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Redaktion

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Mangelhafte Politik

Umweltschützer kritisieren ''Provinzhobbys'' wie den Bau des Koralmtunnels und fordern nationale Anstrengungen bei den Themen Ökostrom und thermische Sanierung.Eine Studie der deutschen Organisation Germanwatch zeigt, dass Österreichs Klimapolitik im internationalen Vergleich nach wie vor schlecht abschneidet. Österreich steht in der Gesamtbewertung an der 40. Stelle und belegt in der Bewertung der nationalen Klimapolitik gar nur den 52. Platz unter insgesamt 57 Staaten. Innerhalb der EU steht Österreich an 20. Stelle. Tschechien, die Slowakei oder Rumänien schneiden deutlich besser ab. »Die Bemühungen in der österreichischen Klimapolitik sind beschämend mangelhaft. Leider setzt sich dieser Trend auch unter wechselnden Umweltministern seit Jahren fort«, ärgert sich Greenpeace-Energiesprecher Jurrien Westerhof. »Die Erfüllung dieser Einzelinteressen wird unter anderem bewirken, dass etwa eine Milliarde Euro Steuergeld für CO2-Zertifikate anfallen werden. Der Einfluss von Industriellenvereinigung, Wirtschaftskammer & Co. bleibt ein Hemmschuh für eine fortschrittliche Klimapolitik.

Erfolgreiche Steuerung

Zuletzt investierte Banner in Pkw-Batterien, die sich durch eine bessere Haltbarkeit auszeichnen.Nach dem ersten Halbjahresergebnis des laufenden Geschäftsjahres steuert Banner einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2010/11 entgegen. Erwartet wird ein Umsatzplus von mehr als zehn Prozent. Der wirtschaftliche Erfolg beruht unter anderem auf Zusatzaufträgen aus der Erstausrüstung von BMW, VW und Volvo. Aufgrund der hohen Nachfrage nach der Batterietechnologie für Start/Stopp-Fahrzeuge wurden am Firmenstandort Leonding 15 Millionen Euro investiert. Alle namhaften großen Hersteller setzen diese Technologie ein, um den Treibstoffverbrauch und CO2-Ausstoß ihrer Fahrzeugflotten zu senken.

Zum Abschluss des Geschäftsjahres per 31. März 2011 plant der heimische Batteriehersteller die Vier-Millionen-Stückmarke beim Batterieverkauf zu erreichen. Das bedeutet ein Plus von rund fünf Prozent oder 200.000 Stück im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz steuert in Richtung 225 Millionen Euro, heißt es bei Banner. Durch den wirtschaftlichen Aufschwung stieg seit Sommer außerdem die Nachfrage nach Lkw-Batterien wieder sprunghaft an.

Seit 1937 produziert das Unternehmen mit Sitz in Leonding Batterien für Fahrzeuge aller Art.

Viel Freude, ein wenig Entsetzen

Künftig schnellere Genehmigungsverfahren für Netzausbau in Österreich dank ElWOG-Novelle.Die Wirtschaft hat das Ende November im Nationalrat beschlossene Elektrizitätswirtschafts- und Organisationsgesetz (ElWOG) begrüßt. »Besonders erfreulich ist, dass gesetzlichen Interessenvertretungen die volle Parteistellung im Verfahren zur Feststellung der Kostenbasis einschließlich eines Beschwerderechts gegen Entscheidungen der Regulierungskommission an den Verwaltungsgerichtshof eingeräumt wurde«, stellt Stephan Schwarzer, Leiter der Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik der Wirtschaftskammer Österreich fest. Damit könne überhöhten Netzgebührenanträgen von Anfang wirksam entgegengetreten werden. Erfreulich sei auch die im Gesetz verankerte Berücksichtigung des öffentlichen Interesses an der Versorgung mit elektrischer Energie bei der Bewertung von Infrastrukturprojekten. »Damit hat sich der Gesetzgeber klar zum Ausbau der Energieinfrastruktur bekannt, wodurch eine Beschleunigung von Projekten zu erwarten ist«, so Schwarzer weiter. Zu begrüßen sei auch, dass das Gesetz das Tor zur Einführung von Smart Metering aufstößt. Dies werde die Konsumenten in die Lage versetzen, Stromkosten einzusparen.

»Dass den Projekten der Energieversorgung nun endlich auch in Österreich öffentliches Interesse eingeräumt wird, ist ein wichtiger Meilenstein für die Branche«, meinte auch Energie AG-Generaldirektor Leo Windtner. In Oberösterreich stehe eine Palette von Kraftwerksprojekten an, die ihrer Realisierung harren. Gerade die Energie AG stehe mit vielen Kraftwerksprojekten in den Startlöchern bzw. in der Umsetzung. Dazu gehören energiewirtschaftlich bedeutungsvolle Pumpspeicherkraftwerksprojekte ebenso wie einige Laufwasserprojekte.

Trotzdem gibt es auch Kritikpunkte am neuen ElWOG. »Es droht eine gewisse Kopflastigkeit der Regulierungsbehörde: Während die Branche ständig abspeckt und sich fit macht für die Zukunft, wird die Regulierungsbehörde eher aufgebläht«, sagt Windtner. In den vergangenen Jahren seit der Liberalisierung des Strommarktes hätten die Energieversorger ihre Hausaufgaben bestmöglich erfüllt. Österreich habe trotz aller Probleme immer noch eines der leistungsfähigsten und besten Stromnetze in Europa, was vor allem auf die enge Zusammenarbeit in den Mutterkonzernen zwischen den technischen Abteilungen und den Servicebereichen zurückzuführen sei. »Es besteht die akute Gefahr, dass es durch die Ausweitung der Kompetenzen der Regulierungsbehörde zu einer Reregulierung bzw. Überregulierung kommt, die weder den Unternehmen noch den Kunden nutzt«, befürchtet Windtner.

Der Umweltdachverband sieht dagegen in einem »in letzter Sekunde eingebrachten Änderungsantrag« im ElWOG einen Riesenskandal. »Den Interessen der E-Wirtschaft wird künftig beim Leitungsbau und bei der Großwasserkraft unter dem Deckmantel der Versorgungssicherheit ein prioritäres Interesse eingeräumt. Künftig wird es für die E-Wirtschaft einfacher, über Natur-, Umwelt- und BürgerInneninteressen drüberzufahren«, gibt sich UWD-Präsident Gerhard Heilingbrunner entsetzt.

»Nur die Farbe wechselt«

Neuer Schaltschrank und ''Brand Transitio'' bei Eaton. Das grüne Moeller-Logo wird 2011 verschwinden, der blau gehaltene Eaton-Brand dominieren.Der Industrie- und Energieverteilungsspezialist Eaton hat mit der Übernahme von Moeller auch seine Organisation in Österreich umgebaut. Franz Gira und Alexandra Schäfer wurden als neues Team fürs Produktmarketing vorgestellt. Gira kennt das Geschäft rund um Automatisierungs- und Elektrotechnik gut, mit dem Vertriebsprofi wurde ein Branchenspezialist aus den eigenen Reihen zum Marketingleiter in Österreich gekürt. Seine Kollegin ist Quereinsteigerin aus der Telekommunikationsbranche. Schäfer war bereits im  Businessmarketing bei Telekom-Urgestein UTA sowie dem Mobilfunker Hutchison tätig.

Das erste größere Projekt des Marketingduos ist eine Roadshow im Jänner und Februar 2011 anlässlich der Markteinführung der vormon­tierten Schaltschranklinie »Profi Plus«. Die Tour führt durch sechs Städte von Wien bis Hohenems.

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