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Archiv (11315)

Die spinnen, die Schweizer

Die Damen und Herren von Greenpeace dürften nicht die einzigen sein, die über die Vorgehensweise der Andermatt Gotthard Sportbahnen den Kopf schütteln. \"Das absurde Projekt Gletscherfrischhaltefolie führt die Hilflosigkeit im adäquaten Umgang mit dem Klimawandel drastisch vor Augen. In einem Theaterstück könnte man lachen - doch in Anbetracht der Realität bleibt das Lachen im Halse stecken“, zeigt sich Alexander Hauri, Klimaexperte bei Greenpeace Schweiz, verärgert. Tatsächlich könnten sich die Schweizer Frischhalteexperten ein Beispiel an der Medizin nehmen, wo man mittlerweile erkannt hat, dass ein Bekämpfen der Symptome nur leidliche Erfolgsaussichten hat, ein übel zu beseitigen. Langfristig erfolgreich kann nur sein, den Ursachen auf den Grund zu gehen. \"Das Alpenland Schweiz muss handeln und den CO2-Ausstoss im Inland mittels Lenkungsabgaben massiv reduzieren. Frischhaltefolien, Schneekanonen und Verbauungen gegen rutschende Hänge können allenfalls kurzzeitig Symptome lindern. Doch unter dem Pflästerli blutet es weiter“, so Hauri weiter.

Warum es überhaupt zu den haarsträubenden überlegungen kommen konnte, ist rasch erklärt: In den vergangenen 15 Jahren hat sich der Gurschengletscher ab der Bergstation um rund 20 Meter abgesenkt. Ohne Kunstbauten sei es laut Andermatt Gotthard Sportbahnen nicht mehr möglich, zu Beginn einer Wintersaison ab der Bergstation Gemsstock die Pisten und Varianten auf dem abgesunkenen Gletscher zu erreichen.
Die Andermatt Gotthard Sportbahnen AG kündigen auf ihrer Website einen Versuch mit Start am 10. Mai 2005 an, vorerst eine Fläche von rund 2500 Quadratmetern mit Vlies einzukleiden. Mit diesem Vlies wird die ganze Abfahrtsrampe, Felspartien und Firn beim Abgang Nord des Gletschers abgedeckt werden. Im Herbst 2005 wird dieses Vlies wieder abgebaut und eingelagert um dieses im Sommer wieder einsetzen zu können.

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Bau braucht Anreize

\"2010Die Baubranche steuert einer schwierigen Zeit entgegen, ist Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel überzeugt. Im Interview spricht er über die dramatischen Einbrüche im Wohnungsneubau, kritisiert, dass die Bauwirtschaft für Sünden geprügelt wird, die andere begangen haben, und präsentiert eine lange Wunschliste an die Politik.
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Arme Reiche

Die Wirtschaftskrise forderte auch unter den Superreichen ihre Opfer. Die Zahl der Millionäre schrumpfte weltweit von elf auf rund neun Millionen, insgesamt verloren sie durch das Krisenjahr 2008 ein Fünftel ihres Vermögens.

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On the Road again

Bei dieser vom logischen Standpunkt aus durchaus schlüssigen Vorgehensweise - um ihre Wirkung im Körper zu entfalten, müssen Stoffe erst einmal ihren Bestimmungsort im Organismus erreichen - gibt es jedoch ein nicht unwesentliches Problem. Zahlreiche Stoffe werden in einer Zelle produziert, kommen aber in einer völlig anderen zum Einsatz. Die Folge sind unglaublich lange Transportwege, die überwunden werden müssen. Der geringste Aufwand besteht, wenn ein Stoff im Wasser gelöst werden kann, dann kann er wie beim menschlichen Blutkreislauf mit Hilfe einer Lösung transportiert werden. Ungleich schwieriger wird es, wenn dies nicht möglich ist. Dann muss der Organismus seine Kreativität unter Beweis stellen.

Stoffe auf Wanderschaft
Forscher des Max-Planck Instituts für Molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) in Dresden haben genau einen solche kreative Raffinesse der Zelle entdeckt: Prozesse in Zellen der Fruchtfliege Drosophila melanogaster, welche neue Einsichten in die übertragung bestimmter Proteinsequenzen zwischen einzelnen Zellen bieten: Eine Reihe bestimmter Moleküle kann die Zellen verlassen und in Relation zur eigenen Größe riesige Distanzen zwischen den Zellen überbrücken. Diese Spediteure, die die Dresdner Forscher Argosome tauften, ermöglichen es Proteinen also, Strecken zurückzulegen, die sonst unüberbrückbar wären. Der Name Argosom ist der Biologin Suzanne Eaton eines Abends spontan eingefallen: \"So wie die Argonauten in Sagen und Science-Fiction über große Distanzen zwischen den Welten reisen, so reisen diese Argosome im ganzen Körper“, zeigt Eaton, wie sattelfest sie in der Mythologie ist.

Das zellbiologische Speditionswesen im Detail
Die Dresdner Wissenschaftler konzentrierten sich bei ihren Untersuchungen auf Wingless und Hedgehog. Dies sind zwei Stoffe, die Wachstum und Entwicklung eines Organismus in der Embryonalphase koordinieren. \"Sie entfalten ihre Wirkung nicht nur in Nachbarzellen, sondern beeinflussen Zellen über weite Distanzen hinweg von ihrem Produktionsort entfernt. Dies erfordert den Transport durch den Körper oder Organismus über lange Strecken“, erklärt Eaton. Das bisherige Problem war ein Mangel der Erkenntnis, in welcher Form diese nicht fettlöslichen Stoffe die Strecken im menschlichen Körper zurücklegen.

Das Forschungsteam am PI-CBG hat nun gezeigt, dass sich die Stoffe Hedgehog und Wingless an andere Moleküle binden und diese als eine Art Fahrzeug benutzen - so können sie weite Distanzen überbrücken. Diese Transporter-Lipoproteine, die Argosome, bewegen sich dann mit ihren Gütern in andere Zellen, wo sie sich zusammen mit den Morphogenen ablagern. Die Gegenprobe hat die These untermauert: Unterdrückt man die Produktion der Argosome, sind auch Hedgehog und Wingless in ihren Zielzellen deutlich weniger vertreten.

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Chance nutzen zum Wechsel vom Muss zum Kann und Will

\"JohannVom Muss zum Kann und Will => Kritische Reflexionen Dritter suchen => Erfahrungen entrümpeln => Eingebungen nutzen => Krisenenergie nutzen => Verborgene Schätze suchen und finden => An der Agilität und Robustheit arbeiten => In Bewegung bleiben => Aktionismus vermeiden => Auf klare Ausrichtung achten => Selbstgestaltungsraum schaffen => Den spezifischen Leistungskern spürbar machen => Chancen der Selbstbeschreibung nutzen => Hoffnung begründen und vorleben. Von Johann Risak.

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Teile machen Größe

\"Wir haben 2004 unsere Ziele teilweise übererfüllt“, freut sich Erich Frommwald, Geschäftsführer der Kirchdorfer Gruppe. 2004 war aus seiner sicht ein Jahr der Konsolidierung, trotzdem sei es gelungen den Gruppenumsatz von 127,2 auf 135,5 Millionen Euro kräftig zu heben. Das EBITA konnte auf knapp 20 Millionen erhöht werden, vier Millionen mehr wie 2002. Schwerpunkt der Gruppe sind längst nicht mehr Zement und Oberösterreich wo auch die Zentrale angesiedelt ist. Nur rund 15 Prozent des Gruppenumsatzes stammen aus den Aktivitäten mit dem grauen Pulver, an dem auch Lafarge mit 50 Prozent beteiligt ist.

Allein mit Betonfertigteilen, also den Firmen Maba, Delta Bloc und Rauter erwirtschaftet Kirchdorfer 73 Millionen Euro. Tendenz weiter steigend, erst im Jänner 2005 wurde das Betonwerk Bauer hinzugekauft. \"Die Konsolidierung bei Fertigteilen wird noch weitergehen“, meint Frommwald, der seit Anfang März mit Gerhard Laimer einen neuen Finanzvorstand hat. Zwei Projekte mit denen die Maba zuletzt besonders aufgefallen ist, finden in Wien statt. Für den Lainzer Tunnel wurde innerhalb weniger Monate um 11 Millionen Euro eine Tübbing-Fertigung vor Ort installiert. Der Auftrag hat ein Volumen von 37 Millionen und wäre vom Werk in Wöllersdorf logistsich nicht zu erledigen gewesen, wie Frommwald erklärt. Derzeit läuft die Anlage im Probebetrieb, schon in den nächsten Wochen sollen täglich fast 500 Kubikmeter Beton verarbeitet werden. Rund 20.000 Fertigteile werden danna auf Vorrat erzeugt, da der Einbau sehr rasch über die Bühne gehen soll. Mitte 2007 soll der Auftrag abgearbeitet sein und die Anlage je nach Bedarf in ein Maba-Werk oder an einen anderen Bauplatz verfrachtet werden. Des weiteren baut die Maba Fertighaus GmbH gerade 147 weitgehend vorgefertigte Kleingartenhäuser in Wien-Brigittennau für die GöD (Gewerkschaft öffentlicher Dienst).

Die künftigen Wachstumsaktivitäten richten sich gegen Osten, wobei Bulgarien und Tschechien besonders im Fokus stehen. In Tschechien soll die Marktstellung bei Fertigteilen verbessert werden in Bulgarien soll demnächst eine zweite Sangrube in Sofia in Betrieb gehen. Für weitere Expansionsaktivitäten kann Frommwald sich auch eine Kooperation mit dem Familienunternehmen Asamer vorstellen. \"Wir sind befreundet und kooperieren projektbezogen, etwa beim Brennstoff für das Zementwerk“, sagt der Chef von insgesamt knapp 1.500 Mitarbneitern. 650 davon sind in österreich beschäftigt. Allein einhundert erzeugen in Graz Jolly Farbstifte und Wachsmalkreiden. \"Dieses Unternehmen ist uns ans Herz gewachsen obwohl die Zeiten schwieriger geworden sind, da wir zunehmend im internationalen Wettbewerb stehen“, erklärt der Manager. Für 2005 erwarten Frommwald und Laimer einen Umsatz von 150 Millionen. Derzeit stammen rund 25 Prozent des Umsatzes aus dem Ausland. Dies sollte sich langsam ändern, da weiteres Wachstum nur durch Auslandsaktivitäten erzielbar sei, wie die Manager meinen.

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Jahr eins nach der Krise

Vor einem Jahr porträtierte der Report die »Contras« – Unternehmen, die der Krise Kreativität und Bodenhaftung entgegensetzten. Was die Contras heute denken, wie sie durch die schweren Zeiten steuern, wie sie die Zukunft sehen.

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