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»Dubiose« Tiwag

In Tirol wird weitaus mehr Strom erzeugt als verbraucht, Atomstromimporte sind nicht notwendig, es geht allein um Profite«, kritisiert Eva Glawischnig, Umweltsprecherin der Grünen. Sie fordert Bundeskanzler Wolfgang Schüssel auf, in seinen Reihen Ordnung zu schaffen und beim Tiwag-Eigentümervertreter, öVP-Landeshauptmann Herwig van Staa, den Ausstieg aus den Atomgeschäften zu bewirken. Hintergrund ist der kürzlich bekannt gewordene Umstand, dass die Tiwag seit Anfang der Achtzigerjahre viele Millionen für die Beschaffung und Entsorgung von nuklearem Brennstoff an die deutsche E.on bezahlt. Alleine 2005 soll die Tiwag laut einem vertraulichen Geschäftsbericht 5,1 Mio. Euro für das Saubermachen bezahlt haben.
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Nette Zementbilanzen

Gleich zwei Unternehmen des Zement-Mittelstands warten mit enormen Zuwächsen auf. Die Wietersdorfer-Gruppe legte 2005 beim Umsatz um zwanzig Prozent auf 580 Millionen Euro zu. Vierzig Prozent des Zuwachses stammen aus dem Rohrsegment über die Firmen Poloplast und Hobas, für deren weitere Expansion eine Holdinggesellschaft in Kroatien gegründet wurde. Die Gruppe investiert heuer rund fünfzig Millionen Euro in Werke und Expansion. Ebenfalls glücklich ist die Kirchdorfer-Gruppe, für die 2005 das erfolgreichste Jahr in der Geschichte des Unternehmens darstellt. Der Umsatz wuchs um nahezu dreißig Prozent auf 172,9 Millionen Euro, das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebitda) um 36 Prozent auf 26,8 Mio. Dazu beigetragen hätte etwa der größte Zement-Einzelauftrag an der A 1, erklärt der Geschäftsführer Erich Frommwald. Er rechnet für das laufende Jahr mit einer moderaten Steigerung des Umsatzes auf 180 Millionen. Kirchdorfer wuchs zuletzt gewaltig, noch 2001 betrug der Umsatz 103 Millionen. Maßgeblich dazu beigetragen hat auch die zur Gruppe gehörende Beton-Fertigteilfirma Maba, die gemeinsam mit der Fertighausmarke Egohaus etwa hundert Millionen umsetzt. Sie erregte zuletzt Aufsehen mit der Fertigung von Tunnel-Tübbingen für den Wienerwaldtunnel. Bei Ego hat sich der Umsatz auf etwa 23 Millionen fast verdoppelt. Zwar wurden nur etwa zehn Prozent mehr Einfamilienhäuser (rund hundert Einheiten) gebaut, dafür konnte Ego aber im Projektbau punkten.

Weitere fünfzig Millionen stammen aus den Segmenten Zement, Kies und Transportbeton und mit den Buntstiften der Marke Jolly setzt die Gruppe rund zwanzig Millionen um. Für heuer sind einige Nachjustierungen angesagt. Beim Produkt Delta Bloc, für das die Gruppe Vertriebspartner in zwanzig Ländern hat, werden Produktionspartnerschaften in Frankreich und Deutschland geprüft. Des Weiteren plant die Maba die Forcierung des Fertigkellers und die Produktion von schlüsselfertigen Biogasanlagen für den Export. Durchaus zufrieden ist Frommwald mit den bislang gesetzten Expansionen. Die von der Maba errichteten Schwellenwerke seien alle aktiv, in Rumänien werde gerade ein Auftrag über 100.000 Schwellen abgearbeitet. Auch die Geschäfte mit Sand und Steinen würden gut laufen, wie Frommwald erläutert.

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Spritspar botschaften

Es kostet nicht mehr und bringt enorme Einsparungen: Das ist die Botschaft von Shell, die die Autofahrerherzen mit dem neuen Superbenzin 95 höher schlagen lassen soll. Wie viel man sich mit dem Shell-Treibstoff tatsächlich spart, bleibt ganz dem Fahrindividuum überlassen. »Die Ersparnis ergibt sich aus der Kombination Benzin, Motorwartung und Fahrweise«, führt dazu ein aufgeklärter Pressemann von Shell aus. Er mag nicht einmal andeuten, wie hoch die Einsparung zum Beispiel mit einem Durchschnittsgolf sein könnte. Bleibt bloß noch zu sagen, dass sich ein Testehepaar laut Shell-Presse bei einer Weltumfahrung satte 36 Prozent Sprit gespart hat. Shell hat gelernt. Anlässlich der Kampagne für den Treibstoff Vipro 100 verkündete man nämlich noch ein Einsparpotenzial von bis zu zehn Prozent. Die Botschaft entwickelte sich in der Folge zum Selbstläufer. Aus »bis zu zehn Prozent« wurden zehn Prozent und später über zehn Prozent. »Irgendwann wird man dann anklagbar«, erklärt der Pressemann. Dagegen sei ein Nichtversprechen die bessere Botschaft.

BP mag diesem Beispiel nicht folgen und lanciert erneut den neuen BP Ultimate Diesel und verspricht für einen typischen Diesel-PKW bis zu 810 Kilometer mehr Jahresreichweite. Pro Tankfüllung soll die ultimative Reichweite um bis zu 36 Kilometer steigen. Das Geheimnis für die Mehrleistung liegt laut Erzeuger in der erhöhten Centanzahl, die bei mindestens 60 liegen soll. Neben der Mehrleistung verspricht BP eine deutliche Reduktion der Schadstoffe. Im Vergleich zu marktüblichem Diesel sollen 38 Prozent weniger Kohlenwasserstoffe und 27 Prozent weniger Kohlenmonoxid über den Auspuff entweichen. Und weil der neue Diesel so sauber ist, soll er zudem die Einspritzdüsen reinigen.

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Verstaubte Bilder

Von Alfred Bankhamer

Ich bin Klempner von Beruf«, tönt es in einem alten Ohrwurm. Die Jugend hat bekanntlich wenig übrig für alte Musik. Der »Installateur« zählt nicht zu den Trendberufen. Viele Betriebe beklagen, dass nur sehr schwer gute Lehrlinge und Mitarbeiter zu finden sind. »Jahrelang wurde allen eingetrichtert, dass nur Elektronik und IT die Zukunft bedeuten«, kritisiert Bundesinnungsmeister Peter Aigner. Dabei sind besonders Heizungs-, Solarwärme- und Klimaanlagen längst computergesteuerte Hightechgeräte, zu deren Installation eine umfassende Ausbildung nötig ist.
Vom Installateur wird freilich verlangt, dass er seine Kunden in Sachen Energie bestens beraten kann. Wann lohnt sich beispielsweise der Umstieg auf eine Biomasseheizung, eignet sich bei einem Niedrigenergiehaus besser eine Wärmepumpe oder eine Brennwertgasheizung, soll die Solaranlage nur für Warmwassergewinnung oder auch zu Heizungszwecken genützt werden? Fragen über Fragen, die in einem seriösen Beratungsgespräch genau für die aktuelle Situation geklärt werden müssen. Und klarerweise spielen bei Haussanierungen und klimaschonenden Energiesystemen immer auch Förderungen eine wichtige Rolle. »Derzeit geht alles auf Holz zu, auch weil es vom Land gefördert wird«, weiß beispielsweise Martin Grössinger, Installateur in Eugendorf bei Salzburg. Bald könnten aber wiederum Pellets so teuer wie öl werden, befürchtet er. Der derzeit hohe ölpreis belebt jedenfalls wieder das Solargeschäft. Sehr gefragt seien auch Badumbauten und Gasheizungen. »Gasthermen sind in der Anschaffung sehr billig und benötigen kaum Platz«, so Grössinger. Denn auf die Wirtschaftlichkeit achten die Kunden besonders.

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Outdoor-Handy für Jogger

Am Ufer der weltberühmten Blauen Lagune in Island wurde das neue Nokia 5500 Sport vorgestellt - ein Mobiltelefon in schlankem Design für Menschen mit einem sportlich-aktiven Lebensstil. Das Nokia 5500 Sport bietet alle Funktionen, die sportlich interessierte Nutzer benötigen. \"Das Nokia 5500 Sport ist der ideale Begleiter für einen aktiven, urbanen Lebensstil\", so Heikki Norta, Senior Vice President, Mobile Phones, Nokia. \"Viele Kunden wünschen sich ein sportives Produkt, auch wenn sie selbst keine Profi-Sportler sind. Das Nokia 5500 Sport Mobiltelefon bietet diesen Usern alles für ihre speziellen Bedürfnisse - für die Jogging-Runde im Park, die Radtour am Berg oder für einen Tag am Strand.\"

Für jede Stimmung den passenden Modus
Per Knopfdruck kann der Nutzer zwischen drei Betriebsmodi umschalten. Zur Auswahl steht der Normalbetrieb als Handy zum Telefonieren, der Musikbetrieb oder der Sportmodus. Dieser informiert einen über den aktuellen Trainingsstand. Das 5500 misst per eingebauten Schrittzähler die zurückgelegte Strecke und rechnet den aktuellen Kalorienverbrauch aus.
Zusätzlich verfügt das Nokia 5500 Sport als erstes Mobiltelefon über die neue Nokia \"Text-to-Speech\"-Technik. Mit dieser Funktion kann sich der Nutzer Mitteilungen vorlesen lassen, ohne dabei einen Blick auf sein Display zu werfen. Während des Trainingsmodus informiert es den Besitzer damit über den aktuellen Trainingsfortschritt.
Auch für Musik-Fans hat das Nokia 5500 Sport einiges zu bieten. Das neue Mobiltelefon unterstützt eine Vielzahl gängiger digitaler Musikformate und bietet dank einer bis zu 1 GB großen microSD-Speicherkarte Platz für bis zu 750 Musiktitel. Mit der eigenen Musiksammlung wird dann jede sportliche Aktivität zum ganz persönlichen Erlebnis.Noch mehr Features
Zu den weiteren Features zählt eine 2-Megapixel-Kamera, die Fotos bis zum Format 1.600 x 1.200 Pixel und Videos mit maximal 176 x 144 Pixel aufzeichnet. Das Display bietet eine Auflösung von 208 x 208 Pixel und stellt bis zu 262.144 Farben dar.

Das Sporthandy unterstützt Triband-Betrieb in den GSM-Netzen 900, 1.800 sowie 1.900 Megahertz, EDGE und GPRS. USB, Bluetooth und Infrarot stehen als Verbindungsschnittstellen zur Verfügung. Das Symbian-Smartphone bietet weiters die üblichen Anwendungen zur Termin-, Adress- und Aufgabenverwaltung, Nokias HTML-Browser mit Feed-Reader, einen E-Mail-Client und Anwendungen, um Office-Dokumente ansehen zu können. Zudem stecken in dem Smartphone ein UKW-Radio, Java MIDP 2.0 und ein 3D-Sensor für Java-Spiele sowie Sprachsteuerfunktionen und eine Freisprechmöglichkeit.

Das 107 x 45 x 18 Millimeter große Handy wiegt 103 Gramm und zählt auf Grund des ergonomischen, mit Edelstahl-Elementen verstärkten Gehäuses zu den Outdoor-Modellen der Finnen. Entsprechend garantiert Nokia Schutz vor Spritzwasser und Staub, die gummierten Flächen sollen dafür sorgen, dass das Handy beim Training nicht aus der Hand rutscht.
Das Nokia 5500 wird voraussichtlich ab dem dritten Quartal 2006 zum Preis von ungefähr 300 Euro ohne Vertrag und Steuern erhältlich sein.

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Maus und Tastatur für Gamer

Die G-Serie umfasst besonders leistungsfähige Gaming-Peripheriegeräte. Logitech arbeitet eng mit der Gaming-Community zusammen, um Gaming-Grade-Standards und innovative Features zu entwickeln. Die Produkte der G-Serie sind laut Hersteller pixelgenau und bieten eine hohe übertragungsgeschwindigkeit. Der Spieler kann die Geräte exakt auf seine persönlichen Anforderungen abstimmen. \"Unsere Hightech-Mäuse und Tastaturen sind bei vielen Gamern erste Wahl, weil die Reaktionsgeschwindigkeit und die Präzision unserer Geräte einen echten Vorteil im Wettkampf darstellen,“ kommentiert Christian Stranzl, Countrymanager Logitech Austria.

Logitech G3 Laser Mouse - Verbindung aus Schnelligkeit und Präzision
Die Logitech G3 Laser Mouse setzt selbst blitzschnelle Bewegungen hochpräzise um. Wie die Logitech G5 und G7 Gaming-Mäuse arbeitet auch die Engine der Logitech G3 Laser Mouse mit einer Laserpräzision von 2000dpi und Full-Speed-USB. Sie verarbeitet Images mit 16,4 Megapixel pro Sekunde und erfasst Bewegungen mit einer Geschwindigkeit von 115 Zentimeter pro Sekunde.
Per Tastendruck ändert der User die Auflösung zwischen 1600dpi und 800dpi, ohne vorher Software installieren zu müssen. Mit Software-Unterstützung wird die Auflösung zwischen 2000dpi und 400dpi variiert. Hierbei hat der Gamer fünf verschiedene Einstellungen zur Auswahl, um die Auflösung so einzustellen, dass maximale Geschwindigkeit bei höchstmöglicher Präzision erzielt wird.
über den Full-Speed-USB liefert die Maus 500 Reports pro Sekunde. Herkömmliche USB-Mäuse kommen lediglich auf 60 bis 125 Reports pro Sekunde. Da die G3 Maus mehr Daten in kürzeren Abständen übermittelt, erzielt sie eine höhere Präzision.Ebenso wie die Technologie ist auch das Design der Logitech G3 Laser Mouse ganz auf die Anforderungen beim Gaming ausgerichtet. Die kompakte Form ermöglicht es, mit den Fingerspitzen zu steuern. Der Spieler kann so aus dem Handgelenk heraus Bewegungen schneller ausführen. Durch die Logitech DryGrip Oberfläche soll die Maus auch bei Marathon-Gaming-Sessions immer sicher in der Hand liegen. Die G3-Maus ist mit Füßen aus Teflon ausgestattet, um den Oberflächenwiderstand zu verringern und die Gleiteigenschaften zu verbessern.
Preis: ungefähr 60 Euro/ab August verfügbar

Die Logitech G11 Tastatur - individuell programmierbar
Die neue G11 Tastatur kann der PC-Spieler auf seine Spielgewohnheiten abstimmen. über die 18 G-Tasten und die drei Shift-Modi definiert er bis zu 54 Befehle pro Spiel, die standardmäßig beim Start des betreffenden Titels geladen werden. Der Nutzer kann die Tasten auch als Shortcuts für Non-Gaming-Funktionen gängiger Software-Anwendungen nutzen. Außerdem lässt sich über einen Spielemodus-Schalter die Windows-Taste deaktivieren. Der Spieler vermeidet so, aus dem Spiel geworfen zu werden, falls er die Windows-Taste versehentlich drückt. Die Tastatur-Beleuchtung ist in zwei Helligkeitsstufen regulierbar. Zudem verfügt die G11 Tastatur über zwei eingebaute Full-Speed-USB-Ports für den Anschluss von Peripheriegeräten.
Preis: ungefähr 70 Euro/ab Juli verfügbar.

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Tiefroter Highway

\"Geradezu pervers“ sei die von der Asfinag präsentierte Bilanz 2005, unkte der SPö-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter in einer Aussendung und bezeichnet die Autobahn- und Schnellstraßenfinanzierungsgesellschaft als \"Schuldenmaschine der Republik“. Tatsächlich sind die Verbindlichkeiten des Konzerns seit 2004 von 9,02 Milliarden Euro auf knapp 10,4 Milliarden im vergangenen Jahr angewachsen, 2006 soll der Schuldenstand auf 10,77 Milliarden anwachsen. \"Die Verbindlichkeiten steigen mit den Investitionen an, das ist nicht nur mit Eigenkapital finanzierbar“, so Asfinag-Vorstand Christian Trattner zur Tatsache, dass allein die Zinsensaufwendungen von 320 Millionen Euro im Jahr 2004 auf über 400 Millionen im vergangenen Jahr angewachsen sind. Im Baubereich lagen diese Investitionen bei rund 971 Millionen, davon 656 Millionen für den Neubau und 288 Millionen für Erhaltung. Heuer kündigt die Asfinag Bauinvestitionen von 1,25 Milliarden an, darunter eine dritte Spur für die Flughafenautobahn A4 oder den Ausbau von sechs Tunneln mit einer zweiten Röhre als Teil von Verkehrssicherheitsmaßnahmen.

Die Aufwendungen der Asfinag wurden im vergangenen Jahr von 1,56 auf 1,32 Milliarden Euro reduziert, die Erträge stiegen 2005 von 1,9 auf rund 2,1 Milliarden. Die sprunghafte Steigerung des Geschäftsergebnisses (EGT) von 53 auf 355 Millionen Euro erklärt Trattner mit der Auflösung der Rücklagen, die im Jahr 2004 für die von der EU erzwungenen Rückzahlungen der Brenner-Mauten gebildet worden waren und nach dem Vergleich nicht in voller Höhe benötigt wurden. Für 2006 wird wieder mit einem EGT von 195 Millionen gerechnet. Dass die Erlöse aus dem Liegenschaftsmanagement von 28 auf 48 Millionen gestiegen sind, sei nicht auf eine Steigerung der Verkaufsaktivitäten zurückzuführen, so Trattner. \"Nicht zuständig“ sei der Vorstand für die Frage, ob eine kilometer- und zeitabhängige Pkw-Maut, wie sie die Bauwirtschaft fordert, der Asfinag zusätzliche Einnahmen bescheren könnte. \"Wir geben nur den Eigentümern Ratschläge“, gibt sich Trattner zu den von der Baustoffindustrie errechneten Einnahmen von einer bis zu 5,7 Milliarden Euro bedeckt. Eines kann er und sein Vorstandskollege Franz Lückler den geplagten Autofahrern jedenfalls versprechen: \"Im nächsten Jahr wird es keine Erhöhung des Vignettenpreises geben!“ Damit hat die Asfinag im vergangenen Jahr 303 Millionen lukriert.

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Ziel erfüllt

Mehr als 200.000 Besucher sahen Geräte in realen Arbeitsbedingungen sowie Innovationen in den Bereichen Baumaschinen, Ausrüstung und Dienstleistung.

Einen neuen Besucherrekord hatte die 7. internationale Baumaschinenmesse INTERMAT 2006 in Paris zu verzeichnen. Heuer kamen um 16% mehr Besucher als 2003. Sowohl die 1400 Aussteller aus 42 Ländern als auch die 209.032 Besucher aus 160 Ländern bestätigten den Status der Ende April abgehaltenen Messe als internationalen Event. Zahlreiche Delegationen kamen aus Ländern, die zum ersten Mal an dieser Messe teilnahmen: darunter Russland, die Ukraine, Bosnien, Rumänien, Kroatien, die tschechische Republik oder Moldau ebenso wie die die regelmäßigen Teilnehmer Korea, Nordafrika, die USA, Japan und Mexiko. Damit festigte die INTERMAT 2006 ihre Position als zweitgrößten Event der Baubranche.

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Zwischen Chance und Vorurteil

Von Maren Beaufort

Ein Argument für den Einsatz von Voice-over-IP ist das Einsparungspotenzial - der Mehrwert im Businessalltag ein anderes: Verschmolzene Daten- und Sprachkommunikation erlaubt in logischer Konsequenz die Einbindung von Sprache, Daten, Fax und Mail in ein einziges System, im Idealfall mit derselben Oberfläche. Als Unified Messaging betitelt, ist so der Traum vieler Prozessoptimierer realisiert, denn: Erhöht wird nicht nur die Flexibilität, sondern auch die Schnelligkeit der Arbeitsabläufe.

Weitere Anwendungsszenarien sind mittels CTI (Computer Telephony Integration) vorstellbar: das automatische Aufscheinen relevanter Kundendaten am Bildschirm, sobald diese anrufen, oder die Integration von Video- sowie Word-, Excel- und Powerpoint-Dateien in Telefonkonferenzen. Nicht zuletzt erweitert die professionellere Integration mobiler Mitarbeiter und Homeworker die lange »List of Possibilities«: VoIP-Anschlüsse können dann mit ein und derselben Nummer dort verfügbar sein, wo sie an das Datennetz gehängt werden. Egal mit welchem Endgerät und an welchem Ort - innerhalb eines Gebäudes, in einem anderen Land oder im Flugzeug.

Telefoniert wird mittels IP-fähiger Telefone, VoIP-Handsets, Softphones am PC oder mithilfe von Hybridlösungen durch die Einbindung bestehender Hardware. »Adds, moves and changes« im Falle neuer oder umsiedelnder Mitarbeiter entfallen jedenfalls - einschließlich Verkabelung. Die Telefone bleiben, wo sie sind, die Mitarbeiter inklusive persönlicher Konfiguration switchen geschmeidig von Apparat zu Apparat.

Für Heimarbeitsplätze bedarf es lediglich eines Breitbandanschlusses, über den sich das Endgerät durch einen sicheren VPN-Tunnel an der Telefonanlage anmeldet. Ausgehende Gespräche werden so mit der Firmenkennung aufgebaut, eingehende Anrufe werden über die Zentrale weitergeleitet. Der Anrufer erkennt damit nicht, wo sich sein Gegenüber befindet. Sogar die Features der Kernanlage stehen dem externen Mitarbeiter zur Verfügung.

VoIP goes mobile. Kaum hat sich Voice-over-IP als Ersatz für die kabelgebundene Telefonie etabliert, schwappt der Hype auch auf WLAN über. Der bisherigen Zurückhaltung im professionellen Bereich liegen vornehmlich Quality-of-Service-Bedenken zugrunde. Sobald mehrere Benutzer auf ein WLAN zugreifen, entstehen Aussetzer und Gesprächsabbrüche. Ein mögliches Gegenmittel ist die Einrichtung von Virtual LANs (VLANs). Hierbei wird ein logisches Subnetz im Funknetz definiert und folglich garantierte Bandbreite gegenüber anderen Anwendungen reserviert. Ein IP-Handy fungiert somit als Nebenstelle im VoIP-Netz. Aktuell besonders hip: Dual-Mode-Handys für Internettelefonie und Mobilfunk. Diese können innerhalb der heiligen Bürohallen über den DSL-Anschluss telefonieren, während sie sich unterwegs ins Mobilfunknetz einbuchen.

Wie sicher ist VoIP? Die Security-Debatte ist nach wie vor für etwa sechs Prozent der Unternehmen Hauptgrund, die Finger von der Voice-Integration zu lassen. Der Grund: Salopp gesagt holt man sich mit VoIP all die potenziellen Probleme ins Haus, die man bisher nur vom Internet kannte. Einerseits ist das nicht verkehrt, andererseits nicht differenziert genug. Vor allem Anbieter und Systemintegratoren halten diese Paranoia für übertrieben: Die übertragung über Datennetze sei heute wesentlich besser geschützt als die herkömmlicher Telefonie. Natürlich muss man in diesem Punkt zwischen Internettelefonie für Otto Normalverbraucher à la Skype und VoIP, wie es größeren Unternehmen via abgeschotteten Netzen oder VPN zur Verfügung steht, unterscheiden. »Internettelefonie birgt Gefahren, IP-Telefonie Chancen«, ist das Schlagwort der Business-Provider.

Auch bezüglich Serviceverfügbarkeit beruhigt die Anbieterseite: Mit einer gut durchdachten Priorisierung kann eine der herkömmlichen Telefonie vergleichbare Qualität erzielt werden. Dennoch - man begibt sich einen Schritt weiter in Richtung Abhängigkeit von Upgrades, Patches und Releases. Nicht zwangsläufig ein Negativum: Hat man früher in Telko-Hardware investiert, war man dieser auf Gedeih und Verderb ausgeliefert - jedenfalls bis zum Tag X ihrer Abschreibung. Dank Updates lassen sich Arbeitsmittel heute sehr viel leichter an den Stand der Technik anpassen - ganz ohne neuerliche Großinvestitionen. Und realistisch gesehen ist eine grundsätzliche Abhängigkeit von IT - VoIP hin oder her - gegenwärtig ohnehin nicht mehr zu leugnen.

Wenn Spam klingeln lernt. Ein heute kontrovers diskutiertes Thema ist Spam-over-Internet-Telephony - bekannt als »SPIT«. Erwartet uns allen Ernstes Reklame für Superkredite, Alarmanlagen und Potenzhelferchen nun auch durch den Hörer? Trotz wachsender Userzahlen lassen derartige Attacken bis dato auf sich warten. Denn: Im Vergleich zu Spam über E-Mail ist der kostenlose, automatisierte Versand von Sprachnachrichten nicht simpel.

Erheblicher Bandbreitenbedarf, Authentifizierung und bis dato noch mangelnde Bekanntheit von IP-Adressbereichen sind die wesentlichsten Unterschiede. Mit dem Volumen einer durchschnittlichen Spam-Mail lässt sich gerade einmal eine Sekunde Sprache übertragen. Solange also Bandbreite mit ihrem derzeitigen Marktwert gehandelt wird, funktioniert das ökonomische Kalkül für Spitting trotz höherem Wirkungsgrad vergleichsweise schlecht.

Der Geschäftsalltag. Wie die jüngste Studie der Regulierungsbehörde RTR »Erhebung Nase« zeigt, ist VoIP bereits rund 55 Prozent der österreichischen Unternehmen ein Begriff. Besonders deutlich ist der Bekanntheitsgrad mit 88 Prozent in größeren Firmen mit über hundert Beschäftigten. Auch im Dienstleistungssektor und überall dort, wo häufig ins Ausland telefoniert wird, ist VoIP überproportional geläufig; im Bauwesen mit nur 36 Prozent dagegen wenig. Durchschnittlich telefonieren aktuell sechs Prozent aller österreichischen Betriebe über IP. Weitere zwölf Prozent planen den Einsatz in den nächsten zwei Jahren, 33 Prozent sprechen sich vorerst dagegen aus. Auch in diesem Kontext sind größere Unternehmen nachhaltiger mit der neuen Technologie vertraut als Klein- und Mittelbetriebe. Noch werden hauptsächlich Gespräche ins Ausland mittels VoIP geführt. Anrufe ins Mobilnetz, ins inländische Festnetz und vor allem von IP zu IP sollen allerdings bald nachziehen. Für 84 Prozent der Business-User sind die günstigen Verbindungsentgelte Hauptargument für den Einsatz von VoIP. Gefolgt von »Einheitliches Netz für Daten und Telefon« und »Anschluss an neue Entwicklungen nicht verpassen«. Bezüglich der wahrgenommenen Nachteile gibt es partielle Unterschiede abhängig vom Einsatz im Unternehmen. Die größten Einstiegshürden sind »Vertrautheit herkömmlicher Technologie«, »Umrüstungskosten« und »unausgereifte Technologie«, während Firmen, die bereits VoIP einsetzen, sich eher an der heute noch teils mangelnden Gesprächsqualität stören.

Unabhängig von ihrer Ausprägung ist eine Voraussetzung für die Verbreitung von VoIP die bundesweite Breitbandpenetration. Momentan liegt diese nach Daten der RTR-Befragung bei knapp der Hälfte aller österreichischen Unternehmen.

Die Anbieter. Während es für den Privatanwender üblicherweise nicht von existenzieller Bedeutung ist, ob er sich nun für Skype, Sipgate oder einen der anderen - auch UPC bietet mit Inode nun VoIP - Provider entscheidet, sollten sich dies Businessanwender gut überlegen. VoIP bieten zwar viele, allerdings zu sehr unterschiedlichen Konditionen. Wie denn nun die angepriesenen Kosteneinsparungen erreicht werden oder ein entsprechender Mehrwert generiert wird, kommt immer auf den Einzelfall an. Daher sollte zunächst unternehmensintern geklärt werden, was das neue System können soll und wie man dieses verständig einführen kann. In den meisten Fällen scheint eine »sanfte Migration« mittels Hybridlösungen sinnvoll. Im Einzelfall ist auch ein kompletter Neuaufbau zweckmäßig. Ob nun direkt bei Telcos wie Telekom Austria, eTel, Tele2UTA, UPC/Inode oder bei Systemintegratoren und Herstellern wie NextiraOne, T-Systems, CSC oder Kapsch - die Angebote sollten sorgfältig verglichen werden.

VoIP rettet Leben
Mehr als 700 Rettungsfahrzeuge, fünf Hubschrauber und 27 Notarzteinsatzmittel - vom Roten Kreuz über die öAMTC Christophorus Flugrettung bis zur Bergrettung - koordiniert die Nö-Rettungsleitstelle nunmehr via VoIP. »Mit der neuen Lösung der Telekom Austria kann jeder Mitarbeiter zu jeder Zeit die exakte Position all dieser Einsatzkräfte ermitteln«, erklärt Geschäftsführer Carl Heinz Langer.
»Noch bevor wir ein Telefonat entgegennehmen, erkennen wir den Aufenthaltsort des Anrufers und können uns über dessen Krankengeschichte informieren, sofern diese in die zugehörige Datenbank integriert wurde.« Auch priorisiert das System bei den rund 14.000 täglichen Anrufen einen echten Notruf höher als Krankentransportanforderungen oder Serviceanfragen. Ein Notruf soll per Definition binnen vier Sekunden bearbeitet werden, was bisher nur die wenigsten Blaulichtunternehmen realisieren. »Mit dem neuen System schaffen wir es«, ist Langer mit seiner Investition zufrieden. Den größten Mehrwert für die LEBIG (Leitstellen-, Entwicklungs-, Betriebs- und Integrationsgesellschaft m. b. H.) sieht er daher nicht nur in den flexiblen Arbeitsabläufen und der verbesserten internen Kommunikation, sondern auch in der optimierten Kundenbetreuung.
Kommunikationsnetz rund um den Globus
Die Implementierung einer State-of-the-art IP-Telefonielösung inklusive der Integration von weltweit 111 Botschaften und Konsulaten in die Netzinfrastruktur führt das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten in ein neues Kommunikationszeitalter.
Als bundesweit erstes Ministerium setzt das BMaA auf eine konvergente VoIP-Lösung und stellt damit seine Vorreiterrolle im Hinblick auf den Einsatz neuer Technologien erneut unter Beweis. Das vorhandene TK-System war 13 Jahre alt. Oberstes Ziel war daher die Investition in eine zukunftssichere Lösung. Eine der größten Herausforderungen dabei: Die Integration bestehender Infrastruktur in das Netzwerk, denn die gemeinsame Vermittlung mit dem Bundeskanzleramt und der dort weiterhin genutzten klassischen Telefonanlage wurde beibehalten. »Im Umgang mit Steuergeldern sind keine Experimente zulässig«, beschreibt Wolfgang Loibl, Leiter der Sektion VI (Administrative Angelegenheiten, Infrastruktur), warum man im Ministerium neue Trends und Technologien immer erst kritisch beäugt. »Mit NextiraOne setzen wir ein IP-Telefonie-Projekt mit ausgereifter Technologie um, die uns erheblichen Nutzen bringt.« Nach den Implementierungen in Wien, München und Valetta werden nun sukzessiv sämtliche Außenstellen rund um den Globus integriert.
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Musterländle

In den Achtzigerjahren erschien eine Schweizer Untersuchung über das Nachbarland österreich. Man fand uns zwar nicht gerade modern, dafür aber sehr sympathisch. Das wörtliche Fazit damals: Die österreicher sind arm, aber lustig. Wie sich die Zeiten ändern können. Auf der Webseite der Schweizer Sozialinformatik blickt man heute mit Argusaugen ins Nachbarland. E-Government komme bei den Eidgenossen - ganz anders als in Vorarlberg - nicht in Fahrt, ist dort zu lesen. Das mag auch daran liegen, dass sich die Politik nicht verschließt. Die elektronische Verwaltung fand auch in der letzten Regierungserklärung des Landeshauptmanns Herbert Sausgruber gebührend Platz. »Wir wollen eine moderne und sparsame Verwaltung und nehmen E-Government als Herausforderung an«, sagte Sausgruber seinem Landtag vor zwei Jahren. Bei leeren Worten ist es nicht geblieben. Aufgemöbelt wurde beispielsweise die Infrastruktur. Das alte Token-Ring-Netzwerk wurde auf das zeitgemäße Ethernet umgestellt, in den elf Landesdienststellen sind über hundert Serversysteme im Einsatz. Damit die Citrix-Terminalserver nicht ins Stocken geraten, sind die Netzwerkknoten zwischen großen Städten wie Bregenz oder Feldkirch über dicke 34-Mbit-Leitungen gekoppelt. Sparsam wie die Vorarlberger sind, wurden die Kosten für die Netzanbindung auch gleich um knapp ein Drittel gekappt. Damit die Daten nicht im Netznirvana verpuffen, sind alle 1200 aktenbearbeitende Mitarbeiter an die landeseigene Kommunikationsplattform VOKIS angeschlossen.

Die alemannischen Beamten sind emsig, Hunderttausende elektronisch abgewickelte Akten wurden bereits medienbruchfrei in das System eingespeist. Na ja, vielleicht nicht ganz medienbruchfrei. In manchen Verwaltungseinheiten soll trotz Hightech noch archaisch gearbeitet werden. Es rauschen dann beispielsweise Anträge zwar elektronisch herein, der darauf folgende Workflow ist aber alles andere als nach der reinen Managementlehre optimiert. »Da wird ausgedruckt und das Papier händisch von Abteilung zu Abteilung getragen«, ätzt ein Beobachter. Da dürfte dann zutreffen, was Landesvater Sausgruber einmal sinngemäß gesagt hat: »Wir sind nicht perfekt, aber wir geben uns Mühe.« Mühe, die auch anerkannt wird. In Sachen E-Government liegt Vorarlberg unter den Ländern im Spitzenfeld, bei einschlägigen Symposien und Workshops sind die lokalen Spezialisten auch bundesweit gefragte Referenten. Top ist auf jeden Fall das Landesportal, das auf einer Plattform des Linzer E-Government-Urgesteins Fabasoft aufgebaut ist. Das Contentmanagementsystem beherbergt auf den Servern mittlerweile gut 25.000 Seiten, das Angebot wird laufend erweitert.

»Global« denken, lokal handeln. Ganz nach dem Motto »Think global, act local« sind in die Realisierung aber auch örtliche Unternehmen eingebunden. Die Dornbirner VRZ realisierte als lokaler Fabasoft-Partner das Projekt »Digitale Formulare«. Mit - teilweise interaktiven - Webformularen können Unternehmen und Bürger den guten, alten Amtsweg radikal beschleunigen. Von der Abfallmengenmeldung für Biogasanlagen bis hin zur Sturzhelmbefreiung lassen sich mittlerweile gut drei Dutzend Amtsgeschäfte online abwickeln. Eine Mischung zwischen lokal und »global« verkörpert VRZ-Informatik-Chef Roland Hilbrand. Ganz im Sinn der grenzüberschreitenden Regionen dehnte er seinen Wirkungsbereich auch in die benachbarte Schweiz aus. Die St. Gallener Bluematic AG ist zu 97 Prozent im Besitz des Dornbirner Familienunternehmens. Der knapp sechzigjährige KMU-Patriarch hat im Grenzland fast schon ein kleines Imperium aufgebaut. Die VRZ hat rund sechzig Mitarbeiter und zählt damit zu den größten Systemhäusern im Grenzland. Wie wichtig KMU für österreich sind, zeigt sich in Details. Hilbrand denkt nicht nur an seine Familienmitglieder, sondern kümmert sich - Lehrlingskrise hin oder her - auch mustergültig um den IT-Nachwuchs. Und heimste dafür eine Ehrung als »ausgezeichneter Lehrbetrieb« ein. Die Kombination aus Bodenhaftung und grenzüberschreitendem Weitblick scheint tatsächlich eine Vorarlberger Eigenschaft zu sein.

Auch der Dornbirner Softwareentwickler Consolidate reiht sich ein. Der Gründerchef Christian Bickel, fast zwei Generationen jünger als Hilbrand, verzichtet auf hinfälligen Glamour à la Yline & Co. »Er ist Familienvater und hat ein Haus«, ist fast schon alles, was einem Freund zum Privatleben einfällt. Dass Bickel seine Leidenschaft als Informatiker zum Beruf gemacht hat und in vier Ländern aktiv ist, muss man schon herauskitzeln. Die Consolidate beschäftigt knapp zwanzig Mitarbeiter, die Hälfte davon in der Entwicklung. Der Wirkungskreis ist dafür allerdings vergleichsweise groß. Beim E-Government punktet man mit der hauseigenen Software beispielsweise in Lech, Wolfurt oder Lochau am Bodensee. Firmenintern sieht Bickel die E-Government-Anwendungen bescheidenerweise eher als Nebenprodukt. Der ursprüngliche Fokus liege eher bei Mittelstand, Gewerbe oder Steuerberatern. Dort seien die Entscheidungszyklen kürzer, wie er meint. »Wenn wir unsere Software vorstellen, hören wir oft, dass man genau diese Lösung gesucht hat«, so Bickel. Budgetnöte hin oder her, immer mehr Gemeinden setzen auf Lösungen von Consolidate. Wie es sich für das Grenzland gehört, ist Consolidate auch im benachbarten Ausland aktiv. Im Raum Basel setzen mehrere Gemeinden bereits auf die österreichische Software, mit Südtirol wird verhandelt, nach Deutschland will Consolidate weiter expandieren. Zu den illustren Kunden zählt mittlerweile das Schweizer Institut für geistiges Eigentum - besser bekannt unter dem alten Namen Berner Patentamt, wo einst das Physikgenie Albert Einstein seine Brötchen verdiente.

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