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Im Zeichen des Saturn

Auch wenn es Thomas Jakoubek, Vorstand der WED, gerne dementiert: Der Saturn Tower, der seit Ende 2004 in der Donaucity steht, ist noch immer zu einem guten Drittel leer. Einem Inserat im Immobilienteil einer Tageszeitung zufolge sind Büroflächen \"bis 10.000 m2“ noch zu vermieten. Das heißt, dass sieben von 20 Geschoßen im 90 Meter hohen und 33.000 Quadratmeter großen Tower leer stehen - und das, obwohl die Volksbankengruppe im letzten Quartal des Vorjahres 5500 m2 angemietet hat. Rund 7000 m2 werden vom IT-Unternehmen IBM genutzt, das den Tower als Generalübernehmer auch errichtet hat. Das Gebäude wurde 2005 an einen Fonds der Citigroup verkauft, um die Vermietung kümmert sich unter anderem die BAR Immobilientreuhand, kürzlich gegründete Tochter der BA-CA-Immobilienholding unter deren Geschäftsführer Thomas Jakoubek. Zur Holding gehört wiederum der Bauträger BAI, dessen Vorstand ebenfalls Jakoubek heißt.
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Risiko nicht beseitigt

Von Daniel AJ Sokolov

üblicherweise registrieren Phisher Webadressen, die denen einer echten Bank täuschend ähnlich sind. Deren Kunden werden per E-Mail auf diese Seite gelockt und dort zur Eingabe ihrer Codes aufgefordert. Bei Erste Bank und Sparkasse können sich Phisher die Domaingebühr sparen und gleich einen Original sparkasse.at-Link verwenden.

Durch einen (der Report-Redaktion bekannten) Zusatz zu einer echten sparkasse.at-Adresse wird der Webserver von Erste Bank und Sparkassen dazu veranlasst, auf einen ganz anderen Server umzuleiten. Die Adresse sieht dann so ähnlich aus wie https://www.sparkasse.at/xyservice/blabla.htm?target=http://www.report.at - das genaue Format wird aus Sicherheitsgründen hier nicht veröffentlicht.

In diesem Beispiel würde der echte Sparkassen-Server ohne Zwischenwarnung zur Website des Report Verlages umleiten. Von einem Angreifer kann jedes beliebige Ziel definiert werden - also auch ein Server mit einer täuschend ähnlichen Kopie der Netbanking-Applikation. Kunden könnten der ursprünglich aufgerufenen sparkasse.at-Adresse vertrauen und gutgläubig ihre PIN- und TAN-Codes eingeben, in der Annahme, eine überweisung zu tätigen. Mit diesen Daten könnten die Phisher dann das Bankkonto leer räumen.

Bisher sind auf dieses Sicherheitsproblem zurückzuführende Fälle nicht bekannt. Sie könnten aber jeden Tag auftreten. Die Report-Redaktion warnte die Bank noch vor Weihnachten vor dieser und einer weiteren, kleineren Schwachstelle, bei der durch einen bestimmten Adressaufruf das Ziel eines Links auf der Website der Bank verändert werden konnte. Die Pressestelle antwortete mit einem knappen \"Herzlichen Dank für den Hinweis.\" Das kleine Problem wurde in der Folge behoben, doch die beliebig definierbare Umleitung funktioniert nach wie vor.

Schon im Dezember war das Netbanking bedauerliches Thema auf Report.at. Das erst kurz zuvor neu gestaltete Online-Banking war nicht gegen Cross Site Scripting gefeit; Angreifer konnten beliebigen Text und Eingabefelder in die Originalseiten einschleusen. Ein Kunde hatte versucht, die Bank zu warnen, doch zehn Tage geschah nichts. Erst als sich der Report einschaltete, kam Bewegung in die Sache.

Gegenüber dem Report hatte die Bank damals angekündigt, dem Kunden eine kulinarische Aufmerksamkeit für seinen Einsatz zukommen zu lassen. Aus den beim Relaunch erhöhten Online-Trading-Gebühren hätte sich das leicht finanzieren lassen. Doch bis heute hat der User nicht einmal eine Antwort auf seinen ursprünglichen Sicherheitshinweis erhalten. Sein Konto bei der Sparkassen-Gruppe hat er inzwischen aufgelöst.

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Neue Prioritäten

Michael Häupl hat es geschafft: Dem Wiener Bürgermeister ist es gelungen, seinen Wohnbaustadtrat Werner Faymann in ein Regierungsamt wegzuloben. Als Verkehrs- und Infrastrukturminister darf sich Faymann nun profilieren, ohne Häupl in punkto medialer Beliebtheit und damit als potenzieller Nachfolger gefährlich werden zu können. Aber auch wenn ihm österreichs größtes Kleinformat bereits Vorschusslorbeeren zukommen ließ, leicht wird es der frisch gebackene Minister nicht haben. Zu viele Baustellen hat ihm sein Vorgänger Hubert Gorbach überlassen, als dass sich Faymann auf diesen Lorbeeren ausruhen könnte. Und glaubt man den ersten Ankündigungen des 46-jährigen Sozialdemokraten, dann wird er sich auch nicht scheuen, einige dieser Baustellen zu beackern. So will er die vor einigen Jahren unter enormem Aufwand ins Leben gerufene neue Struktur der öBB reformieren. Und zwar »mit allen Beteiligten gemeinsam«, wie Faymann betont. Das heißt, auch mit dem umstrittenen öBB-Holdingchef Martin Huber, über dessen Weiterverbleib nach seinen diversen medial desaströsen Aktionen (Wilhelmine Goldmann, Alfred Zimmermann) und dem Wahlsieg der SPö heftig spekuliert worden war. Faymann will nun eine Struktur schaffen, mit der die Holding wieder Zugriff auf die einzelnen operativen Teilgesellschaften bekommt. öBB-intern ist schon seit langem zu hören, dass die letzte Reform hauptsächlich zur Vermehrung von Vorstandsposten und Pressesprechern in den einzelnen AGs geführt und ein kommunikatives Desaster hinterlassen hat.
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Harmonie in Vielfalt

\"Wir haben den Auftrag, die Richtlinie 6 umzusetzen“, lässt sich Silverius Zraunig, Referatsleiter für Baurecht in der Salzburger Landesregierung, die für Bauwirtschaft und Umweltschützer freudige Nachricht entlocken. Damit steht der österreichweiten Einführung des Energieausweises mit 1. Jänner 2008, zwei Jahre später als geplant, nichts mehr im Weg. Doch die Art, wie diese Einigung, die EU-Gebäuderichtlinie umzusetzen, zustande kam, ist eine typisch österreichische: \"Harmonie in Vielfalt“ könnte man übersetzen, was Zraunig so beschreibt: \"Die Länder haben sich auf verschiedene Messmethoden geeinigt.“ An genau dieser Frage, ob für den Energieausweis der Heizwärmebedarf eines Gebäudes oder der Transmissionswärmeverlust der Gebäudehülle als Grenzwert herangezogen werden soll, ist nämlich eine Einigung bisher gescheitert. Während Salzburg am so genannten LEK-Wert festhält, haben andere Länder ihren Energieausweisen den Heizwärmebedarf als Kenngröße zugrunde gelegt.

Die umstrittene Richtlinie 6 ist ein Bestandteil des vom österreichischen Institut für Bautechnik ausgearbeiteten Leitfadens zur Harmonisierung der technischen Bauvorschriften aller neun Bundesländer und regelt das Thema Energieeinsparung und Wärmeschutz. Ob die Einigung auf länderweise unterschiedliche Energieausweise tatsächlich im Sinne dieser geplanten Harmonisierung ist, darf bezweifelt werden. Denn dann ist auch fraglich, ob es gelingen wird, das Zertifikat zu dem marktwirtschaftlichen Instrument zu machen, das sich die Bau- und Immobilienwirtschaft wünscht. Dennoch ist diese Einigung, trotz Meinungsverschiedenheiten zwischen den Bundesländern und den verschiedenen Baustofflobbys, für Zraunig ein \"großer Fortschritt“, habe man sich doch damit auf einen Stand der Technik geeinigt. Und das ist nach fast fünf Jahrzehnten Ringens um eine Harmonisierung der Bauordnungen doch schon was.

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Erhöhter Schalungsdruck

Warschau gilt als größte Baustelle Europas. Den neuen Einkaufszentren, Bürohäusern und Hotels muss auch die Infrastruktur angepasst werden. So musste eine neue Fahrbahn, die Siekierkowska-Trasse, auf drei Ebenen in die Ringstraße übergeleitet werden. Die zwei Brücken, die die neue Trasse tragen, verlaufen bis zu zwölf Meter über dem Straßenniveau, und um zügig voranzukommen, mussten parallel sechs Betonierabschnitte mit jeweils fünfzig Metern Länge fertiggestellt werden. Die Schalungen des Hohlkastenquerschnitts wurden vom deutschen Schalungshersteller Peri aus Standardteilen konstruiert, deren überbauschalung nach dem Betonieren an der Brückenkonstruktion fixiert wurde. So konnte das Traggerüst ohne aufwendige Demontagearbeiten demontiert und zum nächsten Bauabschnitt transportiert werden.
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Jährliche Schwankungen

Die Zeit der Büromarktberichte ist wieder einmal angebrochen, und wie jedes Jahr hinterlassen sie ratlose Beobachter. Wie kann es über ein und denselben Standort, in diesem Fall Wien, derart unterschiedliche Zahlen geben? Während die CPB Immobilientreuhand, Tochter der Constantia Privatbank, von 330.000 Quadratmetern Büroflächen spricht, die im vergangenen Jahr vermietet wurden, sind es beim Gewerbeimmobilien-Consulter CB Richard Ellis (CBRE) 390.000.
CBRE-Geschäftsführer Andreas Ridder meint, dass die in Besitz von Investoren stehenden Marktbeobachter wie CPB an allzu starken Jahresschwankungen weniger interessiert seien und daher zu anderen Zahlen kommen. Was insofern wenig schlüssig ist, als CBRE 390.000 Quadratmeter vermieteter Fläche schon für 2005 nannte und auch für 2007 prognostiziert. Wie unterschiedlich die Berechnungsarten sind, zeigen die an und für sich objektiven Zahlen des Büroflächenbestands in Wien: Sind es mit Ende 2006 laut CBRE 9,57 Millionen, kommt die CPB auf ganze 13 Millionen Quadratmeter. Bei Unterschieden von immerhin 3,5 Millionen drängt sich die Frage auf, wann sich die heimischen professionellen Marktbeobachter endlich zu verbindlichen Berechnungsstandards durchringen, wie es sie in anderen Ländern bereits gibt.
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Der Herdentrieb führt selten zum Erfolg

Wer seine Kapitalveranlagung auf ein einziges Wertpapier konzentriert, ist dem Schicksal dieses Papiers vollständig ausgeliefert. Da hilft auch nicht die Vorstellung einer »sicheren« Veranlagung. Denn schließlich bergen z. B. auch Anleihen ein Kursrisiko. Und erst recht Investmentfonds.
Jeder Geldanleger ist daher gut beraten, seine Veranlagungen zu streuen und in mehrere verschiedene Wertpapiere und womöglich auch Wertpapiergattungen zu investieren - sein Portfolio also zu diversifizieren.
Dabei sollte sich der Anleger aber nicht am Herdentrieb orientieren, nicht das machen, was gerade die Masse macht. Wie verheerend sich das auswirken kann, hat man beim Platzen der Biotech- oder auch der »New Economy«-Blase gesehen, als viele Anleger kollektiv nach dem Börsencrash 2000-2003 ihre Ersparnisse verloren.
Besonders riskant werden Investments, wenn man Anlageentscheidungen spontan aufgrund von Presseartikeln oder dringenden Empfehlungen von Bekannten trifft. Die Folge: Anleger laufen den Trends hinterher und investieren gerade dann, wenn die Kursrallye größtenteils bereits vorbei ist. Ein weiterer Nachteil dieser rein zufälligen Anlageauswahl: Die Depotzusammensetzung passt weder zum Risikoprofil des Anlegers noch entspricht sie seiner aktuellen Lebenssituation.

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Wieder am Ball

österreichische Manager sind am deutschen Fernsehmarkt traditionell dick im Geschäft. Helmuth Thoma, Gerhard Zeiler, Josef Andorfer, Herbert Kloiber - sie alle haben deutliche Spuren hinterlassen. ähnliches gilt für Premiere-Chef Georg Kofler. Dieser ist zwar gebürtiger Südtiroler, sein Handwerk hat er aber nach einem Studium in Wien beim ORF erlernt.
In jüngster Vergangenheit hatte Kofler mit heftigem Gegenwind zu kämpfen. Nach der Niederlage im Bieterrennen um die Pay-TV-Rechte der deutschen Bundesliga gegen das Kabelkonsortium arena im Dezember 2005 erlebte die Premiere-Aktie einen ordentlichen Sturzflug. Erst die überraschende Einigung mit arena über die gemeinsame Verbreitung der Fußball-Bundesliga im Netz von Kabel Deutschland letzten Sommer sorgte für eine Trendwende an der Börse. Der größte Coup gelang Kofler aber Anfang Februar 2007. Ein neuer Vermarktungsvertrag lässt den Ball wieder ganz bei Premiere rollen. Das Kofler-Imperium kann den Bundesligasender arena ab sofort in ganz Deutschland über Satellit verbreiten und vermarkten. Damit steigt das Vermarktungspotenzial auf über dreißig Millionen Haushalte. Im Gegenzug erhält die arena Premiere-Aktien im Wert von rund 300 Millionen Euro. Die Börse frohlockte: Die Premiere-Aktie legte um zwanzig Prozent zu. Auch die Kunden waren zufrieden. Alleine am ers­ten Wochenende nach Bekanntgabe der neuen Allianz verkaufte Premiere 33.000 neue Abos, zugleich haben mehrere Tausend Abonnenten ihre Kündigung zurückgenommen. Kofler sprach zu Recht von einem Traumstart, hatte für die Anleger aber noch eine weitere überraschung parat. Seine Ankündigung, die von ihm gehaltenen Premiere-Anteile zu veräußern, sorgte für Aufsehen. Die Aktie geriet kräftig ins Trudeln, hielt sich aber immer noch deutlich über dem Niveau vor der Einigung mit arena. Der Erlös aus der Platzierung des 11,6-prozentigen Aktienpakets von rund 190 Millionen Euro steht zum größten Teil den Banken zu. Rund zwanzig Millionen will Kofler wieder in Premiere-Anteile investieren. Das entspricht in etwa der Summe, die Kofler durch den Verkauf seines Pakets nach dem arena-Deal extra lukrierte.
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Erhöhte Schlagzahl

Das zeigt die Statistik der Vereinigung österreichischer Investmentgesellschaften (VöIG): Danach konnten die vier österreichischen Immobilieninvestmentfondsgesellschaften per Ende 2006 das Fondsvolumen um 41,4 Prozent oder 447,3 Millionen Euro auf 1,53 Milliarden steigern. Die durchschnittliche Einjahresperformance der vier Gesellschaften BA-CA Real Invest, Raiffeisen Immofonds, Volksbank Immofonds und Constantia Real Estate betrug 4,78 Prozent.
Dabei sind in dieser Statistik noch gar nicht die jüngsten Börsenereignisse auf dem Immobiliensektor beinhaltet. So konnte die Warimpex Finanz- und Beteiligungs AG, österreichischer Immobilienentwickler mit Schwerpunkt Hotelbau in Zentral- und Osteuropa, Ende Jänner ihren Gang an die Wiener und Warschauer Börse erfolgreich abschließen. Das Angebot im Ausmaß von zehn Millionen Aktien war deutlich überzeichnet. Mit einem Nettoerlös von 58,5 Millionen Euro kam der von Franz Jurkowitsch und Georg Folian gegründete Developer knapp an die erwarteten sechzig Millionen heran, die Marktkapitalisierung beträgt rund 396 Millionen. Im Rahmen eines öffentlichen Angebots waren bis Ende Jänner bis zu sechs Millionen Stammaktien sowie zusätzlich drei Millionen Aktien aus dem Besitz der beiden Gründer und Mehrheitsaktionäre angeboten worden. Starke Nachfrage bestand sowohl von privaten als auch von institutionellen Investoren in österreich und Polen. Rund ein Drittel wurde in Polen platziert. Der Aktienpreis, der von der begleitenden BA-CA zu Beginn des Börsegangs zwischen 8,50 und 13 Euro angesetzt war, wurde mit elf Euro festgelegt, lag aber mit Ende Jänner bereits über 14 Euro. Für die vor 25 Jahren als Export-, Import- und Transithandelswarengesellschaft gegründete Warimpex wird sich nach dem Börsengang vor allem die Schlagzahl ändern: Die bisher gefahrene Strategie, pro Jahr drei Projekte zu entwickeln und eines zu verkaufen, werde sich auf ein Verhältnis 8 zu 2 erhöhen, so Jurkowitsch. Der gesamte Immobilienbestand der Warimpex beläuft sich laut einer Bewertung von CB Richard Ellis derzeit auf 382 Millionen Euro. Bewertet werden die Liegenschaften einmal jährlich, in der Bilanz scheinen die Immobilien mit ihren Herstellungskosten auf.
Gut platzieren konnte ihre Aktien auch Meinl European Land (MEL). Der Immobilienfonds mit einem Portfolio von rund 4,5 Milliarden Euro hat die bisher größte Kapitalerhöhung in seiner Geschichte am 9. Februar erfolgreich abgeschlossen und konnte 1,48 Milliarden Euro über die Börse lukrieren. 300 Millionen junger Aktien sind ab Mitte Februar an der Wiener Börse. Die Erlöse werden laut MEL-Sprecher Francis Lustig zur Finanzierung kürzlich fixierter Projekte im Ausmaß von rund 900 Millionen Euro verwendet, wie ein 80.000 Quadratmeter großes Einkaufszentrum in Sofia oder eines in Odessa mit 60.000 Quadratmetern. Weitere Projekte im Umfang von einer Milliarde sollen noch in diesem Quartal realisiert werden.
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Im globalen Kontext regional fördern

Die Welt hat seit Mitte der Achtzigerjahre dramatische und sich in den letzten Jahren weiter beschleunigte Veränderungen erlebt. Produktionsverlagerungen in nahezu allen Produkt- und Technologiebereichen von Europa und USA nach Asien mit Schwerpunkt China machten den Anfang. Es folgten Dienstleistungsverlagerungen in Richtung Indien. Auch erhebliche Teile der Spitzenforschung widerstanden der Anziehungskraft dieser enorm wachsenden Märkte nicht.
Kostengründe, aber auch die erhebliche Kaufkraftsteigerung sowie die Erschließung neuer und stark wachsender Märkte haben zu einer schrittweisen Verschiebung weg von den gesättigten europäischen Märkten geführt. Experten erwarten China bereits im Jahr 2050 als weltgrößte Volkswirtschaft. Seit 2000 stieg das chinesische BIP pro Jahr um durchschnittlich 9 %, in EU-25 nur um 2 % und in den USA um 2,8 %. Im Forschungsbereich ist China 2006 mit Ausgaben von 136 Mrd. Dollar hinter den USA zum größten F&E-Investor aufgestiegen. 1995 lagen Chinas Forschungsausgaben gemessen am BIP noch bei 0,6 %. Bis 2020 soll die Forschungsquote von derzeit 1,2 % auf 2,5 % wachsen.

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