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Kraftwerk Molkerei

Die Anlage wird mit Molke und molkeähnlichen Stoffen sowie Spülwässern betrieben, die bisher entsorgt werden mussten. Der erzeugte Strom soll ins öffentliche Netz eingespeist werden, die Abwärme zur Gänze im Produktionsbetrieb genützt werden. Damit sollen pro Jahr zirka 2000 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Die Molke-Biogasanlage wurde von dem Unternehmen gemeinsam mit dem Beratungs­unternehmen Gradient process technology GmbH in zweijähriger Arbeit entwickelt und zusammen mit Herstellern konventioneller Biogasanlagen realisiert. Das »Verfahren und die Vorrichtung zum Umwandeln und Verwerten von Nebenprodukten der Milch verarbeitenden Industrie« wurde zum Patent angemeldet.
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Skype Hype

Die Erfinder des Filesharing-Netzes Kazaa, Niklas Zennström und Janus Friis, haben ihr Wissen zum Thema Datenaustausch genutzt, um Sprache zu übertragen. Heraus gekommen ist die wohl einzigartige Software Skype: Ein kostenlos erhältliches und einfaches Programm, mit dem man, unter Zuhilfenahme überlegener Peer-to-Peer Software der nächsten Generation, im Handumdrehen gebührenfrei Gespräche in die ganze Welt führen kann. Es lässt sich schnell und leicht installieren: Einfach herunterladen, registrieren und schon kann’s losgehen. Skype-Anrufe weisen eine hervorragende Sprachqualität auf und sind durch Verschlüsselung während der gesamten übertragung sehr sicher. Ab und zu brechen die Gespräche zwar ab, aber das nimmt man in Kauf, wenn man bedenkt was man sich erspart.

Weiteres \"Feature“ der Software: Skype \"bohrt“ sich durch fast jedes Netzwerk hindurch. Probleme mit denen herkömmliche VoIP-Software-Pakete zu kämpfen haben, also Netzwerk-Router oder Firewalls, hält Skype nicht auf.
Skype ist in verschiedenen Sprachen verfügbar und ist das sich weltweit am schnellsten ausbreitende Angebot für Sprachkommunikation. Seit seiner Einführung im August 2003 wurde Skype laut Hersteller bisher über 70 Millionen Mal herunter geladen, etwa sieben Millionen User sollen Skype regelmäßig benutzen.
über eine kostenpflichtige Funktion die sich Skype-Out nennt, kann man mit der Skype-Software auch auf herkömmlichen Telefon-Apparaten anrufen. In der Regel kostet dieser Dienst ca. 1 Cent pro Minute. Die so genannte Skype-IN-Funktion, also aus dem Festnetz angerufen zu werden, ist in Vorbereitung.

Skype-Hardware
Um störungsfrei mit Skype zu kommunizieren benötigt man ein Headset, also eine Mikrofon/Kopfhörer-Kombination. Damit kann man Rückkopplungen ausschließen. Die nächste Stufe sind günstige USB-Telefone, die mittels Software Skype-fähig gemacht werden. Damit bekommt man das gute, alte \"Telefonfeeling“, aber eben über Skype.

Skype kooperiert mittlerweile schon mit einigen namhaften Herstellern wie Motorola oder Siemens. Die Firma Siemens war übrigens ein Vorreiter in Sachen drahtloser Skype-Kommunikation. Der USB-Dongle M34 ist ein USB-Dect-Adapter, der die Verbindung zwischen speziellen Siemens-Gigaset-Endgeräten und Skype herstellt. Die Software ist sehr einfach zu installieren, und macht komfortabeles, drahloses Kommunizieren möglich. Aber auch Handys soll es in Zukunft schon mit vorinstallierter Skype-Software geben.

Zahlreiche Features
Auf der Webseite von Skype gibt es unzählige Links von weltweiten Skype-Usern, die Plauder-Partner suchen. Dort kann man sich natürlich auch eintragen um neue \"Freunde“ zu finden. \"Skype Me“ heißt dann die Devise. Natürlich gibt es auch die ersten Single-Börsen über Skype. Ein umfangreiches Verzeichnis findet sich zum Beispiel bei Skype Flirt. Ein Anrufbeantworter von Pamela-Systems ermöglicht nicht nur Sprachaufzeichnungen in Skype-Qualität, das Programm kann auch auf Text-Messages antworten. Von Pamela gibt es eine kostenlose und eine kostenpflichtige Version. Sie unterscheiden sich im Funktionsumfang und in der Dauer der Aufzeichnungs-Zeit von Anrufen. So kann die kostenlose Version Anrufe bis drei Minuten Länge aufnehmen, die kostenpflichtige Version bis zu 30 Minuten. Darüber hinaus kann die Kaufversion einem Anrufer auch eine Bestätigung an den Anrufer schicken, dass der Anruf aufgezeichnet wurde.

Gratis-SMS
Skype zielt nun auch auf einen weiteren lukrativen Markt der Telekom: SMS. Der seit einigen Wochen mögliche Einweg-SMS-Verkehr vom Handy an Computer mit Skype-Software wird bereits erweitert. Der SMS-Verkehr vom Rechner auf das Handy soll ebenfalls gratis sein, meldet der Branchendienst RCR-Wireless.über die Chat-Funktion der populären Skype-Software lassen sich vom Rechner demnächst SMS auf Handys weltweit verschicken. Dieser Zusatzservice zur soll gratis sein.

Internetanbieter rüsten auf
Natürlich ist auch bei den Internetprovidern die Zeit nicht stehen geblieben. Armdicke Glasfaserkabel sorgen dafür, dass weltweit genug Kapazität für IP-Telefonie zur Verfügung steht. Folge: In den USA läuft bereits jedes achte Telefongespräch über das Internet, in China wird mehr als jedes zweite Ferngespräch schon via Internetleitung übertragen.
Auch in österreich wächst die Userzahl. Für Privatkunden gibt es in österreich derzeit von Inode ein Angebot : mit inode iTalk VoIP können Kunden ab 9,50 Euro Grundgebühr über Ihre DSL-Leitung surfen und günstig in die ganze Welt telefonieren. Innerhalb des Inode-Netzes sogar kostenlos! Zum Telefonieren braucht man dazu nur einen Adapter, der zwischen DSL-Modem und Telefon geschaltet wird. Das Gerät wird gegen Kaution gratis ausgeborgt, und das alte Telefon kann weiter benutzt werden. Sogar die alte Telefonnummer kann mitgenommen werden.

Im UPC Konzern wurden bereits im vergangenen Jahr erfolgreiche VoIP-Feldversuche in Holland und Ungarn durchgeführt. Laut Doris Lenhardt überlegt UPC in österreich daher ebenfalls, ein IP-Telefonie Produkt einzuführen, das unabhängig vom Internet-Anschluss mit dem gewohnten Telefonapparat funktionieren wird. \"Unser Produkt wird sich von der herkömmlichen IP-Telefonie durch bessere Sprachqualität und höhere Verfügbarkeit unterscheiden.“

Für Telekom Austria mit seinen fast drei Millionen Festnetzanschlüssen wächst hier eine echte Bedrohung heran. Auch wenn die TA das selber noch eher gelassen sieht. \" Wir beobachten den Markt, denken aber zurzeit nicht daran, mit einem eigenen Produkt auf den Markt zu kommen,\" so Alexander Kleedorfer von TA, die \"derzeit noch keinen Bedarf sieht“. Man wird sehen was die Zukunft bringt, denn auch wenn die Telefonie über das Internet noch in den Kinderschuhen steckt, könnte sie nach Einschätzung von Branchenexperten langfristig die herkömmliche Telefontechnik ablösen. Und gerade Skype wird diese Entwicklung vorantreiben.

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Netzwerk europäischer Förderbanken

\"Mit der Vollmitgliedschaft in diesem Netzwerk konnte die aws ihre internationale Positionierung im Dienste der österreichischen Wirtschaft ausbauen\", kommentiert Matthias Bischof, Bereichsleiter für internationale Agenden der aws, den Beitritt. Die Zielsetzung des Netzwerks europäischer Förderbanken sei neben dem ständigen Benchmarking zwischen den europäischen Förderbanken (NEFI) auch und vor allem die Teilnahme an europäischen Diskussionsprozessen, um auch für die Zukunft eine effiziente Unternehmensförderung in Europa sicher zu stellen. Dabei ginge es, so Bischof, vor allem darum, den Bedürfnissen von kleinen und mittleren Unternehmen bei der Kommission Gehör zu verschaffen und regionale Erfordernisse in den Mitgliedsländern in den Diskussionsprozess über Förderungen einzubringen. Die NEFI-Partner und die NEFI als Organisation haben bei der Kommission einen ausgezeichneten Ruf.

Aktuell ist die aws - nicht zuletzt über NEFI und über ihr eigenes Brüssler Büro - in die Gestaltung der ab 2007 geltenden, neuen Förderrichtlinien der EU eingebunden. In dieser Funktion ist die aws bemüht, die Anliegen der österreichischen Unternehmen im Rahmen der europäischen Förderregeln so weit wie möglich einfliessen zu lassen. Neben NEFI ist die aws auch Mitglied im Verband europäischer Bürgschaftsbanken, bei der Weltbank und bei weiteren internationalen Organisationen.

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Von nun an gehts bergab

Nach Berechnungen von Gartner sinkt das Volumen der weltweiten Investitionen in die Chipausrüstung in diesem Jahr gegenüber 2004 um 11,6 Prozent auf 33,2 Milliarden Dollar. 2004 war dagegen ein Plus von 64,2 Prozent auf 37,6 Milliarden Dollar verzeichnet worden.

\"Obwohl 2005 klar ersichtlich der nächste zyklische Abschwung beginnt, erwarten wir keine Wiederholung vergangener Zyklen\", sagte Gartner-Analyst Klaus Rinnen. Dieser Zyklus werde milder ausfallen, so Rinnen. Die Chipausrüster-Branche sei in ihrem Kapazitätsausbau während der Boomphase im vergangenen Jahr leicht über das Ziel hinaus geschossen und pausiere nun, bis das Wachstum in der Halbleiterbranche im Jahr 2007 wieder anziehe.

Im kommenden Jahr wird das Investitionsvolumen der Chipbranche laut Gartner folgerichtig um 6,5 Prozent nachgeben, soll sich aber bereits im Jahr 2007 wieder erholen und dann um 16,6 Prozent auf 36,2 Milliarden Dollar klettern. Noch im Dezember 2004 hatte Gartner den Chipausrüstern weit düsterere Aussichten prophezeit und für das Jahr 2005 einen Rückgang des Investitionsvolumen um satte 15,3 Prozent in Aussicht gestellt

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Mehr Transparenz

Report: Eine allgemeine Frage zum Einstieg. Wie geht es der forschenden pharmazeutischen Industrie in österreich?
Sauermann: Lassen Sie mich ebenso allgemein antworten. Das Gesundheitssystem in österreich ist gut. Aber wir stehen an der Kippe und haben mit dem Problem zu kämpfen, dass innovative Medikamente im Vergleich zur EU in österreich auf zahlreiche Markthemmnisse treffen. Es gibt zu wenig Initiativen, um Innovationen zu fördern.

Welche Hemmnisse sprechen Sie konkret an?
Wir haben mit mehreren Problemen zu kämpfen. Das ist zum einen die Monopolstellung der österreichischen Krankenkassen, die es für innovative Unternehmen und neue Medikamente sehr schwierig macht, ins System aufgenommen zu werden. Und zum anderen gibt es immer noch restriktive Maßnahmen gegen Unternehmen, die an innovativen Medikamenten forschen.

Welche Restriktionen sind das?
Etwa das Boxenmodell. Seit es das Boxenmodell in österreich gibt, sind in der grünen Box, die die frei verschreibbaren Präparate enthält, hauptsächlich Generika zu finden. Innovative Medikamente befinden sich hingegen meist in der gelben Box und sind damit chefarztpflichtig.

Stichwort Generika. Generika werden immer wieder als entscheidender Sparfaktor im Gesundheitssystem gesehen. Wie sehen Sie diese Diskussion und welche Vor- und Nachteile haben Generika?
Hier gilt es genau zu unterscheiden. Die Diskussion läuft teilweise auf einer sehr polemischen Art und Weise ab. Wenn man bedenkt, dass Arzneimittel nur rund zwölf Prozent der gesamten Gesundheitskosten ausmachen, dann ist es offensichtlich, dass der Einsatz von Generika die Probleme im Gesundheitswesen nicht lösen wird. Aber ich möchte auch festhalten, dass Generika sicher eine Alternative darstellen. Durch den sinnvollen Einsatz von Generika kann Geld gespart werden. Geld, das wiederum für die Forschung eingesetzt werden kann.

Was sind Ihre Forderungen?
Wir wollen ganz einfach mehr Transparenz im österreichischen Gesundheitswesen. Dazu zähle ich auch das Bewusstsein, dass innovative Medikamente eine positive Auswirkung auf Folge- und Therapiekosten haben. Neue, innovative Medikamente helfen durch eine Verkürzung der Therapiedauer und eine raschere Genesung, Geld zu sparen. Wenn ich einen Euro in die Pneumokokkenimpfung investiere, spare ich zwei Euro bei Folge- und Therapiekosten.

Wo liegt das Problem?
Das größte Problem ist das gedeckelte Budget. Im österreichischen Gesundheitssystem gibt es zwei Kostensilos. Wenn neue, innovative Arzneimittel hohe Kosten verursachen, bedeutet das Kosten für die Krankenkassen. Die Krankenkassen haben aber nur einen geringen Benefit, wenn auf Grund dieser Arzneimittel weniger Leute ins Spital müssen. Das ist das Problem: Wir brauchen in österreich eine Gesamtbetrachtung des Gesundheitssystems. Das heißt auch, dass die bereits begonnene Gesundheitsreform auf jeden Fall weitergeführt werden muss.

Im Innovationswettbewerb mit den USA und Asien hat Europa einen schweren Stand...
Europa hat nicht nur einen schweren Stand, sondern wir sind sogar deutlich im Hintertreffen. Deshalb unterstützen wir auch die Forschungserweiterung der Europäischen Kommission im Gesundheitsbereich. Dabei darf es aber nicht nur um die Unterstützung des Forschungsstandortes gehen, sondern auch um eine Forcierung des Marktplatzes Europa. Denn geforscht wird nur dort, wo es für das Forschungsergebnis auch einen Markt gibt. Und auch nur dorthin werden in Zukunft Forschungsgelder fließen. Es muss einen Raum für innovative Arzneimittel geben und auch einen Zugang zu diesen Innovationen.

Die Pharmaindustrie hat in der öffentlichkeit immer wieder mit Imageproblemen zu kämpfen. Worauf führen Sie das zurück?
Wir haben es verabsäumt, das Bild in der öffentlichkeit zu Recht zu rücken. Die Pharmazie ist ja eine Branche, die mit keiner anderen zu vergleichen ist. Ein Medikament muss zu 100 Prozent wirken und soll dabei am besten auch noch gratis sein. Wenn man ein Auto kauft und es macht Probleme, dann bringt man es in die Werkstatt. In unserer Branche ist das anders. Da muss einfach immer alles passen. Was wir brauchen, ist ein realistischeres Bild in der öffentlichkeit.

Wie sieht dieses realistische Bild aus?
Wir forschen, wir entwickeln und wir verkaufen. Damit verdienen wir natürlich auch Geld. Dieses Geld können wir wiederum in die Forschung investieren. Die Pharmazie ist eine sehr wettbewerbsintensive und risikoreiche Industrie. Der Weg zur Marktreife ist lang und teuer. Die tief hängenden Trauben in der Pharmazie wurden bereits in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gepflückt. Es ist also logisch, dass die Kosten jetzt steigen. Nach zehn Jahren verfügt ein Unternehmen im Schnitt über lediglich zwei innovative Medikamente, die noch dazu mit hohen Kosten verbunden sind. Natürlich gibt es einen Patentschutz, aber dieser Patentschutz ist ja kein Wettbewerbsschutz. Das beste Patent kann nicht verhindern, dass verschiedene Unternehmen an ähnlichen Wirkstoffen forschen. Um dieses Bild geht es mir: Wir sind eine sehr risikoreiche, aber eben auch sehr innovationsträchtige Branche. Das heißt, auch in Zukunft muss der Fokus auf innovativen Medikamenten liegen, aber dafür müssen eben auch die Rahmenbedingungen stimmen.

Herr Sauermann, vielen Dank für das Gespräch!

Zur Person
Mag. Christoph Sauermann ist Geschäftsführer von Wyeth Austria. Zuvor bekleidete er verschiedene leitende Positionen im Produktmanagement und Marketing, unter anderem auch mit Zuständigkeit für Osteuropa. Seit September 2005 ist Sauermann Vizepräsident des Forums der Forschenden Pharmazeutischen Industrie, einem Zusammenschluss von forschungsorientierten internationalen Unternehmen der Pharmabranche in österreich. Seine Hauptaufgabe sieht er darin, den Nutzen innovativer Arzneimittel für jeden betroffenen Patienten, aber auch für das Gesundheitswesen insgesamt transparent zu machen.

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Aktives Gerüst

Das Ergebnis nach rund zwei Jahren Forschung: \"Wir kennen die Ursache der gebrochenen Glasscheiben nicht, die Gutachten brachten widersprüchliche Aussagen“, erklärt ein Sprecher. Jetzt wird noch ein Gutachten erstellt. Ein Ausstausch der gesamten Fassade wird von IBM definitiv ausgeschlossen. Die gute Nachricht für Stadtästheten: egal was herauskommt, das hässliche Gerüst soll Mitte des Jahres entfernt werden.
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Strategiespiele

Abfall wird immer mehr zur Ressource«, erklärt der Chef der oberösterreichischen Energie AG Leo Windtner anlässlich der Halbjahresbilanzkonferenz. Der Konzern ist neben der Energieerzeugung und -verteilung ziemlich dick im Geschäft mit Müll und Entsorgung. Ein Drittel des Umsatzes von den für das laufende Jahr prognostizierten 1,065 Milliarden Euro stammt aus Aktivitäten abseits von Strom und Wärme. Was die Zukunft der Energie AG betrifft, ist Windtner nach dem Ausstieg aus der Energie Allianz für alles offen. Denkbar sei sowohl ein Gang an die Börse oder der Einsteig eines Finanzinvestors. Eilig hat es der Manager nicht: »Zwei bis drei Jahre Standalone sind denkbar«, sagt er. Auf Dauer würde diese Lösung aber in einem »Dahinwurschteln« enden, wie Windtner es ausdrückt. Derzeit prüfe man alle vorhandenen Optionen, darunter auch die Kooperation mit der Tiwag, simultan. Eine Entscheidung über ein Zusammengehen mit den Tirolern sollte noch vor dem Sommer fallen. Neben den Strategiespielen um Partner wird der Konzern gegenwärtig total umgebaut. Windtner präferiert eine Holdingstruktur, auch um »die Ziffern zu pushen«. Das sei aufgrund des raschen Wachstums der Gruppe erforderlich. Derzeit sei man dabei, den Aktionsradius auf die Ukraine und Rumänien auszudehnen.
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Neue Stadtentwickler

Sie folgen Thomas Jakoubek nach, der als Geschäftsführer zurücktritt. Mutz ist bereits seit 2001 Direktor der Messe- und Betriebs GesmbH, die ebenso im Besitz der WSE steht wie die für Planung und Entwicklung des ehemaligen Schlachthofs in Erdberg zuständige Immobilienentwicklung St. Marx Gmbh und die für die Entwicklung der Muthgasse zuständige Gesellschaft, die Mutz und Herwei nun ebenfalls leiten.
Geschäftsführerin der Wien Holding ist, neben dem seit 2002 tätigen Peter Hanke, seit Oktober 2004 Brigitte Jilka, die ehemalige Leiterin der für Stadtplanung zuständigen Magistratsabteilung 18. Deren Leitung hat ihr ehemaliger Stellvertreter Karl Glotter inne. Der zurückgetretene Geschäftsführer Thomas Jakoubek bleibt Vorstand der auf der Donauplatte tätigen WED sowie der zur Bank Austria-Privatstiftung gehörenden Immobilien Holding und deren Tochter BAI.
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USA: Neue TV-Technologien noch unrentabel

Die Deadline für die Umstellung von analoges auf Digital-TV in den USA bis zum 31. Dezember 2006 ist nach Einschätzung der führenden Medienkonzerne Walt Disney, NBC Universal, News Corp. und Time Warner zu früh angesetzt. Zu diesem Schluss kamen Vertreter dieser Unternehmen bei der in San Francisco zu Ende gegangenen Konferenz der National Cable & Telecommunications Association (NCTA). Als Grund wurde die kostenaufwändige Umstellung auf digitale Aufnahmetechnik angeführt.

Der Mauskonzern Disney hat für die Umstellung laut eigenen Angaben bereits 100 Millionen Dollar, NBC Universal sogar über 200 Millionen Dollar ausgegeben. Ungewiss ist indes die Zukunft digitaler Videorekorder (DVR). Die Konsumenten werden ohne Zweifel ihren Gefallen an den neuen Möglichkeiten dieses technischen Wundergeräts finden. Das sieht die Medien- und Werbeindustrie natürlich anders, kann der Konsument mit DVR doch Werbung einfach umgehen. \"Wir werden DVRs nicht leiden können, aber wir sollten uns lieber darauf einstellen damit zu leben und davon zu profitieren\", meint Peter Chernin, Vorsitzender von News Corp. NBC-Mitarbeiter Bob Wright hingegen ist sich gar nicht so sicher ob die Ausblendung von Werbung mit DVR erlaubt sein wird.

Besprochen wurde auch die Rolle aktueller und zukünftiger Technologien im Fernsehbusiness. über den bedeutenden Einfluss neuer Technologien waren sich die Medienexperten ebenso einig wie darüber, dass der derzeitige Goldesel noch immer die DVD sei. High Definition TV (HDTV) könnte von entscheidender Bedeutung für die Bekämpfung der Verbreitung illegaler Kopien sein. HDTV bietet nicht nur eine bessere Bildqualität, sondern erschwert auch das Kopieren von Fernsehinhalten und deren Verbreitung über das Internet.

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Vorsorge für Politik

»Es wird zu Crashs kommen. Wir arbeiten jetzt intensiv daran, der Politik Instrumente zu reichen, um dies in Zukunft zu vermeiden«, erklärt Alfons Metzger, Immobilienbewerter und Präsident des Institutes für Immobilienbewertung und Bewertungsstandards. Die Bewertung von Immobilien in Europa würde vielfach zu leger gehandhabt. Er kritisiert, dass es nach wie vor Usus sei, dass sich Banken reihenweise Bewertungsexperten heranbilden, die letztlich die eigenen Projekte bewerten. Es gäbe immer noch geradezu wahnwitzige Gutachten, die Gebäuden in wenigen Worten einen Wert von mehreren hundert Millionen Euro zuschreiben, so Metzger. Mit der überwälzung der Pensionsvorsorge auf Private sei dies auch ein politisches Problem. Viele Pensionsfonds seien in Immobilien investiert. Kommt es zu Abwertungen, gehen im schlimmsten Fall Teile der Pensionsbeiträge einer ganzen Generation verloren.
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