Strom mit Hirn
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Die Energienetze der Zukunft sollen intelligent, automatisiert und kommunikationsfreudig sein.
Viele Möglichkeiten sind noch Vision. Doch langsam nimmt der schillernde Begriff »Smart Grids« Gestalt an.
Es ist drei Uhr nachts, das Haus stockdunkel und seine Bewohner in tiefem Schlaf versunken. Totenstille vom Dachstuhl bis zum Keller. Urplötzlich öffnet sich im Badezimmer ein Wasserventil. Flüssigkeit gluckert durch einen Gummischlauch. Kurz darauf ertönt das vertraute Geräusch einer vibrierenden Waschmaschine. Keine Sorge, hier ist nicht der Poltergeist am Werk, sondern eine technologische Vision. Die Idee: Haushaltsgeräte schalten sich selbstständig genau dann ein, wenn der benötigte Strom gerade am billigsten ist. Gegebenenfalls eben auch nachts. Solcherart mitdenkende Haushaltsgeräte sind jedoch nur einer der meistgenannten Vorteile sogenannter Smart Grids, also »intelligenter« Energienetze. Obwohl die Smart-Grids-Philosophie prinzipiell jede Energieform,
Mit viel Energie hatte vor einem Jahr Michaela Reitterer das weltweit erste Null-Energie-Bilanz-Hotel im innerstädtischen Raum eröffnet. Das Projekt ist mittlerweile nicht nur wirtschaftlich ein voller Erfolg geworden, sondern erlangte auch als innovative Pionierleistung Bekanntheit. In einem Gespräch mit Eric Adler, einem Experten für Sozialkompetenz, zieht Michaela Reitterer Bilanz über ihr erstes Jahr.
Am 26. November wurde in Wels der «Energy Globe Austria 2010» vergeben. Gesamtsieger des Awards und Sieger in der Kategorie Feuer ist das Projekt Strom-Boje. Die Sieger-Innovation der Firma Aqua Libre Energieentwicklungs GmbH aus Niederösterreich erzeugt allein durch Wasserströmung Energie und benötigt keine Staudämme und sonstigen Flusseinbauten. Weitere Sieger gab es in den Kategorien Erde, Wasser, Luft und Jugend. Auch ein Award für Heimwerker wurde vergeben.
Mit dem Spatenstich im steirischen Großwilfersdorf im Bezirk Fürstenfeld entsteht eine neue Anlage zur thermischen Klärschlammverwertung. Das Betreiberkonsortium rund um den Baukonzern Strabag will damit das Tor in einen Markt mit einem Volumen von mehreren 100 Millionen Euro aufstoßen. Derzeit werden in Österreich nur 40 Prozent des Klärschlammes verbrannt, in Deutschland nur 23 Prozent. Errichter des Zehn-Millionen-Euro-Projekts ist die Biomasse Verwertung Großwilfersdorf GmbH. Angepeilte Kapazität sind 24.000 Tonnen mechanisch entwässerter Klärschlamm jährlich.
Seit vergangenem Jahr baut die Wien-Energie-Tochter Energiecomfort ein weiteres strategisches Geschäftsfeld erfolgreich auf: Facility-Management-Dienstleistungen für Unternehmen im Gesundheitswesen.
Um den Kraftstoff Erdgas im Verkehr ist es im letzten Jahr etwas ruhiger geworden. Visionen zu Elektromobilität haben die Medienberichterstattung dominiert. Dennoch ist das saubere Fahren mit Erdgas weiterhin groß angesagt – auch aus wirtschaftlicher Sicht. So hat der Wiener Taxiunternehmer Friedrich Horn mit zehn Erdgasfahrzeugen aufgrund des günstigeren Treibstoffs und Förderungen innerhalb von zwei Jahren 70.000 Euro eingespart. Das ist nicht nur für seine Bilanz gut, sondern auch für die Wiener Luft: Allein sein Taxiunternehmen verbessert die Ökobilanz um 16,5 Tonnen CO2 pro Jahr.
Die Xolar Group, Anbieter von Solaranlagen für Wärme und Strom, konnte den chinesischen Zement- und Kunststofffenster-Produzenten Conch als Kunden gewinnen. In Wuhu in der chinesischen Provinz Anhui, einer Stadt mit zwei Millionen Einwohnern, entsteht ein Hochhausprojekt aus mehreren Gebäuden mit jeweils 150 Wohnungen. Xolar liefert die Solarkollektoren zur Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung. In Kooperation mit dem Kunden wurde ein spezieller Solarkollektor kreiert, dessen Design und Funktion sich an die Markterfordernisse in China anpassen. Die Kollektoren werden als Balkongeländer eingesetzt. Sie liefern Warmwasser und dienen als Balkonbrüstung. «Bei diesem Wohnbauprojekt hat jede Wohnung ihre kleine Solaranlage mit einem Speicher auf dem Balkon. Die Anlage funktioniert mit Schwerkraft: Genützt wird das Prinzip, dass erwärmte Flüssigkeiten nach oben steigen. Umwälzpumpe und Steuerung entfallen dabei», erklärt Xolar-Eigentümer Herbert Huemer.
Das Wiener Unternehmen SEE-O-TWO Biotech GmbH (SOT) beginnt, sich zu einem führenden Anbieter in der Umwandlung von CO2-Emissionen in Biomasse zu etablieren. Dabei wird das CO2 zur Zucht von Mikroalgen in industriellem Maßstab verwendet. Das neuartige System zeichnet sich durch sehr hohe Produktivität gepaart mit kostengünstiger Errichtung und effizientem Anlagenbetrieb aus. Dadurch wird es erstmals möglich, Mikroalgenbiomasse als kommerziell wettbewerbsfähigen Rohstoff herzustellen.
Fensterfolien, Lastspitzenmanagement oder Wärmerückgewinnung sind nur drei der Aufgaben des Facility Managers WISAG im Hotel Hilton am Stadtpark.
Der Verbund hat seine Kapitalerhöhung abgeschlossen und 39.215.686 neue Aktien platziert. Der endgültige Bezugs- und Angebotspreis wurde nach Ablauf der Bezugs- und Angebotsfrist und Abschluss des Bookbuilding-Verfahrens mit 25,50 Euro pro Aktie festgelegt. Das Bezugsverhältnis betrug etwa 1:7,9. Der Erlös aus der Kapitalerhöhung soll für die Durchführung des langfristigen Investitionsplans sowie zur Stärkung der Kapitalstruktur verwendet werden.
Das Industrie Forum in der Siemens City stand unter dem Motto Innovationen und Energieeffizienz. Es diskutierten Kurt Hofstädter, Vorstand der Siemens AG Österreich, Sektor Industrie, Günter Thumser, Präsident von Henkel CEE, Peter Koren, der stellvertretende Generalsekretär der Industriellenvereinigung, und Hildegard Aichberger, Chefin des WWF, sowie Jutta Kleinschmidt, Rennfahrerin und Gewinnerin der Rallye Paris-Dakar, über technische Innovationen als Hebel zur Bekämpfung des Klimawandels.
Deutsch, Englisch, Italienisch, Serbisch, Indisch und Chinesisch spricht Dieter Schachinger. Die Sprachkenntnisse sind wichtig für seine Aufgaben als Baustellenleiter. Der Spezialist für Maschinenbau und Elektrotechnik verantwortet Projekte von Brunel Österreich auf der ganzen Welt und ist Schnittstelle zwischen den Beteiligten.
In einer von der EU-Kommission veröffentlichten Studie zur Konsumentenbefragung von Stromkunden in ganz Europa wurden Themen wie Transparenz und Vergleichbarkeit von Angeboten, Servicequalität und Kundenzufriedenheit untersucht. Dabei wurden Erhebungen in allen EU-Ländern durchgeführt, um zu sehen, wie die Strommärkte in der gesamten EU für die Verbraucher in der Praxis funktionieren. Die in der internationalen Studie präsentierten Ergebnisse zeigen ein für Österreich sehr erfreuliches Bild. So ist etwa die Zufriedenheit mit den Services und Stromdienstleistungen lediglich in Irland noch höher als in Österreich. »Die Ergebnisse der Kundenbefragung zeigen deutlich, dass wir sehr gute Arbeit leisten«, sagt Werner Perz, Geschäftsführer der EAA-EnergieAllianz Austria. In puncto Beschwerdemanagement ist Österreich sogar Europameister. Zwei von drei Kunden, die eine Beschwerde hatten, sind mit deren Beantwortung zufrieden. Zum Vergleich: Im EU-Durchschnitt ist es laut Studie nicht einmal einer von drei.
Der Bereich der Umwelttechnik hat in China in den letzten zehn Jahren einen massiven Aufschwung erlebt. Im Zuge des Besuchs einer chinesischen Delegation in Graz hat der Umwelt-Technik-Cluster Eco World Styria einen Partnervertrag mit der chinesischen Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft TEDA unterzeichnet. Eco ist einer der 20 weltweiten Partner, die Technologien für anstehende Umweltprojekte in der Industrieregion Tianjin Bihain empfehlen werden. Steirische Unternehmen erhalten so die Chance, Geschäftsbeziehungen in China aufzubauen. So soll auch das Ziel des aktuellen 5-Jahres-Plans zur Reduktion der CO2-Intensität erreicht werden.