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Archiv (11315)

Schwarze Wolken

Eine Seite Tiroler Landesgesetz kostet zehn Cent. Die 82. Verordnung kostet also zwanzig Cent. Ihre Konsequenzen viel mehr. Die Verordnung schreibt vor, dass Baumaschinen mit einer Leistung ab 37 kW ab 1. November in den Sanierungsgebieten Tirols mit einem Partikelfilter für Dieselruß ausgestattet sein müssen. Zwei Jahre später trifft es dann auch Kleingeräte mit mehr als 18 kW. Die Verordnung betrifft nur Baumaschinen, landwirtschaftlich genutzte Traktoren - Lkws auf der Inntalautobahn sind ausgenommen. Keine Gültigkeit hat die Verordnung auch für Baustellen, die mehr als 700 Meter über dem Meer gelegen sind. Dort erscheint dem Gesetzgeber ein bisschen Dieselruß akzeptierbar .

Ganz und gar nicht akzeptieren wollen die Tiroler Bauunternehmen die Verordnung - sie pfeifen kollektiv auf die Nachrüstung ihrer Baumaschinen. »Die Kunden warten ab«, weiß man bei Liebherr in Bischofshofen. »Es gibt so gut wie keine Nachfrage«, bestätigt auch Matthias Auer, Kundendienstleiter bei Volvo-Baumaschinen. »Die Nachfrage ist da, könnte aber mehr sein«, sagt der Filterspezialist des Komatsu-Händlers Kuhn Thomas Kirchtag. Der Grund für die Zurückhaltung der Baufirmen ist einfach erklärt. Auer veranschlagt für einen 20-Tonnen-Bagger 6000 bis 7000 Euro Nachrüstkosten. »Wir haben die Lösung, die kostet aber Geld«, argumentiert man auch bei Liebherr. Im Extremfall kann die Nachrüstung bis zu 15.000 Euro kosten, behaupten andere Experten. Der Reiz dieser Investition sei offenbar gering, weil ein höherer Preis für die Baggerstunde am Markt kaum durchzubringen sei, glauben die Händler.
Bei den Baufirmen klingt die Sache ganz anders. Josef Köchl, Fuhrparkmanager bei der mächtigen Tiroler Fröschl Bau GmbH, sieht nicht so sehr in den Kosten das Problem: »Die Motorenhersteller lehnen zum Teil die Gewährleistung ab.« Aus seiner Sicht gleicht die Nachrüstung einer Bastelei, deren Nutzung ihm unter den gegenwärtigen Bedingungen zu unsicher erscheint. Seine Befürchtung: »Wenn ein Motorschaden eintritt, bleibt der Bauunternehmer über.«

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Neuer Akteur am IT-Markt

\"TRIA-ManagementMit dem Beteiligungsnetz TRIA haben Damianos Soumelidis, Paul Haberfellner und Thomas Riedl einen neuen Player in der heimischen IT-Branche geschaffen. Der Fokus der Kooperation: klassische IT-Services, Cloud- und Outsourcing und Personalvermittlung. Zu TRIA gehören Hexa Business Services, ComSolution, today experts sowie die Softwareschmiede Code Force.

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Im Test: TomTom Mobile 5

Anders als bei den Navigationsdiensten der Mobilfunkprovider dient nun das Handy auch offline (ohne GPS und GSM) als Routenplaner, Stadtplan und Suchagent für Restaurants, Hotels, Kinos, Bankomats und Co.. Ein Klick auf OVI (Orte von Interesse) im GPS-Betrieb, und schon wird die Entfernung zum nächsten Kino oder Touristenattraktion angezeigt. Bei der Routenplanung gibt es eine Reihe von Auswahlmöglichkeiten: die schnellste, die kürzeste, ohne Mautstraßen - aber auch der Fußweg oder Radweg. Bei letzterem mangelt es noch etwas an guten Radweginformationen.
Als Testgerät diente ein Nokia 6670, das zur Kartendarstellung einen ausreichend großen und hoch auflösenden Bildschirm bietet. Die Navigationssoftware wird auf einer SD-Card geliefert.

Bevor losgelegt werden kann, muss TomTom aber zuerst - mittels Code - frei geschaltet werden. Der GPS-Empfänger wird als externes, handliches Modul geliefert. Da dieser sowieso freie Sicht zum Satelliten benötigt, ist das eher ein Vorteil. Kabel sind dank Bluetooth keine erforderlich. Beim ersten Versuch benötigt der GPS-Empfänger etwas Zeit um genügend Satellitenpositionssignale auszuloten. Danach funktioniert aber alles einwandfrei. Die Sprachanweisung sind über Handylautsprecher gut verständlich, eindeutig und erfolgen nun auch bei flottem Fahrstil rechtzeitig.

Jederzeit aktuelle Informationen
Ein weiterer Vorteil für ein Navigationssystem im Handy: durch die Verknüpfung mit dem Mobilfunk können kostenpflichtige Dienste wie aktuelle Verkehrs- oder auch Wetterinformationen abgerufen werden. Falls ein Stau auf der Route liegt, plant das System blitzschnell den Weg neu. Für österreich noch nicht erhältlich ist das Service Radarwarnung. Zusätzliches Kartenmaterial (enthalten war österreich-Schweiz) und Zusatzfunktionen (unterschiedliche Stimmen, etc.) können von der Seite www.tomtom.com herunter geladen werden, kosten aber meist extra.

Handhabung
Die Menüführung ist an sich sehr einfach, ganz ohne Bedienungsanleitung scheitert man trotzdem, da vieles Nützliches in Untermenüs versteckt ist. Etwas länger hat der Tester benötigt, um Routen ohne aktives GPS-Signal zu planen, da sich die Funktion unter dem wenig sagenden Punkt \"Erweiterte Planung“ befindet. Die Punkte \"Navigieren zu“ und \"Reiseroutenplanung“ funktionieren nämlich nur mit GPS-Signal. Unter dem Punkt \"Karte rollen“, kann dafür beliebig über das Kartenmaterial gescrollt werden.

Sehr angenehm ist, dass man im Handy gespeicherte Kontakte (etwa aus Outlook übertragen) gleich direkt ansteuern kann. Bei einem Anruf wird die Route auch während des Telefonats am Bildschirm angezeigt. Wer künftig nur ein Gerät in der Hand haben will, muss auf den neuen iPaq warten: der hat als erster PDA mit Telefonfunktion den GPS-Empfänger integriert. TomTom hat mit Mobile 5 eine vollwertige Navigationslösung herausgebracht, die nicht nur auf Nokias 60er Handy-Serie läuft (also auf Geräten wie Nokia 3230, 6680, 7710, 9500) sondern auch auf Qtek 8010 oder Sony Ericsson P910i.

Fazit:
In Summe ist TomTom Mobile 5 aber eine sehr gute, ausgereifte Navigationslösung fürs Handy. Einzige Mankos: Die Menüs könnten noch klarer beschriftet werden. Weiters leert häufiger Gebrauch schnell den Handyakku. www.tomtom.com/ Empfohlener Preis: 299 Euro

Plus/Minus:
+ im Handy integriert
- Menüführung nicht sehr intuitiv
- Schneller Akkuverbrauch

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Wo ein Weg ist, ist noch lange kein Wille

EZB-Chef Draghi scharwenzelt um die Deutschen herum und bemüht selbst preußische Traditionen, um Ängste vor (zu viel) Inflation zu nehmen. Alle schönen Worte in der Bild-Zeitung und anderswo ändern nichts: Mit den beiden LTROs und mit dem (mittlerweile unterbrochenen) Ankauf von PIIGS-Staatsanleihen betreibt die EZB indirekt das, was ihr in den europäischen Verträgen als direkte Maßnahme verboten ist – Staatsfinanzierung.


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Hin und her

Und sie bewegt sich doch: Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) hat nicht, wie wir fälschlicherweise berichtet haben, ihre Umzugspläne fallen gelassen, sie hat sich nur für einen anderen Standort entschieden. Statt wie geplant in das Haus Hetzgasse in Wien-Landstraße zu übersiedeln, will BIG ihrer vor vier Jahren ausgegliederten Tochter, BIG Services, in das ehemalige Gebäude der Bundesgebäudedirektion in der Hinteren Zollamtsstraße 1 folgen. Damit wird die offenbar bevorstehende Wiedervereinigung von Mutter- und Tochtergesellschaft auch räumlich nachvollzogen.
Die notwendigen Adaptierungsarbeiten werden vom Architekten Herbert Bohrn gemeinsam mit dem Architekturteam querkraft geplant, das auch den Entwurf für den Umbau in der Hetzgasse geplant hat.
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Trenntechnologie für Glas

Vor einem halben Jahr hatten die Forscher Michael Haase, Oliver Haupt und Carsten Büsching die Idee, mit einem Festkörperlaser und einer besonderen Anordnung reflektiver Optiken Glas zu schneiden. Im Rahmen des EU-Forschungsprojekts MATRA wurde das Multiple Laser Beam Absorption Trennverfahren für Glaswerkstoffe von den drei Ingenieuren zu einem industrietauglichen Verfahren weiterentwickelt.

Das Ergebnis klingt durchaus vielversprechend. Die Kantenqualität der mit MLBA geschnittenen Glasteile sei durchaus mit der polierter Glaskanten vergleichbar, erklärt Haase. Da während des Schneidprozesses mit nah-infraroter Laserstrahlung keine Mikrorisse oder Splitter entstehen, würden zudem höhere Bauteilfestigkeiten als beim konventionellen Glasschneiden erreicht - und das bei Flach- und Hohlgläsern bis zu 24 Millimeter Dicke. Auch gestapelte Flachgläser lassen sich gleichzeitig in einem Arbeitsgang schneiden.

Aufgrund der überaus positiven Resonanz auf MLBA entschloss sich das Team, die Vermarktung des Verfahrens in die eigenen Hände zu nehmen und gründeten im Mai 2005 die H2B Photonics GmbH.

Der asiatische Displaymarkt ist nur einer der angestrebten Zielmärkte. Auch in der Automobilindustrie sowie in den Bereichen Architekturglas und medizinische Glasprodukte sehen Haase und seine Kollegen ihre Kunden. Zu den Produkten der H2B Photonics zählen außerdem Reflektorkomponenten und Unterstützungsdienstleistungen, um interessierten Industrieanwendern die individuelle Umsetzung des MLBA-Verfahrens in deren Industrieumgebung zu erleichtern.

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Die besten Autos im September

Keine Kompromisse: Mercedes R-Klasse

Vordenker und Trendsetter möchte man in Stuttgart sein. Was die Marke Mercedes anbelangt, gibt es durchaus einige Erfolge nachzuweisen. Mit der R-Klasse wird jetzt ein neuer Versuch unternommen, diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Nordamerikanische Kunden können sich schon diesen Herbst von den Vorzügen der neuen Modellreihe überzeugen, europäische Kunden müssen sich noch bis 2006 gedulden.
Konzipiert ist die R-Klasse als Grand Sports Tourer und soll die positiven Eigenschaften von nicht weniger als vier verschiedenen Fahrzeugkategorien in sich vereinen: Die R-Klasse soll sowohl sportliche Limousine, als auch Kombi, Van und \"Sport Utility Vehicle“ (SUV) sein - nur schwimmen kann er nicht, vielleicht in der nächsten Version.
Aus den Vorstandsetagen von Daimler-Chrysler hört man, dass mit der R-Klasse \"dem Wunsch moderner Menschen nach einem vielseitigen und zugleich fahraktiven Automobil“ entsprochen worden sei. Dies zeige sich in großzügigen Platzverhältnissen, einer vorbildliche Sicherheit und Top-Komfort für bis zu sechs Passagiere. Zudem fasziniere die R-Klasse ebenso durch formale ästhetik, repräsentativen Charakter und - nicht zuletzt - dynamischen Fahrspaß.
Tatsächlich ist den Designern gelungen, ein elegantes Konzept mit überraschenden Details, eingebettet in klassische Mercedeslinien zu präsentieren. Die Frontpartie wird durch eine markante Kühlermaske dominiert, deren horizontal lang gestreckte Lamellen Stärke und Leistungsbereitschaft symbolisieren sollen. Die bogenförmige Dachlinie ist ein weiteres typisches Stil-Element der neuen R-Klasse. Schwungvoll verbindet sie A- und D-Säule und prägt so eine coupé-ähnliche, lang gestreckte Silhouette. Das Herausragendes Detail der neuen R-Klasse ist die deutliche Keilform und die kraftvoll gespannten, muskulösen Schultern, die der Karosserie zusätzliche Dynamik verleihen sollen. Man darf gespannt sein.

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Mühsam ist der Weg nach oben

\"AuchRasant ist es im Zuge der Krise am Baumaschinenmarkt bergab gegangen. Jetzt verzeichnet die Branche zwar das zweite Jahr in Folge wieder Zuwächse, das Vorkrisenniveau ist aber noch für lange Zeit in weiter Ferne. Über den Geschäftserfolg der Zukunft entscheiden die Faktoren »Effizienz« und »Dienstleistung«. Und wer flexibel auf die Wünsche der Kunden eingehen kann, hat der Konkurrenz einiges voraus.

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