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»Ich stehe für Offenheit«

Andreas Stavik, seit einem halben Jahr Vorstandsvorsitzender, und Günter Baca, Marketingdirektor des Aufzugherstellers Kone österreich, sprechen im Interview über Kartelle, über Einsparpotenziale bei Produktion, Errichtung und Wartung von Aufzugsanlagen und über die dadurch mögliche Senkung der Wohn- und Betriebskosten.

Report: Die Wettbewerbsbehörde hat gegen Kone 22,5 Millionen Euro Kartellstrafe verhängt. Wird Einspruch erhoben?
Stavik: Wir haben wegen Unklarheiten über die rechtliche Beurteilung den Obersten Gerichtshof angerufen. Mehr kann ich dazu nicht sagen, es ist ein laufendes Verfahren.

Immofinanz und Conwert wollen Schadenersatz für die zu hohen Preise. Die Bundesimmobiliengesellschaft hat 2006 1,8 Millionen für Liftwartungen ausgegeben. Erwarten Sie noch Forderungen?
Stavik: Wir haben natürlich unsere Verträge geprüft. Alle stehen im Einklang zwischen Preis und Leistung.

Laut Immofinanz erhöhen sich die Betriebskosten einer Wohnung durch überteuerte Wartungsverträge um 40 bis 70 Euro. Werden Sie Wartungskosten senken?
Stavik: Diese Zahlen entbehren aus unserer Sicht jeder Grundlage. Der Aufzugsanteil an den Betriebskosten liegt bei 3,38 Prozent. Das ergibt für eine Wohnungsgröße von 70 m² statistische Durchschnittskosten von unter 50 Euro. Wie soll man da 40 Euro zu viel zahlen? Eine Senkung der Preise ist für uns nur bei gleichzeitiger Reduktion der Leistung vorstellbar.
Baca: Im Wartungsbereich haben wir fast 60 Anbieter mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen in österreich. Da wird häufig die unterschiedliche Leistung übersehen.

Der Aufzug macht nur vier Prozent der Errichtungskosten eines Gebäudes aus. Kann die Aufzugsindustrie trotzdem zur Senkung der Wohnkosten beitragen?
Stavik: Der Anteil der Betriebskosten an den Wohnkosten ist in den letzten zehn Jahren um 25 Prozent gesunken. Das wird ermöglicht durch die Industrialisierung in der Fertigung und Montage. Nicht zu reden von energieeffizienten Produkten.

Der Energieverbrauch ist ein immer wichtigeres Thema. Was kann die Industrie dazu tun, um die Energiekosten und auch Kosten bei der Produktion zu senken?
Baca: Seit den Siebzigerjahren liegt der Fokus auf Verbesserungen bei den Antriebssystemen. Früher wurden die hohen Drehzahlen der Elektromotoren mit Getrieben reduziert. Das bedeutet Energievernichtung. Der 1996 eingeführte Synchronmotor mit Permanentmagnet, der nur mehr einen einzigen bewegten Teil hat, hat zu Energieeinsparungen im Ausmaß von 50 Prozent bis zu zwei Dritteln geführt. Einsparungen gab es auch, weil man keine Maschinenräume aus Beton herstellen muss. Und in Altgebäuden, die keinen Aufzug haben, haben wir mit dem ersten gegengewichtslosen Aufzug versucht, Platz einzusparen. Darüber hinaus ist durch Standby-Schaltungen mehr Sparpotenzial vorhanden als beim Fahrstrom, nämlich bis zu 74 Prozent.

Generell ist eher in der Errichtung als in der Wartung Einsparpotenzial gegeben?
Baca: Natürlich muss auch an langfristig günstigeren Wartungskonzepten gearbeitet werden. Der Kostendruck ist ja auch beim Kunden gewaltig. Da geht es auch um Zeit und Verfügbarkeit der Fachleute vor Ort.

Gibt es in der Produktion Potenzial?
Stavik: Früher wurden Aufzüge traditionell gebaut, Kone hat als einer der ersten begonnen, industrialisierte Fertigungs- und Wartungsmethoden zu entwickeln, um günstiger zu werden.
Baca: Ein Aufzug besteht aus sehr vielen Komponenten, die bis vor kurzem, auch bei Kone, handwerklich eingebaut wurden. Gleichzeitig mit dem Monospace-Konzept hat Kone auch diesen Prozess industrialisiert. Auf der Baustelle herrscht oft das pure Chaos, dort kann man sehr viel Geld verlieren. Mit frühzeitiger Baustellenüberwachung schaffen wir die Voraussetzung für eine industrielle Endfertigung an der Baustelle.

Sie erzeugen auch Rolltreppen. Gibt es da Innovationen?
ähnlich wie bei den Aufzügen erreichen wir Raumeinsparungen bis zu 30 Prozent. Beim ölfreien Antrieb werden Werkstoffe verwendet, die in Reibung miteinander einen Schmierungseffekt erzeugen. Für die Rollsteige, die üblicherweise eine Grube brauchen, haben wir mit Kone Innotrack Module entwickelt, die neu aufgelegt werden können, wenn sich die Verkehrsströme ändern.

Wie war die wirtschaftliche Entwicklung von Kone 2007?
Stavik: Unsere Produktinnovationen und Dienstleistungen werden vom Markt sehr gut angenommen, weshalb 2007 ein positives Jahr für Kone war. Eine positive Entwicklung, deren Fortsetzung ich auch für 2008 erwarte.

Welche Marktstrategie verfolgen Sie in Zukunft? Werden Sie versuchen, über den Preis zu mehr Marktanteilen zu kommen?
Selbstverständlich über das Produkt, Qualität und das Leistungsspektrum. Ein freier Wettbewerb ist ja im ureigensten Interesse von Kone, jedes Kartell würde dem widersprechen.

Wo liegt Kone in den Marktanteilen, wo wollen Sie noch hin?
Baca: Uns erscheint weniger der Anteil wichtig, sondern mehr die Frage, wie nahe wir bei den Kunden sind. Wer versucht, über den Preis Marktanteile zu gewinnen, denkt zu wenig weit. Unsere Aufstellung ist langfristig. Wir wollen mit den Partnern, die wir gewonnen haben, nachhaltig arbeiten.

Wo sehen Sie die meisten Zuwachspotenziale - gewerblich, öffentlich oder im Wohnbau?
Baca: Gute Chancen bestehen in allen Bereichen. In Europa rechnet man mit einer weiteren Zunahme der Urbanisierung. Auch in Wien haben wir ein Bevölkerungswachstum. Gleichzeitig wird die Bevölkerung immer älter, der nachträgliche Einbau ist deshalb ein Thema. Es gibt auch noch sehr viel Potenzial, Büroraum zu errichten. österreich ist bei den Leerständen sehr weit unten, da ist noch viel Spielraum.

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Hilfe durch den Notebook - Dschungel

Jeden Tag, scheint es, kommt ein neuer Laptop auf den Markt. Dass man als 0815-User leicht den überblick verliert, ist verständlich. Kein Mensch weiß mehr richtig, worauf tatsächlich zu achten ist: Ist es der Arbeitsspeicher, die Verarbeitung, die Grafikkarte, das Display oder schlicht der Prozessor? Die Antwort lautet: Von allem ein gerüttelt Maß. Dafür braucht man ein wenig Gespür und es ist oft schwer sich nicht von einem Designer-Laptop oder Verkäufer dieses täuschen zu lassen. Um zumindest den Laptop-Verkäufern ein wenig auf die Finger schauen zu können, ist es wichtig zu wissen was man will und was man auch wirklich braucht.

Notebook for home or to go
Lebt man unter dem Motto \"Nicht ohne meinen Laptop\" sollte das Book klein sein. Logisch, kann man sich nun denken, doch man muss sich bewusst machen, dass das Notebook für unterwegs auf Kosten der Displaygröße geht. Mini-Notebooks verdienen diesen Namen bis zu einer Displaygröße von 14 Zoll und wiegen in der Regel unter zwei Kilogramm. Auf die Dauer kann das Arbeiten auf den Kleinen jedoch anstrengend sein - aus ergonomischen und optischen Gründen. Die 15-Zoller sind die Klassiker unter den Notebooks. Sie stellen die Verbindung zwischen Outdoor-Gerät und Personal Computer her. Ab einem Gewicht von drei Kilogramm wird jedoch das Tragen eher zum Schleppen. Zu den Riesen unter den Laptops zählen jene mit einer Displaygröße von 17 Zoll und aufwärts. Riesen sind aber leider nicht nur groß, sondern meist auch schwer. Die Brummer wiegen bis zu acht Kilogramm, was den Transport bereits sehr unkomfortabel macht. Man sollte sich die Kaufentscheidung eines 19 Zoll Laptops daher wirklich gut überlegen: Tragetechnisch eine Katastrophe und zu dem Preis bekommt man einen wesentlich besseren Standcomputer. Gut zu wissen ist, dass die Akkulaufzeit umso länger ist, je kleiner das Book ist.

Display
Den Wert eines guten Displays erkennt man leider oft erst dann, wenn man vor einem richtig miesen sitzt. Daher sollte beim Kauf beachtet werden, dass die Auflösung nicht allzu hoch sein sollte. Bei einem 15-Zoller reicht eine Auflösung von 1680 x 1059 Pixel locker aus. Das Prinzip \"Mehr ist besser\" gilt daher nicht automatisch. Die Frage ob matt oder glänzend spielt nicht nur beim Ausmalen der Wohnung eine Rolle, sondern auch bei der Wahl des optimalen Display. Ist man eher der Outdoor-Laptop-Typ sollte man sich für die matte Variante entscheiden, um lästige Spiegelungen zu vermeiden. Arbeitet man überwiegend in Räumen die mit Neonlicht ausgestattet sind, gilt dasselbe. Glänzende Displays demgegenüber haben den Vorteil, dass sie kontrastreicher sind. Daher eigenen sie sich vor allem für Gamer oder User, die den Laptop auch als Fernseher verwenden.

Tastatur und Touchpad
Die Tasten eines Laptops sind wesentlich enger angeordnet als bei einem PC. Dies sollte jedoch nicht vom Kauf abhalten, da der Gewöhnungseffekt rasch einstellt. Kompromisslos sollte man jedoch bezüglich der Anschlagqualität sein. Drückt man eine beliebige Taste und weitere zieht es ebenso in den \"Abgrund\", handelt es sich definitiv um miese Qualität der Tastatur. Je nach Usertyp sollte ebenso darauf geachtet werden welche Funktionstasten vorhanden sind. Ist man eher der Maus-Typ, wird dies irrelevant sein, arbeitet man beinahe ausschließlich über die Tastatur sollte dies maßgeblich für die Kaufentscheidung sein. Das Touchpad sollte vor allem leichtgängig sein. Manche Hersteller bieten zusätzlich auch einen Trackpoint in der Mitte der Tastatur an. Hier ist es schwer Empfehlungen abzugeben: Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn.

Interfaces und Power
Für Schnittstellen gilt das Motto \"Mehr ist besser\" definitiv, man muss aber aufpassen wo am Gerät sie untergebracht sind. Dies gilt auch für das Mikrofon: Es gibt nichts Lästigeres als ein Mikrofon, das in der Nähe der Lüftung angebracht ist. Aber zurück zu USB und Co.: Besonders praktisch ist, wenn sich USB-Anschlüsse sowohl seitlich, als auch auf der Rückseite befinden. Arbeitet man überwiegend am Schreibtisch, kann man den Kabelsalat im wahrsten Sinne des Wortes hinter sich bzw. hinter dem Laptop lassen und findet auch bequem Platz für die externe Maus. Will man aber auf die Schnelle einen Stick anschließen, erweisen sich seitliche Anschlüsse als praktikabler. Dasselbe gilt für den Kopfhörerschluss. Die Power des Geräts sollte wohl gewählt sein, da das Nachrüsten des Laptops schwierig und kostspielig ist. Dennoch sollte man daran denken: Wie viel Speicher brauche ich tatsächlich und muss es wirklich die Hardcore-Gamer-Grafikkarte sein? Damit ein Rechner schnell ist, muss die Kombination aus Arbeitsspeicher, Prozessor und Grafikkarte stimmen. Günstige Laptops - bis 800 Euro - arbeiten in der Regel mit einer Onboard-Grafik von Intel, Via oder SIS. Zum Internetsurfen, Texte verfassen und um sich das eine oder andere auszurechnen, reicht das allemal und Intel Celeron-M oder Pentium-M Prozessoren genügen. Ein Arbeitsspeicher von einem Gigabyte ist ebenso ausreichend. In der Preisklasse ab 1000 Euro kann man sich dann schon einen Allrounder erwarten: Schreiben, Surfen, Spielen, Filme ansehen - schlicht man kann damit einfach gut arbeiten. Zurzeit sind diese Geräte meistens bereits mit einem Intel Core Duo oder Core 2 Duo Prozessor ausgestattet. Ist noch mehr Power gefragt, muss man mindestens 200 Euro drauflegen, kann sich dann aber auch einen Prozessor mit mindestens zwei Gigahertz erwarten, plus zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und einer Grafikkarte des Kalibers Typ GeForce 8600M GT.

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Unterschätzte Herausforderung

Seine Einschätzung: Fehler in der Gebäudebewirtschaftung haben Langzeitcharakter, die Rechenintervalle in den Unternehmen sind dagegen kurz. Der Nachhaltigkeits-Nachholbedarf ist selbst im öffentlichen Bereich erheblich. Besserung ist kaum in Sicht, da es vielfach an Fachpersonal mangelt.

(+) plus: Outsourcing und Konzentration auf das Kerngeschäft sind prägende Schlagworte der Gegenwart. Profitieren davon jene Dienstleister, die sich um den Betrieb von Immobilien kümmern?
Schenk: Zunächst einmal ist zu hoffen, dass der Kunde davon profitiert. Darüber hinaus geben Outsourcing-Projekte der Branche sicher wichtige Wachstumsimpulse. Nimmt man das Wort »profitieren« allerdings ernst, so ist immer die kritische Frage nach der Vereinbarkeit der konträren Interessen zwischen dem Kunden und dem FM-Unternehmen zu stellen. Denn der eine will Kosten sparen - der andere will und muss Gewinne machen. Eine schwierige Aufgabenstellung, die ein professionelles FM-Unternehmen aber mit guter Vorbereitung durchaus lösen kann.

(+) plus: Facility Management wurde lange Zeit unter dem Motto »je billiger, desto besser« verkauft. Die Folgen sind bekannt: Unzufriedene Kunden tauschen ihre Dienstleister häufig aus und kehren manchmal sogar zur Eigenbewirtschaftung zurück. Hat Ihre Branche Fehler begangen?
Schenk: Ja, natürlich. Insbesondere unterschätzen nach wie vor viele »Newcomer« die Herausforderung der Aufgabenstellung. Und das ist jetzt keine protektionistische Ansage für die etablierten Dienstleister mit entsprechenden Referenzen. Und hier tritt meiner Einschätzung nach sehr schön nachvollziehbar ein allgemein gültiges Marktphänomen hervor: Die neuen, oft auch kleinen Unternehmen argumentieren aus ihrer Sicht zu Recht damit, dass sie sich einmal eine Referenz »vom Markt holen müssen«, weil sie ja sonst nie in die Lage kommen könnten, zu einem etablierten FM-Unternehmen aufzusteigen. Diese Ansicht mag für das Produktgeschäft richtig sein - im meist langjährigen Dienstleistungsgeschäft geht diese Position aber fast immer zum Nachteil der Kunden aus. Denn die Qualität eines Produktes erkennen Sie in kürzester Zeit - Fehler im FM haben aber oft Langzeitcharakter!

(+) plus: Welche Leistungen können externe FM-Anbieter erbringen, die nicht von einer unternehmenseigen Abteilung auch erfüllt werden können?
Schenk: Grundsätzlich kann jedes Unternehmen alle FM-Leistungen auch in eigener Wertschöpfung erbringen. Es stellt sich in der Regel nur rasch die Frage nach der Wirtschaftlichkeit dieses Vorhabens. Und auch der mentale Zugang zur Aufgabenstellung ist wichtig: Es ist für die Performance und die Qualität des Dienstleisters in der Regel nicht gleichgültig, ob er Unternehmer oder Kostenstelle ist. Wo die Eigenleistung oft rasch in die Defensive kommt, ist in den Bereichen der Kapazität (Puffer für Urlaub und Krankenstand), Skills und deren Weiterentwicklung, sowie im Bereich der Prozesse und der Tools. Aber keine Frage: Ich habe schon eine Reihe sehr professioneller Eigenleister kennen gelernt, von denen mancher FM-Unternehmer eine Menge lernen könnte.

(+) plus: Die steigenden Energiekosten bringen zunehmend den Begriff der Nachhaltigkeit in die Immobilienbranche. Sehen Sie einen Trend zu effizienteren Immobilien?
Schenk: Leider nur sehr selten, obwohl dieses Verhalten den Grundprinzipien der Logik widerspricht. Gerade langfristige Investoren müssten ein großes Interesse daran haben, lifecycle-cost-orientierte Immobilien im Portfolio zu haben, weil nur diese letztlich wettbewerbsfähig sein werden. Und wenn man Begriffe wie »mündelsicher« verwendet, dann sollte man sich nach diesen Kriterien richten. Aber scheinbar haben die Kapitalmärkte und ihre Player manchmal andere Spielregeln

(+) plus: Immobilien-Aktiengesellschaften denken vielfach in Quartalen - Nachhaltigkeit hat für die Akteure kaum Relevanz. Wie steht es Ihrer Ansicht nach um Immobilieneigner, die Gebäude mit öffentlichem Geld errichten und betreiben?
Schenk: Eine heikle Frage, weil der Umgang mit Steuergeldern immer nach größter Sorgfalt verlangt. Aber auch hier eine ehrliche Antwort: Da könnte noch einiges nachgeholt werden, wobei das jetzt keine Schuldzuweisung an die im öffentlichen Bereich agierenden Unternehmen sein soll. Denn schließlich hat man ihnen oft auch aus Personaleinsparungsgründen das nötige Fachpersonal entzogen und damit die Möglichkeit genommen, die Dinge fachlich beurteilen zu können. Ein Effekt, der übrigens auch in der Privatwirtschaft immer häufiger auftritt: das Fehlen von Fachkompetenz! Dieses bewirkt aber langfristig das Versagen des Marktmechanismus, da die Selbstregulierungskräfte des Marktes - schlechtes Angebot wird eliminiert - nicht mehr funktionieren. Und der Dumme ist danach wieder der Kunde.

(+) plus: Bei Großprojekten werden üblicherweise extrem penible Leistungsverzeichnisse erstellt. Lassen sich mit solchen Ausschreibungen wirklich alle Eventualitäten des Gebäudemanagements erfassen und Streitpunkte ausklammern?
Schenk: Leider nein.Es gibt eine Reihe sehr ambitionierter Versuche dieser Herausforderung beizukommen - allerdings mit unterschiedlichen Ergebnissen. Einerseits führt ein zu hoher Detailierungsgrad dazu, dass jeder Position ein Preis gewidmet wird, den sie de facto gar nicht mehr hat. Wie soll z.B. der Blick auf einen Zählerstand bewertet werden? Viele FM-Prozesse sind eben eine Gesamtheit, die nicht geteilt bewertet werden kann. Und zu viele Positionen führen zwangsläufig in der Summierung zu einem tendenziell höheren Preis. Andererseits führen zu wenige Positionen in der Regel zu großen Spielräumen die interpretierbar sind und letztlich im Fall einer juristischen Auseinandersetzung in Gutachterorgien ausarten. Der Idealfall wäre, dass der angestrebte Service-Level in einer Fachdiskussion mit dem Kunden vor der Ausschreibung festgelegt wird. Durch diese Beratung - die ja auch mit mehreren Bewerbern stattfinden kann - wird letztlich relativ objektiv geklärt, was der Kunde wirklich will und vor allem braucht!

(+) plus: Der Architekt plant, der Facility Manager optimiert. Schon lange Zeit wird über das Zusammenwachsen von Planung und Facility Management philosophiert. Gibt es schon Ansätze, die zeigen, dass eine Kooperation zwischen Architekten und Facility Managern tatsächlich Nutzen bringt?
Schenk: Das erste Statement sehe ich nicht ganz so - oder wie wollen Sie eine an der richtigen Stelle fehlende Türe optimieren? Ich kann Ihnen aus meiner persönlichen Erfahrung in drei ansatzweise nach dem Lifecycle-cost-Prinzip abgewickelten Projekten bestätigen, dass hier wirklich viel Geld geholt werden kann. Denn vergessen Sie nicht den Zeitfaktor als Multiplikator! Und den sollten Sie zumindest größer acht ansetzen!Ein Beispiel: Der Planer schreibt in seiner GU-Ausschreibung Fernwärme aus, weil ein Fernheizwerk in unmittelbarer Nähe steht und sich diese Lösung daher förmlich aufdrängt. Das weiß aber auch der Fernwärmeerzeuger! Der Facility Manager holt in Folge seiner Funktion entsprechend vor Publikation der Ausschreibung das Angebot des FW-Versorgers ein und vergleicht dieses mit der alternativen Eigenproduktion mit dem Ergebnis eines 30%-Preisabstandes, den die Mieter über die Betriebskosten zu tragen gehabt hätten und der möglicherweise für manche Mieter ein Grund gewesen wäre, nicht anzumieten. Auch hier hätte es keine spätere »Optimierung« durch den FM mehr geben können. Wer wirklich lifecycle-cost-optimiert bauen will, sollte die Planung und die Ausschreibungen vor Publikation durch den FM prüfen lassen und die nachfolgende Ausführung durch den FM mit Sitz und Stimme begleiten lassen.

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Wo niemand zuvor gewesen ist

Report: Sie wurden im vergangen Jahr vomBeratungsunternehmen Ernst & Young als »Entrepreneursof the Year« ausgezeichnet, vomWall Street Journal gab´s den Technologieinnovationspreis,dazu noch den renommierten RedHerring Award. Was bedeuten Ihnen diese Auszeichnungen?
Schröter: Ich sehe diese Preise als Auszeichnungvon dritter Seite für unsere Pionierarbeitin einem neuen Technologiefeld.

Report: Was kann sich der Laie unter diesemneuen Technologiefeld vorstellen?
Schröter: Nanoident ist im Bereich der gedrucktenHalbleitertechnologie tätig. Wir arbeitenmit flüssigen Kunststoffen, die über ähnlicheEigenschaften verfügen wie Silizium. Allerdingsmit dem großen Vorteil, dass man mit dieserTechnologie die Halbleiter wie Farben druckenkann. Wir beschäftigen uns ausschließlich mitder optoelektronischen Sensorik. Dabei handeltes sich um Bauelemente, die Licht in elektrischeSignale umwandeln. Einfachstes Beispielsind Lichtschranken, wie sie etwa bei Aufzügenzum Einsatz kommen, um zu verhindern, dassjemand eingeklemmt wird. Was wir machen, ist,diese lichtempfindlichen Bauteile auf Folien oderGlas zu drucken.

Report: Welche Vorteile bietet diese Technologieim Vergleich zur herkömmlichen Methode?
Schröter: Der größte Vorteil ist die Flexibilität.Wir können sehr großflächig drucken beisehr geringem Gewicht. Zudem lässt sich dieSpektralempfindlichkeit der Detektoren für jedeAnwendung über die Materialien einstellen, dasheißt, wir brauchen keine optischen Filter.

Report: In welchen Bereichen istder Kunde mit Nanoident-Technologie konfrontiert?
Schröter: Wir haben in den letzten vierJahren daran gearbeitet, die Technologieproduktionsreif zu machen. Wir sind auchdie Ersten, die das geschafft haben. Wir habenin Linz eine Fabrik aufgebaut, die seitMärz 2007 in Betrieb ist. Dort können wiroptoelektronische Sensoren auf Kunststoffoder Glas drucken.

Report: Welche Anwendungsbeispielegibt es für diese Technologie?
Schröter: Ein klassisches Anwendungsbeispiel,mit dem wir auch demnächst inden Markt gehen werden, ist das »Lab-ona-chip«. Dabei handelt es sich um ein vollausgerüstetes Labor in Scheckkartengröße,das für Wassertests oder medizinischeTests eingesetzt werden kann. Das »Labon-a-chip« ist ein Wegwerfteil, das nurwenige Euro kostet. Damit adressieren wirein Segment im Diagnostikmarkt, das ausKostengründe bislang kaum bedient werdenkonnte - den »Point-of-care«-Markt.So muss etwa der Hausarzt Blutprobennicht mehr ins Labor schicken, sondernerhält das Ergebnis vor Ort innerhalb vonwenigen Minuten. Für diese Entwicklunghaben wir von Frost & Sullivan auch den»Enabling Technology of the Year«-Awarderhalten.

Report: Wie viel wurde in die Entwicklungdes »Lab-on-a-chip« investiert?
Schröter: Sie werden sicher verstehen,dass ich nicht ins Detail gehen kann, aber eshandelt sich um einen zweistelligen Millionenbetrag.

Report: Welche anderen Anwendungsgebietegibt es für die Nanoident-Technologie?
Schröter: Neben dem »Lab-on-a-chip«setzen wir vor allem auf biometrische Erkennungssysteme.Mit unserer Technologiekönnen wir Fingerabdrücke oder Gewebeeigenschaften,die unter der Haut liegen,detektieren. Unser Hauptaugenmerk liegtdabei eindeutig am Handy- und Smart-Card-Markt.

Report: Wann werden Sie mit der Auslieferungdieser Systeme beginnen?
Schröter: Die ersten biometrischen Systemesollen in zwei bis drei Jahren auf denMarkt kommen. Man darf nicht vergessen,dass unsere Sensortechnik kein Standardproduktist, sondern auf Kundenwünschezugeschnitten wird. Es gibt bei Nanoidentnur kundenspezifische Entwicklungen.

Report: Reichen die derzeitigen Kapazitätenvon Nanoident, um diese schnellwachsenden Märkte zu bedienen?
Schröter: Wir werden noch in diesem Jahrenorm aufstocken. Bislang hat sich die Anzahlder Mitarbeiter jedes Jahr verdreifacht.Dieses Wachstum wird auch heuer fortgesetzt.Nicht nur am Standort Linz. Ich gehedavon aus, dass wir Ende des Jahres weitüber 100 Mitarbeiter haben werden.

Report: Sie unterhalten Tochterunternehmenin den USA, in Frankreich und inDeutschland. Ist eine Expansion in weitereLänder geplant?
Schröter: Wir werden im Laufe des Jahressicher in Asien aktiv werden, vor allemim Bereich Marketing und Vertrieb. Das istabsolut notwendig, weil viele potenziellePartner wie Handy- oder PC-Hersteller inAsien sitzen.

Report: Sie sind Weltmarktführer imBereich optoelektronischer Sensoren. Wasmacht Nanoident besser als der Mitbewerb?
Schröter: Wir waren die Ersten, die imMarkt der Halbleiterelektronik den BereichSensorik durchleuchtet haben. Wir habenAnwendungen entwickelt, an die bislangschlicht und einfach keiner gedacht hat. Niemandhätte geglaubt, dass man gedruckteSensoren für »Lab-on-a-chip«-Systeme verwendenkann. Damit haben wir uns an dieSpitze gesetzt. Und weil wir eine Vielzahl anPatenten angemeldet haben, sollte das aucheine Weile so bleiben.

Report: Lassen Sie uns ein paar Jahrezurückgehen. Wie ist es eigentlich zur Gründungvon Nanoident gekommen?
Schröter: Ich hatte im Jahr 2003 die Idee,einen Fingerprintsensor für Chipkarten zuentwickeln. Auf der Suche nach einer kostengünstigenund flexiblen Halbleitertechnologiebin ich durch Zufall in Linz gelandet.Professor Sariciftci hat mir Herrn Padingervorgestellt, der damals noch Technologievorstandbei einem Spin-off-Unternehmender Linzer Uni war.Wir haben dann relativ rasch beschlossen,ein neues Unternehmen zu gründen undAnfang 2004 war es so weit. Die ursprünglicheProduktidee wurde weiterverfolgt, essind aber bald neue Ideen dazugekommen.Die Grundidee zum »Lab-on-a-chip« istzufällig bei einem Cocktailempfang entstanden.

Report: Zufälle scheinen bei Nanoidenteine große Rolle zu spielen?
Padinger: Es geht einfach darum, zur richtigenZeit am richtigen Ort zu sein.
Schröter: Auf jeden Fall bin ich bei dieserParty auf die Technologie der Biochips aufmerksamgemacht worden. Ich habe erfahren,dass man zum Auslesen dieser Biochips riesige Messgeräte braucht, die biszu 500.000 Dollar kosten. Deshalbsind diese Geräte auch hauptsächlichbei großen Pharmafirmen imEinsatz. Bei uns ist die Idee gereift,ein Molekulardiagnostikverfahrenzu entwickeln, das auch fürden »Point-of-care«-Markt geeignetist.

Report: Nanoident ist derzeitnoch nicht am Markt präsent. Woherkommt das Geld für Ihre Entwicklungsarbeit?
Schröter: Wir sind ausschließlichüber private Geldgeber finanziert,das heißt Privatpersonen undprivate Beteiligungsgesellschaften.Auch die Raiffeisen Landesbankist ein wichtiger Partner für uns.Gerade haben wir eine Finanzierungsrundemit einer substantiellenKapitalerhöhung abgeschlossen.Das war vermutlich auch dieletzte Finanzierungsrunde vordem Börsegang.

Report: Steht der Termin fürden Börsegang schon fest?
Schröter: Nein, wir haben keinenfixen Termin. Theoretisch könntenwir nächstes Jahr an die Börse gehen.Die Frage ist, ob es Sinn macht.Wir werden einen Zeitpunkt wählen,von dem wir glauben, dass derMarkt aufnahmefähig ist. Die Frageist auch, wo das Unternehmenzu dem Zeitpunkt eines möglichenBörsegangs steht. Einen Börsegangauf Biegen und Brechen wird es sichernicht geben. Wir sind in derkomfortablen Position, dass wirdie Börse zur Finanzierung nichtbrauchen. Wir können den bestenZeitpunkt abwarten.

Report: Die Unternehmensfinanzierungist in österreich einheikles Thema, vor allem durchdas fehlende Risikokapital. Wiesehen die Erfahrungen von Nanoidentaus?
Schröter: Wir können uns eigentlich nichtbeklagen, denn mit Ausnahme der gerade abgeschlossenenFinanzierung sind alle anderen Finanzierungenbislang ausschließlich über österreichischePartner gelaufen.
Padinger: Außerdem investieren auch internationaleInvestoren gerne in österreich. Bei dergerade abgeschlossenen Finanzierungsrundewar erstmals ein Geldgeber dabei, der nicht ausösterreich kommt.

Report: Welche Rolle spielt die österreichischeForschungsförderung für ein Start-up-Unternehmen wie Nanoident?
Padinger: Vor allem in der Startphase war dieForschungsförderungsgesellschaft FFG sehr hilfreich.Mit zunehmenden Wachstum ist es aberimmer schwieriger geworden. Wir haben Projekteeingereicht, die uns internationale Auszeichnungeneinbrachten, der FFG aber nichtinnovativ genug waren. Das ist demotivierend,vor allem, wenn in die Förderanträge viel Zeitund Arbeit fließt.

Report: Ein Top-Thema der vergangenenWochen ist der Facharbeitermangel in österreich.Ein Thema, das auch Nanoident betrifft?
Padinger: Das ist stark von der jeweiligenBranche abhängig. Im Bereich der Halbleiterphysikoder der organischen Halbleitermaterialiensind wir mit der Linzer Uni sehr gut ausgestattet.Dann gibt es aber auch Problemfelder,etwa in der Elektronik. Da gibt es genau nichts.Wir haben zwei Jahre lang Stellen ausgeschriebenund nicht einmal Bewerbungen bekommen.

Report: Was macht man in so einer Situation?
Padinger: Es bleibt nichts anderes übrig, als insAusland abzuwandern. Wir sind mit unseremChip-Design-Center nach Grenoble gegangen,weil dort das Personal verfügbar ist.

Report: Das heißt im Umkehrschluss, Siewären mit Ihrem Chip-Design-Center in Linzgeblieben, wenn Sie genügend Mitarbeiter gefundenhätten?
Padinger: Völlig richtig, wir wären sicher inLinz geblieben. Nachdem es aber nicht möglichwar, auch nur einen qualifizierten Mitarbeiter zufinden, geschweige denn Dutzende, mussten wirdorthin gehen, wo das Know-how ist.

Report: Wie reagiert die Politik auf dieseAbwanderung?
Padinger: Wir sind mit der Politik in engemKontakt, vor allem auf Landesebene. Die Landespolitik kann hier aber nur wenigmachen. Man versucht zwar mittlerweile,verstärkt auf die Bedürfnisse der Industrieeinzugehen, aber das braucht seine Zeit.Kurzfristig ist dieses Problem nicht zu lösen.Wir haben aber den Vorteil, dass wir inFachkreisen auch international einen hohenBekanntheitsgrad haben und deshalb einerelativ hohe Anzahl an internationalen Initiativbewerbungenbekommen.

Report: Stichwort internationale Bewerbungen:Viele Unternehmen beklagendas restriktive Fremdenrecht in österreich,das die Beschäftigung internationaler Fachkräftedeutlich erschwert.
Padinger: Alles, was nicht EU ist, ist tatsächlichganz schwierig. Wir haben vielegute Leute nicht bekommen, weil es bis zueinem halben Jahr dauert, bis die bürokratischenHürden genommen sind. Und wennder Bewerber in einem anderen Land früherzum Zug kommt, dann geht er eben dorthinund nicht nach österreich.

Report: Werfen wir einen kurzen Blickin die Kristallkugel. Wo sehen Sie Nanoidentin fünf Jahren?
Schröter: Ich gehe davon aus, dass wirnicht nur im Bereich der gedruckten Sensorikfederführend sein werden, sondern auchneue Anwendungsgebiete erschließen undverschiedene Technologien kombinierenwerden, etwa im Bereich des Mobilfunks.Ein Handy besteht aus einem Display, Sensoren,Batterien und Transistoren. DieseKomponenten lassen sich alle bereits heuteauch drucken. Es wird in Zukunft möglichsein, die gesamte Hardware für ein Handyzu Hause auf einer Folie auszudrucken. DieFolie wird in ein passendes Gehäuse gestecktund schon hat man ein neues iPhone.

Report: Damit würden Sie die gesamteWertschöpfungskette ordentlich beuteln.
Schröter: Das ist richtig. Aus unserer Sichtwird sich die Wertschöpfungskette in derElektronikindustrie radikal ändern. Undzwar aus dem Grund, weil man fast alles, wasman braucht, auf Folien drucken kann.

Report: Das klingt doch etwas nach Science-Fiction?
Schröter: Das mag sein, aber das ist allesheute schon machbar.
Padinger: Vergleichen Sie nur die klassischenBiochips mit unserem »Lab-on-a-chip«. Wir sind in der Messung um den Faktor500 genauer. Das hätte auch keiner geglaubt.Unser Vorteil ist die deutlich höhereEmpfindlichkeit durch eine viel kürzere Distanz.Wir brauchen keine Kamera und wirhaben kein Streulicht. Wir messen direkt ander Probe. Unsere OEM-Partner sind auchimmer sehr skeptisch, bis wir ihnen unsereTechnologie vorführen. Dann sind sie beeindruckt.Soviel zum Thema Science-Fiction.

Report: Sie verändern die Wertschöpfungskette,Sie haben auf dem Gebiet derMesstechnik eine deutlich höhere Genauigkeit.Das dürfte vielen Unternehmen nichtgefallen. Wie viele Feinde schaffen Sie sichjeden Tag aufs Neue?
Schröter: Bis heute haben das anscheinendnur wenige begriffen. Es ist aber auchnicht zwangsläufig so, dass wir etablierteUnternehmen aus dem Markt drängen,sondern wir schaffen vielmehr einen neuenMarkt. Mit unserem »Lab-on-a-chip«können wir ein »Point-of-care«-Marktsegmenterschließen, das es bislang noch nichtgegeben hat.

Report: Aber wenn jeder Arzt sein eigenesChiplabor hat, bekommen die großenLabore Probleme. Da wird es sehr wohl zueinem Verdrängungswettbewerb kommen.
Schröter: Natürlich wird es diesen Wettbewerbgeben. Wie intensiv er ist, hängt auchstark von der Einführungsstrategie ab. Wirwollen zu Beginn nur Chips für eine spezielleMessaufgabe anbieten. Da ist die Verdrängungnicht sehr stark. Am Anfang gehtes vielmehr darum, neue Messungen zu ermöglichenund neue Märkte zu erschließen.Das kann sich im Laufe der Zeit natürlichändern.

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Im Test: Sony Ericsson P1i

Der asiatisch-europäische Handyhersteller SonyEricsson ist bislang für bunte, style-getriebene Handsets bekannt. Auch wenn bereits das eine oder andere Smartphone auf den Markt geworfen wurde - mit dem Schwerpunkt auf Games, Fotografie und Musik, waren es Marken wie Sonys \"Walkman“ die den Brand mitgeprägt hatten. Die Marktwahrnehmung sieht heute SonyEricsson immer noch unmissverständlich ins Entertainment-Eck gerückt. Das Smartphone \"P1i“ verbindet nun aber Businessfunktionalitäten mit der beim Hersteller gewohnten, kompakten Verpackung mit Unterhaltungswert. Ungestützt, ohne Mobilfunkvertrag, ist das P1i derzeit für rund 360 Euro zu bekommen.

Gute, nicht perfekte Anbindung
Positiv sind mehrere Features: Mit einer Dicke von 1,7 Zentimetern ist das Phone relativ flach konzipiert. Dann verzichtet SonyEricsson nicht auf die Unterstützung des schnellen Mobilfunks UMTS. Maximalgeschwindigkeiten sind mit dem Fehlen des HSDPA-Datenturbos aber außer Reichweite. Die User werden es verschmerzen - angesichts des Megaerfolgs der mobilen Breitbandkarten, die heute bereits fix zum Notebookzubehör gezählt werden. Das smarte Phone wird trotzdem seinem Hightech-Anspruch gerecht, da es drahtlose Anbindungen per Infrarot, WLAN und Bluetooth unterstützt. Kabelgebunden setzt der kleine Riese auf USB.

Riesenstrauß an Anwendungen
Das P1i ist vornehmlich für den Einsatz als Arbeitsgerät gedacht, lumpt aber nicht bei der Bandbreite der Unterhaltungsfeatures seiner Musikhandy-Kollegen. Der automatische Radiosuchlauf, eine integrierte Digitalkamera, Games und zahlreiche Musikfunktionen runden das Handy im Fun-Bereich ab. So hat der Hersteller eine 3,2 Megapixel starke Kamera mit Dreifachzoom dazu gepackt, die Bilder in großer Auflösung und guter Qualität liefert.

Basis für die zahlreichen Features bietet das offene Betriebssystem Symbian, das heute als Standard für Mobiltelefonplattformen gilt. Das wichtigste bei diesem System: Symbian ermöglicht Entwicklern nicht nur relativ leicht, Anwendungen für das Handy zu schreiben, sondern erlaubt auch den selbstständigen Download und Installation durch den Nutzer. So unterstützt das P1i etwa die kostenlose Software iSkoot, mit der der populäre Internettelefonie-Client Skype für das Mobiltelefon verfügbar wird. Die Software darf auf SonyEricssons P1i-Website herunter geladen werden. Für Symbian gibt es weltweit mittlerweile über 8.000 Anwendungen von zahlreichen unabhängigen Softwareentwicklern.

Das P1i auf der Website des Herstellers: Link

Handschrifterkennung, Stift empfohlen
Das Smartphone ist mit einem Touchscreen ausgestattet, für die Texteingabe und das Drücken der Buttons am Screen sollte aber der mitgelieferte Stift verwendet werden. Wer sich auf seine Finger verlässt, wird schnell frustriert sein. Zu wenig präzise ist die Eingabe mit dicken Fingerspitzen. ähnlich gut wie der Stylus-Stift ist auch das Drehrad an der Seite des Handys. Mit dem \"JogDial“ genannten Rädchen kann relativ präzise und schnell durch die Menüs gescrollt werden. Wer den Stift verwendet, kann sich seine literarischen Ergüsse auch gleich in digitalen Code umwandeln lassen. Das Phone rechnet die Zeichen per Schrifterkennung um und liefert damit ein essenzielles Organizer-Feature.

Wie schon beim Modell \"M600“ verwendet SonyEricsson auch im Nachfolger eine Tastatur, bei der jede Taste mit zwei Buchstaben belegt ist. Ein Wippschalter links gedrückt, schreibt beispielsweise ein D auf den Schirm, ein Druck auf die rechte Seite produziert ein F. Da es sehr eng zugeht auf der Tastatur, bedarf es Geschick und übung, um Nachrichten und E-Mails auf Anhieb fehlerfrei schreiben zu können.

RSS-Feeds und Videotelefonie
Bei Internetanbindung und entsprechenden Interesse kann der Nutzer auch RSS-Feeds mit Nachrichten und anderen Inhalt von ausgewählten Websites und Blogs abholen. Einfach abonnieren, und die Feeds sind unterwegs. Ein praktisches Werkzeug für unterwegs, wenn mal zwischendurch Zeit für etwas Lesestoff ist. Videoanrufe unterstützt das Handy ebenso: Während eines Videogesprächs sieht der Nutzer seinen Gesprächspartner am Screen. Dieser bietet mit 240 x 320 Pixel eine relativ gute Auflösung und zeigt Bilder in bis zu 262.000 Farben.

Fazit
Das P1i bietet eine solide Performance hinsichtlich Sprach- und Videotelefonie und ist eine gute Mischung aus dem Walkmanhandy W950i und dem Smartphone M600i. Mit der Fülle an Anwendungen, die das Smartphone unterstützt, bietet SonyEricsson eines der derzeit ausgereiftesten Symbian-Handys am Markt. Negativ sind die schrecklichen Wipptasten zur Eingabe, positiv der sonst einwandfrei funktionierende Touchscreen (solange Stift und nicht Finger benutzt werden). Die Funktionsvielfalt hat aber auch ihren Preis: in Sachen Schnelligkeit könnte das Handy ab und dann einen Tritt in die Hinterseite vertragen. So kann der Start einer Anwendung schon mal mehrere Sekunden dauern.

Plus/Minus
+ Flexibilität bei den Eingabemöglichkeiten
+ Großer Speicher dank Grundausstattung mit 512-MB-Karte
+ Ausgereifte Schrifterkennung
+ Gute Kamera, guter Display
+ Preis/Leistungsverhältnis
- Langsamer Aufbau von Applikationen
- Druckpunke der Wipptasten

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Wieder dabei

Savernova wird erstmals vom an der ITnT teilnehmen. Treffpunkt : Halle 6, Stand A0411. Die Authentifizierungslösung Savernova Network ID verwaltet sicher die Zugriffe auf PCs und Netzwerke ohne zusätzliche Hardware zu benötigen. Die integrierte OTP (one-time-password) Technologie bietet zusätzlichen Schutz, indem bei jedem Login ein neues Passwort sichergestellt wird.

Savernova Lösungen basieren auf einer Passwort-Technologie, die es auf einfache Art ermöglicht 8-Zeichen-Passwörter mit Buchstaben, Zahlen und Zeichen zu generieren, ohne sich daran erinnern zu müssen. Aus den 95 druckbaren ASCII-Zeichen können mehr als 6.6 Billiarden verschiedene 8-Zeichen-Passwörter erstellt werden. Obgleich einige Entschlüsselungs-Programme fast 8 Millionen Kombinationen pro Sekunde testen, würde es im Schnitt noch 13 Jahre dauern um ein solches 8-Zeichen-Passwort zu entschlüsseln.


Rubicon, das auf den öffentlichen Bereich spezialisierte IT-Unternehmen, präsentiert auf der ITnT sein neuestes Produkt \"Acta Nova\". Das vollwertige ELAK-System unterstützt Verwaltungsabläufe durchgängig und hat die wesentlichen österreichischen E-Government-Funktionen bereits integriert. Nicht nur das Arbeiten wird mit Acta Nova deutlich einfacher und unkomplizierter, sondern auch die Nutzungsmöglichkeiten für Kunden, Softwarehersteller und IT-Berater. Acta Nova wird als Open Source Lösung angeboten - das ermöglicht allen Verwaltungsebenen einen einfachen Zugang zu diesem ELAK-System. Die Software kann ohne Schwierigkeiten den Bedürfnissen angepasst werden, wobei die änderungen bei einem Versionswechsel bestehen bleiben.

rubicon setzt bei Acta Nova dabei auf ein duales Lizenzmodell, das dem Kunden die Wahlmöglichkeit zwischen der kostenfreien, reinen Open Source Variante und einer kommerziellen Lizenz lässt. Die kommerzielle Lizenz stellt ebenfalls einen Source Code bereit, beinhaltet zudem aber auch Wartung und Support.


EIZO präsentiert auf der ITnT seine neuesten Bildschirmmodelle. Mit dem S1932 bringt EIZO einen neuen 19“-LCD-Monitor, der sowohl bei unbeweg­ten als auch bewegten Bildern eine klare und kontrastreiche Bildwiedergabe liefert. Mit den Modellen SX2761W und SX2461W ergänzt EIZO sein Widescreen Portfolio um zwei weitere High-End-Geräte. Ihr großer Farbraum strotzt geradezu mit satten und intensiven Farben. Mit ausgefeilten Features, wie dem erweiterten Farbraum und der 12-Bit-Hardware-Kalibrierung überzeugt der EIZO CG301W bei professionellen Grafikanwendungen. Und wegen seiner imposanten Größe von 30 Zoll begeistert er insbesondere in der Druckvorstufe und der digitalen Fotobearbeitung.
Aufgrund der großartigen Resonanz im letzten Jahr präsentiert sich Samsung auf einer erweiterten Fläche von 200 m² (Halle B, Stand B0315). Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Individuallösungen für mittelständische Betriebe. Im Rahmen von Vorträgen in der ITnT Key Note Area spannt sich der Themenbogen vom Kostenaspekt bei Druck- und Kopierlösungen bis hin zu integrierten Bildschirmarchitekturen für VoIP und Videoconferencing.

Als führender Hersteller von Monitoren und Druckern bietet Samsung einen Einblick in die Entwicklung individueller Produktlösungen und positioniert sich als leistungsstarker und innovativer Solution-Partner. \"Samsung definiert Lösungen nicht als angepasste, standardisierte Branchenapplikationen - für uns stehen ganz klar die individuellen Anforderungen jedes einzelnen Kunden im Vordergrund. Individuelle Anforderungen erfordern individuelle Lösungsansätze und damit auch individuelle Technologien“, präzisiert Christian Retinger, Head of Information Systems Business bei Samsung Electronics Austria.


Auf der größten österreichischen Technologie- und Telekommunikationsmesse präsentiert vertico software seine mehrfach ausgezeichnete VoIP Telefonie-Lösung \"Starface\". Die funktionale Software ist speziell für kleine und mittelständische Unternehmen entwickelt worden. Vertico software zeigt gemeinsam mit dem österreichischen Partner Cancom am Stand B0307 in Halle B dem Fachpublikum die Leistungsfähigkeit und einfache Bedienbarkeit von Starface.
StorageCraft ist Spezialist für Sicherheitslösungen im Bereich disk-based Backup, Disaster Recovery, System Migration und Data Protection für Servers, Desktops und Laptops. Das Unternehmen stellt seine High Speed Image Backup Lösungen vor (Halle A, Stand A0411). Eines der Messehighlights von StorageCraft ist ShadowProtect zur Erstellung eines “ExactState” Backups - mit null Ausfallzeit. Während in Windows weiter gearbeitet wird, können gleichzeitig für Desktops oder Server, inklusive Betriebssysteme, Applikationen, Konfigurations-Einstellungen und kritische Daten, Image Backups gezogen werden. Windows Systeme können in kürzester Zeit komplett wiederhergestellt werden. Pro Stunde können bis zu 4 Snapshots (Momentaufnahmen) für zuverlässige und schnelle Disk Backup Images realisiert werden.

Weitere Sicherheitslösungen von StorageCraft bieten Schutz für Servers, PCs und kritische Daten mit ShadowUser, ShadowServer, ShadowSurfer und ermöglichen die Verwaltung für konsistente und zuverlässige Server, PCs und Daten Backups mit Volume Snapshot und Volume Snapshot Manager.


Auch in diesem Jahr präsentiert Avira die neuesten Technologien zum Schutz vor Computerviren auf der ITnT in Wien. Nach einer erfolgreichen Premiere im letzten Jahr werden im Fokus der Messepräsenz die neuesten Sicherheitslösungen sowie das Thema Handyviren stehen. \"Auch Viren können telefonieren\" heißt es deshalb in der Halle B am Stand 0242: In seinen Vorträgen am Dienstag und Donnerstag warnt Rainer Witzgall, Executive Vice President der Avira, vor den oftmals stark unterschätzten Gefahren durch speziell für Handys und PDAs programmierte Viren.
Enterasys Networks präsentiert seine aktuellen Sicherheitslösungen. In Halle B, Stand B 0331 demonstriert der Netzwerkspezialist seine NAC-Lösung im Rahmen einer Live-Demo und wird außerdem mit Produkten aus dem Bereich SIEM vertreten sein. Mit der Secure Networks-Architektur präsentiert Enterasys eine Basis fürSwitch- und Controller-basierte NAC-Lösungen. Die benutzerfokussierte NAC-Technologie autorisiert ein genutztes Endgerät und gewährt den Zugriff auf Ressourcen aufgrund der Identität des entsprechenden Benutzers (und/oder Gerätes) sowie des Gerätestatus hinsichtlich sicherheitsrelevanter Parameter und Einstellungen. Gastlösungen können damit effektiv umgesetzt und Benutzergruppen getrennt werden. Darüber hinaus erlaubt diese Technologie die überprüfung und das Enforcement der Endgerätekonfiguration, Erkennung aller Netzgeräte wie Desktop, non-Desktop und Server sowie die Feststellung der aktuell vorhandenen Schwachstellen. Die herstellerneutrale NAC-Lösung kann in Infrastrukturen von Enterasys wie auch anderer Hersteller eingesetzt werden und erfordert kein Ersetzen von bestehenden Netzwerkkomponenten.

Mit der Dragon Security Command Console (DSCC), einem Security Information and Event Manager (SIEM), stellt der Netzwerkexperte eine Lösung vor, bei der alle sicherheitsrelevanten Informationen auf einem einzigen Display zusammengetragen werden. Die DSCC kann durch den integrierten Support von Produkten anderer Hersteller, wie Applikations-Software, Firewalls, VPN Gateways oder Antivirus Produkten, verschiedene Sicherheitsdaten erfassen, normalisieren, korrelieren und priorisieren. Aufgrund der kontextabhängigen Analyse des Netzwerkverhaltens (NBAD) können Day Zero-Angriffe sowie die Applikationen auf Netzwerkebene erkannt werden. Außerdem sind Compliance Reporting und Benchmarking zur Verifizierung der eigenen Security-Strategie möglich.


S&T hat die Niederlassungen der im Frühjahr 2007 übernommenen IMG in Deutschland, österreich und der Schweiz in eine gemeinsame organisatorische Einheit mit den S&T Einheiten in dieser Region zusammengefasst. Damit kann das Unternehmen den österreichischen Kunden das Know-how von rund 800 deutschsprachigen Mitarbeitern unkompliziert anbieten. Diese \"S&T/IMG DACH“ präsentiert sich bei der Fachmesse erstmals der öffentlichkeit. Im Mittelpunkt des Messeauftritts stehen vier aus den Stärken beider Unternehmen resultierende Themen: Managed IT Operations, IT Infrastructure Solutions, SAP Services und Management & Technology Consulting.

Der Messeauftritt von S&T bei der ITnT 2008 steht unter dem Motto des Mehrwerts. Der Mehrwert, den die Services des größten heimischen IT Dienstleisters den Kunden in Deutschland, österreich und der Schweiz bieten, wird während der Messetage besonders hervorgehoben. Im Zentrum der Präsentation stehen jene vier Themen, die S&T DACH im Jahr 2008 intensiv forcieren wird. \"Wir setzen die S&T und IMG Kräfte in diesen drei Ländern ab sofort gebündelt zum Vorteil unserer Kunden ein. Vom Management Consulting und der Optimierung der Branchengeschäftsprozesse auf Basis SAP bis hin zum Betrieb und der Optimierung der Infrastruktur können wir unseren Kunden das Gesamtspektrum der IT-Leistungen anbieten. Wir bieten uns als IT One-Stop-Shop für österreichs gehobenen Mittelstand an. Die ITnT ist ein erster öffentlicher Auftakt bei der Umsetzung dieser Ziele“, erklärt Georg Komornyik, Managing Director S&T Austria & Region General Manager S&T DACH.


Metasyst, der Logistikexperte, hat auch im Bereich E-Business-Lösungen mit der Fplus-Software ein Expertensystem auf dem Markt. Fplus ist ein effizientes Tool für Controlling- und Prozessoptimierung für Providerabrechnungen. Viele namhafte Firmen zählen zu den Fplus Kunden von Metasyst wie z.B. EVN, Verbund, Tele2, Kelag, Fernwärme Wien, Kapsch uvm. Nun bietet Metasyst allen Interessenten die Möglichkeit auf der ITnT am 7. Februar in der Zeit von 9.00 bis 13.30 Uhr in der Halle B (Stand B0405) sich über die unzähligen Möglichkeiten und Vorteile von Fplus zu informieren.
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Mission zur Bewegung

Dem Patienten von morgen wird wohl Einiges erspart bleiben.Musste er bislang mit einer Sammlung von Röntgenbildern in die Arztpraxen der Fachärzte pilgern, so erlauben es ihm nun Telemedizin und Telemonitoring, seine Körperchecks übers Internet und die Arztbesuche per Bildschirm zu erledigen. Für uptime-Geschäftsführer Nikolaus Kimla ist der Bereich Healthcare ist ein starker Wachstumsmarkt. Der Bedarf an stationären Plätzen sowie auch Pflegeheimen nehme extrem zu. \"Gleichzeitig wird die Anzahl der Patienten, die eine medizinische Fachkraft zu betreuen hat, immer größer\", konstatiert Kimla den Mangel an Pflegepersonal in den Betreuungseinrichtungen. Zudem müssten sich ärzte heute \"noch mit viel Schreibarbeit herumschlagen\". Dies koste Zeit, mitunter gehen wertvolle Patienteninformationen verloren. \"Unsere Mission ist es, den Arzt und seine Mitarbeiter durch IT derart zu entlasten, dass sie sich wieder auf ihre eigentliche Aufgabe - das ist die medizinische Dienstleistung - konzentrieren können.\"

Gefährdung der Patientenversorgung. Der uptime-Geschäftsführer sieht einen derzeit vorherrschenden \"immensen Aufwand\" für Dokumentation und Verwaltung im Gesundheitssektor. Drei von acht Stunden - fast 40 Prozent der ärztlichen Arbeitszeit - würden für Verwaltungsaufgaben aufgehen. Dies bestätigt auch die ärztekammer Steiermark. Einer Untersuchung zufolge fühlen sich 42 Prozent der österreichischen Spitalsärztinnen und Spitalsärzte durch Verwaltungsaufgaben und Administration sehr stark belastet. \"Hier ist der Ansatzpunkt für die IT. Die geeignete Software unterstützt den Arzt beiRoutinetätigkeiten wie der Befundeingabe und Arztbriefschreibung, bei der Erstellung von Tagesprotokollen, Statistiken und Kontrolllisten, bei der Wahlarzt- und Privatpatientenabrechnung sowie auch der Kassenabrechnung\", wirbt Kimla. Entscheidenddabei sei, \"dass die IT die Sprache der Medizin spricht und nicht umgekehrt\".

\"Man muss den ärzten die Möglichkeit bieten, alle Informationen zu einem Patienten gesammelt aus einem System abzurufen. Ganz nach unserem Motto Move the information, not thepatient!. ärzte haben dann nicht nur eine Momentaufnahme vor sich, sondern können auch den Verlauf über mehrere Wochen abfragen. Ein einheitliches, interdisziplinäres Kommunikationssystem bringt auch einen schnelleren Zugang zu Patienteninformationen in Notfällen\", so Kimla abschließend.

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Wieder dabei

Auf der ITnT 2008 präsentiert LG Electronics Lösungen aus den Sparten Monitor, Home Entertainment und Mobiles. Das neu designte Line-Up der LCD-Monitore wird zum ersten Mal in österreich präsentiert. Der 22-Zöller FLATRON L227WT hält weiters den Kontrastrekord von 10.000:1 und deckt zusätzlich 102 Prozent des NTSC-Farbspektrum ab. Weitere österreichpremieren auf der ITnT sind der neue Plasma TV der Serie PG3000, sowie die neue LCD Full HD Serie LG5000, die im Februar und März in den Handel kommen. Zu sehen gibt es die Produktneuheiten in Halle B/Stand 0303.
Hutchison 3G präsentiert sich mit vielen innovativen Lösungen für \"Mobiles Arbeiten“ auf einem 250m²-Messestand in Halle B/Stand B0308. Der 3Stand steht ganz im Zeichen praktischer Erfahrungen aus dem mobilen Alltag von 3Businesskunden. Praxisnahe Beispiele aktueller Referenzkunden werden in Form einer \"Lösungsstraße“ übersichtlich präsentiert und geben einen Einblick in das lückenlose Portfolio von 3. Denn 3 bietet sowohl großen und mittleren Unternehmen wie Marionnaud oder Dataform, aber auch Einzelunternehmern wie dem Spitzenkoch Adi Bittermann, der die Besucher am 3Stand live mit seinen selbst gekochten Köstlichkeiten verwöhnt, individuelle Lösungen für den mobilen Business-Alltag.

Zu den Highlights am 3Stand zählen neben aktuellen Business-Geräten (Nokia E90, Nokia N95 8GB, Nokia E61i) auch flexible Tariflösungen speziell für Businesskunden: So ist der DataPool, bei dem mehrere MitarbeiterInnen ein gemeinsames Kontingent für Datendienste nutzen können, ein zentrales Element im Bereich \"mobiles Breitbandinternet für Businesskunden“. Auch beim 3Genial Business Pool profitieren alle Teilnehmer von einem gemeinsamen Kontingent an Einheiten, die für Telefonie, SMS, MMS E-Mail und mobiles Internet verwendet werden können. BesucherInnen erfahren außerdem alles über neue HSUPA-Produkte (3WLAN Router, DataModem Huawei E270) und neue Businesslösungen wie Intellisync für MobileMail (powered by Nokia) oder das Betriebssystem Windows Mobile 6.0.


Novell präsentiert sich auf der diesjährigen ITnT erstmals exklusiv beim Fachdistributor FRANK Linux Systems in Halle A, Stand 0330. Kunden, aber vor allem neue Interessenten bekommen kompetente und professionelle Auskünfte rund um das Open Source Thema für die unterschiedlichsten Branchen und Einsatzumgebungen in Unternehmen und Institutionen.

Peter Latzenhofer, Geschäftsführer Novell GmbH österreich: \"FRANK Linux Systems verfügt über ein profundes Know how in der vielfältigen Open Source Thematik und sie zeichnen sich durch enge persönliche Kontakte zu Fachhandelspartnern aus, was einen regen Erfahrungsaustausch auf hohem Niveau erlaubt. Dies deckt sich ausgezeichnet mit dem Kernthema von Novell und unterstützt uns gegenseitig, auf der Netzwerkplattform ITnT 2008 nachhaltige Kontakte mit neuen Interessenten zu knüpfen und gemeinsam bestehende Beziehungen zu vertiefen.“


Natürlich ist Data Systems Austria auch heuer wieder auf der ITnT vertreten - diesmal in Halle A auf Stand A0320. Im Mittelpunkt unserer Software-Präsentationen stehen die Premiere von JET Business Intelligence, unsere ECM/CRM-Lösung JET WORKPLACE in neuem Design auf Basis der Microsoft Windows Presentation Foundation und .NET Framework 3.5, unsere neue ERP-Lösung JET OPEN mit einer Reihe neuer Features und vieles mehr. Hardwareseitig setzt Data Systems Austria auf Blade Server für KMUs sowie die Themen Virtualisierung und Konsolidierung. Erstmals gemeinsam mit dem Tochterunternehmen Madras an einem Stand werden zahlreiche Praxisbeispiele gezeigt.
Auch 2008 tritt der Distributor Omega wieder auf der ITnT auf - in Halle A, Stand 0908. Das 1991 gegründete Unternehmen ist heute der größte inländische Distributor in der österreichischen IT-Landschaft und vereint die namhaftesten Hersteller der Branche. Auf einer Fläche von 270m² präsentiert Omega-Top-Produkte der vertretenen Hersteller, wie NEC, LG, HANNspree, HP, Integris, Motion, Asus, PNY, Cherry, Club 3D, SMS, Ergotron und einigen mehr.
Fünf forschungsnahe Unternehmen aus dem Softwarepark Hagenberg stellen in Halle A, Stand 0834, neueste Software-Entwicklungen vor. Mit \"AMMI\" stellt FAW Software Engineering ein innovatives Werkzeug vor, das bei der Modellierung von Geschäftsprozessen neuartige Wege geht. Statt methodengebunden modellieren zu müssen, stehen den Anwendern nicht nur verschiedene Methoden zur Auswahl, sie können diese auch für eigene Anforderungen konfigurieren bzw. eigene Methoden abbilden. AMMI wird mit vordefinierten Standards wie UML, ITIL oder COBIT ausgeliefert, die an konkrete Aufgabenstellungen anpassbar sind. So werden z. B. Geschäftsprozessmodellierung, Modellierung von Kennzahlensystemen und Software- bzw. IT-Architekturen unterstützt.

RISC Software präsentiert Logistiklösungen mit denen mittels mathematischer Optimierung Leistungsfähigkeit und Qualität gesteigert und zugleich Kosten und Durchlaufzeiten gesenkt werden. Für den Großhandelsbereich wurde die gesamte Auftragskette vom Auftragseingang bis zur abgeschlossenen Lieferung durch Frächter in einem Graphen dargestellt, auf dem die Errechnung des optimalen Kosten-/Durchsatzverhältnisses erfolgt. Die Lösung wurde vollständig in die bestehende Warenwirtschaft des Kunden integriert. Auch Anwendungen auf Basis des Traveling Salesman werden vorgestellt.

Das Software Competence Center Hagenberg bietet mit seinem Performance Dashboard \"Qualitätscockpit“ eine optimale Unterstützung im Management der Software-Entwicklung. Mit dem Tool kann sich das IT-Management einen raschen überblick über qualitätsrelevante Faktoren für IT-Projekte verschaffen (z.B. Fehlerhäufigkeit, Performance in unterschiedlichen Meilensteinen etc.). Eine umfassende Datenbasis im Hintergrund ermöglicht, dass mit einem Klick Details und Zusammenhänge zu analysieren sind. Vom 1. Tag der Entwicklung an wird auf diese Weise die Softwarequalität transparent und steuerbar.

Wurm & Partner Unternehmensservice bietet als Outsourcing Partner für prozessorientierte Lösungen im Rechnungswesen und in der Informationstechnologie Service und Know-how auf allen Ebenen. Der Profi für sichere Server- und Großrechnersysteme, Netzwerkplanung und -betrieb stellt individuelle Lösungen zur Prozessverbesserung im Unternehmen vor. Dazu zählen ASP-Lösungen für Rechnungswesen und Lohnverrechnung, Anbindung an Microsoft Systemlandschaften und durchgängige Prozesse mit Workflow, elektronischem Archiv, Zeitmanagement und mit dem Management Informationssystem.

Die Hagenberger Software GmbH (HSG) ist das Zentrum für kommerzielle Softwareentwicklung im Softwarepark und von Hagenberg und Wien aus tätig. An der Front agieren hoch qualifizierte Informatikabsolventen, im Hintergrund FH- und Universitätsprofessoren als Gesellschafter. Als einziger Hagenberger Microsoft Gold Certified Partner entwickelt die HSG Framework-zentrierte Applikationen u.a. auf Basis von .NET 3.x, SharePoint oder Microsoft Bizalk. Die HSG ist im öffentlichen Bereich, für Großkunden wie AUA, voestalpine, Austria Tabak etc. sowie für kleine und große Produktentwickler tätig.


DigitalPersona ist ein führender Anbieter biometrischer Authentifizierungslösungen für Unternehmensnetzwerke, Entwickler und Hersteller von Endverbraucherprodukten. Das Unternehmen entwickelt, produziert und verkauft flexible Lösungen, die Probleme mit dem Passwort-Management lösen und so sowohl die Sicherheit von Anwendungen und Netzwerken verbessern als auch die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben gewährleisten.
Der diesjährige Messeauftritt von Interoute steht im Zeichen optimierter Unternehmenskommunikation. Auf seinem Stand in der Halle B demonstriert der Anbieter von \"Europas fortschrittlichstem Sprach- und Datennetzwerk\" seine gehostete Unified Communications-Lösung \"Interoute One\" sowie das Dateiversand-Tool \"Interoute Express\". Bei Interoute One benötigt ein Unternehmen keine zusätzlichen Geräte oder Infrastruktur, um die Vorzüge eines Unified-Communications-Konzeptes nutzen zu koennen. Leistungsmerkmale des gehosteten IP-Kommunikationsservers sind VoIP-Telefonie, sicheres Instant Messaging (IM), Präsenzinformationen und Videotelefonie zwischen Unternehmensnetzen.

Große Dateianhänge an E-Mails kännen Mailboxen verstopfen oder die Netzwerkleistung beeinträchtigen. Interoute Express schafft hier Abhilfe, indem es Dateien auf eine Online-Plattform hochlädt, wo sie der E-Mail-Empfänger abrufen kann. Interoute Express-Dateien werden über das IP-basierte Next Generation Network von Interoute ausgeliefert, was zusätzlich die Unternehmens-Mail-Server entlastet.


A-Trust präsentiert zusammen mit Partnern Lösungen und Angebote rund um E-Government. Besuchern wird Gelegenheit geboten, sich am A-Trust Stand über Vorteile und Funktionen der Bürgerkarte und der Qualifizierten Signatur zu informieren. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, die Bürgerkartenfunktion direkt vor Ort registrieren zu lassen - entweder auf einer bestehenden E-Card, Maestro-Karte oder auf einer eigenen, nach individuellen Wünschen gestaltbaren Extrakarte, die dann auch als Werbeträger genutzt werden kann.

A-Trust präsentiert sich zudem als Themenführer, Kompetenzpartner und Anbieter für alle Leistungen rund um die \"Qualifizierte Signatur“. Mit dem neuen Jahr erfolgte auch die Umstellung von der bisher verwendeten Verwaltungssignatur auf die Qualifizierte Signatur. Diese bietet nun die Basis für weitere Bürgerkartenapplikationen. Neben dem bereits etablierten E-Government wird die Bürgerkarte in Zukunft auch den Zugang zu anderen Bereichen ermöglichen und vielfältigste Anwendungen erlauben. Stand Nr. A 0315, Halle A.

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Food-Styles

\"Food-Trends sind zuverlässige Seismographen für gesellschaftliche Veränderungsprozesse“, sagen Anja Kirig und Hanni Rützler vom Zukunftsinstitut in Kelkheim in ihrer neuen Studie \"Food-Styles: Die wichtigsten Thesen, Trends und Typologien für die Genuss-Märkte“. Viele Megatrends würden sich häufig zuerst in scheinbaren Alltäglichkeiten manifestieren - wie etwa dem Essen, lautet die These der Autorinnen. So hat etwa die Globalisierung in der Nahrungsmittelaufnahme schon früh ihre Schatten voraus geworfen. Das Nahrungsmittelangebot ist deutlich angewachsen, die Speisen werden vielfältiger und \"exotischer“. In Deutschland wählen heute beinahe 50 Prozent der Restaurant- und Gaststättenbesucher \"ausländische Gerichte“. Wer zum Italiener oder Chinesen geht, gilt schon fast als essenskonservativ. Wer seine Weltoffenheit demonstrieren will, isst malayisch oder togolesisch. Neben dieser Internationalisierung des Essens führt die Globalisierung laut Kirig und Rützler gleichzeitig aber auch \"zu einer neuen Regionalisierung des Essens. Oder genauer: zur Stärkung kulinarisch markanter Regionen.“ Dabei spiele es aber keine Rolle, ob die Region vor der eigenen Haustür liegt oder es sich um Katalonien, Sechuan oder Lousiana handelt. Die Region wird zur Marke: Der Schinken sollte aus Parma stammen oder zumindest ein echter Schwarzwälder sein.
Vor diesem Hintergrund lassen sich auch die kulinarischen Auswirkungen des Megatrends der Neo-ökologie festmachen. Seit selbst die Diskonter in ihrem Sortiment auf ökologische Lebensmittel setzen, reicht das Bio-Mascherl zur Differenzierung vom Mitbewerb nicht mehr aus. Ein neu entstandenes Ethik-Bewusstsein hat den Blick auf das Essen nachhaltig verändert. Fair-Trade-Produkte sind längst nicht mehr die Spielwiese linker Konsumverweigerer, sondern gehören fix in das Sortiment großer Supermarktketten. Restaurants wie das katalonische \"99,9 Origens“, das 99,9 Prozent der verarbeiteten Lebensmittel aus der unmittelbaren Region bezieht, sind keine Erfindung von Globalisierungs-Panikern, sondern von innovativen, weltoffenen Kulinarikern. An die Stelle überstrapazierter und unspezifischer Begriffe wie \"Bio“ oder \"öko“ treten neue Attribute wie \"Terroir, \"Region“ oder \"CO2-frei“. Die Autorinnen bezeichnen diese Entwicklung als \"100-Meilen-Diät“. \"Immer mehr Verbraucher legen Wert auf Produkte, denen nicht der Faktor Klimakiller anhaftet, sondern die in ihrer direkten Umgebung produziert wurden - womöglich noch eine regionale Spezialität und Besonderheit sind.“ Eine Umfrage des Beratungsunternehmens Accenture hat ergeben, dass 70 Prozent der Verbraucher wissen wollen, wie viel CO2 für Produktion und Transport eines Lebensmittels angefallen ist. Neun von zehn wünschen sich aus diesem Grund ein größeres Angebot lokaler und regionaler Produkte. Kirig und Rützler sind überzeugt, dass die \"100-Meilen-Diät“ die Food- Branche nachhaltig verändern wird: Der Bio-Boom soll mittelfristig durch regionale und lokale Produkte abgelöst bzw. ergänzt werden und Konzepte, die nicht angebots- sondern nachfragebezogen funktionieren, sollen in den nächsten Jahren zur Erfolgsgeschichte werden - also Retailer, Gastronomen, Produzenten und Distributoren mit Angeboten aus der Region.

Ende des amerikanischen Jahrhunderts
Die Eröffnung des ersten amerikanischen Fast-Food-Tempels im holländischen Caandam am 21. August 1971 war eine Sensation und markierte eine Trendwende in den europäischen Esskulturen. Konzerne wie McDonalds oder Burger King machten nicht nur Hamburger und Pommes massentauglich, sondern vermittelten auch einen eigenen Lebensstil, der vor allem auf die Jugend Europas unwiderstehliche Anziehungskraft ausübte. Heute scheint die große Zeit der Amerikaner vorüber, zu alltäglich und gewöhnlich erscheinen mittlerweile ihre Essgewohnheiten und Lebensstile. Die Zukunft gehört laut Kirig und Rützler den Asiaten. Fernöstliche Food-Traditionen werden die europäischen Essgewohnheiten ähnlich stark verändern wie die amerikanische Esskultur in den letzten 35 Jahren. Unter dem Titel \"New Fusion Food“ sehen die Autorinnen die enorme Vielfalt der asiatischen Küche vor allem als Inspirationsquelle für europäische und amerikanische Starköche. Das Ergebnis sind völlig neue Gerichte und Geschmackserlebnisse, die eine Mischung aus Vertrautem, Exotischem und kulinarischer überraschung liefern. So serviert etwa Jean-Georges Vongerichten, vom Time-Magazin als \"the most globetrotting of all chiefs“ geadelt, in New York eine Foie-Gras Brulée mit Rhabarber-Saft, Sechuan-Pfeffer und Ananas und in Wien bereitet Kim Sohi ein mit warmen Schweinegrammeln gefülltes kaltes, rohes Tunfischfilet zu. Dass in der Schweiz sogar das Nationalheiligtum Maggi-Würze der Soja-Sauce weichen muss, sehen Kirig und Rützler als weiteres Indiz für den Siegeszug der asiatischen Küche. Unterstützung gibt es von prominenter Seite: Eine Auswertung des Guide Michelin in den Städten Barcelona, Berlin, London, New York, Paris, Stockholm, Wien und Zürich ergab jüngst, dass pan-asiatische Restaurants in der Top-Gastronomie bereits an dritter Stelle stehen.
Der Einfluss der asiatischen Küche wird laut Kirig und Rützler zum Innovationstreiber der Food-Märkte werden, nicht zuletzt durch die enorme Wirtschaftsdynamik des asiatischen Raums. \"New Fusion Food ist die historisch logische Konsequenz der Globalisierung, wie einst die Wiener Küche die logische Konsequenz des k.u.k-Vielvölkerstaates mit seinen vielfältigen regionalen Küchen war.“ Zudem kommt die \"New Fusion Food“ einem weiteren Megatrend entgegen. Die asiatischen Küchen gelten aus ernährungsphysiologischer Perspektive als die gesündesten weltweit.

Fazit
Die Food-Branche erlebt derzeit einen enormen Wandel. Die Produzenten, Retailer und Gastronomen stehen vor großen Herausforderungen. Der Gesundheitsaspekt wird weiter an Bedeutung gewinnen, ebenso der individuelle Zugang zum Essen. Die Zielgruppen-Logik des 20. Jahrhunderts hat ausgedient. Einkommen, Geschlecht und Schicht sind deutlich weniger ausschlaggebend für des individuelle Konsumverhalten als die jeweiligen Lebensumstände. Die Konsumenten von morgen können nur erreicht werden, wenn sie in ihrer individuellen, spezifischen Lebenssituation abgeholt werden, sind Kirig und Rützler überzeugt. Zudem erwartet der Kunde Transparenz und Glaubwürdigkeit. Und die beste Differenzierung vom Mitbewerb gelingt immer noch durch das Besetzen von Nischen und davon gibt es in der Food-Branche eine ganze Menge - vor allem in Zeiten des \"New Fusion Food“.

Die Food-Styles von morgen
Einige Rezepte für innovative Gastronomen, Händler und Produzenten

1. Neue Food-Stilgruppen ansprechen: Die Konsumenten von morgen werden nur erreicht, wenn sie in ihrer individuellen, spezifischen Lebenssituation abgeholt werden.
2.Nischen besetzen: In der Food-Branche gibt es unzählige Möglichkeiten, sich vom Mitbewerb zu differenzieren
3. Neue Allianzen: Der Kunde von morgen will sich nicht entscheiden müssen zwischen Genuss und Gesundheit, öko und Convenience, Region und Functional Food
4. Gesundheitlicher Zusatznutzen: 80 Prozent aller Konsumentscheidungen werden mit Gesundheitsaspekten angegangen
5. Das Auge isst mit: ästehtik ist nicht mehr das I-Tüpfelchen in der Küche, sondern wird vom Konsumenten mehr und mehr eingefordert

Quelle: Zukunftsinstitut

Ausstellungstipp:
Noch bis 15. Februar findet im Wiener Museumsquartier die Ausstellung \"Food Design\" statt. Die Ausstellung basiert auf dem gleichnamigen Buch der beiden Architekten Sonja Stummerer und Martin Hablesreiter, das 2005 für Furore sorgte und zum internationalen überraschungserfolg wurde. Der Inhalt: Warum sehen Esswaren so aus, wie sie aussehen - und nicht anders.
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»Glauben an uns«

Benno Weißmann ist nicht nur langjähriger Mitarbeiter des Business-Software-Herstellers SAP, sondern seit kurzem auch neuer Country Manager in österreich. Weißmann weiß, was die Kunden wollen: zuvor war er als IT-Leiter der Erzdiözese Wien tätig.

Report: Was hat sich der neue SAP-Chef für 2008 vorgenommen?
Benno Weißmann: Ich setzte zunächst auf Kontinuität im Geschäft. Revolutionäre Dinge werden jetzt nicht passieren - ich war ja auch ein wesentlicher Träger der bisherigen Vertriebs- und Marktkonzepte. Was sich verändern wird, ist eine Vorwärtsbewegung bezüglich Spirit, Selbstvertrauen und Marktsicht. Ich möchte SAP österreich von einem guten Mittelständler im Konzern zu einem der Top-Länder steigern. Wir sind hier zwar in einem gesättigten Markt im ERP-Bereich tätig, haben aber genügend Ideen und das Zeug für weiteres Wachstum. Also: Kontinuität im Generalplan, aber stärkeres Wachstum als der Gesamtmarkt.
Mir tut der Abgang meines Vorgängers Wolfgang Schuckert persönlich sehr leid, da wir uns über die Jahre sehr verbunden gefühlt und unseren Weg stets gemeinsam beschritten haben. Er hat mich vor rund zehn Jahren aufgenommen, und wir hatten trotz unterschiedlicher Führungsstile viele gemeinsame Sichtweisen.

Sie sprechen hier von ambitionierten Zielvorgaben. Der Marktführer wird es nicht leicht haben, stärker als der Mitbewerb zu wachsen.
Es gibt klare Zielvorgaben, die aber in Absprache mit uns getroffen wurden. Im Konzern wird keinem Land Wachstum zugemutet, das nicht möglich ist. Der gemeinsame Strategieplan bis 2010 ist sicherlich eine Herausforderung, aber vergleichbar mit der Marktsituation in Deutschland und der Schweiz. Die Gründer und der Vorstand sind hier sehr innovativ tätig. Während wir uns früher hauptsächlich mit Rechnungswesen, Personalwesen und Logistik beschäftigten, hat SAP heute eine Vielzahl an Branchenlösungen etwa für die Industrie oder den Retail-Bereich. Mit neuen Kunden in diesen Gebieten lassen sich doch noch Marktanteile generieren.
Der zweite Faktor heißt Technologie: Mit der serviceorientierten Architektur der Plattform Netweaver ist SAP in einem weiteren neuen Bereich tätig. Drittens: die Verbreiterung im Marktportfolio auf alle Unternehmensgrößen der Kunden. Die klassische Aussage, dass SAP nur große und teure Lösungen umsetzt, kleineren Unternehmen aber wenig bieten kann, gilt jetzt nicht mehr. Mit unserem Portfolio kann nun jede Betriebsgröße erreicht und serviciert werden. Die webbasierte Hosting-Lösung SAP Business by Design wird heuer ein großes Thema, indem sie Unternehmen die flexiblere und schnellere Einrichtung und Adaptierung ihrer Businesssoftware ermöglicht.
Weiters wollen wir im verstärkten Maße Produkte anderer Hersteller verkaufen, etwa Produkte von HP aus Bereichen wie Compliance, Rechenzentrums- und Betriebsführung, Job Scheduling, Dokumentation und Trainingssysteme. Zusätzlich gibt es eine Reihe an weltweiten Partnerschaften, in denen Unternehmen auf SAP-Basis neue Produkte entwickeln.
Mit all diesen Maßnahmen können wir auch in einem so gesättigten ERP-Markt wie österreich noch stärker als alle anderen wachsen.

Wie sieht dieses Ziel in Zahlen aus?
Laut IDC wächst der Markt um rund fünf bis sechs Prozent. Wir wollen unser Geschäft auf jeden Fall zweistellig steigern. Aus zwei Gründen: Wir glauben an uns und verfügen über einen Vorsprung mit neuen, innovativen Produkten.

Welchen geschätzten Marktanteil hat SAP in österreich?
Es gibt hier unterschiedliche Sichtweisen, die einen Vergleich schwierig machen. Die einen vergleichen das Peer-to-Peer-Geschäft, in dem SAP einen Anteil von über 50 Prozent gegenüber Anbietern wie Oracle Applications oder Navision hat. Wenn man aber alle Lösungen, auch Kleinstlösungen von Nischenplayern, herannimmt, kommen wir auf völlig andere Zahlen, auf einen Anteil von vielleicht 25 Prozent. Es macht auch einen Riesenunterschied, ob Sie reine ERP-Lösungen oder spezialisierte Branchenlösungen betrachten. Solche Betrachtungen und überlegungen überlasse ich gerne den Analysten. Sicher ist nur, dass SAP in allen diesen Bereichen Marktführer ist.

Wer sind die stärksten Mitbewerber im Mittelstand in österreich?
Abgesehen von Microsoft, das genügend Geld für Marketing und den Vertrieb von Geschäftslösungen hat und weitgehend über eine Microsoft-basierende Landschaft bei den Kunden verfügt, sind viele Nischenplayer am Markt tätig. In absoluten Zahlen gesehen ist dennoch der Faktor Eigenentwicklung unser größter Mitbewerber. Große Rechenzentren mit 500 oder 1.000 Programmieren entwickeln dann auch mit Werkzeugen unserer Konkurrenz: Oracle, WebSphere oder .Net.

Ist hier ein Bestreben, mit SAP Netweaver verstärkt einzudringen?
Wir wollen natürlich große Kunden und auch Neukunden überzeugen, mit Netweaver zu entwickeln. Wenn auch die angesprochenen Plattformen, die alle serviceorientierte Architekturen unterstützen, ohnehin miteinander arbeiten können. Kein Unternehmen ist heute gezwungen, bei einem Plattformwechsel alle Systeme zu erneuern. Das wäre auch nicht leistbar - weder von den Kosten noch vom Personalaufwand her. Ich denke aber, dass es nun zu einer zunehmend heterogenen Plattformlandschaft in den Unternehmen kommen wird. Die Applikationen können ja dank der überall vorhandenen Standards koexistieren.

Klingt nach einer heilen Welt.
Wir haben in österreich nicht die starken Antipathie und Polarisation unter den Marktteilnehmern, die man in anderen Ländern beobachtet. Aufgrund des kleinen Marktes sind viele Mitbewerber gleichzeitig auch Partner von SAP. Mit diesem Zustand können wir in österreich relativ gut umgehen. Es würde niemandem etwas bringen, brutale Methoden in der Mitbewerbsstrategie anzuwenden. Dabei würden alle verlieren, schlussendlich auch die Kunden. Diese würden bei großen Polarisierungen aufgrund von Unsicherheiten dann gar keine Entscheidungen mehr treffen.

Wann machen Standardlösungen Sinn?
Unsere standardisierten Industrielösungen beinhalten viele Businessprozesse aufgrund der Verwendung von Best-Practices. Das bedeutet gleichzeitig nicht, dass ein Kunde mit einer Standardlösung automatisch all seine Sorgen loswird. Der Einsatz von Standardlösungen ist vielmehr eine philosophische Frage: Will man von einem Softwarelieferanten oder will man von den eigenen IT-Leuten abhängig sein? Unternehmen können natürlich mit den besten Leuten und klaren Zielen optimale Eigenlösungen schaffen. Ich weiß das sehr genau, schließlich habe ich selbst einmal als Softwareentwickler begonnen. Wesentlich ist aber der Unterschied, dass Eigenentwicklungen niemals so schnell wie Standardprodukte ausgerollt werden können. In unserer Zeit sind Technologien schnell wieder überholt, auch das wirtschaftliche Umfeld kann sich schnell ändern. Unternehmen benötigen Lösungen, mit denen sie also ohne Verzögerungen starten können, und deren Handhabung auch nicht den Blick auf das eigentliche Kerngeschäft verstellen. Dass Standardlösungen in Unternehmen vorgeschickt werden, um Prozesse zu vereinheitlichen, ist ein weiterer Vorteil, den Führungsebenen oft sehen. Die richtige Vorgangsweise ist in jedem Fall, sich zuerst jene Prozesse zu überlegen, die verändert werden müssen, dann die passende Standardlösung mit den entsprechenden Best-Practices auszuwählen und umzusetzen. Das ist - das muss ich fairerweise sagen - nicht der Weg, den die Kunden üblicherweise wählen. Die Erwartungshaltung ist oft, dass mit dem Kauf eines Standardprodukts alles bereits erledigt sei. Projekte mit solchen Erwartungen gehen aber meist schief.

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