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Schüssel abseits

Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) hat sich Anfang Juni in einem Interview mit Bloomberg TV dafür ausgesprochen, die staatlichen Mehrheiten an den österreichischen Energieunternehmen abzuschaffen. Dies sei trotz des misslungenen Versuchs von OMV und Verbund ein »Zukunftsthema«, sagte der Kanzler. Für ihn ist übrigens auch klar, wer die Verantwortung für das Scheitern der Fusionspläne zu tragen hat: die Sozialdemokratie, die die Abschaffung der öffentlichen Mehrheiten derzeit nicht mittrage. Keine Sternstunde Schüssels, die nebenbei einen Hinweis gibt, welche Intelligenz der Kanzler den österreichern zuschreibt. Oder glaubt der Regierungschef wirklich, dass nicht selbst die einfachsten Gemüter realisiert haben, dass sich auch die öVP-Landeshauptleute gegen die sogenannte Fusion ausgesprochen haben?
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Die Olympus µ DIGITAL 800

Die ultrakompakte µ DIGITAL 800 ist klein genug, um in nahezu jede Jackentasche zu passen. Ihre Auflösung von acht Millionen Pixeln gewährleistet laut Hersteller dennoch präzise Aufnahmen. Passend zur hohen Auflösung ist dieses Modell mit einem kontrastreichen, 6,4 Zentimeter großen HyperCrystal LCD ausgestattet. 215.000 Pixel und die spezielle Zellkonstruktion erlauben weite Blickwinkel von 160 Grad und sollen sicherstellen, dass selbst bei hellem Sonnenschein jederzeit alles gut auf dem Monitor zu erkennen ist. Bei schlechten Lichtverhältnissen kommt die Bright-Capture-Technologie zum Einsatz, indem sie die laut Hersteller Darstellungen auf dem LCD aufhellt. Dadurch lässt sich der Bildausschnitt sogar dann noch komfortabel bestimmen, wenn nur ein Fünftel der bisher erforderlichen Helligkeit zur Verfügung steht. Zudem erhöht die Bright-Capture-Technologie die Empfindlichkeit deutlich, weshalb ein Blitzgerät seltener erforderlich ist: Die Nacht wird so quasi zum Tag gemacht. Durch die verbesserte Ausnutzung des vorhandenen Lichts können auch kürzere Verschlusszeiten gewählt werden, was wiederum die Gefahr verwackelter Bilder senkt. Beim Einsatz von Bright-Capture-Funktionen entspricht die Bildqualität einer Auflösung von drei Millionen Pixeln.

Dafür sorgt neben der Auflösung das komplett aus Glaslinsen bestehende 3fach-Zoomobjektiv, das eine maximale Bildschärfe ermöglicht. Reicht der Telebereich des optischen Zooms nicht aus, kann das 4fach-Digitalzoom problemlos hinzugenommen werden. Außerdem soll der TruePic TURBO Bildprozessor für eine optimierte Aufnahmequalität und eine beschleunigte Bildverarbeitung sorgen.

Vielseitig und anwenderfreundlich
Um es dem Fotografen ganz einfach zu machen, bietet die µ DIGITAL 800 eine Fülle weiterer Optionen für perfekte Ergebnisse. Neben der vollautomatischen Bildaufnahme kann der Anwender unter 19 voreingestellten Programmen wählen. Aber auch der Kreativität sind laut Hersteller keine Grenzen gesetzt: Blenden- und Verschlusszeitvorwahl sowie Makro- und Supermakro-Modus eröffnen fantastische Spielräume. Natürlich lassen sich auch Videos mit Sound in VGA-Qualität aufzeichnen. Selbst Anfänger sollen all diese Möglichkeiten ganz einfach bedienen können. Denn mit Hilfe der integrierten Guide-Funktion werden die Verwendungszwecke und der empfohlene Einsatz der Kamerafunktionen direkt auf dem LCD verdeutlicht.

Für die Speicherung der Aufnahmen ist das Modell mit einem internen 19-MB-Speicher ausgerüstet. Die optional einsetzbare xD-Picture Card bietet eine Kapazität von bis zu einem GB. Mit Hilfe der Kalenderfunktion lassen sich alle Aufnahmen auf der Karte schnell wiederfinden. Auch das Drucken der Bilder ist dank PictBridge-Unterstützung ohne Computer ganz leicht.

Die µ DIGITAL 800 wird zusammen mit der Olympus Master Software für eine einfache Datei-Organisation geliefert und ist ab Juli 2005 erhältlich.

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Versorgung fast sicher

Zwei hochdekorierte Militärs - zur Sicherheit. Eine Schar Buffet-Tiger reiferen Alters, die regelmäßig antreten, um die Versorgung im Wiener Gewerbeverein zu testen - und kein einziger Energiepolitiker. Das Thema: Versorgungssicherheit. Die zentrale Frage für das Podium: »Wie sicher darf sich die Wirtschaft fühlen?« Fast gar nicht, meint der Universitätsprofessor Bernhard Raschauer. »Die Versorgungssicherheit war bis 1999 die Aufgabe von integrierten Unternehmen, das ist, grob gesprochen, gefallen«, erklärt der Verwaltungsrechtler. Kein Energieversorger sei gezwungen neue Kraftwerke zu bauen, dies passiere dann, wenn es auch wirtschaftlich Sinn macht. Zustimmung dafür bekommt Raschauer von Günter Rabensteiner, Vorstandssprecher der Verbund Austrain Power Trading AG. Die energiepolitische Diskussion der jüngeren Vergangenheit habe für ihn eines gezeigt: »Es wird ignoriert, dass auch die Energie den Regeln der EU unterworfen ist und es sich um einen freien Markt handelt«, meint er. Johannes Mayer, Vertreter der Regulierungsbehörde E-Control, legt dazu ein Schäuferl nach und erklärt, was gemeint ist: »Geplant sind vorwiegend Speicherkraftwerke und Gaskraftwerke, diese dienen der Produktion von Spitzenstrom und haben wenig mit der Versorgungssicherheit zu tun«, bemerkt er. Seiner Schätzung zufolge sei die Versorgung beim Strom mit den bestehenden Kraftwerken bis 2015 oder 2020 machbar. Ziemlich unbestritten ist jedoch, dass der Süden österreichs schon viel früher ein Problem bekommen wird, da ja die 380-kV-Leitung vom Burgenland ins Steirische nach wie vor im Genehmigungsstadium harrt.
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Neues Präsidium

Die Mitglieder der Delegiertenversammlung, vor allem die Rektoren bzw. VizerektorInnen für Forschung der 21 österreichischen Universitäten sowie vier VertreterInnen außeruniversitärer Forschungseinrichtungen, hatten die Wahl, aus drei bestens ausgewiesenen Kandidaten jene Person zu bestimmen, die ab September 2005 an der Spitze des FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung in österreich) als zentrale Institution für die kompetitive Förderung der Grundlagenforschung in österreich stehen wird.

Im Detail setzt sich das Präsidium wie folgt zusammen:

Präsident des FWF:
Christoph Kratky

VizepräsidentInnen:
Renée Schroeder: zuständig für die Abteilung Biologie und Medizin
Herbert Gottweis: zuständig für die Abteilung Geistes- und Sozialwissenschaften
Johann Eder: zuständig für die Abteilung Naturwissenschaften und Technik

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Megaauftrag

Der südafrikanische Papierkonzern Sappi hat die Verantwortung des globalen SAP-Betriebes für seine Standorte in Europa, Südafrika, Nordamerika und dem Fernen Osten an T-Systems Austria übertragen. Im Rahmen des auf sechs Jahre unterzeichneten Outsourcingvertrages wurden nun SAP-Systeme von über 6500 Anwendern weltweit in Wien zusammengeführt. Die Autragshöhe beläuft sich T-Systems-Managerin Tina Reisenbichler zufolge, die im Jänner von der Leitung der Sparte IKT zu Manufacturing Industries gewechselt ist, in zweistelliger Millionenhöhe.

Der Feinpapierhersteller betriebt Standorte in über 100 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Dazu gehört auch die größte Papier-Einzelfabrik Europas in Gratkorn in der Steiermark. \"Wir mussten unsere IT dahingehend verändern, um flexibel mit den Geschäftsanforderungen unseres Unternehmens wachsen zu können\", bekennt Sappi-CIO Guido Lauwer. Ein elementares Ziel für den durch zahlreiche Merger gewachsenen Papierkonzern sei die möglichst effiziente Auslastung der Produktionsstandorte gewesen. Dabei wurde die Softwarelandschaft auf 30 verschiedene SAP-Systeme konsolidiert. \"Wir hatten davor allein in Nordamerika mehr als 800 unterschiedliche Applikationen, die großteils von nur einer oder zwei Personen benutzt wurden\", erinnert sich Lauwer.

Als größte Herausforderung in dem Outsourcingprojekt empfand Reisenbichler den Transfer der SAP-Systeme von der Konzernzentrale in Johannesburg nach Wien. Alleine für die Produktivsysteme wurde ein Terrabyte Datenvolumen verlagert. Dazu kam die zweieinhalbfache Menge für Entwicklungs- und Testsysteme. Nach erfolgreicher und zeitgerechter Abwicklung hat T-Systems in der zweiten Phase auch den SAP-Betrieb für Europa, Nordamerika und den Fernen Osten, der bisher an IBM outgesourct war, übernommen. \"Die Partnerschaft mit Sappi festigt innerhalb des Konzerns die strategische Bedeutung des Standortes unseres Rechenzentrums in Wien“, sagt Max Schaffer, Leiter IT Operations T-systems. Sappi-Mitarbeiter wurden keine übernommen.

\"Von österreich aus betreuen wir mittlerweile über 30.000 SAP-User auf mehr als 100 SAP-Systemen“, reüssiert T-Systems-Chef Rudolf Kemler. T-Systems hat im Vorjahr 158 Millionen Euro erwirtschaftet und ist eigenen Angaben zufolge hinter SBS und vor IBM zweitgrößter IT-Outsourcer in österreich. \"Wir stehen noch immer hinter SBS, das ist aber auch schwer einzuholen\", weiß Reisenbichler.

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Wartezeit verkürzt

Das Internet-Protokoll ist in seiner Funktion ganz wertvoll - IP-Netzwerke können helfen, Warteschlangen in Bankfilialen zu reduzieren, Wartezeiten effektiv zu nutzen und zusätzlich innovative Sicherheitstechnik zu integrieren. Zu dieser Ansicht kommt Cisco Systems, wobei sich das Unternehmen dabei auf eine aktuelle Studie von Datamonitor bezieht. Das Marktforschungsinstitut hat zwei Bereiche identifiziert, in denen Banken und Kunden vom Einsatz moderner Netzwerktechnologien profitieren können:\"Point-of-Sales\"-Marketing und Sicherheit von Bankfilialen. Diese Bereiche werden beim so genannten \"branch renewal\" selten mit einbezogen, obwohl es gerade hier Optimierungspotenzial gibt. Sagt Datamonitor.

Gezieltere Informationen. Laut Datamonitor warten Kunden durchschnittlich drei Minuten, bis sie am Bankschalter bedient werden. 45 Prozent der Banken beklagen, dass diese Wartezeit nicht effektiv genutzt wird, um mit den Kunden zu kommunizieren. Die Studie dokumentiert, dass Wartezeiten für die Kunden abwechslungsreicher werden, wenn sie über Monitore gezielt mit informativen oder Nachfrage-generierenden Video-Botschaften versorgt werden. Zusätzlich können Instore-Kameras als strategisches Werkzeug für das Filial-Management genutzt werden, um Kundenmuster in den Wartezeiten herauszufiltern und Wartezeiten einzudämmen. Gegenwärtig setzten Banken auf Hochglanzbroschüren, um ihre Kunden über Produkte und Services zu informieren. Die europäische Bankenindustrie gab dafür allein im vergangenen Jahr 1,67 Milliarden Euro aus. Von Kundenseite werden diese Broschüren jedoch kritisch bewertet. 50 Prozent der Befragten führen mangelnde \"Frische und Innovationskraft\" der Print-Materialien an. Und: 38 Prozent sind überzeugt, dass die Informationen für sie nicht relevant sind.

Mehr Sicherheit. Im Bereich Sicherheit können über IP-Netzwerktechnologien Synergien genutzt und überwachungskameras sowie Sicherheitssysteme in einem einzigen System integriert werden. Datamonitor geht davon aus, dass die Integration der unterschiedlichen Systeme für überwachung, Einbruchssicherung und Zugangskontrolle auf eine Netzwerk-Plattform hilft, die langfristig anfallenden Wartungskosten zu reduzieren. Darüber hinaus wird eine zentrale Kontrolle ermöglicht und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Sicherheitsbereichen verbessert. Cisco arbeitet bereits an einer Lösung für Banken, gemeinsam mit NICE Systems, einem Anbieter von Multimedia Capture- und Content-Analytics-Anwendungen.

Ganzheitliche Lösung. Basis für solche Systeme, die verschiedene Informationskanäle und Sicherheit integrieren, ist etwa Ciscos \"Branch of the Future\"-Konzept, das bereits zahlreichen Banken signifikante Vorteile in Bereichen wie Voice-over-IP liefert. Der Fokus liegt auf der Einheitlichkeit des Optimierungsansatzes. \"Um die Vorteile zu maximieren, sollten Banken die Bedürfnisse einzelner Geschäftsbereiche im Rahmen von Joint-Projects, dynamischer Vernetzung von Ressourcen, angehen\", unterstreicht Jordi Ferrer, Cisco Systems Business Development Manager.

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Erwin Ziegelmeister

\"Unser Ziel war es, ein schlichtes Haus mit einem maximalen Anteil anm ökologischen Bauteilen zu einem vernünftigen Preis zu errichten“, erklärt der Bauherr Erwin K. Er wurde mit seinem Haus kürzlich zum Quartalssieger des Ziegelhaus-Fotowettbewerbs gekürt. Beim Bau den Eigenheims kam jede Menge gebrannter Ton zu Einsatz: Die Wände und das Dach sind aus Ziegel. Zusätzlich hat Herr Erwin einen Gewölbekeller aus Ziegel gemacht und in der Küche eine sogenannte Toskanadecke installiert, die aus Holzbalken und Ziegel besteht. Das Haus ist mit einer kontrollierten Wohnraumlüftung ausgestattet und entspricht dem Niedrigenergiehausstandard. Bei den Baukosten läuft das Gebäude in der Kategorie bis 200.000 Euro, was angesichts der Größe und Ausstattung wohl nicht ohne einen erheblichen Anteil an Eigenleistung machbar erscheint. Geplant hat das Haus Baumeister Humer aus Peuerbach.Für die nächste Runde des Wettbewerbs wartet der Verband gespannt auf neue Einreichungen, die auch von Architekten und Baumeistern kommen können.
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Mobile E-Mail-Welle

\"Mit der Kombination aus dem Nokia 9300 Smartphone und den vielfältigen Blackberry-Funktionalitäten bringt mobilkom austria in Zusammenarbeit mit Nokia und RIM jetzt ein echtes Business-Allroundgerät auf den Markt\", zeigt sich Hannes Ametsreiter, mobilkom-Vorstand Marketing, Vertrieb und Customer Service zufrieden. Das Gesamtpotential für Blackberry-fähige Devices sei enorm, da sich durch deren Einsatz die Effektivität in Unternehmensabläufen erheblich steigern ließe. \"Die Aufnahme des Nokia 9300, das zur Zeit eines der beliebtesten Business-Endgeräte ist, in das Blackberry-Portfolio der mobilkom ist ein wichtiger Milestone zur Ausschöpfung dieses Potenzials.\"

Die wohl wichtigste integrierte Blackberr®-Funktion des neuen Nokia 9300 Smartphone ist Push-E-Mail: Alle E-Mails, die in der Inbox im Büro landen, werden gleichzeitig auch am Handy angezeigt und können dort gleich bearbeitet werden. Alle Veränderungen oder Bearbeitungen, die dabei mit dem Handy vorgenommen werden, werden automatisch auf dem normalen E-Mail-Account \"gespiegelt\": Löscht man also beispielsweise ein E-Mail aus der Inbox des Handys, wird der gleiche Vorgang auch am Mail-Account im Büro durchgeführt. überfüllte Mail-Accounts nach Dienstreisen oder unbeantwortete Kundenanfragen gehören damit endgültig der Vergangenheit an.

Außerdem gibt es einen integrierten Kalender mit Erinnerungsfunktion, der gleichzeitig auch ein Terminmanager ist: Vom Kalender aus gelangt man direkt in die Aufgabenliste mit Platz für kurze Notizen. Dank drahtloser Synchronisation via Bluetooth oder Infrarot können sämtliche Kalenderdaten einfach und schnell mit dem Laptop oder PC abgeglichen werden.

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Später Anpfiff

Die Austrian Energy Agency, Speerspitze der Energieforschung und Energieberatung beweist soeben, wie wichtig es ist in WM-Zeiten wie diesen, den richtigen Kick zu haben. Kurz vor dem Ende der Vorrunde der Fußball WM weisen die weisen Experten der Energieagentur darauf hin, dass es nicht optimal ist einen Fernseher zu kaufen, der viel Strom verbraucht. Wählt man ein effizientes Gerät lassen sich je nach Größe und Typ des Guckers zwischen 49 und 80 Prozent Strom sparen, so die Energieagentur. All jenen, die sich bereits vor Beginn der WM einen Fernseher gekauft haben nutzt der Hinweis freilich nix. Ihnen zum Trost sei darauf hingewiesen, dass die Energy Agency rechtzeitig vor der WM 280 aktuelle Fernseher getestet hat und es nur etwa ein Drittel davon geschafft hat in die Liste von www.topprodukte.at aufgenommen zu werden. Dort sind jene Fabrikate gelistet, die man hätte kaufen sollen. \"Das spürt man richtig die Effektivität der Abseitsfalle, die dazu führt, dass Fehler passieren, die nicht passieren dürfen“, würde Herbert Prohaska vermutlich kommentieren.
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Einmal Weltall und zurück

von Judith Högerl

Der Technologietransfer Weltraum-Erde findet statt und die Nutznießer sind in den meisten Fällen die Automobilindustrie und das Gesundheitswesen.

Die Austrian Aerospace GmbH rüstet weltweit Satelliten mit Elektronik beziehungsweise Mechanik und Thermoisolationen aus. In den Produktionshallen im niederösterreichischen Berndorf werden jährlich rund 100.000 m² Thermoisolation verarbeitet. Bei der Verarbeitung derartiger Mengen gewinnt das zur Weltraumtechnik Saab Ericsson Space zählende Unternehmen Erkenntnisse, von denen auch wir auf der Erde profitieren. \"Vor allem auf dem Gebiet der Tieftemperaturanwendungen in den Bereichen Medizintechnik und Automobiltechnik werden Isolationen benötigt, die ähnliche Anforderungen wie in der Weltraumtechnik zu erfüllen haben\", erläutert Dr. Max Kowatsch, Geschäftsführer der Austrian Aerospace und weiter: \"Während in der Medizintechnik supraleitende Magnete in Magnetresonanz-Diagnosegeräten thermisch isoliert werden, gibt es in der Automobiltechnik vielversprechende Anwendungen bei Autos, die tiefgekühlten, flüssigen Wasserstoff als Treibstoff verwenden.\"

Satelliten sind auf ihrer Reise durch den Weltraum extremen Temperaturschwankungen von mehreren 100 ° C ausgesetzt. Die sensiblen Systeme an Bord benötigen allerdings einen wesentlich kleineren Temperaturbereich von einigen 10 ° C, um einwandfrei zu funktionieren. Die Satelliten werden deshalb mit einer aus bis zu dreißig Lagen metallbedampfter Kunststofffolie aufgebauten maßgeschneiderten Isoliermatte umhüllt.

Antrieb mit Flüssigwasserstoff
Temperaturen von -253 ° C müssen auch die von Magna Steyr Fahrzeugtechnik AG & Co KG entwickelten Wasserstofftanks aushalten. Die Abteilung Raumfahrt besteht seit 1989 und entwickelte sich in der Zwischenzeit zu einem etablierten Mitglied der Europäischen Raumfahrtindustrie. In Graz werden Subsysteme unterschiedlicher Projekte der ESA (European Space Agency) sowohl designt als auch hergestellt. Ein Produkt, auf das Managing Direktor Dr. Werner Gryksa besonders stolz ist, ist der erwähnte Cryogenic Tank für Automobile, die mit Flüssigwasserstoff betrieben werden. Magna machte sich hier den Technologietransfer aus der Raumfahrt zu Nutze. \"Der Tank entstand mit Hilfe des Wissens, das Magna bei der Entwicklung und Produktion der Cryogenic Versorgunsgleitungen für das Ariane 5 Programm erlangte, wie beispielsweise die hohe Materialbeanspruchung oder die Handhabung von Flüssigwasserstoff\", sagt Gryksa.

Einen Technologietransfer im großen Stil forciert seit Jahren die ESA mit dem \"Technology-Transfer-Program\". Das Programm besteht aus zwei Komponenten, erklärt Fritz Gampe, Senior Technology Transfer Program Officer der ESA: \"Wir betreiben einerseits den Technologie-Transfer im ursprünglichen Sinn und bieten andererseits Jungunternehmern, die eine bestimmte Raumfahrttechnologie selbst zur Marktreife führen wollen, Hilfestellungen - sowohl finanzielle als auch planerische.\"

Kostspieliger Transfer
Das Programm wurde 1991 ins Leben gerufen und gibt das Ziel vor, dass jährlich etwa zwanzig erfolgreiche Transfers abgewickelt werden. So ein Transfer ist aber kein Schnäppchen. \"Die ‚empfangende Seite‘ muss zum Transfer mindestens 40.000 Euro an Eigenmittel beisteuern. Im zweiten Halbjahr 2004 waren das aber immerhin acht Millionen Euro aus allen möglichen Geldquellen plus drei Millionen Euro rein privates Kapital für cirka zehn Transfers\", so Fritz Gampe über die Projektdimensionen.

Technologien und Materialien aus der Raumfahrt werden die irdischen Lebensräume der Menschen revolutionieren, ist Gampe überzeugt und \"Was im Weltraum funktioniert, das funktioniert auch auf der Erde\" lautet sein Credo. Der Weltraum bietet aber nicht nur der Automobil- und Medizintechnik eine Perspektive, sondern auch dem Wohnungsbau - seien es hoch effiziente flexible Solarzellen oder feuerfeste Materialien zum Schutz des Hauses. Ein Projekt des Technology-Transfer-Program rückt dabei in den Vordergrund: das Space House. Es ist kugelförmig, eine der stabilsten Formen die es gibt, und steht auf Stelzen. Die Stelzen isolieren das Space House nicht nur von Erdbeben bis zur Stufe 7, sondern auch vor überschwemmungen von drei Metern Höhe. Die Bewohner im Inneren sind komplett von der Außenwelt abgeschottet, das allerdings nicht wie erwartet mittels meterdicker Stahl- und Betonwände, nein, zum Einsatz sollen ultraleichte Plastikverbundstoffe mit Kohlefasern kommen. Dieses Material schützt auch Satelliten im Weltall vor äußeren Einflüssen.

Die ESA und Fritz Gampe wollen uns das Leben im Space House schmackhaft machen und stimmen die Bauweise der Häuser auf ländertypische Anforderungen ab. Für den Einsatz in österreich betont Gampe die Vorzüge wie die temporäre Installation eines solchen Hauses: \"Das Space House könnte als kleinere Einheit in ökologisch empfindlichen aber minimal-touristisch erschlossenen Gegenden aufgebaut werden. Die Häuser könnten dabei ausschließlich nachhaltige Technologien wie Photovoltaik oder Wasserrecycling verwenden.\" Der Visionär spricht auch davon, Massen-Touristischen Rückbau auf ein ökologisch verträgliches Maß zu ermöglichen, ohne dabei die Einkommen der direkt Betroffenen zu schmälern.

Für Spanien beispielsweise empfiehlt Gampe eine Solar-Vision, da es in Spanien kaum Solararchitektur gebe: \"Mit den Space-House-Solarzellen garantieren wir eine völlig autonome Energieversorgung des jeweiligen Hauses.\" An das Aussehen der Zukunfts-Häuser werden wir uns erst noch gewöhnen müssen. Ebenso an den Preis: eine erste Preisindiktion deutet auf die Machbarkeit eines Verkaufspreises von 3.000 Euro je Quadratmeter hin, allerdings \"mit zumindest einer autonomen Energieversorgung mittels Solarenergie und Erdwärmespeicher in neunzig Metern Tiefe”, wie Gampe betont und weiter: \"In Deutschland soll es in nächster Zeit mit dem Haus wirklich losgehen.\"

Gefragt sind neben Industrie und Medizin auch Kleidungsdesigner, Textilhersteller und Bekleidungsanbieter, die Technologien aus der Raum- und Luftfahrt auf terrestrische Anwendungen übertragen könnten. Hochentwickelte technische Textilien, die unter anderem im Auto- und Flugzeugbau in Verwendung sind, werden zum Beispiel zu Schutz-, Sport- und Freizeitbekleidung verarbeitet. Schwer entflammbar, hitzebeständig, schnittfest, wasserabweisend, antibakteriell oder elektronisch leitfähig, das sind die Eigenschaften der High-Tech-Gewebe. Feuerfeste Materialien sind aber auch im Wohnungsbau gefragt. Weltraumlabore und Forschungsstationen müssen feuerfeste Vorgaben erfüllen und bestehen daher aus feuerfesten Materialien, die auf Phenolsäure basieren. Diese Baustoffe können genauso Häuser auf der Erde schützen.

Die Profiteure
Die Weltraumforschung entwickelt innovative Materialkombinationen und neuartige Verfahren und findet in Zuge dessen auch Wege, diese neuen Techniken für zunächst nicht vorhergesehene Anwendungen im täglichen Leben umzusetzen oder zu adaptieren. Als Spin-Off-Beispiel der Kölner MST Aerospace GmbH kann hier ein Haltungsmonitor genannt werden, der mittels Ultraschalldistanzmessung die Körperhaltung und Bewegung der Wirbelsäule kontinuierlich erfasst. Ausgangspunkt für diese Entwicklung war die Tatsache, dass, obwohl die Wirbelsäue gerade in der Schwerelosigkeit am geringsten belastet wird, zwei Drittel aller Astronauten über Rückenprobleme klagen, so die MST Aerospace.

Die mit Hilfe des Ultraschallmessgerätes gewonnenen Daten seien wichtig, um typische Bewegungsmuster und Haltungen zu erkennen und langfristigen Schäden vorzubeugen. Laut MST Aerospace reicht das Anwendungsspektrum des Gerätes von Sport, Orthopädie und Physiotherapie bis zur ergonomischen Arbeitsplatz- und Sitzplatzgestaltung. Beispielsweise können sich Auto und Autositz so dem Körper des Menschen anpassen, dass es zu keiner erhöhten Belastung der Wirbelsäule und Haltemuskulatur kommt.

Die Technologietransfers führen zu verbesserten Diagnose- und Behandlungsmethoden und bringen Komfort im Alltag. Den beteiligten Industriepartnern erschließen sich durch die Transfers nicht unerhebliche Umsatz- und Kosteneinsparpotenziale.

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