.

Jahre später wurde Grasser von E-Plus-Kurzzeitboss Michael Krammer nach Deutschland geholt. Der ehemalige tele.ring-Chef lud auch erfolgreich tele.rings CFO Christian Fuchs in den Vorstand des deutschen Mobilfunkers ein. Für Alcatel-Lucent ist der Deal mehr als ein Trostpflaster. Vor wenigen Monaten trauerte man noch um den Verlust des profitablen Kunden tele.ring aufgrund des Mergers mit T-Mobile. Die alten Connections haben nun aber ein Outsourcingprojekt in x-facher Umsatzhöhe ermöglicht.

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Kfz-Leasing wird den Fuhrparkkauf ablösen

(+) plus: 2006 war kein einfaches Jahr für die Bawag. Dennoch schnitt die Bawag P.S.K. Leasing sehr erfolgreich ab. Worauf führen Sie das zurück?
Rudolf Fric: Wir haben eine außerordentlich gute Zusammenarbeit mit unseren Vertriebspartnern. Die wussten, dass keine einzige Person in unserem Haus mit den Problemen unserer Konzernmutter etwas zu tun hatte. Als Teilkonzern mit eigenem Vertriebspotenzial konnten wir uns hier gut abgrenzen. Zudem ist in unserer Mannschaft eine Art Jetzt-erst-recht-Stimmung aufgekommen. Wir haben auch entgegen vielen Empfehlungen unsere Werbe- und PR-Aktivitäten nicht eingeschränkt, sondern sind auf dem Kurs geblieben, den wir uns für 2006 vorgenommen hatten.

(+) plus: In der Immobiliensparte konnte der Umsatz sogar verdoppelt werden.
Fric: Wir hatten ein sogenanntes Spot-Geschäft - einen großvolumigen Immobilienleasingfall in Wien. Zusätzlich konnten wir eine Zunahme von kleineren Projekten im KMU-Bereich, in der Größenordnung von jeweils unter zehn Millionen Euro, verzeichnen. Hier sehen wir eine steigende Nachfrage.

(+) plus: Sie sind auch Präsident des Verbands österreichischer Leasinggesellschaften. Wie sehen Sie generell den Trend in der Immobilienleasingbranche - wird das nach der Kfz-Branche der nächste boomende Markt?
Fric: Nein. Der österreichische Markt ist von der Anzahl der möglichen Immobilienprojekte her so klein, dass es immer wieder sehr starke Schwankungen geben wird. Solche Spitzenergebnisse im Wachstum sind oft von Einzelprojekten geprägt, dadurch gibt es auch Marktanteilsverschiebungen unter den Mitbewerbern.

(+) plus: Beim Kfz-Leasing ist das Niveau bereits sehr hoch, trotzdem sind offenbar noch immer Zuwächse möglich. Oder ist der Plafond schon erreicht?
Fric: Der Markt wird weiter wachsen, primär vom Firmenkundenbereich und von der öffentlichen Hand getrieben. Wir gehen davon aus, dass im Firmenkundenbereich mittelfristig Leasing den Kauf ablöst - verbunden mit zusätzlichen Leistungen wie Fuhrparkmanagement. Seit einigen Jahren bedient sich auch die öffentliche Hand der Leasingmöglichkeiten und des externen Fuhrparkmanagements. Dieses Potenzial ist enorm und sicher noch nicht völlig ausgeschöpft.

(+) plus: Ist Kfz-Leasing ohne Fuhrparkmanagement überhaupt noch wettbewerbsfähig?
Fric: Ich gebe Ihnen Recht, dass es strategisch in diese Richtung geht. Das sieht man auch an der starken Betonung der Fuhrparkmanagementkomponente in der Softwareentwicklung. Derzeit gibt es noch einen enor­men Nachholbedarf. Der Markt ist bei weitem nicht ausgeschöpft. Wir gehen davon aus, dass erst etwa zwanzig Prozent extern gemanagt sind - und entsprechend groß ist das Einsparungspotenzial.

(+) plus: Welche Bedeutung haben Skurrilitäten wie etwa geleaste Pferde oder Löwen? Geht das über den Publicity-Faktor hinaus?
Fric: In wirtschaftlicher Hinsicht sind diese schillernden Beispiele unbedeutend. Sie zeigen aber die unglaubliche Vielfalt von Investitionsanliegen und sollen dazu anregen, auch bei Investitionen abseits des Autos nach Leasing zu fragen.

(+) plus: In Hinblick auf Basel II ist Leasing auch für Jungunternehmer eine zunehmend interessante Option.
Fric: Wir schauen uns - egal ob als Bank oder Leasinggesellschaft - an, welchen Cash-flow das Unternehmen erwirtschaften wird. Das gilt auch für Jungunternehmer und kleine Betriebe. Die Leistbarkeit ist beim Leasing eher gegeben als beim Kredit, insofern ist Leasing gerade bei Jungunternehmern ein Thema. Aber wir brauchen schon einen Businessplan, um abzusehen, wie sich das Unternehmen voraussichtlich entwickeln wird. Es gibt keine Leasingfinanzierung ohne Bonitätsprüfung. Das ist auch zum Schutz des Kunden.

(+) plus: Was ist dann der Vorteil gegenüber einer herkömmlichen Kreditfinanzierung?Fric: Leasing ist bilanzneutral und schont die für das Bank-Rating so wichtigen Kennzahlen. Und die laufenden Leasingentgelte sind wegen des Restwertansatzes spürbar niedriger als die Raten eines entsprechenden Abstattungskredits. Auch die Abwicklung ist, wie das Beispiel Kfz-Leasing zeigt, wesentlich schneller. Das liegt am Zeitdruck: Der Autohändler hat den Kunden endlich überzeugt, eine Autobestellung zu unterschreiben. Wird nun bei der Finanzierungsfrage Zeit verloren, steht der Kunde auf und sagt, er kommt morgen wieder. Der kommt aber nicht wieder. Und deswegen muss der Ablauf so schnell und einfach wie möglich sein: Der Verkäufer nimmt die Kundendaten, prüft für uns die Identität und die Echtheit der Unterschrift, faxt uns die Unterlagen und innerhalb einer halben Stunde sollte im Normalfall der Vertrag genehmigt und abgewickelt sein. Bei Flottenkunden ist der Zeitdruck nicht ganz so groß, weil das keine Spontankäufe sind. Aber innerhalb von zwei Tagen ist das auch da kein Problem.

(+) plus: Es heißt, in schwachen Wirtschaftsjahren fungiere Leasing als Investitionsmotor. Ist der starke Boom im Leasinggeschäft in den letzten Jahren tatsächlich nur auf die schlechte Konjunktur zurückzuführen?
Fric: Der starke Zuwachs in den Vorjahren hat sicher damit zu tun, dass die Bundesregierung mit der Investitionszuwachsprämie zum Investieren angeregt hat. Und daran konnte Leasing in großem Ausmaß partizipieren. Das war ein Konjunkturtreiber. Es hat dadurch sicher Vorzieheffekte gegeben, die auch heuer noch spürbar sein werden.

(+) plus: Wird das Auslandsgeschäft noch stärker an Bedeutung gewinnen?
Fric: österreich war immer ein absoluter Vorreiter in der Etablierung von Leasinggesellschaften im traditionellen CEE-Raum. Aber die regionale Perspektive geht heute noch wesentlich weiter - nach Russland und noch weiter nach Osten. Unsere internationalen Kunden erwarten, dass wir auch in den Ländern präsent sind, wo sie ihre Perspektiven sehen.

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Keine Angst vor dem Kursrutsch

Nach scharfen Kurseinbrüchen wie Ende Februar schlägt die Anlegerstimmung meist rasch von Hoffnung in Ungewissheit um. Doch wer es versteht, sich mit Hebelprodukten wie Put-Optionsscheinen, Turbo-Futures (short), Mini-Futures (short) oder ähnlichen Instrumenten gegen Kursverluste abzusichern und auf sinkende Kurse zu spekulieren, wird auch in derartigen Börsenphasen ruhig schlafen.

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Fast alles ist möglich

Von Angela Heissenberger

Fuhrpark mit externem Management oder Betriebsgebäude inklusive Objektsuche, Bauaufsicht und Hausverwaltung. Ohne Dienstleistungen und Service geht gar nichts mehr. Zugegeben: Weiße Tiger oder Zirkuselefanten, selbst ganz normale Pferde zählen nicht zum üblichen Tagesgeschäft der Leasinggesellschaften. Doch sie zeigen, was durch diese Finanzierungsvariante alles möglich ist - abseits der Hauptsparten Kfz und Immobilien. In der Luftfahrtbranche ist beispielsweise Sale-and-lease-back von Flugzeugen längst die gängige Finanzierungsform. Und wer hätte gedacht, dass auch einige Frachtschiffe der DDSG geleast sind?
Dennoch assoziiert die Mehrzahl der österreicherInnen den Begriff Leasing mit dem Auto. Noch mehr: Autokauf ohne Leasing ist heute schon fast undenkbar. Jedes dritte Neufahrzeug in österreich ist geleast. Seit 1963 ist die Finanzierung des Familien- oder Firmenfahrzeugs auf Raten bereits auf dem Markt und entsprechend etabliert. »Es ist durchaus üblich, dass man seinem Nachbarn sagt: Ich hab mein Auto geleast«, meint Rudolf Fric, Geschäftsführer der Bawag P.S.K. Leasing. »Das ist nichts Anrüchiges, sondern geschickt und klug. Und es ist argumentierbar, warum es klug ist.«
Neben der niedrigeren monatlichen Belastung sind es vor allem zwei Vorteile: Der Leasingnehmer bekommt einen Neuwagen und hat zumindest für die ersten Jahre die volle Gewährleistung bei Reparaturen. Und es geht schnell: Autokauf und Leasingantrag werden gleich beim Händler erledigt, in einer halben Stunde ist alles unter Dach und Fach. Beim klassischen Bankkredit dauert dagegen schon die Bonitätsprüfung mitunter mehrere Tage, auch wenn die aufgenommene Summe so gering ist, dass sich ohnehin nur ein Gebrauchtwagen ausgeht.

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»Getting Things Done«

Sie verlassen das Büro mit dem Vorhaben, fünf kleine Dinge zu erledigen - ein Rezept beim Apotheker abzuholen, etwas Essen für den Abend einkaufen und, auf dem Weg hinaus, bei Ihrem Kollegen im Erdgeschoß vorbeizuschauen, um zu fragen, was mit der Verabredung nächste Woche ist. So weit alles okay, aber … Auf dem Weg zur Apotheke klingelt das Handy. Ihr Vertriebsmitarbeiter sagt, dass es morgen doch nichts mit dem Termin beim Kunden wird - Termin verschoben auf nächs­ten Mittwoch. Klar, kein Problem. Eigentlich wollen Sie auflegen, aber der Mitarbeiter erzählt noch, wie gut der heutige Termin gelaufen ist. Währenddessen denken Sie nach - was wollte ich noch auf den Weg einkaufen?
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