Best of ... Ladeinfrastruktur

Best of ... Ladeinfrastruktur

Leiser und sauberer soll es auf unseren Straßen künftig zugehen. 2030 sollen mindestens 30 Millionen Elektroautos in der EU unterwegs sein. Wir zeigen aktuelle Vorzeigeprojekte für den Aufbau von Ladeinfrastruktur und Nutzung von Elektromobilitätsservices in vier Bundesländern.

Energie Burgenland: Park & Drive-Anlage Oberpullendorf



Die Energie Burgenland ist gerade inmitten eines großflächigen Ausbaus einer modernen E-Ladeinfrastruktur für das Bundesland. Im Zuge der Umsetzung einer Gesamtverkehrsstrategie hat das Energieversorgungsunternehmen gemeinsam mit dem Land Burgenland bei der Park & Drive-Anlage Oberpullendorf in Steinberg-Dörfl sieben Ladepunkte errichtet.

Der Park & Drive-Parkplatz ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt zwischen S31, B50 und B61a. Neben fünf Wallboxen mit einer Ladeleistung von 3,7 bis 22 kW für Dauerparker kann nun an einem Lader mit einer Leistung von 150 kW besonders schnell geladen werden.
Mit derzeit rund 160 öffentlichen Ladepunkten im Bundesland bietet Energie Burgenland größtmögliche Flexibilität beim Laden von Elektroautos und setzt ein kräftiges Zeichen für mehr E-Mobilität, heißt es.

Standort: Park & Drive-Anlage in Steinberg-Dörfl bei Oberpullendorf
Umfang: Sieben Ladepunkte bestehend aus fünf Wallboxen mit 3,7 bis 22 kW und einer Schnellladestation mit 150 kW Leistung.
Detail: An der Schnellladestation können auch zwei Fahrzeuge gleichzeitig mit je 75 kW Leistung geladen werden.


Salzburg AG: Fuhrparklösung in Thalgau



Die Salzburg AG hat eine Fuhrparklösung in Kooperation mit Sony DADC umgesetzt. Am Parkplatz des Unternehmens in Thalgau sind 20 Ladepunkte entstanden. Sony DADC hat es sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 alle Auswirkungen auf die Umwelt im Lebenszyklus seiner Produkte und Geschäftsaktivitäten zu reduzieren. Die Umstellung des Fuhrparks mit rund 20 Fahrzeugen auf Plug-In-Hybrid und die Finanzierung der Ladeinfrastruktur für Mitarbeiter stellen Schritte in diese Richtung dar.

Nach dem Erstgespräch inklusive Bedarfsanalyse wurde die gemeinsame Planung durchgeführt. Danach konnten die ersten Grabungsarbeiten am Firmenparkplatz von Sony starten. Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme der Ladepunkte kümmert sich die Salzburg AG auch um das Monitoring der gesamten Anlagen. Ein modernes Backendsystem kann die Kosten für alle Ladungen genau ermitteln und im Bedarfsfall weiterverrechnen. Zudem haben die Sony-Mitarbeiter die Möglichkeit, sich von der Salzburg AG zu Hause eine Wallbox installieren zu lassen.

Kunde: Sony DADC Thalgau
Umfang: 20 Wallboxen am Firmenparkplatz mit jeweils bis zu 22 kW Ladeleistung. Fortlaufende Errichtung von Wallboxen bis zu 11 kW für das Laden zuhause am Wohnort der Mitarbeiter – bisher wurden Wallboxen bei neun Mitarbeitern umgesetzt.
Service: Die Salzburg AG kümmert sich als Full-Service-Anbieter um die komplette Abwicklung der Fuhrparklösung.


Wien Energie: Firmengarage in Wien



Wien Energie elektrifiziert die Firmenflotte und stellt seine gesamte Vertriebsmannschaft auf klimaneutralen Antrieb um. Für KundInnen-Termine und Dienstfahrten stehen nun weitere 48 Elektroautos zur Verfügung. Mit der Neuanschaffung sind insgesamt rund 70 Wien-Energie-E-Autos auf den Straßen unterwegs – der Großteil der rund 100 Autos umfassenden Pkw-Flotte. Diese Flotte braucht natürlich auch die entsprechende Infrastruktur. Deshalb hat Wien Energie ordentlich aufgerüstet und 64 Ladepunkte in der Firmengarage errichtet. An diesen können die Wien Energie-Autos 100 % Ökostrom tanken. Bei durchschnittlich 350.000 Flotten-Kilometern im Jahr werden mit dem Umstieg auf Elektromobilität in diesem Bereich nun über 50 Tonnen CO2 eingespart.

Standort:
Wien Energie-Zentrale in Wien-Erdberg
Umfang:
Fuhrpark mit 48 Kia e-Niro Elektroautos aufgerüstet, Installation von 64 Ladestellen in der Firmengarage
Weitere Meilensteine:
Der Elektroanteil im Fuhrpark soll weiter erhöht werden. Ziel ist ein kompletter Umstieg auf klimafreundlichen Stromantrieb, wo immer dies möglich ist.


ella: 4000. Ladekarte in Kärnten



Der Ladeinfrastrukturbetreiber ella ist einer der Pioniere des Aufbaus eines österreichweiten Schnellladenetzes. Die W.E.B.-Tochter betreibt Ladestationen an bereits mehr als 80 Standorten. Der Kundenkreis wächst beständig, Mitte Jänner wurde die 4000. ella-Ladekarte ausgegeben – an Marcel Müller, Inhaber von Harmonika Müller aus Bad Sankt Leonhard. Das Kärntner Unternehmen produziert Steirische Harmonikas, wobei nachhaltige Materialen einen zentralen Stellenwert einnehmen. Rund 50.000 Kilometer in Österreich, Deutschland und Italien ist allein der Firmeninhaber jährlich unterwegs. Seit Herbst 2020 absolviert er diese rein elektrisch. »Mittlerweile sind fast alle E-Autos so weit ausgereift, um weitere Strecken ohne Zwischenstopp zu absolvieren. Die Lebensdauer der Batterien und die Ladezeit haben sich ebenfalls verbessert. Auch das Ladenetz hat sich in letzter Zeit enorm entwickelt, sodass man problemlos über weite Strecken reisen kann«, bekundet Marcel Müller (Bild).

Kunde: Marcel Müller aus Bad Sankt Leonhard in Kärnten
Umfang: Ausgabe der 4000. Kundenkarte von ella für die Nutzung von mehr als 80 Schnellladestationen in ganz Österreich sowie Ladeangebote weiterer Anbieter.
Nachhaltigkeit: Die ella-Schnellladestationen, die vornehmlich an Verkehrsknotenpunkten stehen, werden mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen, darunter Windenergie der Unternehmensmutter W.E.B., gespeist.




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