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Moeller-Grün auf Bergstation

Das ist auch einer der Gründe, warum die St. Antoner bei der neuen Galzigbahn zu einer Funitelumlaufbahn griffen: »Die ist extrem windstabil, weil die Kabinen zwischen zwei Seilen hängen«, erklärt Hannes Steinlechner, Technischer Leiter der Arlberger Bergbahnen AG. Er versucht, sich in jeder Hinsicht mit entsprechender Technik gegen mögliche Störenfriede zu wappnen. Sogar Stromausfälle lassen ihn relativ kalt: »Das wäre zwar eine erhebliche Beeinträchtigung, aber kein Sicherheitsproblem. Wir können über dieselhydraulische Antriebe alle Kabinen und Sessel in die Station bringen«, erklärt Steinlechner. Bei der Auswahl seiner Lieferanten ist ihm wichtig, dass diese im Störfall auch an einem Sonn- oder Feiertag als Pannenhelfer fungieren. Bei den Haupt- und Unterverteilern setzte der Seilbahnbetreiber auf Moeller. Drei Transformatoren und ein Schaltschrank schafften es sogar bis an die Spitze. In der Bergstation kümmern sich nämlich zwei Trafos um den Betrieb der Funitel-Anlage, während eine weiterer Trafo die Energieverteilung im Restaurant und im Ausstiegsgebäude managt. »Wir bieten dem Betreiber mit XEnergy eine typgeprüfte Anlage, die ein Höchstmaß an Sicherheit und Personenschutz bietet«, verspricht der Moeller-Mann Johann R. Silbermayr. Und wenn tatsächlich einmal eine Störung auftreten sollte, erspart sich der zuständige Techniker zumindest den Tausch der Sicherung: Denn bei XEnergy werden stattdessen Leistungsschalter eingesetzt. Kurzum, man ist mit allen technischen Mitteln darum bemüht, den Normalbetrieb möglichst rasch wieder herzustellen. Schließlich hassen Wintersportler nichts mehr, als wenn sie die Aufstiegshilfe zur weißen Pracht warten lässt.
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Schinko erweitert

Das Spezialunternehmen für Schaltschrank- und Gehäusetechnik in Neumarkt im Mühlkreis (Oö.) erweitert damit seine Kapazität und schafft zusätzliche Arbeitsplätze. Mit dem Spatenstich, der Ende 2006 erfolgte, startete die Expansionsphase, die eine zusätzliche Produktionsfläche von 2400 Quadratmetern sowie 1500 Quadratmeter Bürofläche beinhaltet. Firmeneigentümer Michael Schinko investiert damit am Standort sechs Millionen Euro. Mit der Fertigstellung der Halle ist im April zu rechnen. Zusätzlich wird eine neue Pulverbeschichtungsanlage um zwei Millionen Euro errichtet. Das Bürogebäude wird im Herbst dieses Jahres bezugsfertig sein. »Mit der neuen Produktionshalle passen wir unsere Kapazität der guten Auftragslage an. Es ist jedoch schon jetzt absehbar, dass wir in den nächsten Jahren zusätzliche Erweiterungen vornehmen werden«, erklärt Schinko. Ein Blick auf das Jahr 2006 zeigt, dass die Erwartungen mit einem Gesamtumsatz von rund zwölf Millionen Euro deutlich übertroffen wurden. Die genauen Zahlen werden erst später vorliegen, da das Geschäftsjahr mit 31. Jänner 2007 endet.
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Maschinen für die Infrastruktur

Zahlreiche Aussteller zeigen einen Programmquerschnitt, der in vielen Details verbessert und noch effizienter wurde. Großmaschinenhersteller offerieren moderne Kaltfräsen mit Förderleistungen von über 1000 Tonnen pro Stunde. Zu sehen sind Bodenstabilisierer zum Einmischen von Kalk oder Zement oder moderne Bindemittelstreuer, die mit hoher Präzision das einzumischende Streugut vor dem Recycler genau dosiert aufstreuen. Die schnelle Frontverladung des granulierten Fräsgutes, modernste elektronische Nivelliersysteme, auf verschiedene Materialien und Applikationen abgestimmte Fräswalzen und die hohe Beweglichkeit durch die Kettenlenkung sind weitere Besonderheiten. Zur nächsten bauma setzen die Hersteller vorrangig bei den Schneidwerkzeugen auf optimierte Wechselsysteme und hochwertiges Material für die stark belasteten Meißel. Ergänzt werden diese änderungen durch ergonomisch übersichtlichere Bedienpulte in Kombination mit automatischen Funktionsabläufen. Last, but not least sind neue Nivelliersysteme angekündigt, die auch bei kleinen Fräsen eine intuitive Bedienung ermöglichen. Für den Kompletteinbau neuer Binder- und Deckschichten bieten die wenigen Systemlieferanten ein umso breiter gefächertes Angebot an Asphaltstraßenfertigern mit Raupen- bzw. Radantrieb. Interessante Neuigkeiten sind in den Bereichen der Nivellierung sowie der Ergonomie und der Bedienung angekündigt. Für die einzelnen Systemlieferanten und ihre Erstanwender steht zwar nach wie vor die Leistung an erster Stelle, danach dreht sich aber alles um die Einhaltung der aktuellen Abgasvorschriften seitens der US-amerikanischen EPA (Environmental Protection Agency), der EU sowie anderer Industrienationen.
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Die Brückenanker von fischer Austria

Es wird jetzt statt bisher, Dübel für den ungerissenen Beton zu verwenden, Dübel mit einer ETA-Zulassung Option 1 für den gerissenen Beton gefordert. Ebenfalls wurden die Anforderungen an den Werkstoff des Dübels, jetzt hochkorrosionsbeständiger Edelstahl 1.4529, und an die Abdichtung erhöht. Diese hohen Anforderungen erfüllen die Brückenanker von fischer.
fischer bietet ein breites Sortiment an Brückenanker, die den unterschiedlichsten Anforderungen auf der Baustelle gerecht werden. Es stehen zwei Systeme zur Auswahl. Zum einen der Brückenanker basierend auf dem derzeit stärksten risstauglichen Verbundanker der Welt, dem fischer Highbond FHB II und zum anderen auf dem fischer UMV Vario Verbundanker. Die Brückenanker Ausführung mit dem fischer Highbond FHB II C (1.4529) ist in zwei Dimensionen, M16 und M24, verfügbar. Ein herausragender Vorteil bei der Ausführung M16 sind die beiden Setztiefen mit 95 mm und 160 mm. Durch diese Setztiefen ist der Einsatz des FHB II in Bauteildicken ab 150 mm möglich. Dadurch kann der fischer Brückenanker auch in den dünnsten Tragwerken eingesetzt werden. Die Variante des FHB II M24 C zeichnet sich durch seine Aufnahmefähigkeit von großen Querkräften aus und kann auf Grund der optimierten Setztiefe in Bauteildicken ab240 mm eingebaut werden. Das Sortiment an Brückenanker komplettiert der fischer UMV Vario M16x125 C (1.4529) Verbundanker. Alle Dübel für Brückenanker von fischer Austria besitzen eine ETA (Europäisch technische Zulassung) Option 1 für gerissenen Beton und sind aus hochkorrosionsbeständigem Edelstahl 1.4529. Das Abdichtungssystem für fischer Brückenanker wurde für jede Dimension nach RVS 15.04.12, mit einem Druck von 0,5 bar , geprüft. fischer Brückenanker erfüllen alle Bestimmungen und bieten dem Planer die Möglichkeit flexibel auf die variablen Rahmenbedingungen zu reagieren. Die freigegebenen Brückenanker können auf der Homepage des Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (www.bmvit.gv.at) eingesehen werden.
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Keine Tabletten mehr

Die regelmäßige Tabletteneinnahme soll schon bald der Vergangenheit angehören. Nicht, weil die Menschen aufhören krank zu sein, sondern weil sich findige Wissenschafter eine Alternative einfallen haben lassen. Im Rahmen eines EU-Konsortiums wird eine Zahnprothese entwickelt, die die Dosierung der Medikamente übernehmen soll. IntelliDrug heißt die Prothese, die Konzentrationsspitzen, die bei der Einnahme von Tabletten entstehen und Nebenwirkungen erhöhen, vermeiden soll. Was den Platzbedarf anbelangt, findet die Prothese in zwei künstlichen Backenzähnen Platz, soll gut zugänglich, leicht gewartet und wieder befüllt werden können.
\"Die Zahnprothese besteht aus einem Reservoir, in dem sich das Medikament befindet, einem Ventil, zwei Sensoren sowie elektronischen Komponenten«, erklärt Oliver Scholz vom Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT. über eine Membran gelangt Speichel in das Reservoir, löst einen Teil des festen Medikaments und fließt über einen kleinen Kanal in den Mundraum. Dort wird es von den Schleimhäuten der Wangen aufgenommen. Ein Flusssensor misst die Menge der Flüssigkeit, die durch den Kanal in den Mund gelangt, ein weiterer Sensor die Konzentration des Wirkstoffs in der Flüssigkeit. Anhand der Messergebnisse öffnet oder schließt die Elektronik ein Ventil am Ende des Kanals und steuert so die Dosierung. Ist der Wirkstoff aufgebraucht, wird der Patient von der dazugehörigen Fernbedienung in Kenntnis gesetzt. Mit Hilfe dieser Fernbedienung wird auch die Dosierung eingestellt.
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Die »intelligente Straße« wird Realität

Bis zum Jahr 2015 wird das Verkehrsaufkommen auf österreichs Autobahnen und Schnellstraßen um rund dreißig Prozent steigen. Um für dieses Wachstum vorbereitet zu sein, gilt es, die bestehenden heimischen Verkehrswege optimal zu organisieren. Laut Asfinag Verkehrstelematik GmbH würde sich die Kapazität der österreichischen Autobahnen um bis zu 15 Prozent erhöhen lassen. Dazu sind allerdings moderne Verkehrsmanagement- und -informationssysteme unerlässlich, die zurzeit von der Asfinag Verkehrs­telematik GmbH errichtet und betrieben werden. Als Grundlage für diese Systeme dient die »Flächendeckende Verkehrsdaten­erfassung« Sie liefert die notwendigen Verkehrsdaten, um mithilfe einer detaillierten Analyse den Verkehrsteilnehmern stets die optimale Information zu bieten.

Zentrale Verarbeitung
Kapsch TrafficCom konnte nach der Ausschreibung und Auftragvergabe durch die Asfinag Verkehrstelematik GmbH diese »Flächendeckende Verkehrsdatenerfassung« in knapp 4,5 Monaten errichten. Bis zu vier Montageteams arbeiteten gleichzeitig daran, 9000 Laufmeter Kabel auf österreichs Autobahnen und Schnellstraßen zu verlegen, die Sensorenausstattung sowie weitere Details (Aufrüstung von 125 Mautstationen, Logistik, Abstimmung mit Autobahnmeistereien) umzusetzen. Kapsch­ konnte trotz zahlreicher internationaler Großprojekte die österreichische Anlage mit Ende Dezember 2006 aus dem Probe- in den Echtbetrieb überleiten.
Die FVE liefert bereits jetzt sehr gute Ergebnisse: Die Verfügbarkeit der Datenübertragung zwischen den 544 Sensoren auf 125 Mautstationen und der ASFINAG Verkehrsmanagement- und -informationszentrale (VMIZ) beträgt bereits über 98 Prozent. Diese Daten werden in der VMIZ zentral verarbeitet, auf einer elektronischen Straßenkarte digitalisiert und bieten die Grundlage für Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Stauwarnungen.

Intelligente Verkehrslenkung
»Mit der Verwirklichung der flächendeckenden Verkehrsdatenerfassung konnte Kapsch einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die österreichischen Straßen dem Ziel der intelligenten Straße einen Schritt näher zu bringen«, erklärt Erwin Toplak, Vorstand der Kapsch TrafficCom. »Wir freuen uns, dass wir aufgrund unserer jahrzehntelangen Erfahrungen und führenden Marktposition im Verkehrstelematikbereich dieses Projekt deutlich schneller als vorgegeben erfolgreich realisieren konnten.«
ähnlich auch die Einschätzung von Norbert Deweis, Geschäftsführer der Asfinag Verkehrstelematik GmbH: »Der Stellenwert einer intelligenten und effizienten Verkehrslenkung wird zunehmen, denn der Straßenverkehr wird bis 2015 insgesamt um vierzig Prozent - entsprechend einer jährlichen Rate von rund drei Prozent - und im hochrangigen Netz um dreißig Prozent wachsen.«
Die für die Kundeninformation wichtigen Verkehrsbeeinflussungsanlagen werden überall dort eingerichtet, wo die Leistungsfähigkeit der Straße nicht mehr ausreicht, um einen flüssigen und sicheren Verkehrsablauf zu gewährleisten. Sowohl die Anlage in Tirol als auch in Wien auf der S 1 zeigen, wie die »denkende« Straße von morgen aussieht.

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Härter als Diamanten

Die ersten Theorien, wonach ein besonders steifer Werkstoff durch den Anteil eines Stoffes mit negativer Steifigkeit entsteht, kursieren bereits seit Ende der neunziger Jahre. Das Problem der Theorie: Materialien mit negativer Steifigkeit kommen in Reinform in der Natur nicht vor. Um dieses Dilemma zu umgehen, erhitzten die Forscher Bariumtitanat und schlossen es in Zinnmatrix ein. Der Temperaturanstieg löste eine Phasenumwandlung aus, die dazu führte, dass das Teilchen vorübergehend negative Steifigkeit erlangt. Zwar ist das Phänomen nur von kurzer Dauer, der wissenschaftliche Beweis für die deutliche Steigerung der Steifigkeit von Verbundwerkstoffen ist aber erbracht. Das weckt die Hoffnung, dass negative Steifigkeit in Zukunft auch mit Hilfe anderer Phasenumwandlungen realisiert werden könnte. Die Wissenschafter denken an Werkstoffe, die ihre Steifigkeit und ihre Dämpfungseigenschaft \"auf Knopfdruck\" um mehrere Größenordnungen zu steigern vermögen. So könnten etwa Autofahrwerke ihr Dämpfungsverhalten oder Werkzeuge ihre Belastbarkeit blitzschnell an extreme Situationen anpassen.
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»Erheblich Wachsen«

Report: Was waren wesentliche Veränderungen der heimischen Baustoffindustrie in den vergangenen zehn Jahren?
Peter Leditznig: Es gab drei Entwicklungen. Die stärkste Veränderung, die uns als Baustoffindustrie zwar nur mittelbar, aber deshalb nicht weniger stark betrifft, ist die Veränderung der Gewerbestruktur. Das Subunternehmertum hat aufgrund des steigenden Kostendrucks ein erhebliches Volumen erreicht. Die günstigeren Angebote dieser Subunternehmer basieren vielfach auf schlecht bis gar nicht ausgebildetem Personal. Die Folge sind oft erhebliche Qualitätsmängel in der Ausführung - und das schlägt auch auf uns als Hersteller zurück. Die zweite deutlich erkennbare Veränderung ist der klare Trend zur Vorfertigung und damit zum Leichtbau. Für einen Gipskartonplattenhersteller wie Rigips eine hervorragende Entwicklung. Als dritte Veränderung möchte ich die Optimierung der Transportlogistik nennen. Hier hat sich viel in Richtung Effizienz verbessert.

Die Branche hat sich konzentriert. Wie hat sich diese Entwicklung auf die Unternehmenskulturen und die Arbeitsbedingungen ausgewirkt?
Die Internationalisierung hat uns allen gut getan. Der Blick über den Tellerrand ermöglicht es uns, immer wieder von den Besten der Branche zu lernen. Internationale Benchmarks mit Unternehmen innerhalb und außerhalb des eigenen Konzerns führen eindeutig zu Verbesserungen in der Produktion und in der Verwaltung. Da entsteht im positivsten Sinn ein Wettbewerb zwischen den einzelnen Betrieben.

Rigips österreich exportiert heute einen nicht unerheblichen Teil. Wird das so bleiben oder werden künftig heimische Arbeitsplätze durch Billiglohnländer ersetzt?
Rigips Austria exportiert nicht nur Produkte, sondern auch Know-how und Systeme. Viele Mitarbeiter haben in den letzten Jahren internationale Verantwortung im Konzern übernommen. Innerhalb der Saint-Gobain-Gruppe gibt es zwei Kompetenzzentren für Gipspulverprodukte. Eines davon ist unser Werk in Puchberg, wo viel Forschung und Entwicklung passiert. Nur sehr wenige unserer Mitarbeiter sind tatsächlich in der Produktion beschäftigt. Es macht also für uns überhaupt keinen Sinn, in ein Billiglohnland zu übersiedeln.

Was sind die Herausforderungen für die Baustoffproduktion in der Zukunft?
Als Industrie verkaufen wir geprüfte Systeme. Die kommen dann auf einen Markt, wo sie zunehmend von ungelernten Arbeitskräften verarbeitet werden. Das Ergebnis sind mitunter gravierende Qualitätsmängel am Bau. Dieses Spannungsfeld ist wohl die größte Herausforderung für uns. Also verstärken wir unser Engagement im Schulungsbereich. Zu den Schulungen kommen aber nur Leute, die an der Qualität ihrer eigenen Arbeit interessiert sind. Die Mitarbeiter der Subunternehmen erreichen wir damit nicht. Aufgabe ist es, die Systeme zu vereinfachen. Wenn es gelingt, die Einzelbestandteile zu verringern, verringern wir auch die Fehlerquote des ungelernten Monteurs und erhöhen gleichzeitig die Qualität seiner Arbeit.

Die Leichtbauweise hat beim Einfamilienhaus ansehnliche Marktanteile erzielt. Sind ähnliche Größenordnungen auch im mehrgeschoßigen Wohnbau erzielbar?
Beim Einfamilienhaus liegt der Anteil des Holzriegelbaus derzeit bei 35 Prozent. Dieser Erfolg ist weitestgehend auf die sehr gute Arbeit des Fertighausverbandes zurückzuführen. Ich gehe davon aus, dass dieser Marktanteil auch im Mehrfamilienhausbau möglich ist. Es ist doch kein Zufall, dass Europas größter Mehrfamilienwohnbau in Holzbauweise ausgerechnet in Wien errichtet wurde. Der moderne Leichtbau entspricht einfach den heutigen Lebensbedingungen. Die Menschen sind mobiler geworden. Das klassische Familiengefüge gibt es heute nicht mehr. Singlehaushalte und Patchworkfamilien prägen das Bild. Die Wohnungen müssen sich rasch und unkompliziert an die Bedürfnisse ihrer Bewohner anpassen - und nicht umgekehrt. Der Leichtbau hat dabei eindeutig die besseren Karten. Um seine Vorteile stärker in das Blickfeld der Bauwirtschaft zu rücken, hat sich 2006 die Plattform BAU.GENIAL gegründet.

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Zum Weinen

Der Verein für Konsumenteninformation hat Klage gegen T-Mobile eingebracht. Den Vorwurf der irreführenden Werbung hätte sich T-Mobile mit dem Tarif »Superzeit« eingehandelt, der als Gratistelefonieangebot in mehrere Netze beworben wird. Der Haken bei der Sache: In sämtlichen Werbungen findet sich kein Hinweis auf das 1000-Freiminuten-Limit. So mancher Vieltelefonierer, der auf das Flatratemodell vertraute, wurde daraufhin mit hohen Telefonrechnungen bedacht. In Zukunft heißt es also, die AGBs in den Verträgen besser zu studieren. One wiederum hat kurzzeitig Kunden gedroht, die Verträge wegen übermäßigem Gesprächsaufkommen überhaupt zu kündigen. Der Tarif »4:0« sieht vor, dass Kunden neben dem One-, Yesss- und Festnetz auch zu einem frei wählbaren Mobilnetz unlimitiert kostenlos telefonieren dürfen. Freilich nur theoretisch - Kunden, die durchschnittlich mehr als fünfzig Minuten pro Tag in das fremde Mobilnetz der Wahl gratis telefonierten, bekamen eine schriftliche Benachrichtigung ins Haus, dies fortan zu unterlassen.

Mir scheint, irgendetwas habe ich bei diesen Produkten nicht verstanden. Wenn diese Tarife nicht für ein unlimitiertes Gesprächsaufkommen gelten, warum wirbt man dann genau damit? Herrje! Die Fallen sind aufgestellt! Das Konsumentendasein wird immer komplizierter!

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3, 7 und 22 Sachen

Der liberalisierte Festnetzmarkt wird heuer zehn Jahre alt, übrig geblieben sind vornehmlich drei Unternehmen: der Incumbent selbst, Tele2UTA und UPC/Inode. Die weiteren Alternativen im Festnetzbereich befinden sich nicht mehr in der österreichweiten Wahrnehmung. Die Liberalisierung wurde ambitioniert begonnen, mündete aber in ein Schonprogramm für den Infrastrukturbesitzer Telekom Austria. Irgendwie blöd - genau das hat sich dann als Bumerang erwiesen und den Aufstieg der Mobilnetze begünstigt. Dort hat der Wettbewerb funktioniert, die Kampfpreispolitik im Mobilfunk hat wesentlich zur herrschenden Substitution, der vollständigen Abkehr vom drahtgebundenen Telefonieanschluss, beigetragen.

Die Vielfalt auf Anbieterseite hat abgenommen, die verbliebenen sind durch die übernahmen aber selbst bunter geworden. Nehmen wir die TA als Beispiel (die Entscheidung der Wettbewerbsbehörde zum eTel-Kauf stand zu Redaktionsschluss noch aus): Mit eTel/EUnet, das in den vergangenen Jahren selbst massiv auf Einkaufstour war, kehren nicht weniger als 22 Internetprovider in den Schoß des Marktführers zurück. Auch das ist Liberalisierung: Der Incumbent kauft die Konkurrenz einfach wieder auf. Und Geschäftskunden, die aus bestimmten Gründen einen alternativen Provider bevorzugt haben, finden sich plötzlich beim Klassenfeind wieder. Dass ein wesentlicher Teil dieser übernahme aus den eTel-Assets im Ausland herrührt, wird in der Branche als Feigenblattstrategie vor dem Kartellrichter gesehen. Die eTel-Group hat zuletzt 115 Millionen Umsatz in ihren Ländern in CEE erwartet. Gut 100 Millionen davon aber werden im stärksten Land österreich generiert. Bleibt nur zu hoffen, dass der eTel- Mannschaft ihr charismatischer Chef Achim Kaspar auch nach der übergangsphase erhalten bleibt. Gerüchte besagen, Kaspar könnte mit Vertriebsagenden im Vorstandbereich bei der TA gehalten werden. Angebote hatten Kaspar und seine Salesmannschaft bereits genug, Dennoch hat der eTel-Chef bislang seine sieben Sachen in Eisenstadt und Wien zusammenhalten können. Es bleibt spannend.

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