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Redaktion_Report

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Partner in Holz

Die Architekturfakultät Innsbruck hat einen Professor für Holzbau. Nach langem Suchen ist es gelungen, den Münchner Bauingenieur Michael Flach für den Job zu gewinnen. Ab dem kommenden Wintersemester geht das neu geschaffene Institut für Holzbau in Betrieb, an dem sowohl Architekten als auch Bauingenieure praxisorientiert an Forschungsprogrammen arbeiten können. Für den frischgebackenen Professor ist die Tatsache, dass die Lehrstühle für Stahl- und Massivbau ebenfalls neu besetzt werden, eine Chance, den Misch- und Verbundbau zu forcieren.
Der 1954 in München geborene Flach war zunächst beim französischen Baukonzern Bouygues für Industrie- und Brückentragwerke aus Beton zuständig, bekehrte sich aber schließlich zum Holzbau und wurde 1988 Partner des Schweizer Holzbaupapstes Julius Natterer, aus dessen Umfeld auch der an der TU Wien tätige Holzbauspezialist Wolfgang Winter kommt. Zu Flachs Projekten gehört das Radstadion Bordeaux, eine Dachkonstruktion aus Holz auf vier Stützen mit einer Fläche von 20.000 Quadratmeter.

Solides TA-Ergebnis dank mobilkom

Die hohen Zuwächse ergaben sich jedoch nicht aus dem operativen Geschäft, sondern aus den extrem hohen Aufwendungen für Vorruhestandsprogramme im Jahr 2000 von 253,2 Mio. Euro. Unter Abzug dieser Aufwendungen würde lediglich ein EBITDA-Zuwachs von 8,7 Prozent (von 1,306 auf 1,420 Mrd. Euro) zu Buche stehen. Für dieses Plus ist wiederum allein die mobilkom verantwortlich.

Der Gruppenumsatz erhöhte sich um 1,2 Prozent von 3,897 auf 3,943 Mrd. Euro. Das Zugpferd mobilkom steigerte den Umsatz um 14,1 Prozent auf 1,713 Mrd. Euro und erwirtschaftete ein EBITDA von 571,3 Mio. Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 30,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Ohne die Kosten der Vorruhestandsprogramme wäre das EBITDA des Telekom Austria Konzerns, in dem die Mobilkom zu 75 Prozent at-equity enthalten ist, um 2,1 Prozent von 869,9 auf 851,4 Mio. Euro gesunken. Effektiv stieg das Konzern-EBITDA jedoch (aufgrund dieser hohen Kosten im Jahr 2000) mit einem Plus von 38,4 Prozent auf 853,8 Mio. Euro.

Mit diesen Zahlen blieb die Telekom knapp über den Analystenerwartungen. Q4 2001 steigerte die Telekom Austria Gruppe gegenüber dem Vorjahr den Umsatz um 1,5 Prozent von 978,7 auf 993 Mio. Euro. Das zusammengefasste EBITDA (ohne Kosten für freigestellte Mitarbeiter) erhöhte sich um 44,6 Prozent auf 309,2 Mio. Euro.

Beim Telekom Austria Konzern sanken die Umsatzerlöse in diesem Zeitraum um 5,5 Prozent auf 658,7 Mio. Euro, während das Konzern-EBITDA - wieder aufgrund der hohen Aufwendungen rund um die Vorruhestandsprogramme 2000 - um 68,4 Prozent auf 187,6 Mio. Euro. anstieg. Die Mobilkom erhöhte den Umsatz im vierten Quartal um 14,8 Prozent auf 441,4 Mio. Euro und das EBITDA um 16,4 Prozent auf 110,7 Mio. Euro.

Fujitsu Siemens wird profitabel

Adrian von Hammerstein kann zufrieden sein: Trotz deutlicher Einbußen am europäischen Hardware-Markt konnte Fujitsu Siemens den Gewinn im Geschäfstsjahr 2001 um 80 Millionen Euro auf nunmehr plus zehn Millionen erhöhen. Der Umsatz sackte freilich von 5,9 Milliarden auf 5,4 Milliarden Euro deutlich ab.

Der Chef sieht damit die "strategische Ausrichtung auf höherwertige Produkte als gelungen" an und will sie mit den Bereichen Mobility und Business Critical Computing auch weiterhin forcieren. Ebenso wenig überraschend ist: Mittelständische Unternehmen werden für die IT-Seller wichtiger: "Fujitsu Siemens will seinen Umsatz im Segment der KMUs um mehr als 20 Prozent erhöhen. Beratung und Services vor Ort werden dabei immer wichtiger."

Erreichen will Hammerstein eben das mit Channel-Selling - Partnerschaften mit Tech Data und Ingram Micro sind hiezu der erste Anfang. Ausgewählte PC-Systeme der Scenic-Familie werden dabei mit vorinstalliertem Office XP ausgeliefert.

Siemens: Kampfansage an Cisco

Vorstandsdirektor Franz Geiger samt Bereichsleiterteam kann zur CeBit endlich öffentlich Beweis führen, "warum Siemens in diesem schwierigen Markt seine Position eins nicht nur halten, sondern sogar ausbauen konnte";. Er nennt die Dinge beim Namen, spricht von drastischen Investitionsrückgängen beim großen und den kleinen Netzbetreibern, unterscheidet zwischen kundenfreundlichen Unternehmen, die bei Rezessionsende wieder in Qualität investieren werden, und anderen.

Als Basis aller Erfolge wird einmal mehr PSE, die 5500 Mitarbeiter starke Software- und Researchcompany von Siemens, genannt, die diesmal mit einem Bluetooth-Verteiler für den OEM-Markt auf der CeBit vertreten ist - und etwa auch mit dem Biometrie-Kompetenzzentrum, das Audi vorübergehend wieder etwas weniger attraktiv für Diebsgestalten machen soll. (Im Normalbetrieb bringen sich Gestühl und Spiegel nach der Fingerprobe in Position.)

Mobile-Bereichschef Dietmar Appeltauer berichtet, dass die Geschäftsreise-Applikation Travel Angel nach derzeit 300 Pilotkunden ab Mai bereits 3000 Menschen mit smartem Umbuchungsverhalten versorgen wird - ein wichtiger Schritt hin zum Regelbetrieb und zur Verkaufbarkeit der Lösung nach außen. Spätestens ab dem Weihnachtsgeschäft soll konstant mindestens jedes vierte in österreich gekaufte Handy türkise Markenaufschrift tragen.

"VoIP-Migration ist machbar."; Networks-Bereichschef Herbert Götz tritt den "Behauptungen eines Wettbewerbers aus der Datenkommunikation"; entgegen, dass die Migration althergebrachter Nebenstellenanlagenkonzepte zu VoIP nicht machbar wäre. "Wir beweisen mit unserer HiPath 4000, dass es auch mit 100.000 Usern funktioniert";, sagt Götz. Zum Wettbewerber aus der Datenkommunikation wird Franz Geiger durchaus konkret: "Das ist eine Kampfansage Richtung Cisco!";

ASP soll hochleben! Businessservices-Bereichschef Gunter Kappacher spricht das Thema ASP an, das zuletzt allgemein als den Erwartungen hinterherhinkend erzählt wird. Kappacher: "Ich muss Ihnen hier das Gegenteil berichten."; Mit der Versicherungsdrehscheibe Together synchronisiert er den Datenaustausch der Platzhirsche untereinander und mit 390 Maklern: Im burgenländischen Neutal gilt es, ein neues Rechenzentrum für mindestens 1000 Server zu füllen.

Fujitsu-Joint-Venturer Marcus Dekan glaubt, die Mobilität der Anwender werde sehr viele neue Produkte hervorbringen. "Wir sind der Meinung, dass es nicht den einen ultimativen Device geben wird."; Er möchte nach den todsicher absperrbaren Notebooks auch noch mit ähnlichen Mechanismen ausgestattete PDAs verkaufen.

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