Menu
A+ A A-
Archiv

Archiv (11315)

Entflechtungen

Der Reifegrad eines Marktes lässt sich stets an seinem Bewegungsmoment messen. Demnach hat sich die Branche des Business-Process-Outsourcing bereits auf der Laufbahn versammelt und wärmt sich auf. Einige Läufer sind bereits losgestartet und haben mit Mergers & Akquisitions auf sich aufmerksam gemacht. Die großen IT-Dienstleister runden ihre Expertisen ab, um die Kunden zielgenau Runde um Runde in eine bessere Servicewelt führen zu können. Die Unternehmen sollen sich nun gefälligst auf das Kerngeschäft konzentrieren - sei es Telefoniegespräche routen, Versicherungen verkaufen oder Akten schlichten. überflüssiges, wie Dokumentendruck, Rechnungsversand oder Personalmanagement, übernimmt die neue, gierige Partnerlandschaft. Diese zeichnet sich durch einfache Rezepte aus: »pay per use«, »on demand«, »unit pricing«, »pay what you use«. Für den Kunden läuft - etwa im Falle von Outsourcing des Dokumentenoutputs - alles auf eines hinaus: er muss sich nicht mehr um Papierpreise und Portokosten kümmern. Zumindest nicht direkt, denn am Ende des Quartals gibt es einen einzigen Verrechnungsposten - nicht Hunderte. Natürlich sind diese Services mehr als nur die gleichen Handgriffe von einem Partner machen zu lassen. BPO heißt: Mehr Effizienz und vor allem mehr Intelligenz in den Prozess zu bringen.

»Wir reden hier vom Managen, nicht vom Exekutieren«, sagt ein anderer Experte. Am Rande eines Vortrags zur schwierigen Zukunft der Telcos (siehe Analyse) rät er, der »Telekommunikations und IT Report« soll sich in »Business Enabler Report« umbenennen. Für ihn ist die Telekommunikation ein Terminus eines untergehenden Wirtschaftsimperiums. Nun kommen die kleinen, flexiblen Unternehmen hoch, die auf den Steinen der alten Welt neue Gewinn bringende Dienste bauen. Damit aus den Fest- und Mobilnetzen keine starren Infrastrukturkomplexe werden (sie sind es ja ohnehin schon), sollten nun Purzelbaum und Kopfstand in den Etagen der Telco-Vorstände Einzug halten. Heißt: Das alte Minutengeschäft drehen, zerstückeln und in etwas Intelligenteres verwandeln. Die Festnetze sind fast schon überreif, der Mobilfunk beginnt langsam zu erahnen, dass auch ihn die Applikationswelt überrollen wird. Unterm Strich spielt die eigentliche Nachrichtenübertragung ja heute schon in der Wertschöpfungskette des Contentgeschäfts eine untergeordnete Rolle.

Read more...

Fusion unter Spezialisten

Klotzen, nicht kleckern heißt es, wenn das weltgrößte Softwareunternehmen auf Partnersuche ist. Bei Microsoft bleibt der höchste Partnerstatus normalerweise großen Unternehmen vorbehalten. Nicht so, wenn es um eingefleischte Spezialisten geht: Der zwanzig Mitarbeiter starke österreichische IT-Dienstleister SiteXs ist seit gut zwei Jahren Goldpartner der Redmonder. SiteXs-Geschäftsführer Stefan Panholzer setzt seit jeher einen Schwerpunkt auf die Mitarbeiterentwicklung, um sich auf bestimmte Sparten konzentrieren zu können. Und auch heuer weht dem Unternehmer, der sich für die KMU-Kundschaft auf die Kerngebiete Netzwerk und Security spezialisiert hat, freundlicher Wind entgegen. Die Branchenmesse ITnT war ein großer Erfolg und mit supportEDV klopft nun ein Branchenkollege für weiteres Wachstum an die Tür. Der Neo-Partner bringt Großkunden mit an Bord, für OMV wird seit Jahren die Serverhardware unternehmensweit serviciert.

Anfang April ziehen die beiden Spezialisten an einem Standort in Wien zusammen, in weiterer Folge soll es dann zur Fusion kommen. »Da wir keine Berührungspunkte bei den Kunden haben, ergänzen wir uns perfekt«, ist sich Stefan Panholzer sicher. Mit der Zusammenarbeit wollen die beiden Unternehmen in neue Kundensphären dringen und eine weitere Stufe Richtung Großprojekte erklimmen. Denn die fusionsbedingte Verdoppelung von Umsatz und Mannschaft ermöglicht die Vorfinanzierung gewichtiger Projekte, die mitunter ein Jahr und mehr umschließen. Angst vor dem Zusammenprall unterschiedlicher Firmenphilosophien hat Panholzer keine: »Die Mitarbeiter sehen die Entwicklung als Riesenchance.«

Read more...

Businessfaktor

»Die Studie zeigt, dass der Breitbandzugang inzwischen unverzichtbarer Teil der Basisinfrastruktur einer Region ist«, sagt GfK-Chef Rudolf Bretschneider. Vor allem im Vergleich zur Umfrage 2002 sei die gestiegene Akzeptanz auffällig: Erachteten vor vier Jahren noch 17 Prozent der befragten Bürgermeister das schnelle Internet als nicht notwendig, wollte bei der diesjährigen Befragung kein einziger Ortschef auf Breitband verzichten. Bereits 92 Prozent der Gemeinden haben inzwischen eine eigene Homepage. In knapp zwei Dritteln der österreichischen Gemeinden ist es zudem mittlerweile möglich, Behördenwege elektronisch zu erledigen. »Auch E-Learning oder E-Work über das Internet sind mittlerweile bestens akzeptiert. Diese Applikationen stärken die Konkurrenzfähigkeit der Gemeinden nachhaltig, denn sie schaffen Bildungsmöglichkeiten und dringend benötigte Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen«, betont Telekom-Austria-Vorstand Rudolf Fischer die Wichtigkeit des Breitbandausbaus am Land. Dort seien erst 75 Prozent der Bevölkerung breitbandig erschlossen.
Read more...

»Andere wollten zu viel«

Das Geschäftsjahr 2006 hat sich für den europäischen Carrier Colt gut entwickelt. Colt ist mit einer Wachstumsrate von über zwanzig Prozent im strategisch wichtigen Datengeschäft schneller als der Markt gewachsen.

Report: Wie ist das Verhältnis von Sprach- zu Datenumsätzen bei Colt und welchen Weg werden die Carrier in den nächsten Jahren in der neuen Sprachkonvergenz beschreiten?
Alfred Pufitsch: Der Voicebereich war bei Colt ebenso zufrieden stellend wie der Datenbereich - wenn auch hier die Margen im internationalen Minutengeschäft wesentlich geringer ausfallen sind. Derzeit hat das Sprachgeschäft in den Gesamtumsätzen einen leichten überhang. Das Verhältnis Sprach- zu Datenumsätze wird sich aber drehen: bis 2015 werden wir einen IP-Voice-Anteil von 70 Prozent oder mehr haben. 2006 wurden erstmals mehr IP-fähige als herkömmliche Telefonanlagen verkauft. Ganz generell sprechen die Analysten von einem bereits vernachlässigbaren TDM-Voice-Geschäft im Jahr 2015. Die Vision ist ganz klar IP - vor allem derzeit für den Mittelstand und die Großkunden. Auch wir wollen eine IP-Company werden.

Thema IP: Revolution oder Evolution?
IP-Voice ist keine Revolution, sondern eine Evolution, die stark von den Inves­titionszyklen in den Unternehmen abhängt. Die existierenden Systeme und Umgebungen werden ja möglichst lange genutzt - jeder weiß aber, dass der Umstieg auf IP auch im Sprachbereich zwangsläufig kommen wird. Colt hat auf dem Weg in die IP-Welt den Vorteil, in seinen eigenen Netzen keine großen TDM-Umsätze zu verlieren. Hier tun sich die Incumbents und andere Carrier wesentlich schwerer, da mit jedem Launch einer IP-Lösung das eigene Geschäft kannibalisiert wird. Wir dagegen können aggressiv in den Markt gehen und haben das beste Netz dafür. Colt hat in den letzten Jahren drei Milliarden Pfund - umgerechnet rund vier Milliarden Euro - in sein Netzwerk investiert. Auch wir implementieren ein Next Generation Network, das als lebendiges Konstrukt Architekturen wie IMS (Anm.: \"IP Multimedia Subsystem“) ermöglichen wird. Mittels IMS wird jede Art von Endgerät, ob mobil oder festnetzgebunden, auf Netzwerke und Datencenter zugreifen können.

Die Branche, insbesonders Colt war in den letzten Jahren stark von Restrukturierungen geprägt. Wie ist der Stand der Einsparungen heute?
Colt österreich hat derzeit fünfzig Mitarbeiter. In den letzten drei Jahren wurden zehn bis zwölf Planstellen abgebaut, die große Personalrestrukturierung hierzulande ist aber vorbei. International werden bis Ende 2007 rund 25 Prozent der insgesamt knapp 4000 Mitarbeiter aus Kosten- und Effizienzgründen in Shared Service Centers innerhalb Colts untergebracht sein. Dieser Umbau entspricht jener wachsenden Prozessvereinheitlichung, wie sie heute überall zu sehen ist. Alle Bereiche der Wirtschaft waren in den letzten Jahren mit Umstrukturierungen konfrontiert. In Europa gingen den Telcos ganze Bürotürme an Kunden verloren - die sie später an einer anderen Stelle wieder gewinnen konnten. Rückblickend gesehen war es für Colt ein großer Vorteil, konsequent einen Business-to-Business- und Netzwerkansatz verfolgt zu haben. Andere Unternehmen am Markt wollten zu viel, sind zu schnell gewachsen, und haben am Ende wieder vieles verbrannt. Wir haben immer die notwendige Konsequenz zu Reformen gesehen. Dies ist in allen Unternehmensteilen bei Colt geschehen.

Der österreichische Providermarkt ist in einer heftigen Konsolidierungsphase. An welcher Stelle im Providerranking sehen Sie Colt aktuell?
Ein Ranking der österreichischen Player ist schwierig, da Colt zu Unternehmen wie der UTA sehr unterschiedliche Zielgruppen hat. Ich würde Colt im Access-Bereich als Nummer drei nach der Telekom Austria und UTA, aber klar vor eTel sehen. Wir leben aber von unseren internationalen Kunden: diese Nische ist eindeutig definiert. Heuer erhoffen wird uns mit unserem neuen Partner Avaya weiteres Wachstum. Avayas gesamtes Produktportfolio wird in das Colt-Netz integriert, dadurch können die unterschiedlichsten Geräte- und Lösungsbundles für die Kunden geschnürt werden. Ich bin überzeugt, dass Avaya ein starker Partner für dieses Vorhaben ist.

Read more...

Freiräume für Erfolge

IT-Manager in Europa haben nicht die nötigen Ressourcen, um wichtige Netzwerktechnologien wie MPLS (Multi-Protocol Label Switching) und Voice-over-IP proaktiv zu managen. Dies ergab eine Studie, die Computer Associates zusammen mit dem britischen Marktforschungsunternehmen Quocirca zu konvergenten Netzwerken durchgeführt hat. Das alarmierende Ergebnis: IT-Leiter haben weder einen schnellen Zugriff auf Informationen über Netzwerkprobleme oder deren Ursachen, auf die betroffenen Systeme und Nutzer, noch können sie die Probleme lösen. Dabei würden die Anforderungen an die IP-Netzwerke, die die gesamte Unternehmenskommunikation unterstützen, stetig wachsen. Die Auswertung zeigt einerseits, dass Unternehmen vermehrt auf IP-basierte Anwendungen setzen. Andererseits sind die IT-Manager nicht in der Lage, die Netzwerke proaktiv zu managen, um die Schlüsselfunktionen der IP-Anwendungen effizient zu unterstützen. Da die Unternehmen unter Druck stehen, immer mehr Funktionen über IP-Netzwerke zur Verfügung zu stellen, fühlen sich IT-Abteilungen zunehmend unterbesetzt und zu wenig qualifiziert.

Laut Studie erklärten die befragten IT-Manager, dass ihre derzeitigen Managementtools nicht ausreichen, um bei Problemen schnell auf Netzwerkinformationen zugreifen zu können. Auch sind sie nicht in der Lage, die Auswirkungen auf das laufende Geschäft abzuschätzen. Vierzig Prozent der Befragten gaben an, dass sie Voice-over-IP-Anwendungen nicht adäquat managen können. Aus diesem Grund lagern Unternehmen VoIP-Anwendungen vermehrt an Dienstleister aus: 88 Prozent der befragten Unternehmen nutzen oder planen bereits, das Angebot von Managed-Service-Providern aus Gründen der Netzwerksicherheit anzunehmen. »IP wird zu einem zweischneidigen Schwert. Auf der einen Seite können die Komponenten besser miteinander verknüpft werden, auf der anderen Seite müssen sie selbst von leistungsfähigen Tools gesichert und verwaltet werden. Nur so wird gewährleistet, dass den Unternehmen das IP-Management nicht aus den Händen gleitet«, so Studienleiter Bob Tarzey.

»Um Netzwerke proaktiv verwalten zu können, müssen die Informationen zur Netzwerkperformance von Voice und Daten auf einer zentralen Managementkonsole zusammenlaufen. Nur so sind IT-Verantwortliche in der Lage, den Zustand ihrer gesamten IT-Infrastruktur zu überblicken«, appelliert auch CA-Geschäftsführer Michael Wengermayer. Netzwerk-Monitoring gewährleis­te, dass die IT-Services über komplexe und heterogene Netzwerke hinweg verfügbar sind und zuverlässig arbeiten. Und die überwachung der Netzwerkperformance sorge dafür, dass kritische Entwicklungen identifiziert und Warnhinweise abgesetzt werden, wenn das Netzwerkverhalten vom normalen Muster abweicht.

Read more...

Rein in die IT-Umwelt

Syscom hat seine Ursprünge im reinen EDV-Verkabelungsbereich, der ja auch den Markt in den letzten acht bis zehn Jahren wesentlich bestimmt hat. Nun aber ist Bewegung in die Branche gekommen: Systemintegratoren wie Alcatel oder Siemens verändern ihr Portfolio vom reinen EDV-Betrieb hin zu Gesamtlösungen für die Unternehmen. Die Raiffeisen-Informatik-Beteiligungstochter setzt auf das Lösungsgeschäft in der Gebäudetechnik.

Report: Wie steht es um das Thema Gebäudeverkabelung in der Bauwirtschaft? Stoßen Sie mit Ihren Wünschen zu strukturierten Verkabelungskonzepten bereits auf offene Ohren?
Karl Hitschmann: Heute ist bereits in jedem Betriebsgebäude strukturierte EDV-Verkabelung zu finden. Neu ist, dass nun zunehmend auch die Verkabelung von 220V-Leitungen mit Steuerungsintelligenz stattfindet. Ein starkes Bewusstsein zur intelligenten Verkabelung hat es aber auch schon vor zehn Jahren in den Architekturbüros gegeben. Die Gebäudeverwaltung ist mit den Jahren aber zunehmend professionalisiert worden: Heute ist das Auslagern der gesamten EDV und Telefonanlagen im Rahmen eines Facilityservices nichts Exotisches mehr. Die IT-Umwelt ist zur Commodity geworden. Dieser neuen Konvergenz müssen wir ebenfalls folgen. Das resultiert dann in unserer Arbeit, die neben der klassischen Netzwerkverkabelung auch Switches und Router - den Lösungsteil - einschließt.

Wer ist Ihre Zielgruppe für die strukturierte Verkabelung?
Die Nutzer sind in der Regel Gewerbebetriebe, in allen Abstufungen: vom Planer und Architekten bis hin zum Generalunternehmer, vom Büro bis zur Fertigungshalle. Um konkrete Beispiele zu nennen: Für die Gebrüder Weiss hat Syscom in Leopoldsdorf bei Wien eine Brandmeldeanlage, die zweitgrößte in österreich, realisiert. Dem Bundesministerium für Finanzen wurde die komplette Infrastruktur geliefert, ebenso dem internationalen Wettanbieter BWIN. Zudem implementieren wir ganzheitliche Konzepte zu Zutrittskontrollen, Gebäudesicherheit und überwachung. Gerade bei diesem Themenbündel tun wir uns aufgrund unserer Eigentümer aus dem Bankenumfeld relativ leicht. Dort ist etwa die 24-Stunden-überwachung von abgesicherten Foyers schon länger großes Thema. Aktuell realisieren wir in einem größeren Projekt Sicherheitskonzepte für Bankenfoyers in Wien, Nieder­österreich und Burgenland.
Generell sprechen wir aber eher den fünfzig bis hundert Mitarbeiter großen Mittelständler an und setzten dort Konvergenzlösungen in der Gebäudeverkabelung um. Bei Großunternehmen stößt man oft auf Desinteresse: Dort haben die Telcos noch eine gewissen Hausmacht.

Welche Trends bestimmen die Gebäudetechnik 2007?
Ich sehe einige unterschiedliche Entwicklungen. Zum einen finden elektronische Bussysteme für beispielsweise den Einsatz in der Licht- und Jalousie­steuerung Einzug in die Gebäudetechnik. Dann stoßen wir mehr und mehr auf den Bedarf an Zutrittssystemen. Diese beiden Themen sind nicht neu, früher hat man sie aber eher in der Industrie gefunden. Weiters wird zunehmend das Thema Voice-over-IP verstärkt. In Branchen wie der Hotellerie könnten IP-Anlagen den hohen laufenden Kosten der Zimmertelefone, die ja aufgrund der Handydichte kaum jemand noch benutzt, entgegenwirken.

Welches Wachstum wird Syscom heuer verzeichnen können? Was sind die Umsatzziele?
Wir hatten 2006 mit 120 Mitarbeitern knapp 13 Millionen Euro Umsatz. 2007 werden wir mit eigenem Wachstum auf 18 Millionen Euro kommen. Unser Konzept des Fokussierens auf Gebäudetechnik ist bereits 2006 voll aufgegangen.

Read more...

Business Intelligence - gestern und heute

Vor zwanzig Jahren war Business Intelligence noch unter dem Begriff »Decision Support Systems« bekannt und auf große Unternehmen sowie eine begrenzte Gruppe hochqualifizierter Anwender beschränkt. Die angebotenen Lösungen bestanden entweder aus teuren und komplexen Produktpaketen für statistische Analysen oder standardisierte Reports (auf grün-weißem Tabellenpapier mit 132 Spalten). Die Verwendung von Spread­sheets wie Lotus 1-2-3 wurde immer populärer, allerdings waren diese noch nicht mit den Unternehmensdaten verknüpft. Um die Daten schließlich analysieren zu können, musste der Anwender diese aus den gedruckten Reports manuell in die elektronischen Spread­sheets übertragen - ein sehr zeitaufwendiger und fehleranfälliger Prozess.

Seit jener Zeit, als »Cut and Paste« noch als innovativer Prozess galt, hat es große Fortschritte beim Business Intelligence gegeben. Das sollte man sich immer dann vor Augen führen, wenn die langsame Umsetzung von technologischen Neuerungen bemängelt wird.

Neue Tools und Technologien. Der Durchschnittsanwender von heute besitzt mehr BI-Kenntnisse als je zuvor. Die Tools und Technologien sind einfacher zu handhaben und bieten mehr Funktionen, eine leichtere Integration sowie eine höhere Skalierbarkeit. Die Standardisierung von Webschnittstellen und Datenmanipulationssprachen (Data Manipulation Languages, kurz DML) haben die Implementierung und Anwendung zusätzlich vereinfacht.

Data Warehouses. Vor zwanzig Jahren gab es noch keine Data Warehouses. Diese sind heute weit verbreitet und werden bereits in mehr als der Hälfte aller großen Unternehmen eingesetzt. Allerdings ist seit damals das Volumen der zu analysierenden Daten von einigen Hundert Megabytes auf mehrere Terabytes angewachsen. Qualifizierte Ressourcen sind auf dem Arbeitsmarkt oder über Systemintegratoren leicht zu finden. Außerdem haben die Unternehmensspitzen mittlerweile den Wert und das Potenzial zeitnaher, relevanter und unternehmenskritischer Informationen erkannt. Kurz gesagt, Business Intelligence und Performance Management sind heutzutage gängige Begriffe. Die meisten modernen Manager sind mit Themen wie Balanced Scorecards, Dashboards oder OLAP bes­tens vertraut - vor zwanzig Jahren wäre dies noch unvorstellbar gewesen.

Information Democracy. Wir nähern uns allmählich der Vision der »Informationsdemokratie«. Das bedeutet, dass alle Anwendergruppen Zugang zu aktuellen und relevanten Informationen haben, die ihnen beim Management ihrer Performance und der gezielteren Ausrichtung auf die Unternehmensziele helfen. Trotzdem haben bislang nur vergleichsweise wenige Anwender Zugang zu entsprechenden Systemen. Selbst in fortschrittlichen Märkten wie Nordamerika und Westeuropa nutzen weniger als ein Viertel aller Anwender automatisierte BI-Lösungen (einschließlich Business Performance Management). Woran liegt das und wie lässt sich dies ändern? Die Ursachen sind unter anderem zu komplexe Systeme, mangelndes Know-how und sehr hohe Kosten. Der Hauptgrund jedoch liegt in dem fehlenden Bewusstsein dafür, von welchem Wert solche Lösungen für Unternehmen sein können.

Fehlendes Bewusstsein. Es kommt also vor allem darauf an, diesen hohen Business Value hervorzuheben und zu betonen, um so das langfristige Wachstum von Business Intelligence zu fördern. Unternehmen können mit BI-Lösungen große Erfolge erzielen, wenn sie über eine klare Business-Intelligence- und Business-Performance-Management-Vision verfügen. In den meisten Fällen haben diese Unternehmen zusätzlich ein BI-Kompetenzzentrum zur Unterstützung dieser Vision eingerichtet (außerhalb des IT-Bereichs). Leider scheuen aber noch viele die damit verbundenen Investitionen und den Aufwand. Häufig wird BI nur in einzelnen Abteilungen oder nach mehr oder weniger taktischen Kriterien umgesetzt. Obwohl sich heute alles um Ad-hoc-Abfragen und -Reports dreht, wird der zukünftige Fokus auf BI in anderen Bereichen als der IT zu finden sein. Immer mehr Unternehmen sehen BI und BPM als eine vom Business getriebene Initiative, mit der Ursache und Wirkung in den Beziehungen zwischen langfristigen Unternehmenszielen und kurzfristigen Zielvorgaben verstanden werden.

Howard Dresner ist Chief Strategy Officer Hyperion Solutions.

Read more...

Hoch-Plus-Zwei

Im neuen Büroviertel zwischen dem Prater und der Messe Wien wird die OMV ab 2009 die beiden Bürogebäude »Hoch Zwei« und »Plus Zwei« als größter Mieter beziehen. Durch die Zusammenlegung der vier Wiener Standorte Otto-Wagner-Platz (Holding), Lassallestraße (Raffinerien und Marketing, Solutions), Gerasdorferstraße (Exploration und Produktion) sowie Floridotower (Gas) entstehen für die OMV Synergien bei ihren Konzerntätigkeiten. Rund 1800 MitarbeiterInnen werden im Frühjahr 2009 in die neue Zentrale übersiedeln. Geplant wurden die Bauten mit einer Gesamtfläche von ca. 48.000 m² von Henke und Schreieck (»Hoch Zwei«) und Martin Kohlbauer (»Plus Zwei«). Projektentwickler der beiden Bürogebäude ist die IC Projektentwicklung GmbH. Bauen wird den Komplex die Alpine Mayreder GmbH.
Read more...

Cyber-Anarchie vs. Rechtsstaat

Von Michael Ghezzo

Ist alles was man als Web 2.0 bezeichnet rechtliches Brachland?
Rainer Knyrim: Leider glauben nach wie vor noch immer viele Anbieter und User im Internet, dass dort rechtliche Anarchie herrscht. Dies gilt umso mehr bei neuen Entwicklungen wie Web 2.0. Das Erstaunen ist dann groß, wenn sie beim illegalen Download, Abschreiben ganzer Textpassagen, Kopieren von Bildern, Stehlen ganzer Webauftritte oder Geschäftskonzepte, verbotenen Veröffentlichen von Daten oder beim Spammen erwischt werden. Heulen und Zähneknirschen folgt dann, wenn plötzlich ein Brief von einem Rechtsanwalt kommt, der nicht nur sofortige Unterlassung fordert, sondern auch Gewinnentgang oder Schadenersatz und mit einstweiliger Verfügung, Klage, Urteilsveröffentlichung etc. droht. Dann erkennen sie - leider zu spät - dass Rechtsverletzungen im Internet mittlerweile beinhart verfolgt werden. Die Deutlichkeit der Aufklärungsfilme der Urheberrechtsverwertungsgesellschaften gegen illegale Downloads zeigen zum Beispiel, dass diese nicht mehr als Kavaliersdelikte hingenommen werden.

Welchen Schutz haben Anwender im neuen Web? Welche Normen sind anwendbar? Welche Probleme gibt es?
Grundsätzlich sind alle Normen auch in Web 2.0 gültig. Der Anwender kann sich dort genauso auf Wettbewerbsrecht, das Urheberrechtsgesetz, Datenschutzgesetz, Telekommunikationsgesetz, E-Commerce-Gesetz usw. berufen wie in der Offline-Welt. Als Rechtsanwalt muss ich aber leider immer wieder feststellen, dass zwar die notwendigen Normen meist vorhanden sind, deren Durchsetzung aber nicht immer einfach ist. Richter müssen neue Technologien erst verstehen und neue Gesetze zur Online-Welt anwenden lernen. Behörden erhalten nicht genug Schulungen und Personal, um sich mit den neuen Problemen des Internet zu beschäftigten und dass die Sanktionierung so abstrakter Materien wie etwa des E-Commerce- oder des Datenschutzgesetzes teilweise durch Sachbearbeiter in Bezirksverwaltungsbehörden erfolgen muss, könnte überdacht werden. Problematisch ist aber vor allem die Globalität des Webs: Gegen Spammer, die heute aus den USA und morgen aus Russland spammen oder Domaingrabber, die österreichische Domains über Briefkastenfirmen auf so ausgefallenen Inselstaaten wie Tuvalu oder Vanuatu registrieren, ist nur mit großem Aufwand und höchst schwierig etwas zu erreichen.

Welche Rechtsfragen werden Ihrer Ansicht nach in Zukunft in diesem Zusammenhang Richter und Anwälte befassen?
Die Entwicklung des Web wird die Juristen immer wieder vor neue Anforderungen stellen. Ein Beispiel: Auf Second Life investieren derzeit hunderttausende Unternehmen und User Millionen realer Dollar für ein zweites Leben in einer vollkommen fiktiven Welt. Die Nutzungsbedingungen von Second Life bestimmen, dass deren Betreiber Linden Labs \"jederzeit jeglichen Inhalt von Second Life teilweise oder vollständig aus jeglichem Grund oder auch grundlos ohne Vorankündigung löschen kann\" und dafür auf keine erdenkliche Weise haftet. Wird ein Richter einen derartigen Haftungsausschluss gelten lassen? Ist Second Life einfach nur ein Computerspiel, das man nach belieben abdrehen kann? Oder doch eher eine neuartige Business-Plattform, deren Betreiber virtuelle Grundstücke verkauft, die er dann nicht nachher grundlos löschen darf?
Werden neue technische Entwicklungen unlösbare Rechtsprobleme bringen?
Juristen sind immer bemüht, neue technische Entwicklungen rechtlich zu erfassen. Neben dem oben geschilderten derzeitigen ernsten Problem der Rechtsverfolgung in einer völlig globalisierten Online-Welt könnte noch die Verschmelzung der realen mit der virtuellen Welt hinzukommen, die den \"old economy - Rechtsstaat\" vor ernsthafte Probleme stellt. Stellen Sie sich vor, Google kauft etwa Second Life und verknüpft es mit Google Earth und YouTube und schließt Kooperationen mit eBay und iTunes ab. Es könnte dadurch nicht nur zu einer totalen Vernetzung und Globalisierung kommen, sondern auch noch zu einer Vermischung von realer und virtueller Welt und es wären dann noch nie dagewesene Sachverhalte zu lösen, etwa: Ein Second Life - Avatar, der dort auf \"German Island\" lebt, in Google Earth aber in Burundi lokalisiert werden kann, behauptet in einem You Tube - Video, dass ein bestimmter ebay-User, dessen reales Haus er auf Google Earth in Kasachstan lokalisiert haben will, mit einem gehackten Avatar eines Minderjährigen auf ebay.fr einen virtuellen iPod durch Versteigerungsmanipulation billig ergaunert habe, mit dem er dann von einem Studenten aus Kolumbien über eine ftp-Plattform einer amerikanischen Universität illegal gekaufte Lieder von iTunes.com in der Bar eines virtuellen Nachtlokals namens \"Paris Hilton\", das im virtuellen Wien angesiedelt ist, abspielt. Könnte der bloßgestellte User auf Verleumdung klagen? Wo? Dürfte der Avatar zum Wahrheitsbereis die Herausgabe aller notwendigen Userdaten von Google verlangen? Könnte Paris Hilton auf Verletzung ihrer Namensrechte klagen? Wen? Wo? Wäre das Abspielen der Lieder in einer virtuellen Welt eine öffentliche Aufführung, für die Urheberrechtsabgaben zu zahlen sind? Wo muss das virtuelle Nachtlokal seine Eintrittsgelder versteuern? Usw. usw. Viele spannende Fragen, zu denen Juristen beweisen werden müssen, dass es keine unlösbaren Rechtsprobleme gibt.

Rainer Knyrim ist Referent auf dem CONEX Forum \"Web 2.0 goes Business“ auf dem Top-Manager führender Web 2.0 Unternehmen - wie JaJah, Wikipedia oder Drei über die aktuellen Trends sprechen.

Read more...

Bayrische Modelloffensive

Auffälligste Neuerung beim 3er Cabrio ist das versenkbare Hardtop, das sich in weniger als einer halben Minute öffnen und schließen lässt und dem schnittigen Cabrio ein höheres Maß an Komfort und Solidität verleihen soll. Unter der Haube kommen neu entwickelte Sechs- und Vierzylinder-Antriebe mit Benzindirekteinspritzung zum Einsatz.
Der X5 ist kein SUV, sondern ein SAV - das bedeutet Activity statt Utility. Darauf legt man Wert bei BMW. Zur Geltung sollen die \"Aktivität“ des bulligen Bayern der weiter entwickelte permanente Allradantrieb xDrive und das neu konstruierte Fahrwerk bringen. Die Motorenpalette reicht vom Common-Rail-Diesel mit 235 PS bis zum V8 Aggregat mit 355 PS. Die 5er-Reihe bleibt gediegen wie immer. Unterschiede zum Vorgänger finden sich in den neu gestalteten Scheinwerfern und dem adaptierten Innenraum. Dazu gibt’s neun zum Teil neue, zum Teil weiter entwickelte Motoren.
Der Kleinste im Bunde ist der 1er BMW, der dank seinem Heckantrieb im an und für sich dicht besiedelten Kompaktsegment immer noch einsam seine Runden zieht. Das Exterieurdesign wurde leicht überarbeitet, im Interieur will BMW mit hochwertigen Materialien die Kundschaft anlocken. Zur Abrundung kommt der 1er mit einer neuen, verbrauchsschonenden Automatik-Abstimmung.
Read more...
Subscribe to this RSS feed