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Archiv (11315)

Enorme Hebelwirkungen duch Effizienzsteigerungen - wenn man den Hebel richtig ansetzt.

Die gute Nachricht: Laut Statistik Austria konnte das Wirtschaftswachstum vom Energieverbrauch bereits etwas entkoppelt werden. In der Sachgüterproduktion konnte die Energieintensität von 100% im Basisjahr 1990 auf 93% im Jahr 2009 gesenkt werden. Das sind wichtige Fortschritte auf dem Weg zur Dematerialisierung, aber auch nur erste Schritte auf dem Weg zu einer Effizienzrevolution. Bekannte Wissenschaftler und Politiker wie Schmidt-Bleek und von Weizsäcker fordern einen Faktor 10 oder mindestens einen Faktor 5.


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Mangelnde Sicherheit im F\"E-Bereich

Die F\"E-Branche liegt damit laut der Untersuchung \"Informationstechnologie in Unternehmen\" sogar acht Prozent unter dem Durchschnitt.

Im vergangenen Jahr hat jedes vierte F\"E-Zentrum in Deutschland seine Daten bei der elektronischen übertragung verschlüsselt. Maßnahmen zum Virenschutz ergreifen drei Viertel aller Institute. Weniger als zwei Drittel der Forschungseinrichtungen sichern ihre Dateien auf externen Laufwerken. Laut Statistischem Bundesamt hinkt die F\"E mit diesen Zahlen hinter anderen Branchen hinterher.

Die vorliegenden Daten lassen es wenig überraschend erscheinen, dass Sicherheitsunternehmen Alarm schlagen: Empfohlen wird, was eigentlich Standard sein sollte: Die Sicherheitsmaßnahmen besonders bei vertraulichen Daten wie Entwicklungs- und Forschungsdaten, aber auch Kunden-, Mitarbeiter- und Geschäftsdaten erheblich zu erhöhen.
\"Neue Technologien machen Industriespionage zu einer verhältnismäßig einfachen übung. Fahrlässig mit Daten umzugehen kann den Unternehmen sehr viel Geld und manchmal sogar die Existenz kosten\", so Ansgar Heinen vom Sicherheitsunternehmen Ultimaco.

In den vergangenen Monaten wurden einige Fälle von Datenklau und Industriespionage bekannt: Der Paketdienst United Parcel Service hat Daten von 3,9 Millionen Kunden der Citygroup-Bank verloren, die auf Bändern abgespeichert waren. Ein externer Dienstleister von Time Warner hat ebenfalls Bänder mit Daten von über 900.000 teilweise ehemaligen Mitarbeitern auf Bändern verloren. Porsche musste einen Absatzrückgang des Bestsellers 911 verbuchen, da das geplante \"Facelift\" des Boxsters zu früh bekannt geworden war.

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Im Test: HP Photosmart R817

Gerade als Reisebegleiter, aber auch für den täglichen Einsatz unterwegs ist die HP Photosmart R817 im edlen Vollmetallgehäuse besonders geeignet. Durch die speziell geformte Grifffläche liegt sie optimal in der Hand und passt dank kompakter Maße (91 x 57 x 30 Millimeter) und gerade mal 190 Gramm in jede Jackentasche. Für die Bildvorschau und komfortable Menüdarstellung steht ein 5,1 Zentimeter großes Farb-LCD mit 153.600 Bildpunkten zur Verfügung.

Funktionen
Die Photosmart R817 nimmt Standbilder bzw. Fotos und Serienbilder (mit 2 Bildern pro Sekunde) im JPEG-Format auf. Videosequenzen nimmt sie wahlweise in VGA- oder QVGA-Auflösung im MPEG-1-Format und mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde auf. Die Länge der Videotakes wird dabei lediglich von der verfügbaren Speicherkapazität begrenzt. Die Scharfstellung, die Belichtung und der Weißabgleich erfolgen weitgehend automatisch. Für die Belichtung stehen etliche Motivprogramme (Automatik, Sport/Action, Landschaft, Porträt, Strand/Schnee, Sonnenuntergang, Dokument, Theater) und eine Belichtungsreihenfunktion zur Verfügung. Der neue \"Theater\"-Modus sorgt zum Beispiel bei Konzerten mit einer automatischen Blendenzeit-Optimierung ohne Blitz für gestochen scharfe Bilder, selbst bei schwierigsten Lichtverhältnissen.

Zudem kann man bei Bedarf noch die Empfindlichkeit manuell vorgeben (ISO 50/100/200/400), Belichtungskorrekturen vornehmen und das Messverfahren auswählen. Sprachnotizen von bis zu 60 Sekunden können ebenfalls aufgenommen werden.

Für exakte Wiedergabe der fotografierten Motive ist die HP Photosmart R817 mit den HP Real Life Technologies ausgestattet: Mit ihnen lassen sich zum Beispiel rote Augen direkt über das Farb-LCD korrigieren. Im Panorama-Modus können bis zu fünf Einzelbilder automatisch zusammengesetzt und ohne PC ausgedruckt werden. Dank der HP Adaptive Lighting Technology kommen Details in dunkleren Bildbereichen automatisch besser zur Geltung. Ein weiteres Highlight ist auch HP Image Advice, über diese Funktion können die Fotos auf bis zu 60 Fehlerquellen hin analysiert und Verbesserungsvorschläge angezeigt werden.

Mit 5fach-Zoom
Die HP Photosmart R817 verfügt über einen 40fachen Gesamtzoom: Mit dem integrierten Pentax-Objektiv kommen auch kleine Motive groß raus. Dank des 5fachen Pentax Zoomobjektivs bietet sie bis zu 70 Prozent mehr Zoomleistung als eine Digitalkamera mit 3fachem optischem Zoom. Zusätzlich steht ein 8facher Digitalzoom zur Verfügung. Der Mehrzonen-Autofokus sorgt dabei stets für gestochen scharfe Bilder.

Kamera mit Badelaune
Die optionale HP Tauch-/Unterwasser-Kamerabox ermöglicht Tauchgänge bis zu einer Tiefe von 40 Metern. Durch den innovativen Einrastmechanismus bleibt der Zugriff auf alle Bedienelemente und Funktionen trotz Box erhalten. So kann zum Beispiel unter Wasser der Blitz zugeschaltet oder der Zoom betätigt werden.
An Land schützt eine wetterfeste Tasche vor Stößen und schlechter Witterung. Auch hier sind sämtliche Bedienelemente problemlos zugänglich.

Um Fotos direkt zu drucken, wird die Kamera problemlos mit Hilfe eines USB-Kabels über die Kamerahalterung mit einem Drucker verbunden. Sollen die Aufnahmen am PC anschließend bearbeitet oder per E-Mail versendet werden, hilft die mitgelieferte HP Image Zone Software sowie die HP Instant Share-Funktion. Per Knopfdruck kann der Fotograf die gespeicherten Bilder und Videoclips als E-Mail verschicken oder bequem auf ein Fernsehgerät übertragen.

Fazit:
Die neue Digitalkamera von HP eignet sich besonders für anspruchsvolle und erfahrene Hobbyfotografen, die ein kompaktes Gerät für alle Wetterlagen suchen. Die HP Photosmart R817 ist ab sofort zu einem Preis von 299 Euro im Fachhandel erhältlich. Im Bundle mit der HP Dockingstation kostet sie 349 Euro, die HP Tauch-/Unterwasser-Kamerabox ist zum Preis von 199 Euro zu haben.

Plus/Minus:
+ Einsatz auch unter Wasser möglich
+ zahlreiche Funktionen
+ Gewicht
- Extrapreis für Dockingstation

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Lessons Learned II - Unzufriedene Kunden hausgemacht?

Die EU zählt 493 Mio Verbraucher. Ihr Konsum macht 58% des BIPs der EU aus. Jährlich erheben laut der EU Kommission 16%, das sind rund 78 Mio EU Bürger eine Beschwerde.

Laut dem Konsumentenbarometer 2009 des BMASK haben sogar 29% der ÖsterreicherInnen bei Produkten oder Dienstleistungen Anlass zur Beschwerde. Die drei häufigsten Ursachen für Beschwerden sind Mangelhaftigkeit des Produktes 58%, gefolgt von irreführender, unzureichender oder falscher Information (19%) und Lieferverzug 11%. Wenn dann noch für 38% eine Beschwerde mühsam verläuft und 46% der Firmen auf Beschwerden nicht einmal reagieren, braucht man sich nicht wundern, dass Kunden nicht nur unzufrieden sind, nicht mehr kommen und dann noch negative Mundpropaganda machen.

Wir differenzieren den Begriff Qualität. Es gibt die Qualität des Produktes oder der Dienstleistung, die Qualität der Prozesse und die Qualität der Organisation. Wir sprechen hier auch von der Unternehmensqualität.


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Versteckten Informationen auf der Spur

Die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Was für andere an Verzweiflung grenzt, betreibt Professor Dr. Michael Feindt beruflich - und es macht ihm Spaß. Feindt hat etwas geschafft, was nicht zur Routine des wissenschaftlichen Alltags gehört. Der Physiker am Institut für Experimentelle Kernphysik der Universität Karlsruhe nutzt eine Methode, die zunächst \"nur\" für Analysen in der Elementarteilchenphysik gedacht war, für die Untersuchung von Daten der Versicherungswirtschaft. Das Konzept ist derart erfolgreich, dass Feindt zusammen mit zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern seit über zwei Jahren die in Karlsruhe ansässige Firma Physics Information Technologies, kurz Phi-T, betreibt. Zu deren Auftraggebern zählen die Badischen Versicherungen, mit der Phi-T von Anfang an zusammenarbeitet.

Der Nutzen
Riesige Datenmengen füllen die Rechner der Versicherungswirtschaft. Doch trotz der Datenflut wissen Unternehmen oft recht wenig über Details, die darin verborgen sind - und oft ungeahntes Potenzial bergen. Hier setzt das von Feindt und seinem Team entwickelte Programm NeuroBayes an. \"Wir suchen nach Zusammenhängen zwischen den verschiedenen Variablen, die zu einem Datensatz gehören\", erklärt er. So berechnet das System nicht nur, ob beispielsweise eher Golf- oder Fiesta-Fahrer einen Unfall bauen. Es prüft vielmehr die Zusammenhänge zwischen allen vorhandenen Variablen in einer Art riesiger Kreuzkorrelationsanalyse. Zu Beginn eines Projekts bearbeiten die Wissenschaftler die Daten zunächst ohne konkrete Fragestellung. Ziel ist es in diesem Fall, aus dem Datenmaterial Zusammenhänge herauszufiltern, die bisher in den Untiefen der Datenbank nicht erkannt wurden. Oft sind die Ergebnisse für den Auftraggeber direkt verwertbar. \"Aufgrund der Analyse haben wir eine feinere Tarifstruktur bei jungen Fahrern eingeführt. Wir sind somit in der Lage, ausgewählte junge Fahrer günstiger zu versichern,\" erklärt Heinz Ohnmacht, der Verantwortliche für die Kraftfahrtversicherung und künftige Vorstandsvorsitzende der Badischen Versicherungen. Feindt erhofft sich durch die Datenanalyse ein gerechteres Prämiensystem für die Versicherungsnehmer: \"Wenn es gewünscht ist, können wir das Risiko jedes einzelnen Versicherungsnehmers berechnen.\"

Die Funktionsweise
Das Herzstück des Systems ist ein so genanntes \"Neuronales Netz\". Wie das menschliche Gehirn kann dieses System, das mathematische Berechnungen anstellt, aus Erfahrungen lernen. Das Training besteht im Verarbeiten des Datenmaterials: Das System vergleicht die Ergebnisse und optimiert so die Auswertung. Bei der Programmierung hat das Team Wert darauf gelegt, dass das System erkennt, ob es sich bei der Berechnung um statistisch signifikante Daten handelt. Dies hängt unter anderem von der Fallzahl ab. So lassen sich beispielsweise über Fahrer extrem seltener Fahrzeuge nur sehr schwer signifikante Aussagen machen, da die Fallzahl zu klein ist.

Der Hintergrund
Ursprünglich wurde das System zur Analyse in der Elementarteilchenphysik eingesetzt. Hier stehen die Wissenschaftler vor dem Problem, dass bei den Experimenten enorme Datenmengen entstehen, deren Hauptanteil aber keine neuen Aussagen liefern. Feindt: \"Die Herausforderung ist, zu erkennen, welche Daten uns neue Erkenntnisse bringen.\" ähnlich verhalte es sich mit Datenbanken. Durch die herkömmliche statistische Auswertung werde nur ein Bruchteil der Informationen zugänglich gemacht. Bei der Fahndung nach versteckten Informationen aber helfe die beschriebene Analyse - eine professionalisierte Suche nach der Nadel im Heuhaufen also.

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Countdown zur Bewerbung beim Staatspreis Unternehmensqualität 2012

Bis zum 10. Februar 2012 können Interessierte noch für den Staatspreises Unternehmensqualität einreichen.

Der Preis wird am 11. Oktober von Quality Austria zusammen mit dem Wirtschaftsministerium im Rahmen der Winners‘ Conference in der Wirtschaftskammer Österreich vergeben. Die Bewertung der Leistungen erfolgt durch eine Jury bestehend aus Top-Experten aus der Praxis.

Ein ganzheitliches Commitment zu den Grundwerten der Unternehmensqualität – unabhängig von der Größe des Unternehmens – ist Voraussetzung für die Teilnahme am Staatspreis. Dazu gehören vor allem dauerhaft gute Ergebnisse durch exzellente strategische und operative Arbeit sowie die konsequente Weiterentwicklung einer Organisation.

Raus aus dem Mittelmaß

Die Bewertung der Unternehmen erfolgt auf Basis des europaweit anerkannten EFQM Excellence Modells, dessen Prinzipien seit mehr als 20 Jahren bestehen und als Werkzeuge zur Gestaltung und Bewertung der aktuellen Situation im Unternehmen dienen. Im Modell sind maximal 1.000 Punkte möglich. Das Mittelmaß in der Unternehmenslandschaft schafft ca. 200 bis 250 Punkte. Dh ab 300 Punkten wird es interessant, sich vom Mittelmaß abzuheben, ab 450 bis 500 Punkten hat man als Organisation schon ein sehr hohes Niveau erreicht und ab 700 Punkten zählt man schon zur Championsleague. Das Modell ist dabei kein Selbstzweck, sondern dient als Radar auf dem Erfolgskurs. Es ist eine längere Reise, erfordert langem Atem und Konsequenz im Tun. Nur Unternehmen, die das Tagesgeschäft mit einer langfristig orientierten Arbeitsperspektive verbinden, kommen beim Staatspreis in die Punkteränge.

Nationale & internationale Vergleichbarkeit durch Unternehmensqualität

Die Aussichten auf anhaltend wirtschaftlich angespannte Zeiten verschärfen die Wettbewerbssituation zusätzlich. In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es daher umso wichtiger, im nationalen und internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Eine gut ausgerichtete Strategie sowie klar definierte Prozesse gehören zu einer guten Basis dazu. Neben der Steigerung der Leistung verzeichnen Organisationen, die auf Unternehmensqualität setzen, Zunahmen bei Wachstum, Effektivität und Effizienz. Durch die europaweit einheitlichen Bewertungskriterien des EFQM Excellence Modells können Unternehmen identifizieren, wo sie in ihrer Entwicklung stehen und haben darüber hinaus die Möglichkeit, sich auch auf internationalem Niveau zu vergleichen und gleichzeitig branchenübergreifend zu lernen. Ein detaillierter Feedbackreport zeigt Stärken und Verbesserungspotenziale auf und hilft bei der Definition der nächsten Schritte. Dh die Bewerbung führt wie ein GPS zu einer sehr klaren Standortbestimmung und zeigt den Weg in die Zukunft auf.

Einreichung in mehreren Kategorien möglich

Für die 17. Auflage des Preises kann in den Kategorien „Großunternehmen“, „Kleine und mittlere Unternehmen“, „Non-Profit Organisationen“ sowie „Unternehmensbereiche und Tochterunternehmen mit begrenzter Eigenständigkeit“ eingereicht werden. Neben dem Status des dem Staatspreisträgers sowie des Nominierten zum Staatspreis können auch Jurypreise für herausragende Leistungen in einzelnen Teilaspekten vergeben werden. Im vergangenen Jahr wurde bereits zum zweiten Mal seit Bestehen des Staatspreises der Druckbehälterhersteller Worthington Cylinders als bester der Kategorie Großunternehmen ausgezeichnet. Weitere Auszeichnungen wurden an Infineon Technologies Austria, AMS Österreich und auch Freudenthaler vergeben.

Wollen Sie raus aus dem Mittelmaß? Wollen sie eine klare Standortbestimmung? Dann zögern Sie nicht, sich zu bewerben. Der Countdown läuft. 10. Februar. Weitere Informationen unter www.qualityaustria.com.

Axel Dick

Quality Austria

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Wege aus der Schuldenkrise

Am zurückliegenden Freitag hat die Rating-Agentur Standard & Poors das Kreditrating von neun europäischen Ländern herabgesetzt. Zur Begründung wird darauf verwiesen, dass der im Dezember beschlossene Fiskalpakt unzureichend ist, bzw. umgesetzt wird. Dessen jetzt dritter Entwurf stellt eine signifikante Verwässerung des seinerzeit beschlossenen Vorhabens dar.

Die Abstufung war zu erwarten gewesen. Die europäische Politik reagierte jedoch mit Unverständnis, teilweise auch mit dem „leisen“ Hinweis, die Rating-Agentur wolle mit ihrem Schritt nur von der amerikanischen Verschuldungsproblematik ablenken. Ich finde, z.B. ein „AA+“ für Frankreich ist doch immer noch eine äußerst freundliche Bewertung.

Die „Märkte“ hatten noch kurz vorher die erfolgreich verlaufenen Bond-Auktionen in Italien und Spanien gefeiert. Oder war es das gute Geschäft für die Banken? Diese leihen sich im Dezember beim „LTRO“ der EZB für ein Prozent auf drei Jahre Geld und kaufen damit drei Jahre laufende italienische Staatsanleihen, die mit 4,83% rentieren. Die tragen sie dann beim nächsten LTRO als Sicherheit zur EZB, leihen sich dafür neues Geld und… Und Standard & Poors sorgt mit schlechterem Kredit-Rating dafür, dass das Geschäft künftig noch mehr Zinsen abwirft.

Schulden – das alte Thema ist das neue...


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Integrierte Managementsysteme – Der Einstieg über den Leistungsbegriff

Jede Firma verfügt über eine individuelle Managementsystematik, die relevante Mechanismen der Organisation regelt, abbildet und dabei verschiedene Managementsysteme umfasst. Praktisch jede Firma verfügt über ein leistungswirtschaftliches Managementsystem, das die wesentlichen Inhalte der Auftragserfüllung und des Ressourceneinsatzes zeigt und über Aufwand und Ergebnis der operativen Steuerung dient. Viele fortschrittliche Unternehmen verfügen auch über Qualitäts-, Umwelt- oder Sicherheitsmanagementsysteme. Diese Zugänge zu Managementsystemen werden heute durch internationale Normen oder Branchenstandards geregelt. Aus Sicht der Quality Austria verbindet ein Integriertes Managementsystem (IMS) einer Organisation die systematische und aufeinander abgestimmte Umsetzung der Anforderungen verschiedener Normen und Branchenstandards in EINEM einheitlichen Managementsystem.

 

Dimensionen der Integration

Die Integration Top-down ist eine Grundsatzanforderung, die aus der klaren Anforderung, Leitbild und Strategie in der Gestaltung der Prozesse zu sehen, mehr als plausibel ist. Managementsysteme haben keinen Selbstzweck, sondern sind auf den Erfolg des Unternehmens ausgerichtet. Das System dient der Organisation und nicht umgekehrt. Der Beitrag zur Wertschöpfung wird durch bestmögliche Integration in die Wertschöpfungsprozesse sichergestellt. Auch fordern Standards das Management, die Unternehmenspolitiken klar zu formulieren und damit den Handlungsrahmen zu konkretisieren. Ein Integriertes Managementsystem unterstützt damit einen konsistenten Führungsrahmen, der es Führungskräften und Mitarbeitern erlaubt, die unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Managementbereiche klar und den Werten des Unternehmens entsprechend zu verstehen und zu erfüllen.

 

Die Integration der Themen und Anforderungen wie Qualität, Umwelt, Arbeitssicherheit, Risiko sowie branchenspezifischer Anforderungen wird in der Gestaltung eines IMS meist als Hauptanforderung gesehen. Die unterschiedlichen Anforderungen aus Normen und Branchenstandards entsprechen häufig auch Anforderungen der verschiedenen Interessenpartner. In der Vergangenheit wurden diese Anforderungen oft isoliert betrachtet und in getrennten Systemen und Strukturen dargestellt. In dem zunehmend komplexen und herausfordernden Umfeld wird Geschwindigkeit, Flexibilität, operative Perfektion und Agilität erwartet. Dies kann dann bestmöglich gewährleistet werden, wenn die Verknüpfungen und Wechselwirkungen von Prozessen verstanden, unterschiedliche Anforderungen integriert und die Dokumentation einfach, verständlich und schnell weiterentwickelbar gehalten wird.

 

Die Integration in das tägliche Tun unterstützt die anderen beiden Integrationsthemen und trägt der Tatsache Rechnung, dass eine Inkonsequenz in der Umsetzung wahrscheinlicher ist als die Konsequenz des Tuns. Hier wird klar die Führungsaufgabe der Umsetzung und Durchsetzung sichtbar. Mit tiefer Integration des Managementsystems in die Tagesarbeit wird der wirtschaftliche Nutzen wirksam. Klarheit in der Tagesarbeit, Nutzung von Synergien und Bündelung knapper Ressourcen stehen damit im Vordergrund der Integration von Managementsystemen.

 

Der Leistungsbegriff als Integrationsansatz

Es ist durchaus interessant, die drei wesentlichen Systemmodelle (ISO 9001:2008, ISO 14001:2004, BS OHSAS 18001:2007) in Bezug auf den Leistungsbegriff in Analogie zu Wirksamkeit und Erzielen von Ergebnissen zu vergleichen. Im Sinne der Integration kann und soll die ISO 9001:2008 als Integrationsplattform herangezogen werden. Dem prozessorientierten Ansatz (0.2 Prozessorientierter Ansatz) folgend wird klargestellt, dass die Bedeutung dieses Ansatzes auch in der Betonung der Erzielung von Ergebnissen bezüglich Prozessleistung und –wirksamkeit liegt.

 

In Hinblick auf Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutzleistungen wird darauf verwiesen, dass Organisationen aller Art zunehmend damit befasst sind zu diesen Themen solide Leistungen zu erzielen (ISO 14001:2004, BS OHSAS 18001:2007, je im Einleitungsteil). Dies geschieht angesichts einer zunehmend strengeren Gesetzgebung. Die Umweltleistung ist als das „messbare Ergebnis des Managements der Umweltaspekte“ (ISO 14001:2004, 3.16) definiert. Wiederum analog ist dies mit den Arbeits- und Gesundheitsschutzleistungen (A&G-Leistungen) zu sehen.

 

Die Definition der Prozessleistung im Sinne der ISO 9001 ist da nicht ganz so einfach. Das Verständnis für Leistungsverbesserung muss hier aus der „Begriffenorm“ ISO 9000:2005 herausgearbeitet werden. Unter den Grundsätzen des Qualitätsmanagements (ISO 9000:2005, 0.2) wird wie folgt verstanden: „Das erfolgreiche Führen und Betreiben einer Organisation erfordert, dass sie in systematischer und klarer Weise geleitet und gelenkt wird. Ein Weg zum Erfolg kann die Einführung und Aufrechterhaltung eines Managementsystems sein, das auf ständige Leistungsverbesserung ausgerichtet ist, indem es die Erfordernisse aller interessierten Parteien berücksichtigt. Die ständige Verbesserung der Gesamtleistung der Organisation stellt ein permanentes Ziel der Organisation dar.“  In diesem Zusammenhang wird auch auf die acht Grundsätze des Qualitätsmanagements (Kundenorientierung, Führung, Einbeziehung der Personen, prozessorientierter Ansatz, systemorientierter Ansatz, systemorientierter Managementansatz, ständige Verbesserung) verwiesen.

 

In allen drei genannten Anforderungsmodellen muss ein von der obersten Leitung/oberstes Führungsgremium ein Beauftragter bestellt werden (Achtung: Mitglied der Leitung bzw. Beauftragter der Leitung; ISO 9001:2008, 5.5.2; ISO 14001:2004, 4.4.1; BS OHSAS 18001:2007, 4.4.1), das/der die oberste Leitung über die Leistung(en) des Managementsystems (Qualität, Umwelt, A&G) und mögliche Verbesserungen informiert. Die Informationen dienen als Input für die Managementbewertung.

 

Kundenzufriedenheit gilt als eines der Maße für die Leistung des Qualitätsmanagementsystems. Demnach muss die Organisation Informationen über die Wahrnehmung der Kunden in der Frage, ob die Organisation die Kundenanforderungen erfüllt, überwachen (ISO 9001:2008, 8.2.1). Neben den Rückmeldungen von Kunden und Produktkonformität ist als weitere Eingabe in die Managementbewertung die Prozessleistung angeführt. Bei ISO 14001:2004 und BS OHSAS 18001:2007 sind die Bewertungsgrundlagen die erbrachten Umwelt- bzw. A&G Leistungen (ISO 14001:2004, 4.6, BS OHSAS 18001:2007, 4.6).


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