Leoben läuft
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Für den Großkraftwerksbereich und die Netzinfrastruktur ist die Porr, wie Pöchhacker erklärt, mit mehreren potenziellen Partnern im Gespräch. Derzeit gäbe es jedoch noch kein konkretes Projekt. Der große Einstieg ins Energiegeschäft blieb der Porr bislang verwehrt. Der Baukonzern wollte bekanntlich die VA Tech Hydro von Siemens kaufen, was nicht gelungen ist. Der Porr-Konzern machte 2005 einen Umsatz von 2,258 Milliarden Euro und erzielte damit ein Ergebnis von 25,2 Millionen Euro.
Junge Forschung
Die Gegend um den Zürichsee gilt als europäische Miniaturausgabe des berühmten Silicon Valley in Kalifornien. Gleich drei Denkfabriken haben sich in der Nähe der renommierten Fachhochschule ETH Zürich angesiedelt. Das \"Gottlieb Duttweiler Institut“, eine von Migros gesponserte Einrichtung auf dem früheren Wohnsitz des Firmengründers. Das \"Centre for Global Dialogue“ der Rückversicherungsgesellschaft Swiss Re. Und das 1956 gegründete IBM-Forschungslabor Zürich, das als eines der ältesten Brainpools des Computerherstellers gilt. Dort sind freilich vor allem junge Wissenschaftler zu finden. Etwa Heike Riel, die nach einer Raumausstatter-Lehre kurzerhand beschloss, Physik an der Universität im deutschen Erlangen zu studieren. Nach Forschungsjahren in den USA zog es sie in die Schweiz, wo sie derzeit im Bereich \"Molecular Electronics“ trickreich an völlig neuen Ansätzen der Computerelektronik forscht. \"Der Vorteil hier ist, dass man relativ ungestört an den verschiedenen Themen arbeiten kann“, meint Riel. Ihr Ziel ist es, \"Fellow“ bei IBM zu werden - eine Stellung, die mit großen Freiheiten für Forscher verbunden ist und die es damals auch Alex Müller, Nobelpreisträger 1987 für die Supraleitungseffekte ermöglichte, gegen den Strom zu schwimmen. Die \"verkehrte“ Bewegungsrichtung ist dem Nobelpreisträger zufolge meist Grund für bahnbrechend Neues.
Das neue Office erstreckt sich über eine Fläche von 224 Quadratmetern und beherbergt neben dem Verkauf auch die technische Mannschaft, die demnächst um einen weiteren IT-Spezialisten aufgestockt werden soll. \"So sind wir imstande, die Wartungsaufträge in der Region Salzburg noch schneller und effizienter zu erledigen,“ erläutert Brandner.
\"Im Falle eines Falles,“ so berichtet a+d-Geschäftsführer Ing. Peter Abrahamczik stolz, \"können unsere Techniker innerhalb von spätestens zwei Stunden am Ort des Geschehens sein, ganz gleich, in welch abgeschiedener Region er liegt.“ Eine Herausforderung, der sich vor allem das Salzburger Team in den alpinen Gebieten immer wieder zu stellen hätte.
Außerdem kommt dem neuen Mann bei RS seine mehrjährige Erfahrung sowohl im technischen als auch im kaufmännischen Bereich zu Gute. Bei seinen vielfältigen Tätigkeiten erarbeitete sich Schmidsberger ein umfassendes Wissen, das ihn als Berater auszeichnet.
Der Beschluss des Wiener Gemeinderats vom 28. Juni 2005 stößt an Grenzen.“ Mit dieser lapidaren Feststellung spricht der Wiener Vizebürgermeister Sepp Rieder all jenen Hohn, die bisher geglaubt haben, die Stadt Wien meinte es mit der Umsetzung des so genannten \"Wettbewerbsleitfadens“ tatsächlich ernst. Laut einstimmigem Beschluss des Gemeinderats vom Jahr 2004 sollten faire, transparente und nachvollziehbare Vergabeverfahren nicht nur für die Stadt, sondern auch für deren ausgegliederte Unternehmen und solche, an denen Wien mehrheitlich beteiligt ist, garantiert werden. Nach einer Anfrage der Wiener Grünen kam nun Ende Mai die kalte Dusche der Stadtregierung: Rechtsgutachten der Magistratsdirektion würden ihm bescheinigen, dass es der Verwaltung offen stehe, \"im Rahmen eines de facto rechtsform-ungebundenen Beschlusses“ Wünsche an diese Unternehmen zu äußern - der Wettbewerbsleitfaden sei aber unverbindlich und lediglich eine Willensbekundung, so Rieder in der Anfragebeantwortung. \"Vor diesem öffentlich-rechtlichen Hintergrund und dem Gesellschaftsrecht besteht jedoch ein unüberwindbares Spannungsverhältnis“, so Rieder weiter - mit anderen Worten: der Beschluss ist auf Wienerisch \"für die Würscht“. Zur Frage, welche Stellen des Wiener Magistrats mit der Vorbereitung und Umsetzung des Leitfadens befasst seien, meinte Rieder, dass sich dieser - nochmals - \"unverbindliche Wettbewerbsleitfaden“ nur auf \"Teilsegmente des Geschäftsbetriebes von Gesellschaften, nämlich die Tätigkeit von Architekten mit einfacheren Werkerbringungen“ beziehe. Was das heißt, darauf muss sich jeder selbst einen Reim machen.
Die in Politikkreisen sehr beliebte Kunst der Nicht-Beantwortung von Fragen - Rieder reduzierte in seiner Antwort zehn Fragen auf zwei - setzt sich bei den anderen Adressaten der grünen Anfrage fort: Vizebürgermeisterin Grete Laska schloss sich Rieders Ausführungen an, Planungsstadtrat Rudi Schicker, der für alles zuständig ist, was mit Architektur zu tun hat, teilte mit, dass kein ausgegliedertes Unternehmen der Stadt Wien zu seinem Ressort gehöre. Und Bürgermeister Häupl antwortete gleich gar nicht - ebenso wenig wie Gesundheitsstadträtin Renate Brauner.
Vor seinem Wechsel zu McAfee war Kurowski Sales Director bei 3Dconnexion. Die Tochtergesellschaft von Logitech ist der führende Hersteller von professionellen 3D-Eingabegeräten. Von 2001 bis 2003 leitete Jörg Kurowski als Regional Director erfolgreich den Vertrieb und das Marketing in DACH bei ADIC, spezialisiert auf Storage-Lösungen. Von 1992 bis 2001 bekleidete er bei der Autodesk GmbH verschiedene Vertriebspositionen und hatte dort zuletzt als Territory Sales Manager die Gesamtverantwortung für den Vertrieb in der DACH-Region.
\"Wir freuen uns, dass wir Jörg Kurowski für diese wichtige Position gewinnen konnten. Die DACH-Region ist einer unserer größten und anspruchsvollsten Märkte und maßgeblich entscheidend für den Erfolg der gesamten EMEA-Region. Mit Jörg Kurowski können wir auf die Performance eines Profis bauen.\" sagt Elva Pearson, McAfee VicePresident Northern Europe.
Report: Um die Konsolidierung der Call-Center-Branche ist es in den letzten Monaten wieder ruhig geworden. Beginnt nun eine Phase der übernahme von Inhouse-Call-Centern, wie Sie es gerade mit SkyEurope vorgezeigt haben?
Thomas Kloibhofer: Nein, die Marktbereinigung unter den Call-Center-Betreibern in österreich ist noch nicht zu Ende. Derzeit gibt es fünf bis sechs größere Player, von denen sicherlich noch mindestens einer durch Konkurs oder einer Zusammenführung vom Markt verschwinden wird. Es gibt auch einige kleinere und mittelständische Call-Center-Betreiber, die sich auf bestimmte Bereiche und Kunden spezialisiert haben - auch dort findet ein Wandel statt. Viele kleinere Call-Center sind verschwunden, da sie zu sehr von einzelnen Kunden abhängig waren. Dies war die Zeit der Glücksritter, die eigentlich keine Ahnung vom Markt hatten. Heute haben wir wesentlich etabliertere Player, die mit fundiertem Know-how agieren und über eine gesunde Kundenbasis verfügen. Die schlimme Zeit der Glücksritter ist zum Glück vorbei.
Zwingt der große Preisdruck die Call-Center-Betreiber in die Knie?
Der Preisdruck ist wohl das einzige, was in unserer Branche wieder nachgeben hat. Vor zwei bis drei Jahren war der Markt hier noch wesentlich kompetetiver. Heute stehen die Call-Center an einem Punkt, an dem es preislich nicht mehr tiefer geht. Man hat in Deutschland, Schweiz und österreich nun ein Preisniveau gefunden, bei der lokal keine Reduktion mehr möglich ist. Allenfalls könnte noch mit Near- oder Offshoring-Konzepten unterboten werden. Ich kenne aber niemanden in österreich, der dies positiv gemeistert hätte. Manch Unternehmen spricht zwar von Riesenerfolgen, die man mit Verlagerungen ins Ausland erzielt hätte. Wie erfolgreich solche Bestrebungen wirklich sind, kann ich nicht beurteilen und sie sind auch nicht Teil unserer Geschäftsstrategie. Ich habe aber den Eindruck, dass einige in der Call-Center-Branche glauben, Rückenwind bei Offshoring zu haben. Bei international tätigen Technologieunternehmen wie etwa Microsoft ist es kein Problem, ein Call-Center im Ausland zu haben. Bei Kunden wie die Wirtschaftskammer oder auch Finanzdienstleister kann es sich dagegen ein Call-Center aus Imagegründen nicht erlauben, seine Dienstleistungen aus dem Ausland zu erbringen.
Was sind die Treiber für die Marktentwicklung im Call-Center-Bereich?
Global gesehen geht derzeit sehr positive Marktenwicklung mit der Entwicklung unserer Gesellschaft einher. Je höher das gesellschaftliche Niveau und je weiter ein Markt entwickelt ist, desto mehr wird auf Individualkommunikation gesetzt. In solchen Märkten gibt es ein ausgeprägtes Kommunikationsbedürfnis und den Drang nach Information. Und hier ist das Medium Telefon immer noch am schnellsten, um die First-Contact-Solution-Rate der Branche zu beeinflussen. Zum anderen sind die Unternehmen gezwungen, ihre Headcounts zu reduzieren - der Faktor Umsatz pro Mitarbeiter hat bekanntlich stetig zu steigen. Die sozial verträglichste Lösung ist dann, dass das Inhouse-Call-Center und dessen Mannschaft vollständig von einem Call-Center-Betreiber übernommen werden. Bei der jüngsten übernahme des SkyEurope-Call-Centers etwa haben alle Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz behalten. Dadurch bleibt uns auch wertvolles Know-how erhalten, immerhin werden am Standort Bratislava monatlich 100.000 Anrufe abgewickelt. CCC hatte in den acht Jahren seit seiner Gründung rund 40 Millionen Kundenkontakte und wir sehen es als Aufgabe uns noch weiter zu steigern. Je besser Call-Center sind, desto eher wird dieser Berufsstand aufgewertet.
Eine übernahme eines Inhouse-Call-Centers findet normalerweise aus der Möglichkeit der Konsolidierung der Mitarbeiterzahl heraus statt. Wenn Sie keinen einzigen Beschäftigten einsparen wollen - was hat sie dann zur übernahme des SkyEurope-Betriebes bewogen?
Man darf diese Akquisition nicht nur projektspezifisch betrachten. Unser Ziel ist nicht mit dem Kunden SkyEurope alleine Profit zu machen, sondern mit diesem Erwerb einen Fuß in den slowakischen Markt zu setzen. Es ist ein strategischer Schritt in diese Region. Wir haben dort nun einen Standort mit 80 Mitarbeitern, die in Summe acht verschiedene Sprachen beherrschen. Diese Multilingualität ist für uns freilich eine zusätzliche Herausforderung, die richtigen Leute auch zur richtigen Zeit parat zu haben. Die Telekommunikations- und Tourismusbranche - wir haben die meisten Verträge in diesen Bereichen - ist ein internationales Geschäft, bei dem uns unsere neuen Mitarbeiter nun wertvolle Dienste leisten können. Schon SkyEurope selbst hat etwa Leute aus Polen nach Bratislava geholt. Diese Mitarbeiter sind grundsätzlich sehr offen, auch an anderen Orten in Europa wie etwa Berlin zu arbeiten.
Der Deal mit SkyEurope hat darüber hinaus natürlich auch für den Kunden großen Nutzen. Das Unternehmen kann sich nun wieder auf seine Kernkompetenz konzentrieren. Und wir werden in Kürze der Fluglinie und ihren Kunden einen besseren Service bieten, als dies SkyEurope selbst je geschafft hätte. Dazu wurde eine fünfjährige Exklusivpartnerschaft vereinbart.
Was hat sich in den letzten Jahren aus ihrer Sicht in ihrer Branche verändert? Ist das Geschäft aufgrund von Content-Management-Strukturen und Datamining komplizierter und schwieriger geworden?
Im Gegenteil - es wurde einfacher. Die Antriebsfeder für neue Entwicklungen in Unternehmen, insbesonders in der Telekommunikationsbranche, ist nun das Call-Center als pulsierende Einheit. Erst mit dem Betrieb von Call-Centers, die Unternehmens- und Kundeninformationen zusammenfassen, sind derartige Themen aufgekommen. Wir sind Triebfeder für viele Neuerungen. Vor 15 Jahren haben auch die Telefonanlagenhersteller noch geglaubt, sie könnten uns vorschreiben, wie ein Call-Center zu funktionieren hat. Dies hat sich wesentlich geändert. Und gerade in hoch entwickelten Ländern wird der Stellenwert der Call-Center weiter steigen. Wir sind zu einem Vorzeigemodell für eine neue Gesellschaft geworden. Mit unseren Dienstleistungen, 24 Stunden täglich, sieben Tage die Woche, werden alte Strukturen aufgebrochen. Die Call-Center sind dabei so etwas wie das Fundament einer flexibleren Gesellschaft, Wegbereiter einer neuen Arbeitswelt. Bei uns können sich die Mitarbeiter nach Möglichkeit selbst aussuchen, wann und wie viele sie arbeiten wollen. Wenn ich einen Blick in die Zukunft wagen darf: Im Jahr 2100 werden die großen Firmen dieser Welt nicht eine Voest Alpine oder General Motors sein, sondern aus dem Dienstleistungssektor kommen.
Wie hat sich das Anruferverhalten in den letzten Jahren geändert? Sind die Konsumenten aus Ihrer Sicht mündiger geworden?
Die Branche hat sich enorm gewandelt, der Betrieb eines Call-Centers ist heute kein Beamten-Business mehr, sondern erfordert fast ebenso wie im Börsengeschäft ständige Bereitschaft. Heute ist das Anruferverhalten kaum noch vorhersagbar. Konnte man vor drei, vier Jahren im Telekommunikationsgeschäft etwa noch davon ausgehen, dass es in den Tagen um Weihnachten zu erhöhten Anrufspitzen kommt, ist dieses klassische Anruferaufkommen passé. Heute kann jeder mit seinem Handy umgehen - die Bedienung und die Menüführung an den Geräten sind besser geworden. Die Call-Center müssen nun umso schneller und wendiger sein, um jeglichen Verkehrsspitzen effizient begegnen zu können.