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Dominanz von Nokia und Motorola

Die Hersteller haben laut Studie mit 190,5 Millionen Geräten 21,6 Prozent mehr abgesetzt als ein Jahr zuvor, teilte Gartner im britischen Egham mit. Die Hälfte des Absatzes entfiel auf Marktführer Nokia und die amerikanische Motorola Inc. Der deutsche Siemens-Konzern verlor hingegen weiter Marktanteile.

Der Marktanteil von Nokia erhöhte sich um 2,3 Prozentpunkte auf 31,9 Prozent. Der finnische Konzern hat nach einer Schwächephase sein Produktportfolio verbreitert. Der Anteil von Motorola wuchs um 2,2 Prozentpunkte auf 17,9 Prozent. Im vergangenen Jahr belegte der US-Konzern noch Rang fünf der weltweit größten Handy-Lieferanten. Auf Rang drei folgt Samsung mit 12,8 (Vorjahr: 12,1) Prozent. Einbußen verzeichneten Sony Ericsson (6,2 Prozent) und Siemens. Die Handy-Sparte von Siemens brach um 2,2 Prozentpunkte auf 4,7 Prozent ein.

Im 3G Segment ist Nokia die unumstrittene Nummer eins. Allein im zweiten Quartal des Jahres haben die Finnen neun Millionen 3G Handys verkauft. Gemessen am gesamten Handymarkt nimmt sich der 3G-Anteil aber noch gering aus. Nur fünf Prozent aller weltweit verkauften Handys waren im zweiten Quartal 2005 3G Mobiltelefone.

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Neue Gesichter

Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung soll die Schwerpunkte für die österreichische Forschungspolitik ausarbeiten und eine Schlüsselrolle für die Entwicklung der österreichischen Wissenschafts- und Forschungslandschaft innehaben. \"Erst vor wenigen Tagen hat das Expertengremium die Forschungsstrategie 2010 präsentiert. Die von mir bestellten Mitglieder stehen für eine Fortsetzung der hochwertigen Arbeit des Rates\", erklärte Bundesministerin Gehrer.

Gehrer bestellte Univ.-Prof. Dr. Günther Bonn, Vorstand des Institutes für Analytische Chemie und Radiochemie der Universität Innsbruck, Univ.-Prof. Dr. Dervilla Donnelly, Vorsitzende des \"Dublin Institut for Advanced Studies\" und Dipl.-Ing. Albert Hochleitner, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG österreich wieder. Als neues Mitglied bestellte Bildungsministerin Gehrer Dr. Gabriele Zuna-Kratky, Direktorin des Technischen Museums Wien, die Univ.-Prof. Dr. Gottfried Brem nachfolgt.

Zuna-Kratky ist eine Vertreterin der kulturwissenschaftlichen Forschung. Seit 1.1.2000 arbeitet sie als Direktorin des Technischen Museums Wien, einer \"wissenschaftlichen Anstalt öffentlichen Rechts\" mit einer beträchtlichen Forschungsleistung. 20 Prozent der Mittel gehen in nationale und internationale Forschungsprojekte, darunter Kooperationsprojekte mit der Fraunhofer-Gesellschaft in Deutschland. Zuna-Kratky ist unter anderem Universitätsrätin an der Universität für Angewandte Kunst Wien, Kuratoriumsmitglied im Deutschen Museum München und Stiftungsrätin im Berliner Technikmuseum. Durch ihre Tätigkeit und ihre zahlreichen Sonderausstellungen trägt sie zur Bewusstseinsbildung über die Bedeutung der Wissenschaft bei und ist auch eine kompetente Expertin in der Vermittlung von Forschungsergebnissen.

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China ist anders

Immer mehr europäische Unternehmen nutzen China als Produktions- und Einkaufsstandort. Doch neben sehr attraktiven Arbeitskosten gibt es auch Risiken, die bei einem Engagement im Reich der Mitte zu berücksichtigen sind. Es gilt, Vor- und Nachteile sorgfältig abzuwägen und über mögliche Alternativen - vor allem über die mittel- und osteuropäischen Staaten - nachzudenken. Denn die Produktionsverlagerung nach China rechnet sich nur für bestimmte Produktgruppen. Das sind die Kernaussagen der neuen Studie \"A straightforward look at China\" von Roland Berger Strategy Consultants.

\"Das Reich der Mitte ist - vor allem auf Grund der niedrigen Lohnkosten - als Produktionsstandort für standardisierte, arbeitsintensive Erzeugnisse mit stabiler Nachfrage attraktiv\", erklärt Rupert Petry, Partner bei Roland Berger Strategy Consultants. Handelt es sich jedoch um maßgeschneiderte Produkte, die oft gemeinsam mit dem Kunden entwickelt werden, und Erzeugnisse, die Nachfrageschwankungen unterliegen, können die mittel- und osteuropäischen Staaten eine interessante Alternative darstellen. \"Diese Länder bieten im Vergleich zu China einige entscheidende Vorteile: Sie zählen zum europäischen Kulturkreis und verfügen über gut ausgebildete Arbeitskräfte mit beachtlichen Fremdsprachenkenntnissen. Dazu kommt noch die geografische Nähe und eine entwickelte Verkehrsinfrastruktur\", so Petry.

Produktionskosten in China steigen rasch
Mittelfristig betrachtet sind es hauptsächlich die niedrigen Arbeitskosten, die für das Reich der Mitte sprechen. Andere Kostenkomponenten befinden sich bereits auf Weltmarktniveau oder werden sich diesem in naher Zukunft annähern. \"Vor allem bei Rohstoffen liegt China - auf Grund der anhaltend hohen Nachfrage - bereits in vielen Bereichen über den weltweit üblichen Preisen, auch die Transportkosten steigen rasch. Gut ausgebildete Manager mit Sprach-, Markt- und Branchenkenntnissen sind schwer zu finden und entsprechend teuer\", weiß der Berater. Auch die Lohnkosten wachsen jährlich um durchschnittlich zehn Prozent, allerdings auf sehr niedrigem Niveau.

Effizienz neu definieren
Viele europäische Unternehmen, deren Produkte und Geschäftsprozesse hoch automatisiert sind, stehen vor einem paradoxen Problem: Sie sind zu effizient für das Reich der Mitte. \"Wenn diese Firmen langfristig von den niedrigen Arbeitskosten in China profitieren wollen, müssen sie den Begriff Effizienz neu definieren\", sagt Petry. Sinnvoll ist es, einfache Prozesse, Produkte oder Teile in China zu produzieren oder einzukaufen. \"Europäische Unternehmen müssen Produkte entwickeln, die viele Menschen rund um die Uhr erzeugen können. Nur dann rechnen sich Investitionen in den chinesischen Markt.\"

Mit dem richtigen Mix zum Erfolg
\"China ist anders, nicht einmal mit einem anderen asiatischen Land vergleichbar. Deshalb gibt es keine allgemein gültige Erfolgsstrategie für Unternehmen, die eine Niederlassung im Reich der Mitte planen\", erklärt Petry. Der Hauptunterschied zu anderen Staaten besteht darin, dass landesspezifisches Know-how von außen neu aufgebaut werden muss. \"Da hier quasi nach dem Trial and Error-Prinzip vorgegangen wird, kann der Weg nach China auch sehr teuer werden\", so der Berater. Generell sieht Petry China als Hoffnungsmarkt, schränkt aber ein: \"Niemand kann mit Sicherheit sagen, in welche Richtung sich das Land langfristig entwickeln wird.\"

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Verbund treibt es bunt

\"Es sind eine Reihe von potentiellen Partnern an uns herangetreten“, sagt ein Verbund-Sprecher. Ohne eine Kundenzahl zu nennen - dies bleibt freilich dem Verbund-Oberhaupt Hans Haider vorbehalten - sei man mehr als zufrieden. Der Endkunden-Businessplan für heuer sei bereits erfüllt, heißt es. Dabei beginnt die Verbund-Vertriebs-Maschinerie erst richtig zu tuckern. Für den Herbst bereits eingefädelt ist eine Abo-Aktion mit der Illustrierten News. Mit dem Abschluss eines Stromvertrags handelt man sich dann auch gleich noch ein News-Abo ein. Zudem, so der Verbund, wären Betriebsräte mancher großer Unternehmen angetreten um ihren Mitarbeitern Sonderaktionen zu offerieren. Was für Arbeitnehmer gut ist kann für die Wirtschaft nicht schlecht sein, weshalb neuerdings auch die Wirtschaftskammer die Verbindung zum Verbnund sucht.

Interessant an den Jubelbotschaften des Verbunds ist, dass jene Versorger, denen der Verbund scheinbar Kunden abspenstig macht davon nichts bemerken wollen. In der Steiermark gingen, so ein Estag-Sprecher, bislang lediglich dem Unternehmen Unsere Wasserkraft die Verbund-Mitarbeiter und deren Chefs verloren, die zu früheren Zeiten aus Loyalität zum eigenen Arbeitgeber ihre Energie dort bezogen - der Verbund war ja einst beteiligt. In der Steweag Steg sei vom Verbund nichts zu bemerken. Wobei freilich zu berücksichtigen ist, dass die Steiermark vielleicht gar nicht vorrangiges Kampfgebiet ist. Dort will man ja nach den Landtagswahlen auf höherer Ebene punkten. Weh tun soll es ja den in der Energie-Allianz versammelten Versorgern. Und dort sind die Schotten dichtgemacht. Die Vertreter der Allianz-Versorger berufen sich auf den Umstand, dass sie ihre Vertriebsaktivitäten ja an die E-Allianz abgetreten haben. In der Energieallianz fühlt man sich nicht befugt Auskünfte über Vorgänge in den Allianzunternehmen zu erteilen.

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HochTief Premiere

Andreas Gobiet, Präsident der Wiener Kammer für Architekten und Ingenieurkonsulenten hatte als Projektentwickler Großes vor. Unter dem Label »Simply 11« sollen in Wien Simmering an der U3-Station Zippererstraße fünf Bürogebäude mit einer Gesamtfläche von 33.100 Quadratmetern realisiert werden. Geplant hat die Bauten von Delugan-Meissl, der Baubeginn war für Herbst 2006 vorgesehen. Daraus wurde nichts. Seit kurzem heisst das Projekt \"Marximum“, hat eine Größe von 40.000 m² und ist das erste Projekt der HochTief Develeopment in österreich. Gplant ist eine campusartige Bebauung in der auch der Erholungswert nicht zu kurz kommen soll.
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Back to School…

Speziell für die Ansprüche von Schülern und Studenten hat MAXDATA rechtzeitig vor dem Schulbeginn eine Notebook - Aktion ins Leben gerufen.

Top-Technologie und Qualität
Die zum Aktionspreis angebotenen Modelle sind alle speziell auf die Bedürfnisse von Schülern und Studenten zugeschnitten. Das Preis/ Leistungsverhältnis ist dabei wesentlich. Zusätzlich erhalten zukünftige MAXDATA - User im Rahmen dieses Angebotes eine Microsoft Wheel Mouse Optical und einen 256 MB USB Stick als besonderes Zuckerl dazu. Bei den Modellen der PRO Serie gibt es eine kostenlose Speicherverdoppelung extra.

Preisschlager: MAXDATA ECO 4500 IW
Das Modell mit dem 15,4 Zoll WXGA-Display (Widescreen) erleichtert die Arbeit mit mehreren offenen Fenstern und Excel - Sheets oder Präsentationen im Schulalltag. Außerdem gewährleistet der Silent - Mode - Schalter ein besonders geräuschloses Arbeiten. Das intelligente Powermanagement - System verursacht darüber hinaus eine sehr energiesparende Arbeitsweise.
Preis: 999,-- Euro

Das Allround Schoolbook: MAXDATA PRO 6000 I
Dieses Modell der PRO Serie verfügt über sämtliche Features die im Schul- oder Unialltag von Vorteil sind. Durch die verbesserte Intel Stromspartechnologie Speedstep 3 überzeugt das Notebook durch seine besonders leise Arbeitsweise und die Anschlussvielfalt von vier USB 2.0 Anschlüssen und der Gbit LAN Schnittstelle. Der neue Intel 915GM Sonoma - Technologie sorgt für bessere Audio -, Video - und Kommunikationsleistungen.
Preis: ab 1.149,-- Euro

Bessere Multimedialeistungen: MAXDATA PRO 8100 IS
Das 2. Modell der PRO Serie ist ausgestattet mit Intel Sonoma - Technologie und verfügt dadurch über bessere Audio-, Video- und Kommunikationsleistungen. Das hochauflösende SXGA+ Display und seine erstklassige Hochleistungsgrafikkarte sorgen für eine tolle Bild- und Multimediadarstellung. Weiters verfügt das High End Notebook über LAN bis zu 1 GBit und einen Port - Replikator - Anschluss. Zusätzliches Feature: NIVIDIA GeForce 6600 Grafik mit 128 MB Speicherkapazität.
Preis: ab 1.399,-- Euro

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Balanced Leadership leben

Mit dieser Kolumne wird die Serie, die im März 2011 begann, abgeschlossen. In der nachfolgenden Abbildung1 werden die neun Beschreibungs- und Gestaltungsfelder genannt, die  im vergangenen Jahr einer Beschreibung und gestaltungsorientierten Betrachtung unterzogen wurden.

 

 

 

 

 

 

 

Die neun Beschreibungs- und Gestaltungsfelder sind jene, denen nach der Meinung des Autors aus der Sicht von Praxis und Wissenschaft eine besonderen Bedeutung zukommt. Der jeweiligen Ausgangssituation, den Zielen und den internen und externen Anforderungen entsprechend ist mittel- und längerfristig eine Balanced Leadership – eine Ausgewogenheit der Qualitäten in der Führung – anzustreben, damit eine herausragende Performance von Unternehmen über einen längeren Zeitraum hinweg realisiert werden kann.

In dieser Serie wurden Unternehmen als ein mehr oder weniger geordneter Haufen von Projekten angesehen, die auf einer gemeinsamen Infrastruktur aufsetzen und das Ziel verfolgen, Werte zu schaffen. Eine Reflexion der Inhalte der vorangegangenen zehn Kolumnen2 brachte nachstehende Themenstellungen, die ihrer besondere Bedeutung bei der Verbesserung der Performance wegen in der Folge nochmals kurz angesprochen werden sollen.

>> Personalfluss kommt vor Geldfluss <<

Personal wird angezogen, strömt in das Unternehmen herein, erbringt Leistungen, entwickelt sich und strömt früher oder später aus diesem wieder hinaus. Die Gestaltung des Personalflusses kann als eine Kernaufgabe der Führung und jeder Führungskraft angesehen werden. In der nachfolgenden Abbildung wird der Personalfluss in seinen Grundzügen dargestellt.

 

 

 

 

 

 

 

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes »Initiativen- und Umsetzungsorientiert Führen«3 zeigen, dass selbst in den guten Unternehmen das Personalflussmanagement von den Führungskräften nur mit etwas über mittelmäßig liegend bewertet wird.4 Diese Ergebnisse zeigen auch, dass das Personalflussmanagement sehr hoch signifikant mit dem »Trennen« und hoch signifikant mit dem »Anziehen«, »Integrieren« und, »Entwickeln« von Personal und deren »Pflichterfüllung« zusammenhängt.5

Von besonderer Bedeutung für das Personalflussmanagement, und damit die Performance von Unternehmen, scheinen der Beginn und das Ende zu sein. Am Beginn kommt es auf die Attraktivität des Unternehmens am Arbeitsmarkt und beim Ende auf das rechtzeitige Trennen von Personal, wenn die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter die geforderten Leistungen trotz mehrmaligen Bemühens nicht erfüllen, an. Bei der Gestaltung des Personalflusses sind noch sehr interessante Felder für die Verbesserung der Performance des Unternehmens vorhanden. Ein guter Personalfluss kann als eine der wesentlichsten oder die wesentlichste Voraussetzung für einen guten Geldfluss angesehen werden.

>> Pflichtleistungen durch freiwillige Zusatzleistungen überhöhen <<

Wir geben uns viel zu oft schon mit der Erfüllung der pflichtgemäßen Anforderungen zufrieden und vergeben damit die Chancen, die aus der Erfüllung von freiwilligen Zusatzleistungen resultieren. Nachstehende Abbildung zeigt die damit entgehende Chance auf.6

Plichtleistungen durch freiwillige Zusatzleistungen überhöhen

 

 

 

 

 

 

 

Es geht also um die Wandlung von Mitarbeitern zu Mitgestaltern. Die Erfüllung der Pflichtleistungen berechtigt zum Mitspielen, aber auch nicht immer. Wer nach Überlegenheit strebt, der ist auf die Erbringung von freiwilligen Zusatzleistungen angewiesen. Für diese Erbringung sind Voraussetzungen zu schaffen, welche die Selbstmotivation fördern. Es geht dabei darum, dass die Mitarbeiter ihren Beitrag zur Leistungserstellung kennen, verstehen, welchen Nutzen sie stiften, eine passende Kommunikation pflegen und dass ausreichend Feedback gegeben wird. In dem oben bereits genannten Forschungsprojekt wurde ein sehr hoch signifikanter Zusammenhang von »Freiwilligen Zusatzleistungen« mit der »Leadership« und ein hoch signifikanter mit dem »Energetisieren« und der »Kultur« festgestellt. In Unternehmen, in welchen ein hohes Ausmaß an »Freiwilligen Zusatzleistungen« festgestellt wird, passen die Qualitäten der Führung zu den Anforderungen. Es brummt (hoher Energiefluss) in ihnen und das Personal wird zu hohen freiwilligen Zusatzleistungen hingezogen. Das Unternehmen ist für das Umfeld attraktiv und daher in der Lage, jene Ressourcen, die es braucht, anzuziehen.

>> Spezifischen Leistungskern sichtbar und spürbar machen <<

Bei der Herausarbeitung des spezifischen Leistungskerns geht es um das Erkennen der von außen und innen kommenden Leistungserwartungen. Aus dem für das Unternehmen spezifischen Leistungskern leitet sich der Selbstauftrag – das Mandat – und dann in der Folge das Leistungsangebot des Unternehmens nach außen und innen ab. Nachfolgende Abbildung weist auf Fragen hin, die man bei der Herausarbeitung stellen und beantworten sollte.7

Leistungskern als strategischen Leitrahmen herausarbeiten

 

 

 

 

 

 

Die Beantwortung der in der Abbildung genannten Fragen ist eine anspruchsvolle Arbeit, die in Teamarbeit durchgeführt werden sollte. Aus der Beantwortung leiten sich sachlich nachvollzieh- und messbare Leistungsaufträge und daher eine Verantwortung begründende Führung und Umsetzung ab. Der Fokus des Unternehmens ist von einem Empfinden des spezifischen Leistungskerns durch die Kunden zu begleiten. Danach ist der Wettbewerb in die Betrachtung einzubeziehen, um eine nachvollziehbar wirkungsvolle Positionierung in diesem zu ermöglichen. Letztlich ist zu bestimmen wo das Unternehmen bessere Voraussetzungen und Kernkompetenzen hat bzw. noch entwickeln muss.

Das Bestimmen, Stärken und Verändern des spezifischen Leistungskerns von Unternehmen stellen bei einem näheren Hinsehen ein fokussiertes Bemühen zur Unternehmensentwicklung und Weiterentwicklung dar. Die Ergebnisse des bereits genannten Forschungsprojekts zeigen die Bedeutung der Spürbarkeit des spezifischen Leistungskerns bei den Kunden, der geschlossenen Vermittlung der Markenbotschaft, der Ausrichtung der Prozesse, Ressourcen bei der Führung der Marke von Unternehmen auf.8

>> Zusammenhang von Spürbarkeit des spezifischen Leistungskerns, Ausrichtung und exzellenter Ausführung <<

Wenn heute von dem Streben nach Exzellenz immer häufiger gesprochen wird, dann hat dies einen sehr realen Hintergrund. Es konnte in dem bereits genannten  Forschungsprojekt erkannt werden, dass die Spürbarkeit des spezifischen Leistungskerns bei dem Kunden sehr hoch signifikant mit dem Streben nach Exzellenz in der Ausführung verbunden ist. »Gut genug« reicht ganz einfach nicht aus, um eine emotional positiv ansprechende Verbindung zwischen Kunden und  Unternehmen herzustellen.

Hinter dem Streben nach Exzellenz hat eine starke Ausrichtung der Prozesse, Ressourcen und Fähigkeiten zu stehen. Das weist darauf hin, dass es bei der Attraktivität von Unternehmen bei den Kunden um ein in sich und mit den Anforderungen stimmiges Markenbild geht. Insgesamt hat das aus dem spezifischen Leistungskern herauskommende Angebot umfassend von einer im Inhalt und Ausprägung stimmigen Ausrichtung der Prozesse, Ressourcen und Fähigkeiten unterlegt und von einem Streben nach Exzellenz begleitet zu sein. Den Maßstab für die Annäherung an diese Qualitäten stellt die vom Kunden gefühlte Qualität der vom Unternehmen erbrachten Leistungen dar.

>> Sich rechtzeitig vom Überholten trennen <<

Wie die Ergebnisse der dieser Serie zugrundeliegenden Forschung zeigen, stellt das weitgehende Fehlen der Trennfähigkeit von Unternehmen ein Grundübel des Wirtschaftens dar. Die nachfolgende Abbildung zeigt beispielhaft Schädigungen, die durch das Nichttrennen von Altlasten eintreten können.9

 

 

 

 

 

 

 

»Wer den Stein von ungelösten Altproblemen auf dem Buckel tragen muss, der kämpft letztlich ums Überleben. Dieser Stein muss weggewälzt, zerkleinert oder aufgelöst werden. Die jeweilige Situation (Verfügbarkeit von Zeit und Ressourcen) bestimmt, wie beim Lösen von Altproblemen vorgegangen wird. Die Altlasten schränken die Chancen für die Realisation von neuen Ideen, der Verbesserung des Bestehenden und für die Aufnahme von neuen Geschäften dramatisch ein.«10

Wer sich aus der vorstehend beschriebenen Situation weitgehend befreien will – gänzlich kann man das nicht –, der hat sich folgenden beispielhaft genannten Aufgaben als Führungskraft zu stellen:
>> Beenden zum Thema machen,
>> Transparenz herbeiführen,
>> Alternativen herausfordern,
>> Knappheit schaffen,
>> Personalfluss erhöhen und
>> Zugeständnisse minimieren.11

Das Zum-Thema-Machen schafft Bewusstsein, die Transparenz legt Unterlassungen offen, Alternativen zeigen mögliche andere Wege auf, Knappheit zwingt zu einem Aufgeben der Bequemlichkeit, die Steigerung des Personalflusses zwingt zum Anstreben von neuen Lösungen und weniger Zugeständnisse führen zu einer geringeren Belastung der Zukunft. Daraus ist zu ersehen, dass Trennen kurzfristig konfliktreich, unangenehm, klimaschädigend und vorübergehend selbstbeschädigend wirkt und daher oft vermieden oder hinausgeschoben  wird. Auf Sicht fördert ein bewusstes, regelmäßiges und anlassbezogenes Trennen die Agilität und damit die Selbstgestaltungsfähigkeit von Unternehmen.
Nicht unbegründet haben Oskar Grün und der Autor bereits im Jahr 1985 für einen Beitrag zum Thema Trennen den Titel »Der Weg aufwärts! Abschaffen« gewählt.12 Schon damals stellte sich diese Herausforderung, die bis heute noch immer als ein Grundübel beim Wirtschaften anzusehen ist. Erstarren ist wahrscheinlicher als Entstarren und Hinzufügen wahrscheinlicher als Weglassen. Konsequente und aufgeklärte Führungskräfte streben unter Inkaufnahme von Unannehmlichkeiten und der damit verbundenen Zurücksetzungen die Minimierung des aus dem Nichtrennen entstehenden Schadens an.

>> Abschluss <<

Die Serie zum Gestaltungsauftrag »Überlegene Unternehmensqualität schaffen« versuchte einen Beitrag zur Verbesserung der Unternehmenslandschaft in Österreich zu leisten. In diesem Beitrag wurden die nachfolgenden Themenstellungen ihrer besonderen Bedeutung entsprechend abschließend hervorgehoben. Es wurde auf
>>das Faktum hingewiesen, dass der Personalfluss vor dem Geldfluss kommt,
>>die Pflichtleistungen durch freiwillige Zusatzleistungen zu überhöhen sind,
>>der spezifische Leistungskern des Unternehmens herauszuarbeiten, sichtbar zu machen und für den Kunden spürbar zu machen ist,
>>der Zusammenhang der Spürbarkeit des spezifischen Leistungskerns mit der Ausrichtung und exzellenten Ausführung wertsteigernd beachtet werden soll und
>>es das Nichttrennen vom Überholten zu vermeiden gilt.

Ab April 2012 erscheint meine Kolumne wieder als letzte Seite des Report(+)PLUS.

 

> Fussnoten:

1 Risak, J. (2010): Überlegene Unternehmensqualität schaffen, Wien, S. 15.
2 März 2011 bis Februar 2012.
3 Vgl. Risak, J. (2010), S. 19-25. Wird in der Folge vom Forschungsprojekt gesprochen, dann ist immer das Forschungsprojekt »Initiativen- und Umsetzungsorientiert Führen« gemeint.
4 Vgl. Risak, J. (2010), S. 45.
5 Bei dem Signifikanzniveau bedeutet sehr hoch signifikant < 0,01 und hoch signifikant < 0,05.
6 Chan Kim, W./Maubourgne, R. (2003): Fair Process: Managing in the Knowledge Industry, in: Harvard Business Review, January, S. 127-136, hier S. 135.
7 Risak, J. (2010), S. 167.
8 Vgl. Risak, J. (2012), S. 177.
9 Vgl. Risak, J. (2012), S. 248-273, hier S. 260.
10 Eder, A./Risak, J. (2003): Gedanken zur Endlichkeit, in: Risak, J. (2003): Der Impact Manager, Wien, Seiten 78-96, hier S. 84.
11 Eder, A./Risak, J. (2003), S. 85.
12 Grün, O./Risak, J. (1985): Der Weg aufwärts! Abschaffen, in: DBW Die Betriebswirtschaft, Heft 6, S. 646-656.

 

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