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Redaktion_Report

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Unkomplettes Familientreffen

Seit Jahresbeginn kooperiert die Eternit Werke Ludwig Hatschek AG mit der Bayrischen Tondachziegelwerke Bogen GmbH. Innerhalb von drei Jahren wollen Hatschek und das bayrische Familienunternehmen ein eigens für den heimischen Markt kreiertes Produkt mit dem Namen Eterton als starke Marke positionieren. "Das Angebot eines Vollsortiments für den Steildachbereich mit Eterton wird sich auf jeden Fall positiv auf die angestammte Produktpalette von Eternit auswirken", ist der Aufsichtsratschef Fritz Hatschek überzeugt. Zudem sollte Eterton mit dem Aufbau eines dichten Vertriebsnetzes in Ungarn auch außerhalb österreichs etabliert werden.

Herbert Krenauer, bis vor kurzem Vorstandsvorsitzender der Eternit Werke AG, nimmt am Neuaufbruch des Unternehmens nicht mehr teil. Er hat Eternit kürzlich den Rücken gekehrt. Seine Agenden übernahm mit Jahresbeginn Theodoro Scalmani.

Verstaubte Aussichten

Mit Prognosen ist es wie mit Statistiken: Es lässt sich alles damit beweisen, es kommt nur auf die Perspektive an. So tauchen in den Baukonjunkturprognosen für 2002 unterschiedliche Szenarien für die Altbausanierung auf.

Die Forschungsgesellschaft für Wohnen, Bauen und Planen (FGW) erteilt den Hoffnungen, die die kränkelnde Bauwirtschaft in diesen Sektor setzt, eine klare Absage: Trotz Fördermaßnahmen seien seit 1999 nur stagnierende Produktionswerte erzielt worden, der Absturz von neun Prozent 2001 werde sich heuer lediglich auf drei Prozent verlangsamen.

Für den österreichischen Verband der Immobilientreuhänder (öVI) bereits Grund zum Jubel: "Auftragsvolumen steigt an!" Ursache der unterschiedlichen Prognosen: Die FGW beurteilt die gesamte Bauwirtschaft, der öVI sieht das Bauhilfsgewerbe als Nutznießer der Sanierung.

"Das ist nicht ganz von der Hand zu weisen, dass man zu unterschiedlichen Prognosen kommt", meint dazu FGW-Geschäftsführer Wolfgang Amann und räumt ein, dass Gewerke wie der Trockenbau vom Sanierungsbedarf profitieren würden.

Rettungsring Marketing

Deutliche Rückgänge im Wohnbau, boomender Pfusch und höhere Kreditkosten durch Basel II. Die Existenzangst vieler Bauunternehmer kommt nicht von ungefähr. Der drastische Anstieg der Arbeitslosigkeit zeigt, dass die Branche mitten in der Krise steckt. Ein Tief, das von Dauer sein könnte. Kurzfristig jedenfalls wird auch das von der Regierung in Aussicht gestellte "Konjunkturpaket" nichts an der Misere am Bau ändern. Für Unternehmen, die weiterhin am Markt bestehen wollen, wird deshalb das Heranrücken an die Kunden zum entscheidenden Faktor werden. Das zumindest glaubt Karl Fröstl, Chef der Firma Unternehmensberatung & Industrie-Consulting GmbH. Sein Rezept für das Not leidende Baugewerbe sind die Bildung von Netzwerken und die Hinwendung zur Verkaufsorientierung. "Die Verknüpfung von Baumeistern und Immobilienfachleuten wird zunehmend zur Notwendigkeit." Dazu kommen, so der Berater, drei wesentliche überlebenskriterien für kleinere und mittlere Betriebe:

• das aktive Verkaufen,

• das Anbieten von Fixpreisprodukten, auch wenn diese in der Form nicht zur Realisierung gelangen, und nicht zuletzt

• die Motivation von Mitarbeitern.

Letzteres, so Fröstl, könne entscheidend sein. Wichtig dabei: Der schnelle Geldregen über Prämiensysteme erweist sich vielfach als nicht zielführend. Fröstl sieht in einer Art Stufensystem die beste Lösung: Mitarbeiter sollten zuerst mitdenken, dann mitverantworten und schließlich mitprofitieren.

85 Mannjahre für Datacenter Automation

Franz Beranek ist im letzten Jahr mit seinem Softwarehaus SBB "in London gelandet", ist gemeinsam mit einem US-Partner in Amerika erfolgreich und will heuer "den Schritt vom internationalen zum globalen Unternehmen" vollziehen. Mit "UC4" bietet SBB eine einheitliche Architektur an, die es ermöglicht, unterschiedlichste Software-Plattformen zueinander zu bringen und getrennte Arbeitsabläufe integrativ zu automatisieren - "Job Scheduling" wird das genannt.

Im Visier sind primär Rechenzentren von Großunternehmen: "Verkaufsgespräche dauern hier durchschnittlich 1,5 Jahre. Der Einsatz fremder Entwicklercrews anstelle von Mitarbeitersuche macht mittlerweile mehr Sinn", meint Beranek. Mit 80 Mitarbeitern wurden 2000 mehr als 105 Millionen Schilling Umsatz erzielt.

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