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Wandel mit E-Rechnung

Neben einem Einsparungspotenzial von bis zu 70 Prozent pro Unternehmen ist die elektronische Rechnungslegung (e-invoice) dem Software-Integrator Data Systems Austria zufolge ein \"wichtiger Meilenstein österreichs in der Realisierung von umfassendem E-Business\". Der im Sommer 2005 erschienene Erlass des Finanzministeriums hält nunmehr ausdrücklich fest, dass elektronisch übermittelte Rechnungen immer mit einer digitalen Signatur zu versehen sind und erteilt der so genannten \"fortgeschrittenen digitalen Signatur\" grünes Licht.

Die fortgeschrittene digitale Signatur gewährleistet in erster Linie Authentizität und Integrität einer Rechnung. \"Im ersten Anlauf wird immer von Kosten gesprochen,\" sagt Peter Neugschwendtner, Geschäftsstellenleiter der Data Systems Austria Linz, \"danach von möglichen Schwierigkeiten, die eigenen Kunden vom neuen Medium e-invoice zu überzeugen; und zuletzt vom unnötigen Medienbruch, wenn man eine elektronisch versandte Rechnung erst ausdrucken und ablegen muss.\" Dies sei aber falsch, meint Neugschwendtner, der das übel der mangelnden Information im Unwissen um die gesetzlichen Regelungen in österreich und deren praktischer Umsetzung sieht.

Ende für Faxrechnungen ab 2006 Ein aktueller Erlass des Bundesministeriums für Finanzen vom Sommer 2005 (BMF-010219/0183-IV/9/2005) regelt sehr eindeutig die rechtlichen Rahmenbedingungen für Versand und Empfang von elektronischen Rechnungen. So müssen \"e-invoices\" mit einer so genannten \"fortgeschrittenen digitalen Signatur\" versehen sein, die die Authentizität (Von wem stammt die Rechnung?) und die Integrität (Ist die Signatur gültig? Ist das Dokument unversehrt?) der Rechnung gewährleistet. Per E-Mail verschickte pdf- oder Word-Dateien ohne digitale Signatur sollen damit endgültig der Vergangenheit angehören. \"Mit ihnen war der Kriminalität Tür und Tor geöffnet\", berichtet der DSA-Experte.

\"Um einen Vorsteuerabzug geltend zu machen, sind diese Formen der Rechnungslegung vom Finanzamt immer schon riskant gewesen\", erklärt Neugschwendtner. Auch jene, die ihre Rechnungen bis dato per Fax übermittelt und damit finanztechnisch korrekt gehandelt haben, seien nun von Amts wegen gefordert, auf \"e-invoice\" umzusteigen. Ab 2006 sind per Fax übermittelte Rechnungen nicht mehr vorsteuerabzugsberechtigt, sofern sie nicht elektronisch signiert sind. Dasselbe gilt für Gutschriften. Auch sie müssen die fortgeschrittene digitale Signatur tragen, um als korrekt anerkannt zu werden.

Auch beim Thema Kosten lohnt sich eine genauere Betrachtungsweise. \"Schließlich zahlt es sich nicht für jedes Unternehmen aus, seine Rechnungen elektronisch zu signieren und zu verschicken. Ab 1000 Ausgangsrechnungen pro Jahr ist e-invoice aber auf jeden Fall sinnvoll. Pro Rechnung ersparen sich Unternehmen für Handling und postalische Zustellung mindestens einen Euro\", so Neugschwendtner weiter. Und nicht zuletzt spare die elektronische Reczhnungslegung den Unternehmen auch erhebliche Zusatzkosten. Bis zu 70 Prozent pro Firma sind möglich - bedingt durch Zeitersparnis beim Handling von Rechnungen und Kosteneinsparung bei der Archivierung, Recherche oder etwa Duplikatzustellung.

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Krisen-Modus: An!

EZB-Ratsmitglied Klaas Knot hat Spanien als größtes Risiko im Euroraum bezeichnet. Das zuletzt (durch die LTROs) verbesserte Klima an den Finanzmärkten habe den Reform-Druck auf die spanische Regierung verringert, die habe daher in den vergangenen Monaten notwendige Maßnahmen schleifen lassen. Knot fordert das Land zu einer rascheren Gangart bei der Sanierung auf, um das Vertrauen der Märkte wiederherzustellen. Die CDS-Spreads sind mittlerweile auf Rekordniveau gestiegen (siehe Chart!).


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Innsbrucker für Sicherheit

Das Innsbrucker Softwarehaus phion erweitert seine Marktpräsenz und fokussiert sich stärker auf das Segment der Security-Appliances. In Zusammenarbeit mit Appliance-Partnern wie Heavensgate und Secudos werden mit September neue angepasste Sicherheitslösungen angeboten, die speziell den Sicherheits- und Verfügbarkeitsbedürfnissen standortferner Niederlassungen, interner Unternehmensnetze sowie Schutz am Perimeter durch Content-Security entsprechen.

Auch zukünftig will phion die Expansion im Appliance-Segment durch weitere Partnerschaften und Produkte konsequent vorantreiben. Kunden profitieren laut phion dabei von \"bekannten und neuen Vorteilen\": Das bewährte phionOS für hohe Skalierbarkeit und effizientes Management, flexibles Lizenzierungsmodell sowie die Erweiterbarkeit der Hardware bleiben erhalten und auch die Funktionsumfang steht ohne Einschränkungen zur Verfügung. Gleichzeitig werden Installation und Recovery optimiert und Hardware-Partner stehen Kunden mit spezialisiertem Support zur Seite.

\"Mit dem verstärkten Engagement im Appliance-Sektor möchte phion das Optionsspektrum für seine Kunden erweitern, sodass für jede wirtschaftliche oder technische Anforderung eine optimale Lösung bereitsteht. Gegenüber Standard-Hardware zeichnen sich die phion Appliances dabei unter anderem durch Vorteile bei Beschaffung, Installation und Support aus\", erläutert Klaus Gheri, CTO und Mitgründer von phion Information Technologies.

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Konkursverfahren eröffnet

Das Handelsgericht Wien hat über die österreichische Pro Markt Hifi-Video-Elektrogeräte Handelsgesellschaft mbH das Konkursverfahren eröffnet. Betroffen sind 139 Dienstnehmer. Zum Masseverwalter wurde der Rechtsanwalt Walter Kainz bestellt, teilte der Kreditschutzverband von 1870 (KSV) mit. Hauptinsolvenzursache ist nach Unternehmensangaben die fehlgeschlagene Expansionsstrategie.

Im Gespräch mit Branchenmedien gibt sich Pro-Markt-Chef Branko Mihajlov kämpferisch: \"Das Unternehmen soll fortgeführt werden. Ein klares Fortsetzungskonzept liegt bereits am Tisch\". Die Mitarbeiter seien deswegen nicht zur Kündigung angemeldet worden. Die Lösung erhofft sich Mihajlov vorrangig von dem Einstieg eines Partners. Gespräche mit Investoren sollen weitergeführt werden.

Bisher sind laut KSV Bemühungen, einen Finanzierungspartner zu finden, erfolglos geblieben. Mit Passiva von 34,9 Mio. Euro handele es sich um den zweitgrößten Insolvenzfall des Jahres 2005 in der Alpenrepublik. Die Aktiva betragen nach Unternehmensangaben 17,6 Mio. Euro. Laut KSV werde der noch zu erstellende Insolvenzstatus aber ein weit ungünstigeres Vermögensbild zeigen. Das Management will das Unternehmen auch im Konkurs fortführen und den Gläubigern in weiterer Folge einen Zwangsausgleich anbieten. Laut KSV sind von der Insolvenz rund 260 Gläubiger betroffen.

Pro Markt, dessen 100-prozentige Tochtergesellschaften Makro Markt Audio-Video-Elektrogeräte-Foto HandelsgesmbH und MakroMarkt Hifi-Video-Elektrogeräte Handelsgesellschaft mbH nicht von der Insolvenz betroffen sind, betreibt derzeit sechs Filialen in Wien, Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark.

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Vision einer Evolution

Beim Ericsson Strategie- und Technologiegipfel in Shanghai hat Ericssons Vorstandvorsitzender Carl-Henric Svanberg seine Vision der 3G-Evolution unterstrichen. Die wachsende Nachfrage nach mobilen Inhalten und der absehbare Erfolg multimedialer Endgeräte als zusätzliche Medienkanäle trügen zur schnelleren Verbreitung von UMTS (3G) und Mobilem Breitband (HSDPA) bei.

\"Nutzer verlangen nach mehr mobilen Inhalten, Netzbetreiber halten Ausschau nach neuen Einnahmequellen und die Medien bedürfen neuer Distributionskanäle. In der Contentindustrie steckt ein großartiges Potential unsere Vision von einer \"All-Communicating World\" voranzubringen,\" so Svanberg.

Mit beinahe schon zwei Milliarden Menschen oder rund 30 Prozent der Weltbevölkerung als Teilnehmern sei die Mobilfunkbranche zu einem attraktiven Markt für Bandbreite-intensive Anwendungen wie mobile Musik-, Spiele- und TV-Angebote geworden. Das auf UMTS (WCDMA) basierende Mobile Breitband (HSDPA) stelle Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 14 Mbit/s zur Verfügung.

Auf dem Gipfel gab Svanberg eine strategische Kooperation im Forschungs- und Entwicklungsbereich mit dem Shanghai Research Centre for Wireless Communications (SHRCWC) bekannt. Im Rahmen dessen werden beide Parteien an zukünftigen Technologien wie Super 3G und 4G zusammenarbeiten. Die Kooperation ist ein weiterer Beleg für Ericssons Engagement für die Weiterentwicklung der Telekom-Industrie in China. Mats Olsson, President von Ericsson Greater China, bestätigte den langfristigen Charakter dieses Engagements: Ericsson werde in den nächsten fünf Jahren im Umfang von einer Milliarde US Dollars in China investieren.

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Telefon, Kamera & Rockn’ Roll

Heutzutage gibt es kaum jemanden, der selbst unterwegs nicht auf seine Lieblingsmusik verzichten möchte. Aus diesem Grund wird der Markt geradezu von neuen MP3-Playern überschwemmt. Immer beliebter wird auch die Kombination von Musik und Telefonie. Das Motorola ROKR ist zwar nicht das erste Musik-Handy auf dem Markt, doch Experten gehen davon aus, dass diese Kombination eines Design-Mobiltelefons und des Online-Musikladens iTunes die rund 70 existierenden Modelle der Konkurrenz bald auf die Plätze verweisen wird.

Das Modell besticht weniger durch sein äußeres als durch die Möglichkeit, Apples iTunes abzuspielen. Dazu wurden extra Tasten in das Gerät eingebaut, die die Musikfunktion aktivieren - per Knopfdruck kann man von Musikhören auf Telefonieren umschalten und umgekehrt. Das Handy soll sich über einfache Menüs und Navigation leicht bedienen lassen. Im Telefon lassen sich nach Herstellerangaben \"bis zu 100 Songs\" speichern. Zudem wird das ROKR mit einer Transflash-Karte bzw. Micro-SD-Karte mit einer Kapazität von 512 MByte ausgeliefert, so dass man die Speicherkapazität auch erweitern kann.

Zum Anhören der Lieder gibt es eine den iPods sehr ähnliche Oberfläche, bei der man neben Playlisten auch einzelne Songs auswählen kann, die nach Albumname, Songname oder Künstler sortiert werden können. Eine Shuffle-Funktion gibt es natürlich auch. Das Motorola ROKR schaltet die Musik automatisch auf stumm, sobald ein Anruf kommt. Nach dem Gespräch besteht die Möglichkeit, an der gleichen Stelle fortzufahren. Ebenso bietet es die Möglichkeit, dem aktuellen Hit ungestört zu lauschen, während Nachrichten bearbeitet oder Fotos geschossen werden.

Ausstattung
Zur Ausstattung des ROKR gehören ein Farbdisplay, das CD-Cover mit einer Auflösung von 176 x 220 Pixeln und bis zu 262 Farben darstellen kann, integrierte duale Stereolautsprecher und Stereokopfhörer, die gleichzeitig als mobiles Headset mit Mikrofon dienen.
Die eingebaute Digitalkamera arbeitet in VGA-Auflösung (640 x 480 Pixel) und verfügt über ein 4fach-Zoom, das aber nur digital arbeitet. Eine Videofilm- und Wiedergabefunktion ist ebenso eingebaut wie die Möglichkeit, die aufgenommenen Werke auch zu verschicken und zu empfangen. Songs allerdings kann man nicht zu anderen Handys schicken.

Mit dem Rechner wird das iTunes-Handy per Kabelverbindung über den USB-Port verbunden. In der dort zu installierenden iTunes-Software 4.9 für Windows und MacOS kann man festlegen, welche Lieder auf das Handy übertragen werden sollen - danach beginnt der Upload.

Die Sprechzeit wird vom Hersteller mit bis zu 9 Stunden und die Bereitschaftszeit mit bis zu 9 Tagen angegeben. Das Gerät misst 10,8 x 4,6 x 2 Zentimeter und wiegt 107 Gramm. Es wird in österreich im Laufe des 4. Quartals 05 im Handel sein -spätestens zum Weihnachtsgeschäft. Der Preis wird ohne Kartenvertrag knapp unter 400 Euro sein.

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IWF-Finanzstabilitätsbericht: Düster

Der IWF hat am gestrigen Mittwoch seinen Finanzstabilitätsbericht (Global Financial Stability Report) vorgelegt. Er geht davon aus, dass europäische Banken bis Ende 2013 ihre Bilanzen stark verkürzen werden. Der IWF stützt sich dabei auf drei Szenarien zur Entwicklung des Bankensektors, die u.a. Angaben der Banken selbst basieren. Diese hatten angekündigt, ihre Bilanzen mittelfristig um Aktiva im Umfang von rund 2 Bio. Dollar zu kürzen.


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Angepasste Technologie

Entwickelt und geplant wurde das S-House von Robert Wimmer, der Gruppe Angewandte Technologien der TU Wien (GrAT) und dem Architekten Georg Scheicher. »Im Vergleich zu konventionellen Gebäuden wird nur ein Zwanzigstel an Energie und ein Zehntel an Ressourcen benötigt«, so Wimmer. Der Rahmen des Bauwerks ist aus Massivholz, als Dämmstoff wurde Stroh verwendet. Befestigt wird die Fassade auf der Strohdämmung mit einem Befestigungselement aus Biokunststoff. Selbst auf die sonst für die Luftdichtheit übliche Folie wurde verzichtet. Die Lüftungskanäle sind aus Zirbenholz, die Kabeltrassen aus Fichtenholz. Geheizt wird mit Biomassespeicherofen. Finanziert wurde der 1,5 Millionen Euro teure Bau im Rahmen des EU-Programms »Life Umwelt« der Programmlinie »Haus der Zukunft« des BMVIT und vom Land Niederösterreich. Ein Gutteil des Geldes floss in die Entwicklung neuer Lösungen. Für ein ähnliches Gebäude fände man jetzt mit 1500 Euro pro Quadratmeter das Auslangen, betont Wimmer. Das Gebäude erhielt anlässlich der Expo 2005 in Japan den »Global 100 Eco Tech Award«.
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