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Die besten Sager im September

\"Angst zu haben, die falsche Entscheidung zu treffen, bedeutet aber, dass letztlich gar keine Entscheidung getroffen wird, und das ist die größere Gefahr“,
warnt Margit Daxböck, Lead Analyst Ernst \" Young die Telekombranche vor dem Zurückhalten von Investitionen.Diese auch tatsächlich zu tätigen, sei ein wesentlicher Faktor für das stete Wachstum von Content und Datendiensten.

\"Vor zehn Jahren fand tatsächlich eine Revolution in diesem Land statt. Denn mit der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes zog das Handy in unseren Alltag ein und ist heute für uns alle gar nicht mehr wegzudenken“,
resümiert T-Mobile-Chef Georg Pölzl zehn Jahre T-Mobile Austria.

\"Möglich wurde der Siegeszug des Mobiltelefons durch zwei wesentliche Eckpunkte: die immer günstigeren Tarife und attraktiveren Services sowie durch den flächendeckenden Netzausbau“,
so Pölzl weiter.

\"Wir glauben, dass mit dem Beginn dieses Projektes im Spitalsalltag eine neue ära der kommunikativen Möglichkeiten eingeleitet worden ist\",
freuen sich der ärztliche Direktor des St. Anna-Kinderspitals, Univ. Prof. Dr. H. Gadner, und Dr. Reinhard Topf, Leiter der Psychosozialen Gruppe und Projektleiter des St. Anna-Fernsehens über den \"Innovationspreis Interaktive Anwendungen im digitalen Rundfunk\".

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Wettbewerb im Sinkflug

Aufatmend bewegt sich die österreichische Telekombranche auf eine neue Krise zu. Dass die Konsolidierung am Mobilfunkmarkt noch lange nicht zu Ende ist, beweisen derzeit die Verdauungsprobleme, die die übernommene tele.ring T-Mobile bereitet. Der überraschende Abgang von Marketing-Chef Peter Nebenführ nach nur wenigen Tagen im Chefsessel ist symptomatisch für die Probleme der Flamingos mit der Unternehmenskultur des geschluckten Konkurrenten. Ein Großteil der übernommenen IT- und Technikmannschaft hat bereits das Handtuch geworfen, mit Nebenführ ist nun der Allerletzte des alten tele.ring-Managements verschwunden. Noch hält es ihn in österreich, heißt es in der Branche. Ein Wechsel zu E-Plus, der neuen Heimat gestrandeter tele.ring-Führungskräfte unter der ägide Michael Krammers, wird Nebenführ dennoch reizen (bei E-Plus herrscht wiederum Aufruhr, da nicht nur ein österreicher, sondern gleich eine ganze Besatzung der Ruder beim deutschen Mobilfunker übernimmt).

Warum Nebenführ doch wieder die Lust am Regieren verloren hat, ist indes eine alte Geschichte, die stark an eine vergangene übernahme erinnert: max.mobil. Damals wie heute wurden findige und kreative Köpfe mit dem Reporting-Hammer erschlagen. Einem Geschäftsführer in österreich tut es nicht gut, wenn er bei jeder x-beliebigen Idee in Bonn Vorsprache halten darf. Und dort nicht auf Führungsebene wohlgemerkt, sondern Auge in Auge mit den Sachbearbeitern im Marketing.

Die Marke tele.ring, zu deren Fortbestehen bei T-Mobile Diskussionen am Slalomhang gefahren werden, ist paralysiert. Die Konkurrenz reibt sich darüber die Hände. Etwas, von dem man Jahre geglaubt hatte, es sei nicht mehr möglich, ist wieder eingetreten: Kundenwachstum. Die mobilkom und allen voran One grasen die tele-ring-Kundschaft ab - besser: rauben, was nicht niet- und nagelfest ist. Die langjährige Strategie des vierten Mobilfunkers, kaum Wert auf Handsetstützungen (und dadurch lange Vertragsbindungen) zu legen, erweist sich als gefährliches Schlupfloch, das die Churn-Raten in andere Netze nun massiv stützt. Plötzlich zeigt auch wieder One auf, dessen Fehlen einer glaubwürdigen Marktpositionierung zuletzt mehr als dramatisch war. Jener Mobilfunker, der seit Jahren mit der Damoklesschwert des drohenden Verkaufs durch den Eigentümer E.on gezeichnet ist, hat sich mit dem 4:0-Tarif quasi selbst reanimiert. Wo anders verliert man derzeit bis zu 1000 Kunden täglich. One und mobilkom greifen sie auf. Immerhin: Im Geschäftskundenbereich wird T-Mobile auch in Zukunft optimal positioniert sein. T-Mobile-Kunden können europaweit zum Einheitstarif günstig telefonieren. Der große Business-Mitbewerber mobilkom bemüht sich ebenso um günstige Roamingverträge. Noch serviciert aber Vodafone Gespräche in seinen eigenen Kernländern günstiger, als dem kleinen, österreichischen Partner je ermöglicht werden wird.

Und der Festnetzbereich? Der träumt von den goldenen Anfängen der Liberalisierung. Damals war alles auf Aufbruch eingeschworen, seitdem wurde vieles bewegt: die TA hat ordentlich Federn gelassen, profitiert nun aber von der vereinigten Schwäche der Alternativen. Tele2UTA ist am Businessmarkt von der schwedischen Starre befallen, Inode beschäftigt UPC und eTel hat nach zahlreichen Akquisitionen mehr Netze und Produktpaletten, als im Normalfall erträglich. Der Rest ist Lokalkolorit - kein wirklicher Gegner. Für die Festnetzkunden ist dies eine schmerzhafte Erkenntnis: der Wettbewerb ist wieder im Sinkflug.

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Heurige Erkenntnisse

Die Preissituation eskaliert und sollte wieder in normale Bahnen gelenkt werden«, forderte der Präsident des Verbands österreichischer Baumaschinenhändler, Ferdinand Beringer, im Rahmen des traditionellen Mawev-Heurigen. Im ersten Halbjahr hätten die Händler zwar stückmäßig zugelegt, die Erträge würden jedoch »nicht ausreichend« sein, so Beringer. Kurzum: Die Händler sind bereit, tiefer in der Rabattkiste für Bagger, Radlader und Raupen zu wühlen, als ihnen gut tut. Manchen Vertretern der Branche ist das Tun einzelner Anbieter »nicht mehr geheuer«. Namen fallen freilich keine, böse sind jedenfalls immer die anderen, Kleine wie Große. Und das, obwohl die Nachfrage groß ist und die Aussichten auf weitere Steigerungen nicht übel sind. Bis zum Jahr 2008 sollte der für Baumaschinen entscheidende Tiefbau pro Jahr um 2,8 bis 3,1 Prozent zulegen. Profitieren davon werden die Käufer der Geräte, also Baufirmen und Erdbeweger. Diese Berufsgruppen dürfen sich auch über das Engagement der Mawev in Sachen Partikelfilter freuen. »Durch massives Lobbying ist es gelungen, das Land Tirol dazu zu bewegen, einen neuen Verordnungsentwurf für die Partikelfilterpflicht auszuarbeiten«, freut sich Beringer. Warum sich die Händler, denen der Einbau der Filter Geschäft ins Haus bringt, gegen die Pflicht aussprechen, ist mit Logik schwer erklärbar und hängt wohl damit zusammen, dass die Bauinnung bei der Mawev ein wenig mitredet.
Etwas holprig verhält es sich auch mit dem vor wenigen Jahren etablierten Lehrberuf Baumschinentechniker. Das Land Niederösterreich hat viel Geld in die Berufsschule Mistelbach gepumpt um dort eine Art Baumaschinenausbildungsmekka zu schaffen. Mehrere Jahre hindurch haben andere Bundesländer brav ihre Lehrlinge nach Mistelbach geschickt. Diese Harmonie ist nun vorüber. Weil die Lehrlingszahlen insgesamt sinken, sehen es die Landesschulbehörden lieber, wenn die künftigen Baumaschinentechniker in den Berufsschulen der jeweiligen Ländern büffeln. Sie sitzen dann mit Landmaschinentechnikern oder auch KFZ-Technikern in einer Klasse. Ausbildungsbetriebe, die Mistelbach die Stange halten, arbeiten unterdessen mit einem Trick. Sie melden ihre Lehrlinge an einem Standort in Niederösterreich an, obwohl die Jungs tatsächlich in Oberösterreich oder der Steiermark schrauben. Das ermöglicht den Schulbesuch in Mistelbach.
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Wenn Bullen bauen

Offiziell gibt es die Adresse »Am Brunnen« im Ortsplan von Fuschl am See nicht. Und dennoch herrscht dort im Moment an der Hausnummer 1 reges Treiben. Die dort ansässige Red-Bull-Zentrale wird erweitert. Von weitem sieht man drei Kräne und auch die Baufahrzeuge fahren nicht in Tunneln. Dennoch mag es der Oberflügler Dietrich Mateschitz nicht, wenn sein aktuelles Projekt in der Zeitung steht. »Wir geben dazu keine Informationen«, teilt eine Sprecherin mit. Wie groß und spektakulär der neue Büro- und Garagentrakt wird, bleibt also vorerst in der Dose. Als Baufirma ist jedenfalls die Strabag am Werken. Und wenn sich jemand erfrecht, ein Bild vom Anwesen zu knipsen, kommt ein Herr mit großem Hund. Was mitunter auch Flügel verleiht.
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Konstant per Hand

Schwankungen in der Stromstärke können zu änderungen der Lichtbogenlänge führen, was wiederum qualitativ schlechtere Schweißergebnisse zur Folge hat. Für einen konstanten Lichtbogen können Geräte mit resonanter Intelligenz sorgen. Bislang stand dieses von Fronius entwickelte und patentierte Verfahren nur für die einphasige Transpocket 1500 zur Verfügung. Jetzt ist es Fronius gelungen, zwei dreiphasige Systeme mit dieser Technik auszustatten: die Transpocket 2500 und die Transpocket 3500.
So einfach die Funktionsweise klingt, so schwierig gestaltete sich die Umsetzung. Aufgabe der resonanten Intelligenz ist es, unerwünschte Nebenwirkungen von Spannungsschwankungen zu vermeiden. Der Resonanzinverter erzeugt eine Wechselwirkung zwischen Schweißtrafo und Kondensator. Trafo und Kondensator laden sich wechselseitig auf. Damit kann der Kondensator ebenfalls Energiespeicherfunktionen übernehmen und Leistungsreserven schaffen, die dem Lichtbogen bei Bedarf zur Verfügung stehen.
Der Schweißstrombereich der dreiphasigen Transpocket 2500 reicht bis 250 A und der der Transpocket 3500 bis 350 A. Zusätzliche Funktionen wie Soft-Start, Hot-Start und Anti-Stick sollen die Schweißeigenschaften ergänzen und den Arbeitskomfort erhöhen
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Hot Dry Rock

Alternativen zu öl und Gas sind heiß begehrt. Die Geothermie bzw. Erdwärme bietet nach menschlichem Ermessen ein beinahe unerschöpfliches Potenzial an regenerativer Energie. Genützt wird dieses Potenzial allerdings noch relativ spärlich, wenn, dann in Ländern, die über vulkanisch aktive Gebiete und natürliche Heißwasservorkommen verfügen. Aber auch Länder ohne diese geologischen Besonderheiten bieten Möglichkeiten, aus der Erdwärme Energie zu gewinnen. Mit Hilfe des Hot-Dry-Rock Verfahrens soll die vorhandene natürliche Erdwärme an der Erdoberfläche genutzt werden können. Zu diesem Zweck wird das heiße Gestein in der Tiefe über Bohrungen erschlossen. über diese so genannte Injektionsbohrung wird Wasser in die Tiefe befördert, wo es sich im Kontakt mit dem Umgebungsgestein erwärmt. über ein natürliches oder künstlich erzeugtes Kluftnetz strömen Wasser und Wasserdampf einer zweiten Bohrung zu, werden nach oben geleitet und im Rahmen der Re-Injektion einem Kraftwerk zugeführt. Die so gewonnen Energie kann im Kraftwerk eine Turbine zur Stromerzeugung antreiben oder als Fernwärme genutzt werden.
Diese saubere Form der Energie will sich auch die Ruhr-Universität in Bochum zu Nutze machen. Nach einer positiven Machbarkeitsstudie hätten die Bohrungen mittlerweile schon beginnen sollen, erzählt Karl Grosse, Geschäftsführer von Rubitec, der Gesellschaft für Innovation und Technologie der Ruhr-Universität Bochum. Woran es sich jetzt noch spießt, ist das liebe Geld. Derzeit werden noch abschließende Gespräche zur Finanzierung geführt, ein Ende und damit grünes licht soll aber schon absehbar sein. Ziel des Projektes ist es, die Grundlastversorgung der Ruhr-Universität Bochum, der Fachhochschule Bochum und der benachbarten Universitätswohnstadt abzudecken. Das entspricht laut Grosse rund 20 Prozent des gesamten Energieverbrauchs. Im Sommer soll sogar das gesamte Heizverbrauch durch das Hot Dry Rock-Verfahren abgedeckt werden können.
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Organisiertes Handeln

Wir haben einen Wanderzirkus, ich bin der Direktor«, sagt Walter Handler, Seniorchef der Firma Ing. W. P. Handler BaugesmbH in Bad Schönau. Er ist seit 44 Jahren als Baumeister und Zimmermeister im Geschäft. Begonnen hat der passionierte Motorradfahrer 1962 mit zwei Maurern und einem Helfer. Damals betrieb sein Vater eine im Jahr 1862 gegründete Zimmerei und ein Sägewerk. Der Sohn integrierte den väterlichen Betrieb erst zehn Jahre später. Handler arbeitete sich in der Buckligen Welt im Umkreis des Firmensitzes hoch. In den Siebzigerjahren beschäftigte das Unternehmen zwischen dreißig und fünfzig Mitarbeiter. Zu dieser Zeit zog es Handler ins neunzig Kilometer entfernte Wien. »Ich sah vor rund zwanzig Jahren in der Stadtsanierung großes Potenzial«, erklärt der Unternehmer. Ein Umbau im Hotel Sacher war einer seiner ersten Aufträge in der Bundeshauptstadt. Auch für den Vater von Do&Co-Chef Attila Dogudan schickte Handler seinerzeit Maurer nach Wien. Heute macht Handlerbau mit seinen rund 300 Mitarbeitern einen Umsatz von rund fünfzig Millionen Euro, etwa sechzig Prozent davon in Wien. Nachdem das Unternehmen vielfach als Generalunternehmer tätig ist, werden rund dreißig Millionen Umsatz an Subunternehmer weitergegeben.
Trotzdem donnern täglich Dutzende Firmenfahrzeuge über die A 2, um Arbeiter und Material auf die Baustellen zu bringen. Arbeitsbeginn dort ist sieben Uhr. Auf dem weitläufigen Firmengelände starten die Aktivitäten bereits zwei Stunden früher, wenn Bauherrn und Architekten noch den Schlaf der Gerechten schlafen.
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Treppensteigen

Die Maba Fertigteilindustrie hat ihr Treppenprogramm und die Abläufe rund um Fertigtreppen überarbeitet. Die Produktionskapazität wurde um 35 Prozent erweitert, die Planung gestrafft. Für gerade Treppen hält das Unternehmen eine umfassende Typenstatik bereit. Die 3D-CAD-Konstruktion entnimmt die Bewehrung vollautomatisch aus dem Typenkatalog und leitet sie an den Bewehrungsautomaten weiter. Der Auftraggeber liefert Schalungspläne, Belastungsangaben und Belagsaufbau. Neben geraden Treppen bietet die Maba auch eine Vielzahl an Winkel- und Wendeltreppen, bei Ersteren hält das Unternehmen 69 Grundtypen bereit, Wendeltreppen werden in zehn Haupttypen zu je zwanzig Untertypen geboten.
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Hitze macht Druck

Warum besorgen die EVN und Wien Ener­gie der Verbund-Tochter APS mittels Unterlassungsklage das Marketing? Das war ein Gedanke, der sich nach Bekanntwerden der Klage förmlich aufdrängte. So dürfe man das nicht sehen, meinte ein Eingeweihter, der sich des Sieges sicher war. Schließlich habe die Energie-Allianz-Tochter Switch seinerzeit schon ein ähnliches Verfahren verloren und sei somit der Sieg in greifbarer Nähe. Bei Gericht beantragt wurde, dem Verbund Preisvergleiche zu untersagen, die sich nicht auf die Gesamtkosten beziehen. Der Energiekos­tenvergleich erwecke den irreführenden Eindruck, dass sich der Kunde bei einem Lieferantenwechsel wesentlich mehr an den »Gesamtenergiekosten« erspare als tatsächlich zutreffe, argumentieren EVN und Wien Energie. Weiters soll der Verbund künftig die Werbebehauptung »Sauberer Strom. Sauberer Preis« nicht mehr aufstellen dürfen. Was an diesem Slogan schlecht sein soll, wissen vermutlich nicht einmal die Marketingabteilungen von EVN oder Wien Energie. Sie selbst halten für umweltbewusste Kunden dynamische Angebote wie »NaturStrom« und »Optima Wasserkraft« bereit. Der Verbundchef Hans Haider gab sich nach Bekanntwerden der Klage betont gelassen: »Wir lassen uns gerne gerichtlich bestätigen, dass die Verbund-Energiepreise die günstigsten in österreich sind«, so Haider. Was so ähnlich auch geschah.

Die Entscheidung des Wiener Handelsgerichts ließ nämlich nicht lange auf sich warten. EVN und Wien Energie haben die Verbund-Tochter besiegt. Ob die Manager in Wien und Groß Enzersdorf darauf angestoßen haben, ist nicht überliefert. Wenn sie es getan haben, dann jedenfalls verfrüht. Der Verbund entwickelte zuletzt nämlich eine ziemlich ausgeprägte Flexibilität, was seine Werbesujets betrifft. »Günstiger Strom gehört verboten«, war da groß zu lesen und darunter in Klammer: »meinen zumindest EVN und Wien Energie.« Ein Slogan, der demnächst so ähnlich auch im TV zu sehen sein wird.

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Hightech - Solarboot im Einsatz

Läuft alles wie geplant, soll das Boot an der amerikanischen Küste entlang nach New York fahren, wo es nach rund 7.000 Seemeilen im Frühling 2007 erwartet wird. Den Projektverantwortlichen zufolge will man mit der Aktion zeigen, dass die Zeit für den Einsatz erneuerbarer Energieträger auch in der Schifffahrt reif ist.

\"Was die Energieversorgung betrifft, stehen wir vor der größten Herausforderung, die es je gegeben hat. An einer Umstellung hin zu erneuerbaren Energieträgern wird kein Weg vorbeiführen\", meint Martin Vosseler, einer der Projektinitiatoren und Präsident von Transatlantic21. Mit dem solarbetriebenen Boot wolle man zeigen, dass die Technik längst reif für diesen Umstieg sei und auch einer praktischen Umsetzung im Prinzip nichts im Wege stehe. Vosseler zufolge könnten bereits jetzt ein Großteil der zunehmenden Gütertransporte und der Freizeitboote mit erneuerbarer Sonnenenergie betrieben werden.

Für den Bau des Hightech-Katamarans zeichnet die Firma MW-Line verantwortlich, dessen Geschäftsführer Mark Wüst bereits für die Expo 2002 funktionsfähige Solarkatamarane entwickelt hat. Der Bau des mit Solarzellen, Batterien und Elektromotoren ausgerüsteten Katamarans, der für den Weltrekordversuch vorgesehen ist, ist bereits abgeschlossen. Das Solarschiff ist 14 Meter lang und sechs Meter breit und integriert eine 13 mal 6,5 Meter große Solarpanelfläche. Die Leistung der Module beträgt zehn Kilowatt und soll zwei kleine Elektromotoren sowie die ebenfalls integrierten Batterien mit Energie versorgen. Das Fassungsvermögen beträgt fünf bis sechs Personen für die überfahrt. In Küstennähe sollen rund 20 Gäste zusätzlich an Board genommen werden. Die Reisgeschwindigkeit gab MW-Line mit sechs Knoten pro Stunde (zwölf km/h) an.

\"Neben dem genialen Prinzip der Photovoltaik, eine unerschöpfliche Energiequelle anzuzapfen, ist vor allem die Wirkungseffizienz zukunftsweisend\", ist Vosseler überzeugt. So betrage der Wirkungsgrad der verwendeten Elektromotoren zwischen 80 und 90 Prozent im Vergleich zu herkömmlich eingesetzten Benzinvergasern, die es gerade einmal auf zehn bis 20 Prozent brächten. Auch die Kostenfrage wollen die Projektverantwortlichen nicht als Argument gelten lassen. Mit den voraussichtlich rund 700.000 Franken, die für die Herstellung veranschlagt wurden, bewege man sich genau im Rahmen herkömmlichen Schiffbaus. Auch müssten die billigeren Unterhaltskosten berücksichtigt werden, da Treibstoffkosten komplett wegfallen würden, so Vosseler.

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